Cannabis und Führerschein

Jürgen S.
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Frage einer "jungfrau" bitte nicht zu laut lachen

Beitrag von Jürgen S. » Do 27. Jun 2019, 10:10

Heute hatte ich einen netten Brief ic soll Beim Landratsamt vorsprechen.

Historie: Denunzuation: juli 2017
Durchsuchungsbefehl: märz 2018
Gwunden: ein paar Pflänzlein
Strafbefehl; März 2018
Nun führerschein Eignung fraglich
was soll ich da tun: Ein paar Tips wären hilfreich

Eich bin sonst noch nie mit Gras aufgefallen auch nicht mit alk.

LisaLotte
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Re: Frage einer "jungfrau" bitte nicht zu laut lachen

Beitrag von LisaLotte » Do 27. Jun 2019, 13:49

Moin,

einer Freundin von mir ist etwas ähnliches letztes Jahr passiert.
Als sie vorsprechen musste hat sie ihren Krankheitsverlauf dargelegt und konnte somit "beweisen", dass sie die 3 Pflanzen nur für sich selber gezogen hat.
Ob du auch eine Krankheit etc. hast und es damit rechtfertigen kannst konnte ich leider nicht aus deinem Post heraus lesen.
Das Ende vom Lied war eine Geldstrafe. Soweit ich weiß hatte sie weiter keine Konsequenzen (sie hat ihren Führerschein noch).
Ich hoffe ich konnte dir zumindest ein bisschen helfen.
Berichte doch bitte wie es dir ergangen ist.

mfg
Lisa

Jürgen S.
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Re: Frage einer "jungfrau" bitte nicht zu laut lachen

Beitrag von Jürgen S. » Do 27. Jun 2019, 17:40

Dankefür die tröstenden Worte

credence
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Konsum vor MPU

Beitrag von credence » Mo 1. Jul 2019, 20:08

Moin, ich habe vor einigen Tagen die letzte Haarprobe abgegeben und warte jetzt auf das Ergebnis. Anfang letzten Jahres habe ich meine Fahrerlaubnis wegen Cannabiskonsum verloren. Seit diesem Zeitpunkt lebe ich auch abstinent.

Da ich nächste Woche mit meiner Freundin in den Urlaub fahre, stellt sich mir die Frage ob es möglich ist einen Joint zu rauchen.
Die MPU wird nämlich sowieso erst Anfang/Mitte August stattfinden.

Normalerweise müsste dann bei der dortigen Urinkontrolle nichts auffällig sein, oder liege ich da falsch?

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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Martin Mainz » Fr 5. Jul 2019, 11:15

Cannabis im Straßenverkehr

Ob die Behörde einschreiten darf, bemisst sich danach, ob ein Verdacht besteht, dass der M sich auch in Zukunft nicht an die Regeln des Straßenverkehrs halten wird. Sie fragt sich also, ob M Konsum und Teilnahme am Straßenverkehr voneinander trennen kann.
Das ist nicht der Fall, wenn der Betroffene „under the influence“ erwischt wurde. Das ist auch nicht der Fall, wenn der Betroffene zwar nicht mit THC im Blut erwischt wurde, aber feststeht, dass aus anderen Gründen eine Trennung von Konsum und Straßenverkehr nicht möglich ist. Bei THC-COOH Werten (bis 25 ng/ml) kann davon ausgegangen werden, dass der Betroffene Verkehr und Konsum voneinander trennen kann. Bei gelegentlichem Kiff en (Werte (bis 75 ng/ml) kann die Behörde Gutachten einholen. Bei regelmäßigem Konsum (mehr als 75 ng/ml) kann die Behörde ohne weitere Überprüfung die Fahrerlaubnis entziehen.


Quelle: https://www.motorrad.net/cannabis-im-strassenverkehr/
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Patient_H
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Re: Konsum vor MPU

Beitrag von Patient_H » Fr 5. Jul 2019, 12:15

credence hat geschrieben:
Mo 1. Jul 2019, 20:08
Moin, ich habe vor einigen Tagen die letzte Haarprobe abgegeben und warte jetzt auf das Ergebnis. Anfang letzten Jahres habe ich meine Fahrerlaubnis wegen Cannabiskonsum verloren. Seit diesem Zeitpunkt lebe ich auch abstinent.

Da ich nächste Woche mit meiner Freundin in den Urlaub fahre, stellt sich mir die Frage ob es möglich ist einen Joint zu rauchen.
Die MPU wird nämlich sowieso erst Anfang/Mitte August stattfinden.

Normalerweise müsste dann bei der dortigen Urinkontrolle nichts auffällig sein, oder liege ich da falsch?
Da es einmaliger Konsum sein wird brauchst Du Dir wohl keine Sorgen machen.

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Sa 27. Jul 2019, 15:58

Neues Urteil des BVerwG zum Cannabiskonsum: Mogelpackung und Gelddruckmaschine für TüV, PIMA, Dekra und Co

Ich möchte hier nochmal eine Stellungnahme zum neuen Urteil des BVerwG zu den gelentlichen Cannabis Konsumenten mit erstmaligen Trennungsversagen abgeben (vgl. https://www.bverwg.de/pm/2019/29)
Dieses ist aus meiner Sicht eine Mogelpackung, die nur auf den ersten Blick die Rechte der Betroffenen stärkt.
Rein formal-rechtlich ist das Urteil richtig. Aber die Folgekosten für die Betroffenen sind in der Regel weitaus höher und unter dem Strich wird die Entziehung oft nur leicht verzögert.
Der springende Punkt ist regelmäßig die Frage, ob Abstinenznachweise zum Bestehen der MPU gebraucht werden und wenn ja: Für welchen Zeitraum?
Diese Frage ist gesetzlich nicht geregelt. Die entsprechenden Vorgaben finden sich in den Beurteilungskriterien für Kraftfahreignung.
Das ist ein Regelwerk, welches für die Begutachtungsstellen wie TüV, Dekra, PIMA etc eigentlich verbindlich ist. Aber halt nur eigentlich...
.....
Wer in eine Verkehrskontrolle gerät wegen Cannabis sollte deswegen so schnell es geht mit einem Urinscreening Programm anfangen (Haaranalysen sind zu anfällig für falsch positive Ergebnisse) und parallel pro aktiv einen Verkehrspsychologen aufsuchen und sich therapieren lassen.
Wer bei der MPU den Nachweis nicht erbringt, dass er sich nicht hat verkehrspsychologisch behandeln kann, fällt ohnehin mit 95 %iger Sicherheit durch und macht es dem Gutachter zu leicht.
Nur wer schnell handelt, wahrt seine Chancen, die Fahrerlaubnis nicht zu verlieren.
Insgesamt betrachtet kann man also nur schwerlich behaupten, das Urteil des BVerwG hätte überwiegend positive Effekte...
https://www.strafverteidiger-schueller. ... ra-und-co/

apli
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von apli » Mi 31. Jul 2019, 18:56

Moin Leute,

melde mich nach längerer Zeit zurück, da jetzt leider doch noch eine Frage aufgetaucht ist...

Ich war heute, wie so üblich, bei meinem Verkehrspsychologen. Der Stand bis davor war, dass ich circa Mitte September hätte die MPU machen können. Jetzt heute hatte sie mir aber gesagt, dass ich aufgrund hoher Werte doch erst im Februar (ab dann hatte ich mich für die Urinproben angemeldet) die MPU machen kann, da der Mediziner wohl sagen werden würde, dass ein halbes Jahr Abstinenz nicht ausreichen würde und ich dementsprechend dann durchfallen würde.

Dabei hatte die Verkehrspsychologin mich anfangs für 4x pinkeln angemeldet im Klinikum. Sie hatte zwar anfangs noch keine Werte von mir, aber die hatte ich ihr, als ich sie hatte, durchgegeben und auch da fielen noch keine Einwände.

Das ganze ist jetzt natürlich ein dumpfer Schlag, weil ich monatelang davon ausging, dass ich meinen Lappen im September wieder habe und nun doch ein halbes Jahr länger unmobil bin. Ist das ganze denn überhaupt richtig so? Würde der Mediziner denn wirklich sagen, dass das so nicht klappt, obwohl ich 4x negative Proben abgegeben werden habe und jetzt mal angenommen auch das psychologische Gutachten bestehe? Sie wollte den Vertrag mit dem Klinikum jetzt halt bis Februar erweitern.

Danke für eure Hilfe.

Liebe Grüße

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Do 1. Aug 2019, 19:49

apli hat geschrieben:
Mi 31. Jul 2019, 18:56
Moin Leute,

melde mich nach längerer Zeit zurück, da jetzt leider doch noch eine Frage aufgetaucht ist...

Ich war heute, wie so üblich, bei meinem Verkehrspsychologen. Der Stand bis davor war, dass ich circa Mitte September hätte die MPU machen können. Jetzt heute hatte sie mir aber gesagt, dass ich aufgrund hoher Werte doch erst im Februar (ab dann hatte ich mich für die Urinproben angemeldet) die MPU machen kann, da der Mediziner wohl sagen werden würde, dass ein halbes Jahr Abstinenz nicht ausreichen würde und ich dementsprechend dann durchfallen würde.

....
Danke für eure Hilfe.

Liebe Grüße
Hallo,

Die "Frage" ist wie der MPU Gutachter die "Problemtiefe" einschätzt.
.....
Es gibt im Drogenbereich folgende Anlassgruppen (im Buch "Hypothesen" genannt):
1. Drogenabhängigkeit (Hypothese D 1) = 1 Jahr Abstinenz mindestens.
2. Fortgeschrittene Drogenproblematik (Hypothese D 2) = 1 Jahr Abstinenz min.
3. Drogengefährdung (Hyptothese D 3) = 3 - 6 Monate Abstinenz min.
4. Gelegentlicher Cannabiskonsum mit (erstmalig) fehlendem Trennungsvermögen (Hypothese D 4) = Im Regelfall keine Abstinenz erforderlich.
Diese Einordnung wird aber erst bei der MPU getroffen, somit kannst Du natürlich versuchen mit 6 Monaten AB Nachweisen bei der MPU anzutreten. Wenn deine "Werte" und deine Aufarbeitung zu D3 passen kannst Du die MPU bestehen. Wenn der Gutachter dich aber in D2 einordnet war es rausgeschmissenes Geld :-(
....
Wie man sich vorstellen kann, verspüren die Gutachterstellen wenig bis gar keine Neigung dazu, die Betroffenen in die Hypothese D 4 zu verorten, sondern sind oftmals viel zu schnell dabei, die Hypothese D 3 oder gar D 2 anzunehmen bei gelegentlichen Konsumenten von Cannabis mit Trennungsversagen.
Warum denn nur einmal prüfen und kassieren, wenn man das auch mehrmals machen kann? Da spielen natürlich auf Akquisegesichtspunkte mit rein und wer das negiert, dürfte es nicht so ernst mit der Wahrheit nehmen.
....
https://www.strafverteidiger-schueller. ... ra-und-co/
Wie hoch waren denn deine Werte?

HabAuchNeMeinung

EDIT:
Ausgangssituation war, dass ich berauscht mit 19 Gramm Cannabis beim Autofahren erwischt wurde.
Da der Gutachter auch das aus den Akten entnehmen kann, wird es wohl auf D2 oder gar D1 rauslaufen.
19g sind schon eine ordentliche Menge...

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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von apli » Do 1. Aug 2019, 23:07

HabAuchNeMeinung hat geschrieben:
Do 1. Aug 2019, 19:49
...
Da der Gutachter auch das aus den Akten entnehmen kann, wird es wohl auf D2 oder gar D1 rauslaufen.
19g sind schon eine ordentliche Menge...
Hm scheiße, dann wirds wohl leider keinen Weg vorbei an 1 Jahr Abstinenz geben...

meine Werte lagen bei 20 ng aktiv und 200 ng passivem THC.

Ärgert mich echt, war schon echt froh, meinen Lappen bald wieder zu haben, aber kann man jetzt wohl leider nicht dran ändern. :/

Danke dir für die Auskunft. :)

Liebe Grüße,
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Fr 2. Aug 2019, 12:14, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt

HabAuchNeMeinung
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Do 1. Aug 2019, 23:24

apli hat geschrieben:
Do 1. Aug 2019, 23:07
....
Hm scheiße, dann wirds wohl leider keinen Weg vorbei an 1 Jahr Abstinenz geben...

meine Werte lagen bei 20 ng aktiv und 200 ng passivem THC.

Ärgert mich echt, war schon echt froh, meinen Lappen bald wieder zu haben, aber kann man jetzt wohl leider nicht dran ändern. :/

Danke dir für die Auskunft. :)

Liebe Grüße,
Hallo,

bitte verzichte auf Vollzitate, das macht das ganze etwas unleserlich.
bei 20ng aktiv und 200ng passiv wird es mit sicherheit nicht leicht die MPU zu bestehen.
Wie sieht denn deine sonstige Aufarbeitung aus?
Hier mal ein Beispiel was man so machen kann:
http://www.verkehrsportal.de/board/inde ... pic=127015

apli
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von apli » Do 1. Aug 2019, 23:45

Sorry :D

Also so etwas, wie der Typ aus dem Link hab ich bisher nicht gemacht, halt nur die ganz normale MPu-Vorbereitung.
Praktisch lebe ich jetzt halt nur ein Leben ohne Gras und hab das ganze natürlich in den Monaten seit ich hochgenommen worden bin auch fleißig reflektiert.

Würde mir das was bringen? Also könnte man, wenn man sowas tut, tatsächlich mit einem halben Jahr Abstinenz durchkommen? Oder wär das quasi nur was für einen persönlich?

Tommy
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Als Beifahrer mit 2g erwischt

Beitrag von Tommy » Do 15. Aug 2019, 21:26

Hallo,

ich wurde vor einem halben Jahr mit 2g als Beifahrer erwischt. Vor zwei Monaten kam es dann dämlicherweise auch noch zu einem Verfahren.

Dabei kam es dann nur zu Sozialstunden, mir wurde aber gesagt, ich würde noch was von der Führerscheinbehörde hören.

Jetzt zwei Monate später hab ich immer noch nichts bekommen.

Sollte ich weiter Angst haben und wenn ja, wie lange kann mir die Führerscheinbehörde sowas noch nachhalten?

Ich bedanke mich im Voraus bei all den rechtskundigen Mitgliedern hier :)

Ps: Bin 18, deswegen auch die Sozialstunden ^^

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Re: Als Beifahrer mit 2g erwischt

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Do 15. Aug 2019, 22:55

Tommy hat geschrieben:
Do 15. Aug 2019, 21:26
Hallo,
...
Sollte ich weiter Angst haben und wenn ja, wie lange kann mir die Führerscheinbehörde sowas noch nachhalten?
...
Die melden sich noch, haben anscheinend viel zu tun oder halt Urlaub, sowas kann dauern, was Dir aber in Karten spielen kann. Wann hast Du das letzte mal gekifft? Was hast Du der Polizei/dem Gericht erzählt?

Ein ärztliches Gutachten wird vermutlich auf Dich zukommen.
https://www.strafverteidiger-schueller. ... -nr-2-fev/

Tommy
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Re: Als Beifahrer mit 2g erwischt

Beitrag von Tommy » Fr 16. Aug 2019, 12:40

HabAuchNeMeinung hat geschrieben:
Do 15. Aug 2019, 22:55
Tommy hat geschrieben:
Do 15. Aug 2019, 21:26
Hallo,
...
Sollte ich weiter Angst haben und wenn ja, wie lange kann mir die Führerscheinbehörde sowas noch nachhalten?
...
Die melden sich noch, haben anscheinend viel zu tun oder halt Urlaub, sowas kann dauern, was Dir aber in Karten spielen kann. Wann hast Du das letzte mal gekifft? Was hast Du der Polizei/dem Gericht erzählt?

Ein ärztliches Gutachten wird vermutlich auf Dich zukommen.
https://www.strafverteidiger-schueller. ... -nr-2-fev/
Naja, das letzte Mal fürchte ich vorgestern. Ich habe ausgesagt, es nur mal probieren zu wollen, war beim Zeitpunkt der Kontrolle aber komplett nüchtern (kam nicht zum Test). Kann das denn wirklich so lange dauern und kann ich in der Zeit etwa nicht verreisen?

Markus63
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Psychologisches Gutachten, Führerscheinentzug

Beitrag von Markus63 » Fr 20. Sep 2019, 13:55

Hey
Ich musste in einer Polizeikontrolle einen Drogenscreen machen, bei meinen Blut Ergebnissen hatte ich 0.6 was ja noch in der tolleranz liegt, ich musste zu einem Psychologischen Gutachten. Der Psychologe schrieb im anschließenden Bericht dass ich zwar sicher ein Auto führen kann aber nicht das nötige Trennungsvermögen hätte und muss jetzt meinen Führerschein abgeben.
Kann man da noch was machen?
Finde es ziemlich lächerlich das man halb betrunken Autos fahren darf aber bei sowas direkt den Führerschein wegbekommt 🙋‍♂️
Ich bedanke mich schonmal für eure Hilfe :)

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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Martin Mainz » Mi 2. Okt 2019, 08:18

Hallo Markus und herzlich willkommen im Forum!
Markus63 hat geschrieben:
Fr 20. Sep 2019, 13:55
Kann man da noch was machen?
Ist das Dein erstes Mal? Was für ein Drogenscreen war das? Hast Du einen Anwalt?
Es gab ein Urteil, daß beim ersten Mal noch keine MPU nötig ist, vielleicht könnte man sich darauf berufen.
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Markus63
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Markus63 » Do 10. Okt 2019, 16:12

Es war ein Urin test worauf eine Blutabnahme erfolgte

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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Martin Mainz » Do 10. Okt 2019, 17:03

Martin Mainz hat geschrieben:
Mi 2. Okt 2019, 08:18
Ist das Dein erstes Mal? ... Hast Du einen Anwalt?
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Mi 16. Okt 2019, 23:18

Ableitung von Konsumverhalten aus THC und THC-COOH Werten: Alle Studien veraltet laut Universität Mainz

Ein immer wiederkehrender Klassiker im Fahrerlaubnisrecht und im Bußgeldrecht sind Fragestellungen um die Aussagekraft bestimmter THC und THC COOH Werte.
Hierzu gibt es diverse Studien. Manche älter, manche neuer. Alle leiden unter dem gleichen Fehler: Es wird in diesen Studien den Probanden nicht soviel THC verabreicht, wie bei den heutzutage zum Teil sehr starken Cannabis-Sorten pro Konsum durch die normalen Konsumenten konsumiert wird.
Logisch, dass man diese Studien auf ihren Aussagegehalt prüfen sollte. Man bewertet also bestimmte Lebenssachverhalte infolge von Studienergebnissen, die so wegen stark unterschiedlicher Variablen nicht einfach übertragen werden dürfen.
Einer meiner Mandanten wurde im Verkehr unter Wirkung von THC (5,4 ng/ml) erwischt. Der THC COOH Wert betrug 110 ng/ml.
Es geht im Bußgeldverfahren um die Frage zumindest des Vorsatzes und der Fahrlässigkeit und der Abgrenzung zwischen diesen Ausprägungen des subjektiven Tatbestandes.
Hierzu führte ich aus:
...
Was lernen wir hieraus?
Dieses Gutachten enthält eine wichtige Kernaussage:
Es wird ausgeführt, dass keine Studien vorliegen, bei denen soviel THC gegeben wird, wie heute häufig konsumiert wird.
Das bedeutet, dass man zunächst bei der Frage, ob Vorsatz oder Fahrlässigkeit im Bußgeldverfahren vorlagen, sehr genau prüfen muss. Häufig wird man die vorsätzliche Begehungsweise damit ausschließen können.
Es ist in diesem Zusammenhang nochmals mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass man keine Einbein-Tests, 30 Sekunden Zähl-Tests, Linienlaufen und dergleichen mitmachen muss.
Lassen Sie das also.
Machen Sie es trotzdem mit, wird man in der Regel etwas negatives daraus ableiten. Konkret dann die Wirkung des THC
...

https://www.strafverteidiger-schueller. ... A4t-mainz/

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