Cannabis bei symptomatischer Epilepsie bei Hirntumor

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NiciHirnBlaBla
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Cannabis bei symptomatischer Epilepsie bei Hirntumor

Beitrag von NiciHirnBlaBla » So 3. Nov 2019, 16:21

Hallo,

Vor ca. 3 Monaten habe ich die sch*** Diagnose eines großen, inoperablen, bösartigen Tumors im Kopf erhalten.

Nach 20 Jahren (ich bin 40) mit beinahe täglichem Schmerzmittel Bedarf hat ein durch den Tumor ausgelöster epileptischen Anfall endlich ein MRT gebracht, dass die Ursache für all die Schmerzen gefunden hat.
Seither befinde ich mich nun exzessiv in Behandlung und suche nach einem Medikament, das mir die bald 25 Tabletten täglich und die dennoch vorhandenen Anfälle und Schmerzen in Zukunft erleichtert.

Ich arbeite also - auch nach Empfehlung von einigen anderen Patienten - nun an einem Antrag auf Kostenübernahme für THC+CBD, treffe aber auf leichte Gegenwehr der Onkologin, da sie befürchtet Cannabis würde mein Anfalls Risiko in der Epilepsie erhöhen.

Daher suche ich nach Personen, die als Epileptiker Erfahrungen damit gemacht haben und mir davon kurz einen Überblick von Pro und Contra geben könnten, damit ich zum nächsten Termin wegen der Antragstellung Argumente mitnehmen kann.

Wäre sehr dankbar 😊
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Re: Cannabis bei symptomatischer Epilepsie bei Hirntumor

Beitrag von Cookie » So 3. Nov 2019, 16:57

Ich habe - ausgelöst durch einen Schlaganfall - Epilepsien, die sich so auswirken, dass ich meinen rechten Fuß dann nicht steuern kann und er sich "verkrampft"... das Mittel, das ich dagegen bekomme (Levetiracetam), wirkt bei mir, zumindest verhindert es die Epilepsien fast vollständig. Ich weiß nicht, ob es vergleichbar ist - wirklich nicht - aber Cannabis sorgt bei mir NICHT für eine Unwirksamkeit des Mittels. Vielleicht hilft Dir das ja weiter?!

Viel Erfolg und gute Besserung!
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NiciHirnBlaBla
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Re: Cannabis bei symptomatischer Epilepsie bei Hirntumor

Beitrag von NiciHirnBlaBla » So 3. Nov 2019, 17:21

Ja, das hilft mir schon mal weiter, danke!

Das Mittel nehm ich auch, plus Vimpat, schon mal gut zu hören, dass keine Unverträglichkeit vorhanden ist.

Besonders würde mich auch interessieren, ob es sich bei einem drohenden Anfall sogar nützlich machen würde, es vielleicht sogar abgewendet werden könnte.

Danke nochmal :)
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Re: Cannabis bei symptomatischer Epilepsie bei Hirntumor

Beitrag von Cookie » So 3. Nov 2019, 17:40

Meine persönliche Meinung ist, dass es nicht schädlich ist und Schmerzen auf jeden Fall verringern kann. Auch eine Chemotherapie wird damit wesentlich erträglicher (hatte schon zwei Tumore, und das ist "ewig her" - die letzte Therapie ist 13 Jahre her). Für alles andere brauchst Du aber einen guten Arzt, viel Vertrauen und noch mehr Geduld. Bei den letzten beiden helfen kann Cannabis. Wichtig ist, nicht zu resignieren und zu kämpfen - auch wenn es schwer fällt. Eine Garantie ist das nicht aber eine Chance!
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NiciHirnBlaBla
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Re: Cannabis bei symptomatischer Epilepsie bei Hirntumor

Beitrag von NiciHirnBlaBla » Sa 30. Nov 2019, 08:59

Danke für deine Mühen!

:) :D
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