Der Entzugstread ^^

Altermann
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Der Entzugstread ^^

Beitrag von Altermann »

Jeder, der kifft, hat auch irgendwann Entzug gemacht. Kein Dealer da, weggezogen, keine Kohle oder was auch immer es für Gründe dafür gibt.

Bei mir wirkt es sich immer mit ca. 3 Tagen Einschlafproblemen und leichten Schweißausbrüchen aus. Danach alles easy. Schwierig ist nur, das dann meine für mein Krankheitbild (Asperger-Autist) typischen Muster wieder voll zuschlagen. Diese Muster sind noch bis zu 2 Tagen mit abnehmender Wirkung gedämpft, nachdem ich das letzte geraucht hab. Muss also zugeben, das die helfende Dosis unterhalb des Rausches liegt, aber wer will auf den Rausch schon verzichten, wenn er sichs eh reinzieht ^^

Mich würden eure Erfahrungen interessieren. Und ganz wichtig, Mischkonsum dabei mit zu erwähnen und Alter. Ich hab den Verdacht, das Einstiegsalter und andere Substanzen, auch Nikotin oder Alkohol, dem Entzug ganz andere Qualitäten geben kann ^^ Und da wir über sowas nicht oder manipuliert informiert werden dank unserer Informationspolitik, vielleich hier mal was sammeln dazu.
Wer vor seinen Kindern konsumiert, fängt an, sie zu töten.
Tim
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von Tim »

Ich rauche pur und trinke gelegentlich Alkohol. Hatte noch nie irgendwelche Entzugserscheinungen. Demletzt habe ich eigentlich fest mit welchen gerechnet, als ich nach ca. 2 monatigem fast täglichem Konsum (nur Abends), für 2 Wochen aufhören wollte. Jedoch traten keine Auswirkungen ein. Alkohol habe ich in der Zeit vielleicht etwas mehr getrunken, aber nicht nennenswert.
Früher genauso, nur damals lag der Konsum meistens bei 1-2mal die Woche, hatte da nie irgendwelche negativen Auswirkungen wenn ich mal eine Pause machte.
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Gerd50
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von Gerd50 »

Zum einen habe ich mal einen kalten Alk Entzug gemacht und der war heftig. Zum anderen geht es hier im Forum um Drogenpolitik und nicht
um Details persönlicher Erfahrungen mit Hanf oder sonstigen Drogen möchte ich anmerken.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
Altermann
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von Altermann »

Nu sry, dann lass ichs und werds nicht weiter verfolgen. Der Grundgedanke war eigentlich nur die Sammlung von Informationen, die uns von anderer Seite nicht oder nur lückenhaft zur Verfügung gestellt werden. Nur wenn ich was weiß, kann ich doch mitreden.
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Florian Rister
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von Florian Rister »

Gerd50 hat geschrieben:Zum anderen geht es hier im Forum um Drogenpolitik und nicht
um Details persönlicher Erfahrungen mit Hanf oder sonstigen Drogen möchte ich anmerken.
Word! Diskussionen über Konsumformen, Sucht, Grassorten, Lebensgeschichten etc. pp. kann man in jedem x beliebigen Hanf-Forum führen. Derer gibt es ja genug, von daher kannst du dort derartige Informationen problemlos sammeln.
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Thomas
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von Thomas »

Im Selbstversuch habe ich 13 Monate komplett gepasst, Grund: Angst vor Führerscheinentzug wegen Selbständigkeit.

Der Entzug fand statt obwohl es auf breiter Front verfügbar gewesen wäre und ich war von meinem eigenen Vorhaben nicht mal Ansatzweise überzeugt mir damit was Gutes zu tun.

Ein Außenstehender könnte sagen der Verzicht war für mich extrem schwer und auch nach einem Jahr hatte ich noch Entzugserscheinungen. Ich bin anderer Meinung, ich habe mich wieder gefühlt wie vor der Zeit wo ich noch kein Cannabis kannte. Ich hielt den Schlüssel für diverse innere Probleme zu meiner Person in den Händen und habe ihn aus moralischen Gründen nicht benutzt, das hatte etwas mit Selbstverstümmlung zu tun.

Für mich ist und bleibt Cannabis eine Bereicherung meines Lebens.
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nonick
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von nonick »

groooveman85 hat geschrieben:
Gerd50 hat geschrieben:Zum anderen geht es hier im Forum um Drogenpolitik und nicht
um Details persönlicher Erfahrungen mit Hanf oder sonstigen Drogen möchte ich anmerken.
Word! Diskussionen über Konsumformen, Sucht, Grassorten, Lebensgeschichten etc. pp. kann man in jedem x beliebigen Hanf-Forum führen. Derer gibt es ja genug, von daher kannst du dort derartige Informationen problemlos sammeln.
Dem möchte ich mich anschließen. Mir wäre es am liebsten wenn dieses Thema geschlossen oder gar gelöscht wird.
Wir werden Sie auf dieser Website über die Ergebnisse transparent und offen informieren.
Jen
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von Jen »

@groooveman85 : je nach dem was du mit Lebensgeschichte meinst, finde ich schon, dass man das hier posten dürfen soll. Ich meine damit z.B. wie man dazu gekommen ist sich für die Legalisierung einzusetzen (ich weiß jetzt nicht ob du das damit meinst?). Das kann auch u.U. nützlich sein, da man so Infos bekommt, warum derjenige sich jetzt für die Legalisierung einsetzten möchte .
Ich fand auch den Beitrag (My Story) von Gerd sehr interessant...ich seh da auch kein Grund warum man das nicht posten soll ?!

....Ich denke aber auch eher, dass ein Entzugsthread nicht ganz hierher gehört. Wenn man über Entzug reden will, ist einem zudem in anderen Foren mehr geholfen, da dort auch viel mehr User sind und man dort vermutlich mehr (unterschiedliche) Informationen und/oder Tipps bekommen kann.
Florian Rister
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von Florian Rister »

@Jen: Ist doch völlig klar. Alles was mit Legalisierung und Aktionen zu tun hat, gehört hier her ;)
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Jen
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von Jen »

ok, hab mich schon gewundert ^^
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Fabius
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von Fabius »

ich finde schon das man über den Entzug hier diskutieren sollte. Das hat was mit Aufklärung zu tun.
„Je tiefer man in die lebendige Natur hineinsieht, desto wunderbarer erkennt man sie. Ich glaube, man fühlt sich dann auch geborgen.“
Zitat: Albert Hofmann
CosmicWizard
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von CosmicWizard »

Ich kann zwar jetzt nur für mich und befreundete Hanf-Raucher sprechen, aber bei Cannabis gibt es meiner Meinung nach gar keine Entzugserscheinungen etc., die mit einem ''Entzug'' einhergehen könnten.
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Fabius
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von Fabius »

Also das Cannabis keinen Entzug verursacht ist purer Schwachsinn. Das ist bei jedem anders. Ich hatte starke Entzugserscheinungen sogar körperlich und das seelische war auch nicht einfach. Also schönreden sollte man nicht und jeder ist anders. Umso länger man konsumiert umso schlimmer ist der Entzug. Das ist bei jeder Droge so. Gerade eine Entspannungs Droge wie Cannabis führt zur sucht. Das wort Sucht kommt vom suchen und gerade bei Cannabis sucht man nach Entspannung und das ist schon Sucht. Wenn einer behauptet der hat nach 15Jahren regelmäßigen Cannabiskonsum keinen Entzug belügt sich selber. Denn warum hat man es dann 15 Jahre gemacht.
„Je tiefer man in die lebendige Natur hineinsieht, desto wunderbarer erkennt man sie. Ich glaube, man fühlt sich dann auch geborgen.“
Zitat: Albert Hofmann
Vorarim
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von Vorarim »

Sorry Fabius, aber Sucht leitet sich NICHT von "suchen" ab sondern von "siechen" und beschreibt als solches das Leiden an einer Krankheit.

Wikipedia - Sucht
Hanfige Gruesse

Vorarim

Bot-Schrecken und Forenputze ;)

P.S. Habe ich einen Fehler gemacht? Dann schreibt mir einfache eine PN :)
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DrGonzo
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von DrGonzo »

ich glaube nicht das cannabis körperlich abhängig macht, geistig sicherlich schon.
ich glaube aber auch das sich eine geistige abhängigkeit auch körperlich äußern kann.
(der geist beherscht den körper.)

wenn jemand (nicht falsch verstehen) geistig labil ist sollte er keine drogen nehmen;
erst recht keine, die sich so wie cannabis auf, die psyche auswirken können.
ebenso sollte niemand alkohol trinken der zu agressionen neigt.
Für einen rationalen und verantwortungsvollen Umgang mit psychoaktiven Substanzen und Menschen die sie konsumieren.
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bushdoctor
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von bushdoctor »

Dass Cannabis auch "Entzugserscheinungen" verursachen kann ist - denke ich - unbetritten.
Jeder, der ehrlich ist, kennt das "Gefühl", wenn plötzlich "nichts mehr da ist" und auch unbekannt ist "wann wieder was reinkommt"...
Oder nicht? ;)

Körperlich abhängig machtes definiv nicht! Das ich meine Meinung aus Erfahrung. Die "psychische Abhängigkeit" ist aber sehr stark. Das haben mir schon viele Bekannte berichtet. O-Ton: "Auf ALLE Drogen kann ich verzichten, aber auf Cannabis nicht!" Und das sind "User" die schon (fast) alles probiert haben, incl. Heroin...

Ich persönlich kann von mir berichten, dass ich nach 5 Jahren Dauerkonsum, eine "Umstellungsphase" von ca. 2 Wochen hatte, hauptsächlich Schwierigkeiten beim Einschlafen. Keine Schweissausbrüche, keine Aggressivität, keine "Lethargie" oder was auch immer behauptet wird.

Während der Zeit, in der ich unregelmäßig gekifft habe, hatte ich überhaupt keine Schwierigkeiten. Alle 6-8 Wochen mal einen "Kiffer-Abend" waren für mich die beste Form des Konsums. Habe das ca. 6 Jahre lang gemacht.
Seit ca. einem Jahr habe ich den Konsum ganz eingestellt. Ohne Probleme!
Radulf
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von Radulf »

Gerd50 hat geschrieben:Zum einen habe ich mal einen kalten Alk Entzug gemacht und der war heftig. Zum anderen geht es hier im Forum um Drogenpolitik und nicht
um Details persönlicher Erfahrungen mit Hanf oder sonstigen Drogen möchte ich anmerken.
Dieser Meinung schließe ich mich an.
Ich habe zwar schon Spielsüchtige und Essüchtige erlebt die von "Ihrem Entzug" redeten, aber im Bezug auf das Thema Cannabis-Legalisierung sehe ich den Begriff Entzug als irreführend an. Ich schätze allgemein versteht man darunter eher die körperlichen Entzugsserscheinungen von Alkohol, Heroin und bestimmten Tabletten.
Bezüglich Cannabis ist das stark übertrieben. Damit tun wir uns keinen Gefallen.
Ist nur meine Meinung.

Wenn jemand seine War-Stories zum Besten geben will geht das doch bei Land der Träume z.B.
Und Hilfe bei Suchtproblemen können wir mit Sicherheit nicht anbieten.

Trotzdem:
Für mich war es immer leichter auf Cannabis zu verzichten als auf andere Genussmittel.
Verzicht auf Tabak war für mich am schwierigsten.
Und ohne Kaffee morgens ins Büro, das ist für mich die Hölle ;)
Von Alkohol will ich jetzt lieber gar nicht erst anfangen.
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His Master's Voice
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von His Master's Voice »

Ich finde auch, dass das Wort "Entzug" hier nicht wirklich zutrifft und bei unerfahrenen Lesern den Eindruck erwecken kann, dass es tatsächlich so etwas wie einen Cannabis-Entzug, wie z.B. bei Alkohol, Tabak oder ganz anderen echten Suchtdrogen gibt. Dem ist definitiv nicht so.

Meine "Sucht" nach Cannabis z.B. empfinde ich ähnlich stark wie meine "Sucht" nach Energy-Drinks. Wenn ich da nicht meine morgendliche Dose zischen kann, fehlt mir zwar irgendwie was. Ich könnte aber auch ohne nennenswerten "Entzug" von heute auf morgen mit Energy-Drinks aufhören.

Bei diesem Vergleich spreche ich wohlgemerkt vom Suchtfaktor an sich, der nach meiner Erfahrung bei Cannabis ähnlich gering ausfällt wie bei so einem Drink. Selbstverständlich muss ich nicht jeden Morgen einen dampfen, damit ich mich wohl fühle, so gesehen ist die Sucht nach Cannabis wohl sogar noch weniger stark. Auf alle Fälle war ich noch nie auf Cannabis-Entzug. Einen Zustand, den ich als Tabakraucher durchaus erlebt habe. Und das hielt dann auch wochenlang an und hatte ein deutlich anderes "Entzugs"-Kaliber.
Wir sind Millionen...
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Fabius
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von Fabius »

Das ist eine Verschleierung der Tatsache das Cannabis durchaus Süchtig machen kann. Alles andere entpricht nicht der Realität. Jeder reagiert ganz anders drauf. Verharmlosen finde ich nicht ok. Das hat auch nichts mit Prävention und Aufklärung zu tun. Einer der 15 Jahre täglich konsumiert hat, der sollte mal von heute auf morgen aufhören. Denjenigen möchte ich sehen.
„Je tiefer man in die lebendige Natur hineinsieht, desto wunderbarer erkennt man sie. Ich glaube, man fühlt sich dann auch geborgen.“
Zitat: Albert Hofmann
TheBeginning
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Re: Der Entzugstread ^^

Beitrag von TheBeginning »

Fabius, das geht. Sogar ohne Probleme...
Habe ich bei genug Freunden mitbekommen. Die es echt schon derb getrieben haben.
Aufgetretene Nebenwirkungen waren 3-4 Tage Einschlafprobleme
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