Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Cookie » Do 17. Mai 2018, 10:20

Ja, das ist schon richtig... ein weiterer entscheidender Vorteil wäre, dass die Polizei auch ein oder zwei Augen zudrücken dürfte, was sie derzeit nicht darf (Legalitätsprinzip). Allerdings sind wir uns hoffentlich einig, dass das a) nur ein kleiner Schritt wäre und b) eigentlich am Ziel vorbei führt, denn es löst keines der bekannten Probleme. Und eine ungerechte Ungleichbehandlung von weniger Schädlichem (Cannabis) und stark Schädigendem (Alkohol, Tabak, ...) bliebe bestehen - das Mantra der Prohibition kann also fröhlich weiter gesungen werden. Bringt aber wenig.
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insomnia
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von insomnia » Do 17. Mai 2018, 10:28

littleganja hat geschrieben:Fakt ist nicht in allen Bundesländern wird bei Eigenkonsum das Verfahren auch eingestellt, in Bayern Baden-Württemberg und Sachsen ist das definitiv ein Fortschritt! Anstatt der jeweiligen Staatsanwaltschaft im jeweiligen Bundesland die Entscheidung zu überlassen, ist eine Bundesweite Regelung die lediglich eine Geldbuße vorsieht besser oder?!
Ein gravierender Unterschied zu jetzt wäre die Umwandlung von jetzt Straftat zu dann Ordnungswidrigkeit ist doch eindeutig ein Fortschritt oder?
Das mit dem Einstellen bei Eigenkonsum ist z.b. in Berlin tatsächlich so, in Bayern gibt es sowas nicht, also evtl Nachteil für Berlin, Riesen Gewinn für Bayern!
Man sollte bei der ganzen Geschichte nicht vergessen das aktuell Wahlkampf in Bayern ist....
ganz so ist es nicht, zumindest in bayern herrscht absolute willkür ,
manchmal werden verfahren eingestellt bis zu 6 gramm ,manchmal nicht , hängt vom alter und vorbelastung ab .. und, das ist aber nicht bewiesen sondern nur eine begründete vermutung .. vom sozialen status !!

Deutschland droht den anschluss zu verpassen ! wärend andere länder längst struckturen für einen freien markt schaffen oder schon geschaffen haben hängen wir hinterher , klarer nachteil im freien wettbewerb, der ja kommen wird.
Also in sachen cannabis werden wir kein exportweltmeister !! :lol:
wir sind ja noch nicht mal in der lage vernünftige ausschreibungen für die herstellung von med cannabis zu machen.
Ich halte das apotheken model zur abgabe von cannabis auch zum freizeitgebrauch am geeignetsten !
Hier wären struckturen ja schon vorhanden.
Die könnten auch kunden beraten. Jugendschutz wäre vorhanden.
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von littleganja » Do 17. Mai 2018, 10:40

Was das Medizin Gesetz angeht ist Deutschland meiner Meinung nach die Nr 1 Weltweit! Nirgendwo bekommen Patienten ihre Cannabis Medizin ggf komplett von der Krankenkasse bezahlt. Nr 1 innerhalb 1 Jahr! Über Anbau und Lieferausfällen brauchen wir uns glaube ich nicht unterhalten, sowie die Ablehungsquote :?

Problem an der Infrastruktur aufbauen ist, dass kann man erst machen wenn es soweit ist mit der Regulierung. Dann aber bitte auch Sozialclubs und Coffeeshops, Apotheken sowieso, was man noch einführen müsste wären Drugstors, wo Tabak - Alkohol und Cannabis verfügbar sind (Alkohol & Tabak nur noch dort!).

Der Willkür wäre dann abgeholfen!

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von littleganja » Do 17. Mai 2018, 10:52

KONOPJA hat geschrieben:Doch, in Israel ist es Medizinisch noch besser.

Die Patienten zahlen eine einmalgebühr, dann bekommen die eine Genehmigung.
Mit dieser bekommen sie dann so viel Cannabis wie sie benötigen.
Die müssen aber auch immer Summe X bezahlen, komplett kostenlos wie bei uns (bei Kostenübernahme) ist es nicht. Weiterhin sind in Israel die Krankheiten definiert die auch Anspruch auf die Cannabis Medizin haben, bei uns nicht!

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Hanfkraut » Do 17. Mai 2018, 11:22

Möglich währ das mann selbst noch die sucht Beratung dann zahlen muss!

Für Patienten die noch kein Arzt gefunden haben dann fatal!

Ich kann da nur empfehlen Ärzte Akten zuhause als Kopie zu haben!

Und manche brauchen nur 5 gr. Im Monat andere um die 100gr.!

Wenn ich zuhause 200 Liter Bier habe und 30 Liter Schnaps regt sich keiner auf!


Und wie will dann künftig der Staat mit eigenanbau umgehen?

Diese Gruppe ist dann weiterhin benachteiligt!
Und das vielleicht weil diese Gruppe keine dealer wahre möchte!
Sie könne ja gestreckt sein oder mit Schadstoffe behaftet sein!
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Cookie » Do 17. Mai 2018, 11:29

Hanfkraut hat geschrieben:Und wie will dann künftig der Staat mit Eigenanbau umgehen?

Diese Gruppe ist dann weiterhin benachteiligt!
Und das vielleicht weil diese Gruppe keine Dealer-Ware möchte!
Sie könnte ja gestreckt sein oder mit Schadstoffen behaftet!
Ein solcher Grower beschafft sich das saubere Gras ja auch nur für den Eigenbedarf... somit ist es dann auch eine Ordnungswidrigkeit. Allerdings kommen beim Anbau auch weniger (1-3) Pflanzen sehr viel mehr als die üblicherweise akzeptierten 6g - 15g (je nach Bundesland) zusammen, womit wir wieder ein Problem der Ungleichbehandlung hätten, sofern das nicht sehr locker gehandhabt würde.
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Hanfkraut » Do 17. Mai 2018, 11:41

Genau da sind wir dann wieder!

Es wäre echt sinnvoll das der Staat einen eigenanbau bewilligen würde, mit jahres Mengen Angaben vielleicht!
Das ganze sollte dann als pilot Projekt laufen.

Ggf. Eine freiwillige Untersuchung der blutwerte und passenden Reaktion test zwecks der Ermittlung der fahrtüchtigkeit, damit dann künftig ein neuer Wert für die Verkehrssicherheit festgelegt werden kann. Das dann aber Ananym behandelt wird!
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von iltisbaer » Do 17. Mai 2018, 12:03

Zunächst mal: Crazy Shit! :shock: Als ich das gestern las, musste ich tatsächlich 2 mal checken ob ich nicht durch ein Zeitloch zum 1. April 2019 gefallen bin :lol: Nun Spaß bei Seite!

Sie spricht ja auch von "Beratung" und nicht "Therapie", ich könnte mir vorstellen das es so werden soll wie in Portugal. Soweit ich weiß ist es dort so, dass diese Beratung ein Gespräch mit einer Art Sozialarbeiter ist. Wenn der feststellt das du dein Leben im Griff hast ist das ganze auch schnell vom Tisch. (So wurde es mir mal vermittelt, genauer beschäftigt habe ich mich damit allerdings nicht).

Für die, die meinen geringe Menge wird ja eh immer eingestellt:
Wie schon erwähnt wurde, ist das längst nicht immer so, auch bei uns in Rheinland-Pfalz herscht Willkür.
Desweiteren ist auch nicht jede Einstellung kostenlos, wie ich am eigen Laib erfahren habe.
Ein Freund und ich wurden vor etwa 3 Jahren mal erwischt, er mit ~4,5 - ich mit ~6g.
Ich bekam ein Schreiben das eingestellt wird, aber nur gegen Zahlung einer "Spende" von 250€ an die örtliche Bewährungshilfe e.V.. Mir wars recht, alle mal besser als eine Vorstrafe.
Mein Kumpel hatte leider nicht soviel Glück, er hatte zwar weniger als ich dabei, aber er hatte zwei Jahre zuvor bereits ein eingestelltes Verfahren. Das war wohl der Grund warum er nicht mehr davon kam. Er ist nun vorbestraft, durfte eine Strafe von 1200€ zahlen und im Nachgang wurde zusätzlich noch der Lappen eingezogen (In der Hinsicht hatte ich wohl auch Glück, zumindest habe ich bis heute nix von der Führerscheinstelle gehört).

Zum Thema Patienten:
(Vorab, ich selber nutze Cannabis sowohl medizinisch als auch zu Genusszwecken)
Wenn man das Glück hat überhaupt einen Arzt zu finden der bereit ist zu verschreiben und auch beim Antrag zu unterstützen, bleibt die Ablehnungsquote leider immernoch unfassbar hoch. Was man hier und in Patientengruppen so mitbekommen ist teilweise überhaupt nicht zu glauben.
Ja, was die Kostenübernahme angeht ist Deutschland auf Platz 1, aber leider auch was die Preise für Selbstzahler angeht. Die sind so hoch das sich die meisten (inkl. mir) das legale Cannabis nicht leisten könnten. Sprich selbst wenn ich einen Arzt finden würde, der mir für meine Psoriasis (Schuppenflechte) was verschreibt, bringt es mir auch nichts da die Chance für eine Kostenübernahme bei mir wohl verschwindend gering sind und ich mir die Apothekenpreise eh nicht leisten kann, ergo bleibt mir trotz theoretischer legaler Nutzungsmöglichkeit wieder nur der Schwarzmarkt.
Und da würde ich es doch sehr begrüßen wenn ich nicht jedesmal, wenn ich mir meine Arznei besorge eine Vorstrafe riskiere sondern nur ein Bußgeld, bzw. würde ich dann wohl die Beratung vorziehen - was soll der schon sagen? "Ich empfehle ihnen die Einstellung der medizinischen Nutzung von Can.?" wohl kaum...

Was die FeV angeht sehe ich leider auch in naher Zukunft keine Vernunft bei unerer Regierung, wie schon erwähnt wurde tut sich ja seit Jahren, trotz Empfehlung ihrer eigenen Grenzwertkommision, absolut nix...
Ich persönlich hab meine Teilnahme am Straßenverkehr auf ein absolutes Minimum begrenzt. Aber wie man weiß reicht es ja unter Umständen schon aus zu Fuß erwischt zu werden bzw. der Besitz vollkommen ohne Zusammenhang mit Verkehrsteilnahme...


Fazit:
Ich empfinde Mortlers "Vorschlag" als einen ersten, wenn auch nur kleinen Schritt in die richtige Richtung.
Wenn dazu noch der Anbau zum Eigenbedarf "geduldet" wird, und die FeV angepasst wird, wäre ich schon fast wunschlos glücklich :mrgreen:

littleganja

Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von littleganja » Do 17. Mai 2018, 12:48

Und nochmal an alle, es ist Wahlkampf in Bayern! Bevor ihr jetzt Party macht und endlos diskutiert was wäre wenn, abwarten ob es nicht wie so oft nur Heiße Luft ist.
Ebenfalls verstehe ich die Vermischung von Patient und Nichtpatiet nicht?! Ich kann wenn ich will mit einem 3 Monatsbedarf (450 Gramm) Apotheke Cannabis angehalten werden und nichts geschieht! Also wenn die Patienten außen vor lassen. Und meiner Meinung nach wird ein Cannabis Patient der das Glück hat eine Kostenübernahme zu haben, evtl dann trotzdem bestraft wenn er mit Schwarzmarkt Cannabis erwischt wird bzw die Kostenübernahme entzogen bekommen, solange kein absoluter Lieferausfall herrscht oder sonstiger belegbarer Notstand....

Anbau würde somit nicht zur Ordnungswidrigkeit umgetauft, ist laut Gesetz durch den Staat zu unterbinden, da drohen Millionen Strafen und Sanktionen gegenüber dem Staat....

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Cookie » Do 17. Mai 2018, 13:10

Warum sollten wir nicht diskutieren, "was wenn wäre", angeregt durch eine Aussage Frau Mortlers ;)?

Mir wäre es jedenfalls deutlich zu wenig. Und was den Eigenanbau betrifft, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, warum das "von Staatswegen unbedingt unterbunden werden muss"? Es ist so im BtMG festgeschrieben, aber das müsste ohnehin angepasst werden, damit Frau Mortlers "Vorschlag" umsetzbar wäre...
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von VSZ » Do 17. Mai 2018, 13:22

Warum sollten wir nicht diskutieren, "was wenn wäre", angeregt durch eine Aussage Frau Mortlers
Zumal die Aussage eben nicht von einer "neutralen" Stelle, wie bspw. der SPD, ausgeht.

Mortlers Äusserungen sind schon relativ gewichtig.



Meinem Verständnis nach, macht das auch alles Sinn. Man möchte den Anbau/Verkauf "geplant" regulieren.

Die Stimmen braucht man trotzdem zur Ltw + die Pharmajuppies bekommen nochmal 1-2 Jahre um den Markt zu monopolisieren. Auch in den Niederlanden geht man zurzeit stark gegen Coffeeshopbesitzer vor. Zufall? Zeitgleich debattiert die Regierung wie man den Anbau regulieren könnte.

"In der Politik passiert nichts zufällig."

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von iltisbaer » Do 17. Mai 2018, 13:44

littleganja hat geschrieben:Und nochmal an alle, es ist Wahlkampf in Bayern! Bevor ihr jetzt Party macht und endlos diskutiert was wäre wenn, abwarten ob es nicht wie so oft nur Heiße Luft ist.
Ebenfalls verstehe ich die Vermischung von Patient und Nichtpatiet nicht?! [...]
Anbau würde somit nicht zur Ordnungswidrigkeit umgetauft, ist laut Gesetz durch den Staat zu unterbinden, da drohen Millionen Strafen und Sanktionen gegenüber dem Staat....
  • Warum sollte man in einem Forum nicht diskutieren was wäre wenn? Foren sind für Diskussionen und Informationsaustausch erfunden worden und das schon vor sehr sehr langer Zeit
  • Ja es ist Wahlkampf in Bayern, aber glaubst du allen Ernstes ein "liberaler" Cannabisenthusiast wird wegen einer einzigen Aussage Mitte Mai, im Oktober dann auf einmal CSU wählen? wohl kaum... da würde ich es für wahrscheinlicher halten, dass Drogenhardliner von der CSU abspringt wegen solcher Aussagen...
  • Die Vermischung von Patient und Genusskonsument ist nur in soweit relevant, wie es "Patienten" wie mich betrifft die zB keinen Arzt finden oder aber keine Kostenübernahme bekommen und sich die Apo.preise nicht leisten können
  • Ja der Staat ist nicht begeistert von privatem Anbau, das war ja auch der eigentliche Grund für das "Medizingesetz". Das es da eine Regelung (die Mortler auch noch gut heißt) geben würde wage ich auch noch zu bezweifeln, möglich wäre es aber durchaus. In dem man die "Geringe Menge" als (zB) max. 20g auf Tasche und bis zu 2 oder 3 blühende Pflanzen definiert wäre ein Massenanbau weiterhin illegal aber eine Selbstversorgung wäre sowohl für Genuss- als auch Med.-User gegeben
Natürlich sollte man jetzt nicht zu viel erwarten, oder das das ganze im Juli gültig wird. Aber wenn selbst eine Mortler von ihrer sturen Position abrückt stehen mMn die Zeichen für eine Liberalisierung/Entkriminalisierung besser denn je!

Immer positiv denken ;)

littleganja

Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von littleganja » Do 17. Mai 2018, 13:55

@iltisbaer

Mir geht es nur um die evtl Wählerstimmen ;)
Die Vermischung von Patient und Genusskonsument ist nur in soweit relevant, wie es "Patienten" wie mich betrifft die zB keinen Arzt finden oder aber keine Kostenübernahme bekommen und sich die Apo.preise nicht leisten können
Das ist wirklich ein Problem! Ist aber nicht Bestandteil der Diskussion, es geht ja um Freizeitkonsumenten!

D.h. wenn du einen Arzt hast bist du laut Definition ein Patient, oder besser gesagt bevor du mir an den Hals springst, ein Offizieller Patient. Wenn du noch nie ein Rezept von einem Arzt bekommen hast, dann bist du Freizeitkonsument, laut Definition die nicht ich erfunden habe.
Angenommen du bist Patient mit Privatrezept was du dir nicht leisten kannst, billigste Apotheke nimmt glaube ich 13€ je Gramm, was kostet es bei dir auf dem Schwarzmarkt? Oder wenn du selbst anbaust, was kostet Strom, Samen, Erde, Wasser, Dünger usw..... Daher sind das total verschiedene Dinge, das eine hat mit dem anderen nix zu tun.
Und wenn du eine Krankheit hast, die deiner Meinung schwerwiegend ist, dann solltest du wenn du endlich einen Arzt gefunden hast auch um die Kostenübernahme kämpfen, falls dir Cannabis hilft?! Aber wie gesagt verschiedene Themen.
Ja der Staat ist nicht begeistert von privatem Anbau, das war ja auch der eigentliche Grund für das "Medizingesetz". Das es da eine Regelung (die Mortler auch noch gut heißt) geben würde wage ich auch noch zu bezweifeln, möglich wäre es aber durchaus. In dem man die "Geringe Menge" als (zB) max. 20g auf Tasche und bis zu 2 oder 3 blühende Pflanzen definiert wäre ein Massenanbau weiterhin illegal aber eine Selbstversorgung wäre sowohl für Genuss- als auch Med.-User gegeben
Ein guter Gärtner holt aus einer Pflanze bis zu 1 Kilo und drüber, nur Blüten Nass!

20 Gramm :lol: kannst dich vermutlich mit 2-3 Gramm Glücklich schätzen. Die rechnen ja in Konsumeinheiten, 2 Gramm sind bei denen bestimmt 10 Konsumeinheiten oder mehr....

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Do 17. Mai 2018, 15:30

insomnia hat geschrieben:Busgeld wäre doch eine verschärfung !
wenn bei eigenbedarf das verfahren eingestellt wird soll man jetzt busgeld zahlen ?!
für mich ein rückschritt !
Für dich vieleicht, aus (straf)rechtlicher Sicht aber nicht.
Der Besitz zum Eigenbedarf würde dann eben keine Straftat sondern "nur" noch eine Ordnungswidrigkeit darstellen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ordnungswidrigkeit
Wenn man dann z.B., mit einer "Eigenbedarfsmenge" erwischt wird würde z.B. kein Richter mehr eine Hausdurchsuchung anordnen, so wie es heutzutage durchaus vorkommt.
Das halte ich für eine wesentliche Verbesserung....
Wie Frau Mortler das aber im BTMG "abbilden" will ist mir ein Rätsel....
insomnia hat geschrieben: Und an der gängigen praxis des führerscheinentzuges wird sich dadurch nix ändern.
Besser wäre eine vernünftige eigenbedarfsmenge von 20 g bundesweit zu entkriminalisieren und vernünftige blutwerte einzuführen.
gruß
insomnia
Wohl wahr....

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Hanfkraut » Do 17. Mai 2018, 16:36

Ich mache da doch persönlich einen Unterschied zwischen Freizeit Konsumenten und Menschen die Cannabis aus medizinischen Zwecke einsetzen aber kein Arzt finden!

Der Freizeit Konsument nimmt Cannabis aus Spaß und kann es aber auch sein lassen!


Menschen mit Krankheiten bei den Cannabis medizinisch die Beschwerden lindert und zur Lebensqualität besteuert aber kein Arzt finden, sind für mich in einer NOTLAGE!

Diese Menschen können nichts dafür das sie keinen Arzt haben der Cannabis verschreibt!
Alleine das reicht au nicht aus! Es sollte schon ein Arzt sein der sich mit medizinischen Cannabis auskennt und auch abschätzen kann welche Sorte für den Patienten geeignet ist.
Die meisten Patienten ohne Rezept mit Problemen werden mit ihr Problem allein gelassen!

Und wenn du dann als nicht Rezept in haber dein Leben bestreiten musst und arbeitest, ist es eine Sauerei das niemand hilft!

Normalerweise währe ich dauernd arbeitsunfähig auf Grund meiner Schmerzen! Oft habe ich keine Lust mich auf der Arbeit mich rumzuquälen! Ich gehe trotzdem arbeiten! Und zähle die Minuten bis zum Feierabend! Überstunden dann auch noch!
Alle Kollegen und Vorarbeiter wissen das ich Probleme mit meiner Gesundheit habe! Und schätzen mich das ich überhaupt noch arbeiten komme!
2 mal musste ich von der Arbeit aus ins Krankenhaus eingeliefert werden wegen starke allergische Reaktionen auf Medikamente!
Und keiner von meinen Kollegen kann das nachvollziehen warum mir kein Arzt hilft!

Und nicht jeder Schmerz Patient will high sein Leben bestreiten!
Mir reicht es wenn ich eine reine CBD Sorte mit einer CBD Sorte mit 4% thc! Mischen kann! Für den Alltag. So binn ich dann 100% klar Im Kopf ohne das ich sediert herum laufen muss!
Da ich 3 Kinder habe muß ich immer 100% zur Verfügung stehen das funktioniert nicht wenn ich mich zudröhne!
Thc reiche sorte benötige ich Gott sei Dank nur abends vor dem Schlafen gehen und selbst darauf würde ich wenn möglich verzichten weil ich mir dann blöd vor komme!

Fakt ist aber das ich derzeit die Art..... Karte habe!
1 Jahr renne ich schon herrum und hoffe das ich auch einmal einen kompetenten Arzt finde!
Wisst ihr wie sehr das nervt?
Am 04.06. Noch mal zu einem neuen Arzt der zumindest mit Cannabis Arbeitet was mir derzeit wieder etwas Hoffnung gibt!

Und mit Sicherheit gibt es noch reichlich Menschen die auf der Suche sind nach einem guten Arzt um wieder legal am Leben teil zu nehmen!

Wer erwischt wird hat ebend ein Problem! Und wird noch bestraft!
Bestraft weil mann noch Arbeiten möchte mit weniger gesundheitlichen Probleme!

Und das soll dann richtig sein? Eine owi oder eine Sucht Beratung?
... Nach dem Motto bitte nehmen Sie keine Drogen?

Denen würde ich meine kranken Akten zeigen und den Berater klar machen das es meine medizinische Anwendung ist und wenn er helfen will, dann sollte der sucht Berater mir einen kompetenten Arzt vermitteln.
Andernfalls würde ich unter diesen Umständen nicht mehr Arbeiten gehen! Ganz einfach!
Und wenn ich dann nichts mehr zu verlieren habe, schreibe ich auch gleich die Presse an und zeig denen meine Storry!


Ich weiß das die Presse mit 100% Sicherheit berichten würde! Dafür habe ich genug Akten Material!

Leider gibt es für solche Fälle keine echte Hilfe!
Noch nicht einmal vom Gesetzgeber!



Ein Freizeit Konsument würde da eher 20% thc Anteil Sorte o. Ä. konsumieren!
Da liegt der Unterschied!

Hier sollte der Staat unterscheiden und fair handeln und zwar im alkerschnelksten eilferfaren, da man angewiesen ist!

Mit der wegnahme ist es nicht getan! Für mich ist es es sogar lebenswichtig!
Da ich wegen hoher colosterin Werte Tabletten nehmen müsste, damit ich keinen Schlaganfall bekomme!

Schöne sch... e

Wer berücksichtigt solche Probleme?
Kann irgend jemand eine Material Beschlagnahme aus medizinischen Gründen unter diesen Umständen verantworten?

Was meint ihr wie schnell mein Anwalt dann tätig wird!
Wir reden dann von einer bedrohliche lebensgefärdung durch Dritte!

littleganja

Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von littleganja » Do 17. Mai 2018, 16:41

Hanfkraut hat geschrieben:Ich mache da doch persönlich einen Unterschied zwischen Freizeit Konsumenten und Menschen die Cannabis aus medizinischen Zwecke einsetzen aber kein Arzt finden!
Ich auch nicht aber die Gesellschaft und vor allem das Gesetz ;)

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von insomnia » Fr 18. Mai 2018, 10:33

HabAuchNeMeinung hat geschrieben:Für dich vieleicht, aus (straf)rechtlicher Sicht aber nicht.
Der Besitz zum Eigenbedarf würde dann eben keine Straftat sondern "nur" noch eine Ordnungswidrigkeit darstellen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ordnungswidrigkeit
Wenn man dann z.B., mit einer "Eigenbedarfsmenge" erwischt wird würde z.B. kein Richter mehr eine Hausdurchsuchung anordnen, so wie es heutzutage durchaus vorkommt.
Das halte ich für eine wesentliche Verbesserung....
Wie Frau Mortler das aber im BTMG "abbilden" will ist mir ein Rätsel....
eine konsequent einstellung bis 20 g bundesweit ; d.H der polizeistaat würde bei bis zu 20g , ausser zu begschlagnahmen, nix unternehmen , die bundesländer müssten sich auf die menge einigen ... im gesetz steht dann
...--- ist einzustellen--- keine hausdurchsuchung ; aber auch kein busgeld :idea:
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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Hanfkraut » Fr 18. Mai 2018, 20:34

Da Frau Mortlers Idee einfacher umzusetzen ist als eine komplette legalisierung, würde es mich interessieren in welchen Zeitraum das dann stattfinden könnte!
Ärzte weigern sich!
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https://hanfverband.de/files/normenkont ... 190910.pdf

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Sa 19. Mai 2018, 00:45

Hanfkraut hat geschrieben:Da Frau Mortlers Idee einfacher umzusetzen ist als eine komplette legalisierung, würde es mich interessieren in welchen Zeitraum das dann stattfinden könnte!
Bushdoktor hat da ja schon einige Artikel hier geschrieben, finde sie im Moment aber nicht.
Im Endefekt müsste es halt darauf hinauslaufen das beim "Umgang" mit Cannabis im Sinne des BTMG, bei Eigenbedarfsmengen, eine Ordnungswidrigkeit als "Strafe" definiert...

Wann?
Definitiv nicht vor der nächsten BTW,
Man braucht ja ne Karotte...

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Re: Mortler für Bußen und Beratung statt Strafverfolgung

Beitrag von Hanfkraut » Sa 19. Mai 2018, 09:02

Kommt drauf an wie überzeugend Frau Mortlers Idee respektiert wird!
Immerhin würde dann auch die kriminal Statistik dann besser ausfallen!
Das wissen auch die Abgeordneten!
Und ist es nicht so das es die Aufgabe der Politik ist dafür zu sorgen das die kriminal Rate sinkt?
Zumal consumenten keine strafzäter sind!
Vielleicht sieht das dann sogar Frau Merkel ein

Es muss ja niemand im der Öffentlichkeit Cannabis konsumieren!
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