Tübingen

Florian Rister
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Re: Tübingen

Beitrag von Florian Rister » Mi 23. Apr 2014, 13:46

Ich würde das Thema auch gern im Tagblatt mal aufgreifen. Könnten Sie mir denn jemanden nennen, der aus medizinischen Gründen für die Cannabis-Freigabe plädiert oder es zur Behandlung benötigt?
Könntet ihr mal bei der IACM nachfragen bzw denen eine Kontaktadresse geben, die sie dann an potentielle Kandidaten weitergeben können.
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grünlingen
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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » So 27. Apr 2014, 10:33

http://www.tagblatt-anzeiger.de/Home/au ... 55341.html


Herr Janßen vergleicht freigabe von Cannabis mit der Legalisierung von Auftragsmord bei der Mafia. Nur eine Provokante Frage oder ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Meinung über Cannabis ??

Schreibt Kommentare an ihn was Tübingen davon hält

grünlingen
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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » So 27. Apr 2014, 22:10

Ein kleiner Dialog mit einem Grünem

Vielen Dank für Deine Mail. Wie Du sicher bei Deinen Recherchen erfahren hast, stehen die Grünen seit jeher für die Legalisierung von Canabis. Allerdings wird auch innerhalb der Partei zur Vorsicht im Umgang mit Canabis geraten.
Warum wir das Thema nicht im Wahlkampf nutzen hat einfache Gründe.
Zum Einen ist es kein Thema, das auf europäischer oder kommunaler Ebene entschieden wird. Zum Anderen sind für uns zurzeit Themen wie die Energiewende, das drohende "Freihandelsabkommen" TTIP oder Verbesserungen in der Bildungspolitik wichtiger. Ich denke, dass dies die Mehrheit der verantwortungsvollen Konsumenten, zu denen ich mich auch mal gezählt habe, ähnlich sieht.
Wir können aber gerne einmal gemeinsam ausloten, ob man zum Thema Canabis anlässlich der Aktualität des Themas eine Veranstaltung ins Auge fassen könnte.
Ich hoffe, Dir hiermit eine befriedigende Antwort gegeben zu haben.

Mit den besten Grüßen.

Jakob Sierig
Kreisverband Grüne Tübingen
Mitglied des Vorstandes

Hallo Jakob,

vielen dank für deine Antwort. Für mich hängen die ganzen Gründe zusammen. Ein Freihandlsabkommen richtig zu gestalten erfordert eine Grüne Mehrheit im Bundestag. Mit 10 % wird man dies nicht erreichen und bei einer Durchsetzung der Grünen Drogenpolitik würden sie auf Anhieb 4 Millionen wählerstimmen bekommen. Eine Energiewende könnte man auch mit Biosprit aus Cannabis erzeugen , welches viel ertragreicher ist und den Ackerboden schon. Die Cannabisindustrie wird leider und richtigerweise der Europäischen und der deutschen Wirtschaft davon laufen. Eine Verbesserung der Bildungspolitik könnte man wie in Amerika erreichen indem die Steuern für Bildung und Aufklärung genutzt werden.
Du siehst also, für mich sind dies alles nur Ausreden um ein heikles Thema der " Bodenständigen Deutschen " wählerschaft nicht zuzumuten. Andere Länder und besonders das Land der Prohibition macht da Nägel mit Köpfen und wägt ganz pragmatisch den Nutzen des Drogenkrieges ab, zieht daraus Konsequenzen und Kommuniziert es auch mit der Bevölkerung. Es ist wieder das Klischee. Andere Länder handeln , während Deutschland denkt und abwartet.


Antwort :


vielen Dank für Deine Hinweise.
Ich sehe allerdings einen kleinen Gedankenfehler in deiner Argumentation:

Du gehst von der Annahme aus, dass alle Konsumenten von Canabis diesem Stoff genauso eine wichtige Rolle zuschreiben, wie Du es tust.
Ich denke, da irrst Du Dich. Es macht darüber hinaus auch keinen Sinn, alles Andere, was aus Deiner Sicht nicht die Welt rettet schlecht zu machen.
So kommt man nicht weiter.

Wie gesagt, Du kannst gerne dem Kreisvorstand mal eine Veranstaltung vorschlagen. Gerne erst nach deinen Abschlussprüfungen, da im Augenblick sowieso alles auf Kommunalwahl gepolt ist und keine Zeit mehr für andere Dinge ist.

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Re: Tübingen

Beitrag von Baumbart79 » Mo 28. Apr 2014, 11:50

die grünen haben sich komplett verkauft um seit jahren weiterhin im bundestag mitspielen zu dürfen. umweltretter-themen propagieren, jedoch aber mit den koalitionspartnern gegenseitig schnute lecken damit man weiterhin mitspielen kann und schein(heilige)politik betreiben kann.

allein schon die gewählten worte weisen daraufhin, dass die grünen das thema nicht als medizin, nutzpflanze oder genussmittel betrachten, sondern als stoff - giftstoff, rauschmittel, rauschgift.

beleidigend ist jedoch am meisten, dass man als kleiner suchtie hingestellt wird. in dem es durch die blume heisst, dass man sich selbst zu sehr mit dem thema auseinandersetzt und der "stoff" einem zuviel bedeutet.

:evil:
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grünlingen
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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » Mo 12. Mai 2014, 20:16

Ich darf berichten:

Eine Zusammenarbeit mit den Grünen ist geplant, gestaltet sich jedoch leider eher als Überzeugungsarbeit

Eine Zusammenarbeit mit den Linken stösst auf ein offenes Ohr und ein Treffen ist geplant.

Die Zusammenarbeit mit den Piraten ist oft sehr ereignungsreich und erfordert ein hohes Maß an flexibilität. Sie waren sofort sehr konstruktiv gesprächsbereit in einem gleich angebotenem direkten Dialog.
Ich darf mich bedanken , dass ich zu der Kreistagssitzung der Piraten eingeladen wurde und ich ein Referat zum Thema Legalisierung, soziale Folgen...halten durfte.
Eine Zusammenarbeit ist geplant mit dem Ziel in wenigen Wochen gemeinsam einen Antrag für ein Pilotprojekt für eine staatliche regulierte Cannabisabgabe im Gemeinderat zu stellen.
Ich persönlich fordere jeden Tübinger auf der das liest seine Stimme den Piraten zu geben, damit die Zusammenarbeit weiterhin gestaltet werden kann und sie weiterhin das Drogenpolitische Gewissen bzw der Stachel im Arsch der Bündnis 90 der Grünen sind.

Es wäre auch schön mehr aktive hier zu finden, die für ihre Rechte in Tübingen in jeglicher Art kämpfen und sich nicht mit dem status qou im Keller bekifft abfinden oder philosofierende Reden als Student halten.

Nehmt euch ein Beispiel an Heidelberg. Danke Heidelberg , ihr wart der Hammer !!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hier ein Text der in Zusammenarbeit mit den Piraten und mir entstanden ist. Er soll in kürze in der Regionalen Presse stehen. Herzliches Dankeschön an Baumbart für seine zahlreichen Impulse. Leider erlaubt die Redaktion nur 1200 Zeichen. Hätte ich dir glaub vorher sagen sollen.


Pilotprojekt zu weichen Drogen
Entkriminalisierung durch kommunale Abgabe

Vor einem Monat forderten 122 renomierte Jura-Professoren die Überprüfung des deutschen Strafrechts zur Kriminalisierung von Cannabis, da sie - wie die PIRATEN - die aktuelle Prohibitionspolitik für gescheitert halten, wie die Anhörung von Dr. Krumdiek im deutschen Bundestag zeigt.
Wir PIRATEN nehmen das ernst und fordern daher ein Pilotprojekt zur regulierten Cannabis-Abgabe in Tübingen.
Tübingen ist eine renommierte Universitätsstadt und deshalb kann schon im politischen Prozess durch Fachjuristen sichergestellt werden, dass eine kommunal verwaltete Cannabisabgabe kompetent gestaltet wird.
Wir verfolgen mit dem Projekt drei Ziele: Entkriminalisierung, Erforschung und Aufklärung.
Die Legalisierungswelle im Ausland zeigt, wie der Schwarzmarkt schlagartig zusammengebrochen ist, die Steuern dem allgemeinem Wohl zufließen und die Polizei massiv entlastet wurde.
Das niederländische Coffeeshop-Programm bewirkte eine geringere Anzahl an jugendlichen Cannabis-Konsumenten, als im restriktiveren Land, wie Deutschland
Auch eine medizinische Nutzung von Cannabis ist in vielen Staaten an der Tagesordnung mit überwältigen positiven Ergebnissen für die Patienten.
Nur in einer Entkriminalisierung und staatlich regulierten Abgabe kann Problemkonsum früh erkannt, die Qualität des Cannabis sichergestellt und der Jugendschutz eingehalten werden.


Ich bin auf den letztendlichen Text gespannt.
Angagement lohnt sich , egal wie

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Baumbart79
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Re: Tübingen

Beitrag von Baumbart79 » Di 13. Mai 2014, 23:19

ja, so hätte ich mir massiv zeit beim um-schreiben sparen können. :evil:

das nächste mal bitte solch wichtge infos an mich, denn ich kann mein wochenende auch anders gestalten und mich strikt an die 1200 zeichen halten. dann hätte ich nur kosmetik am text und mich am wortfluss ausgetobt. :(

jetzt habe ich bei dir schon 2 gut... :P
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tuegruen
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Re: Tübingen

Beitrag von tuegruen » So 18. Mai 2014, 19:59

Hallo,

bin durch Zufall hier gelandet. Bin aus Tübingen und finde die Aktionen gut, viele Dank dafür!!!

Seid ihr inzwischen mehr geworden? Ich bin Lehramtsstudent und am Ende meines Studiums. Da ich von direkten Freunden bereits gehört habe, dass sie wegen Sachen in der Richtung Probleme bei der Verbeamtung/Einstellung bekommen haben (in Bawü/Karlsruhe), bin ich mir nicht sicher wie sehr ich euch helfen kann. Bin per PM erreichbar (ich denke da bekomm ich eine Mail).

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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » So 18. Mai 2014, 23:03

Hallo tuegrün,

Nein leider nicht, bin noch eine sehr aktive einmanarmee :) . Jedoch mit dem Böblinger Stammtisch gibt es sehr gute Zusammenarbeit, auf die man sich immer verlassen kann.

Ja das Problem kenne ich. Ich komme selber aus einem medizinischem Beruf. Jedoch gibt es verschiedene Möglichkeiten zu helfen. Und sei es " nur" DHV Flyer in Briefkästen zu verteilen z.b. oder zu zweit zu Parteien zu gehen und Gesicht zeigen mit guten Argumenten. Muss ja nicht gleich mit vollem Namen in der Zeitung stehen ;) .

Deine Erfahrungen z.b. mit deinen Kollegen können zum Anlass dienen Druck bei den Parteien zu machen , dass nicht nur 14 Jährige Schulschwänzer Cannabis Konsumenten sind, wie es die Medien immer sugerieren.

In Tübingen ist alles grad noch in den Kinderschuhen, jedoch wurde schon vieles erreicht und mein Ziel ist noch viel mehr.

schön , dass sich jemand meldet.

Viele Grüsse

Florian Rister
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Re: Tübingen

Beitrag von Florian Rister » Di 20. Mai 2014, 10:55

tuegruen hat geschrieben:Hallo,

bin durch Zufall hier gelandet. Bin aus Tübingen und finde die Aktionen gut, viele Dank dafür!!!

Seid ihr inzwischen mehr geworden? Ich bin Lehramtsstudent und am Ende meines Studiums. Da ich von direkten Freunden bereits gehört habe, dass sie wegen Sachen in der Richtung Probleme bei der Verbeamtung/Einstellung bekommen haben (in Bawü/Karlsruhe), bin ich mir nicht sicher wie sehr ich euch helfen kann. Bin per PM erreichbar (ich denke da bekomm ich eine Mail).
Sicherlich hatten deine Kollegen keine Probleme bei der Verbeamtung wegen Aktivismus für die Legalisierung von Hanf oder für eine neue Drogenpolitik generell. Ich vermute sie wurden bei Straftaten erwischt. Das ist dann durchaus ein Problem für eine Verbeamtung.
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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » Do 22. Mai 2014, 18:09

Anschreiben an die Grünen . Allgemeines blabla über Cannabis und vor allem eine Anfrage zur Haltung einer Petition in Tübingen. Seine Nachricht ist die erste durch weg positive von den grünen. ( Hab leider 7 Wochen drauf gewartet) . Herr Palmer wich aus, Jakob Sierig unterstellt mir durch die Blume einen Suchtcharakter und Sybille Metzler , hält nicht mal eine medizinische Freigabe für notwendig. Ei Ei Ei die grünen. Auf diese Antwort jedoch lässt sich was aufbauen.

Leider zwingt mich mein Examen meine Hanfaktivisten Arbeit auf der politischen Ebene einzustellen, sowie diverse Briefkästen mit Flyern nicht mehr fühlen zu können.

Ich hoffe hier noch mehr Mitstreiter zu finden. Einen ersten Tübinger Hanfstammtisch zu veranstallten und dann mit vollem Karacho in wenigen Monaten es in Tübingen krachen zu lassen.

Das Thema muss den Parteien " entzogen" werden. Es ist nicht schick in einer Partei mit der Drogenpolitik Kariere zu machen. Verständlich. Man kriegt von jedem, auch von der eigenen Partei eins auf die SChnauze.

Darum muss es eine presente Bewegung in Tübingen auf die Strasse gehen, damit die PRO CANNABIS Parteien sehen , hoppala vielleicht lohnt es sich doch da mehr zu tun. Ansonsten geschieht nichts !!!!!!

Demokratie, Grundrechte und Bewegungen gehen vom Bürger aus. Parteien sind nur das Sprachrohr und verkrusten, wenn der Bürger sich ausruht.

Darum , macht mit !!!!!!!!!!

Für ein Colorade in Tübingen, Deutschland und Europa...ok fangen wir erstmal in Tübingen an ;)





Sehr geehrter das bin wohl ich



vielen Dank für Ihr Schreiben vom 06. April 2014 und zum Thema Cannabis.

Die Prohibitionspolitik von Cannabisprodukten muss in weiten Teilen als gescheitert betrachtet werden und geht an der heutigen Lebensrealität von Millionen Menschen in Deutschland vorbei. Die Folgen sind ein blühender Schwarzmarkt mit unkontrollierten und gefährdenden Stoffen für Konsumentinnen und Konsumenten sowie ein immenser Aufwand für dessen Strafverfolgung. Die Politik des Verbots treibt zudem Millionen Menschen in die Illegalität und verwehrt ihnen Ihr Recht auf emanzipatorisches selbstbestimmtes Handeln.

Als Bündnisgrüne stehen wir deshalb für eine rationalere und am Menschen orientierte Drogenpolitik, die die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger stärkt. Ein staatliches Eingreifen halten wir nur dann für gegeben, wenn Konsumentinnen und Konsumenten ihre Handlungen nicht mehr selbstverantwortlich steuern können oder eine Schädigung Dritter droht und wollen grundsätzlich Menschen zu einem gesundheitlich unbedenklichen oder risikoarmen Drogengebrauch befähigen.

Die Prävention, eine konsequente Durchsetzung des Jugendschutzes und die Möglichkeit der bedarfsgerechten Therapie von Abhängigen und Schadensminderung von Konsumfolgen stehen dabei jedoch im Zentrum unserer Politik.

Im Hinblick auf Cannabis treten wir für einen selbstbestimmteren und freieren Umgang ein, der die Konsumrisiken weder verharmlost noch übertreibt. Deshalb wollen wir eine weitgehende Gleichbehandlung von Cannabis mit anderen legalen Drogen und kurzfristig den Besitz, Anbau zum Eigengebrauch entkriminalisieren. Ferner stellt die medizinische Verwendung von Cannabisprodukten eine Option dar. Längerfristig streben wir eine Abgabe von Cannabis in lizensierten Fachgeschäften an. Die Machbarkeitsprüfung des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg für ein derartiges Vorhaben unterstütze ich daher sehr.

Alternative Möglichkeiten wie Drug-Checking Programme oder die von Ihnen angesprochenen Cannabis-social-Clubs sind ebenso ein Fortschritt im Sinne eines emanzipatorischen Konsumverhalten und sind daher begrüßenswert.

Nach der Klärung aller gesellschaftsrelevanten Faktoren stehe ich einer Petition für die Einrichtung eines Cannabis-Social-Clubs für die regulierte Abgabe von Cannabis in Tübingen daher offen gegenüber.



Mit freundlichen Grüßen





Chris Kühn

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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » Fr 23. Mai 2014, 23:44

Ich plane am 05.07.2014 einen kleinen Infostand in der Tübinger Innenstadt aufzuschlagen.

Ich suche 2-3 Personen die mir zur Seite stehen.

Es ist auch eine kleine Sitzecke mit Getränken und Knabberzeug geplant neben dem Infotisch. Eine Gesprächsrunde, wo sehr Interresierte sich gemütlich ( auf Plastikstühlen ) hinsetzen und mit einer Person vom Stand sich unterhalten bzw. Gleichgesinnte sich austauschen und vernetzen können.

Ich freue mich über jede Hilfe und sei es nur als Person "Gesicht zu zeigen"

Meldet euch , um Vorbereitungen treffen zu können.

Ich brauche einen kleinen Tisch, Sonnenschirm , einen Standtisch und 3-4 Plastikstühle.

Interresse und ev. sogar Equipment, dann melde dich

ES REICHT, CANNABIS NORMAL !!!!

am

05.07.2014 in Tübingen

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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » Mi 4. Jun 2014, 20:29

Da ich vor meinen sehr wichtigen Prüfungen stehe muss ich leider den Termin absagen. Ich verschiebe ihn auf den Herbst. Diesen Stand will ich profesionell aufziehen . Dazu braucht es planung, vorarbeit und vor allem Kapital um das Equipment zu kaufen. Alles habe ich grad nicht und die PRüfungen sind mir grad wichtiger.

Jedoch ab Mitte Oktober gehts richtig los.

I have a dream.

Jeden Monat einen Cannabisinfostand in Tübingen, damit die Parteien Merken , Es reicht-genug ist genug- keine Macht den lügen

bis dahin wird aber spontan geflyert und mit selbst aufgedruckten T-Shirts die Fussgängerzone auf und ab geschlendert.
Seht dazu unter Kreatives und witziges


.

Ich hoffe weiterhin auf viel zuspruch hier in Tübingen, damit wir einen ersten Tübinger Hanfstammtisch einrichten, uns kennenlernen und die zukünftigen Aktionen hier in der Stadt und Region planen können.

Hanfige Grüsse

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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » Mo 16. Jun 2014, 18:06

Treffen



Spontanes Treffen zwischen meiner Wenigkeit und einem Aktivisten aus Reutlingen.

Wo : Wohl am chilligsten Ort um eine aktive Zusammenarbeit zu besprechen und eine solide Grundlage für die weitere Zusammenarbeit zu gestalten

Amsterdam, Damrak, vorm Coffeeshop Baba

Wann : Samstag den 21.06.2014 um 17.00

Erkennung : Weiße Schuhe
Bist du zufällig am richtigen Ort zur richtigen Zeit , dann last uns Treffen.

Themen :
Sich kennenlernen
Infostände vorbereiten ab Oktober in der Region Tübingen – Reutlingen
Wöchentliche Flyeraktionen
Diverse aktive Tätigkeiten ausloten
Regelmäßige Hanfstammtische vorbereiten




Flyeraktion

Oft fehlt der Mut sich öffentlich hinzustellen und zu Flyern. Was denken die Leute ? Werde ich gleich verhaftet ? Verprügelt ? …

Hier eine Zusammenfassung von Erlebnissen von einer Flyeraktion in dieser Woche.

Es war ein Flyer „ Cannabis legalisieren „ mit Inhalt einem Flyer von der Hanfparade in Berlin, Karten Hanffreunde wehrt euch, Streckmittel und Postkarte Schluss mit Krimi.

Ein Vater lag mit seiner etwa 18 Jahre jungen Tochter auf der Wiese. Zuerst war es skeptisch. Er war für eine Medizinische Nutzung , aber gegen als Genussmittel. Nunja, seine Tochter bat mich direkt ihr einen Flyer zu geben.

Eine Gruppe betrunkener Fussbalfans kam mir entgegen. Einer nahm es und meinte Scheiss kiffen, ich hasse es. Sie liefen weiter. Ich hörte noch von seinem Kumpel, also ich finds super was er macht.

Viele nahmen es sehr dankend an und begrüssten total die Aktion. Es waren Familien die noch den Kinderwagen vor sich her schoben. Ein Mensch mit einem Anzug ( Ohne Vorurteile wecken zu wollen ) . Junge Menschen, die meinten , oh ja sehr gerne, total gut was du machst.

Zwei schicke Frauen um die 40 schauten sehr skeptisch. Nahmen dann nach langem zögern einen. Ihre Freundin drehte sich um, um zu schauen ob jemand sie kennen würde . Sie gingen weiter und lachten. Kurz danach kam mir ein älterer Herr entgegen. Er bekam den Flyer von den Frauen und meinte . Ich glaube sie wollten ihn nicht lesen und zwinkerte mir zu.

Es gab auch Personen ( so eher die CDU Fraktion von 40 -60 ) , die schauten als ob sie einen Geist gesehen hätten. Wie kann er es wagen Drogen zu werben und liefen schnell weiter. Ich glaube ich habe ihr weltbild zerstört. Habe keine Rasters , so eher das brave Schwiegersohn aussehen.

Eine Besitzerin in einem Räucherkerzenladen war überglücklich , dass sich jemand einsetzt und bat mich noch einige mehr dazu lassen für Interresierte Kundschaft

Denn letzten Flyer kriegte ich irgendwie nicht mehr los. Wollte ihn schon auf die Bank legen. Da kam mit ein junger man mit seinem Fahrrad entgegen und meinte. Bin grad vorbeigefahren, denn kenne ich doch, nehme sehr gerne einen .



Ich schreibe dies, damit Menschen sich hier zusammentun und für eine Zukunft sich einsetzen , wo der Staat den Bürger nicht entmündigt wie er sich berauschen darf.

Es ist Fussbalfest. Sehr viele brüllen rum besaufen sich in der Fussgängerzone. Und wir verstecken uns, werden kriminalisiert und haben schon ein mulmiges Gefühl Flyer über eine Jahrtausende alte Medizin- Rohstoff- und Genussmittelpflanze zu verteilen.

Und übrigens. Es ist unbezahlbar den Gesichtsausdruck von schockierten Menschen zu sehen, die glauben das Deutschland an der Drogenfront verteidigt werden muss, brav die CDU wählen und plötzlich ein nicht Klischee Kiffer das Wort CANNABIS einem entgegenhält.

Genug des Versteckens. Wehrt euch . Macht mit. Neckarmüller ist gut … Neckarkiff wäre auch nicht schlecht ( Insider für Tübinger ). Für einen Feierabendjoint am wunderschönen Neckarufer im Coffeeshop.
Kämpfe dafür !!!!!

Essener

Re: Tübingen

Beitrag von Essener » Mo 16. Jun 2014, 18:26

@ grünlingen

Hi grünlingen.

Also ich weiß nicht, ob ich da jetzt etwas falsch verstehe, aber wenn Du am 21.06.2014 eine Reise vorhast, dann fahre doch lieber an DIESEM Tag nach Berlin, zum Görlitzer Park und empfange mit etlichen anderen Hanffreunden den Oliver Becker! Du hast sicherlich schon von ihm gelesen, gehört, gesehen. Deine / Eure Reise nach Amsterdam könnt Ihr ja dann immer noch planen und antreten.

Gruß :)

grünlingen
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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » Mo 16. Jun 2014, 19:06

Hi , diese Reise ist mein wohlverdienter Kurzurlaub an der Küste, der schon seit Monaten geplant ist. Nur durch Zufall hat sich ergeben das zwei Personen zur gleichen Zeit dort Urlaub machen. Ich glaub extra dort hinzufahren nur um einen Hanfstammtisch zu organisieren wäre zu weit hergehollt.

Aber danke , dass du mein Gewissen bist :)

grünlingen
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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » Di 17. Jun 2014, 20:56

In etwa 2 Wochen will ich mit meinem Medizin Shirt einen Flashmob starten . Jeder der ein T-Shirt hat wo das Wort Cannabis etc. irgendwie auftaucht soll dann zur Stiftskirche gehen und sich einfach nur gut sichtbar an die Treppen setzen.

Keine Reden, Plakate, Flyern oder Leute ansprechen !!!!!

Den genauen Termin gebe ich dann noch Bescheid
Zuletzt geändert von grünlingen am Mo 9. Feb 2015, 20:25, insgesamt 1-mal geändert.

grünlingen
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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » Mo 30. Jun 2014, 15:49

Flyern Flyern Flyern heist mein Motto.

Es ist überwältigeng , welchen Zuspruch man bekommt. Und vor allem besteht ein so grosses Redebedürfnis von Personen aus allen Schichten. Natürlich gibt es auch Personen , die den Flyer nehmen und weinige Meter gleich in den Müll schmeissen. Egal , sie wissen jetzt das Thema wird ernst und die Zeit des Versteckens ist vorbei

Es ist manchmal echt erschreckend mit welchen propagande Vorurteilen Menschen rumlaufen. Erst recht sind sie erstaunt , wenn man ihnen die ungeschminkte Wahrheit sagt.



Hier ist eine Auflistung von den Standardfragen die ich so zuhören bekomme und meine Antworten


Frage: Braucht die Gesellschaft noch eine Droge ?
Antwort: Kein Mensch hat das Recht einem Vorzuschreiben wie er sich berauschen darf. Ich plediere hier nicht für
den Konsum von Drogen , sondern gegen die Bevormundung des Staates. Moral kann man nicht per
Gesetz verabschieden.

Frage: Ich bin gegen Drogen !!
Antwort: Wenn du gegen alle Drogen bist , wie auch Alkohol, Nikotin und Koffein dann Respektiere ich deine
Meinung. Ansonsten ist es eine heuchlerische Doppelmoral die entweder aus Unwissenheit hervorruft
oder gezielt Lobbyarbeit für die Alkoholbranche anstrebt. Danach entwickelt sich das Gespräch sehr
ehrlich weiter.

Frage: Medizin ja, Legalisierung nein .
Antwort: Ich führe das Gespräch in diese Richtung . Kläre auf über perverse Situation der Bundesopiumstelle.
Füge als Beispiel das Abstimmungsverhalten im Deutschen Bundestag von der CDU und SPD hinzu.
Danach lenke ich das Gespräch in die Legalisierungsebene...

Frage: Ich bin gegen die Legalisierung, weil dann der Reiz fehlt etwas Verbotenes zu machen.
Antwort: Was heist Antwort. Zuerst kriege ich von so einem Argument Hirnkrebs, schaue in mit grossen Augen an
und beginne das Gespräch mit anderen Argumenten Anzufangen.

Frage: Wo soll es aufhören ? Alle Drogen legalisieren ?
Antwort: 1. Ich verweisse auf die anerkannte Drogenrangliste und mache klar dass Alkohol fast auf einer Stuffe
mit Heroin ... steht.
2. Ich gebe einen Denkanstoss : Solange es für harte Drogen Konsumräume , wie Biergärten , Kneipen
Weinstuben gibt mit 100 000 toten im Jahr, warum kämpft dann die Gesellschaft dann so erbittert gegen
den Konsum von weichen Drogen , wie Cannabis , LSD und Pilzen mit 0 Toten Weltweit ( zumindest bei
Cannabis )

Frage: Würde es dann nicht einen Anreiz schaffen , dass meht Leute konsumieren, besonders Jugendliche ?
Antwort: 1. Ich verweisse wieder auf die Bevormundung des Staates.
2. Die die es nehmen , nehmen es sowieso , weil man Drogen sich überall beschaffen kann.
3. Ich verweisse auf die 40 Jahre NL Coffeeshop, den Jugendschutz und kläre auf das es in NL genau
so viele Jugenliche Kiffer gibt ( sogar etwas weiniger ) , aber das vor alle bei NL Jugendlichen der
Problemkonsum um ein vielfaches geringer ist als im Prohibitionistischem Deutschland
4. Ich sage mit einem kleinem Augenzwinkern. Und auch wenn. Ist es nicht besser dass es mehr Kiffer
, als Alkoholtrinker gibt bei der Totenzahl , Gewaltexzessen und Komasaufen mit Todesfolge ?...

Frage: Ich bin doch über Wochen nicht fahrtüchtig ?
Antwort: Dies fragte mich eine Lehrerin. Ich klärte sie über den Unterschied vom Aktivem THC und Abbauprodukten
auf. Machte ein Bsp. über den Führerscheinverlust , wenn man beim Trinker die Leberwerte heranziehen
würde. Als Gegenfrage kam " warum macht man das dan ". Nach der Aufklärung über die MPU
und Drogentests Wirtschaft war sie geschockt und bedankte sich sehr höflich über die allg. Aufklärung

Frage: Durch Drogen wird doch das Leben zerstört ?
Antwort: 1. Gegenfrage --- Durch Drogen oder das Verbot welches die Leute in die Kriminalität ,Führerschein-
entzug und Arbeitsplatzverlust führt ?
2. Hinweis auf die Bevormundung
3. Nicht die Droge sondern der Grund wieso man es nimmt ist entscheidend. Und den Hinweiss auf eine
völlige Entkriminalisierung von allen Drogenkonsumenten , weil sie beim Problemkonsum Ärztliche
Hilfe und keinen Staatsanwalt brauchen

Frage: Super, was du machst...wann wird es endlich legal ?
Antwort: Kommt drauf an wieviele sich dafür einsetzen .

Fage: Allgemein Psychosenfragen
Antwort: Cannabis ist und bleibt eine Droge , die ich nicht verharmlosen will. Nur ein geringer Anteil entwickelt eine
Psychose. Von denen wiederum hatten schon vor dem Konsum eine Genetische disposition. ...

Frage : Aber das Zeug verursacht doch Halluzinationen, beeinflusst das Kurzzeitgedächtniss und macht Träge ?
Antwort: Da muss ich erstmal schmunzeln... Danach sage ich, dass das ja auch der erwünschte Rausch ist im
gegensatz zum Aggresiv werdenden Alkohol. Jeder muss selbst entscheiden dürfen natürlich ob er sich
berauschen will und wenn ja dann mit welcher für in passender Substanz bzw. Situation.


Jeder der sich mit diesen Antworten indentifizieren kann und sie auch so vortragen würde...soll einfach sich hier melden oder auf Facebook Tübingen Hanf.

Warum ist die Alkoholprohibition in 15 JAhren gescheitert ( siehe Youtube oder Arte: Prohibition eine amerikanische Erfahrung ) ?
Weil sich die Leute massiv dagegen gewährt haben und man Moral nicht per gesetz vorschreiben darf. Sie haben den Staat nicht mehr ernst genommen , der solche Gesetze verabschiedet.

Warum steht die Psychodelisch Prohibiton seit 60 Jahren noch. Weil die Kreativen Konsumenten sich ihren Teil Denken und sich lieber verstecken anstatt für ihre Rechte zu kämpfen.

Genug ist genug. Auf die Strasse mit unseren Vorderungen

KEINE MACHT DEN LÜGEN.

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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » Di 1. Jul 2014, 00:55

Treffen --------- Treffen

Ich starte mal den ersten Versuch eines stillen Protests

Am Sonntag den 6.Juli.2014 um 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr in Tübingen

Jeder der ein T-Shirt hat was mit Cannabis zu tun hat , soll sich zur Stiftskirche begeben und sich gut sichtbar an die Treppen setzen.

Das ist keine Demo !!!!!

Also keine Transparente, Reden oder Flyern !!!!!

Es soll nur etwas das Stadtbild verändern

Mal schauen ob es klappt

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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » Mo 7. Jul 2014, 14:08

Termine zum Hanfstammtische

Am 23.7.2014 im Frechdax, Poststr. 6 in Böblingen findet um 20.00 Uhr ein Hanfstammtisch statt

Am Am 13.8..2014 findet der erste Hanfstammtisch in Tübingen statt im Ribingurumu in der Mühlstr. 20 um 20.15 Uhr .Kostenlos parken könnt ihr ab 20.00 in der Steinlachallee. Es sind 5 Minuten Gehzeit.

Geplannt ist sich kennenzulernen. Gedankenaustausch zur aktuellen Situation und Ideen zum Infostand oder anderen spontanen Kurzaktionen.

Aus persönlichen Gründen kann ich mich erst ab Oktober aktiv an grossen Projekten betätigen.

D.h ab Oktober werden konkrete Planungen stattfinden um regelmässige Infostände in Tübingen oder Umgebung aufzubauen.

Bis dahin wird wie immer geflyert !!

Für Ideen vorab oder Zusagen in jeglicher Richtung bitte auf der Facebook Seite Tübingen Hanf kommentieren.
Zuletzt geändert von grünlingen am Fr 11. Jul 2014, 14:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Tübingen

Beitrag von grünlingen » Mi 9. Jul 2014, 13:26

Ich brauche noch zwei Person, die Lust haben ( sofern der Regen aufhört ) , hier in Tübingen zu Flyern. Flyer habe ich . Am Samstag, den 12.7.2014

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