Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

VSZ
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von VSZ » So 20. Mai 2018, 18:18

Ja, aber das folgende "Außer natürlich..." solltest Du dann auch nicht verschweigen bzw. unterschlagen. Ist mir etwas zu sehr "selektive Wahrnehmung" und zu wenig Kontext-bezogenes Verständnis für das, was Georg gesagt und gemeint hat.
Okok.... Die Strafverfolgung bleibt straffrei, außer natürlich die Einträge ins Polizeiregister, im Zweifel ins Führungszeugnis und die riesigen Geldstrafen. :? :? :?

Das ist Hohn und Spott für die Betroffenen. Frag doch mal jemanden, der auf einen Schlag 5000€ los ist, wie cool und problemlos das mit Strafbefehlen ist.

Zumal Georg's Aussage dann noch weniger Sinn macht... weshalb sollte es ein Nachteil sein? Ich zahle in beiden Fällen.
Wenn Du die News schon länger verfolgst und auch andere Zitate oder Reden von ihm und Anderen im DHV kennst, solltest Du wissen, dass keiner beim DHV so denkt, wie Du hier aus einer aus deiner Sicht "unglücklichen" und ggf. unvollständigen oder falschen Formulierung offenbar herausliest.
Also ich weiß weder was jeder Einzelne beim DHV denkt, noch ist es relevant für diesen Sachverhalt.
Wieso sollten gerade diejenigen, die die Umstände und die betroffenen Personen kennen, die ganze Zeit so gedacht und sich geäußert haben, wie eine CDU / CSU oder eine Frau Mortler?
Weil es die Bewegung evtl. spalten wird?! Der DHV damit an Einfluss verliert und sich im Zweifel sogar obsolidiert, im Falle einer Liberalisierung? Frage dich doch, weshalb Frau Mortler gerade diesen Vorschlag macht. Widerspricht doch den Anträgen von FDP, Grüne und Linken.

Ein Großteil der Leute wollen halt einfach nur unbehelligt ihr Leben leben. Die anderen wollen die komplette Freigabe. Das ist nicht erst seit gestern ein Thema in der Liberalisierungsbewegung.

Im übrigen geht es nicht "um die ganze Zeit". Es geht um das letzte Video, welches einen knappen Monat vor der CannabisKG Anhörung veröffentlicht wird.
Außerdem spricht Georg trotz seiner Notizen im Wesentlichen frei, da kann schon mal der eine oder andere Aspekt untergehen, der Manchem evtl. besonders wichtig sein mag.
Nicht "manchem besonders wichtig". Ich wäre dir sehr dankbar, wenn Du das ganze nicht so sehr auf mich beziehst. So ist eine Debatte nicht wirklich möglich. Im Zweifel geht es hier um Liberalisierungsgegner, denen man mit solchen Aussagen Futter bietet.

littleganja

Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von littleganja » So 20. Mai 2018, 18:59

VSZ hat geschrieben: Weil es die Bewegung evtl. spalten wird?! Der DHV damit an Einfluss verliert und sich im Zweifel sogar obsolidiert, im Falle einer Liberalisierung?....
Glaube ich nicht, die meisten raffen die Widersprüchlichkeit überhaupt nicht, da gibt es sogar Studien zu das die Mehrheit der Zuschauer einfach die Zusammenhänge nicht verstehen. Will damit nicht sagen das die meisten Zuschauer Dumm sind, es fehlt einfach an Hintergrundwissen um eben den Widerspruch zu erkennen.....

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Martin Mainz
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Martin Mainz » So 20. Mai 2018, 19:21

VSZ hat geschrieben:Das ist Hohn und Spott für die Betroffenen. Frag doch mal jemanden, der auf einen Schlag 5000€ los ist, wie cool und problemlos das mit Strafbefehlen ist.
Hohn und Spott vom DHV? Oder worauf beziehst Du Dich da? Wo sagt Georg was von "cool" oder "problemlos"?

DennisEF
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von DennisEF » So 20. Mai 2018, 21:06

Wollt ihr jetzt wegen jeder Aussage ein Fass aufmachen?
Ihr macht aus einer Mücke einen Elefanten,
konzentriert euch auf das Wichtige.

VSZ
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von VSZ » So 20. Mai 2018, 22:03

Hohn und Spott vom DHV? Oder worauf beziehst Du Dich da? Wo sagt Georg was von "cool" oder "problemlos"?
Ich empfinde es als Bagatellisierung der Sachlage. Es spiegelt einfach nicht die Realität wieder, viel mehr die Butterblümchen-Welt einer Frau Mortler.

Aber von mir aus können wir das Thema auch lassen. Denn Dennis hat dahingehend recht, dass wir mit dieser Debatte sowieso nichts ausrichten, mit Hinblick auf den nächsten Monat.
DennisEF hat geschrieben:Wollt ihr jetzt wegen jeder Aussage ein Fass aufmachen?
Ihr macht aus einer Mücke einen Elefanten,
konzentriert euch auf das Wichtige.
Ein Interview mit Blienert/Heidenblut zur Stellung der SPD wäre interessant zum aktuellen Zeitpunkt. Denn wir können uns hier den Mund fusselig reden. Am Ende steht und fällt alles mit deren Entscheidung. (leider)

littleganja

Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von littleganja » Mi 23. Mai 2018, 11:51

Laut Mortler heute bei NTV sind die Drogenkonsumenten Zahlen nicht gestiegen, nur die Aufgriffe da mehr Strafverfolgung! Ergo stimmt die Aussage des DHV in den letzten News nicht! Legalisierung gibt es nicht, Handel wird weiterhin bekämpft, Kokain wird in einem Atemzug mit Cannabis genannt. Daher die Mortler hat euch, die daran glaubten die Vernunft wäre eingetreten, verarscht! Der DHV selbst ist darauf reingefallen, also schämt euch nicht. Perversion anstatt Liberalisierung :lol:

Und nochmal warum verstärkt Strafverfolgen wenn die Verfahren dann laut DHV eh eingestellt werden??? Laut Mortler waren das eh alles Dealer die aufgegriffen wurden, von Eigenbedarf war keine Rede. Was jetzt kommt ist das die Polizei mehr im Internet aktiv wird, so der BKA Präsident.....

Green_Dreams
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Green_Dreams » Mi 23. Mai 2018, 13:05

Also aus meinem Bekanntenkreis und Umfeld kann ich schon sagen, dass mehr verfolgt und kontrolliert wird. Der unterschied zu früher ist halt dass wirklich mehr verfahren eingestellt werden, sprich es kommt nicht mehr zu Verhandlungen aber die bösen Süchtlinge/Dealer werden zur Kasse gebeten und das zu ziemlich willkürlichen strafen!

Ein Kollege wurde mit 5g in Rheinland Pfalz erwischt => 250€, einer aus BW mit 2,6g => 450€

Zugegeben nicht gerade die Welt, aber gerade wenn man versucht in der Eigenbedarfs menge zu bleiben klingt das einfach nur nach abzocke des kleinen Mannes. Und für jemanden ohne Geld wäre das quasi die Pistole auf der Brust...



Kleine Anmerkung, meine Bekannten besitzen alle einen südländischen Migrationshintergrund, evtl kann das auch der Grund für die verstärkte Kontrolle sein (Flüchtlinge usw.).

littleganja

Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von littleganja » Mi 23. Mai 2018, 15:10

Rauschgiftkriminalität in Deutschland gestiegen

Konsum und Handel von Drogen haben in Deutschland zugenommen. Im Zusammenhang mit Cannabis und Kokain wurden die meisten Straftaten begangen.

.... Demnach wurden insgesamt rund 330.580 Drogendelikte registriert und damit 9,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem bei Kokain und Cannabis sei die Zahl der ermittelten Straftaten gestiegen, so BKA-Präsident Holger Münch. 668 Cannabis-Plantagen wurden sichergestellt, außerdem 14 Rauschgiftlabore. Die großen Plantagen liegen demnach in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.......
Cannabis bleibt dem neuen Lagebericht zufolge das mit Abstand am weitesten verbreitete Betäubungsmittel in Deutschland. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 7730 Kilogramm beschlagnahmt und damit fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Zusammenhang mit Cannabis wurden auch die meisten Straftaten registriert - insgesamt fast 199.000. Das ist ein Anstieg um 11,8 Prozent.

Mehr als doppelt so viele Raubdelikte zur Beschaffung von Drogen

Die Zahl der Delikte im Rahmen der Beschaffungskriminalität ist insgesamt gesunken - auf 1732 Straftaten. Entgegen diesem Trend sind aber die zur Beschaffung von Drogen oder Ersatzstoffen verübten Raubdelikte deutlich angestiegen - um mehr als die Hälfte auf 161 Straftaten.

(Quelle/Volltext: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/b ... ml#ref=rss)

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Parade » Di 21. Aug 2018, 22:01

andisoima hat geschrieben:
Do 17. Mai 2018, 08:56
Was mir in der ganzen Debatte fehlt, ist, dass es sich um ein willkürliches, rassistisch motiviertes Gesetz handelt.
Wow, das erste mal das ich diesen für mich relevanten Punkt hier im Forum finde. Der Punkt fehlt nicht nur in der Debatte sondern auch in der öffentlichen Darstellung als u.a. Rassismusgesetz(oder sagt man besser Rassistengesetz, oder Rassengesetz?).

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Stefano » Mo 10. Dez 2018, 13:24

Das hört sich natürlich erstmal alles schön an, aber das ist doch alles wieder nur Spiel mit einem negativem Hintergedanken :roll:

Ich frage mich ernsthaft, ob die Entscheidungsträger noch klar bei Verstand sind. Es ist bitter genug, daß die Staatsgewalt und die Entscheidungsträger, das Führerscheinrecht als verlängerten Arm des Strafrecht benutzen.

Und jetzt denkt ihr über Bußgelder nach, statt gleich das richtige zu tun und zu legalisieren?

Deutschland braucht endlich eine Regulierung des BtmG und nicht solche Kinderspielchen!

Mit mir nicht. Ich habe ca. 1000 Euro Strafe bezahlt, weil ich nach einer Notfall Erste-Hilfe-Maßnahme einen Drogentest machen musste, obwohl ich weder beteiligt war, noch im Auto saß. Wenn sie mir meinen Führerschein aufgrund meiner Cannabis Therapie nicht neu aushändigen wollen, können sie sich das Teil sonst wohin stecken. Ich habe meinen Stolz und werde definitiv nicht wie ein Hund betteln und xEuro bezahlen um ihn wieder zu bekommen, obwohl ich nichts getan habe.
Auch wenn ich eigentlich keinen Bedarf habe, warte ich schon jeden Tag darauf, daß die Staatsgewallt bald eine HD in meiner Wohnung macht.. Seit 12 Monate Ermittlungverfahren seit dem Führerschein Entzug..

Ihr Entscheidungsträger solltet euch was schämen! 😡
Anstatt lauter chemische Medikamente zu nehmen, habe ich mich entschlossen den natürlichen Weg zu gehen und Marihuana zu rauchen! :mrgreen:

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von AmnesiaParadise » Fr 23. Aug 2019, 15:49

Hm also ich bin noch auf Führungsaufsicht. Warum war wegen Gras insgesamt schon 4 Jahre inhaftiert in Bayern. Wenn ich nur einmal positiv wäre müsste ich sofort in Knast. Einfach so da führungsaufsicht. Also das geht alles total an der Realität in Bayern vorbei

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Steckling
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Steckling » Do 3. Okt 2019, 03:01

Ein Großteil der Leute wollen halt einfach nur unbehelligt ihr Leben leben.
Die anderen wollen die komplette Freigabe.
Ich bin dafür exemplarisch Bayern - und NUR Bayern - in Form einer Feldstudie jeglichen Alkoholkonsum zu verbieten.
Mit einer massiven Polizeipräsenz, Onlineüberwachung, Vorratsdatenspeicherung und drakonischen Strafen wie Beschlagnahmung von Haus und Hof, Erbansprüchen, Firmenkapital, Führerscheinen und Sorgerechten.
Und dann sehen wir mal was daraus für eine tolle Vorzeigegesellschaft entsteht.
Keinen Augenblick vorher stehen die Barzis auf Augenhöhe um überhaupt bei irgendwas mitzureden.

Und vorher wird noch mal über Strauß seinen Plan gesprochen mehr Gefängnisse zu bauen um gegen die Obdachlosigkeit vorzugehen. Ein Gesellschaftsmodell das bis heute aktuell, und mit steigender Beliebtheit gerade von rechtsnationalistischen Angstbürgern befeuert wird.

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