Angst vor der Öffentlichkeit

Antworten
JK420
Beiträge: 72
Registriert: Sa 6. Sep 2014, 11:56

Angst vor der Öffentlichkeit

Beitrag von JK420 »

Hallo liebe Community,

das ist mein erstes Thema, da ich mit der Suchfunktion noch kein vergleichbares Thema gefunden habe.
Es gibt einen Punkt der mir und sicherlich auch euch immer wieder auffällt, wenn es um das Thema Legalisierung geht.
Sobald man "persönliche Daten" preis geben muss, sind alle lieber ganz still und wollen von der Legalisierung aus Angst nichts mehr wissen.
Das fängt bei Online-Petitionen an, sobald man seinen Namen und/ oder richtige E-Mail-Adresse angeben muss. Hier schrecken die ersten schon zurück.
Das geht aber auch weiter. Viele trauen sich nicht bei Facebook etwas zu teilen oder zu Kommentieren. Wahrscheinlich wieder aus Angst. Gelesen und verfolgt werden solche Themen und Beiträge aber gern, da man da ja "anonym" bleiben kann.
Das gleiche Problem besteht aber auch bei Demos/ Versammlungen oder andere Veranstaltungen, wo man sein "Gesicht" zeigen muss. Die Beispiele könnte man hier wahrscheinlich endlos fortsetzen, wo die Angst der einzelnen die Legalisierung bremmst.
Auf der anderen Seite kann man aber bei "anonymen" Veranstaltungen (z.B. Millionärswahl :D ) sehen wie groß unsere Gemeinschaft ist. Ohne spektakuläre Tänze und Gesangseinlagen haben "wir" (oder besser gesagt George ;) ) trotzdem gewonnen und das trotz des ganzen wiederstandes gegen Hanf.

Um dieses Problem der "Angst" lösen zu können, müssen wir zuerst die Ängste der einzelnen lösen. Daher würde mich Interessieren, wovor Ihr Angst oder Befürchtungen habt, mit der Legalisierung an die Öffentlichkeit zu gehen?
In meinen Umfeld habe ich des Öfteren schon diese Frage gestellt.
Die meisten Antworten sind:
- Angst den Job zu verlieren
- von der Öffentlichkeit/ Familie/ Umfeld schlecht oder gar als Drogenabhängiger gesehen zu werden
- Angst vor der Polizei, weil man denen bei öffentlichen Aktivitäten über die Legalisierung ins Auge fallen könnte (das könnte gerade für Konsumenten viele unangenehme Folgen haben)
- Es wird von vielen Konsumenten verschwiegen das diese überhaupt Konsumieren. In der Situation können sich die Menschen gar nicht an öffentlichen Aktionen beteiligen, da sie sich sonst in Ihren ganzen Umfeld "outen" würden.

Das sind allerdings nur meine Erfahrungen von mir und meinen Umfeld zu den Ängsten und Befürchtungen.
Daher würde mich Interessieren was eure Erfahrungen/ Meinungen oder vll. sogar eigene Ängste sind, damit wir diese zuerst Sammeln und dann gemeinsam lösen können.
Ich denke wenn wir die Angst nehmen können, können wir über sämtliche Wege (Facebook, Petitionen, Demos etc.) mehr Menschen dazu aktivieren ihr "Gesicht" zu zeigen.
Denn es wird echt schwer die (RE-)Legalisierung erfolgreich durch zu ziehen, wenn nur wenige Ihr "Gesicht" dazu zeigen.
bench
Beiträge: 88
Registriert: Mo 13. Feb 2012, 19:06

Re: Angst vor der Öffentlichkeit

Beitrag von bench »

Muss dir leider voll zustimmen. Der Bevölkerungsteil, der für eine Legalisierung ist wird politisch verfolgt und der andere Bevölkerungsteil interessiert sich nicht für das Thema.
NorthernLight
Beiträge: 114
Registriert: So 26. Mai 2013, 16:07

Re: Angst vor der Öffentlichkeit

Beitrag von NorthernLight »

Stimme dem auch voll zu.
Ne Petition zeichnen mache ich. Habe ich auch gemacht. Gesicht in der öffentlichkeit Zeigen ist aber ne ganz andere Sache. Man weiß nie, wer auf einmal vor einem steht. Freundeskreis und Familie, kein Problem. Bei Kollegen sieht das schon anders aus.
Cannabiskonsumenten werden nunmal stigmatisiert. Es gibt Leute mit denen man über das Thema reden kann und es gibt die, bei denen man besser die Klappe hält, obwohl Cannabis ja ansich nichts schlimmes ist.
Liegt natürlich auch daran, daß man nicht unbedingt gerne der ganzen Welt erzählt, daß man mit verbotenen Sachen hantiert.. Das verbot hält natürlich trotzdem niemanden davon ab:-)

Mit dem wöchentlichen besäufnis Prahlen ist akzeptiert und sorgt für erheiterung, der gelegentliche Cannabiskonsum wird lieber/besser verheimlicht, weil die Folgen nicht kalkulierbar sind..

hanfige Grüße
Ernst Berlin
Beiträge: 775
Registriert: Fr 24. Feb 2012, 13:09
Wohnort: Berlin

Re: Angst vor der Öffentlichkeit

Beitrag von Ernst Berlin »

Also ich gehe auf Demos, diskutiere mit Fremden, mache bei jeder Pedition mit, nur würde ich nicht im TV oder auf Youtube mit Klarnamen und Gesicht auftreten. Ja wegen meinem Arbeitgeber, ansonsten ist es mir egal. Vor der Justitz habe ich da keine Angst weil es nur um Meinungsäuserungen geht. Deswegen mag ich es auch nicht wenn hier im Forum das Thema auf Illegales geht.
Privat Sponsor des DHV seit 06.10.2009... Wann machst du mit? :D
Florian Rister
Beiträge: 3015
Registriert: Mo 13. Feb 2012, 15:43
Wohnort: Berlin

Re: Angst vor der Öffentlichkeit

Beitrag von Florian Rister »

JK420 hat geschrieben: - Es wird von vielen Konsumenten verschwiegen das diese überhaupt Konsumieren. In der Situation können sich die Menschen gar nicht an öffentlichen Aktionen beteiligen, da sie sich sonst in Ihren ganzen Umfeld "outen" würden.

Also wenn mich Leute fragen, ob ich Cannabis konsumiere, antworte ich meistens ausweichend. "Das ist meine Privatsache, ich engagiere mich aus vielen Gründen für die Legalisierung und meine privaten Konsumentscheidungen haben damit sehr wenig zu tun." Oder auch gerne mal "Ich habe schonmal Cannabis konsumiert und ich werde auch irgendwann nochmal Cannabis konsumieren, das würde ich dann gerne legal kaufen können." Auch in der Öffentlichkeit kann man so agieren. Zugegeben, bei Arbeitgebern oder Familllie ist das schwierig, aber bei irgendwelchen Leuten geht das recht gut.

Die Leute können sich dann ja denken was sie wollen, sagen muss man aber nur das, was man auch sagen will. In meinen Augen ist dieses "Verschweigen" des eigenen Konsums kein Problem, man kann sich trotzdem wunderbar an öffentlichen Aktionen beteiligen. Im schlimmsten Fall muss man halt irgendwelche Menschen anlügen, um die eigene Sicherheit zu wahren. "Ich konsumiere kein Cannabis, aber ich setze mich aus folgenden Gründen für die Legalisierung ein: ...."

Natürlich ist es manchmal schwerer zu lügen als das Thema einfach zu ignorieren, aber die Prohibition zwingt es einem halt auf. Ich persönlich finde Konsumbekenntnisse meistens nicht notwendig...
Legalisierungsbefürworter seit 2000
DHV-Mitglied seit 2010
DHV-Mitarbeiter seit 2014
JK420
Beiträge: 72
Registriert: Sa 6. Sep 2014, 11:56

Re: Angst vor der Öffentlichkeit

Beitrag von JK420 »

Schade. Ich habe mir ehrlich gesagt mehr "Beteiligung" erhofft. Innerhalb von knapp 2 Monaten 4 Antworten :?
An was liegt das? Hat doch keiner weiter Angst sich für die Legalisierung einzusetzen?
Dann verstehe ich nicht, warum sich so wenige für die Legalisierung einsetzen? Lag ich vll. falsch mit meinen Gedanken, dass die Leute sich aus "Angst" nicht für die Legalisierung einsetzen und "Gesicht" zeigen? Was sind dann die Gründe?
Aber ich freue mich trotzdem über die 4 Beiträge :)
Wie ich oben schon geschrieben habe soll es hier darum gehen, die Ängste und Befürchtungen der Einzelnen zu nehmen.
bench hat geschrieben:Muss dir leider voll zustimmen. Der Bevölkerungsteil, der für eine Legalisierung ist wird politisch verfolgt und der andere Bevölkerungsteil interessiert sich nicht für das Thema.
Also ich kann zwar nur für mich sprechen. Aber wer wurde schon einmal politisch verfolgt, weil er sich politisch für die Legalisierung von Cannabis eingesetzt hat? Desweitern gibt es ja schon eine Menge "Für-Sprecher", die auch nicht politisch verfolgt werden. Ich kann mir auch nicht das Georg Wurth o.ä. Personen politisch verfolgt werden. Sonst hätte man davon schon mehr gehört.
Es gibt sicher welche die sich nicht für das Thema interessieren. Trotzdem haben diese auch eine Meinung dazu... und die ist leider oft nicht positiv... und auchd as steht der Legalisierung im Weg. Genau aus diesen Grund sollte man jede Gelegenheit nutzen um "Licht ins dunkle zu bringen".

@NorthernLight
Ich kann sehr gut verstehen das du zunächst kein Gesicht zeigen willst. Da geht es dir wie vielen anderen, die damit denken Ihren Job zu riskieren/ verlieren.
Mir ging es da am Anfang ziemlich ähnlich. Ich war viele Jahre in einer Bank tätig. Welchen Beruf übst du aus? Bzw. in welcher Branche arbeitest du?
Dir müssen ein paar Sachen klar sein. Zum einen ist es kein Kündigungsgrund, wenn man sich für die Legalisierung einsetzt. Als Kündigungsgrund könnte der Konsum gelten. Wie gesagt könnte, muss aber nicht.
Du darfst nicht so denken das Legalisierungsarbeit gleich Cannabiskonsum heißt... Das sind 2 verschiedene paar Schuhe.
Deswegen habe ich auch meinen ehemaligen Bank-Vorstand (bei einen netten Gespräch auf einen Betriebsausflug) gesagt das ich mich aktiv für die Legalisierung von Cannabis einsetze.
Weißt du was das erstaunliche war :?: Alle haben das positiv gesehen. Jeder hatte schon einmal Erfahrungen mit Krebs in der Familie gemacht und alle waren sich nach dem Betriebsausflug einig das Cannabis dabei helfen kann.
Ich hatte 2 Wochen nach diesen Betriebsausflug ein PG (persönliches Gespräch) mit den Vorstandsvorsitzenden. In diesen Gespräch hat er mich für meine Ehrlichkeit aber vorallem für mein Selbstvertrauen gelobt. Nur mit der Bitte, nicht während der Arbeitszeit darüber zu reden. Weder mit Kunden noch mit Mitarbeiter.
Was ich privat mache war Ihn aber relativ egal, solange nichts negativ auf die Bank zurück kommt...

Es liegt an der Art wie man die Legalisierung begründet/ argumentiert.
Du sollst ja nicht sagen Cannabis ist geil und jeder soll das Rauchen :lol:
Hast du jemanden der dir Nah steht und an Krebs erkrankt ist oder war? Oder frage doch mal dein Umfeld (z.b. deine Arbeitskollegen), ob die jemanden kennen der Ihnen wichtig ist und an Krebs erkrankt ist?
Dann lass dir doch mal den Leidensweg sehr detailiert schildern und frage dann mal, ob diese Cannabis gegenüber abgeneigt währen, wenn es dieses Leid lindern kann und den betroffenen wieder Lebensqualität zurück gibt?

Dabei würde ich nichts von deinen Konsumverhalten (insofern du Konsumierst) erzählen. Somit wird dein Ruf auch nich angegriffen. Oder denkst du echt, dass die Leute (deine Arbeitskollegen) schlecht über dich reden, weil du dich für sterbenskranke Menschen einsetzt? Und so ein Gespräch kann man ruhig mal in einer ruhigen Mittagspause führen ;) Und so ein Gespräch führt definitiv nicht zur Kündigung und damit wird definitiv auch dein guter Ruf nicht zerstört. Im Gegenteil. Die Leute in deinen Umfeld werden sogar positiv über dich reden, wenn du dich für die Kranken, fast sterbenden Menschen einsetzt und stark machst. :!:
Mörnest hat geschrieben:Also ich gehe auf Demos, diskutiere mit Fremden, mache bei jeder Pedition mit, nur würde ich nicht im TV oder auf Youtube mit Klarnamen und Gesicht auftreten. Ja wegen meinem Arbeitgeber, ansonsten ist es mir egal. Vor der Justitz habe ich da keine Angst weil es nur um Meinungsäuserungen geht. Deswegen mag ich es auch nicht wenn hier im Forum das Thema auf Illegales geht.
Respekt!!! Wenn das nur die hälfte aller Konsumenten machen würde, wäre es wahrscheinlich schon längst legal. Allerdings gilt auch hier das man keine Angst vor dem Arbeitgeber haben sollte, wenn man sich für den medizinischen Nutzen einsetzt. Auch im TV könnte man das gut begründen. Allerdings hätte ich da auch bauchschmerzen, da der TV einen ja mal schnell das Wort im Munde umdreht... :evil:
Florian Rister hat geschrieben:Natürlich ist es manchmal schwerer zu lügen als das Thema einfach zu ignorieren, aber die Prohibition zwingt es einem halt auf. Ich persönlich finde Konsumbekenntnisse meistens nicht notwendig...
Absolut richtig. Nichts zum eigenen Konsumverhalten sagen oder dies verneinen.
Man kann auch immer eine Gegenfrage stellen. Somit bringt man den anderen gleich zum nachdenken.
Wenn der Arbeitskollege einen auf der Hanf-Demo gesehen hat und z.b. fragt "Konsumieren Sie Cannabis?". Dann Frage Ihn doch einfach mal: "Wie gut kennst du dich mit Cannabis als Medizin aus?". "Kennst du Menschen die an Krebs erkrankt sind?"

Ich selbst habe leider 2 Fälle aus der Familie. Daher nehme ich diese auch "gern" in den Gesprächen, die dann in etwa so ablaufen
Mein Opa ist letzes Jahr sehr plötzlich an Alzheimer erkrankt. Das war ein harter Schlag für die ganze Familie, da es sehr sehr schnell ging und es keine wirkliche Behandlung gibt. Aus vielen Studien weiß man das aber Cannabis in geringen Dosen helfen kann. Es geht dabei nicht um Heilung sondern um Linderung.
Ein weitere Schicksalsschlag traf dieses Jahr meine groß Tante. Sie ist an Knochenmarkkrebs erkrankt. Die Diagnose sieht alles andere wie gut aus. Alle wissen, dass das Ende kommt. Nur keiner weiß wann. Und es ist echt schlimm ein Familienmitglied so leiden zu sehen und nicht helfen zu können. Mit Leid meine ich den ganzen körperlichen Zerfall, der die Krankheit aber auch die Behandlung mit sich bringt. Ein sehr großes Problem dabei ist die Appetitlosigkeit, da dies viele Folgewirkungen bringt:
- Starker Gewichtsverlust, so dass man nur noch Haut und Knochen sieht,
- keine Kraft/ Energie mehr weiter zu kämpfen,
- der Körper schon genug mit der Krankheit zu tun hat und jetzt noch Mangelerscheinungen durch eingeschränkte Nahrungsaufnahme eintreten etc.

Das abstruse daran ist, das Cannabis auch hier helfen kann. Es geht hier schon lange nicht mehr um Heilung, aber umso mehr um Linderung.
Warum wird den Patienten nicht mit der „verbotenen Droge“ geholfen? Sollte das nicht jeder frei entscheiden können der um Leben oder Tod kämpft? Warum stellt sich die Politik da immer wieder Quer und schafft damit in so vielen Familien unendliches Leid, was man lindern KÖNNTE?
Im Gespräch kann man das natürlich noch genauer hinterfragen oder genauer schildern. Danach schlucken erst mal viele... und die eigentliche Frage ob du selbst Cannabis konsumierst ist vergessen (und wie schon gesagt auch nicht relevant!)
Benutzeravatar
bushdoctor
Beiträge: 2401
Registriert: Mo 27. Feb 2012, 15:51
Wohnort: Region Ulm

Re: Angst vor der Öffentlichkeit

Beitrag von bushdoctor »

JK420 hat geschrieben: An was liegt das? Hat doch keiner weiter Angst sich für die Legalisierung einzusetzen?
Dann verstehe ich nicht, warum sich so wenige für die Legalisierung einsetzen? Lag ich vll. falsch mit meinen Gedanken, dass die Leute sich aus "Angst" nicht für die Legalisierung einsetzen und "Gesicht" zeigen? Was sind dann die Gründe?
Zum Thema "Angst habe ich was Schönes von Khalil Gibran gefunden. Er schreibt in "Der Prophet":
Wenn es eine Angst ist, die ihr verjagen wollt,
ist der Sitz dieser Furcht in eurem Herzen
und nicht in der Hand des Gefürchteten.

Jemand anderem seine Ängste zu nehmen ist unmöglich. Nur er/sie selbst kann sich von der Angst befreien!
Um sich befreien zu können, ist Erkenntnis notwendig, dass die Angst unbegründet ist.
Um aber Erkenntnis haben zu können, braucht es Beispiele, die ZEIGEN, dass es auch ohne Angst geht.
Diese Beispiele sind (leider Gottes nunmal) WIR, die wir hier in diesem Forum angefangen haben, etwas zu TUN!

Nur durch Taten (, die gute Beispiele sind) können WIR (Veränderung) bewirken...!

Es ist aber nicht immer nur Angst, die die Leute davon abhält, etwas zu tun... meistens ist es Bequemlichkeit, genauer aber: Unwille!

Die meisten WOLLEN einfach nicht und sind sehr erfinderisch bei der Formulierung der Ausreden.

WILLE ist immer auch Handlung! Wer also nicht handelt, der WILL auch nicht (Punkt) !
NorthernLight
Beiträge: 114
Registriert: So 26. Mai 2013, 16:07

Re: Angst vor der Öffentlichkeit

Beitrag von NorthernLight »

@JK420

jeder der sich mit seiner meinung in der öffentlichkeit zurückhält wird gute gründe dafür haben.
weiß auch nicht was es für nen sinn haben soll jeden mit dem thema vollzuquatschen. Gibt leute die sich dafür einfach nicht interessieren und die es als lästig empfinden, wenn man ihnen dann mit sowas auf den keks geht.

ich rede mit leuten die mir nah stehen über cannabis. auch mit dem einen oder anderen kollegen. gibt genug die selber damit erfahrungen gemacht haben. mit allen würde ich aber nicht über dieses thema reden.
abgesehen davon hab ich keine lust irgendwie groß aufzufallen und auch nur nen verdacht aufkommen zu lassen. irgendwann läuft es mal dumm und dann hat man nen positiven drogentest am hals oder ne hausdurchsuchung oder sonstwas, und kann dann 12 monate lang um 3 uhr aufstehen, um pünktlich um 6 mit bus und bahn bei der arbeit zu sein.

kann ich drauf verzichten.
JK420
Beiträge: 72
Registriert: Sa 6. Sep 2014, 11:56

Re: Angst vor der Öffentlichkeit

Beitrag von JK420 »

bushdoctor hat geschrieben:Jemand anderem seine Ängste zu nehmen ist unmöglich. Nur er/sie selbst kann sich von der Angst befreien!
bushdoctor hat geschrieben:Um aber Erkenntnis haben zu können, braucht es Beispiele, die ZEIGEN, dass es auch ohne Angst geht.
Diese Beispiele sind (leider Gottes nunmal) WIR, die wir hier in diesem Forum angefangen haben, etwas zu TUN!
Ist das nicht ein wenig widersprüchlich?
bushdoctor hat geschrieben:Es ist aber nicht immer nur Angst, die die Leute davon abhält, etwas zu tun... meistens ist es Bequemlichkeit, genauer aber: Unwille!
Die meisten WOLLEN einfach nicht und sind sehr erfinderisch bei der Formulierung der Ausreden.

WILLE ist immer auch Handlung! Wer also nicht handelt, der WILL auch nicht (Punkt) !
Da frage ich mich, was die Leute hier im Forum wollen? Außer Hilfe wenn Sie in der Sch*** stecken...?
Ich glaube das sich hier schon der überwiegende Teil für die Legalisierung einsetzen will... Warum sonst ist man hier in den Forum?
NorthernLight hat geschrieben:jeder der sich mit seiner meinung in der öffentlichkeit zurückhält wird gute gründe dafür haben.
Das hat die Politik wohl auch.... man sollte es wie auch da immer hinterfragen.... Warum hält man damit zurück. Warum soll man sich in der öffentlichkeit verstecken?
NorthernLight hat geschrieben:weiß auch nicht was es für nen sinn haben soll jeden mit dem thema vollzuquatschen. Gibt leute die sich dafür einfach nicht interessieren und die es als lästig empfinden, wenn man ihnen dann mit sowas auf den keks geht.
Klar manche Interessiert es nicht... aber das sind dann die, die am meisten für die Prohibition sind, weil Sie einfach nicht aufgeklärt wurden... und genau deswegen sollst du mit denen reden und nicht vollquatschen... der ton macht die Musik ;)
NorthernLight hat geschrieben:ich rede mit leuten die mir nah stehen über cannabis. auch mit dem einen oder anderen kollegen. gibt genug die selber damit erfahrungen gemacht haben. mit allen würde ich aber nicht über dieses thema reden.
Warum sollte man mit leuten darüber reden, die eh schon für Cannabis sind? Warum spricht man nicht mehr an? Wer wenn nicht wir?
Frau Merkel spricht die Prohibition ja auch nicht nur in Ihren engsten Umfeld an :lol:
NorthernLight hat geschrieben:abgesehen davon hab ich keine lust irgendwie groß aufzufallen und auch nur nen verdacht aufkommen zu lassen. irgendwann läuft es mal dumm und dann hat man nen positiven drogentest am hals oder ne hausdurchsuchung oder sonstwas, und kann dann 12 monate lang um 3 uhr aufstehen, um pünktlich um 6 mit bus und bahn bei der arbeit zu sein.
Da wären wir wieder beim Thema "Angst" :) Wenn es danach geht, dürfte sich ja niemand mehr für Cannabis aussprechen... Was soll da Georg Wurth u.v.a. sagen? Die müsten dann ja nur noch verfolgt werden und ein Drogentest nach den anderen machen.... Das ist freie Meinungsäußerung und hat nichts mit deinen ggf. vorhandenen Konsumgewohnheiten zu tun.
Was ist wenn es mal dumm läuft und du so in eine Verkehrskontrolle geräts oder unschludig in einen Autounfall etc. verwickelt wirst? (Das wünsche ich natürlich keinen und hoffe das es niemals jemanden passieren wird!!! Nur die Realität ist leider anders...)

@All
Bitte versteht mich hier nicht falsch. Ich schreibe das bewusst so spitz, damit auch jeder versteht was ich meine.
Ich will hier einfach alle "Sachen" ansprechen, die die Leute blockieren sich für die Legalisierung einzusetzen... Und anscheinend gibt es da doch einige Ursachen...
Nur wenn alle an einen Strang ziehen und auch wirklich jeder mitzieht haben wir eine reelle Chance :!: :mrgreen:
Benutzeravatar
bushdoctor
Beiträge: 2401
Registriert: Mo 27. Feb 2012, 15:51
Wohnort: Region Ulm

Re: Angst vor der Öffentlichkeit

Beitrag von bushdoctor »

JK420 hat geschrieben: Ist das nicht ein wenig widersprüchlich?
Nein, wieso?
Ich spreche von der Dualität Ich <-> Du:
Wenn ICH keine Angst habe, dann kann ich Dir als Beispiel dienen, damit auch DU erkennst, dass DU keine Angst haben musst. DU kannst Dich aber dann entscheinen, ob Du weiterhin Angst haben willst... Erkenntnis/Bewußtwerdung
Wenn ICH aber schon Angst habe, dann kann ich DIR auch kein Beispiel sein...
JK420 hat geschrieben: Da frage ich mich, was die Leute hier im Forum wollen? Außer Hilfe wenn Sie in der Sch*** stecken...?
Ich glaube das sich hier schon der überwiegende Teil für die Legalisierung einsetzen will... Warum sonst ist man hier in den Forum?
Ich sprach auch nicht von "uns", die wir hier im Forum sind und ja etwas TUN, wenn auch nicht jeder gleich ALLES tut.
Du sprachst ja auch nicht von "uns" hier im Forum - so wie ich es zumindest verstanden habe - sondern davon, warum eben die allermeisten ANDEREN nicht für die "Legalisierung" eintreten... und genau DAS habe ich versucht - aus meinem Blickwinkel - zu beantworten.
JK420 hat geschrieben: Da wären wir wieder beim Thema "Angst" :) Wenn es danach geht, dürfte sich ja niemand mehr für Cannabis aussprechen... Was soll da Georg Wurth u.v.a. sagen? Die müsten dann ja nur noch verfolgt werden und ein Drogentest nach den anderen machen....
Georg (und Steffen Geyer) waren damals (2011) für mich das Beispiel, weswegen ich meine Angst verlor...
JK420 hat geschrieben: Nur wenn alle an einen Strang ziehen und auch wirklich jeder mitzieht haben wir eine reelle Chance :!: :mrgreen:
Genau meine Meinung... es müssen aber nicht ALLE sein... eine "kritische Masse" reicht! In welcher Größenordung die aber liegt, kann ich nicht abschätzen... 100.000 reichen aber ganz sicher aus!
JK420
Beiträge: 72
Registriert: Sa 6. Sep 2014, 11:56

Re: Angst vor der Öffentlichkeit

Beitrag von JK420 »

@Bushdoctor,
an sich haben wir uns wohl ein wenig miss-verstanden.
Aber ich glaube wir meinten an sich das gleiche... ich will den Leuten hier möglichkeiten aufzeigen das Sie keine Angst haben müssen.
Aber um das zu machen, brauche ich erst einmal die "Ängste" von den einzelnen. Ich selbts kann da immer nur von mir ausgehen... Nur ich will hier halt auch jeden klar machen das man keine Angst haben muss.
Aber das brauche ich bei dir ja nicht machen ;)
Ernst Berlin
Beiträge: 775
Registriert: Fr 24. Feb 2012, 13:09
Wohnort: Berlin

Re: Angst vor der Öffentlichkeit

Beitrag von Ernst Berlin »

Ich glaube das man hier nicht mehr so viele Überzeugen muss. Das sollte man bei seinem Umfeld starten. Ich kenne recht viele die nichts für die Legalisierung machen, die kommen noch nicht mal auf ne Demo mit. Obwohl ich glaube das die nur faul sind.
Privat Sponsor des DHV seit 06.10.2009... Wann machst du mit? :D
JK420
Beiträge: 72
Registriert: Sa 6. Sep 2014, 11:56

Re: Angst vor der Öffentlichkeit

Beitrag von JK420 »

Überzeugungsarbeit muss bei den Mitglieder hier im Forum nicht geleistet werden. Wäre auch ein wenig lustig, wenn in den Forum Prohibitions-Befürworter wären :lol:
Aber wir müssen hier im Forum den Leuten klar machen das Sie davor (eigentlich generell vor nichts) keine Angst haben müssen... Nur dazu muss man halt wissen was die Menschen dazu bewegt, sich nicht für die Legalisierung einzusetzen...
Aber ich glaube da wollte ich wieder zu viel :roll: Wie du schon sagst: Das muss wahrscheinlich jeder für sich selbst klären...
Falls doch einer noch auf mein Angebot (siehe erster Post) zurück kommen will, kann er sich auch gern per PN bei mir melden!
Antworten

Zurück zu „Allgemeines“