Cannabis und Führerschein

HabAuchNeMeinung
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Sa 2. Feb 2019, 22:16

MTech hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 22:11
@HabAuchNeMeinung

Danke dir für die Antwort, mein Lieber.
Meinst du, dass die bei eine TU einen normalen Drogentest benutzen, oder eher einen aufwendigen?
Das ist egal.
Falls deine Konsumangaben stimmen wird nichts mehr nachzuweisen sein.

MTech
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von MTech » Sa 2. Feb 2019, 22:20

also ich könnte dir aufzählen, wie mein Konsumverhalten letztes Jahr aussah

Im Juli 2x mal geraucht

Im Oktober 1x mal geraucht

Im November 1x mal geraucht

Im Dezember 1x mal geraucht

Das war’s

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Sa 2. Feb 2019, 22:53

MTech hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 22:20
also ich könnte dir aufzählen, wie mein Konsumverhalten letztes Jahr aussah
Im Juli 2x mal geraucht
Im Oktober 1x mal geraucht
Im November 1x mal geraucht
Im Dezember 1x mal geraucht
Das war’s
Damit baust Du keinen Puffer auf und bist spätestens nach ca. 7 Tagen wieder vollkommen clean...

https://www.thc.guide/cannabis-ratgeber ... urin-blut/

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » So 3. Feb 2019, 00:51

Landkreis Bautzen: Anordnung eines ärztlichen Gutachtens wegen Besitz von 1,39 Gramm Cannabis rechtswidrig.

Bei der Anordnung von ärztlichen Gutachten wegen Klein- und Kleinstmengen von Cannabis schießen die Fahrerlaubnisbehörden oft über das Ziel hinaus...es lohnt sich, hier mal nachzuhaken.
Der Mandant war mit 1,39 Gramm und ein paar Utensilien erwischt worden. Der Landkreis Bautzen ordnete daraufhin ein ärztliches Gutachten an. Ich konnte klarstellen, dass das nicht rechtmäßig war
https://www.strafverteidiger-schueller. ... htswidrig/

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Mo 11. Feb 2019, 23:03

Hab im Verkehrsportal einen recht intressanten Fall gefunden, den ich gerne hier mal teilen möchte...
....
Nun zu meinem offensichtlichem Problem:
15.12.2016 Verkehrskontrolle mit anschließendem Bluttest und Hausdurchsuchung. Das Blut wies eine Konzentration von 0,49ng/ml THC auf. Bei der darauffolgenden Hausdurchsuchung kamen noch vier Pflanzen (lt. Labor 50g zu 1,3% THC) und ein knappes Gramm MDMA (72,8%) zum Vorschein. Der letzte Konsum von Gras war damals am 11.12.2016 Die anderen beiden Werte sind mir leider nicht bekannt, da ich keine Akteneinsicht verlangt habe.
Zu meinem damaligem Konsummuster: Da es schon etwas her ist kann ich dass leider nicht zu 100% getreu wiedergeben, aber es war irgendwas um 10g/Monat, und ist wohl mit intermittierend vergleichbar. Es waren also immer mal wieder Pausen unterschiedlicher Länge vorhanden, von ein bis zwei Wochen.
Es ist damals zu einer außergerichtlichgen Einigung mit Geldstrafe gekommen.
26.01.2017 Bzgl. meines Führerscheins wurde mit mitgeteilt, ich zitiere: (...) das gegen Sie wegen oben genannter Verkehrsordnungswidrigkeit eingeleitete Verkerhsordnungswidrigkeitsverfahren wird nach §36 Abs. 1 Ordnungswidrigkeitengesetz (...) eingestellt.
Ja wunderbar dacht ich mir "der Kas is bissn"
Pustekuchen wie sich am 11.10.2018 zeigte. Ein Schreiben vom LRA befand sich im Briefkasten, mit der Aufforderung zu beibringung eines ÄG bis 25.01.2091
Mein Diesjähriges Konsummuster unterschied sich leider deutlich von dem vor zwei Jahren. Das hat den einfachen Grund, dass mittlerweile ein Umzug stattgefunden hat, und ich ausschließlich zu Fuß oder mit den Öffentlichen unterwegs bin. KFZ besitze ich keines mehr, einfach weil ich hier keines benötige. Somit hat sich der Konsum hochgeschaukelt auf ca 20g/Monat.
Gut soviel dazu. Konsum wurde augenblicklich eingestellt mit Erhalt des Schreibens vom 11.10.2018
Fragestellung der Behörde: "Nimmt bzw. nahm "Guglhup" MDMA oder andere psychoaktiv wirkende Stoffe im Sinne des StVG ein, die die Fahreignung nach NR. 9.1. der Anlage 4 FeV in Frage stellen?"
....
ich möchte bzgl. meines Beitrags und als eine Art Erfahrungsbericht diesen Thread hier abschließen.
Vor zwei Tagen kam das ÄG von der DEKRA mit einem Ergebnis welches ich niemals für möglich gehalten hätte.
Beide Urintests negativ, sowie in den ca 4cm langen Haaren wurden keinerlei Rückstände irgweder Substanzen gefunden.
Betrachtet man nun den Zeitraum von ca 12 Wochen Abstinenz, in Verbindung eines täglichen Konsumenten finde ich dies durchaus überraschend. Ich hätte wetten können das wenigstens in den Haaren etwas gefunden wird. Hier muss ich hinzufügen, dass nach ca. vier Wochen Abstinenz die Haare auf 1,5cm getrimmt wurden, um gerade so die 3cm bei der anstehenden Haaranalyse vorweisen zu können. Anscheinend wachsen meine Haare schneller, somit sind sie 4cm lang gewesen.
Etwas was vlt interessant sein könnte, sind die verwendeten wissenschaftlichen Grundlagen welche herbeigezogen wurden.
- Urteilsbildung in der Fahreignungsbegutachtung - Beurteilungskriterien, 3. Auflage 2013 DGVP/DGVM, Schubert, W. Dittmann, V. Brenner- Hartmann, J. Kirschbaum Verlag Bonn.
- Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung Stand 24.05.2018
- Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung Kommentar überarbeitete und erweiterte 3. Auflage Schubert, Huetten usw. Stand 2018
Die Urinproben wurden mit einem chromatographischen, identifizierenden Analyseverfahren (LC-MS/MS) untersucht. cut off <10ng/ml THC
Bei der Haaranalyse kam folgendes Werkzeug zum Einsatz: Flüssigkeitschromatographie/Massenspektrometrie bzw. LC-MS-Triple-TOF. cut off 0,02ng/mg THC
http://www.verkehrsportal.de/board/inde ... pic=125680

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Mo 11. Feb 2019, 23:15

...
"Nach neuesten wissenschaftlichen Studienergebnissen (hört hört!) ist bereits bei einem THC COOH-Wert von > 67,8 ng/ml THC COOH von einem regelmäßigen Konsum auszugehen. Auch bei oraler Aufnahme."
Der Mandant hatte 120 ng/ml THC COOH im Blut. Direkt bei der Verkehrskontrolle wurde ihm das Blut abgenommen.
Natürlich werden die Studien nicht genannt. Und bis dato dachte ich eigentlich, dass 150 ng/ml THC COOH die Grenze sei zum regelmäßigen Konsum.
....
Aber davon will die PIMA Erfurt nichts wissen. Und deshalb gibt es von meiner Seite eine klare Warnung vor dem Laden. Die Expertise dort scheint unterirdisch zu sein. Also: Woanders probieren. Nicht beim TüV Süd, bitte.
https://www.strafverteidiger-schueller. ... te-meiden/

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Mo 11. Feb 2019, 23:22

TüV Süd mit Entschuldigung. Oder: Das war einfach viel zu schwer
...
Nur soviel:
Hier ging es um die komplizierte Frage, wann ein regelmäßiger Konsum von Cannabis vorliegt. Die Gerichte sagen, dass das der Fall ist, wenn man täglich oder beinahe täglich konsumiert.
Vor diesem Hintergrund hatte der TüV Süd die komplizierte Frage zu klären, ob das vom Mandanten angegebene Konsummuster "alle drei Wochen rauche ich einen Joint" nun als täglicher oder beinahe täglicher Konsum anzusehen sei.
Wenig überraschend kam dann die Antwort, dass alle drei Wochen täglich oder beinahe täglich sei und deshalb ein regelmäßiger Konsum vorliege. Daraufhin wollte die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis entziehen.
Schon abgefahren, welche krasse Nummern da ablaufen, wenn man nicht aufpasst.
Je größer der Träger der Begutachtungsstelle ist, desto heftiger ist das oft mit den Fehlern. Und oft sind die so heftig, dass ich nicht glauben kann, dass das ein Zufall ist.
Ich habe mich dann auch in Klausur zurückgezogen und habe dann -nach reiflicher Überlegung das gehabt, was auch bei Juristen vorkommt: Ein lucidum intervallum...einen lichten Moment also.
Auf einmal war alles ganz klar - die Schleier lichteten sich und ein Moment der Klarheit setzte ein. Alles wurde still. Die Zeit stoppte. Dann war die Erkenntnis da:
Wenn ich alle drei Wochen einen löte, löte ich damit nicht automatisch jeden Tag. Ich müsste jeden Tag löten, damit man sagen kann, ich löte jeden Tag.
....
https://www.strafverteidiger-schueller. ... u-schwer/

hazadur
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von hazadur » Do 14. Feb 2019, 08:54

Hey Leute,

ich habe eine ziemlich individuelle Frage, die ich auch nirgendwo beantwortet gefunden habe, deswegen wende ich mich hier unter nem neuen Thema bei euch!

Mir wurde vor ca 2 Jahren mein Führerschein entzogen, habe ihn seit ca einem Jahr nach bestandender MPU wieder. Mittlerweile lebe ich dauerhaft in Neuseeland (die lächerlichen Drogenpolitik in Deutschland war ein Grund), bin also in Deutschland auch abgemeldet. Ich habe sowohl einen deutschen als auch einen neuseeländischen Führerschein.

Meine Frage ist jetzt folgende:
Was kann passieren, wenn ich zu Besuch in Deutschland bin und mit einem THC-Restwert im Blut erwischt werde? Kann mir der deutsche Führerschein wieder entogen werden, obwohl mein Wohnsitz nicht mehr in Deutschland ist? Bzw. muss ich überhaupt meinen deutschen Führerschein vorzeigen, der neuseeländische Führerschein ist ja grundsätzlich 6 Monate gültig in Deutschland?

Komm ich eventuell nur mit einer Geldstrafe und temporärem Führerscheinentzug davon? soweit ich richtig informiert bin, wird ja das Straßenverkehrsamt aktiv in dem Landkreis/Stadt in der man lebt, wie sieht das aus wenn man keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat?

Bin für jede Antwort dankbar, würde mir sehr helfen :)
Liebe Grüße

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von ambong » Do 14. Feb 2019, 09:01

hazadur hat geschrieben:
Do 14. Feb 2019, 08:54
Hey Leute,

ich habe eine ziemlich individuelle Frage, die ich auch nirgendwo beantwortet gefunden habe, deswegen wende ich mich hier unter nem neuen Thema bei euch!
Mir wurde vor ca 2 Jahren mein Führerschein entzogen, habe ihn seit ca einem Jahr nach bestandender MPU wieder. Mittlerweile lebe ich dauerhaft in Neuseeland (die lächerlichen Drogenpolitik in Deutschland war ein Grund), bin also in Deutschland auch abgemeldet. Ich habe sowohl einen deutschen als auch einen neuseeländischen Führerschein. Meine Frage ist jetzt folgende:
Was kann passieren, wenn ich zu Besuch in Deutschland bin und mit einem THC-Restwert im Blut erwischt werde? Kann mir der deutsche Führerschein wieder entogen werden, obwohl mein Wohnsitz nicht mehr in Deutschland ist? Bzw. muss ich überhaupt meinen deutschen Führerschein vorzeigen, der neuseeländische Führerschein ist ja grundsätzlich 6 Monate gültig in Deutschland?
Komm ich eventuell nur mit einer Geldstrafe und temporärem Führerscheinentzug davon? soweit ich richtig informiert bin, wird ja das Straßenverkehrsamt aktiv in dem Landkreis/Stadt in der man lebt, wie sieht das aus wenn man keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat?
Bin für jede Antwort dankbar, würde mir sehr helfen :)
Liebe Grüße
Ich bin mir hier nicht sicher, habe es einmal in einer Dokumentation gesehen (das sind die besten Quellen :lol: ). Jedenfalls waren es Briten, dessen Fahrer vor einem Festival positiv getestet wurde. Er durfte dann nicht weiterfahren, es wurde ihm (direkt vor Ort, "wie praktisch" :cry: ) Blut abgenommen. Soweit ich mich erinnere musste er dann bezahlen, ich glaube auch mehr als ein deutscher, weil sie ihm den britischen Führerschein eben nicht wegnehmen konnten.

Edit: Hier auch noch ein Artikel, da geht es um eine Österreicherin, die in Deutschland gefahren ist. Sie dürfe hier nicht mehr fahren, in Österreich aber schon: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/cann ... 30182.html Ist aber schon 4 Jahre alt.

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Do 14. Feb 2019, 13:35

hazadur hat geschrieben:
Do 14. Feb 2019, 08:54
...
Ich habe sowohl einen deutschen als auch einen neuseeländischen Führerschein. Meine Frage ist jetzt folgende:
Was kann passieren, wenn ich zu Besuch in Deutschland bin und mit einem THC-Restwert im Blut erwischt werde? Kann mir der deutsche Führerschein wieder entogen werden, obwohl mein Wohnsitz nicht mehr in Deutschland ist? Bzw. muss ich überhaupt meinen deutschen Führerschein vorzeigen, der neuseeländische Führerschein ist ja grundsätzlich 6 Monate gültig in Deutschland?
Komm ich eventuell nur mit einer Geldstrafe und temporärem Führerscheinentzug davon? soweit ich richtig informiert bin, wird ja das Straßenverkehrsamt aktiv in dem Landkreis/Stadt in der man lebt, wie sieht das aus wenn man keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat?
Bin für jede Antwort dankbar, würde mir sehr helfen :)
Liebe Grüße
Hallo und herzlich willkommen.

Solange du einen deutschen Führerschein hast kann der Dir auch entzogen werden.
Zustäng wird wohl die FeB sein in der deine Akte liegt.

Inwieweit bei Abfragen deiner Daten herauskommt ob Du in Besitz einer deutschen Fahrerlaubnis bist weiss ich nicht.
Wäre sie Dir entzogen worden würde es aber sicher herauskommen.

Somit kannst Du natürlich deinen neuseeländischen FS zeigen und dann schauen was passiert.
Im Falle eines verweigerten Urintests und folgender BE musst Du halt mind. 24h das Auto stehen lassen. Wie in dem Fall die Ordnugswidrigkeit gehandet wird, solange das Ergebnis der BE aussteht, kann ich Dir nicht sagen. Vermutlich wirst Du einen Sicherheitsleistung zahlen müssen, die Du in dem Fall das nichts gefunden wird bei der BE, zurückbekommst.

Den Deutschen Führerschein solltest Du am besten nicht "dabei" (aber durchaus mit in DE) haben. Fragen dazu ob du einen hast oder wo der ist, kannst Du natürlich verweigern zu beantworten.

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Crosser71 » Do 14. Feb 2019, 18:11

HabAuchNeMeinung hat geschrieben:
Do 14. Feb 2019, 13:35
Im Falle eines verweigerten Urintests und folgender BE musst Du halt mind. 24h das Auto stehen lassen.
Wo steht das? Dann müssten sie schon den Führerschein einziehen, und den sollte man eh nicht dabei haben.

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Do 14. Feb 2019, 21:08

Crosser71 hat geschrieben:
Do 14. Feb 2019, 18:11
Wo steht das? Dann müssten sie schon den Führerschein einziehen, und den sollte man eh nicht dabei haben.
Das Stichwort das Du suchst heisst Gefahrenabwehr...
Die Polizei entzieht auch keine Führerscheine, die beschlagnamen den höchstens, aber nicht in diesem Fall... Die nehmen Dir einfach den Schlüssel weg, kannst Du dan 24h später abholen, oder Du kommst mit jemanden der clean ist und glaubhaft versichert das er fährt.
Lese einfach mal den Lokalteil einer beliebigen Regionalzeitung :o

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Crosser71 » Fr 15. Feb 2019, 06:45

Nö, da fehlt mir die gesetzliche Grundlage. Einfach so auf Verdacht, glaube ich nicht das das rechtlich gesichert ist. Sie können mir zwar den Schlüssel abnehmen aber dann nehme ich den zweiten von zuhause. Wenn ich nicht negativ aufgefallen bin haben sie keine Grundlage.

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Fr 15. Feb 2019, 12:05

Crosser71 hat geschrieben:
Fr 15. Feb 2019, 06:45
Nö, da fehlt mir die gesetzliche Grundlage. Einfach so auf Verdacht, glaube ich nicht das das rechtlich gesichert ist. Sie können mir zwar den Schlüssel abnehmen aber dann nehme ich den zweiten von zuhause. Wenn ich nicht negativ aufgefallen bin haben sie keine Grundlage.
Darf ich fragen wie alt Du bist / wo Du die letzten 45 Jahre gelebt hast?
Ob Dir irgendwas fehlt interessiert hier leider nicht.

Dir steht jederzeit frei Durch einen "freiwilligen" Urintest den Anfangsverdacht der Polizei auszuräumen. Wenn Du das nicht willst und nur eine BE genommen wurde, deren Ergebnis nicht feststeht bleibt der Anfangsverdacht bestehen und die Polizei hat durch die ensprechenden Polizei Aufgaben Gesetze weitreichende Befugnisse im Rahmen der Gefahrenabwehr.
Hier muss gar nix bewiesen sein, der Verdacht genügt...

Dir steht auch jederzeit frei den Schlüssel nicht abzugeben. Im Zweifel lässt man dich halt dan 24h auf der Dienststelle warten.
Zuletzt geändert von HabAuchNeMeinung am Sa 16. Feb 2019, 02:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Crosser71 » Fr 15. Feb 2019, 12:55

Wie gesagt. Sollte ein Polizist mir "willkürlich" den Schlüssel abnehmen, nehme ich meinen zweiten oder dritten. Für alles gibt es eine gesetzliche Grundlage in dem Bereich. Du musst mir diesen ja nicht liefern, aber die Polizei muss es auf Verlangen. Dann kann ich ja immer noch entscheiden ob das gesetzeskonform ist was er da macht.
PS: Bin alt genug und habe auf jeden Fall meine Jahre auf der Erde verbracht. Hoffe, dass deine Frage damit beantwortet ist. :lol:

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Crosser71 » Fr 15. Feb 2019, 13:17

Hier noch mal ein link zum Thema, was ich auf die Schnelle finden konnte. http://www.verkehrsportal.de/board/ind ... pic=72622 .
Ich denke somit, unter meinen gemachten Voraussetzungen kann ich der Sache ganz entspannt entgegen sehen. Nur weil ich einen Schnelltest als medizinischer Cannabispatient verweigere, muss ich nicht mein Auto 24 Stunden stehen lassen nur weil ein Polizist das anordnet. Wenn ich dann nachher mit 2. Schlüssel fahre kann er versuchen, weitere Maßnahmen anzuordnen. Den Prozess gewinne ich garantiert.

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Fr 15. Feb 2019, 16:37

Crosser71 hat geschrieben:
Fr 15. Feb 2019, 13:17
... Nur weil ich einen Schnelltest als medizinischer Cannabispatient verweigere, ...
Nochmal was Du hier willst ist das eine, ich versuche die Fragen des TE zu beantworten...
Wo war nochmal der Teil wo der Fragende hier
Cannabispatient
war?

Was soll das? sich hier hizustellen und infantil zu schreinen ICH ABER NICHT!
Damit ist dem TE genau 0% geholfen.

In diesem Sinne EoD

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Crosser71 » Fr 15. Feb 2019, 19:36

Entspann dich mal bitte und vape dir einen. Der thread ist 15 Seitem lang und ist nicht nur für einen Fragenden alleine gedacht. Sorry, wenn du mit meiner Meinung leben musst. Außerdem schenk dir bitte deine Beleidigung mit infantil, das ist Kindergarten. Du haust nur den Begriff Gefahrenabwehr raus und ich hab dir halt was dagegen geliefert. Siehe auch den link von oben.

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von hazadur » Sa 16. Feb 2019, 00:43

HabAuchNeMeinung hat geschrieben:
Do 14. Feb 2019, 13:35
Hallo und herzlich willkommen.

Solange du einen deutschen Führerschein hast kann der Dir auch entzogen werden.
Zustäng wird wohl die FeB sein in der deine Akte liegt.
...
Den Deutschen Führerschein solltest Du am besten nicht "dabei" (aber durchaus mit in DE) haben. Fragen dazu ob du einen hast oder wo der ist, kannst Du natürlich verweigern zu beantworten.

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Danke für deine Antwort, das beantwortet meine Frage zwar noch nicht entgültig, gibt mir jedoch schonmal eine Idee worauf ich mich einstellen muss...
Meine Frage war auch ein bisschen in die Richtung "bürokratisches Schlupfloch" gestellt..wenn ich in Deutschland abgemeldet bin, kann mir ja offiziell keine Post vom Straßenverkehrsamt zugestellt werden...Da es sich ja nur um eine Ordnungswiedrigkeit und keien Straftat handelt, ist halt die Frage was dann passieren würde...Aber das kann mir genau wahrscheinlich keiner beantworten...
Vielleicht sollte ich einfach stur beim Strassenverkehrsamt anrufen und nachfragen :D

Und ich stimme dir zu, ich habs ja selbst erlebt als mir der Führerschein entzogen wurde, die Polizei guckt dich an und sagt du siehst bekifft aus, wir wollen nen urintest machen (hatte 24 Stunden zuvor geraucht)...rechtliche Grundlage oder nicht, gerade in der Situation umringt von 3,4,5 Polizisten handelt man oft nicht rational und macht auch genau das was die Polizisten einem sagen...

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Sa 16. Feb 2019, 02:13

hazadur hat geschrieben:
Sa 16. Feb 2019, 00:43
Danke für deine Antwort, das beantwortet meine Frage zwar noch nicht entgültig, gibt mir jedoch schonmal eine Idee worauf ich mich einstellen muss...
...
Wass ist denn noch offen?
Ich denke der Fall ist relativ klar.
Du musst halt standhaft bleiben, kein Schnelltest, nur BE "erdulden", 24h Auto stehen lassen ist das "Verhalten" Im Falle einer Kontrolle. Dabei nur deinen neuseeländischen FS dabeihaben/vorzeigen und fragen nach einer deutschen FE verweigern zu beantworten, bzw. zu verneien. Du kannst durchaus lügen, musst halt damit rechnen das man Dir nicht glaubt....
Erhält die Polizei keine Kenntnis über die deutsche FE, passiert ihr nichts.
Erhält sie Kenntnis und das Ergebnis der BE ist über 1ng aktiv, wird sie versuchen weitere Schritte zur Benachrichtigung der Zuständigen FeB einzuleiten. Die wird entsprechend ein Entzugsverfahren in den Weg leiten. Läuft das ins Leere entzieht sie halt und der FS wird zur Beschlagname ausgeschrieben um den Entzug zu vollziehen, wenn von mind. gelegentlichem Konsum ohne Trennvermögen ausgegangen werden kann, das Ergebnis der BE also über 1ng aktiv und über 75ng THCCOOH nach Daldrup rauskommen. Ausser wird angeordnet werden in deinem Neuseeländischen FS eine Sperre einzutragen, die Dir verbietet in DE zu fahren.
Vollzug: Bei deiner nächsten Einreise ;-)

Die Ordnungswidrigkeit wird bei keinem festen Wohnsitz in DE halt über eine Sicherheitsleistung (schätze so 1.500 (2x 500 Euro + Kosten für BE usw..) erledigt.
Liegt das Ergebnis der BE unter 1ng THC aktiv, bekommst Du das halt zurück, das Thema deutsche FE dürfte dann auch erledigt sein, da von gelegentlichem Konsum mit Trennvermögen ausgegangen werden kann.

Achso zum Thema erlangt die Polizei Kenntnis beim Abfragen deiner Daten ob du eine deutsche FE hast... Ich vermute inzwischen Ja:
...
In den kommenden Jahren müssen 43 Millionen Deutsche einen neuen Führerschein beantragen – sonst drohen Bußgelder.
Eine EU-Richtlinie ist der Grund dafür: Alle Bürger sollen bis zum Jahr 2033 einen europaweit einheitlichen, fälschungssicheren Führerschein erhalten.
Um zukünftigen Missbrauch auszuschließen, sollen außerdem alle Führerscheine in einer Datenbank erfasst werden, so der ADAC.
https://www.huffingtonpost.de/entry/43- ... 15222b85fa
Ausser Du hast natürlich einen FS der noch nicht in der Datenbank erfasst ist...
hazadur hat geschrieben:
Sa 16. Feb 2019, 00:43
Und ich stimme dir zu, ich habs ja selbst erlebt als mir der Führerschein entzogen wurde, die Polizei guckt dich an und sagt du siehst bekifft aus, wir wollen nen urintest machen (hatte 24 Stunden zuvor geraucht)...rechtliche Grundlage oder nicht....
Das ist doch Käse, natürlich gibt es zu all diesem Handeln rechtliche Grundlagen.
Ist doch infantil zu glauben die machen das rein aus Willkür, nö, die dürfen das :o
Nur weil man denkt das darf doch nicht sein, ist es nicht so....

Achso...
Das alles bedeuted natürlich für die Beteiligten einen Arbeitsaufwand "ausser der Reihe". Es kann also durchaus sein das ein solcher Fall eher nicht mit vollem Elan verfolgt werden wird und irgendwo "versandet". Verlassen würde ich mich nicht darauf....

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