Anbau von Nutzhanf

Benutzeravatar
Martin Mainz
Beiträge: 3791
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Martin Mainz »

Wettbewerbsnachteile für Nutzhanf: Schluss nach der Bundestagswahl?

Die Bundestagswahl könnte die Spielregeln für die deutsche Cannabis-Industrie neu definieren. Entsprechend hoffnungsvoll hatten sich Industrievertreter bereits im Jahresausblick geäußert. Jetzt preschen Linke und Grüne in Sachen Nutzhanf nach vorne und reichen einen Antrag ein, der die hiesigen Wettbewerbsnachteile für Nutzhanf und CBD abschaffen könnte – zur Freude des Branchenverbands der Cannabiswirtschaft (BvCW).
...
Die (Wieder-)Anhebung des THC-Grenzwertes bei Nutzhanf auf 0,6% THC. Langfristig strebe der BvCW eine Anpassung des Grenzwerts in Deutschland und Europa in Richtung der internationalen Praxis und somit einen Grenzwert von mindestens ein Prozent THC für Nutzhanf an.
...
“Der Antrag ist ökologisch wie ökonomisch sinnvoll und notwendig. Die Umsetzung könnte ein wichtiger Meilenstein zur Förderung von Nachhaltigkeit, Bürokratieabbau sowie transparenten und klaren Regeln in der Nutzhanf-Wirtschaftskette werden”, lässt sich BvCW-Vizepräsident Marijn Roersch van der Hoogte zitieren.


Quelle: https://krautinvest.de/wettbewerbsnacht ... stagswahl/


Der Titel ist etwas irreführend, Wettbewerbsnachteile sollen wegfallen.
Ehrenamtlicher Foren-Putzer und Teilzeitadmin
jubioh
Beiträge: 3
Registriert: Di 24. Nov 2020, 18:07

CBD Öle

Beitrag von jubioh »

Hallo an alle!

Ich bin recht verwirrt, wenn es um die momentane Vermarktung von CBD Ölen geht. Es wird jetzt meist als Aromaöl verkauft, weil wie ich das verstanden habe braucht man eine Schar von Anwälten, wenn man es als "neuartiges Lebensmittel" unter die Leute bringen will. Mir ist klar, dass sich die zwei Kathegorien Lebensmittel-Aromaöl rechtlich gesehen voneinander unterscheiden und mit Aromaöl gibt es wohl weniger Probleme als Vertreiber.

Meine Frage:
Was MUSS rein rechtlich auf der Verpackung und/oder Flaschenetikett von einem CBD Öl (das als Aromaöl vermarktet wird und ganz normal ohne Rezept erhältlich ist) drauf sein bzw. was DARF NICHT drauf sein?

Ich hab echt schon mit zig Leuten vom Bund und Verbraucherzentrale telefoniert und KEINER konnte mir eine Antwort geben.

Ich würd mich unglaublich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen könnte!

Einen entspannten Tag wünsche ich :)
Benutzeravatar
Martin Mainz
Beiträge: 3791
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: CBD Öle

Beitrag von Martin Mainz »

CBD Öl ist als solches rezeptfrei online kaufbar. Es wird in der Regel als Full Spectrum Oil verkauft mit 5, 10 oder 20% Anteil CBD, das Nutzhanf wird eben einfach vollständig zu Öl verabeitet. Im Netz sind auch Bilder der Verpackung zu sehen und was drauf steht. Einen Beipackzettel wirds bestimmt auch geben, aber ich denke da sind auch unsere Forianer überfragt.
Ehrenamtlicher Foren-Putzer und Teilzeitadmin
Wurlitzer1920
Beiträge: 716
Registriert: Mi 7. Feb 2018, 09:23

Re: Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Wurlitzer1920 »

Grenzwertige Hanfpolitik
Brandenburgs Parlament beschließt, die Nutzung der Pflanze zu erleichtern


...52 Sorten sind in der Bundesrepublik zum Anbau zugelassen, auf 5362 Hektar wächst er hier. Der Landtag beschloss am Mittwochnachmittag, durch eine Reihe von Aktivitäten die wirtschaftlichen und ökologischen Potenziale des Nutzhanfs in Brandenburg auszuschöpfen. Angestrebt ist dabei auch, die aktuellen THC-Grenzwerte bei der Zulassung von Saatgut neu zu bewerten. Tetrahydrocannabinol (THC) ist Auslöser der berauschenden Wirkung von Cannabis. Die oppositionelle Linke wollte den von den Koalitionsfraktionen SPD, CDU und Grüne eingereichten und dann auch beschlossenen Antrag so abändern, dass gar nicht lange um den heißen Brei geredet, sondern beim Bund gleich auf eine Anhebung des THC-Grenzwerts gedrungen wird....

https://www.neues-deutschland.de/artike ... litik.html

https://www.rbb-online.de/brandenburgak ... nburg.html
Der Irre Jug
Beiträge: 31
Registriert: Mo 21. Dez 2020, 23:54

Malz aus Hanfsaat, legal/illegal???

Beitrag von Der Irre Jug »

Hallo Miteinander,

Habe da mal eine Frage, weiss jemand , wie die rechtliche Seite aussieht, wenn ich Hanfsaat ("Industriehanf" ohne Wirkstoffe!) keimen lasse?

Um die Keime anschliessend zu Malz zu verarbeiten, welches die Grundlage für ein "bierähnliches" Erfrischungsgetränk bilden soll?

Und darf ich es evtl. anschliessend "Bier" nennen? Immerhin kommt der Zucker ja aus Malz..
:D

Danke schonmal DIJ
Nicht alle Menschen sind gleich, aber alle Menschen sind gleich viel wert.
Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 4358
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Malz aus Hanfsaat, legal/illegal???

Beitrag von Cookie »

Soweit ich weiß - und ich bin kein Anwalt - musst Du dazu ein Gewerbe als Landwirt anmelden, und dann darfst Du EU-zertifizierten Hanfsamen mit THC Gehalt unter 0,2% keimen und anbauen. Das Ergebnis darfst Du durchaus "Hanfbier" nennen, wenn es das ist, was Du damit anstellen möchtest ;). Viel Erfolg!!
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Der Irre Jug
Beiträge: 31
Registriert: Mo 21. Dez 2020, 23:54

Re: Malz aus Hanfsaat, legal/illegal???

Beitrag von Der Irre Jug »

Danke erstmal,

ob ich es als Landwirt anmelden kann, ist fraglich, da ich die Keimlinge nicht anbauen, sondern verarbeiten will, obwohl ich zwar als landwirtschaftlicher Grundstückeigentumer ja auch bis zu 100 l Schnaps brennen lassen kann...

Muss ich wohl direkt einen Anwalt fragen,

kennt jmd einen Anwalt der/die sich damit auskennt?

DiJ
Nicht alle Menschen sind gleich, aber alle Menschen sind gleich viel wert.
Wurlitzer1920
Beiträge: 716
Registriert: Mi 7. Feb 2018, 09:23

Re: Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Wurlitzer1920 »

Bundesrat
Regierungskoalition will Auflagen für Nutzhanf nicht entschärfen


Die strengen Regelungen beim Anbau von Nutzhanf bleiben vorerst bestehen. Der Bundesrat stimmte gegen Lockerungen.

Die Rahmenbedingungen für den Anbau von Nutzhanf werden sich zumindest in der laufenden Legislaturperiode nicht mehr ändern. Mit den Stimmen der Regierungskoalition lehnte der Bundestag in der vergangenen Woche einen entsprechenden Antrag der Fraktionen von Linken und Grünen ab, der auf eine Entschärfung der bestehenden Auflagen abzielte.....
Linken-Sprecherin Kirsten Tackmann: „Nutzhanf ist eine vielseitige, völlig zu Unrecht verdammte traditionelle heimische Kulturpflanze. Der Anbau von Hanf verbessert den Boden und schützt das Klima; zudem ist die dürretolerante Pflanze ein Gewinn für die Fruchtfolge. Zu den vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten gehören auch der Einsatz als hochwertiger Baustoff oder als Alternative zu Baumwolle. Mehr Klima-, Umwelt- und Bodenschutz auf dem Acker ist kaum möglich."
https://www.topagrar.com/acker/news/reg ... 02829.html
Dopeworld
Beiträge: 524
Registriert: So 20. Jan 2013, 02:04

Re: Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Dopeworld »

Traurig wie man so borniert sein kann. :(
D O P E W O R L D
Vierzweinull
Beiträge: 1
Registriert: Mo 26. Jul 2021, 14:55

CBD Blüten in Spanien Anbauen & Exportieren

Beitrag von Vierzweinull »

Hallo zusammen,

Kurz und Knapp;
Wir besitzen in Spanien sehr viele Felder/Fincas.
(Andalusien)

Seit geraumer Zeit, denken wir darüber nach, CBD Blüten nach Deutschland zu Exportieren/Verkaufen.
Für die Weiterverarbeitung..

Uns fehlt da leider an Expertise.. gibt es da wer der uns zu diesem Thema mehr sagen kann?
(Rechtliches, Tipps, Erfahrungswerte, o.ä.)

Natürlich sind alles noch „Flausen“ im Kopf, wir würden uns aber sehr freuen, über jegliche Infos.

Liebe Grüße aus Mainhattan Frankfurt am Main
Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 4358
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: CBD Blüten in Spanien Anbauen & Exportieren

Beitrag von Cookie »

Vierzweinull hat geschrieben: Mo 26. Jul 2021, 15:05 Für die Weiterverarbeitung..
Wenn Du die Blüten weiterverarbeitest, ist das an sich kein Problem, aber bei Dingen wie "Hanftee" spätestens scheiden sich die Geister... eigentlich voll okay, aber in der Praxis und abhängig "wo" leider doch nicht. Du musst ein (landwirtschaftliches) Gewerbe haben / anmelden, schon kannst Du die Blüten importieren und / oder selbst anbauen, die ihrerseits 0,2% THC nicht überschreiten dürfen und EU-zertifizierte Sorten sein müssen.

Für mehr Infos siehe hier: https://www.ble.de/DE/Themen/Landwirtsc ... _node.html
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Benutzeravatar
doolak
Beiträge: 1
Registriert: Mi 1. Sep 2021, 09:22
Wohnort: Südharz

Anbau von Nutzhanf - Mindestgrößen der Betriebsflächen gem. § 1 Abs. 5 ALG

Beitrag von doolak »

Hallo allerseits,

bereits vor einigen Jahren hatte ich mich mit der Möglichkeit, Nutzhanf anzubauen, auseinandergesetzt. Da unsere (bisher ausschließlich hobbymäßig) betriebene kleine Landwirtschaft die Mindestgrößen gem. §1 Abs. 5 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte nach meinem damaligen Kenntnisstand bei weitem nicht erreichte und ich nicht vorhatte (und auch weiterhin nicht vorhabe), Nutzhanf im großen Rahmen anzubauen, hatte ich den Gedanken damals aber schnell verworfen.

Die aktuelle rechtliche Situation, welche es uns ermöglicht, CBD Blüten zu kaufen und zu besitzen, hat das Thema "Anbau von Nutzhanf" für mich jedoch noch einmal um einiges interessanter gemacht, so dass ich mich in den letzten Tagen erneut damit auseinandergesetzt habe.

Hierbei bin ich auf der Webseite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung auf die "Information zum Anbau von Nutzhanf gemäß Betäubungsmittelgesetz (BtMG)" gestossen. Hier ein Auszug:
Der Anbau von Nutzhanf ist nur den Unternehmen der Landwirtschaft im Sinne des § 1 Abs. 4 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte (ALG) erlaubt. Landwirt ist, wer als Unternehmer ein auf Bodenbewirtschaftung beruhendes Unternehmen betreibt. Unternehmer ist, wer seine berufliche Tätigkeit selbständig oder hauptberuflich in einem landwirtschaftlichen Unternehmen ausübt. Diese Voraussetzungen liegen in der Regel dann vor, wenn der Landwirt bei einer landwirtschaftlichen Alterskasse versichert ist oder sich von der Versicherungspflicht hat befreien lassen und der die landwirtschaftli- chen Tätigkeiten nicht nur von ganz kurzer Dauer, sondern zum Zwecke einer überwie- gend planmäßigen Aufzucht von Bodengewächsen betreibt. Privatpersonen, die die Landwirtschaft nicht als Beruf oder nicht selbständig ausüben, erfüllen diese Vorausset- zungen nicht.
Unternehmen der Forstwirtschaft, des Garten- und Weinbaus, der Fischzucht, der Teichwirtschaft, der Imkerei, der Binnenfischerei und der Wanderschäferei, oder diejenigen, die für eine Beihilfegewährung nach der VO (EU) Nr. 1307/2013 vom 17. Dezember 2013 nicht in Betracht kommen, dürfen Hanf nicht anbauen.
Rübenzüchter, die Hanf als Schutzstreifen bei der Rübenzüchtung pflanzen, müssen den Hanf vor der Blüte vernichten.

Quelle: https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads ... onFile&v=6

Zu den Mindestgrößen der laut obenstehendem Text nicht ausgeschlossenen Unternehmen fand ich folgende Info:
  1. Landwirtschaft einschl. Grünland (ohne Hof- und Gebäudeflächen, ohne Hausgarten): 8,00 ha
  2. Almen, Alpen, Hutungen, nicht umzäunte oder mobil umzäunte Schaf- und Ziegenweiden, Deich- und Hallignutzungen: 16,00 ha
  3. Spezialkulturen: 2,20 ha
Quelle: https://cdn.svlfg.de/fiona8-blobs/publi ... s_2014.pdf
Nun stellt sich mir folgende Frage:

Sehe ich es richtig, dass zu den dort genannten "Spezialkkulturen" auch die Streuobstwiese gehört und man demnach als Bewirtschafter einer solchen (mit mind. 2,2 ha Größe) durchaus die Möglichkeit haben müsste, eine Anbaugenehmigung für Nutzhanf zu erhalten?

Der Anbau würde sich ja geradezu auf der Streuobstwiese selbst anbieten, da durch das Anpflanzen von Hanf die für eine Streuobstwiese typische Artenvielfalt nochmals verbessert - oder (wenn man es genau nimmt) hierdurch der ursprüngliche Zustand (welchen sie vor der Kriminalisierung des Hanfs einmal hatte) ein gutes Stück wiederhergestellt werden würde.

Mir stünde aber auch eine ausreichend große Wiese auf dem Hof zur Verfügung, auf welcher ich im kleinen Rahmen Nutzhanf anbauen könnte. Da ich auf chemische Düngung und Pestizide definitiv verzichten werde, kommt ein großflächiger Anbau für mich eher nicht in Frage. Vielmehr habe ich vor, den Hanf nach althergebrachter Art bzw. im Sinne der traditionellen Bewirtschaftungsform, anzubauen und ebenso traditionell zu ernten und weiterzuverarbeiten.

Hat irgend jemand hier bereits Erfahrungen bezüglich Anbaugenehmigung für Nutzhanf als Besitzer einer Streuobstwiese gemacht oder hat sich jemand ausführlicher mit dieser Thematik auseinandergesetzt?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir in dieser Sache weiterhelfen könntet.

Viele liebe Grüße

Christian
"Two of my favorite things are sitting on my front porch smoking a pipe of sweet hemp, and playing my Hohner harmonica." Abraham Lincoln
Wurlitzer1920
Beiträge: 716
Registriert: Mi 7. Feb 2018, 09:23

Re: Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Wurlitzer1920 »

Universität Hohenheim
Mit Hanf die Welt ein bisschen retten


...Eine der ältesten Nutzpflanzen

Hanf ist eine der ältesten und multifunktional verwendbaren Nutzpflanzen überhaupt. Die Fasern können für Kleidung, Dämmmaterialien oder in Verbundwerkstoffen als Ersatz für Kohlefasern verwendet werden, der nicht psychoaktive Wirkstoff Cannabidiol ist entzündungshemmend und wird in der Medizin unter anderem bei Asthma oder chronischen Darmerkrankungen eingesetzt. Aus Hanfsamen kann man eben proteinreiche Lebensmittel herstellen. Und darüber hinaus bindet die Pflanze bis zu sechsmal so viel CO2 wie andere Pflanzen....
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... 85ebc.html
Wurlitzer1920
Beiträge: 716
Registriert: Mi 7. Feb 2018, 09:23

Re: Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Wurlitzer1920 »

Benutzeravatar
Martin Mainz
Beiträge: 3791
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Martin Mainz »

Hanfanbau im Allgäu - Legal auf dem Feld

Schon vor der aktuellen Debatte über die Cannabis-Legalisierung ist das Interesse an Nutzhanf stark gewachsen. Dessen Anbau ist erlaubt und bietet Chancen, die Landwirte im Allgäu verstärkt nutzen.
...
Die Fläche ist so groß wie 35 Fußballfelder. Sechs Landwirte aus dem Allgäu haben dort den Sommer über getestet, wie gut sich Hanf anbauen lässt. Im Mai wurde ausgesät, inzwischen ist die erste Hanfernte eingefahren. Das Fazit fällt positiv aus: "Hanfanbau im Allgäu macht zukünftig auf jeden Fall Sinn", sagt Wolfgang Mösle.
...
Ob Samen, Blätter oder Stängel - die Pflanze lässt sich zu 100 Prozent verwerten. Diese Aussicht hat in den vergangenen Jahren viele in den Markt gelockt. Laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung wurde Nutzhanf im Jahr 2021 bundesweit auf einer Fläche von 6443 Hektar angebaut. 863 landwirtschaftliche Betriebe sind derzeit als Anbauer gelistet.
...
Momentan sind innerhalb der EU 52 Sorten von Nutzhanf für den Anbau zertifiziert. Seit Jahrzehnten kämpft Cerveny bereits für die Freigabe weiterer Sorten und die Legalisierung von Cannabis.
...
Insgesamt sind die Allgäuer Bauern mit ihrem Versuch zufrieden. Trotz des verregneten Sommers ist der Hanf hier gut gewachsen. Deshalb wollen sie schon nächstes Jahr statt bisher 25 Hektar mehr als 1000 Hektar mit Hanf bepflanzen.


Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/un ... n-101.html
Ehrenamtlicher Foren-Putzer und Teilzeitadmin
Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 4358
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Cookie »

Neues EU-Recht: THC-Höchstgehalt für Nutzhanf wieder bei 0,3 %

Das europäische Parlament hat am 24. November 2021 mit der Verabschiedung der neuen Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) einen starken Impuls für die europäische Hanfindustrie ausgelöst. Der Rat der EU hat den Vorschlag des Parlaments angenommen. Das bedeutet u. a., dass der THC-Höchstgehalt für Nutzhanf auf dem Feld wieder von 0,2 auf 0,3 % steigt. Die neue GAP, die am 01. Januar 2023 in Kraft tritt, räumt den Landwirten die Möglichkeit ein, Direktzahlungen für Hanfsorten zu erhalten, die im EU-Katalog eingetragen sind und einen THC-Gehalt von höchstens 0,3 % aufweisen. Diese Änderung führt zu einer potenziellen Erweiterung der Zahl der im EU-Katalog zugelassenen Hanfsorten. Der Wert von 0,3 % gilt allerdings nur für den Fall, dass Landwirte Direktzahlungen erhalten wollen. In Europa ist es weiterhin möglich, auf dem Feld Hanf mit einem THC-Gehalt von mehr als 0,3 % anzubauen, sofern dies nach nationalen Vorschriften zulässig ist. In Italien liegt der zulässige Grenzwert beispielsweise bei 0,6 %, in Tschechien bei 1,0 %.


https://www.grow.de/news-detailseite/ne ... ei-03.html
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Antworten

Zurück zu „Cannabis als Nutzpflanze“