Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

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bench
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Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von bench »

Ich möchte noch etwas Grundlegendes hinzufügen.

Es gibt mehrere Gründe warum man das Argument, dass Cannabis weniger schädlich als Alkohol ist, nicht benutzen sollte.

1. Die Aussage kritisiert unterschwellig den Konsum von Alkohol und erhöht die Distanz zum Gesprächspartner.
2. Es kann einem unterstellt, dass es man Cannabis verharmlose.
3. Die Schädlichkeit von Cannabis ist nicht der Grund für die Legalisierung, sondern weil die Prohibition nicht funktioniert und alles schlimmer macht.

Geht es um die Schädlichkeit von Cannabis, sollte in erster Linie hervorgehoben werden, dass das Verbot viel schädlicher (Strafverfolgung, Streckmittel) ist, als der eigene Cannabiskonsum.
Jen
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Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von Jen »

Keine religiöse Bezüge

ich hab jetzt schon öfters gelesen "Gott hat uns diese Pflanze geben" etc.. Ich sehe diese Aussage als sehr Problematisch an.
1. es gibt nicht viele STRENG gläubigen in Deutschland. Ich denke bei streng gläubige könnte das Argument noch gut ankommen.
Es gibt in Deutschland ca. 58% die an Gott glauben (darunter sehr viele alte Menschen, die eher nicht im Internet unterwegs sind).
Leute die nicht an Gott glauben schreckt man mit solchen Aussagen evtl. noch ab.

2. Die Natur hat vieles erschaffen, was gefährlich für den Menschen ist. Nicht alles natürliche ist gut und harmlos. Ich denke mit solchen aussagen zieht man das ganze, vor allem bei Leute die dem ganzen neutral gegen über stehen, eher in "lächerliche".

Nach meiner Meinung am besten solche Aussagen vll. bei religiöse Foren oder Veranstaltungen von sich geben, man sollte dies jedoch nicht der breiten Masse sagen.
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bushdoctor
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Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von bushdoctor »

Jen hat geschrieben:Keine religiöse Bezüge
Ich habe mal Frauch Mechthild Dyckmans (ich nenne sie immer Beleidigung gelöscht durch admin) gefragt, ob sie an Gott glaubt... keine Antwort.

Danach habe ich Sie gefragt, ob sie es ethisch vertreten kann, dass man Pflanzen oder Tiere bewußt ausrottet, weil sie "Schädlich für den Menschen sind"... keine Antwort.

Das mit dem "Ausrotten" ist nicht weit hergeholt: Denn in unseren Breiten sind mit solcher Argumentation, der Wolf, der Bär, und viele andere Raubtiere "ausgestorben". Und Schadbären werden heute noch zum Abschussfreigegeben.
Die UNO-Drogen-Kommision hatte sich auch mal zum Ziel gesetzt, alle Drogen "auszurotten", das ganze führt heute noch zum Abbrennen und mit Gift besprühen von Mohn- und Kokapflanzungen in Lateinamerika und Afghanistan. Dahinter steht immer die Intention, diese Pflanzen am besten auszurotten.

Ich werde mich mal schlau machen, ob dieses "Ziel der Ausrottung von Drogenpflanzen" noch in der UNO-Agenda steht.

BTW: Ich glaube an "Gott". ;)
Zuletzt geändert von bushdoctor am Do 11. Okt 2012, 19:50, insgesamt 1-mal geändert.
chiliheadz
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Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von chiliheadz »

Ich bitte meinen "Aufsatz" zu verschieben oder zu löschen, falls er hier nicht richtig ist oder nicht informativ. Meiner Meinung nach fehlen vielen Usern "gebündelte" Informationen zur Entgegnung teilweise "paranoider" Prohibitionsargumente, die unwidersprochen hingenommen werden. Deshalb habe ich mir die Mühe gemacht, nocheinmal Argumente zu sammeln, die zwar im EINZELNEN in verschiedenen Berichten angesprochen werden, jedoch in der MASSE der Informationen ( für mich subjektiv gefühlt) untergehen können. Ich bitte diesen Aufsatz auch in Bezug auf "Urheberrechte" zu prüfen, da ich kurze Zitate anführe (z.b. aus der Bibel ;) ). Danke :lol:

Argumente FÜR Hanf:
:idea:

Frau Dyckmanns (Drogenbeauftragte der Regierung Merkel, FDP) behauptet: HANF wäre eine "in unserem Kulturkreis nicht manifestierte Pflanze".
Das ist eine plumpe Lüge!

Beweis: siehe Wikipedia : Hanf in der deutschen Geschichte . Auszüge aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Hanf

Frühgeschichte und Antike
Auszüge:
. In Europa sind die ältesten Funde ca. 5.500 Jahre alt und stammen aus dem Raum Eisenberg (Deutschland).

...Aus der Gegend des heutigen Litauen stammen Funde von Hanfsamen ca. 2500 v. Chr. und eines Hanffadens ca. 2300 v. Chr.

...Vom Mittelalter bis in die Neuzeit wurden aus Hanf Mittel zur Linderung von Wehenkrämpfen und nachgeburtlichen Schmerzsymptomen gewonnen.

...Kaiser Karl der Große erwähnte 812 im Kapitel LXII seiner Landgüterverordnung Capitulare de villis vel curtis imperii den Hanf (canava), wenngleich er ihn auch nicht in die Liste der als verpflichtend anzubauenden Pflanzen aufnahm.

...So entstand in Nürnberg 1290 eine erste Papiermühle auf deutschem Boden, und Gutenberg druckte 1455 seine berühmte Gutenberg-Bibel auf Hanfpapier.

...sowie die Landwirtschaftspolitik im nationalsozialistischen Deutschland, die den Anbau von Hanf als Nachwachsenden Rohstoff vor Kriegsbeginn in wenigen Jahren vervierfachte.[17]
Der landwirtschaftliche Anbau von Hanf hat seit seiner „Wiedergeburt“ Anfang der 1990er Jahre kontinuierlich zugenommen. Trotzdem liegt die Produktion in Europa weit hinter der Nachfrage zurück.

Lobbyisten. Warum der Kampf gegen die unumgängliche, für die Menschheit unverzichtbare Pflanze Hanf:

Hanf - diskriminierte Wunderpflanze der Natur

http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=H7u ... =endscreen

A: (Lobbyisten der) Chemieindustrie:

stellt Pestizide her, bei Baumwolle dringend notwendig, bei Hanf KEINE. Pestiziede notwendig.

B: Holz und Papierindustrie:
verwertet Holz, ist gegen Hanf, denn es ist haltbarer, kann besser verwertet werden und ist preiswerter, dauerhafter für den Verbrauch, muss nicht ständig nachproduziert werden und ist öfter recycelbar als Holz.Hanf ist preisgünstiger, verspricht weniger Gewinne.

C: Ölindustrie.
Plastik, Benzin usw. kann preiswerter und ohne Umweltbelastung aus Hanf hergestellt werden. So schwinden Gewinne.

D: Düngemittelindustrie:
Hanf benötigt keinen Dünger, es wächst überall und düngt den Boden ohne Zusatzstoffe notwendig zu haben.

E: Pharmaindustrie:
Hanf ist zu preiswert, außerdem zu gesund. Auf den Naturstoff KANN KEI PATENT ANGEMELDET WERDEN. Viele Krankheiten wären leichter zu heilen, ohne viel Kosten zu verursachen. Die Gewinne würden schwinden!

F: Lebensmittelindustrie:
Viele Lebensmittel können gesünder hergestellt /produziert werden. Hanföl z.b. hat ein vielfaches an ungesättigten Fettsäuren mehr als das beste Olivenöl, Hanfbrot hat mehr Vitamine und Ballaststoffe als "normales" Brot,..... Hanf sättigt und hält länger vor. Dadurch wird der Umsatz geschwächt.

G: Alkoholindustrie:
Hanf als "Entspannungsmittel" war schon vor Jahrhunderten bekannt und genutzt in Europa ( siehe u.a. Wikipedia). Wer kifft oder Hanf anderweitig als Naturdroge nutzt, lebt in der Regel abstinenter als die Mitmenschen, die Alkohol als "Christendroge" zu sich nehmen. Dies schädigt die Profite der Alkoholwirtschaft.

H: Kirche und Glauben:
Die Kirchen, abhängig vom "Wohlwollen" der Politik(-Lobbyisten), abhängig von Kirchensteuer, Spenden der Finanzwelt, handelt NICHT nach der Bibel, sondern ist, selber in die Machenschaften der Finanzwelt verstrickt, aus finanziellen Gründen GEGEN Hanf. Wissenschaftlich wurde festgestellt, dass die "Salbungsöle" zur Priesterweihe NICHT aus "Weihrauch und Myrrhe", sodern aus Mischungen mit Cannabisöl bestanden. Siehe Auszug aus Pressebericht: Verwendete Jesus Cannabis? [08.01.2003]
Ein aus Cannabis hergestelltes Salböl soll bei im Neuen Testament überlieferten Wunderheilungen eine Rolle gespielt haben, berichtet der britische "Guardian" unter Berufung auf einen Artikel von Chris Bennet in der Februarausgabe des amerikanischen Magazins "High Times". Das griechische Wort "Christus" bedeutet "der Gesalbte". Eine Salböl-Rezeptur aus dem Buch Mose nennt neben Olivenöl und Gewürzen als Bestandteil sechs Pfund "kaneh-bosem", was wörtlich "duftendes Schilf" bedeutet und laut Linguisten die selbe Wurzel hat wie das griechische Wort Kannabis (Hanf). ......
Des weiteren:
1. Timotheus 4:1-5

Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen, verleitet durch Heuchelei der Lügenredner, die ein Brandmal in ihrem Gewissen haben. Sie gebieten, nicht zu heiraten und Speisen zu meiden, die Gott geschaffen hat, dass sie mit Danksagung empfangen werden von den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkennen. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet.

Bennet benennt (unter Berufung auf seine Studien) die Verfolgung von Cannabis-Gebrauchern als "unchristlich". Wenn seine Interpretation stimmt, dann war schon Jesus ein "Krimineller": Das alttestamentliche zweite Buch Mose verbietet es bei Todesstrafe, Nichtpriester mit diesem Salböl zu salben. Noch heute verwendet die katholische Kirche ein Salböl zur Priesterweihe...

Siehe hierzu auch den Bericht aus Freenet.de:
Cannabis und Christentum

War Jesus ein Drogen-Jünger?

Jesus' Wunderheilungen und die Visionen seiner Jünger waren das Ergebnis eines Drogenrausches - das zumindest behauptet ein US-Forscher nach dem Studium alter Schriften und archäologischer Erkenntnisse.
Siehe Zitate aus Spiegel online 2003:
"Die Gesalbten der alten Zeit badeten förmlich in dieser potenten Mixtur", meint Bennett. ...Das Cannabis sei über die Haut in den Kreislauf gelangt. Auch der bei antiken Zeremonien benutzte Weihrauch habe Cannabis enthalten.
Carl Ruck, Professor für klassische Mythologie an der Boston University. "Es besteht kaum ein Zweifel, dass Cannabis im Judaismus eine Rolle gespielt hat", sagte der Wissenschaftler in der britischen Zeitung "The Guardian".
(Sahen deshalb die Jünger Jesu über das Wasser laufen?.....)

Cannabis und Religionsfreiheit

Art. 4 (Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit, Kriegsdienstverweigerung)

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
(Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, 23.05.1949)


Weitere Argumentationshilfen:
Zitate aus : http://www.alpenparlament.tv/

Karl Otto Nitz
· Wenn wir nun überlegen, was das bedeutet, dann kommen wir nicht umhin zu erkennen, dass wir eine Symbiose mit der Hanfpflanze haben. Wenn wir in uns Rezeptoren besitzen, die für unsere Gesundheit unerlässlich sind und nur Moleküle des THC´s diese aktivieren können, dann müssen wir auch erkennen und zugeben, dass wir ein Geburtsrecht auf Hanf haben. Auf medizinisch wirksames Hanf!!! Jedes Verbot dieser Pflanze ist ein Verstoß gegen Geburts- und Menschenrechte!
AlMayer1100
· Der Name hinter der Vertaufelung von Hanf ist: William Randolph Hurst. Der hatte riesige Waldgebiete gepachtet um seine Papiermühlen zu füttern. Dann kamen zwei Franzosen daher und begannen papier aus Hanf herzustellen. Hurst sah seine Waldgebiete wertlos werden und startete eine Anit-Hanf-Propaganda. Hanf gehört in jeden Garten. Peinlich, wie die Politiker sich von der Industrie einspannen lassen. Zum Schaden der Menschheit.



Karl Otto Nitz
· Wir besitzen zur Bekämpfung von Krankheiten ein System, genannt Endocannabinoid-System. Dort gibt es Rezeptoren, die nur durch das THC von Cannabis aktiviert werden können. Diese THC Moleküle der Hanfpflanze sind wie Sicherheitsschlüssel, die exakt in die Schlösser dieser Rezeptoren passen. Docken sie dort an, fliessen Informationen. Durch diese Informationen kann unser Körper ganz schlimme Krankheiten heilen. Krebszellen zerstören sich z.B. selbst, weil sie dann erkennen, dass sie entartet sind.


Siehe auch "Die lustige Hanffibel", eine Aufforderung aus dem Krieg Hanf anzubauen! Hanf gehört also durchaus zu unserer Kultur! Außerdem können 12 alte Bäume stehen bleiben, wenn man in einem kleinen Feld dafür Hanf anbaut. Hanf wächst jedes Jahr schnell und problemlos Bäume brauchen Jahrzehnte.
Biomasse für Kraftwerke: Hanf ist der BESTE Lieferant, tausend mal preiswerter und umweltverträglicher als Holz!
Lebensmittel: Hanf seit menschheits Gedenken! Samen enthalten essentielle Fettsäuren, die der Körper nicht selber herstellen kann! (30% Speiseöl im Samen, Gammalinolensäure, die Hautausschläge bei Säuglingen z.b. beseitigen können und mehr für die Gesundheit...) Herstellung von Ölen, Brot, Vitaminpräparaten, Medikamente, Bekleidung, Dämmaterial für Bauten, Dichtungsmittel,......

Weitere interessante Informationen bietet auch das Buch:

Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Cannabis Marihuana Hanf, eine der ältesten Kulturpflanzen
ein empfehlenswertes Buch aus dem Nachtschattenverlag von Herrn Mathias Bröckers, freier Journalist, Schweiz.

Weiteres interessantes auch zu finden unter:
http://www.Cannabislegal.de
:mrgreen:
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overturn
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Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von overturn »

Hallo, chiliheadz!
chiliheadz hat geschrieben:Frau Dyckmanns (Drogenbeauftragte der Regierung Merkel, FDP) behauptet: HANF wäre eine "in unserem Kulturkreis nicht manifestierte Pflanze".
Das ist eine plumpe Lüge!
Diese Argumentation ist einigen Politikern geläufig, bezieht sich meist aber explizit auf die Funktion als "Volksdroge". In dem Sinne, und entsprechendem Wortlaut, wäre das auch durchaus korrekt. Die vorliegende Formulierung, wie du schon bemerkt hast, natürlich nicht ,)
chiliheadz hat geschrieben: Frühgeschichte und Antike
Auszüge:
In Europa sind die ältesten Funde ca. 5.500 Jahre alt und stammen aus dem Raum Eisenberg (Deutschland).
Meines Wissens sind die ältesten, europäischen Funde ca. 6.500-7.000 Jahre alt, stammen aus Tschechien und sind der Bandkeramischen Kultur zuzuordnen. Ändert aber natürlich nichts an der Aussage. In Deutschland, wie auch in Litauen, Polen und weiten Teilen Osteuropas, gehörte Hanf bereits seit der Antike zu einer Art "Totenkult", der auf den Praktiken diverser indoeuropäischer Völker (Thraker [Geten], Daker, Skythen, etc.) basierte, und bis heute beispielsweise, in abgewandelter Form und als historischer Überbleibsel vergangener Kulturen, weiterhin in der schlesischen Küche vorzufinden ist - als siemieniotka, eine Hanfsuppe, bestehend aus den Samen, bzw. Nüssen der Pflanze, welche traditionell an Heiligabend serviert wird, in Gedenken an verstorbene Verwandte. In Deutschland, genauer Brandenburg, fand man gegen 1900 eine Urne, die sowohl die Blüten, als auch die Blätter der Hanfpflanze enthielt und auf das 5. Jahrhundert vor Christus datiert wurde.

Wichtig ist, dass der rituelle Gebrauch, und damit teilweise auch die psychoaktive Wirkung, bzw. das Wissen darüber, zwar sicherlich schon seit sehr langer Zeit bekannt ist, eine ganze Weile jedoch überaus limitiert war und auch lediglich höchst selektiv weitergereicht wurde. Als sich das allgemeine Volk noch weitestgehend unaufgeklärt gab, nutzten beispielsweise bereits "Hexen" Hanf in ihren Ritualen. Das Wissen war vorhanden, es wurde jedoch nicht gerne geteilt ,)

Grüße!
Zuletzt geändert von overturn am Do 11. Okt 2012, 17:36, insgesamt 2-mal geändert.
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
chiliheadz
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Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von chiliheadz »

overturn hat geschrieben:Hallo, chiliheadz!
chiliheadz hat geschrieben:Frau Dyckmanns (Drogenbeauftragte der Regierung Merkel, FDP) behauptet: HANF wäre eine "in unserem Kulturkreis nicht manifestierte Pflanze".
Das ist eine plumpe Lüge!
Diese Argumentation ist einigen Politikern geläufig, bezieht sich meist aber explizit auf die Funktion als "Volksdroge". In dem Sinne, und entsprechendem Wortlaut, wäre das auch durchaus korrekt. Die vorliegende Formulierung, wie du schon bemerkt hast, natürlich nicht ,)
chiliheadz hat geschrieben: Frühgeschichte und Antike
Auszüge:
In Europa sind die ältesten Funde ca. 5.500 Jahre alt und stammen aus dem Raum Eisenberg (Deutschland).
Meines Wissens sind die ältesten, europäischen Funde ca. 6.500-7.000 Jahre alt, stammen aus Tschechien und sind der Bandkeramischen Kultur zuzuordnen. Ändert aber natürlich nichts an der Aussage. In Deutschland, wie auch in Litauen, Polen und weiten Teilen Osteuropas, gehörte Hanf bereits seit der Antike zu einer Art "Totenkult", der auf den Praktiken diverser indoeuropäischer Völker (Thraker [Geten], Draker ,Skythen, etc.) basierte, und bis heute beispielsweise, in abgewandelter Form und als historischer Überbleibsel vergangener Kulturen, weiterhin in der schlesischen Küche vorzufinden ist - als siemieniotka, eine Hanfsuppe, bestehend aus den Samen, bzw. Nüssen der Pflanze, welche traditionell an Heiligabend serviert wird, in Gedenken an verstorbene Verwandte. In Deutschland, genauer Brandenburg, fand man gegen 1900 eine Urne, die sowohl die Blüten, als auch die Blätter der Hanfpflanze enthielt und auf das 5. Jahrhundert vor Christus datiert wurde.

Wichtig ist, dass der rituelle Gebrauch, und damit teilweise auch die psychoaktive Wirkung, bzw. das Wissen darüber, zwar sicherlich schon seit sehr langer Zeit bekannt ist, eine ganze Weile jedoch überaus limitiert war und auch lediglich höchst selektiv weitergereicht wurde. Als sich das allgemeine Volk noch weitestgehend unaufgeklärt gab, nutzten beispielsweise bereits "Hexen" Hanf in ihren Ritualen. Das Wissen war vorhanden, es wurde jedoch nicht gerne geteilt ,)

Grüße!
Vielen Dank für deine Ergänzung! Natürlich hast du das richtig recherchiert! Es gibt auchnnoch weitere Fakten, die jedoch auf Grund des großen Umfangs lediglich eine weitere Bestätigung unserer Argumentation dienen könnten. wichtig war mir nur, dass unsere "gute" Frau Dyckmanns nicht einmal die Fakten kennt, gegen die sie ihre Lügen verbreitet. Wenn du meinen Kommentar zu SpiegelOnline gelesen hast, den ich ( wohl fälschlich) im Begrüßungstreat (mit) veröffentlicht habe, weißt du was ich meine. Vielen Dank für deine guten Hinweise und Ergänzungen, Peter, chiliheadz :D
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overturn
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Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von overturn »

Hallo, chiliheadz!

Weiß ich (:

War auch wirklich nur als Ergänzung, bzw. verbale Unterstützung deiner Aussage gedacht ,) Danke, den Ball werfe ich gerne zurück!

Grüße!
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bushdoctor
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Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von bushdoctor »

Bei einigen Zeitgenossen kann es auch "das Eis brechen", wenn man die Heilige Hildegard ins Gespräch bringt, die in ihrer "Heilkunde" auch ein kleines Kapitel über den Hanf hat.

Es gibt doch recht viele, die mit der "Hildegard Medizin" zumindest dem Namen nach vertraut sind. Diese "Medizin" ist auch durchwegs mit positiven Assoziationen belegt und der Hanf wird dabei immer gern verschwiegen.

Die meisten schauen verdutzt, wenn man in diesem Zusammenhang erwähnt, dass die Heilige Hildegard sehr viel von den Heilkräften des Hanfs hielt...

"Wilhelm Busch" führe ich auch immer gerne an, genauso wie das Abbild der Germania aus der Zeit der deutschen "1848er-Revolutuion"... Leider wissen die wenigsten worum es damals ging...
Aber der Wilhelm Busch zieht eigentlich immer! Mir konnte niemand erklären, wie die Halluzinationen des kleinen Krischans mit normalem Tabak zu erklären wären... ;)
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overturn
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Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von overturn »

Hallo, bushdoctor!
bushdoctor hat geschrieben:Mir konnte niemand erklären, wie die Halluzinationen des kleinen Krischans mit normalem Tabak zu erklären wären... ;)
Obwohl stark psychoaktiver Tabak tatsächlich existieren soll, allerdings nicht in unseren Breitengraden ,) Dieser wird unter anderem von den Warao, einem indigenen Stamm in Venezuela, in imposanten, bis zu 30cm langen "Zigarren" konsumiert, um mit den Toten in Kontakt zu treten und/oder Visionen zu induzieren. Ähnlich starke Sorten sollen entlang des Amazonas beheimatet sein. Interessant ist, dass einige indianische Stämme, ihre altbewährten, rituellen Pflanzen (beispielsweise den Stechapfel) zeitweise durch Hanf ersetzten. Zum einen, weil die eigentlichen Exemplare nicht immer vorhanden waren, aber auch, und meines Erachtens noch viel wichtiger, weil sich Cannabis als weitaus ungefährlicher herausstellte, als die gewöhnlichen Substanzen.

An dieser Stelle möchte ich gerne noch ein älteres Argument von dir aufgreifen, das ich als überaus wichtig empfinde:
bushdoctor hat geschrieben:
Danach habe ich Sie gefragt, ob sie es ethisch vertreten kann, dass man Pflanzen oder Tiere bewußt ausrottet, weil sie "Schädlich für den Menschen sind"... keine Antwort.

Das mit dem "Ausrotten" ist nicht weit hergeholt: Denn in unseren Breiten sind mit solcher Argumentation, der Wolf, der Bär, und viele andere Raubtiere "ausgestorben". Und Schadbären werden heute noch zum Abschussfreigegeben.
Die UNO-Drogen-Kommision hatte sich auch mal zum Ziel gesetzt, alle Drogen "auszurotten", das ganze führt heute noch zum Abbrennen und mit Gift besprühen von Mohn- und Kokapflanzungen in Lateinamerika und Afghanistan. Dahinter steht immer die Intention, diese Pflanzen am besten auszurotten.
Wenn man sich vor Augen führt, dass bis zu dem heutigen Tage, bereits 90% des Lebens auf der Erde ausgerottet wurde, täglich 100-200 Spezies folgen und wir, obwohl es genug Stimmen gibt, das Leben und verschiedenste Arten zu schützen und zu wahren, zeitgleich versuchen die vermutlich wichtigsten Pflanzen der Menschheitsgeschichte größtenteils auszurotten, ist das einfach blanker Wahnwitz!

Grüße!
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Aleã
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Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von Aleã »

Beim Argumentieren habe ich eher das das Gefühl, dass das eigentliche Problem eher Ideologie und Unterbindung der eigenen Meinung ist. Warum sollte ich mich also in der Argumentationsstrategie unterdrücken, nur weil eine wissenschaftlich belegbare Meinung schlicht und einfach vorsätzlich aus eigenem Vorteil des Gegners ignoriert wird?
Diese Diskussionsform läuft gerade auch beim Wietpass: Anstatt nun darüber zu diskutieren, wie man die Diskriminierung abschafft, verhandeln nun einige Parteien wie sie die Diskriminierung "angenehmer" machen, z.B. mit einem Light-Wietpass, wo z.B. Niederländer mehrere Coffeeshops besuchen dürfen und nicht an 1 angebunden ist.

Ich wähle durchaus bedacht (außer unter Stress, und das bin ich momentan doch sehr oft) meine Argumente aber bei Personen, wo nichts zu diskutieren ist, da kann man entweder:

- Die genannten Argumente führen, auch wenn sie nichts bringen!
- Die Argumentation lassen, was auch nichts bringt!

Letzteres ist dann natürlich eher zu empfehlen. Dennoch besitzt die obere Variente noch eine geringe, vernachlässigbare Chance.

1. Die Aussage kritisiert unterschwellig den Konsum von Alkohol und erhöht die Distanz zum Gesprächspartner.
Der Anfang einer Diskussion besteht meißtens darin, dass der Gesprächspartner den eigenen Konsum direkt und öffentlich kritisiert.

Das Cannabis weniger schädlich ist als Alkohol ist aber auch falsch!

Cannabis ist insgesamt (weniger Tote, weniger soziale Kosten, mehr Medizin) weniger schädlich. Dennoch gilt wie immer, dass die Dosis das Gift macht. 20 Joints am Tag bei einem Cannabis-Psychotiker sind schädlicher als 1ml Bier für ihn. Wenn man behauptet, Cannabis sei weniger schädlich als Alkohol , so bitte ich es wenigstens zu begründen!
2. Es kann einem unterstellt, dass es man Cannabis verharmlose.
Ich unterstelle jedem Verharmlosung der meint, Alkohol sei harmlos! - Das unterstelle ich jedem der meint, Cannabis sei harmlos aber auch!

3. Die Schädlichkeit von Cannabis ist nicht der Grund für die Legalisierung, sondern weil die Prohibition nicht funktioniert und alles schlimmer macht.
Man kann Argumentieren, dass Cannabis schädlich ist, weil es illegal ist (und so einem die Polizei aufhetzt). Indem Fall muss Cannabis legalisiert werden, damit es weniger schädlich wird. Von Streckstoffen ganz zu schweigen.
Geht es um die Schädlichkeit von Cannabis, sollte in erster Linie hervorgehoben werden, dass das Verbot viel schädlicher (Strafverfolgung, Streckmittel) ist, als der eigene Cannabiskonsum.
Das klingt für mich nach Verharmlosung der Schädlichkeit von Cannabis. - Niemand ist gezwungen Cannabis zu konsumieren!

Das stimmt zwar nicht 100 % (sonst gäbe es nicht so viele Drogenabhängigkeitskranke) , wird aber dann gerne beim Gesprächspartner aufgeführt.

Wer dann meint: "Niemand zwingt aber einen zur Abhängigkeit!" - der hat sich selbst verraten nicht viel über Medizin, Psychologie oder wenigstens Gesellschaftwissenschaften zu wissen.


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Keine religiöse Bezüge
1. es gibt nicht viele STRENG gläubigen in Deutschland. Ich denke bei streng gläubige könnte das Argument noch gut ankommen.
Es gibt in Deutschland ca. 58% die an Gott glauben (darunter sehr viele alte Menschen, die eher nicht im Internet unterwegs sind).
Leute die nicht an Gott glauben schreckt man mit solchen Aussagen evtl. noch ab.
Wobei ich gerne das Argument nehmen würde, wenn gesagt wird:
"Ich wähle immer CDU - weil das C enthalten ist! Und das steht für's Christentum!"
Ich könnte gleich Politikverdroschenheit vorwerfen, aber das wird man mir als Jugendlicher sowieso genug getan. :mrgreen:
Wer behauptet, er sei christlich, aber gleichzeitig für das Verbot von gottgegebenen Pflanzen (und auch noch so einer Heilpfanze) befürwortet ist für mich nicht vollständig religiös.

Andererseits frage ich mich schon was die Religion damit zu tun hat. Es gibt Christen, die sogar Alkohol im Haus verbieten und man kann IMO dennoch vollständig christlich sein, wenn man für eine Legalisierung von Cannabis ist aber z.B. gegen den Konsum (auf seinen eigenen Grundstück).
2. Die Natur hat vieles erschaffen, was gefährlich für den Menschen ist. Nicht alles natürliche ist gut und harmlos. Ich denke mit solchen aussagen zieht man das ganze, vor allem bei Leute die dem ganzen neutral gegen über stehen, eher in "lächerliche".
"Gott hat uns die Tollkirsche gegeben, damit wir uns damit berauschen und hat es sogar dafür legal gelassen!"

lolololroflroflrofllolol!

Ja schon, aber dann sollten Argumente wie "Cannabis kennt die Menschheit nicht!" oder "Rauchen von verbotenen Pflanzen ist gegen den Willen von Gott." beim Gesprächspartner ebenfalls nicht vorkommen.

Tut man es doch, wird man für Hanfaktivisten/"Kiffer" lächerlich. Wie man es z.b. hier bei vielen Politikern sehen kann, scheint es manchen auch nicht zu interessieren.

Also, warum keine (schlechte) Argumentationen bringen mit Leuten, mit denen man sowieso nicht reden kann?

Sorry. Für mich ist das keine Argumentationshilfe. Für mich bedeutet das, dass man einfach mit solchen Leuten gar nicht reden sollte.
chiliheadz
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Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von chiliheadz »

@Aleã
Ich denke, dass du da etwas schief liegst. Mit "solchen Leuten nicht reden" bedeutet, sie fühlen sich im Recht und bestätigt. GERADE mit SOLCHEN Leuten rede ich gerne, denn ihre Argumentation ist sehr leicht zu widerlegen! Jeder dieser "Besserwisser" kommt an den Punkt, wo er sich selber widerspricht. DA setzt man an. Ob jetzt aus der Christlichen Lehre (ich bin ziemlich Bibelfest) oder aus der Wissenschaft (ich habe eine umfangreiche Sammlung ), aus der Allgemeinmedizin oder aus der Drogenberatung ( in der ich auch gearbeitet habe....), egal auf welchem Feld, Recht ist IMMER Recht und kann nicht mit fadenscheiniger Argumentation zu UNRECHT GEMACHT werden! Vielleicht ist DASS auch der Grund, warum mir unsere gute Frau Dyckmanns (FDP) nur "schleppend", bzw. nicht mehr antwortet.
Bei Problemen weise ich gerne auf Berichte hin, die ich nach Aufforderung auch als Filmbeiträge aus meinem Netbook sehen lasse. DANN werden Gesichter lang! Wenn Professoren/Doktoren meine Fakten bestätigen, die diese "Besserwisser" vorher anzweifelten, auf Forschung der Wissenschaft hinweisen, auf "altes Wissen" aus der Naturheilkunde verweisen und diese mit neuesten Forschungsergebnissen vergleichen,..... dann werden Zweifler oft zu Befürwortern!

Du solltest dich nur gut auf deine Diskussionsgegner einstellen und immer dafür sorgen, dass genügend "Zeugen" (Zuhörer) bei eurem Disput anwesend sind. (Natürlich sollten diese auch für dich und unsere Sache gestimmt sein...) Der Druck der Gruppe (Gruppenzwang) hat schon so manchen vom "Saulus" zum "Paulus" werden lassen.

Schweigen heißt nicht widersprechen, heißt indirekt zustimmen! Denk einmal daran, was durch "Wegsehen", Schweigen und angebliches "Nichtwissen" im 3-ten Reich entstanden ist! Meiner Meinung nach ist dein eingeschlagener Weg ( wie ich es verstanden habe) nicht richtig. Sprich mit dem/ den Gegner/n, du wirst immer sicherer, bekommst mehr Erfahrung und Erfolge und brauchst dir nie vorwerfen lassen, nichts für die Menschheit getan zu haben!

Hanf, das "Kraut", welches die Versorgung der Weltbevölkerung noch retten kann! DU, ein Verfechter für das Überleben der Gattung Mensch! Also stecke nicht den Kopf in den Sand, sondern kämpfe mit allen rechtmäßigen Mitteln weiter! ....

Viel Erfolg für deine Arbeit!
LEGALIZE IT!
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Juergen
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Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von Juergen »

Hallo Leute,

wirklich, ich finde es gut das ihr nach Argumentationshilfen sucht um Cannabis zu legalisieren, aber Tatsache ist, das das ja eigentlich nicht mehr noetig ist, ihr fragt euch jetzt bestimmt wieso, weshalb, warum, wie kommt der Kerl da drauf und sowieso ..., nun ganz einfach das Verbot an sich ist null und nichtig, wie ihr glaubt mir nicht, na dann besorgt euch mal das offizielle Dokument "The Report. Cannabis ..." :shock: ... uebrigens dieser offizielle Report ist von 1998, die Reaktion der Politiker darauf ist bisher nur Ignoranz. :evil:

Habe mir schon mal die Arbeit gemacht und die Buch-Rezession dazu fuer euch Alle uebersetzt, vergebt mir die Satzstellung manchmal, aber ich habe Neuroborreliose und da bereitet diese Arbeit mir Probleme, nichts desto trotz hier:

Der Bericht. CANNABIS: DIE FAKTEN, MENSCHENRECHTE UND DAS GESETZ
ISBN 9781902848204.

Die Verweigerung von Cannabis durch das Prohibitions-Gesetz verursacht vorsätzlich Leiden, Blindheit und fuehrt in vielen Fällen zum Tod. Diejenigen, die das Verbot der Verwendung von lebensrettenden Cannabis als "illegal" zu halten betrachten, sollten behandelt werden wie ein Täter des schwersten Verbrechens und als ungeeignet angesehen werden ein öffentliches Amt in einer demokratischen Gesellschaft zu fuehren.

Vorwort von einem Berater der US-Regierung, Nobelpreisträger und Professor emeritus.
Befürwortet von einem Professor der Physiologie Fellow des (UK) Royal Society und von namhaften Autoren, Wissenschaftlern, Ärzten und Richtern (USA und UK).

Neben anderen wichtigen Offenbarungen, die beispiellose

CANNABIS BIOMASSE Energiegleichung (CBEE) Formulierung beweist:

1) das pyrolytisch hergestelltes Methanol aus Cannabis (Faserhanf) die billigste Brennstoff-Energie ist, die der Menschheit bekannt ist, und

2.) die landwirtschaftlich erneuerbare unbegrenzte Cannabis Ressource in der Lage ist die fossilen Brennstoffe und Uran verschmutzungsfrei und sofort weltweit zu ersetzen.

Auf den Preis für Kraftstoff-Energie entfallen vier Fünftel (4/5) des Welt-Brutto-Sozial-Produkts; hierzu zaehlen alle kommerziellen Lebensmittel, Güter und Dienstleistungen: die größte Komponente des Treibstoffpreises ist die Steuer (der Regierung verpflichtet). Aber die CBEE zeigt auf (Anweisungen/Diagramme) wie Cannabis-Methanol leicht zu Hause kostenlos hergestellt werden kann, und die Erreichung der Universal-Re-Demokratisierung der Kaftstoff-Energie-Produktion. Die CBEE ermöglicht eine historische praktische Umsetzung der Weltwirtschaft und eine exponentielle Verbesserung des Lebensstandards der ganzen Welt Populationen, gleichzeitig auch die Beseitigung der Armut und Hungersnot.

Die CBEE kredenzt uns kostenlosen und zollfreien Kraftstoff überall, die ungerechtfertigte Steuer auf Kraftstoff wird dadurch uneinbringlich; und beseitigt den gegenwärtigen Würgegriff der Regierung/Wirtschaft bei der Kraftstoff-Energieversorgung. Basierend auf der offiziellen Forschung und der etablierten Empirischen Evidenz, gibt der Bericht einen maßgeblichen Einblick in den realen, verdeckten und illegalen Grund der Prohibition. Er enthüllt das Geld-Motiv hinter den, in den Medien durch käufliche Politiker und Konzernvertreter veröffentlichten abfälligen Fiktionen über das Rauchen von Cannabis, welche letzendlich erfunden wurden um das Verbot erst zu ermöglichen. (Der CBEE steht in keiner anderen Autoren Arbeit zur Verfügung.)

Der Bericht deckt die Möglichkeiten der Anwendungen in der Ernährung (als Lebensmittel), therapeutisch, medizinisch und industriell auf:

* Samen sind geeignet als eiweißreiches Grundnahrungsmittel (keine Beruhigungsmittel in den Samen); ertragreicher Fleisch-Ersatz, Nuss-Butter, Milch, Sahne, Joghurt, und mehrfach ungesättigte Fettsäuren im Pflanzenöl, Küche;

* Standard-Naturfaser von Textilien, Garn, und Dresden Cotton (besser als gewöhnliche Baumwolle, aber weniger als die Hälfte des Preises von Baumwolle auf den Rohstoffmärkten);

* Über 100 wirksame präventive und kurative therapeutische Anwendungen (vgl. US-und andere offizielle Arzneibücher) ersetzen sicher zahlreiche Produkte der lukrativen, übermäßig teuren synthetischen, gefährlichen giftigen und süchtig machenden Medikamente;

* Die gesundheitsfördernden, lebensrettenden Eigenschaften von harmlosem, ungiftigem Cannabis ersetzen die Verwendung von krankmachenden tödlichen giftigen Suchtmitteln wie Tabak, Opiaten und Alkohol;

* Die cellulosereichen Schäben (dh Stamm Masse Holzresten) als weltweit wichtigste Ressource an:

N.B. Rentabel kultiviert für Samen (Nahrung) sind alle Nebenprodukte (Brennstoff, Energie, Textilwaren, Plastik, Medikament, usw.) mit der Produktion kostenlos (d. h. frei). Cannabis unterbietet rentabel zahlreiche teure Waren und Mittel, und erzeugt wirtschaftlich (d. h. preiswert) Tausende von Produkten, und stellt weiterhin die zur Fertigung erforderliche Energie zur Verfügung.

DER BERICHT hat gewichtige Sektionen über die allgemeinen, substantivischen und verfassungsrechtlichen Gesetze; auf die inherente Illegalität des VERBOTS: als Vorläufer von 75 %aller VERBRECHEN (offizielle Statistik); und auf die verantwortlichen Politikern welche die juristische Verantwortlichkeit dafür tragen.

DER BERICHT untersucht den chemisch toxischen Laborextrakt THC, der in einer harmlosen chemisch verschiedenen Form innerhalb der Pflanze selbst vorkommt; und untersucht auch die anderen Quellen der andauernden Vorverurteilung von Cannabis.

DER BERICHT enthält eine umfassende Zusammenfassung der gefundenen TATSACHEN und Rückschlüsse aus den medizinisch-wissenschaftlichen klinischen Studien bezüglich des Rauchens von Cannabis, welche von weltbekannten und respektierten amerikanischen Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen durchgeführt wurden. Die beteiligten Wissenschaftler entlasten einstimmig Cannabis von allen schädlichen Anschuldigungen und Vorwürfen, einschliesslich der angeblichen Herabsetzung von Fähigkeiten und Sachkenntnissen (Führerschein).

Sie haben einen hervorragenden Job getan und eine umfassende Zusammenfassung der Beweise erbracht, die dokumentieren, dass das Verbot "der Produktion, des Verkaufs und des Gebrauchs von Cannabis" völlig unberechtigt ist und obendrein viele schädliche Effekte mit sich bringt. Jede Person mit einem Rechtsbewusstsein, die diesen BERICHT liest, wird sicherlich letztendlich für die Wiederlegalisierung von Cannabis sein.
Nobelpreisträger Prof. MILTON FRIEDMAN, Wirtschaftberater der amerikanischen Regierung.

Sie vertreten einen würdigen Teil des Kampfes in vielen Ländern für die logische und nutzvolle Verwendung von Cannabis. Ich bedanke mich dafür bei Ihnen. PROFESSOR PATRICK D. WAND, Autor; Professor der Physiologie, UMDS St. Thomass, London; Gefährte der Königlichen Gesellschaft; DM, FRCP.Eloquent.

Ich begrüße die Hinzufügung dieses BERICHTS beim Weltladen von wichtigen Schriften. DON DOIG, BSc. amerikanischer Nationaler Koordinator, Völlig Informierte Jury-Vereinigung.

Ich bewundere völlig die Qualität des BERICHTS und die gesamte Güte. Dr ANNE BIEZANEK, Autorin; ChB, BSc, Mb, MFHom. Ein feines Dokument. Die USA BEURTEILEN Brief an Autoren.

DIE BERICHTS-These ist solide. U. K. RICHTER-Brief an Autoren.

Ich hatte wirklich Freude daran, es zu lesen. DER BERICHT sollte viel beitragen. DER HON. JONATHON PORRITT, Bt. Autor, Ökologe; Fernsehreihe-Schriftsteller und Moderator.

Die 229 höchst interessanten und informativen Seiten des Berichts enthalten, was jeder Richter, Geschworener, Eltern, Lehrer und Teenager wissen sollte. Technische, wissenschaftliche Quellverweisungen und gegebene Zuweisungen. Nützliche Bibliografie. Sekundärer/Student/nach dem ersten akademischen Grad/allgemeiner und Beruflicher Leserkreis.

So Leute und jetzt wehrt euch gegen die Ignoranz der Politiker und sonstiger Profiteuren der Prohibition.

Schluss mit Krimi ! Cannabis ist reine Medizin unsd sonst gar nichts, Cannabis muss voellig aus dem BtMG gestrichen werden, dort hat es nichts zu suchen.
DER BERICHT. CANNABIS: DIE FAKTEN, MENSCHENRECHTE UND DAS GESETZ
ISBN 9781902848204.
thatssoooweird
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Registriert: Mo 16. Apr 2012, 15:48

Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von thatssoooweird »

2. Die Natur hat vieles erschaffen, was gefährlich für den Menschen ist. Nicht alles natürliche ist gut und harmlos. Ich denke mit solchen aussagen zieht man das ganze, vor allem bei Leute die dem ganzen neutral gegen über stehen, eher in "lächerliche".
Danke, dass das mal jemand sagt! Das Natürlichkeitsargument ist in der Tat ziemlich sinnfrei.

Ganz wichtig finde ich, wenn kommt "aber diese Argumente könnte man ja dann auch auf härterte Drogen wie Heroin etc." anwenden auch konsequent zu sagen:
Ja, das könnte man, und auch zurecht. Auch die Legalisierung harter Drogen hätte viele Vorteile und wenige Nachteile, u.a. weniger (Beschaffungs-)kriminalität, mehr legale Arbeitsplätze, weniger Drogentote, bessere Therapiemöglichkeiten.
chiliheadz
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Registriert: Di 7. Aug 2012, 17:54

Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von chiliheadz »

thatssoooweird hat geschrieben:
2. Die Natur hat vieles erschaffen, was gefährlich für den Menschen ist. Nicht alles natürliche ist gut und harmlos. Ich denke mit solchen aussagen zieht man das ganze, vor allem bei Leute die dem ganzen neutral gegen über stehen, eher in "lächerliche".
Danke, dass das mal jemand sagt! Das Natürlichkeitsargument ist in der Tat ziemlich sinnfrei.

Ganz wichtig finde ich, wenn kommt "aber diese Argumente könnte man ja dann auch auf härterte Drogen wie Heroin etc." anwenden auch konsequent zu sagen:
Ja, das könnte man, und auch zurecht. Auch die Legalisierung harter Drogen hätte viele Vorteile und wenige Nachteile, u.a. weniger (Beschaffungs-)kriminalität, mehr legale Arbeitsplätze, weniger Drogentote, bessere Therapiemöglichkeiten.
Ein SEHR GUTES Argument! Aufklärung und Hilfe, statt "Mafiaunterstützung", Erkrankungen durch Streckmittel, Überlastung von Polizei und Justiz und Verbauen der Hilfesuchenden zu Hilfsorganisationen ( da ja die "Schweigepflicht" der Sozialpädagogen/Sozialarbeiter aufgehoben wurde und somit allgemein Angst entstanden ist, sich zu offenbaren. ...). Heilung statt Knast, Aufklärung statt Drohungen! DAS sollte der WEg sein! BRAVO zu deiner Aussage! :!: :mrgreen:
Marshall
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Registriert: Mi 10. Okt 2012, 14:49

Re: Argumentationshilfen FÜR eine Legalisierung von Cannabis

Beitrag von Marshall »

Wenn ich mit Leuten über die Legalisierung spreche versuche ich wenig zu widersprechen und stattdessen gemeinsame Ziele aufzuzeigen. Zum Beispiel das Thema Jugendschutz. Das ist etwas was sowohl die Befürworter als auch die Gegner als Ziel haben. Momentan ist Jugendschutz beim Thema Cannabis absolut nicht gegeben.
Bei dem Thema "Cannabis und Straßenverkehr" haben wir auch ähnliche Ziele wie die Gegner der Legalisierung. Niemand will jemand komplett zugedröhnten in einem PKW auf der Straße, und hier ists egal ob der Fahrer Cannabis, Alkohol oder sonst eine berauschende Substanz konsumiert hat.
Gegen die momentane Praxis der Führerscheinstelle, die Führerscheine aufgrund von Abbauprodukten im Blut einzieht, bringe ich gerne den Vergleich das man genauso gut jemandem die Fahrerlaubnis aufgrund erhöhter Leberwerte entziehen könnte. Da gibt selbst der verborteste Zeitgenosse zu das sowas absoluter Quatsch ist.

Was auch immer zieht sind die finanziellen Aspekte. Damit meine ich weniger die zu erwartenden Steuereinnahmen durch eine Legalisierung sondern eher die Kosten die die Prohibition uns kostet. Auf der Seite des Schildower Kreises gibts die Prohibitionsuhr wo man die Kosten der Prohibition sehen kann. Für 2012 werden da etwas mehr als 3,5 Milliarden Euro genannt. Wenn wir jetzt von 6 Millionen Konsumenten in Deutschland ausgehen sind das "Verfolgungskosten" von 580 € pro Konsument, von denen sich die allermeisten nie was zuschulden kommen liessen.
Würde man dieses Geld durch eine Legalisierung einsparen könnte man z.B. ohne Mehrausgaben das Kindergeld in Deutschland um 20 € pro Monat erhöhen.
Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger. Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen. Warum sollten Volksvertreter da aus der Art schlagen?

WIR sind die breite Bevölkerung!
Stubenviech
Beiträge: 32
Registriert: Fr 4. Jan 2019, 12:48

Argumentationshilfe für gesprächsbereite Konservative

Beitrag von Stubenviech »

Für eine Legalisierung in einer Demokratie benötigen wir die Mehrheit der Gesellschaft. Wir müssen also auch gezielt gesprächsbereite Wertkonservative adressieren.
Deshalb sollten wir auch gezielter konservative Vorfeldorganisationen, wie etwa den Bauernverband, bei welchem grade die kleinen Betriebe von einer Legalisierung profitieren, für härtere Drogen die potentiell profitierenden Apotheker und natürlich Vertreter der Strafverfolgungsbehörden für uns gewinnen.
Aus diesem Grund hier eine
Argumentationshilfe, auf welche man
zurückgreifen kann:

Grundsätzlich ist der Konservatismus (neben Sozialismus und Liberalismus) eine der drei großen politischen Ideen und
entsprechend schwer zu operationalisieren.

a) Prohibition ist eine relativ neue Idee und hat sich in Deutschland im Wesentlichen erst nach dem Zweiten Weltkrieg durchgesetzt. Sie ist also der Ausdruck eines Zeitgeistes, welchem sich nur bedingt zu unterwerfen ist.

b) Der Wille zur Übernahme von Verantwortung ist ein wesentlicher Teil des Konservatismusses. Aus diesem Grund hat man mit der Intention des Schutzes der Bevölkerung die Prohibition durchgesetzt. Diese Schutzwirkung ist nicht eingetreten. Es wurden im Gegenteil gesundheitliche sowie soziale Probleme erheblich verschärft und die Organisierte Kriminalität (OK) gestärkt. Die Stärke, sich Fehler
einzugestehen und zu korrigieren, ist ein wesentlicher Teil von Verantwortung.

c) Der "Kampf gegen Drogen" hat zu einer Schwächung der Staatsgewalt geführt. In einigen Staaten Mittel- und Südamerikas ist das staatliche Gewaltmonopol zumindest erheblich gefährdet. Dass für die Situation in Afghanistan der Drogenhandel eine nicht
unwesentliche Mitschuld trägt, steht außer Frage.
Es ist noch keiner Macht gelungen, eine Demokratie von außen militärisch dauerhaft niederzuwerfen. Demokratien scheitern an
innerer Schwäche. Wenn erhebliche Teile der Bevölkerung sinnlos kriminalisiert werden, schwindet der gesellschaftliche Zusammenhalt und das Vertrauen in Staat und Gemeinschaft. Weiterhin ist der soziale Friede von erheblicher Bedeutung für das Gemeinwesen. Außerdem wird eine Unterwanderung des Staates durch die OK durch die Prohibition erheblich vereinfacht.
Dass aus verschiedenen Gründen heraus Steuergelder/Beiträge verschwendet, bzw. gar nicht erst eingenommen werden,
unterstreicht diesen Punkt.

d) Im Gegensatz zu anderen Ideologien akzeptiert der Konservatismus
den Menschen als Mängelwesen. Zitat Adenauer: "Nehmen sie die Leute, wie sie sind. - Sie bekommen keine anderen." Es steht außer Frage, dass Menschen seit Urzeiten Substanzen zum Zwecke der Bewusstseinsbeeinflussung zu sich nehmen. Aufrufe zur Askese bzw. Versuche diese durchzusetzen waren stets von nur begrenztem Erfolg.
Folgerichtig sollte man diese menschliche Eigenschaft annehmen und in die bestmöglichen Bahnen lenken.

e) Eine Definition von Konservatismus ist es "Erhaltenswertes zu erschaffen". Spricht etwas dafür, die Prohibition als erhaltenswert anzusehen?
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