Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Andre K.
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Re: Führerscheinentzug & Wiedererteilung

Beitrag von Andre K. » Mi 8. Mai 2019, 11:31

Hallo,

Ich hatte ganze zwei mal das Vergnügen.Normalerweise müsste dir das Strassenverkehrsamt die Vorgehensweise mitteilen.Eigentlich solltest du direkt mit dem Schriftstück zur Abgabe des Führerscheins eine Information erhalten haben, wie du diesen wiederlangen kannst. Bei mir war eine MPU nötig.
Ich würde mich an deiner Stelle an das Strassenverkehrsamt wenden und nachfragen.

MfG

Andre

Sindbad_530d
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Auf Rezept Kfz führen nach Mpu

Beitrag von Sindbad_530d » Do 9. Mai 2019, 22:39

Hallo,
Ich habe Anfang diesen Jahres eine MPU absolviert wegen führen eines Kfz unter dem Einfluss von Thc und Amphetaminen. Ich habe eine Therapie und MPU gemacht worauf natürlich der Schwerpunkt auf meiner Sucht lag und das ich sie ja jetzt bewältigt habe und keine Btm mehr benötige.
Jetzt ist es so, dass ich die Möglichkeit habe mir Cannabis auf Rezept zu holen und das auch tun werde.
Meine Angst ist jetzt, dass ich beim nächsten Mal angehalten werde und aufgrund meiner Vorgeschichte Bluttest angeordnet werden könnte mit Rückmeldung ans Landratsamt. Da die Kollegen vom Landratsamt ja fast willkürlich handeln dürfen befürchte ich, dass mir der Führerschein aufgrund meiner Vergangenheit wieder entzogen wird.
Hat jemand Erfahrung mit einer ähnlichen Situation, bzw. weiß jemand wie das Rechtlich aussieht?

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Martin Mainz
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Martin Mainz » Fr 10. Mai 2019, 09:31

Hallo Sindbad und willkommen im Forum!

In diesem Strang findest Du schon jede Menge Erfahrung zu Cannabis auf Rezept und Führerschein.
Foren-Putze und Teilzeitadmin

Hannes95
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Hannes95 » Fr 10. Mai 2019, 15:34

Hallo,
Ich wurde im Februar angehalten und es wurde Blutabgenommen. Der Wert lag bei 10,4/85,5. meine Frage ist nun ob ich durch ein Attest wo mir bescheinigt wird, das ich Cannabis aus gesundheitlichen Gründen zu mir nehmen darf, um den Entzug der Fahrerlaubnis oder einer mpu herumkomme.
Mit freundlichen Grüßen
Hannes95

Dr. Bedrocan
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MPU Gutachten - Cannabis Rezept

Beitrag von Dr. Bedrocan » Fr 10. Mai 2019, 20:23

Am Ende des Monats steht mein langerwarteter Termin an indem sich entscheidet ob ich meinen Führerschein wieder bekomme. :roll:
Ich habe Cannabis von meinem Arzt verschrieben bekommen weil ich Skoliose & eine Chronischen Antrumgastritis habe.
Die Führerscheinstelle sagt ich muss ein Gutachten machen indem meine Fahreigung geprüft werden soll.
Ich sollte mir nun eine MPU Stelle aussuchen bei der ich dieses Gutachten machen möchte.... Dieses Gutachten soll pipapo um die 750€ Kosten.... Naja wenn mir das meinen Lappen wieder bringt... Im anderen Falle bin ich dann wohl der Lappen 🤣
Die Führerscheinstelle muss dazu eine SINNVOLLE Fragestellung entwickeln die dann bezüglich des Gutachten geprüft wird. Diese Frage lautet.

"Kann Person XY troz der medizinischen Verwendung von Cannabis im Straßenverkehr teilnehmen"

Meine Frage ist jetzt ob jemand Erfahrungen hat was bei diesen Gutachten genau geprüft wird? Und ob es eine gute Chance gibt dies zu bestehen bzw. Ob ich irgendetwas beachten sollte....Im Internet findet man leider kaum etwas....


HabAuchNeMeinung
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Re: Führerscheinentzug & Wiedererteilung

Beitrag von HabAuchNeMeinung » So 12. Mai 2019, 00:09

ManOnTheMoon hat geschrieben:
Mi 8. Mai 2019, 10:35
hey Leute,
...
Selbstverständlich habe ich mich bereits in das Thema eingelesen, doch blicke ich noch immer nicht wirklich durch :D
Brauche ich einen Abstinenznachweis oder sogar MPU?
Kosten??
Rechtsbeistand?
andere Möglichkeiten?
Danke für Eure Antworten !
Hallo ManOnTheMoon,

Dir wurde die Fahrerlaubnis (nicht zu verwechseln mit dem Führerschein) wegen fehlendem Trennvermögen entzogen. Eine neue Fahrerlaubnis kannst Du jederzeit bei deiner Fahrerlaubnisbehörde beantragen. Wenn Du diese beantragst wird sie dich auffordern eine positive MPU vorzulegen. Eine positive MPU kannst Du aber nur bekommen, wenn Du mind. 6 Monate, i.d.R. aber 12 Monate Abstinenz nachweisen kannst.
Lese Dir mal folgende Links durch, dann hast Du denke ich einen ganz guten "Einstieg/Überblick":
https://www.zeit.de/wissen/2014-10/mari ... ettansicht
https://www.strafverteidiger-schueller. ... %C3%B6gen/

Viel Erfolg
HabAUchNEMeinung

PacoEscobar
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Re: MPU Gutachten - Cannabis Rezept

Beitrag von PacoEscobar » So 12. Mai 2019, 14:43

Die prüfen auch ob du generell mit deiner Erkrankung noch fahrtüchtig bist...
Bei mir war die gleiche Fragestellung wie bei dir...lass das Gutachten nicht beim TÜV machen...geh zur DEKRA...wenn nicht zu weit weg, dann nach Frankfurt.

Und mach dich nicht verrückt...die Tests sind easy. Und wenn die danach fragen wie du einen möglichen Rausch und das fahren trennst, dann sag" ich warte immer erst so 1-2 Stunden ab bevor ich mich wieder ans Steuer setze, um genug Zeit zu haben, meine fahrtauglichkeit zu beurteilen. Ich habe zwar keinen Rausch mehr, da Dosis und Einnahmezeit konstant gleich bleiben, aber ich möchte da kein Risiko eingehen!"

Apfelbapfel
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Apfelbapfel » Mo 13. Mai 2019, 22:54

Hallo zusammen,

brauch dringend eure professionelle Unterstützung zu meinem Fall - ersteinmal Sorry für den langen Text. Hab deshalb meine Arbeitstelle verloren und die Mutter meines Sohnes macht ebenso Stress nach inzwischen 14 Verhandlungen und bin verzweifelt :cry:

zur Vorgeschichte: Hatte bisher schon fünf MPU´s allesamt wegen Cannabis am Steuer - Vier davon bestanden und der Führerschein wurde das letzte mal 2012 erteilt (2004-2012).

2009 wurde ich aufgrund von mehreren Bandscheibenvorfällen Berufsunfähig geschrieben, was nach einer Umschulung/Weiterbildung aufgehoben war. Natürlich hatte ich weiterhin immer wieder Schmerzprobleme, was sich gut mit Cannabis kompensieren lies.

Am 2.11.2018 kam ich in eine Kontrolle, es wurden 3 Joints gefunden (einer davon war angeraucht) und eine Blutprobe entnommen -->aktiv 19,8 ng/ml THC - 321,0 ng/ml THC-COOH. Nachdem mich die Polizei darauf aufmerksam machte ich sollte mir doch ein Rezept austellen lassen, da ich angab es wg. meinen Rückenschmerzen zu konsumieren. Habe einen Termin beim Neurologen gemacht und auch anstandslos ein Privatrezept bekommen. Anweisung 3x täglich 1g Bedrocan.

Von der Staatsanwaltschaft wurde das Verfahren eingestellt, von der Fsst kam eine Anhörung nach § 28 Landesverwaltungsverfahrensgesetz - (Nichteignung zum führen von Kfz da keine Trennung von Fahren und Konsum stattgefunden hat. Daraufhin habe ich eine Stellungnahme verfasst, das es mir ärztlich verordnet wurde mit kopie des Rezepts (vom 13.12.2018). Antwort der Fsst --> "mehrfacher Wiederholungstäter 2004-2012, das Rezept wurde nach dem Vorfall von einem Arzt für Neurologie und Psychatrie ausgestellt - Es muss angenommen werden, dass Sie durch die Rezeptvorlage versuchen, Ihren sonstigen Cannabiskonsum im Nachhinein legalisieren zu lassen. Vom Entzug kann nicht abgesehen werden und eine Wiedererteilung kann erst stattfinden wenn dies von einer MPU bejaht wird. Zur Belegung der Abstinenszeit wird Ihnen daher empfohlen, freiwillig Drogensceenings durchführen zu lassen".

Habe die Strafe bezahlt, war 2x zur Beratung bei einem Anwalt welcher mir keine Hoffnung gemacht hat, nur das mir das Rezept evtl. bei der MPU zugute kommen könnte. Also habe ich im Januar 2019 meinen Führerschein abgegeben :? Beim regergieren bin ich auf euer Forum gestossen.

Wie würdet Ihr denn vorgehen? Habe nach einem halben Jahr endlich wieder einen Arbeitgeber gefunden, der Führerscheintechnisch jedoch noch nichts weiß. Habe übermorgen einen Gesprächstermin auf der Fsst bekommen - desshalb hoff ich auf eine rasche empfehlung. Abstinent bin ich seid einigen Wochen und auch bei der Diakonie zur Vorbereitung - Reicht ein ärztliches Gutachten zur Fahreignung erstmal aus - komm ich um die Screenings drumrum? Falls nicht empfiehlt Ihr 6 oder 12 Monate? Ist es möglich um den Psychologe herumzukommen? Was ist die schlauste Herangehensweise in diesem Fall?!

Bin gerade echt blank und wohne auf dem Land, Busverkehr streikt unbefristet und hab die absolute A-Karte gezogen.

Über Ratschläge wäre ich Euch überaus dankbar.

Schöne Grüße aus Baden-Württemberg,
Apfelbapfel
2019-05-13_215734(1).pdf
(2.76 MiB) 64-mal heruntergeladen
Anhang: Schreiben der Fsst

Painnogain
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Neu hier und fragen zum Cannabis auf Rezept

Beitrag von Painnogain » Do 23. Mai 2019, 22:19

Moinsen zusammen.

Ich habe heute zum ersten Mal ein Rezept für Cannabis von meinem Arzt bekommen (bediol) soweit so gut. Das ganze war ein privatrezept, zahle ich also selber.

Dazu habe ich ein paar fragen.

1. bekommt eine Behörde mit das ich nun Cannabis konsumiere? Hiermit meine ich besonders die Führerscheinstelle! Also damit meine ich das der Arzt oder die Apotheke die FST darüber in Kenntnis setzen und man mit einem netten Brief bezüglich MPU etc. Kontaktiert wird.

2. wenn man einige Tage nach Konsum in eine Verkehrskontrolle kommt die einem testen wollen und ich ein gültiges Rezept dabei habe, keinerlei Ausfallerscheinungen etc. Darf man dann weiterfahren oder wird wieder definitiv die FST darüber informiert und man wird trotz Rezeptes vorgeladen um MPU etc machen zu müssen .

Ich hoffe ihr könnt mir dazu Rat geben. :)

Patient_H
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Re: Neu hier und fragen zum Cannabis auf Rezept

Beitrag von Patient_H » Fr 24. Mai 2019, 07:54

Behörden bekommen natürlich nichts davon mit! Das wäre ja auch eine Frechheit :)

Die Führerscheinstelle wird von der Polizei informiert. Bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle dürfen sie dich nicht pusten lassen und auch ein Test auf Drogen ist nicht rechtens. Bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle sind keine Physiologisch-Pathologischen Tests erlaubt. Also, abstreiten, dass du konsumiert hast. Wenn sie dann mit Wache und/oder Staatsanwalt drohen weil sie den Test machen wollen, zustimmen und auf dein Recht beharren. Mit Glück lassen sie dich dann weiterfahren.

Schönes Wochenende.

Check this out:

https://www.youtube.com/watch?v=iCsPCQcAncE

Painnogain
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Re: Neu hier und fragen zum Cannabis auf Rezept

Beitrag von Painnogain » Fr 24. Mai 2019, 08:38

Vielen Dank für die Antwort von dir 👌.
Leider muss man ja in diesem Land lieber einmal mehr als zu wenig fragen . Dann werde ich mir das bediol abholen und hoffe es wirkt gut .

Patient_H
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Re: Neu hier und fragen zum Cannabis auf Rezept

Beitrag von Patient_H » Fr 24. Mai 2019, 09:14

Gerne. Bediol vaporisiere ich auch gerade. Sonst ist ja nichts verfügbar was ein ausgeglichenes THC-CBD - Verhältnis hat. Penelope, Pedanios 8/8, Tilray 10/10 - alles nicht verfügbar. Zum Kotzen! Aber Bediol ist auch ok. Knapp 7% THC ist aber auch nicht wirklich viel. Es wirkt aber gut gegen Schmerzen und Schlafstörungen.

Painnogain
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Painnogain » Fr 24. Mai 2019, 09:39

Dann wäre mir schon super geholfen mit dem schlafen und den schmerzen . Und ganaaaaaanz leicht depris, aber wegen den schmerzen ✌🏼

Chiller1985
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Re: Cannabisrezept & MPU

Beitrag von Chiller1985 » Mi 29. Mai 2019, 17:23

Kurze Äußerung zum Thema. Gutachten Hab ich nach 4 Monaten nun immer Noch nicht, und Antrag für Fahrerlaubnis wurde mit einem Grinsen wiederrufen. Dieses pack zieht Dir dein Geld aus der Tasche und hat keinen Plan was sie überhaupt tun. Ich bin damit fertig. Werde nächstes Jahr auswandern und endlich glücklich sein. Für sowas eine Art von Umhang habe ich nichts übrig ausser Ignoranz. Dieser deutsche Schwachsinn hat für mich nun ein Ende. Mafia.... ich empfehle keinem der hier ein ÄG abgegeben muss die Pima in Nürnberg. Unglaublich frech und Unfreundlich, Vorurteile schon von Anfang an, Schubladen denken, unmotiviert, teuer und arbeiten kann man das was die da tun nicht nennen. 760€ für 3 Untersuchungen die 15 min gesamt dauerten und 7 Std. Wartezeit. 1 Kaffee und 1 Glas Wasser. 👏. Danke für die tolle Zeit bei euch. AN dieser Stelle.....
Fazit... Deutschland ist fürn Arsch..... Danke an alle die mit Informationen geglänzt haben 👌. Macht Weiter so. Allen anderen gebt euer Geld lieber einem penner, der kann sich wenigstens sein Leben schön saufen..... 🤙🏽
Wo ein WILLE da ein WEG..... :idea: :roll:

Ganja-Legal
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Ganja-Legal » Sa 8. Jun 2019, 00:00

Hey ho und mal eine Frage in die Runde,

im März 2017 wurde mein Führerschein eingezogen. Dies geschah nach einer polizeilichen Verkehrskontrolle im Januar 2017 mit 7ng aktivem und 112ng passivem THC im Blut.
Am Tag der Blutentnahme hatte ich bereits angegeben, dass es sich um einen medizinischen Gebrauch handelte. Leider hatte ich zum damaligen Zeitpunkt kein Rezept, da erst kurz darauf die gesetzliche Änderung zum medizinischen Cannabis stattgefunden hatte.
Seit kurzem bin ich nun nach langer Arzt-Suche (25 Jahre chronisches Schmerzsyndrom im Alter von 34, also seit der Kindheit) fündig geworden, und ich habe nun sowohl ein Rezept für medizinische Cannabis als auch einen kompetenten Mediziner.
Meine spezielle Frage an euch ist nun, wie soll ich am besten vorgehen? Meinen Führerschein wieder beantragen und den Umstand gleich erwähnen, dass ich in der Zwischenzeit Patient geworden bin, oder was könnt ihr mir in diesem Fall raten? Zur MPU werde ich müssen, das ist mir klar, aber die Abstinenznachweise sollten damit ja nun hinfällig sein. Vielleicht hat ja schon der ein oder andere ähnliche Erfahrungen sammeln können und kann mir weiterhelfen.
Ich wäre euch um jeden Rat sehr dankbar.

Viele hanfige Grüße✌

danny91
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Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von danny91 » Mo 10. Jun 2019, 16:15

Hallo zusammen,


auf meiner Suche in dem Forum habe ich schon etliche Beiträge gelesen, die in die Richtung meines Anliegens gehen. Jedoch habe ich nie eine Antwort für meine Frage gesehen. Somit stelle ich sie hier noch einmal auf:

Ich bin im Besitz eines Rezeptes und somit mit einer Erlaubnis zum Konsum, lt. Rezept 0,5g pro Tag, von med. Cannabisblüten.
Da ich im Besitz einer Fahrerlaubnis bin und diese natürlich nicht verlieren möchte, stellt sich mir die Frage, inwiefern sich der Konsum mit der Fahrerlaubnis legal vereinbaren lässt. Ich für mich selbst, möchte mich nicht direkt nach dem Konsum hinters Steuer setzen.
Meine Art des Konsums und Fahrens wäre: Abends konsumieren, am Folgetag am Nachmittag Auto fahren.
Ich lebe in München und hatte in der Vergangenheit schon sehr häufig Kontakt und Anzeigen von der Polizei, aufgrund von Besitz von Cannabis (natürlich damals illegal). Somit wäre bei einer Kontrolle mit Sicherheit eine der ersten Fragen, ob ich in letzter Zeit konsumiert habe und wenn dies bejahr wird ein positives Ergebnis eines Drogentest.


Darf ich Autofahren? Wenn ja, wie ist das mit dem Konsum zu regeln um gesetzeskonform zu bleiben?
Ich habe auch schon etwas von gehört, dass der Arzt das bescheinigen muss, dass man fahrtüchtig ist.


Ich freue mich auf Hilfe zu meiner Frage

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bushdoctor
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von bushdoctor » Mo 10. Jun 2019, 19:02

danny91 hat geschrieben:
Mo 10. Jun 2019, 16:15
Darf ich Autofahren? Wenn ja, wie ist das mit dem Konsum zu regeln um gesetzeskonform zu bleiben?
Ja, grundsätzlich darf man am Straßenverkehr teilnehmen, wenn man ärztlich verschriebenes Cannabis konsumiert. (siehe § 24a (2) StVG)
Bedingung 1: aus ärztlicher Sicht spricht nichts gegen eine Teilnahme am Straßenverkehr (grundsätzliche Fahreigung)
Bedingung 2: man ist "fahrtüchtig" (siehe Wiki-Artikel)
danny91 hat geschrieben:
Mo 10. Jun 2019, 16:15
Ich habe auch schon etwas von gehört, dass der Arzt das bescheinigen muss, dass man fahrtüchtig ist.
Der Arzt kann einem strengenommen nicht die "Fahrtüchtigkeit" bescheinigen, sondern nur die "grundsätzliche Fahreignung" bestätigen. Die Fahreigung ist eine Eigenschaft die nur die Fahrerlaubnisbehörde bescheiden kann (durch den Führerschein).

Fahr(un)tüchtigkeit kann aber auch ein Polizist oder ein von der Polizei hinzugezogener Arzt feststellen.

Der Arzt könnte Dir ein Attest ausstellen, aus dem Hervorgeht, dass nach der "Einstellungsphase" (i.d.R. 2 Wochen) auf das Medikament Cannabis grundsätzich eine Fahreignung besteht, sofern der Patient sich an die Dosierung hält.

querk72
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Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von querk72 » Mo 10. Jun 2019, 19:23

Hallo Danny,

Ein Rezept ist kein Freifahrtschein.....Punkt.
Das gilt genauso für Opiate oder Psychopharmaka.

Wenn die Staatsgewalt einen anhält und den Verdacht hegt "der Lenker" ist high oder down........wie auch immer. Sie werden deine fahrtauglichkeit testen.
Und auf Grund dieses Ergebnisses werden die Staatsmänner dann entscheiden, fahrtüchtig oder nicht.
Wenn die Beamten der Meinung sind "der Lenker" ist fahruntüchtig, dann werden sie das auch durchziehen. Es wird nie ein Beamter alleine entscheiden, er wird immer den Kollegen mit einbeziehen. Und wenn beide der Meinung sind, der "Lenker" ist nicht fahrtüchtig, dann wird einem das auch vermittelt.

Die ganzen Cannabisausweise die es im Netz zu erwerben gibt,
spart euch das Geld. Das ist nur ein Wisch, den die lieben Kollegen nur belächeln und sich freuen, was alles für Daten sie darauf finden.
Dieser sogenannte "Ausweis" findet keinerlei Anerkennung, da es kein amtliches Dokument ist.....rechtlich überhaupt nicht verwendbar.

Auch wenn du ein Rezept bessitzt, heisst das nicht, dass du total benebelt Auto fahren darfst.

Denke, wenn du abends deine Medizin nimmst, und am nächsten Tag Mittags angehalten wirst, sollte dir nichts passieren.........ausser du bist immer noch dich wie ein Wicht. Wenn du dich normal verhällst, dann fragt dich auch keiner danach.

Ich werde auch kein Rezept im Auto mit mir führen, warum auch? Dass sie es finden und dann doofe Fragen stellen und darauf anspringen.
Wenn es wirklich notwendig ist/sein sollte, kann ich es immer noch nachreichen.

PallMall
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Registriert: Mo 25. Dez 2017, 21:39

Re: Führen eines KFZ unter Einfluss von med. Cannabis mit Rezept

Beitrag von PallMall » Mo 10. Jun 2019, 20:27

Das ist Blödsinn.
Erstens hält dich kein Staatsanwalt an, sonder die Polizei.
Zweitens, in Deutschland wenn du angehalten wirst, und auch noch in einem bestimmten Bundesland wohnst, hast du schneller als du denkst eine Hausdurchsuchung, wenn du kein Rezept dabei hast.

Drittens darf die Polizei nicht so einfach dein Auto durchsuchen, wenn dann nur der Zoll.
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