Ein Meilenstein für Deutschland !

Antworten
BasketCase
Beiträge: 4
Registriert: Di 11. Feb 2014, 00:20

Ein Meilenstein für Deutschland !

Beitrag von BasketCase »

Ich möchte den 17. November 2014 schon jetzt zu einem Meilenstein auf dem Weg zur Cannabis-Legalisierung in Deutschland erklären.

Das gab's noch nie: ALLE (!) Blätter machen das Thema am gleichen Tag groß auf (zumindest online). Überall ist über die Cannabis-Tagung in Frankfurt zu lesen – auch in der BILD, und zwar relativ neutral.
"Die Experten sind sich einig: Cannabis muss legalisiert werden", "Auf dem Weg zur Legalisierung", "Cannabis-Verbot ist illegal", "Betäubungsmittelgesetz ist verfassungswidrig", "Kiffer sind keine Kriminellen" musste eigentlich fast jeder Deutsche heute lesen.

Das muss doch nun wirklich der Anfang sein in Deutschland ...
Benutzeravatar
bushdoctor
Beiträge: 2401
Registriert: Mo 27. Feb 2012, 15:51
Wohnort: Region Ulm

Re: Ein Meilenstein für Deutschland !

Beitrag von bushdoctor »

BasketCase hat geschrieben:I
Das muss doch nun wirklich der Anfang sein in Deutschland ...
Ist er auch! Die "Legalisierung" ist nicht mehr aufzuhalten... Es gilt nur noch die Bedinungen auszuhandeln!
NorthernLight
Beiträge: 114
Registriert: So 26. Mai 2013, 16:07

Re: Ein Meilenstein für Deutschland !

Beitrag von NorthernLight »

den eindruck bekommt man auf jeden Fall! wenigstens für patienten kann es jetzt nicht mehr ewig dauern:-)
JK420
Beiträge: 72
Registriert: Sa 6. Sep 2014, 11:56

Re: Ein Meilenstein für Deutschland !

Beitrag von JK420 »

Aktuell kann ich mir das leider noch nicht so vorstellen. Wenn man sich die aktuelle Regierung anschaut, insbesondere unsere Drogenbeauftragte, könnte man denken das wir eher Rückschritte machen...
USA, Niederlande und Co. müssen uns erst zeigen wie es geht^^
Klar sind mal positive Berichte zu lesen, oder die DHV spots etc. pp.
Aber es gibt leider auch Berichte wo eine Lehrerein mit 0,001g eine fette Strafe bekommen hat...
Doc_A
Beiträge: 723
Registriert: So 31. Aug 2014, 11:21

Re: Ein Meilenstein für Deutschland !

Beitrag von Doc_A »

Wir haben in D eine konservative Regierung (incl. SPD). In den vergangenen Jahrzehnten wurde, im Rahmen des war on drugs, eine repressive Linie gefahren und "Drogen" dämonisiert. Man könnte fast schon sagen, daß die Bevölkerungs-Mehrheit konditioniert wurde.

Durch Aufklärung und die internationale Entwicklung wird gerade vielen sichtbar, daß das Gefahrenpotential von Hanf relativ gering ist, Hanf interessante medizinische Eigenschaften hat und Drogenpolitik generell sinnvoller gestaltet werden kann. Die (konservativen) Politiker, die sich mit der Materie auseinandergesetzt haben, wissen das. Andererseits wurde deren Wählerschaft eben 40 Jahre lang etwas verzerrt informiert und hat dies verinnerlicht.

Mal ein saloppes Beispiel: Was würde passieren, wenn der Horst Seehofer eine Pressekonferenz einberuft und erklärt, daß Hanf eine ganz tolle Sache ist und ab sofort in jeder bayerischen Apotheke zu kaufen ist?

Über das Thema wird in sämtlichen Bevölkerungskreisen immer mehr diskutiert und es verbreiten sich "realistischere" Ansichten. Das wird auch in - jetzt wollte ich beinahe Bonn schreiben - Berlin heiß diskutiert, auch wenn man nach außen wenig mitkriegt. Der politische Druck bezüglich medizinischer Anwendung ist enorm hoch, da hier eine Weigerung/Verzögerung doch ziemlich inhuman wirkt.

Noch ein paar Zahlen und Gedanken: Aus Quarks & Caspers weiß man, daß 2,5 Millionen Erwachsene regelmäßig Hanf konsumieren. Wenn man da nochmal 7,5 Millionen draufpackt und postuliert, daß es so viele Gelegenheits- und Exkonsumenten gibt, die einer Liberalisierung nicht abgeneigt sind, bleiben 70 Millionen, die nichts mit der Sache zu tun haben. Davon sind dann ein Teil strikte Prohibitionsanhänger und ein (größerer?) Teil Leute, die mit der Sache nichts zu tun haben (im Alltag), nicht informiert sind und die es nicht interessiert (und die allerdings durch die Prohibition auch finanziell geschädigt werden). Ich bin überzeugt, daß von diesen "Uninformierten" die wenigsten eine grundsätzliche Kriminalisierung von Hanfkonsumenten wollen und auch einer strikten Regulierung (bzgl. Ausbreitung und Jugendschutz) zustimmen würden.

Die Einzigen, von denen ich wirklich enttäuscht bin, sind die Grünen in BW/Stuttgart. Nicht weil da keine "Legalisierung" erfolgt ist, sondern weil keine öffentliche Debatte darüber angestoßen wird und im Wahlprogramm etwas ganz anderes gesagt wurde.
:shock:
Antworten

Zurück zu „Aktuelles“