Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

moepens
Beiträge: 675
Registriert: Fr 16. Jun 2017, 07:45

Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von moepens » Sa 7. Sep 2019, 09:17

Tja die (Meta-)Kritik gehört auch zum Thema.
Zu Schizophrenie siehe anderer Thread (CBD bei Schizophrenie).

Auch bei Depression gibt es einige wissenschaftliche Hinweise dass CBD in relativ hoher Dosierung wirksam sein könnte, zu THC und Cannabis allgemein gibt es eher wenig Erkenntnisse. Wirksam ist vermutlich die Erhöhung der Endocannabinoidspiegel - was für CBD und gegen den langfristigen und hochdosierten Gebrauch von THC spricht. Junge Menschen sollten THC-reiches Cannabis nicht zur Behandlung von Psychosen verwenden. Individuell nach Krankheitsbild, v.a. in Verbindung mit Schmerzen, ist aber eine (zeitweise) positive Wirkung von THC hierbei nicht ausgeschlossen.

Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 2590
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Cookie » Sa 7. Sep 2019, 09:25

Steckling hat geschrieben:
Sa 7. Sep 2019, 08:07
Mir hat das Kraut mehrfach und auf vielfältige Weise das Leben gerettet.
Mir auch. Ich kann das nur bestätigen! Es hat mich stark gemacht, was das Gegenteil von einer Psychose ist.

Ich will nicht ausschließen, dass es andere Charaktere gibt. Nur gibt es sie mit und ohne Cannabis.
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa

Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 2590
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Cookie » Di 10. Sep 2019, 11:44

Hier, wenn man was Aufdringliches braucht... frontal21 Doku "Kiffen, bis der Arzt kommt", heute Abend (10.09.2019).

https://www.zdf.de/politik/frontal-21/p ... s-102.html (Video verfügbar ab 22:30 Uhr)
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa

Benutzeravatar
Steckling
Beiträge: 60
Registriert: So 14. Jul 2019, 06:03

Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Steckling » Do 12. Sep 2019, 01:41

Hab etwa 5 Minuten dieser Doku geschafft, dann wurde es unerträglich.

"Ich hatte Angst wenn es an der Tür klingelt - jetzt haben sie mich!"
So ziemlich jeder Kiffer kennt das.
Das ist aber keine Drogenpsychose sondern eine völlig rationale Reaktion auf die reale Verfolgung von Konsumenten.
Ständig in Angst zu leben, der Nachbar könnte was riechen und die Polizei rufen. Der Vermieter könnte einem kündigen. Nur weil man lieber Gras raucht als zu saufen.
Das als Psychose hinzustellen grenzt an Beleidigung.
Dann noch dem Hanf dafür die Schuld zu geben ist an Verlogenheit kaum mehr zu toppen.
Strafverfolgung ist die schlimmste Nebenwirkung!

M. Nice
Beiträge: 454
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 14:28

Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von M. Nice » Do 12. Sep 2019, 12:42

Ist auch meine Meinung.
Es gibt keine Cannabispsychose, nur die Prohibitionspsychose.

Als ich Cannabis noch illegal als Medizin nutzte, hatte ich auch das Gefühl verfolgt zu werden, obwohl das damalige Schwarzmarkt Cannabis bestimmt keine 15% THC hatte. Das war keine Einbildung, sondern eine reelle Gefahr (Kündigung Arbeitsplatz, Kündigung Wohnung, etc.).

Seit 2013, mit legalem med. Cannabis, >20% THC, habe ich keine Verfolgungsängste mehr. Woran das wohl liegt?


MfG
M. Nice
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!

Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 2590
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Cannabis: Gefährlich -> Psychosegefahr?

Beitrag von Cookie » Mi 25. Dez 2019, 11:42

Ändern deutsche Psychologen ihre Meinung zum Cannabis?

Vor nicht ganz einem Jahr war die Aufregung groß unter Ärzten und selbsternannten Experten im Gesundheitsministerium: Eine Studie wurde veröffentlicht, nach der Hanf und Kiffen hier und da eine Psychose auslösen können – das wurde sofort für bare, allumfassende Münze genommen. Der Tenor in den Medien lautete Cannabis = Psychose und vor allem Politiker waren aus dem Häuschen. Nun ist das aber längst widerlegt und gilt vor allem nur für einen Bruchteil von Leuten, die etwa tagtäglich von der Jugend an zehn Eimer Gras rauchen mit den stärksten Hanfsorten, ein normaler Konsum hingegen scheint kaum mit besonderen Risiken verbunden. Nun räumen das auch die ersten Psychiater im Lande ein, verschließen sich nicht mehr Studien und empirischen Untersuchungen. Wir schauen dazu mal nach Wöllershof in der Oberpfalz, wo versierte Psychologen die Scheuklappen gegenüber einer möglichen Legalisierung von Cannabis endlich ablegen.


https://www.thc.guide/aendern-deutsche- ... abis-2143/
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa

Antworten

Zurück zu „Allgemeines“