Cannabis und RLS

CannaMed
Beiträge: 2
Registriert: Sa 4. Jul 2015, 03:35

Cannabis und RLS

Beitrag von CannaMed » Sa 4. Jul 2015, 05:54

Hallo!

Auf Empfehlung einiger Freunde wende ich mich nun an dieses Forum.

Seit einigen Jahren leide ich am Wittmaack-Ekbom-Syndrom oder auch Restless-Legs-Syndrom (Kurz: RLS). Es handelt sich hier um eine bislang unheilbare neurologische Erkrankung, die mir zurzeit mein Leben zur Hölle macht. Aber ich fange mal von vorne an.

In meiner Jugend habe ich das erste Mal Bekanntschaft mit dem RLS gemacht. Ich vermutete, dass dieses Gefühl in meinen Beinen mit dem Wachstum zusammenhängt und nach kurzer Zeit ging es dann auch schon wieder. Über ein Jahr hatte ich Ruhe, bis das RLS dann wieder kam - Etwas schlimmer aber noch auszuhalten. Die RLS-Phasen kamen immer häufiger und in kürzeren Abständen. Eine Phase dauert von ein paar Wochen bis hin zu über einem Monat. Mittlerweile bin ich 30 und aktuell durchlebe ich die bisher schlimmste Phase. Es ist mir nicht mehr möglich meinen Hobbys nachzugehen oder mich einfach mal auszuruhen (Zocken/Fernsehen/Lesen). Sobald ich zur Ruhe komme habe ich dieses Gefühl in den Beinen. Dieses Gefühl ist für mich schwer zu beschreiben. Es ist ein unwiderstehlicher Drang meine Beine belasten und/oder strecken zu müssen - Teilweise geht das Gefühl bei mir sogar auf die Arme über. Das Einzige was dann hilft ist Bewegung (also Sport). Sobald ich mich Bewege ist das Gefühl weg, kommt aber dann sofort wieder wenn ich die Bewegung einstelle.

Während der RLS-Phasen stehe ich permanent unter Stress. Gehe ich mit meiner Freundin in die Stadt, muss sie mich alle 5 Minuten auffordern nicht so schnell zu gehen. Gehen wir ins Museum, auf den Markt (oder ähnliches) bin ich der erste, der sich alles angeschaut hat und am Ausgang auf die nächste Attraktion wartet. Sie fragt mich immer ob ich einen Wettbewerb veranstalten möchte, wer als erstes alles gesehen hat. Ich kann nicht genießen bzw. länger an einem Ort sein. Ich selbst nehme das aber gar nicht so wahr - Ich merke nicht, dass ich zu schnell gehe oder als erstes am Ausgang eines Museums stehe. Das Lustige ist, dass ich die z.B. Ausstellungen im Museum aufnehme, wir reden danach ja auch über das Gesehene und meist habe ich sogar mehr gesehen/behalten als sie (Und nein, meine Freundin ist nicht dumm). Evtl. könnte man das als kleinen Vorteil sehen: Ich nehme ziemlich schnell Dinge wahr während ich mich in einer RLS-Phase befinde. Der Horror ist, wenn ich auf sie warten muss während sie in ein Bekleidungsgeschäft geht. Ich weiß dann einfach nichts mit mir anzufangen und laufe planlos vor dem Geschäft durch die Gegend. Es ist sogar schon so weit gekommen, dass mich die Security angesprochen hat ob alles mit mir in Ordnung ist.

Wirklich Gefährlich wird es, wenn ich schlafen muss. Ich wechsle meine Position alle paar Minuten, muss meine Beine bewegen und finde einfach keine Position in der ich mich wohl fühle und zur Ruhe komme. Lege ich mich ins Bett dauert es Stunden bis ich einschlafe. Meist ist das so um 4 oder 5 Uhr morgens. Das ich das nur schwer mit einem normalen Leben kombinieren kann, muss ich denke ich nicht extra erwähnen. Während einer RLS-Phase geregelt aufzustehen ist mir unmöglich.

Das RLS ist schwer einzudämmen. Angefangen habe ich damit mich gut zu ernähren, Sport zu machen (Fitness und Yoga), Eisen zu nehmen, auf Koffein zu verzichten und den Tabakkonsum einzudämmen. Dennoch schaffe ich es nicht in eine angenehme Lebenslage zu kommen. Das schreckliche Gefühl in den Beinen (und manchmal auch in den Armen) bleibt.

Seit ca. einem halben Jahr konsumiere ich während der RLS-Phasen Cannabis auf klassische Art (Mit schlechtem Gewissen). 1 Joint am Abend genügt und das RLS ist Geschichte. Wie ihr allerdings bestimmt wisst bekommt man auf der Straße recht oft qualitativ minderwertigen/gestreckten Stoff. Nicht selten entsorge ich das gekaufte Cannabis, da ich ein unangenehmes Gefühl im Hals und/oder dunkle Ablagerungen auf der Zunge bekomme. Wirklich gutes Cannabis bekomme ich selten.

In Berlin (Moabit) wohne ich seit 2 Monaten und somit habe ich noch keine vertrauenswürdige Quelle gefunden und das ist auch nicht so einfach denke ich mal - Zudem mache ich mich ja jedes Mal strafbar und das möchte ich eigentlich nicht (Deswegen auch das schlechte Gewissen). Daher habe ich darüber nachgedacht zum Arzt zu gehen um mich beraten zu lassen wie eine Sondergenehmigung beantragt werden kann und ob das in Deutschland überhaupt möglich ist.

Meine Oma leidet auch am RLS (was ich erst vor ca. 2 Jahren herausgefunden habe). Sie bekommt Tabletten gegen Parkinson. Auch ich habe die Tabletten ausprobiert und sie wirken, allerdings bekomme ich dann Verstopfungen. Zusätzlich habe ich dann ab und zu Schwindelgefühle - Das äußert sich dann durch einen kurzen Tinnitus und vorübergehender Einschränkung meines Sichtfelds (Sowas hatte ich vorher noch nie). Wie die Tabletten hießen weiß ich nicht mehr (Irgendwas mit R auf jeden Fall).

Bevor ihr fragt:
Nein, ich war noch nicht beim Arzt, doch das möchte ich nun tun. Ich möchte mich bevorzugt von einem Arzt beraten lassen, der Cannabis auch als Medizin wahrnimmt und weiß was Cannabis ist.

Meine Bitte:
Kennt jemand von euch einen Neurologen oder Allgemeinmediziner, der Cannabis als sinnvolle Behandlungsmethode ansieht und mich nicht gleich als geistesgestörten Junkie abstempelt? Wie gesagt, ich wohne in Berlin-Moabit. Vielleicht findet sich ja hier jemand, der mir Tipps geben kann. Ich bin auch offen für andere Behandlungsmethoden, nur eben harte Tabletten würde ich ungern nehmen.

Falls ihr Tipps habt, die ihr nicht öffentlich mitteilen wollt, könnt ihr mich gerne per eMail kontaktieren: meisterlampion@gmail.com

Vielen Dank schonmal!

Ich versuche dann mal wieder zu schlafen. :|


Grüße,

CannaMed
Zuletzt geändert von CannaMed am Sa 4. Jul 2015, 17:58, insgesamt 1-mal geändert.

Sabine
Beiträge: 7662
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von Sabine » Sa 4. Jul 2015, 07:21

Hi CannaMed !

Leider "kenn"/weiss ich nur einen Schmerztherapeuten in Potsdam, der Cannabis-positiv denkt. Wenn Du magst, kann ich Dir die Adresse schicken, evtl. kennt der Kollegen anderer Disziplinen in/um Berlin.

Aber auch wenn Du einen Arzt finden solltest, der Dir synthetisches Cannabis auf Rezept ausschreibt oder eine Ausnahmegenehmigung mit Dir erstellt, die Preise bleiben für OttoAnnaNormalverdiener auf Dauer unerschwinglich.

Rufe doch mal beim zuständigen Gesundheitsamt an und frage dort nach Ärzten. Wenn die rumzicken, verweise auf die Frankfurter Lösung :

"Ein erfahrener Mediziner und ein Rechtsanwalt informieren über die Indikationsstellung, Risiken und Nebenwirkungen und erörtern mit Ratsuchenden Fragen zum Genehmigungsverfahren, um Cannabis als Medikament zu bekommen. Beide stehen jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr zur Sprechstunde in den Räumen des Gesundheitsamts zu Verfügung. Eine Anmeldung per Telefon oder Mail ist gewünscht. "

http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.p ... ]=29408358

Sollte eigentlich jeder Ratsuchende machen, damit die Gesundheitsämter mitbekommen, das Bedarf für solche Stellen vorhanden ist.

Zusätzlich kannst Du noch hier nachfragen/schauen, die haben auch ein Forum :

http://www.inside.to/cannabis/

Liebe Grüße aus Bayern

Aurora

CannaMed
Beiträge: 2
Registriert: Sa 4. Jul 2015, 03:35

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von CannaMed » Sa 4. Jul 2015, 17:48

Hey Aurora!

Vielen Dank für die Hilfe. Ich werde mir mal dort einen Termin geben lassen.

Hab schon gelesen, das Cannabismedikamente extrem teuer sind (200€/Medikament). Das finde ich sehr schade, unverschämt und irgendwie auch merkwürdig. Wie dem auch sei, eine Beratung schadet ja nicht.

Interessant finde ich auch den Ansatz mit der Kältetherapie (hab gerade eine Reportage darüber gesehen), allerdings ist diese auch sehr teuer. Ab 20,00€/Behandlung geht es los und Linderung ist hier auch nur temporär zu erwarten (leider).

Kürzlich habe ich auch gelesen, dass die intensive Erforschung des RLS sich nicht lohnen würde, da die Behandlung nur bei ein bis drei Prozent der Betroffenen wirklich notwendig ist. Schade, dass sich immer alles ums Geld dreht. Viele Menschen leiden extrem und sind nicht mehr fähig ein normales Leben zu führen. Hinzu kommt, dass die Gesellschaft das Problem nicht versteht. Äußert man öffentlich, dass man am RLS leidet und es mit Cannabis erfolgreich behandelt wird man gleich in die Schublade der Drogenabhängigen gesteckt - Zudem ist man beruflich extrem eingeschränkt (Meine Vorgesetzten können ein Lied darüber singen). Nun habe ich beschlossen offen mit dem Thema umzugehen. RLS ist zwar eine Krankheit die ein Leben lang bleibt, doch ich brauche mich nicht dafür zu schämen ein Betroffener zu sein.

Bei der Behandlung mit Cannabis habe ich 0 Anzeichen einer Abhängigkeit. Mittlerweile konsumiere ich Cannabis nur während der RLS-Phasen (in niedrigen Dosen) und ich hatte nie Probleme mit der Absetzung. Früher habe ich Cannabis auch zum Genuss konsumiert, das gebe ich zu - Mittlerweile bin ich aber mmn zu alt um auf Partys oder sonst wo zu kiffen. Zudem kam ich mit dem Genusskonsum manchmal nicht klar, ich wurde bei hoher Dosierung leicht paranoid und ein Gefühl von Unbehagen machte sich breit. Dies hing immer davon ab mit wem oder wo ich konsumiert habe (aber das ist eine andere Geschichte, die hier nicht hingehört).

Ich halte Cannabis für ein sehr wirkungsvolles und verträgliches Medikament für vielerlei Krankheiten, doch leider ist Cannabis nach wie vor stigmatisiert und wird nicht von der Gesellschaft akzeptiert. Es hat mich viel Kraft und Nerven gekostet meine Verwandtschaft und Freunde dazu zu bringen Cannabis bzw. meinen Phasenkonsum zu akzeptieren/tolerieren und nach wie vor gehe ich vorsichtig damit um.

Man hört Argumente wie "Cannabis ist eine Einstiegsdroge", "Cannabis macht dumm", "Cannabis macht abhängig" usw.. Das sind meiner Meinung nach Totschlagargumente von Menschen die wenig bis keinerlei Infos haben und auch kein Interesse haben sich mit dem Thema auseinander zu setzen - Dennoch wird deren Meinung ebenso akzeptiert wie von einem Spezialisten der sich wissenschaftlich mit der Materie auseinandersetzt. Zusätzlich wird man einem Klischee zugeordnet und entsprechend behandelt. Wir leben doch in Zeiten der Toleranz oder gilt diese Toleranz nur für bestimmte Themengebiete?

Jeder Mensch ist seines eigenen Schicksals Schmied und jeder Mensch sollte frei entscheiden können, welche Medikamente er nehmen möchte und in welchen sozialen Kreisen er sich aufhält. Ich zumindest möchte meinen Körper keinen starken Medikamenten wie Opiaten oder Parkinson-Tabletten aussetzen wenn es (bessere und angenehmere) Alternativen gibt. Das sollten selbst Menschen verstehen können, die nicht wissen was Cannabis ist.

Über weitere Tipps, Anregungen und/oder Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen.


Grüße,

CannaMed

Fraagender

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von Fraagender » Sa 4. Jul 2015, 20:01

Hallo CannaMed,

ich kann leider nicht viel dazu beitragen, möchte aber darauf hinweisen dass natürliches Cannabis wie "Bedrocan" in den meisten Fällen besser wirkt als ein Stoff alleine (wie z.B. Dronabinol). Auch vom Preis-Leistungsverhältnis müsstest du damit am besten fahren. Allerdings wirst du mehr als 20.-€ pro Gramm in der Apotheke bezahlen müssen.

Gruß


PS: Deine Email Adresse musst du hier eigentlich nicht angeben. Man kann private Nachrichten verschicken.

ElliNori
Beiträge: 1
Registriert: Mo 6. Jun 2016, 08:52

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von ElliNori » Mo 6. Jun 2016, 09:34

Hi CannaMed !

Auf der Suche nach Antworten bin ich auf deinen Beitrag gestoßen.
Bei mir hat sich das RLS mit 29 Jahren manifestiert. Die Diagnose habe ich 1999 erhalten, nach 10 Jahren . Zu dem Zeitpunkt stand ich am Abgrund. Ich konnte nicht mehr. Nur meine Kinder haben mich davon abgehalten, einen Schritt weiter zu gehen. Und zum Glück bin ich ein positiver Mensch.
Mit Verständnis hatte ich sogar in meiner Berufsgruppe ( Krankenschwester) zu kämpfen. Es ist wirklich schwer zu beschreiben. Nur EINE Kollegin hatte ne Ahnung, was ich durch machen muss. Sie arbeitete auf der Alkohol- und Drogen Station ( so hieß diese Station damals)
Ich lebe seit 2001 die meiste Zeit in Berlin. Und ich hatte das Glück 2002 an einen Arzt überwiesen zu werden, der sich schon viele Jahre mit RLS beschäftigt. Ich konnte endlich wieder leben. Irgendwann war die Carbagolin Studie zu Ende. Diesmal lief meine Tochter nachts mit mir durch die Stadt. Ich habe alles versucht, was ich kriegen konnte. Mein Arzt unterstütze mich , so gut wie er konnte. Bis zur Verschreibung eines Medikamentes, bevor es offiziell zu gelassen war.
Inzischen bin ich bei einer 3 -Combi angelangt und ich kann kein Medikament weg lassen, die Nebenwirkungen entsprechend. Der Doc meinte, ich dürfe auf keinen Fall mehr nehmen. Aber was wenn man wieder geistert.!?
Einmal habe ich auf einer Geburtstagsparty aus Interesse über die Wirkung ein zwei mal an einem J oin t gezogen. In dieser Nacht habe ich sehr viel später an meine Tabletten gedacht.

Also bin ich auf der Suche nach Alternativen. Hast du einen Arzt gefunden?

mfg Elli

crappy
Beiträge: 366
Registriert: Fr 19. Sep 2014, 03:00

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von crappy » Di 7. Jun 2016, 00:21

Hast du denn gute Erfahrungen mit Cabergolin gemacht? Ich habe RLS auch schon bestimmt 25 Jahre. An einen Arzt habe ich mich noch nie gewendet deswegen. Das kommt so schnell wie es wieder geht. Manche Nächte verbringe ich nur damit die Beinmuskulatur immer wieder anzuspannen. Dann ist es wieder für Monate weg. Ob Cannabis dagegen geholfen hat kann ich dir nicht sicher beantworten. Ich habe schon länger keinen "Zugang" mehr zu Cannabis.

Don Quischotte
Beiträge: 251
Registriert: Fr 19. Sep 2014, 00:13

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von Don Quischotte » Di 7. Jun 2016, 20:24

Moin,

Ich würde dir Körperspannungsübungen empfehlen, um die Anfälle besser kontrollieren zu können, wie hier jemand schon beschrieb.

Hatte wärend einer Medikamentenumstellung auch mal Probleme mit RLS.
If you see the Cops, warn a brother

Benutzeravatar
bushdoctor
Beiträge: 2401
Registriert: Mo 27. Feb 2012, 15:51
Wohnort: Region Ulm

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von bushdoctor » Mo 27. Jun 2016, 21:05

naturepraxis hat geschrieben:Ich habe das Original Rick Simpson unter behördlicher Beobachtung hergestellt und arbeite an einer Studie in Zusammenarbeit mit der Universität in Köln.
Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...

Ich rate jedem, der Kontakt mit "naturepraxis" aufnehmen möchte, zur Vorsicht.

Sabine
Beiträge: 7662
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von Sabine » Di 28. Jun 2016, 07:04

Hallo naturepraxis !

Hast Du bei deiner Registrierung hier unsere Foren-Regeln genau durchgelesen? Dann hast Du sicher diesen Absatz überlesen :

"Verschwörungstheorien wie "Die BRD gibt es nicht" sind ausdrücklich nicht erwünscht. Kommerzielle Werbung und Promotion für Produkte oder Webseiten auch nicht." viewtopic.php?f=13&t=14

Bitte halte Dich in Zukunft daran !



Meine persönliche Meinung :

bei solchen Parolen ala "nur wir sind im Besitz der Wahrheit" noch dazu mit radikalen Ernährungsregeln und vorgetragen mit fast religiöser Inbrunst/Wortwahl werde ich supervorsichtig. Da habe ich als an unheilbaren Krebs Erkrankte genügend in den 9 Jahren meiner Erkrankung an mir vorbei ziehen und auch etliche Menschen sterben sehen, die sich verzweifelt an solche Hoffnungen geklammert haben.
Kann mich der Warnung bushdoctors daher nur anschliessen.

Benutzeravatar
overturn
Beiträge: 829
Registriert: Di 14. Feb 2012, 03:46
Wohnort: NRW

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von overturn » Di 28. Jun 2016, 07:20

naturepraxis hat geschrieben:Ich finde es sehr schwach die Menschen in die Irre zu führen
Dito.

Nennen Sie doch bitte hier den Namen der Studie, weitere Beteiligte oder generell nähere Informationen zur eigenen Person, Praxis oder der erwähnten Forschung. Bis dahin wird Sie hier wohl kaum wer ernst nehmen.
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."

Ernst Berlin
Beiträge: 775
Registriert: Fr 24. Feb 2012, 13:09
Wohnort: Berlin

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von Ernst Berlin » Di 28. Jun 2016, 09:48

Vor allem wenn jemand behauptet RSO unter Staatlicher Ausfsicht hergestellt zu haben. RSO kann jeder mit Iso Alkohol (98%) Cannabis (Potent), einem Reiskocher ( kommt nur bis 100Grad). Und einem Balkon oder guter Lüftung innerhalb von knapp 3 Stnden herstellen.

Wo sind denn die Beweise, zeigmal deine Erlaubnisse, Namen kann man schwärzen. Du möchtest helfen? Warum glaube ich dir nicht?

Ach so und für RLS reichen wohl Blüten, da brauch niemand Öl, Krebs sieht da schon anders aus und hier würde ich es jedem abraten auch nur einen Cent einem Unbekannten zu geben, dann lieber selber herstellen.
Privat Sponsor des DHV seit 06.10.2009... Wann machst du mit? :D

Benutzeravatar
overturn
Beiträge: 829
Registriert: Di 14. Feb 2012, 03:46
Wohnort: NRW

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von overturn » Di 28. Jun 2016, 15:40

Studien werden veröffentlicht - das ist Ihnen bewusst? Ohne entsprechende Belege lässt sich Ihr "Angebot" wohl ausschließlich als Quacksalberei, bzw. Betrug bezeichnen.
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."

Sabine
Beiträge: 7662
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von Sabine » Di 28. Jun 2016, 16:20

He naturepraxis, psst, bitte nicht so rumschreien (Großbuchstaben).

overturn und alle anderen "hören" Dich auch so.

Benutzeravatar
bushdoctor
Beiträge: 2401
Registriert: Mo 27. Feb 2012, 15:51
Wohnort: Region Ulm

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von bushdoctor » Di 28. Jun 2016, 17:03

Entschuldigung, dass ich "zur Vorsicht" gemahnt habe...

Ich kannte (und kenne) die Motive von naturepraxis nicht und wollte eigentlich nur ausdrücken, dass Menschen, die über google-Suchen hierher kommen, zuerstmal sehr vorsichtig sein sollten, wenn jemand mehr oder weniger verdeckt ILLEGALES Cannabisöl anbietet und es so darstellt, dass es evtl. "legal" sei...

Auch ich hatte schon (positive) Erfahrungen -über Dritte - mit Internet-Kontakten, die illegal vermitteltes Cannabinoid-Extrakt an kranke Menschen verkauften... Man muss aber als "Unbedarfter" hier sehr vorsichtig sein, damit man nicht abgezockt wird...

Der "Werbecharakter" ist halt das, was mich an der Sache stört...
...sagen wir es mal so: man könnte es auch diskreter abwickeln! Diejenigen, die mir bekannt sind, die sowas machen, sind äußerst diskret und würden niemals so offen "Werbung" machen.

...ansonsten freue ich mich natürlich über jeden, dem geholfen werden kann.

Benutzeravatar
overturn
Beiträge: 829
Registriert: Di 14. Feb 2012, 03:46
Wohnort: NRW

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von overturn » Mi 29. Jun 2016, 17:30

"Forschung", die nur persönlich (mit-)geteilt wird? Unseriöser geht es kaum. Falls es eine Studie gibt, ist dies von - allgemeinem - Interesse.
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."

Ernst Berlin
Beiträge: 775
Registriert: Fr 24. Feb 2012, 13:09
Wohnort: Berlin

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von Ernst Berlin » Mi 6. Jul 2016, 11:57

naturepraxis hat geschrieben:DER HANDEL ODER BESITZ VON THC CBD IST IN DER BUNDESREPUBLIK IST VERBOTEN ; JETZT WOLLEN SIE AUCH NAMEN !
ALSO ERGEBNISSE UND ALLES ANDERE WERDE ICH LIEFERN BEI EINEM PERSÖNLICHEN GESPRÄCH UND AUCH NUR WENN SIE PATIENT SIND ODER AUCH PROBLEMATIK IN DER FAMILIE BESTEHT ; ALLE AUFREGUNGEN DER WELT KANN ICH ZU HUNDERT PROZENT NACHVOLLZIEHEN ; ICH DARF EUCH NICHT HELFEN VOM GESETZBEBER AUS ; HINTERLASSEN SIE MIR IHRE PROBLEMATIK IN MEINER E MAIL UND WIR WERDEN PERSÖNLICH ALLE FRAGEN BEANTWORTEN ; ICH WILL IHNEN DABEI IN DIE AUGEN SCHAUEN ;

DANKE
Nö, eben nicht, ich will doch keine Namen, aber das Dokument das die erlaubnis zum Herstellen des RSO hätte ich gerne gesehen. Großbuchstaben im Internet bedeuten schreien. Zum Glück ist es hier nicht so das derjenige Automatisch recht hat, der schreit. Erlich auf ihre Hilfe kann ich verzichten. Ich glaube sie wollen hier nur ein paar Leichtgläubige b.z.w. Unerfahrene Menschen abzocken und dehren Geld haben. Darauf wird dankend verzichtet, zumndest meinerseits.

Danke und noch nen schönen Tag, denkt doch Tatsächlich bushdoctor wäre von der Pharmaindustrie..... :lol:
Privat Sponsor des DHV seit 06.10.2009... Wann machst du mit? :D

Florian Rister
Beiträge: 2973
Registriert: Mo 13. Feb 2012, 15:43
Wohnort: Berlin

Re: RLS - Bitte um Hilfe

Beitrag von Florian Rister » Mo 17. Okt 2016, 15:59

Ich habe die Beiträge von Naturepraxis gelöscht, da es sich dabei um Spam und sehr wahrscheinlich auch um einen Betrugsversuch handelt.
Legalisierungsbefürworter seit 2000
DHV-Mitglied seit 2010
DHV-Mitarbeiter seit 2014

Farmerftsk
Beiträge: 2
Registriert: Sa 26. Aug 2017, 02:40

Cannabis bei meinem Krankheitsbild?

Beitrag von Farmerftsk » Sa 26. Aug 2017, 03:11

Hallo liebe Community,
ich bin 22 Jahre alt, und leide seit ende der Pubertät an starken Chronischen Kopfschmerzen, Schlafstörungen und RLS.
Ich habe viele Dinge Probiert, angefangen bei Haushaltsmitteln über Entspannungsübungen, Meditation bis hin zu den "üblichen" Medikamenten.
Im Alltag leide ich inzwischen Stark, bin bis zu 40 Stunden wach, permanent übermüdet, gereizt.. einfach unfähig normal zu leben. Auch die Denkleistung lässt meist nach, wenn ich über 20 Stunden wach bin.
Ich möchte aber nicht, dass ich regelmäßig Pillen nehme, zudem bisher die meisten Medis Nebenwirkungen hatten.
Vor ca. einem Jahr habe ich durch Zufall gemerkt, dass sich Cannabis sehr Positiv bei mir auswirkt.
Ich werde ruhiger, meine Beine halten still, mein Kopf wird klarer und der Schmerz "rückt in den Hintergrund".
Da ich jetzt aber von den ersten beiden Ärzten die ich zu dem Thema befragte deutliche "belächelt" wurde bin ich unsicher.
Habe ich eine Chance auf Cannabis für Medizinische zwecke?
Wie finde ich einen Arzt? Wie erkläre ich ihnen, dass es mir hilft? Es machte den Anschein, als hielten sie mich für einen Junkie.
Ich bin leider langsam am Ende mit meinen Ideen.
Wie schaffe ich es, einen Arzt zu finden der dem Thema offen gegenüber steht?
Wohne in NRW, wäre auch bereit weiter zu fahren, macht ja den Brei nicht mehr fett.
LG und danke für eure Unterstützung!

moepens
Beiträge: 680
Registriert: Fr 16. Jun 2017, 07:45

Re: Cannabis bei meinem Krankheitsbild?

Beitrag von moepens » Sa 26. Aug 2017, 05:07

Hallo!

Warst du bei Fachärzten (Schmerztherapeuten)? Empfehlenswert sind auch Ärzte, die naturheilkundliche Verfahren anbieten. Auch Privatärzte kämen in Frage. Eine Liste gibt es hier: http://www.cannabis-med.org/german/aerzteliste.pdf

Farmerftsk
Beiträge: 2
Registriert: Sa 26. Aug 2017, 02:40

Re: Cannabis bei meinem Krankheitsbild?

Beitrag von Farmerftsk » Sa 26. Aug 2017, 12:02

Hallo, das mit dem Schmerztherapeuten wäre auch ne idee.
War bei Neurologen, Allgemeinmedizinern und einem Heilpraktiker.
Danke für den Tipp, Naturheilkunde unterstütze ich generell auch. Hauptsache nicht mein leben lang Medis, die auf die Organe schlagen.

Antworten

Zurück zu „Cannabis als Medizin“