Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Antworten
Fabberwas
Beiträge: 5
Registriert: Fr 29. Nov 2019, 18:17

Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Beitrag von Fabberwas » Fr 29. Nov 2019, 19:38

Ich Habe mich entschieden, meine Gesichte aus dem Netz zu löschen...

Hoffe ich habe mir hiermit keinen Strick gebastelt :x
Zuletzt geändert von Fabberwas am Di 3. Dez 2019, 20:20, insgesamt 1-mal geändert.

chris b.
Beiträge: 14
Registriert: Mo 18. Nov 2019, 21:59

Re: War dasin Ordnung?

Beitrag von chris b. » Fr 29. Nov 2019, 20:14

Meiner Meinung nach ist das eine Masche gewesen, um ihren Handlungsrahmen zu erweitern. Da sind sie nicht erst heutzutage ganz groß drin. In so einer Situation verstehe ich es, wenn man es nicht schafft souverän zu bleiben. Liege ich richtig, daß Du noch etwas jünger bist?

Ich würde Dir raten, Dir einen Anwalt zu nehmen. Das mit der Anzeige ist lächerlich, da ich davon ausgehe das Du sie Dinger da nicht selber hin geworfen hast und lese heraus Du hast auch an nichts gezogen. Weiterhin würde ich die Beamten wegen Nötigung, etc. pp. bei der Staatsanwaltschaft anzeigen.

Brenner
Beiträge: 13
Registriert: Fr 22. Nov 2019, 09:21

Re: War dasin Ordnung?

Beitrag von Brenner » Fr 29. Nov 2019, 23:08

Halte die Hufe still. Ich rate dir, diese, auch unangenehme Sache als schlechtem Film zu sehen.

Würdest du das zur Anzeige bringen, käme nur Gelächter über den Tresen. Vergiss es einfach. Die Geschichte ist einfach zu abenteuerlich.
Grüßle. Brenner

Benutzeravatar
Martin Mainz
Beiträge: 3097
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Beitrag von Martin Mainz » Sa 30. Nov 2019, 07:45

Hab den Titel etwas angepasst.

Ist eine Frechheit, manchmal steigern sich die Damen und Herren in Grün in sowas rein und vermuten hinter jeder Geste einen Angriff. Meist dann auch im Zusammenhang mit Racial Profiling. Sich dagegen zu wehren ist schwer und hat nur schlechte Aussicht auf Erfolg.

Ich würde auch erst mal nichts machen. Irgendwann kommt vielleicht noch eine Aufforderung der Polizei, eine Stellungnahme abzugeben, auch darauf musst Du nicht reagieren. Anschließend sollte das fallen gelassen werden.

Es kann sein, daß Du anschließend in einer Polizeidatei wegen Auffälligkeit in Sachen Drogen eingetragen wirst. Da gegen kann man erst mal wenig tun, außer Auskunft und Streichung zu verlangen. Lies dazu vielleicht mal hier weiter: https://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=12&t=7300

Viel Glück und halt uns doch bitte auf dem Laufenden.
Ehrenamtlicher Foren-Putzer und Teilzeitadmin

chris b.
Beiträge: 14
Registriert: Mo 18. Nov 2019, 21:59

Re: Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Beitrag von chris b. » Sa 30. Nov 2019, 12:06

Ich habe es so verstanden, daß die Spliffs nicht von Dir waren. Anscheinend lag ich falsch?!

Azalot
Beiträge: 12
Registriert: Fr 23. Jan 2015, 23:16
Wohnort: Bayern

Re: Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Beitrag von Azalot » So 1. Dez 2019, 01:47

wurde auch zu unrecht beschuldigt und musste eine hausdurchsuchung durchleben (ich wohne bei meinem vater in einer hausmeisterwohnung die logischerweise direkt bei der firma ist). ALLE haben das mitbekommen, mein erster gedanke war auch: rufmord. ich bin immernoch angepisst deswegen, aber mit fehlt geld, zeit und die kraft dagegen vorzugehen, außerdem sind wir mit der story "die haben jemanden gesucht" nochmal gut im betrieb weggekommen.. ich handhabe das wie oben erwähnt als "schlechten film"..
Eine riesen schweinerei wie einfach sich polizei / staatsanwaltschaft etwas zurechtlegen kann. wenn man schon kriminalisiert wird obwohl man nix gemacht hat muss man das glaub ich einfach "weglachen" sonst macht man sich seelisch kaputt..

Fabberwas
Beiträge: 5
Registriert: Fr 29. Nov 2019, 18:17

Vorladung

Beitrag von Fabberwas » Di 3. Dez 2019, 20:37

Hi.
Ich wurde vor einer Weile willkürlich am Bahnhof einer kleinen hessischen Stadt kontrolliert, durchsucht, und, nachdem in irgendeiner Ecke ein Joint gefunden wurde, der mir zugeschrieben wurde, auch kontrolliert. Schließlich landete ich in Handschellen, nachdem ich gebeten wurde, den Gürtel auszuziehen. Mir wurde gesagt, ich hätte so ausgesehen, ich hätte mir überlegt, mit dem Gürtel nun zuzuschlagen...

Aber das ist ein anderes Thema. Was ich wissen will ist folgendes:

Ich wurde gefragt, ob ich eine Aussage machen möchte. Ich fragte, ob ich mich an Ort und Stelle entscheiden müsse. Es wurde mir gesagt "nein, aber dann kommt ein Brief, wo Sie eine Aussage machen sollen, oder eben nicht".

Heute kam der Brief mit der Überschrift "Vorladung".

Ich weiß soviel, dass ich da besser nicht hingehen sollte, egal in welchem Fall.

Da ich keine Lust habe, mein Geld einem Anwalt zu überweisen, würde ich das gerne ohne machen.

Sollte ich den Termin nun absagen oder einfach nicht erscheinen?
Es heißt: "Sofern Sie zu Ihrer Vernehmung/Anhörung nicht erscheinen oder nicht rechtzeitig Hinderungsgründe benennen, die Ihrem Erscheinen entgegenstehen, wird davon ausgegangen, dass Sie bei der Polizei keine Aussage machen wollen. Der Vorgang wird dann an die zuständige Verfolgungsbehörde abgegeben, die das Erforderliche veranlassen wird."

Zunächst springt mir ins Gesicht, dass angenommen wird, man würde nichts sagen WOLLEN. Aber selbst das muss man ja nicht angeben, man sagt einfach, dass man nichts sagen WIRD. Ob man nichts sagen WILL ist, meines Verständnisses nach, doch wohl etwas völlig Anderes?

Weiterhin: was ist mit "Verfolgungsbehörde" gemeint? Ich habe bereits gelesen, dass die Beamten einen anscheinend zuhause oder auf der Arbeit aufsuchen dürfen (aber auch hier muss man ja nichts sagen), aber wird das wirklich in meinem Fall passieren? Ich meine damit wirft der Staat doch wohl unmengen an Kohle aus dem Fenster, oder ist Papa Staat da auch noch stolz drauf?

Mir ist noch aufgefallen, dass die falsche Straße als Tatort angegeben wurde. Die genannte Straße ist nicht im Bahnhofsgelände (eine Straße weiter), wo keine Gefahrenzone ist, wo die Beamten mich also nicht einfach so hätten kontrollieren dürfen...
Außerdem steht ganz unten links "Vorladung_21 07 / 2018". Ist das nur die Vorlagennummer oder ist das ein Fehler?


Sollte ich nun also absagen oder einfach nicht hingehen?

Und falls ich absagen sollte: telefonisch, per Mail oder brieflich, was würdet Ihr mir empfehlen? Fax eventuell? :roll:

Einen Grund würde ich natürlich ebenfalls nicht nennen.


Ich bin aber durchaus versucht, hinzuzufügen, dass ich das BtMG als verfassungswidrig ansehe. Aber das würde mir wohl auch zum Nachteil ausgelegt, wa?



Ich danke euch auf jeden Fall schon vielmals fürs Durchlesen :)

Und für eure Antworten natürlich noch mehr :D

chris b.
Beiträge: 14
Registriert: Mo 18. Nov 2019, 21:59

Re: Vorladung

Beitrag von chris b. » Di 3. Dez 2019, 21:05

Da kannst hingehen und nur Angaben zur Person machen, keine zur Sache. Ich hatte Dir aber bei Deinem ersten Beitrag schon geraten, Dir einen Anwalt zu nehmen.

Lies mal hier: https://www.felser.de/blog/polizeiliche ... -hingehen/

Zitat:
"Ist man aber Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren, sollte immer ein entsprechend qualifizierter Rechtsanwalt konsultiert werden; und zwar so schnell wie möglich. Nur so kann der Rechtsanwalt frühzeitig entscheiden, welche Verteidigung erfolgversprechend ist. Zuvor sollten gegenüber den Ermittlungsbehörden keine Aussagen zur Sache getätigt werden. Voreilige Aussagen – auch gegenüber der als freundlich empfundenen Polizei – haben schon vielen Beschuldigten später sehr geschadet."

Das kann ich Dir nur doppelt unterstreichen! Der Anwalt kann Akteneinsicht nehmen und geeignet Maßnahmen ergreifen. Alle anders lautenden Tipps reiten Dich noch mehr rein. Alternativ kannst Du (schnellstmöglich) in den Hanfverband eintreten und Dir dort eine kostenlose Rechteberatung einholen. Du solltest keine Zeit mehr verlieren.

Hanfkraut
Beiträge: 867
Registriert: Mo 22. Dez 2014, 14:07

Re: Vorladung

Beitrag von Hanfkraut » Mi 4. Dez 2019, 06:00

Ich würde abwarten ob Post vom Gericht kommt und was dort drin steht.
Vorher ist ein Anwalt nicht erforderlich!
Maximal würde ich nur eine Aktenansicht anfordern mehr nicht!
Das kostet dann villeicht 100 Euro.
Je nach Fall kann man immer noch entscheiden wie man weiter machen wird
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
https://hanfverband.de/files/normenkont ... 190910.pdf

Benutzeravatar
Martin Mainz
Beiträge: 3097
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Beitrag von Martin Mainz » Mi 4. Dez 2019, 08:06

Ich würde auch nicht hingehen, nicht absagen, einfach abwarten, ob was vom Gericht kommt.

Fabberwas
Beiträge: 5
Registriert: Fr 29. Nov 2019, 18:17

Re: Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Beitrag von Fabberwas » Mi 4. Dez 2019, 10:59

Danke schonmal für die fleißigen Antworten :)

Der beste Kumpel eines guten Freundes ist Polizist (zur Zeit etwa am Ende seine Ausbildung). Er riet mir, dort anzurufen und abzusagen. Nichts zu machen sei aus seiner Sicht überhaupt nicht gut.

Daher denke ich ich werde mir noch mehr Informationen einholen und dann wahrscheinlich anrufen und absagen, ohne Gründe zu nennen oder sonstwas zu sagen.

M. Nice
Beiträge: 454
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 14:28

Re: Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Beitrag von M. Nice » Mi 4. Dez 2019, 12:28

Ich würde erst zusagen, dann kurzfristig (1/2 - max.1 Stunde vorher) anrufen und den Termin verschieben und dann nicht zum neuen Termin kommen.
In der Zeit wo sie auf dich warten sind sie zwei mal gebunden und können keine anderen Hanfkonsumenten jagen.

MfG
M. Nice
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!

chris b.
Beiträge: 14
Registriert: Mo 18. Nov 2019, 21:59

Re: Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Beitrag von chris b. » Mi 4. Dez 2019, 13:02

Na, dann viel Spass mit den klugen Tipps. Auf eine Einstellung würde ich mich nicht verlassen. Ich wünsche dir, dass ich falsch liege.

M. Nice
Beiträge: 454
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 14:28

Re: Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Beitrag von M. Nice » Mi 4. Dez 2019, 18:17

Man muß nicht zu denen und absagen muß man auch nicht! Die geben nur das ermittelte an den Staatsanwalt weiter und sind dann raus.
An der Strafe oder Einstellung ändert sich nix, die Polizei hat da nix, aber auch gar nix zu entscheiden, dafür ist der Richter zuständig.

So wie Fabberwas von denen behandelt wurde, gehört es denen auch nicht anders. Wie man in den Wald hinein ruft, so kommt es zurück (von mir würde es mit Echo zurück kommen).


MfG
M. Nice
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!

Fabberwas
Beiträge: 5
Registriert: Fr 29. Nov 2019, 18:17

Re: Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Beitrag von Fabberwas » Do 5. Dez 2019, 21:00

Okay, an sich sind für mich jetzt alle Fragen geklärt, bis auf eine:

Werde ich jetzt in irgendeine Liste eingetragen? Von wegen "ist im Zusammenhang mit Btm aufgefallen"?

Obwohl in meinem Fall keine Beziehung zwischen mir und derem Beweis gemacht werden kann.

Stehen dann also auch offensichtlich Unschuldige auf der Liste? Ist doch wohl ziemlich diskriminierend, oder?


Beste Grüße


EDIT:

An sich ist mir das ganze Thema vollkommen Wurst, im schlimmsten Fall fahr ich eben einfach nicht mehr Auto.
Außer Traktor fahr ich eh nicht, da sollen die erstmal auf meinen Acker kommen :D

Aber ich möchte es prinzipiell nicht da stehen haben, wenn es denn abwendbar ist. Ansonsten, c'est la vie.


Ich habe nur das mulmige Gefühl, dass es mich irgendwann ärgern wird :|

Aber ich bin noch am werden, 3 Jahre halte ich durch (sofern ich das richtig verstanden hab, die Verjährungsdauer oder wie man das nennen will).


Oder wir haben alle Glück und es einfach alles endlich legal...

Mooo
Beiträge: 15
Registriert: Sa 31. Aug 2019, 23:33

Re: Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Beitrag von Mooo » Do 5. Dez 2019, 21:34

Also ich kann dir nur dringends davon abraten dort hinzugehen. Alles was die dort versuchen werden, ist dir einen Strick zu drehen. Die Idee von Mr. Nice gefällt mir. Einfach mal zurückverarschen.

Und einen Anwalt brauchst du nicht. Der wird erst interessant, sollte sich die Staatsanwaltschaft der Sache annehmen.

Die Bullen nehmen sich seeeehr viel raus, was sie nicht dürfen.

Mir haben sie schon um acht Uhr morgens die Bude gestürmt mit einem gefakten Durchsuchungsbefehl. :roll:
Vorsicht vor deinem "Freund und Helfer".

Fabberwas
Beiträge: 5
Registriert: Fr 29. Nov 2019, 18:17

Re: Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Beitrag von Fabberwas » Fr 6. Dez 2019, 12:24

Okay, ich denke ich habe einen Plan.


Ich gehe nicht hin, eventuell sage ich per Anruf ab. Kann ich über das Telefon sagen, dass ich keine Angaben machen werde, oder muss ich dafür anwesend sein, e.g. Unterschrift?

Sobald ich den Brief der Staatsanwaltschaft habe, sehe ich weiter.
Definitiv wird es fallengelassen, dann geh ich hin und frag ob und, falls ja, warum ich in dieser Kartei stehe. Je nach Antwort hole ich mir dann einen Anwalt.


Danke für all eure Hilfe.


Leider fühle ich mich nicht so ganz wohl dabei, dass alles im Netz stehen zu wissen...
Ist es ok, falls der ganze Thread gelöscht wird?

Ist zwar weder mein echter Name, noch meine echte Emailadresse und habe auch sonst keine besonderen Einzelheiten genannt. Aber ich befürchte durch eine doofen Zufall könnte man es entdecken, wobei es ja auch keinen Unterschied machen sollte...

Mooo
Beiträge: 15
Registriert: Sa 31. Aug 2019, 23:33

Re: Polizeikontrolle: War das so in Ordnung?

Beitrag von Mooo » Fr 6. Dez 2019, 19:42

Fabberwas hat geschrieben:
Fr 6. Dez 2019, 12:24
Okay, ich denke ich habe einen Plan.


Ich gehe nicht hin, eventuell sage ich per Anruf ab. Kann ich über das Telefon sagen, dass ich keine Angaben machen werde, oder muss ich dafür anwesend sein, e.g. Unterschrift?

Sobald ich den Brief der Staatsanwaltschaft habe, sehe ich weiter.
Definitiv wird es fallengelassen, dann geh ich hin und frag ob und, falls ja, warum ich in dieser Kartei stehe. Je nach Antwort hole ich mir dann einen Anwalt.


Danke für all eure Hilfe.


Leider fühle ich mich nicht so ganz wohl dabei, dass alles im Netz stehen zu wissen...
Ist es ok, falls der ganze Thread gelöscht wird?

Ist zwar weder mein echter Name, noch meine echte Emailadresse und habe auch sonst keine besonderen Einzelheiten genannt. Aber ich befürchte durch eine doofen Zufall könnte man es entdecken, wobei es ja auch keinen Unterschied machen sollte...
Frag einfach einen Moderator, ob er es bitte löschen kann. ;)

Antworten

Zurück zu „Repressionsfälle & Rechtsfragen“