Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Typbürste
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Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Typbürste » Di 28. Aug 2012, 08:01

Es soll jetzt wohl eine angebliche Langzeitstudie dazu geben dass Cannabiskonsum den IQ unwiederruflich schrumpfen lassen würde. Scheinbar ist Anslinger von den Toten wiederauferstanden. :roll:

http://www.rp-online.de/wissen/leben/ki ... -1.2970036

Ich konnts mir nicht durchlesen, ich muss nämlich gleich zur Arbeit und will mich nicht kurz vorher aufregen, fasst für mich bitte mal zusammen was für ein Müll da drin steht. :D

Einen schönen Tag wünsch ich euch. ;)
MfG Typbürste

Sculli
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Sculli » Di 28. Aug 2012, 09:13

Oh man...
Das erste was mir aufgefallen ist, ist wieder dieses typische Bild, von nem Joint der grad angeündet wird...
Fehlt nur noch das sie noch n Bild von ner Spritze dazusetzen...

Naja ich finde der Artikel ist auf jeden Fall null aussagekräftig...Da steht eig. nur drin das Kiffen im Entwicklungsalter den IQ senken kann und Langzeitkonsumenten Konzentrationsprobleme und ein schlechtes Kurzzeitgedächnis haben...

Dafür hätte ich keine 40 Jahre lange Studie gebraucht^^

Ob die Studie etwas mehr hergibt weiß ich nicht...der Bericht ist aber auf jeden Fall nichts als Prohibitionspropaganda^^

Leseratte
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Leseratte » Di 28. Aug 2012, 09:18

Dazu gibt es mehrere Studien.

Interessant finde ich das hier:

"The study, which monitored subjects since birth, examined IQ scores before, during and after cessation of regular marijuana use. It found current light users and former users showed average IQ gains of 5.8 and 3.5 respectively, compared to an IQ gain of 2.6 for those who had never used cannabis.[94] The study did however show an average IQ decrease of 4.1 for heavy users.[94]"

http://en.wikipedia.org/wiki/Long-term_ ... f_cannabis

frihet
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von frihet » Di 28. Aug 2012, 11:26

Die taz hat die Agenturmeldung auch einfach mal übernommen und mit der tollen Klickhure von einer Überschrift "Kiffen macht dumm" versehen... Ich werde aus denen nicht schlau, ab und zu denkt man, jetzt könnten sie's verstanden haben, aber dann kommt garantiert irgendwann wieder so ein Klops...

chiliheadz
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von chiliheadz » Di 28. Aug 2012, 11:53

Typbürste hat geschrieben:Es soll jetzt wohl eine angebliche Langzeitstudie dazu geben dass Cannabiskonsum den IQ unwiederruflich schrumpfen lassen würde. Scheinbar ist Anslinger von den Toten wiederauferstanden. :roll:

http://www.rp-online.de/wissen/leben/ki ... -1.2970036

Ich konnts mir nicht durchlesen, ich muss nämlich gleich zur Arbeit und will mich nicht kurz vorher aufregen, fasst für mich bitte mal zusammen was für ein Müll da drin steht. :D

Einen schönen Tag wünsch ich euch. ;)
RTL(?) bringt den Quatsch in Punkt 12 oder heute um 12 als angebliche 40 Jahres-Studie unter Jugendlichen" in diesem Journal. Es könnte interessant werden! Wenn man bedenkt, dass solche "Strategie" schon früher benutzt wurde, um das Verbot durchzusetzen, dass angebliche "Kiffer" (bezahlt) als Zeugen auftraten und "berichteten HASCH gespritzt" zu haben und diesen Blödsinn dem dummen Volk glaubhaft gemach hatten, kann man den Sinn solcher Kampagnen zum jetzigen Zeitpunkt verstehen! Pharma- und Alkohollobby sind sich mit ihren Regierungsvertretern einig: WIR WERDEN "VERMERKELT", das sich die Balken biegen!.... :mrgreen:

chiliheadz
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von chiliheadz » Di 28. Aug 2012, 12:53

Typbürste hat geschrieben:Es soll jetzt wohl eine angebliche Langzeitstudie dazu geben dass Cannabiskonsum den IQ unwiederruflich schrumpfen lassen würde. Scheinbar ist Anslinger von den Toten wiederauferstanden. :roll:

http://www.rp-online.de/wissen/leben/ki ... -1.2970036

Ich konnts mir nicht durchlesen, ich muss nämlich gleich zur Arbeit und will mich nicht kurz vorher aufregen, fasst für mich bitte mal zusammen was für ein Müll da drin steht. :D

Einen schönen Tag wünsch ich euch. ;)
Mein Leserkommentar dazu:
Ihr Beitrag:

Leserkommentare Langzeitstudie zu Cannabis-Konsum: Kiffen macht tatsächlich dumm
Wenn DAS WISSENSCHAFTLER geschrieben haben und keine "Lobbyisten" der Alkohol oder Medikamentenmafia, ist dies sehr bedenklich! THC, der pflanzliche "Bruder" des menschlichen "Andanamids", welches die "Filterwirkung", also die Konzentrationsfähigkeit des Gehirns bewirkt, soll also "DUMM MACHEN"? ECHTE Studie beweisen das Gegenteil! Z.b. eine Studie der Universität Heidelberg ergab, dass Cannabis bei Andanamidmangel (körpereigenes THC) die Aufmerksamkeit und sogar die Verkehrssicherheit erhöhen kann, etliche Universitätsstudien im In- und Ausland beweisen die Heilkraft und vergleichsweise "Harmlosigkeit" von Cannabis gegenüber Tabak und Alkohol! Seltsamer weise ist der wissenschaftlich bestätigte Tabakgebrauch nicht sanktioniert, obwohl er weit aus schädigender ist! Auch darf JEDER unversteuert selber Tabak anbauen, obwohl "für die Volksgesundheit" die Tabaksteuer (gewerblich) erhöht wurde. Bevor man etwas veröffentlicht, sollte man recherchieren! Erkundigen sie sich doch einfach einmal bei der IACM, der internationalen Arbeitsgemeinschaft Cannabis in der Medizin, beim DHV, dem deutschen Hanfverband oder ähnlichen Einrichtungen die wissenschaftlich informiert arbeiten! Gesellen wie Dr. Thomasius, der in seiner "Wissenschaftscrew" als EINZIGER FACHARZT für Psychiatrie", sich mit Doktoren der Philosophie etc. umgibt, also das ALLEINIGE SAGEN hat, sind wohl wenig stichhaltige "Untersuchungen", die wissenschaftlicher Überprüfung standhalten möglich. Die RP sollte sich einmal die Hintergründe einiger "freiwillig gemachter Interviews" ansehen, deren Wahrheitsgehalt prüfen, den Unsinn daraus streichen und dem Volk eine echte Reportage anbieten. Z.b.: "Wie mit Lug und Trug Presse und Volk manipuliert werden soll!"

Ich möchte über weitere Lesermeinungen zu diesem Artikel per E-Mail informiert werden.

chiliheadz
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von chiliheadz » Di 28. Aug 2012, 12:54

Hier mein zweiter Kommentar zu dem Artikel:
Ihr Beitrag:

Langzeitstudie zu Cannabis-Konsum Kiffen macht tatsächlich dumm
Wieviel müßte denn dann täglich im Bundestag verkifft werden um die Handlungsweisen "verzeihlich" zu machen, die den Bürgern angetan werden? Oder sind Koks und "Verwandte", deren Spuren in den Bundestagstoiletten gefunden wurden (Stern, Spiegel etc. berichteten darüber) "intelligenzfördende Medikationen"????

Ich möchte über weitere Lesermeinungen zu diesem Artikel per E-Mail informiert werden.
(http://www.rp-online.de/wissen/leben/ki ... tview=true)

frihet
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von frihet » Di 28. Aug 2012, 13:05

Hallo Chiliheadz,
du meinst es zwar gut, aber nicht die Studie oder die beteiligten Wissenschaftler sind es, die hier kritisiert werden müssen. Die Studie besagt nämlich nur, dass regelmäßiger Cannabiskonsum für in der Entwicklung befindliche Gehirne nachteilige Auswirkungen haben kann. Darüber muss man nicht diskutieren, es ist allgemein anerkannt, dass Jugendliche besser keine Rausch- und Genussmittel im Übermaß konsumieren sollten, wenn sie ihre Gehirnreifung nicht beeinträchtigen wollen. Außerdem wird in der Studie ebenfalls klar gesagt, dass diese negativen Auswirkungen für ausgewachsene Gehirne nicht nachgewiesen werden konnten.
Das Problem hier ist vielmehr, dass die Medien diese Meldung reißerisch aufmachen und nicht sachlich über die Ergebnisse informieren. Es wäre also unserer Sache dienlicher, wenn du den Umgang der Medien mit dieser Studie bzw. Agenturmeldung kritisieren würdest, anstatt den Wissenschaftlern ihre Qualifikationen abzusprechen.

Cara27
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Cara27 » Di 28. Aug 2012, 13:29

Habe diese Schlagzeilen heute morgen auch gelesen, die sich mehr oder weniger alle gleichen. Hier der Artikel von PNAS (http://www.pnas.org/content/early/2012/ ... 9.abstract

Dann habe ich noch folgenden Bericht gefunden hier ein kurzer Satz:

"It is such a special study that I'm fairly confident that cannabis is safe for over-18 brains, but risky for under-18 brains."

Und hier die Link http://www.liveleak.com/view?i=878_1346124047.

Was mich noch interessieren würde, ich dachte immer es gäbe keine Langzeitstudien zu diesem Thema. Und diese hier dauerte 40 Jahre…und dazu wird sie noch zu einem passenden Zeitpunkt wo das Thema doch sehr aktuell ist veröffentlicht.…. Kann mich nicht erinnern das ich irgendwo mal gelesen habe das sowas läuft. (Zumindest hab ich nichts gefunden) .

Mich stört es das es in den meisten Berichten so klingt als ob Cannabis rauchen grundsätzlich verblödet (sorry ich nenns jetzt einfach so) egal ab wann man raucht und wie oft, in anderen Zeitungsberichten doch darauf aufmerksam gemacht wird, das es schadet wenn man noch im heranwachsenden Alter ist, aber wenn man als Erwachener damit anfängt dies keine negative Auswirkung hat.
Deshalb ist es ja wichtig das die Jugend geschützt wird und das geht nur wenn es es nicht mehr kriminalisiert ist.

Kann nicht glauben das ein Erwachsener sich freiwillig einer Strafe aussetzt um einen Minderjährigen Cannabis zu besorgen, wenn er es selbst legal konsumieren darf. Auch der Schwarzmarkt wäre nicht wirklich rentabel denn der Umsatz wäre bestimmt viel zu niedrig und die Gefahr als Dealer erwischt zu werden zu gross, um ein paar jungen „Kiffer“ für ihr 20€ Taschengeld mit Cannabis zu versorgen. Wofür ich aber wirklich bin ist das die ganzen „legal Highs“ die sehr gefährlich sind und süchtig machen verboten werden. Ich versteh nicht das es möglich ist, diesen Dreck immer noch legal kaufen zu können. ( okay ein paar fallen schon unter das BtmG) aber es ist immer noch viel zu einfach es zu besorgen. Solange es legal ist, ist es okay für den Jugendlichen ( kenne keine Erwachene die gerne Cannabis konsumieren und sich als Ersatz dann diesen Mist kaufen) Ich habe selber miterlebt wie sich dies auswirkt, und es verändert einen jungen Menschen sehr.
Und sollte Cannabis legal sein für Erwachsene, dann kann die Qualität usw auch vom Staat reguliert werden, und es würde „sauber“ sein, somit keine Gesundheitlichen Schäden bei Erwachsene verursachen.
Und sollte selbst dann ein Jugendlicher irgendwie an das Cannabis ran kommen, wäre es zumindest sauberes Gras ohne Gift, und somit unschädlicher als es momentan ist und auf jeden Fall ungefährlicher als dieser künstliche Mist. Der Erwachsene sollte verantwortungvoll damit umgehen, und die Jugendlichen sollten richtig aufgeklärt werden.


Noch ein Gedanke, wäre es nicht möglich das alle in Deutschland (oder vielleicht ganz Europa) vorhandenen Verbände Organisationen usw die sich für die Legalisierung für Cannabis einsetzen, irgendwie zusammen agieren? Etwas gemeinsam aufziehen? Wäre das zu problematisch ? Oder sogar vielleicht Weltweit? ( klingt vielleicht ein bisschen verrückt aber warum nicht?) Kenn mich da nicht aus, aber wenn es möglich ist 2000 Leute über Facebook zu mobilisieren und auf eine Party einzuladen, dann sollte es doch auch möglich sein gemeinsame Interessen auch über Landesgrenzen hinweg zu organisieren und gemeinsam zu vertreten.

Noch was, ist sehr schwer hier ein Kommentar zu hinterlassen wenn die Schrift beim schreiben nicht erkennbar ist. ( weiss nichts wem es sonst noch so ging)
Cara27
Zuletzt geändert von Cara27 am Di 28. Aug 2012, 13:52, insgesamt 1-mal geändert.

chiliheadz
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von chiliheadz » Di 28. Aug 2012, 13:33

frihet hat geschrieben:Hallo Chiliheadz,
du meinst es zwar gut, aber nicht die Studie oder die beteiligten Wissenschaftler sind es, die hier kritisiert werden müssen. Die Studie besagt nämlich nur, dass regelmäßiger Cannabiskonsum für in der Entwicklung befindliche Gehirne nachteilige Auswirkungen haben kann. Darüber muss man nicht diskutieren, es ist allgemein anerkannt, dass Jugendliche besser keine Rausch- und Genussmittel im Übermaß konsumieren sollten, wenn sie ihre Gehirnreifung nicht beeinträchtigen wollen. Außerdem wird in der Studie ebenfalls klar gesagt, dass diese negativen Auswirkungen für ausgewachsene Gehirne nicht nachgewiesen werden konnten.
Das Problem hier ist vielmehr, dass die Medien diese Meldung reißerisch aufmachen und nicht sachlich über die Ergebnisse informieren. Es wäre also unserer Sache dienlicher, wenn du den Umgang der Medien mit dieser Studie bzw. Agenturmeldung kritisieren würdest, anstatt den Wissenschaftlern ihre Qualifikationen abzusprechen.
Du hast da sicherlich Recht! Ich habe mich so über den Unsinn aufgeregt, dass ich mir meine Meinung von der Seele geschrieben habe. Trotzdem sind meine Recherchen bezüglich des "Gremiums" von Dr. Thomasius gerechtfertigt. Google einfach einmal Dr. Thomasius, lese WER das Institut leitet und WELCHE Doktoren sich dort mit WELCHER Qualifikation mit unseren Themen beschäftigen! Außer Thomasius ist dort KEIN EINZIGER DR. "MED.-PSYCH" im Leitungsgremium vorhanden,...... Psychologen sind im übrigen nichts als "ärztliche Hilfskräfte", ähnlich eines Sanitäters, die weder die Kompetenzen zu Diagnose noch zu Heilmitteln und Verfahren besitzen! :mrgreen:

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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von TomBombadil » Di 28. Aug 2012, 14:23

Hier mein Kommentar, den ich auf "web.de" (beinahe schäme ich mich) veröffentlichte:
Der reißerische Titel geht mal wieder voll an den Tatsachen der Studie vorbei - leider kann bzw. will nicht jeder die Studie ganz nachlesen, um dies für sich selbst herauszufinden. Nach der Lektüre der Studie stelle ich folgendes fest:

1. Die Studie zeigte insgesamt selbst bei "lebenslänglichem" starken Cannabiskonsum nur relativ geringe Defizite in den IQ-Tests: Allerhöchstens nahm der IQ um knapp 6 Punkte ab (z.B. von 106 auf 100).

2. Die negativen Trends bestanden NUR BEI KONSUMENTEN, DIE VOR IHREM 18. LEBENSJAHR MIT STARKEM KONSUM BEGANNEN, bei Konsumenten, die über 18 mit Cannabis anfingen, gab es keine negativen Auswirkungen.

3. Fraglich ist neben der teils geringen Probandenzahl (die Gruppe "starker Konsum" setzte sich aus nur knapp 40 Personen zusammen), welche an der statistischen Signifikanz zweifeln lässt, vor allem die Bewertung von "Intelligenz": Hierfür wurden "klassische" IQ-Tests verwendet, die vor allem auf Geschwindigkeit von Datenverarbeitung im Gehirn abzielen. Doch wer sagt eigentlich, dass jemand, der ein wenig schneller denken kann, deswegen wirklich "intelligenter" ist?

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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von frihet » Di 28. Aug 2012, 16:45

chiliheadz hat geschrieben:
frihet hat geschrieben:Hallo Chiliheadz,
du meinst es zwar gut, aber nicht die Studie oder die beteiligten Wissenschaftler sind es, die hier kritisiert werden müssen. Die Studie besagt nämlich nur, dass regelmäßiger Cannabiskonsum für in der Entwicklung befindliche Gehirne nachteilige Auswirkungen haben kann. Darüber muss man nicht diskutieren, es ist allgemein anerkannt, dass Jugendliche besser keine Rausch- und Genussmittel im Übermaß konsumieren sollten, wenn sie ihre Gehirnreifung nicht beeinträchtigen wollen. Außerdem wird in der Studie ebenfalls klar gesagt, dass diese negativen Auswirkungen für ausgewachsene Gehirne nicht nachgewiesen werden konnten.
Das Problem hier ist vielmehr, dass die Medien diese Meldung reißerisch aufmachen und nicht sachlich über die Ergebnisse informieren. Es wäre also unserer Sache dienlicher, wenn du den Umgang der Medien mit dieser Studie bzw. Agenturmeldung kritisieren würdest, anstatt den Wissenschaftlern ihre Qualifikationen abzusprechen.
Du hast da sicherlich Recht! Ich habe mich so über den Unsinn aufgeregt, dass ich mir meine Meinung von der Seele geschrieben habe. Trotzdem sind meine Recherchen bezüglich des "Gremiums" von Dr. Thomasius gerechtfertigt. Google einfach einmal Dr. Thomasius, lese WER das Institut leitet und WELCHE Doktoren sich dort mit WELCHER Qualifikation mit unseren Themen beschäftigen! Außer Thomasius ist dort KEIN EINZIGER DR. "MED.-PSYCH" im Leitungsgremium vorhanden,...... Psychologen sind im übrigen nichts als "ärztliche Hilfskräfte", ähnlich eines Sanitäters, die weder die Kompetenzen zu Diagnose noch zu Heilmitteln und Verfahren besitzen! :mrgreen:
Klar, damit hast du auch völlig Recht, und mir sind diese Infos auch bekannt (spätestens nachdem du sie hier im Forum zum vierten Mal gepostet hattest ;) ). Die Leute sind aber meiner Meinung nach eher dazu bereit, Gegenargumente und Kritik zu akzeptieren, wenn man sie zum gerade aktuellen Thema passend formuliert. Dass es abseits dessen natürlich noch eine Vielzahl an weiteren kritikwürdigen Dingen gibt, ist ja völlig klar. Nur hilft es meist nicht so viel, wenn man mehrere Dinge vermischt und daraus dann eine Wutrede entsteht, mit der die meisten "neutralen" oder "uniformierten" Leser erstmal sehr wenig anfangen können.

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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von overturn » Di 28. Aug 2012, 17:34

Wir sprechen hier von einer Korrelation, keiner Kausalität. Der Großteil der Beteiligten wird Brot und Wasser konsumiert haben - die Ergebnisse lassen sich dementsprechend auch auf diese Produkte anwenden.
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."

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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Patrick » Di 28. Aug 2012, 19:13

Einfach nur lächerlich diese Studie bzw. was in den Medien draus gemacht wird!

Eben kam es im TV (Sender und Sendung nenne ich nicht mach keine Werbung für die, die so Mist verzapfen!) Den Rest kneife ich mir einfach mal!

mfg.
... Vorsicht frisch gewischt ! ...

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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von DrGonzo » Di 28. Aug 2012, 19:43

man man man...

Hier der Beitrag der taz:
http://taz.de/Studie-ueber-Auswirkungen ... s/!100497/

Schreibt Leserbriefe und bewertet die Kommentare!
Für einen rationalen und verantwortungsvollen Umgang mit psychoaktiven Substanzen und Menschen die sie konsumieren.

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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von TheBeginning » Di 28. Aug 2012, 19:57

RTL 2 ist auch auf den Zug aufgesprungen.
Wird gleich um 20:00 Uhr drüber berichtet.

Da läuft die Prohibitios-Maschinerie ja wieder auf hochtouren... Das ist doch echt zum heulen...
Keiner wird das groß hinterfragen, jeder der Prohibitionisten wird sich nur noch mehr bestärkt fühlen.

So jetzt wisst Ihr Bescheid... 40 Jahre Kiffen entfernen 6 IQ Punkte :-)

Grüße

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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von DrGonzo » Di 28. Aug 2012, 22:04

hier zum nachschauen und bewerten auf rtl 2
http://rtl2now.rtl2.de//rtl-ii-news/sen ... 1&season=0
Für einen rationalen und verantwortungsvollen Umgang mit psychoaktiven Substanzen und Menschen die sie konsumieren.

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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Gerd50 » Di 28. Aug 2012, 23:26

So jetzt wisst Ihr Bescheid... 40 Jahre Kiffen entfernen 6 IQ Punkte
Aha, jetzt weiß ich endlich warum ich mich manchmal dabei ertappe, meine Puschen in den
Kühlschrank anstatt in den Schuhschrank stellen zu wollen :lol:

Meinen nicht Hanf konsumierenden Altersgenossen geht es jedoch nicht anders. Die haben auch
solche Ausfallerscheinungen. Manche sogar noch schlimmer, was ziemlich eindeutig mit Bier und
Kurzem zusammenhängt.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.

TheBeginning
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von TheBeginning » Mi 29. Aug 2012, 01:18

Man muss es nur positiv sehen :!:
40 Jahre Kiffen -6 IQ Points
10 Jahre Saufen mind. -50 IQ Points (Fiktiver Wert des Beitragerstellers) :D

Da frage ich mich doch:
Ist Kiffen schlimmer als 3-5 Jahre zu Boxen? (was wohl jeder Boxer an IQ Punkten verliert)
Ist Kiffen schlimmer als Fussball spielen? (will nicht Wissen wieviele Gehirnzellen pro Kopfball sterben)

...

Nordel
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Nordel » Mi 29. Aug 2012, 12:52

frihet hat geschrieben:Hallo Chiliheadz,
du meinst es zwar gut, aber nicht die Studie oder die beteiligten Wissenschaftler sind es, die hier kritisiert werden müssen. Die Studie besagt nämlich nur, dass regelmäßiger Cannabiskonsum für in der Entwicklung befindliche Gehirne nachteilige Auswirkungen haben kann. Darüber muss man nicht diskutieren, es ist allgemein anerkannt, dass Jugendliche besser keine Rausch- und Genussmittel im Übermaß konsumieren sollten, wenn sie ihre Gehirnreifung nicht beeinträchtigen wollen. Außerdem wird in der Studie ebenfalls klar gesagt, dass diese negativen Auswirkungen für ausgewachsene Gehirne nicht nachgewiesen werden konnten.
Das Problem hier ist vielmehr, dass die Medien diese Meldung reißerisch aufmachen und nicht sachlich über die Ergebnisse informieren. Es wäre also unserer Sache dienlicher, wenn du den Umgang der Medien mit dieser Studie bzw. Agenturmeldung kritisieren würdest, anstatt den Wissenschaftlern ihre Qualifikationen abzusprechen.
Danke für diesen Beitrag, denn genau das ist der springende Punkt. Entweder sind Journalisten nicht mehr der englischen Sprache mächtig, oder es handelt sich hier um eine einseitige Berichterstattung der Medien, um ein falsches Bild wiederzugeben. Ich tippe übrigens auf Letzteres, denn es ist ziemlich offensichtlich, dass wichtige Details absichtlich ausgelassen wurden.

Hier ist noch einmal die Quelle zur Zusammenfassung dieser Studie:
Persistent cannabis users show neuropsychological decline from childhood to midlife

Und hier ist noch ein Artikel vom King's College London:
Teenage cannabis use linked to decline in IQ

"They found that individuals who started using cannabis in adolescence and used it more than once a week for years afterwards showed an average decline in IQ of 8 points when their age 13 and age 38 IQ tests were compared." Quelle: "King's College London"
  1. Es handelt sich bei den Probanden um Personen, die bereits in der Pubertät/Jugend (13 Jahre) mit dem Konsum von Cannabis angefangen haben.
  2. Es handelt sich außerdem um Personen, die 25 Jahre mindestens 2x pro Woche Cannabis konsumiert haben.
  3. Durchschnittlich fiel der IQ bei diesen Personen in 25 Jahren um 8 Punkte.
  4. Der erste IQ-Test wurde mit 13 Jahren durchgeführt, der letzte IQ-Test mit 38 Jahren.
Selbst bei den Zahlen haben die Medien geschlampt, denn in den meisten Artikeln steht etwas von 40 Jahren Dauerkonsum und einen Rückschritt von 6 IQ-Punkten. Wie die auf die Zahlen kommen, ist mir ein Rätsel! Ich konnte diese Zahlen ausschließlich deutschen Medienberichten entnehmen!

"Quitting or reducing cannabis use did not fully restore neuropsychological functioning among individuals who started using cannabis in adolescence." Quelle: "King's College London"

Ich kann dem lediglich entnehmen, dass sich die neurophysiologischen Funktionen in den besagten Fällen nicht wiederhergestellt haben, nachdem der Konsum eingestellt oder reduziert wurde. Auch das Statement von "Professor Terrie Moffitt" wurde anscheinend in allen deutschen Pressemeldungen absichtlich ignoriert, was allerdings nicht weiter verwunderlich ist, denn ihre Worte passen nicht ganz zum Inhalt der deutschen Artikel.

"Professor Terrie Moffitt" sagte:
"This work took an amazing scientific effort. We followed almost 1000 participants, we tested their mental abilities as kids before they ever tried cannabis, and we tested them again 25 years later after some participants became chronic users. Participants were frank about their substance abuse habits because they trust our confidentiality guarantee and 96% of the original participants stuck with the study from 1972 to today. It’s such a special study that I'm fairly confident that cannabis is safe for over-18 brains, but risky for under-18 brains." Quelle: "King's College London"

Professor Terrie Moffitt kommt also zu dem Schluss, dass Cannabis eine "SICHERE" Droge für alle Konsumenten ist, die dass 18. Lebensjahr überschritten haben. Für alle Menschen unter 18 Jahre, ist der Konsum von Cannabis aber riskant. Das sollte für viele hier im Forum nichts neues sein, schließlich setzen wir uns nicht ohne Grund für einen besseren Jugendschutz ein!

Ironisch wird es, wenn wir die Worte von "Dr. Avshalom Caspi" hinzuziehen, denn er sagte Folgendes:
“I hope this research does not get mired in debates about marijuana legalization for adults. The simple message is that substance use is not healthy for kids. That's true for tobacco, alcohol, and apparently now for cannabis.” Quelle: "King's College London"

Er hatte gehofft, dass eine Debatte über eine Legalisierung vermieden wird. Das tut mir Leid Herr Dr. Avshalom Caspi, aber da kennen Sie anscheinend die deutschen Medien nicht! Hier werden grundsätzlich keine Debatten vermieden, sondern auch gleichzeitig Resultate falsch wiedergegeben. Er kommt jedenfalls zu dem Schluss, dass der Konsum von Cannabis für Kinder schädlich ist. Er betont aber auch gleichzeitig, dass dies auch für Tabak und Alkohol gilt und nun eben auch für Cannabis.

Im Endeffekt können wir doch glücklich mit diesen Ergebnissen sein! Schließlich verloren die Konsumenten nur 8 IQ-Punkte, nach 5 Jahren Missbrauch (minderjährig) von Cannabis und 25 Jährigen (gesamte Zeit des Konsums) dauerhaften Konsum. Verglichen mit vielen anderen Drogen, Medikamenten und weiteren Einflüssen, dürfte das doch ein Witz sein! Nebenbei sei bemerkt, dass wir hier sozusagen grünes Licht für eine reguläre Abgabe an Erwachsene bekommen, zumindest wenn es nach den Worten von Professor Terrie Moffitt geht.

Die Studienergebnisse sind also alles andere als schlecht für unsere Ziele. Aber was die Presse daraus macht ist unter aller Sau, da wird getäuscht und gelogen, dass sich die Balken biegen! Ich bin enttäuscht und gleichzeitig schockiert, dass selbst die TAZ auf diesen Zug aufgesprungen ist. Normalerweise hat die TAZ den Mumm auch mal gegen den Strom zu schwimmen, das wäre in diesem Fall mehr als angebracht gewesen! Stattdessen lese ich reißerische Überschriften, die vollkommen am Sachverhalt vorbeigehen!

Quelle: Taz.de
Titel: Kiffen macht dumm
"Bislang war nur bekannt, dass Kiffen gleichgültig macht. Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass sich das Vergnügen auch negativ auf den IQ auswirkt.[..]"

Darunter befindet sich ein Bild, zu sehen ist ein junger Mann (höchstwahrscheinlich über 18 Jahre) der sich grade einen Joint anzündet. Darunter der Satz "Wenn er nur wüsste, dass Kiffen blöd macht." Liebe Taz, da hätte ich wirklich mehr von euch erwartet!

Quelle: Focus.de
Titel: Langzeitstudie - Kiffen lässt IQ schrumpfen und macht dumm
"Kiffen ist nicht nur schädlich für die Gesundheit. Eine Langzeitstudie über fast 40 Jahre aus den USA zeigt: Cannabis-Konsum lässt den IQ unwiderruflich schrumpfen – besonders bei Jugendlichen....[..]

Auch der Focus lässt ganz dezent viele wichtige Aspekte aus, aber da habe ich auch nichts anderes erwartet.

Quelle: Spiegel.de
Titel: Langzeitstudie: Jahrelanges Kiffen lässt IQ sinken
"Forscher streiten seit Jahren, ob kiffen dumm macht. Eine Langzeitstudie erhärtet jetzt den Verdacht: Bei Menschen, die über mehrere Jahre hinweg Cannabis rauchen, verschlechtern sich die geistigen Fähigkeiten - und der IQ sinkt. Das gilt insbesondere für Jugendliche.[..]"

Der Spiegel hat ebenfalls ein Bild zu diesem Thema, zu sehen ist ein "Mann" mit Joint. Darunter steht "Mann mit Joint: Langjähriger Konsum von Cannabis verringert die geistigen Fähigkeiten". Der Spiegel berichtet, dass die Probanden zum ersten Mal im Alter von 7 getestet wurden und es sind hier wider 6 IQ-Punkte. :lol:

Quelle: Welt.de
Titel: Wissenschaftlich bewiesen – Kiffen macht dumm
"Wer regelmäßig kifft, schädigt nicht nur seine körperliche Gesundheit. Eine Langzeitstudie aus den USA belegt erstmals: Cannabis-Konsum schlägt auch aufs Gehirn – besonders bei Jugendlichen.[..]"

Darunter ist ein Bild, zu sehen ist eine "Erwachsene" Frau die auf ganz spezielle Weise einen Joint raucht. Die Härte ist hierbei nicht der Artikel selbst, aber spätestens bei den Bildern der Crystal-Meth Konsumenten zeigt Welt.de bzw. Welt-Online, dass die in der 1. Liga der falschen Tatsachen mitspielen!

Quelle: Berliner-Kurier.de
Titel: Kiffen macht auf Dauer dumm
"Wie gefährlich ist der Konsum von Cannabis? Darüber streiten Legalisierungs-Gegner und Befürworter. Eine Langzeitstudie aus den USA zeigt: Das Rauchen von Haschisch macht auf Dauer dumm. Konzentrations- und Erinnerungsvermögen leiden deutlich.[..]"

Der Berliner-Kurier hebt sich nicht von den restlichen Berichten ab, er behauptet allerdings, dass Jugendliche in Deutschland mittlerweile weniger kiffen und verweist sogar auf eine aktuelle Studie. Leider führt der Link ins Nirvana, aber ich muss zugeben, da hatten sie kurz meine Aufmerksamkeit! Als ich durch den Link den Titel dieser Studie erkennen konnte, ahnte ich allerdings nichts gutes! "studie-zu-drogenkonsum-bier-trinken-statt-kiffen.....".

Im Drogen und Suchtbericht 2012 von der Bundesregierung soll auch ein Rückgang zu verzeichnen sein. Wer jetzt denkt, er landet über den Link direkt beim Drogen- und Suchtbericht 2012, der irrt! Stattdessen landet ihr bei einen anderen Artikel, mit den Titel "Zehntausende Jugendliche computer- und glücksspielsüchtig" Dieser Artikel geht vollkommen am Thema vorbei und befasst sich mit der Computer- und Glücksspielsucht, aber ist ja fast das Selbe! :lol:

Quelle: Der Tagesspiegel
Titel: Erste Langzeitstudie: Kiffen macht dumm
"Wer bereits vor dem 18. Lebensjahr regelmäßig Cannabis konsumiert, schadet seinem Gehirn dauerhaft. Gerade in der Pubertät sei der Suchtstoff nicht harmlos, meinen Forscher.[..]"

Der Tagesspiegel ist dann ein super Beispiel dafür, dass es doch noch Hoffnung in Deutschland gibt. Es ist der bisher beste Artikel, den ich zu dieser Studie finden konnte. Mein Dank geht an den Tagesspiegel, auch wenn die Überschrift zu wünschen übrig lässt. Laut Tagesspiegel sollen die Probanden sogar schon seit dem 5. Lebensjahr beobachtet worden sein. Die Ergebnisse der Studie kommen hier aber gleich ganz anders rüber!

"Für Heranwachsende ist Marihuana nicht harmlos“, sagt Madeline Meier, die Erstautorin der Studie. Dagegen konnten die Forscher bei denen, die erst später Cannabis konsumierten, keine Auswirkungen auf das Gehirn feststellen." Quelle: "Der Tagesspiegel"

Quelle: Frankfurter Rundschau
Titel: "Kiffen macht dumm"
"Wie schädlich ist Kiffen? Darüber streiten Gegner und Befürworter einer Legalisierung. Eine Langzeitstudie aus den USA zeigt nun: Der Konsum von Haschisch und Co. macht dumm. Konzentrations- und Erinnerungsvermögen leiden deutlich. "

Die Frankfurter Rundschau ist ebenfalls auf den Zug aufgesprungen, hier liegt das Einstiegsalter der Probanden bei 7 Jahren und der IQ verschlechterte sich um 6 Punkte. Auch die Frankfurter Rundschau berichtet von einen Rückgang des Cannabis-Konsums bei Jugendlichen in Deutschland und verweist auf eine aktuelle Studie. Auch hier landet man nicht bei der originalen Studie, sondern man landet bei einem anderen Artikel mit dem Titel "Bier trinken statt kiffen".

Quelle: Berliner Morgenpost
Titel: Also doch: Kiffen macht dumm
"Langjähriges Rauchen von Marihuana kann die geistigen Fähigkeiten beeinträchtigen. Das zeigt nun erstmals eine umfangreiche Studie mit rund 1.000 Probanden.[..]"

Die Berliner Morgenpost erwähnt ebenfalls kein Wort darüber, dass der Konsum von Cannabis für über 18-jährige Konsumenten laut den Studienergebnissen ungefährlich sei.

Quelle: Augsburger Allgemeine
Titel: Cannabis macht blöd
"Kiffen macht dumm: Cannabis rauchen kann das zentrale Nervensystem unwiderruflich schädigen und den Intelligenzquotienten (IQ) senken. Das besagt eine Langzeitstudie aus den USA.[..]"

Die Augsburger Allgemeine war wenigstens so kreativ, sich einen neuen Titel für das Thema auszudenken, der aber leider nicht viel besser ist! Auch hier wird kein Wort darüber verloren, dass der Konsum von Cannabis für über 18 Jährige ungefährlich ist.

Quelle: Pro Sieben - Galileo
Titel: 100 Sekunden: Kiffen macht dumm
Video: 100 Sekunden: Kiffen macht dumm
"US-Wissenschaftler der Duke University haben in einer 40 Jahre andauernden Studie Marihuana-Konsum und seine Auswirkungen auf den Intelligenzquotienten erforscht. Dafür untersuchten sie über 1000 Neuseeländer von der Geburt an bis zum Erwachsenenalter.[..]"

Die schriftliche Meldung von Galileo berichtet über einen Rückschritt von 8 IQ-Punkten. Außerdem wird behauptet, dass wir in Deutschland 13 Millionen Konsumenten haben und davon 220.000 Menschen abhängig sind. Wenigstens erwähnen sie auch die medizinischen Aspekte von Cannabis. Galileo verweist außerdem auf eine Studie der Weltgesundheitsorganisation, laut der bei Jungen und Mädchen der Konsum um 10% zurückgegangen ist.

Im Video von Galileo wird berichtet, dass die Probanden bereits von der Geburt an beobachtet wurden. Außerdem wird am Ende berichtet, dass 13 Millionen Menschen in Deutschland bereits Erfahrungen mit Cannabis gemacht haben, 4 Millionen regelmäßig konsumieren und 220.000 abhängig wären.

Quelle: Handelsblatt
Titel: Kiffen macht langfristig dumm
"Kiffen ist nicht nur schädlich für die Gesundheit. Eine Langzeitstudie über fast 40 Jahre aus den USA zeigt: Cannabis-Konsum lässt den IQ unwiderruflich schrumpfen - besonders bei Jugendlichen.[..]"

Auch hier handelt es sich um die übliche Pressereaktion.

Quelle: Heise.de
Titel: Macht kiffen dumm?
"Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass ausgiebiger Cannabis-Konsum bei Heranwachsenden Intelligenz, Aufmerksamkeit und Gedächtnis nachhaltig beeinträchtigen kann...[..]"

Heise ist erneut ein besseres Beispiel für Journalismus! Hier wird erwähnt, dass von der Untersuchungsgruppe nur 15 Prozent regelmäßige Konsumenten waren und 5 Prozent es mehr als einmal in der Woche vor dem 18. Lebensjahr konsumierten. Heise erwähnt ebenfalls, dass Konsumenten welche nach dem 18. Lebensjahr mit dem Konsum anfingen, davon nicht beeinträchtigt wurden.

"Wer allerdings erst nach 18 Jahren regelmäßig Cannabis konsumiert, scheint im Hinblick auf die gemessenen Intelligenzleistungen davon nicht beeinträchtigt zu werden." Quelle: "Heise.de"

Vielen Dank an Heise.de, die in der Lage sind die Medaille von beiden Seiten zu begutachten!

Quelle: Bild.de
Titel: Kiffen macht dumm!
"Dass der Konsum von Cannabis nicht das Gedächtnis fördert, weiß man schon lange. Doch jetzt haben US-Forscher im Rahmen einer Langzeitstudie herausgefunden, dass Kiffen den IQ dramatisch schrumpfen lässt. Die Studie erstreckt sich über einen Zeitraum von fast 40 Jahren.[..]"

Die Bild bleibt ihrem unseriösen Journalismus treu und schließt sich dem Mainstream an. Wer hier was anderes erwartet hat, muss aber auch ein radikaler Optimist sein!

Ich werde wohl im Laufe der Zeit einige Leserkommentare hinterlassen, vor allem über die unerwähnten Resultate dieser Studie!

Nette Grüße
Nordel
"Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher." (Galileo Galilei)

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