Cannabis und RLS

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Hans Dampf
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Re: RLS Hilfe mit CBD Öl /thc ????

Beitrag von Hans Dampf » Mo 6. Aug 2018, 12:46

gravurhahn hat geschrieben:(...) Mein Neurologe will davon nichts wissen, wegen abhängig werden und so. Habe ihm gesagt, bin 69, was soll noch passieren. (...)
:mrgreen: :roll:

Mannomann, echt jetzt? Die wollen auch noch Rentnern vorschreiben was gut für sie ist. Das die Ärzte bei 20jährigen Vorsichtig sind kann man ja angesichts des Rufes den Cannabis genießt nocht nachvollziehen, aber einem dessen Arbeitskraft der Gesellschaft eh nicht mehr zur Verfügung stehen muss ein relativ harmloses Medikament zu verweigern ist schon arm. In Israel profitieren vor allem die "Alten" vom Cannabis, gibt mindestens 1-2 gute Dokus dazu.

Versuche ihn vorsichtig mit guten Infos, Material und Argumenten zu überzeugen, wenn des nicht klappt such dir einen anderen Arzt.
"Das Schöne an der Mitgliedschaft im DHV ist dass man nichts tun muss außer zahlen und die Legalisierung trotzdem voranbringt. Aktiv mit-Menschen reden und sie offen für Neues zu machen erzeugt aber die größte Wirksamkeit für eine L. hier in D."

gravurhahn
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Re: RLS Hilfe mit CBD Öl /thc ????

Beitrag von gravurhahn » Do 9. Aug 2018, 14:54

Moin, Danke an alle. Nehme jetzt 15 Tropfen sei 2 Tagen, ca. 1 Std. Vor schlafen gehen, null Wirkung. Glaube das bringt nichts. Zu wenig thc. Habe jetzt über Selbstherstellung von thc Tinktur im Internet gelesen.. Glaube das Versuch ich mal. Wenn fertig fange ich dann ganz vorsichtig an, Tropfen für Tropfen. Weiss nur noch nicht wie ich an Blüten, oder Knospen usw . Kommen soll. Kenne die Szene ja gar nicht. Und einfach Leute auf der Strasse ansprechen ist wohl auch nicht so witzig. Leider ist in meinem Bekanntenkreis auch niemand. Dankbar wäre ich über einen Tip im meinem PLZ Gebiet: 21423, wenn sich jemand traut. Wenn nicht, kann ich das auch verstehen, ist ja alles halblegal. LG Uwe
.

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Martin Mainz
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Re: RLS Hilfe mit CBD Öl /thc ????

Beitrag von Martin Mainz » Do 9. Aug 2018, 17:00

Es ist leider illegal, nicht halblegal. Also am besten medizinisch besorgen über Rezept, ggf. auch privat.
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RainerBY
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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von RainerBY » Fr 11. Sep 2020, 14:01

Hallo an alle,

der der letzte Beitrag schon 2 Jahre her ist, würde ich gerne das Thema nochmal aufgreifen.

Wie in meinem Namen schon zu erkennen ist, komme ich aus Bayern.
Meine Frau hat seit über 10 Jahren RLS, gepaart mit Appetitlosigkeit und sehr starken Migräne Anfällen.
Es gibt wohl 2 verschiedene Möglichkeiten von RLS. Bei ihr liegt es in der Familie. Ihre Mutter, Oma und Uroma leiden darunter.
Da Ihre Mutter selbst aus dem medizinischen Bereich kommt (Arzthelferin) gibt es auch keine offizielle Diagnose / Attest weil wir natürlich wussten was sie hat.
Wir haben schon verschiedene Medikamente ausprobiert, was leider alles nichts gebracht hat. Also entweder keine Wirkung oder die Nebenwirkungen zu krass.
Vor einiger Zeit sind wir durch Bekannte auf Cannabis gekommen und es war alles wie weggeblasen. Appetit war da, Schlaf war da....

Wir wollen jetzt den offiziellen Weg gehen und versuchen schon Termine bei Neurologen usw. zu bekommen. Unser Hausarzt weiß Bescheid. Wir haben von Ihm Sativex zum Testen bekommen. Es hilft schon ist aber absolut widerlich mit Würgereiz...

Einen Termin beim Neurologen zu bekommen ist wahnsinnig schwierig. Die meisten haben in 3 Monaten Termine frei.

Hat jemand einen Tipp für uns oder kennt jemanden der jemanden kennt?

Ich hoffe nicht, dass der RLS Thread schon tot ist.

Vielen Dank

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Cookie
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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von Cookie » Fr 11. Sep 2020, 14:08

Der einzige Tipp, den ich geben kann ist, dass es jeder Arzt verschreiben kann, also auch Euer bereits informierter Hausarzt! Die Chance ist leider (noch) groß, gerade in Bayern, dass die "Herren Neurologen" so was sagen wie "Blödsinn!", "Nutzt nix!" oder "Ich bin doch kein Drogen-Dealer!". Du kannst Glück haben, aber dann müsstest Du den Arzt schon kennen, wie er zum Thema steht. Also, fragt doch beim Hausarzt nach, fragt ihn nach Blüten - er kann Euch helfen! Wenn er dazu nicht bereit ist, dann versucht es mit Vollspektrum-Extrakten statt Sativex.
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Drei
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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von Drei » Fr 11. Sep 2020, 14:50

RainerBY hat geschrieben:
Fr 11. Sep 2020, 14:01
Wir wollen jetzt den offiziellen Weg gehen und versuchen schon Termine bei Neurologen usw. zu bekommen. Unser Hausarzt weiß Bescheid. Wir haben von Ihm Sativex zum Testen bekommen. Es hilft schon ist aber absolut widerlich mit Würgereiz...
Euer Hausarzt darf euch genauso Sativex wie Blüten verschreiben. Er soll sich am besten bei der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin informieren.

Wenn er weiterhin Angst vor Blüten hat, es gibt noch mehr Extrakte als nur Sativex. Wenn Sativex gut wirkt, dann dürfte auch Tilray 10/10 helfen.

Als Selbstzahler sind Blüten aber alleine schon deswegen zu bevorzugen, da sie viel billiger sind als jegliche Extrakte.

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Martin Mainz
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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von Martin Mainz » Fr 11. Sep 2020, 15:24

Hallo Rainer und ein herzliches Willkommen im Forum!

Es gibt auch noch die Themen Arztsuche Bayern (viewtopic.php?f=22&t=9550) und Arztsuche München (viewtopic.php?f=22&t=8198).

In einen von beiden kannst du gerne noch einen kurzen Satz zur Suche posten, oder alternativ verschiebe ich diesen Beitrag nach Wunsch. Doppelposts sind unerwünscht, damit nicht an verschiedenen Stellen zum gleichen Thema diskutiert wird.

Aber wie die beiden Vorredner schon schreiben, erst mal den eigenen Arzt fragen und ruhig auch ein bisschen löchern.
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RainerBY
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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von RainerBY » Fr 11. Sep 2020, 15:27

Danke für die Antwort.
Soweit ich das verstanden habe hat er schon ein paar Patienten mit Rezept und kennt die Prozedur.
Er möchte es nur "wasserdicht" für die KK haben/machen. Deswegen brauchen wir einen neurologischen Befund.
Wir sollen jetzt 1 Woche das sativex probieren und nächste Woche Bescheid geben.
Ich denke/hoffe dass wir dann nächste Woche erst mal ein Privatrezept bekommen um das offiziell auch besitzen zu dürfen. Im Moment ist immer noch ein mulmiges Gefühl vorhanden. Es geht auch ums Auto fahren wegen Arbeit usw.
Meine Frage bezog sich auf Tipps für einen Neurologen, wie man evtl schneller einen Termin bekommt oder einen der sich gut mit RLS auskennt.

Was ist der Unterschied zwischen sativex und Tilray? Fällt beides unter BtmG?

Vielen Dank

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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von Cookie » Fr 11. Sep 2020, 16:25

Lies dir mal das durch: https://www.leafly.de/was-ist-in-deutschland-legal/

Der wesentliche Unterschied von Sativex vs. Tilray ist, dass Sativex THC und CBD enthält in standardisierten Mengen auf einem Träger (den ich nicht kenne), der offenkundig eklig schmeckt, wohingegen Tilray Vollspektrum-Extrakt wie der Name schon sagt das volle Spektrum der Pflanze mit seinen über 100 Cannabinoiden enthält auf einem öligen Träger (vermutlich "leckerer"). Ich kenne beides nicht, würde mich aber gefühlt zu Tilray wenden... oder aber, und das finde ich auch die beste Option, zu Blüten. Damit lässt sich alles machen, vom Vaporizieren (besser nicht rauchen) bis zum Essen.
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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von RainerBY » So 13. Sep 2020, 11:00

Hallo Cookie,

danke für den Link. Hab ich mir mal durchgelesen.
Aber so wie ich das sehe, ist Vollspektrum schon eher was für die extremen Fälle mit Schmerzen usw.

So weit ist es bei uns nicht. Bei uns ist tatsächlich schlafen, essen und Migräne im Vordergrund.

Die Eigenrezeption bestand aus Wappa, was gegen alles geholfen hat.
Deswegen tendiere ich, wenn ich mir die Werte so ansehe, im medizinischen eher zu Bedrocan, Jack Herer. Ist ähnlich Wappa.

Wir müssen noch auf einen Neurologen Termin warten

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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von Cookie » So 13. Sep 2020, 13:11

RainerBY hat geschrieben:
So 13. Sep 2020, 11:00
Aber so wie ich das sehe, ist Vollspektrum schon eher was für die extremen Fälle mit Schmerzen usw.
Also, RLS sehe ich schon als "extrem" an (ohne Arzt zu sein), aber die Mittel sind alle "was für die extremen Fälle mit Schmerzen usw."... da ist kein Unterschied. Ist nur etwas "naturnäher", oder eben das Original (aka Blüten). Sorte ist erst mal egal, was halt am besten passt.
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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von RainerBY » So 13. Sep 2020, 16:48

Unser Arzt hat noch was von CBD Öl gesagt was man in der Apotheke kaufen kann. Irgendwas von 60€
Kennt das jemand?

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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von Cookie » So 13. Sep 2020, 17:05

Ich bin nicht dagegen, aber CBD ist was der Name schon sagt ein Cannabinoid (nämlich CBD / Cannabidiol) von über 100... wenn es hilft, ist es gut, aber ich fürchte, dass es nicht wirkt. Probiert es aus, dann wisst ihr mehr. Das ist übrigens kein "BtM". Na ja, d. h. wenn die EU Kommission sich nicht "durchsetzt" ;).
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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von Martin Mainz » So 13. Sep 2020, 17:26

Da wird momentan viel Geld mit gemacht. Hier haben wir einen eigenen Thread dazu: viewtopic.php?f=22&t=6865
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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von RainerBY » Mo 14. Sep 2020, 18:25

Ich denke das kommt dann für uns nicht in Frage.
Ich habe für den Hausarzt jetzt eine Liste gemacht,was in Frage kommen könnte. Das sativex eher nicht wegen Übelkeit und tagsüber auch nicht möglich. Da das in der Arbeit ziemlich auf die Augen drückt.
Vor allem haben wir es aktuell nur zum "testen" noch ohne Rezept. Nachdem meine Frau aber auch Auto fahren muss und sich in der Großstadt bewegt brauchen wir definitiv was offizielles.
Ich tendiere hier zu Bedrocan Jack Herer oder wenn er sich mit Blüten schwer tut dann zu tilray 10/10.
Im Internet kann man sich einen Patientenausweis bestellen. Da ist allerdings das sativex und tilray nicht aufgeführt.
Haltet ihr so einen Ausweis für sinnvoll?

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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von Martin Mainz » Mo 14. Sep 2020, 20:35

Nein, die Ausweise sind sinnlos. Nur das Rezept ist bindend. Manchmal stellen Ärzte so einen Ausweis aus, aber nach Recht und Gesetz ist das nichts offizielles. Kannst du dir sparen.

Der Thread zum Ausweis: viewtopic.php?f=22&t=7790
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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von RainerBY » Do 17. Sep 2020, 20:55

Unser Hausarzt meinte heute dass es ja noch keine richtigen Studien über RLS und Cannabis gibt. Rezept haben wir keins bekommen aber das sativex sollen wir weiter nutzen.
Na Bravo

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Re: Cannabis und RLS

Beitrag von Cookie » Fr 18. Sep 2020, 07:00

Unter https://www.leafly.de/restless-legs-syn ... -therapie/ sind Studien angegeben, auch wenn es zugegebenermaßen noch wenige sind:
Behandlung des Restless-Legs-Syndroms mit Medizinalcannabis

Über die Behandlung des RLS mit cannabisbasierten Arzneimitteln existieren kaum klinische Studien. Die wenigen die es gibt, sind jedoch vielversprechend. So wurde an der Université de Bordeaux in Frankreich eine Studie mit sechs RLS-Patienten durchgeführt, die pharmazeutisches Cannabis erhielten. Fünf der Probanden berichteten nach der Cannabisbehandlung, dass die Symptome nahezu vollständig verschwanden. Ein Proband sprach sogar von einer vollständigen Heilung. Außerdem berichteten die Probanden, dass sich die Schlafqualität erheblich verbessert habe.

Eine weitere Studie, die an der Universidad Complutense de Madrid durchgeführt wurde, liefert Hinweise, dass die Cannabinoide wie THC und CBD aus der Cannabispflanze mit den CB1- und CB2-Rezeptoren des (körpereigenen) Endocannabinoidsystems interagieren, wodurch die Dopamin-Freisetzung reguliert wird. Dabei hat sich die Dopamin-Regulierung bereits bei der Behandlung von Bewegungsstörungen im Rahmen einer Parkinson-Erkrankung als wirksam erwiesen.
Das stimmt also folglich nicht ganz.

Auf https://www.cannabis-medic.de/ wird Euch vermutlich mehr geholfen - auch was Ärzte angeht.
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