DHV-News #165 Wieder Ungenauigkeiten in Berichterstattung

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Martin Mainz
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Re: DHV-News #165 Wieder Ungenauigkeiten in Berichterstattun

Beitrag von Martin Mainz » Sa 19. Mai 2018, 16:57

Hui, lange Schlange hier.

Ich denke aber mal, inzwischen ist klar wie die Begrifflichkeiten von Strafverfahren und Ermittlungsverfahren im allgemeinen verwendet werden. Georg hat also gesagt, daß die meisten Strafverfahren dann von der Staatsanwaltschaft tatsächlich eingestellt werden (im Prinzip tatsächlich Mortlers Linie). Dazu verlangst Du (LG) die Zahlen und die stehen doch wahrscheinlich in der PKS drinne. Ich selbst hab da auch noch nicht nachgelesen, bin hier nur der Hausmeister. Und faul.

Also nicht mal mehr eine Ungenauigkeit. Vielleicht magst Du ja den Titel nochmal ändern. Ich bin da übrigends ganz unparteiisch denn ich stehe nicht auf der Gehaltsliste des DHV. Ich bekomme auch keine sonstigen Vergünstigungen (auch wenn mir das mal angeboten wurde). Vielleicht zumindest ein ? in den Titel? Pretty Please?

Schöne Pfingsten ansonsten.


PS: Was das Eintragen in diverse Listen angeht, schaut mal hier: https://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=12&t=7300

VSZ
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Re: DHV-News #165 Wieder Ungenauigkeiten in Berichterstattun

Beitrag von VSZ » Sa 19. Mai 2018, 17:01

Georg hat also gesagt, daß die meisten Strafverfahren dann von der Staatsanwaltschaft tatsächlich eingestellt werden (im Prinzip tatsächlich Mortlers Linie)
Nicht im Prinzip. Es ist die volle Unionslinie.

Man muss das ganze doch etwas differenzierter betrachten. Staatsanwälte stellen die Verfahren gegen Auflagen (Strafbefehl) ein. D.h. nicht das der Konsument straffrei bleibt. Ganz im Gegenteil.

Das ist aber leider kein - "naja, ist halt passiert" - sondern von elementarer Bedeutung.

Viel weniger interessant ist hingegen, ob ein Richter ein Urteil spricht oder der Staatsanwalt einen Strafbefehl erstellt.
Es hat in jedem Fall weitreichende Konsequenzen für die Betroffenen.

Sorry... aber das ist zu wenig.... da muss Recherche erfolgen und anschließend ein Aufklärungsvideo.
Sonst muss sich der DHV wohl zurecht unterstellen lassen, gar nicht so weit weg zu sein vom 'mortlerischen Weltbild'

Und das einen Monat vor der Anhörung.......... :(
Zuletzt geändert von VSZ am Sa 19. Mai 2018, 17:10, insgesamt 2-mal geändert.

littleganja

Re: DHV-News #165 Wieder Ungenauigkeiten in Berichterstattun

Beitrag von littleganja » Sa 19. Mai 2018, 17:04

Was ich noch anmerken möchte, es geht hier nicht darum den DHV schlecht zu machen, es handelt sich lediglich um Konstruktive Kritik. Es wird leider oft ein Bild in den Medien, DHV News zähle ich auch dazu, von der vermeintlichen Realität gezeichnet, dass leider wenn man Kontakt zu Betroffenen hat so nicht stimmt.

@Martin

Ich bleibe bei meiner Meinung, Aussage, Überschrift, Haltung usw, kannst dir ja mal die Arbeit machen und die Zahlen raus suchen, ich lösche dann ggf den kompletten Beitrag sowie meinen Post auf YouTube!

Peace

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Martin Mainz
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Re: DHV-News #165 Wieder Ungenauigkeiten in Berichterstattun

Beitrag von Martin Mainz » Sa 19. Mai 2018, 17:13

Wieso löschen, ist doch ne fruchtbare Diskussion. Ich hab den DHV mal angestupst, vielleicht kommt dazu ja was.

Hier mal der Link zum PKS: https://www.bka.de/DE/AktuelleInformati ... 8.live0602
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Martin Mainz
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Re: DHV-News #165 Wieder Ungenauigkeiten in Berichterstattun

Beitrag von Martin Mainz » Sa 19. Mai 2018, 17:31

Hier noch was aus dem letzten Jahr zum Thema:

https://www.br.de/puls/themen/leben/can ... e-100.html

Wie oft Cannabisdelikte angezeigt werden, ist in Deutschland sehr verschieden. Mehr Anzeigen in einem Bundesland kann auch heißen, dass da mehr Kiffer leben. Trotzdem fällt auf: In Bayern werden nicht überdurchschnittlich viele Strafanzeigen wegen Gras gestellt. Ganz im Gegenteil, der Freistaat landet nur auf Platz 11. In Bremen gibt es am meisten Anzeigen, im Saarland und in Sachsen am wenigsten.
...
Fast bei der Hälfte aller Fälle wird in Schleswig-Holstein das Verfahren eingestellt. In diesem Punkt macht Bayern seinem Ruf alle Ehre: Bayerische Staatsanwälte sind strenger und stellen nur 11 Prozent aller Cannabis-Verfahren ein. Dennoch ist es nicht das härteste Bundesland, in Sachsen ist die Wahrscheinlichkeit noch geringer, einem Verfahren zu entgehen.


Also eine Spanne von 11 bis 50% Einstellungen, das sind in der Tat nicht die "meisten Fälle".
Und bei Wiederholung siehts dann nochmal ganz anders aus, auch das würde bei einer Ordnungswidrigkeit entfallen.
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Re: DHV-News #165 Wieder Ungenauigkeiten in Berichterstattun

Beitrag von VSZ » Sa 19. Mai 2018, 17:40

Also eine Spanne von 11 bis 50% Einstellungen, das sind in der Tat nicht die "meisten Fälle".
Zumal Einstellungen, meiner subjektiven Erfahrung nach, gegen Auflagen (Geldstrafe) erfolgen. Mein subjektives Empfinden wird durch die vielen Einträge in der Repressionskategorie gestützt.

Von Straffreiheit für Konsumenten kann keine Rede sein. Leider suggeriert Georg das mit seinen Aussagen. Fatale Verkennung der Situation/Realität meines Erachtens nach.

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Re: DHV-News #165 Wieder Ungenauigkeiten in Berichterstattun

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Sa 19. Mai 2018, 19:34

Martin Mainz hat geschrieben: ... Dazu verlangst Du (LG) die Zahlen und die stehen doch wahrscheinlich in der PKS drinne....
Ich selbst hab da auch noch nicht nachgelesen, bin hier nur der Hausmeister. Und faul.
....
Nein stehen sie nicht, denn das ist nicht Aufgabe der PKS :!:
...
Was zählt die Kriminalstatistik?
Die PKS enthält – vor allem – die Anzahl der unserer Polizei bekannt gewordenen Straftaten, einschließlich der Versuche, sowie die Anzahl der ermittelten Tatverdächtigen. Sehr vereinfacht ausgedrückt: Die PKS zählt Fälle, die von der Polizei als Fälle registriert werden.
...
Wie hoch ist die Kriminalität wirklich?
Die polizeiliche Kriminalstatistik ist, wie Kriminologen zutreffend formulieren, im Wesentlichen keine Statistik über die Wirklichkeit der Kriminalität, sondern eine Statistik über die Tätigkeit der Polizei. Und daneben auch eine über die "gefühlte" (behauptete) Kriminalitätswirklichkeit. Sie ist dadurch weder falsch noch verwerflich. Ihre öffentliche Vermarktung und Bewertung ist allerdings oft bestimmt von Desinformation und politischen Strategien.
Um herauszufinden, wie die Kriminalität wirklich verläuft, müsste man zumindest auch wissen, was bei den (von der Polizei) eingeleiteten Verfahren am Ende herauskam. Das wird in der PKS mit keinem Wort und in keiner Tabelle erwähnt.
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitge ... ettansicht

HabAuchNeMeinung

littleganja

Re: DHV-News #165 Wieder Ungenauigkeiten in Berichterstattun

Beitrag von littleganja » Sa 19. Mai 2018, 19:43

Sehr schöner Endsatz HabauchneMeinung

Um herauszufinden, wie die Kriminalität wirklich verläuft, müsste man zumindest auch wissen, was bei den (von der Polizei) eingeleiteten Verfahren am Ende herauskam. Das wird in der PKS mit keinem Wort und in keiner Tabelle erwähnt

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Re: DHV-News #165 Wieder Ungenauigkeiten in Berichterstattun

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Sa 19. Mai 2018, 19:56

VSZ hat geschrieben: ...
Steigende Konsumentendelikte bei sinkenden Verurteilungen halte ich für ein Paradoxum. Du sprichst von angewandtem Recht. Nach angewandtem Recht müssten die meisten Cannabisdelikte auch vor Gericht landen. Cannabis ist nicht entkriminalisiert in Deutschland.
Wieso sollten sie das. Es gibt Gestze/Vorschriften bei denen der Staatanwalt das Verfahren einstellen kann (z.B. mangelnder Tatverdacht, u.v.m.). Warum sollte der nicht davon Gebrauch machen?
VSZ hat geschrieben: Oder aber es ist halt auf die erfolgreiche Prohibition zurück zu führen, bei der kein Konsument mit Konsequenzen rechnen muss. Eben genau das, was Frau Mortler/Union seit Jahren predigen.
???
Konsequenzen in strafrechtlicher Hinsicht hat es ja auch keine für die meisten, wenn eben eingestellt wird.
Wovon Du auch ausgehen kannst.
Daher können sie das "guten Gewissens" behaupten.
VSZ hat geschrieben: Da ich vom Strafverfahren sprach, ging es mir natürlich in erster Linie um die Führungszeugnisse. Hätte ich vielleicht besser ausschreiben sollen.
Du wirfst mir zuviele Sachen in einen Topf.
Eine Eintragung ins FZ ist wieder eine andere Baustelle, die erst bei einem Verbrechenstatbestand relevant ist.
Dies ist bei Umgang mit Cannabis zum Eigenbedarf nicht der Fall...
VSZ hat geschrieben: Habe doch gesagt, dass ich zu faul bin um hierzu eine Studie zu erstellen. Ich glaube eher weniger, dass wir hierzu empirische Daten vorliegen haben.
Natürlich kannst du das "behaupten", entspricht ja genau dem, was Frau Mortler seit Jahren erzählt.
...

Ok Du willst ein wenig auf Frau Mortler und auf die ungerechte Rechtslage schimpfen... Das sei Dir unbenommen, dann klinke ich mich hier aber aus.

Hanfiges Pfingstfest...

HabAuchNeMeinung

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Re: DHV-News #165 Wieder Ungenauigkeiten in Berichterstattun

Beitrag von VSZ » Sa 19. Mai 2018, 20:11

Wieso sollten sie das. Es gibt Gestze/Vorschriften bei denen der Staatanwalt das Verfahren einstellen kann (z.B. mangelnder Tatverdacht, u.v.m.). Warum sollte der nicht davon Gebrauch machen?
Verstehe das Argument nicht so ganz. Staatsanwälte machen doch massiv Gebrauch davon?! Das streite ich doch gar nicht ab. Meist aufgrund von mangelndem öffentlichen Interesse im übrigen. Das implementiert aber nicht, dass du Straffrei da raus gehst. Viel mehr ermöglicht es der Staatsanwaltschaft, Verfahren durch Strafbefehle zu verkürzen. Diese sind, meiner Erfahrung nach, jedoch meist an Auflagen (Geldstrafe) gekoppelt.

???
Konsequenzen in strafrechtlicher Hinsicht hat es ja auch keine für die meisten, wenn eben eingestellt wird.
Wovon Du auch ausgehen kannst.
Daher können sie das "guten Gewissens" behaupten.
Doch doch, natürlich. Viele sind sich nicht darüber im Klaren, dass sie ab 90 Tagessätzen einen Eintrag im Führungszeugnis erhalten und somit als Vorbestraft gelten. Ein Strafbefehl ist keine "Kauf-dich-frei"-Karte.
Es soll dir bei Einsichtigkeit nur ein entsprechendes Gerichtsverfahren ersparen.
Du wirfst mir zuviele Sachen in einen Topf.
Eine Eintragung ins FZ ist wieder eine andere Baustelle, die erst bei einem Verbrechenstatbestand relevant ist.
Das ist definitiv falsch. Ab dem 90 Tagessatz erfolgt der Eintrag. Soweit ich das hier im Forum mitbekomme, sind relativ viele Leute genau an dieser Grenze. Spätestens beim zweiten "erwischt werden" innerhalb von drei Jahren (da werden sie nämlich gelöscht), bist du definitiv vorbestraft. Auch wenn du wieder nur einen Strafbefehl erhälst.
Ok Du willst ein wenig auf Frau Mortler und auf die ungerechte Rechtslage schimpfen... Das sei Dir unbenommen, dann klinke ich mich hier aber aus.
Du forderst von mir fundierte Quellenangaben ohne selbige beizubringen. Das hat nichts mit der Rechtslage zu tun.
Ich habe bereits im ersten Post erörtert, dass ich nicht bereit bin mich da rein zu arbeiten. Denn ja, dass ist richtige Arbeit.

Ich kann mich nur wiederholen; Wenn die "meisten" Strafverfahren ohne Auflagen eingestellt werden würden, würde das zu 100% die Position der Union bestätigen. Die predigen das nämlich seit Jahren. Und weil das so ist, lese ich hier von Geldstrafen von 1500€ für 0,5 Gram.

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Re: DHV-News #165 Wieder Ungenauigkeiten in Berichterstattun

Beitrag von Martin Mainz » Sa 19. Mai 2018, 20:17

Hier gehts weiter: https://hanfverband-forum.de/viewtopic. ... 627#p60627

Hier warten wir auf Antwort und Stellungnahme vom DHV zu evt. vorhandenen Zahlen, drüben kann solange munter weiter zum Thema Umstellung auf Bußen diskutiert werden.

Mit Bitte um Verständnis für ein klein wenig Ordnung.
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