Kiffen dürfen reicht nicht

Thomas
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von Thomas »

frihet hat geschrieben:
bench hat geschrieben: Also deiner Meinung nach ist es gerechtfertigt kranke Leute, durch die Polizei zu verfolgen und sie gesellschaftlich auszuschließen.
Definition krank in dem Fall?
Kranke Menschen verfolgen und wegsperren ist wohl der falsche Weg, zu entscheiden wäre sicherlich ob er eine Gefährdung für sich oder auch andere stattfindet.
Sich selber zu schaden wird zum Teil toleriert, ab einem gewissen Punkt nicht mehr. Wer für andere eine Gefahr darstellt, sollte auch nicht auf der Straße rumlaufen ebenso wie eine Waffe in den falschen Händen.

Dies hat aber nichts mehr mit der eigentlichen Substanz zu tun, dem nach wäre Alkohol schon lange verboten oder heute immer noch. Weils ja so gefährlich ist......
thatssoooweird
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von thatssoooweird »

Da haben sich unser Beiträge wohl etwas überschnitten. ;)
Doppelt hält besser :D
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Fabius
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von Fabius »

Es ist falsch diese Leute zu verfolgen. Man sollte Ihnen helfen davon los zu kommen. (Eigentlich kommt keiner davon los). Es müsste in dem Bereich viel mehr Prävention geben. Mir ging es hier auch nicht darum irgendeine Droge schlecht zu machen. Nur wer hier die Legalisierung einer Substanz fordert und selber Angst vor dieser Substanz hat, was ist denn das für eine Argumentation ? Du schreibst bei der richtigen Dosierung passiert nichts. Aber schiss hast du trotzdem davor. Kennst du Leute die davon Drauf sind oder es waren ? Dann würdest du anders denken. Anscheinend können hier es einige Leute verantworten. Wie soll ein Süchtiger das alles bezahlen, auch wenn es Legal ist ? Ich wiederhole mich auch nicht mehr. Das hat nichts mehr mit der Realität zu tun. Und zu guter letzt: Legalisierien heißt nicht direkt, das der Schwarzmarkt verschwindet. Nikotin ist auch Legal und dafür gibt es einen Schwarzmarkt. Genauso wie für Medikamente etc..

-Closed-
„Je tiefer man in die lebendige Natur hineinsieht, desto wunderbarer erkennt man sie. Ich glaube, man fühlt sich dann auch geborgen.“
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frihet
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von frihet »

Man kann doch wohl dafür sein, Menschen ihre eigenen Entscheidungen treffen zu lassen, selbst wenn es um etwas geht, das einem selbst nicht zusagt oder zu gefährlich ist? Ich fordere ja auch nicht, Bungeejumping zu verbieten, obwohl es mir persönlich viel zu gefährlich wäre. Ich finde, das ist eher deinerseits ein schwaches Argument.
Zur Frage, wie das bezahlt werden soll: Die momentanen Preise sind einzig und allein ein Ergebnis der Prohibition und dienen lediglich der Gewinnmaximierung der Kartelle. Wenn der Staat dem organisierten Verbrechen dieses Geschäft entzieht und es unter seine Kontrolle bringt, könnten diejenigen, die es brauchen, das Zeug zu einem Bruchteil der Kosten erhalten oder es sich verschreiben lassen, je nach Modell. Das wäre also nicht wirklich ein Problem. Ganz nebenbei würde damit auch die sogenannte Beschaffungskriminalität drastisch abnehmen.
Elli
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von Elli »

Entkriminalisieren und Legalisieren sind zwei Sachen. Die Gesellschaft hat ein Anrecht auf Drogen und Rausch, aber hat sie ein Anrecht auf so starke Rauschzustände wie von Heroin oder Kokain. Muß man das legalisieren und damit gutheißen? Durch eine sehr lockere Politik gegenüber harten Drogen verlieren sie ihr Risiko. Und warum hier der Unterschied von weichen und harten Drogen infrage gestellt wird weiß ich auch nicht. Eine angemessene Gesetzgebung wäre mit Cannabis und Alkohol glaube ich zunächst mal erreicht, selbst davon können wir im Moment ja nur träumen.
frihet
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von frihet »

Es gibt mittlerweile einen breiten Konsens in der Wissenschaft, dass die Unterscheidung von weichen und harten Drogen (ebenso wie die Unterscheidung legal - illegal) nicht auf Fakten basiert, sondern mehr oder weniger willkürlich ist. Um darauf zu kommen, braucht man sich nur ein wenig ins Thema einzulesen.
Du argumentierst, was die "harten" Drogen betrifft, erstaunlich ähnlich wie die Befürworter der Cannabisprohibition. Wenn man aber die Argumente, die bei Cannabis gegen das Verbot sprechen, auf die anderen Drogen bezieht und das Ganze konsequent weiterdenkt, ist die einzige Lösung auch bei Heroin und Kokain die Abschaffung des Verbots und der Verfolgung.
bench
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von bench »

frihet hat geschrieben:
bench hat geschrieben:@frihet: Danke für deinen Komentar.

Also deiner Meinung nach ist es gerechtfertigt kranke Leute, durch die Polizei zu verfolgen und sie gesellschaftlich auszuschließen.
Das hast du jetzt aber hoffentlich nicht aus meinem Kommentar herausgelesen? ;)
Nein war an Elli gerichtet.
Elli
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von Elli »

Wenn es eine Überdosis gibt, die im Gegensatz zu Alk viel schneller erreicht werden kann, an der man stirbt, und wenn die Kombination mit anderen Drogen diese Gefahr noch erhöht, wenn es überwältigendes Suchtpotential besitzt und wenn der Rausch sehr stark ist, kann ich diese Argumentation nicht verstehen!

Ich denke, viele werden wenn sie hören Heroin, Koks usw. sollen (auch noch) legalisiert werden, erst recht den Kopf schütteln und die Prohibition stattdessen für richtig halten. Dabei liegt die große Ungerechtigkeit bei der Prohibition doch nicht bei den harten Drogen, sondern beim Cannabis, das als weiche bewußtseinerweiternde Droge am schlimmsten unter der Prohibition und Gleichsetzung mit den harten Drogen leidet. :idea:
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Fabius
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von Fabius »

Jetzt kommt auch Bungeejumping ins Spiel. Jetzt wird mir das zu Kindisch
Elli hat geschrieben:Wenn es eine Überdosis gibt, die im Gegensatz zu Alk viel schneller erreicht werden kann, an der man stirbt, und wenn die Kombination mit anderen Drogen diese Gefahr noch erhöht, wenn es überwältigendes Suchtpotential besitzt und wenn der Rausch sehr stark ist, kann ich diese Argumentation nicht verstehen!

Ich denke, viele werden wenn sie hören Heroin, Koks usw. sollen (auch noch) legalisiert werden, erst recht den Kopf schütteln und die Prohibition stattdessen für richtig halten. Dabei liegt die große Ungerechtigkeit bei der Prohibition doch nicht bei den harten Drogen, sondern beim Cannabis, das als weiche bewußtseinerweiternde Droge am schlimmsten unter der Prohibition und Gleichsetzung mit den harten Drogen leidet. :idea:

Das unterschreibe ich sofort Elli. Die Unterscheidung Harte und weiche Drogen ist bestimmt nicht willkürlich. Das merkt man wenn man diese konsumiert. Heroin ist einfach eine zu geile Droge und die Handhabung viel zu schwierig und Risikoreich. Jeder sollte selber entscheiden was er letztendlich konsumieren möchte, aber irgendwo gibt es Grenzen und man sollte die Leute viel mehr Aufklären. Meth und Bat für alle kommt mal klar...................
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frihet
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von frihet »

Na, dann.
Leseratte
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von Leseratte »

Hallo allerseits. Ich musste mich jetzt auch mal in diesem Forum anmelden, weil ich speziell diese Diskussion ziemlich interessant finde. Wie es scheint, bäumen sich gerade zwei Ansichten zur Legalisierung von "Harten Drogen" auf, wozu ich auch meinen Senf geben möchte.
Da ich seit mehreren Jahren auf legale Drogen zurückgreife, berührt mich die Diskussion eigentlich nur indirekt. Dennoch stelle ich fest, dass selbst Befürworter einer Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten der Entkriminalisierung von Konsumenten härterer Drogen sehr skeptisch gegenüberstehen. Einerseits kann ich das nachvollziehen, da mir, wie den meisten von euch, klar ist, dass Cannabis relativ harmlos ist, und seinen aktuellen Status nicht verdient hat. Eine Legalisierung sehe ich hier mehr als dringend notwendig.
Andererseits muss man sich die Tatsache vor Augen halten, dass die Kriminalisierung von Konsumenten jedweder Droge ein Unrecht ist, welches es zu beseitigen gilt. Ich habe in den 90er Jahren Erfahrungen mit vielen Drogen gemacht, ich glaube bis auf Heroin, Crack und PCP war alles erhältliche dabei. Letztendlich hat mir Cannabis immer wieder über meine Gelüste nach anderen Drogen hinweg geholfen. Von Hanf die Finger zu lassen, war für mich nie ein Problem, wenn ich nicht gerade nach anderen Substanzen gierig war. Wie die meisten meiner Bekannten, war ich von der Tatsache, dass es "illegale" Substanzen sind, nicht sonderlich beeindruckt.
Ich teile die Meinung, dass Opiate höchst gefährlich sind, und die Gesellschaft davor geschützt werden muss. Das heisst nicht dass ich befürworten kann, dass an Konsumenten dieser Drogen die strafrechtliche Keule angesetzt wird. Davon hat niemand etwas, weder der Konsument, noch der Gesetzgeber. Aufklärung ist der richtige Weg. Mir fällt auf wie stark sich die Ansicht, dass Gefängnisstrafen ein geeigneter Weg sind um Drogenmissbrauch zu unterbinden, sich in uns eingenistet hat. Von diesem Irrglauben müssen wir weg. Natürlich will ich nicht, dass überall in Deutschland Läden auftauchen, die Ihre "Heroin-Sonderangebote" im Schaufenster stehen haben. Es darf den Bürgern nicht aufs Auge gedrückt werden oder als Gesellschaftsfähig dargestellt werden, doch wenn man eingesehen hat, dass die Kriminalisierung der Abhängigen kontraproduktiv ist, stellt sich die Frage, ob der Markt, die Qualitätskontrolle und der Jugendschutz bei jedweder Substanz dem Schwarzmarkt überlassen werden sollte.
Wenn die strafrechtliche Verfolgung von Konsumenten einen abschreckenden Einfluss auf Konsumenten oder Händler hätte, dann wären "illegalisierte" Drogen nicht Verfügbar. Das Verlangen nach Drogen wird nicht vererbt, daher werden Konsumenten auch nicht aussterben. Konsumenten sind Teil unserer Gesellschaft und werden es immer sein.
Auch wenn es den Befürwortern einer Cannabisfreigabe "einfacher" erscheint, ausschliesslich die Freigabe von Hanf durchzusetzen ( was ich als sehr Eigennützig erachte ), ist es nicht ausschliesslich die Prohibition von Cannabis, welche falsch läuft in unserer globalen Drogenpolitik.
Elli
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von Elli »

Ich bin auch gegen eine Kriminalisierung. Aber so einfach lösen kann man das Problem wahrscheinlich nicht. Entweder es ist verboten oder nicht. Eine geeignete Zwischenform zu finden ist schwer.
Wichtig ist mir, dass der Gesetzgeber eine Politik FÜR die Menschen und nicht gegen die Menschen macht...träum..
Florian Rister
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von Florian Rister »

Elli hat geschrieben:Ich bin auch gegen eine Kriminalisierung. Aber so einfach lösen kann man das Problem wahrscheinlich nicht. Entweder es ist verboten oder nicht. Eine geeignete Zwischenform zu finden ist schwer.

Ich glaube nicht, dass das so schwer ist. Es liegt vielmehr an der mangelnden Kreativität des Gesetzgebers und der Bevölkerung, dass es kein Zwischending zwischen illegalisierten Substanzen und Supermarkt-Angeboten gibt. Diese kreativen Wege müssen wir promoten, und den Leuten klarmachen, dass eine andere Welt möglich ist!
Die Heroin Abgabe an Schwerstabhängige erschien vor 20 Jahren auch vielen Leuten noch als völlig verrückte Idee, heute weiß man einfach das es der einzig richtige Weg ist... Die Welt ändert sich, und wir müssen Sie gestalten!

Was die Diskussion hier angeht: Jodie Emery hat das mal sehr schön beschrieben: Es gibt in unserer Szene 2 grobe Richtungen:

-Die Cannabis-Legalizer, die hauptsächlich durch den Konsum von Cannabis die subjektive Erfahrung gemacht haben, dass das Hanfverbot unsinnig ist.

-Die Anti-Prohibitionisten, die die Schäden des Drogenkriegs in der Gesellschaft sehen, und sich grundsätzlich für eine veränderte Drogenpolitik starkmachen.

Oftmals wird die eine Seite die andere Seite nicht verstehen, weil man aus ganz anderen Welten kommt. Aber letztendlich müssen wir gemeinsam für die Sache kämpfen, auch wenn wir nicht immer jede Position des jeweils anderen nachvollziehen können oder wollen.
Legalisierungsbefürworter seit 2000
DHV-Mitglied seit 2010
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thatssoooweird
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von thatssoooweird »

Ich wurde gestern leider ausgeloggt während des Schreibens meines Beitrags :/ Dabei war der wunderbar ausführlich. Aus Zeitmangel versuche ich jetzt mal, das alles ein wenig zu straffen.

Ich quote jetzt mal nicht, sondern gehe auf die Argumente ein, die genannt wurden:

-Wie kann ich Heroin legalisieren wollen, wenn ich es selbst nicht nehmen möchte?

1. ist die Grundannahme schon merkwürdig, ich kann mich auch für etwas einsetzen, von dem ich nicht betroffen bin. Ich war übrigens auch schon für die Legalisierung von Cannabis, als ich nicht mal im Traum daran gedacht hätte mal Gras zu rauchen, weil mich die Argumente überzeugt haben. Wollt ihr denn wirklich, dass sich nur Konsumenten für die Legalisierung einer bestimmten Droge einsetzen?
2.wissen wir aus der Diskussion um Cannabis, dass Drogen ohnehin konsumiert werden, und es ist nach bisherigen Erfahrungen auch nicht davon auszugehen, dass der Heroinkonsum plötzlich massiv steigen würde. Andererseits hätten die Leute, die bereits abhängig sind, ein viel längeres, gesünderes und preiswerteres Leben, denn - da ist sich die Wissenschaft einig - die Schäden von Heroinkonsum sind in erster Linie Folgen der Illegalität.

-Wie soll das bezahlt werden?
Afaik kostet Heroin nicht mehr in der Herstellung als andere "normale" Medikamente auch. Heroinsucht wäre damit auch nicht teurer als Nikotinsucht.

-Haben Menschen ein Recht auf einen so starken Rausch?
Wieso nicht? Zum einen kann man auch einen starken Rausch erleben durch andere Dinge wie etwa Bungee-Jumping (nein, das ist nicht kindisch, es zeigt nur die Absurdität auf Rausch ab einer gewissen Stärke (wie will man das überhaupt definieren?) zu verbieten), zum anderen sehe ich kein Problem darin, dass Menschen starke Rauschzustände erleben, solange sie andere damit nicht schädigen.
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
-Warum die Unterscheidung zwischen harten und weichen Drogen aufheben?
Weil sie keinen Sinn macht? In allen mir bekannten Rankings, die Wissenschaftler erstellt haben (Links habe ich bereits gepostet), rangiert Alkohol - angeblich ja eine weiche Droge - ziemlich weit oben, z.B. weit vor MDMA (in allen Rankings!). Da gibt es dann rein logisch nur zwei Möglichkeiten:
a) Alkohol ist eine harte Droge und muss verboten werden.
b) Alkohol ist eine weiche Droge, dann sind es aber alle Drogen, die weit ungefährlicher als Alkohol sind - z.B. LSD, MDMA oder Speed - auch, und die müssten dann ebenfalls legalisiert werden.
thatssoooweird
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von thatssoooweird »

Und bitte schaut euch noch mal die Rankings an:

http://www.economist.com/blogs/dailycha ... _most_harm
http://news.bbc.co.uk/2/hi/6474053.stm
http://www.medicalnewstoday.com/articles/234239.php

Edit:
Oftmals wird die eine Seite die andere Seite nicht verstehen, weil man aus ganz anderen Welten kommt.
Auf mich trifft beides zu :P
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Gerd50
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von Gerd50 »

OT: @thatsoooweird, wenn du längere Beiträge schreibst, denk dran zwischen zu speichern, bevor du den Absenden Knopf
betätigst. Die kritische Grenze beträgt eine Stunde, schreibt man länger und vergisst den Zwischenspeicher, war die Mühe
leider fürs Nirvana ;)

Im übrigen stimme ich dir zu, das auch Bungee Jumping eine Form von Rausch darstellt, der zu einer Abhängigkeitserkrankung
führen kann. Extremsportarten tragen dieses Potential in sich. Es wird mit zweierlei Maß gemessen, wird auch hier deutlich.
Seltsamerweise geniessen nicht stofflich gebundene Rauschzustände ein hohes Ansehen, werden mit Mut assoziert und
Todesfälle, wenn Mut zu Übermut wurde, werden billigend in Kauf genommen.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
frihet
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von frihet »

Danke für eure Beiträge, thatssooweird und Gerd. So siehts aus.
Elli
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von Elli »

@ grooveman85

Stell doch bitte manche hier nicht so dar, dass sie nur aus Eigennutz gegen die Prohibition sind.

Alle haben wir gesagt, dass wir gegen eine Kriminalisierung sind. Aber Heroin freiverkäuflich in der Form von Abgabestellen ab 18 Jahren kann ich mir schwer vorstellen, weil und das ist für mich der entscheidende Unterschied, diese Droge stark abhängig macht und weil diese Droge tödlich sein kann. Letztlich weiß ich aber zu wenig über diese Droge um mich wirklich endgültig dazu zu äußern.
Wie wäre es mal mit konkreten Vorschlägen, wie das dann laufen soll. Hab ich bis jetzt noch keinen gehört.

@ Gerd50

Was ist denn in Portugal?
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Fabius
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von Fabius »

Aha dann ist ein Fallschirmsprung, Bunjeejumping etc. gleichzusetzen mit dem Kosnsum von Heroin ? Euern kinder würdet Ihr auch auswählen lassen. So nachdem Motto. Ne Sohnemann dieses Jahr gehen wir nicht Bunjeejumping sondern Spritzen ein bißchen Heroin vom Real oder Rauchen uns nen Lecker Blech. Oh mann Ihr seid einfach nur lächerlich. Merkt Ihr langsam was ? Bedenklich das alles auch von manchen Mods hier im Forum. Ihr könnt mich gerne verbannen hier aus dem Forum. Das ist mir mittlerweile egal geworden. Ich habe doch gedacht das man an einem Strang zieht. Ich hoffe auch das die Arbeit des DHV weiterhin so gut bleibt.

Wir sind alle gegen eine Kriminaliserung so wie von mir geschrieben wie auch von Elli. Ja das mit den Abgabestellen würde ich auch gerne erklärt bekommen. Wie wollt Ihr das anstellen, eine so harte Droge wie Heroin zu legaliseren ? Wie soll der Konsument den Konsum richtig handhaben ? Wie sieht es mit der Haftung gegenüber dem Konsumenten aus ? Wer zahlt die Therapie von den Konsumenten, die vorher sich das Heroin bei Rossmann gekauft haben ? Wie stellt Ihr euch Angebot und Nachfrage vor ? Wie sieht es mit dem BTMG aus ? Wie sieht es mit dem Verwaltungsrecht aus ? Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fre............... halten.
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Gerd50
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Re: Kiffen dürfen reicht nicht

Beitrag von Gerd50 »

@Elli, Portugal hat 2001 seine Drogenpolitik rund erneuert. Hanf, Heroin, Kokain und MDMA dürfen in begrenzten Mengen
besessen werden. Im Rahmen dieser Mengen werden Konsumenten nicht mehr strafrechtlich belangt. Hintergrund zu
diesem Schritt war, das Portugal seit den 80ger Jahren des letzten Jahrhunderts die höchste HIV Rate, bedingt durch
Heroin Konsum, in Europa hatte. Eine sehr gute Zusammenfassung des Portugal Modells vom Cato Institut gibt es hier:

http://liberalesinstitut.wordpress.com/ ... #more-1230

Soweit ich mich erinnere hat jemand schon an anderer Stelle im Forum darauf hingewiesen, das Morphin Präparate
(wie Heroin Rohopium Derivate) von jedem der sie von einem Arzt verschrieben bekommt, problemlos in jeder
Apotheke erhältlich sind. Das wäre demnach auch für Heroin möglich.

Niemand hat hier was von Heroin aus dem Supermarkt geschrieben @Fabius. Bleib mal auf dem Teppich bitte. Wer in dieser
Diskussion nicht deiner Meinung ist, ist kindisch, macht sich lächerlich? Überdenke mal, ob das nicht eher auf dich zutrifft,
wenn du hier Beiträge frei nach Schnauze interpretierst, anstatt dich daran zu halten, was faktisch geschrieben wurde.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
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