In meinen Freundeskreis!

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pitbull
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In meinen Freundeskreis!

Beitrag von pitbull »

Ich habe einen gute Freund auf Cannabis aufmerksam gemacht. Sein Worte waren "Die gehören in meiner Sicht alle aufgehängt! Alkohol und Nikotin reichen doch!"

Das traurige war daran dass er keinerlei Argumente annahm, schlichtweg einfach nicht zuhören wollte.
Wie geht man in so einen Fall um? Ich mein ich kenne den Kerl schon länger und er ist wirklich für alle Themen offen nur bei Cannabis zieht er nen strich.

Ich hab seine Meinung mal stehen lassen da er Offensichtlich nicht bereit war mir zuzuhören.
Was sagt ihr dazu?
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bushdoctor
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Re: In meinen Freundeskreis!

Beitrag von bushdoctor »

Nicht aktiv Versuchen, das Thema anzubringen... es bringt nichts!

Aber: Sobald sich ein Thema anbietet, das ER gebracht hat, dann entsprechend zum Hanf positionieren.
"Steter Tropfen hölt den Stein"
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pitbull
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Re: In meinen Freundeskreis!

Beitrag von pitbull »

Nunja dass ich bei mir in der Oberpfalz, im Tiefsten Bayern auf wiederstand Stoßen werde war mir bewusst, aber dass ich aus meinen eigenen Freundeskreis Sätze zu hören bekomme wie z.B. Leute wie euch gehören sich aufgehängt, dass beschäftigt einen Aktiven schon.

Natürlich werde ich mich dadurch nicht davon abhalten lasse mich für Cannabis einzusetzten aber es ist schon ein Schlag in die Schnauze.

Passiert dass nur mir oder geht es euch genauso?

Desweitern hoffe ich dass sich noch wenigstens einer meldet der mich im Kreis Neumarkt opf. unterstützt
https://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=18&t=1007

Ich habe schon erste Flyeraktionen geplant und die Planung eines Infostandes bei der Gewerbeschau ist auch bereits in Planung. Ich werde da zwar alleine dastehen aber solange niemand auf den DHV aufmerksam gemacht wird gibts auch nicht die möglichkeit dass sich jemand meldet. Deswegen nur durch aktives Auftreten habe ich auch die Chance Unterstützer zu finden
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DrGonzo
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Re: In meinen Freundeskreis!

Beitrag von DrGonzo »

nein, das geht definitv nicht nur dir so.
gerade wenn man die meinung vertritt, dass alle drogen legalisiert werden sollten trifft man auf entsetzen und unverständnis.

bei cannabis ist das noch recht einfach, da die substanz im direkten vergleich zu alkohol oder tabak ähnlich bis weniger schaden anrichtet.
vertritt man aber die auffassung, dass alle drogen legalisiert werden sollen, muss man aufpassen dass die leute das nicht falsch verstehen. ich spreche deshalb gerne von einer entkriminalisierung der konsumenten, was zwangsläufig eine legalisierung mit sich bringt. die rahmenbedinungne sind für mich entscheidend.

bei cannabis gibt es gegen-argumente die recht einfach sind:
  • Weltweit kein einziger Toter durch den Konsum.
    Abhängigkeit entsteht nur psychsich, ein Entzug erfolgt durch Gespräche.
    Cannabis ist keine Einstiegsdroge. Die meisten Menschen die es rauchen bleiben dabei oder hören wieder damit auf.
    In Ländern in denen es legal ist gibt es keinen (dauerhaften) sprunghaften Anstieg an Konsumenten.
    Am derzeitgen Verbot verdient nur die Mafia.
    Durch das Verbot werden Menschen ins soziale Abseits gedrängt, was nie die Substanz ansich hätte leisten können. Der Beweis dafür ist dein Freund, der alle Konsumten aufhängen möchte. :|
Hält man gegen diese Argumente Alkohol, kommt dieser ziemlich schlecht dabei weg.
Man kann durch gezielte Fragen das Thema fossieren, weil Drogen allgegenwertig und auch immer wieder in den Medien sind.
Für einen rationalen und verantwortungsvollen Umgang mit psychoaktiven Substanzen und Menschen die sie konsumieren.
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pitbull
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Re: In meinen Freundeskreis!

Beitrag von pitbull »

Nunja ich bin dem Alkohol auch nicht abgeneigt, auch wenn er schwere Nebenwirkungen hat. Ich Konsumiere Alkohol fast täglich und kenne auch die Risiken, Alkoholabhängiger Vater der Mitlerweile nach langer Therapie trocken ist, einen abhänigen Schwager der es auch nach einen intesieven gespräch nicht merkt dass er ein problem mit Alkohol hat.

Aber ich habe auch schon meine Erfahrung mit Cannabis gemacht. Mein bester Freund hat durch Massiven konsum von Cannabis eine Psychose gehabt, schlichtweg eine Depression die durch den Konsum von Cannabis verstärkt wurde, ich habe ihn dazu geraten sich Hilfe bei einem Arzt deswegen zu holen. Am nächsten Tag ist er in den Wald gefahren und hat die Abgase in sein Auto gelassen. Seitdem setzte ich mich erst Aktiv für eine Legaliserung von Cannabis ein da ich der Meinung bin hätte es zu der Zeit Beratungstellen für Konsumenten gegeben die ein Problem mit Cannabis haben wäre es dazu nicht gekommen und ein junger Mann mit 19 Jahren schlichtweg mein bester Freund würde noch Leben sein.

Die Gegenargumente für die Prohibitation von Cannabis sind mir durchaus bekannt da ich mich mit jeder freien Minute damit Auseinadersetzte, was auch eine gewisse Pflicht ist wenn ich mich für den DHV einsetzten will. Ich kann nicht Parolen für die legaliserung bringen wenn ich nicht alle Fakten über Cannabis kenne!
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DrGonzo
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Re: In meinen Freundeskreis!

Beitrag von DrGonzo »

mein bedauern für deine persönlichen erlebnisse. :(
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Jimanju!
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Re: In meinen Freundeskreis!

Beitrag von Jimanju! »

das thema ist zwar schon einen moment her, ich werde aber auch mal meinen senf dazugeben.
ich selbst beschäftige mich seit ca 1-1,5 JAhren erst wirklich mit Drogen und Drogenpolitik. Erste Demo war dann der GMM 2013 in FFM, den ich übrigens überwältigend fand und mich noch mehr angespornt hat, sich mit allem was damit zu tun hat zu beschäftigen.

SO jetz aber zurück aufs Thema.

Ich selbst habe in meinem Freundeskreis einige Leute die Kiffen, manche davon vielleicht sogar schon fast zuviel. Sie wissen also mit Cannabis umzugehen und kennen die Wirkung und Auswirkungen. Aber als es dann um die Hanfparade ging oder den GMM kam Direkt:"WAS das ist ja wie outing!!" Obwol ich m.E. schon recht viel Wissen in meinem Freundeskreis zu diesem Thema gespreadet habe, insbesondere bzgl. legalisierung Harter Drogen (denn bei Cannabis ist man sich durch eigenen Konsum ja sicher das es legalisiert werden muss, was ansich kein vernünftiger Grund ist.), ist in den Köpfen drin: Mache ich es nicht heimlich im Keller, sondern gehe auf die STraße (auch ohne zu Kiffen) und Demonstriere dann zerstören die (Staat) mein leben.

Dann habe ich meine Oma die Verkorkst durch die hisige Propaganda natürlich von sowas schonmal garnichts hält und VÖLLIG ahnungslos ist. (Dazu sei gesagt das meiner Familie bekannt ist, dass ich hin und wieder mal nach Amsterdam oder in Grenznahe gebiete fahre oder auch mal hisige Angebote nutze). Diese völlige Ahnungslosigkeit wurde mir erst bewusst als ich über einen kleinen Umweg erfuhr das meine Oma meint ich Kokse. Was ich ihr danach ziemlich an den Kopf geknallt habe wie sie denn auf solch eine dumme idee kommt. Blöd war nur das die gute dachte Koks = Gras. Seit dem gab es aber immer wieder mal Gespräche, die meist ziemlich ziemlich hitzig verliefen, in denen ich versucht habe ihr mit Argumenten und dem Wissen das ich habe, zu vermitteln was es mit Drogen und der Drogenpolitischen Situation in DE und GLOBAL aufsich hat.

Beide sowohl mein Freundeskreis, als auch meine Oma verschließen sich irgendwie davor, nur auf unterschiedliche weisen.

Als ich dann den Thread hier gelesen habe stellte ich mir die Frage was ist nun schlimmer...meine Oma oder meine Freunde?? Ich finde meine Freunde, denn meine Oma hat die ganze Propaganda ja von klein auf eingetrichtert bekommen und ist der Meinung Gras --> härtere Sachen --> Gosse ---> Tod. Da noch etwas zu ändern ist, naja recht schwirig, da die Meinung natürlich ziemlich fest verankert und festgefahren ist.

Was meint ihr?

Momentan bin ich am überlegen mir meine Familie nach und nach an den Tisch zu holen und von vorne bis Ende zu informieren. ABer naja da bin ich mir noch nicht so sicher. Vor allendingen weil ich natürlich nicht allwissend bin und ich schiss davor habe das man dann eine dumme Sache bringt gegen die ich nicht argumentieren kann und ich wie der Kiffer-Idiot und nicht wie der Aufgeklärte-User dastehe.


Achja, die liste mit den "Kurz-Argumenten" fand ich wirklich gut. Gibts eigentlich sowas wie eine FAQ für die faulen Leser, also Kurz Prägnant und einleuchtend? (zu den Faulen lesern gehöre übrigens ich nicht)

doch ein bissle lang geworden.... :twisted: :twisted:
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bushdoctor
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Re: In meinen Freundeskreis!

Beitrag von bushdoctor »

Jimanju! hat geschrieben: Was meint ihr?
"Steter Tropfen höhlt den Stein"

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Florian Rister
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Re: In meinen Freundeskreis!

Beitrag von Florian Rister »

Jimanju! hat geschrieben: Was meint ihr?

Also mich persönlich stören die Hanfkonsumenten, die sich einen Dreck für ihre eigenen Interessen einsetzen mehr, als Verwandte oder andere Leute die völlig prohibitionistisch sind. Eben weil sie es nicht verstehen und sich auch keine Zeit nehmen um darüber nachzudenken.
Die Hanfkonsumenten dagegen denken eigentlich ständig über das Verbot nach und wissen meistens auch das es Schwachsinn ist, nehmen es aber größtenteils achselzuckend hin.
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DrGonzo
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Re: In meinen Freundeskreis!

Beitrag von DrGonzo »

Viele typische Argumente findest du hier: http://www.cannabislegal.de/argumente/procontra.htm

Ich finde das keine der Personengruppen schlimmer ist. Jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung, sei die nun auch geprägt von Vorurteilen, Unwissenheit und Propaganda. Allein die Meinung zu haben ist erstmal sehr bedauerlich muss den Menschen aber zugestanden werden. Schlimm wird es dann, wenn man aus der Meinung herraus Entscheidungen trifft die auch andere betreffen und das fängt bei mir dann schon bei der Wahl an. Um es mal ganz deutlich zu sagen, jede Stimme an die CDU/CSU ist eine gegen Menschen die gerne Cannabis nutzen. Denn diese Partei setzt sich für eine (weitere) Verfolgung dieser Menschen ein.
Bei deinen Freunden ist es schlichtweg kurzfristiges denken und faulheit, was aber beides nicht verwerflich sondern eher menschlich ist.

Du kannst ja mal folgende Rechnung aufmachen. In Deutschland gibt es 4 Millionen Menschen die Cannabis konsumieren. Jährlich werden 130.000 Strafanzeigen wegen Cannabis geschrieben. Es dauert also "nur" 30 Jahre bis es sie alle erwischt hat. Zum Vergleich ist bei Einbrücken in Häuser und Wohnungen statistisch alle 100 Jahre jeder dran.

Hier im Forum findest du einige Beiträge wo Menschen gehofft haben sie könnten sich wegducken. Politische Arbeit an dem Thema wäre besser gewesen, dann hätten diese Menschen vielleicht nicht die Probleme die sie nun haben.
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Re: In meinen Freundeskreis!

Beitrag von Florian Rister »

DrGonzo hat geschrieben: Hier im Forum findest du einige Beiträge wo Menschen gehofft haben sie könnten sich wegducken. Politische Arbeit an dem Thema wäre besser gewesen, dann hätten diese Menschen vielleicht nicht die Probleme die sie nun haben.
Und selbst wenn sie die Probleme irgendwann trotzdem gehabt hätten, dann wären sie wenigstens vorher 10 Jahre lang mit aufrechtem Gang durch die Welt spaziert ;)
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