Alkohol und Cannabis

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der spalter
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Alkohol und Cannabis

Beitrag von der spalter »

Soll mal Anregung sein.
Da Alkohol ebenso ein Betäubungsmittel ist, sollte man unsere Politiker auffordern diese Substanz ebenso im Betäubungsmittelgesetz aufzunehmen und zu prohibitionieren. Manchmal muss man halt Umwege gehen um ans Ziel zu kommen, und die Feinde der legalisierung mit den eigenen Waffen schlagen. gab da schon mal ne petition https://www.openpetition.de/petition/on ... -anhang-ii, die ist abgelehnt worden. Es geht mir dabei nicht wirklich um ein Verbot ehr um das Wachrütteln der Bevölkerung.
Dopeworld
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von Dopeworld »

text kenn ich auch ... der hammer :mrgreen:
bei alkohol werden beide augen zu gedrückt, anders lässt sich auch nicht die kriminalitätsstatistik erklären.
das interssiert keinen.
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bushdoctor
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von bushdoctor »

"Lustig" ist in diesem Zusammenhang, die im BtmG vorgenommene Definition eines "Betäubungsmittels"!
In der Anwort von "unserer" Drogenbeauftragten kann man diese Definition nochmal aus "berufenem Munde" nachlesen: http://www.abgeordnetenwatch.de/mechthi ... ml#q365213

Also wenn Alkohol in diesem Zusammenhang KEIN Betäubungsmittel sein soll, dann weiss ich auch nicht mehr weiter! Daraus folgt eigentlich nur, dass dieser ganze BtmG-Blah reine Willkür ist!

Der Umkehrschluss aus der BTM-Definition lautet schlicht und ergreifend:
Alkohol macht nicht abhängig.
Alkohol kann nicht dazu benutzt werden, andere BTM zu lösen und damit "konsumfähig" zu machen
Alkohol wird nicht mißbräuchlich verwendet und ist keine unmittelbare oder mittelbare Gefahr für die Gesundheit

So, Leute, JETZT wissen wir es ganz genau, warum Alkohol KEIN Betäubungsmittel sein kann! :twisted:

<es fehlt mal wieder der "ich muss kotzen"-Smiley> ;)
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pitbull
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von pitbull »

Denkt ihr wirklich dass eine weitere Einschrenkung unserer Rechte uns an Ziel füren wird?
Brauchen wir wirklich noch eine Prohibition?
Sicherlich Alkohol ist schädlich. Wascheinlich sogar schädlicher als Cannabis. Aber wie beim guten alten Hanf auch kommt es auf die Dosis und die Menge wo man Konsumiert an.


Ich denke dass damit das Problem der Prohibition nicht gelöst werden kann.
Die Bevölkerung muss nicht wachgerüttelt werden. Sie muss einfach nur Aufgeklärt und auf dass Problem aufmerksam gemacht werden.
Viele Bürger sind sich garnicht bewusst was die Verfolgung von Cannabis für Schäden bei den Konsument und der Staatskasse auswirkt.

Deswegen muss jeder einzelne Aktivist versuchen dass zu ändern. Verteilt Flyer, mach Infostände und klärt die Bürger auf. Nur dann wenn die Gesellschaft bereit ist sich mit dem Thema auseinaderzusetzten wird auch die Politik darauf reagieren!
Thomas
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von Thomas »

"Die Bevölkerung muss nicht wachgerüttelt werden. Sie muss einfach nur Aufgeklärt und auf dass Problem aufmerksam gemacht werden".

Das sehe ich anders. Denke das es ohne wachrütteln einfach nicht gehen wird, das ist sicherlich Ansichtssache aber so wie das da drausse läuft. Wir sind einfach viel zu friedlich und gutmütig, wenn ich mir angucke mit welchem bullshit wir abgefertigt werden, da fehlen mir einfach die Worte. Da muss erst was richtiges passieren bevor gehandelt wird, das zeigen andere Bsp. in der Welt so traurig.
Florian Rister
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von Florian Rister »

Grundsätzlich ist es natürlich eine naheliegende Schlussfolgerung, das Verbot von Alkohol zu fordern. Aber erstens erzeugt man damit eine wir-gegen-die Situation, in der die Alkoholtrinker sich von uns angegriffen fühlen, und von daher gar nicht bereit sind auf unsere Argumente einzugehen.

Abgesehen davon lösen Verbote eben keine Probleme. Weder Genußkonsumenten noch Alkoholiker würden von einem Alkoholverbot profitieren, und ob der Alkoholkonsum dadurch insgesamt sinken würde, ist völlig offen. Es ist also an sich keine sinnvolle Forderung, aber das behauptet ja von euch auch niemand :)
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bushdoctor
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von bushdoctor »

Richtig! Es muss darum gehen, dass den Leuten bewußt wird, dass (Total-)Verbote die Probleme erstens nicht lösen und zweitens verschlimmern...

Der Hinweis, dass man aber eigentlich (vom BtmG her) Alkohol verbieten müsste, sollte aber erlaubt sein.

Es gibt ja auch noch immer wieder folgende hahnebüchene Argumentations-Schiene: "Wenn man Drogen erlaubt, WAS kommt dann als nächstes? Wird dann Menschenhaldel oder Zwangsprostitution auch noch legalisiert um diese Probleme zu lösen?"

Dass sich dieses "Argument" selbst disqualifiziert und nichts weiter als reine Polemik ist, brauche ich hier nicht näher auszuführen. Es kommt aber trotzdem IMMER WIEDER... (Anm: Bei Menschenhandel und Zwansprostitution gibt es eben "eche" Opfer... DAS ist halt der Unterschied!)

Meines Erachtens kommt DIESES "Argument" immer dann, wenn sich das (prohibitionistische) Gegenüber eigentlich nicht mehr zu helfen weiß und es schon im Kopf "klick" gemacht hat... um das eigene Weltbild nicht verlassen zu müssen ("Das war schon immer so!" "Da könnt ja jeder kommen!" "Das hat´s ja noch NIE gegeben!") holt man dann die grobe Keule raus... auch "Kinderficken müsste dann legalisiert werden!" hab ich schon zu hören bekommen. Selber Denkfehler, da es eine andere Kategorie "Verbrechen" darstellt, eben eine mit Opfer, das nicht zugleich "Täter" ist.
der spalter
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von der spalter »

An alle die hier so gegen die Aufnahme von Alkohol im BtmG wettern, was würde den passieren, oder frage ich mal anders wie lange konnte sich die Alkoholprohibition damals in Amerika halten? Antwort nicht lange. Frage wie lange hält die Prohibition von Cannabis schon an. Antwort zu lange. Warum? gebt euch mal selbst die Antwort.
Weil die ganzen Kiffer keinen Arsch in der Hose haben? 4000 auf der Hanfparade. ist doch lächerlich. Wieviele kämen zusammen bei ner Bierparade wenns verboten wäre? Das würde mit Sicherheit mal zu einem erneutem Nachdenken über Verbote in der breiten Masse führen.
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bushdoctor
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von bushdoctor »

der spalter hat geschrieben: Weil die ganzen Kiffer keinen Arsch in der Hose haben? 4000 auf der Hanfparade. ist doch lächerlich. Wieviele kämen zusammen bei ner Bierparade wenns verboten wäre? Das würde mit Sicherheit mal zu einem erneutem Nachdenken über Verbote in der breiten Masse führen.
Richtig! Die Menge macht´s. Die Proteste bei einem Versuch Alkohol zu verbieten könnten "apokalyptische" Ausmaße annehmen... Beim Hanf ist es uns wohl EGAL, denn auf der Hanfparade laufen immer nur ein paar tausend Hanserln mit.

Wenn dieses Jahr nicht mindestens 100.000 in Berlin sind, dann bin ich raus und konzentriere meine Enegie auf was anderes... Es hat ja keinen Sinn, jemanden zu einer "Legalisierung" zu zwingen, wenn er eigentlich ja gar nicht WILL.

Alle die anders denken, bitte beim Wiet Erstand einschreiben!
Dopeworld
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von Dopeworld »

der spalter hat geschrieben:wie lange konnte sich die Alkoholprohibition damals in Amerika halten? Antwort nicht lange. Frage wie lange hält die Prohibition von Cannabis schon an. Antwort zu lange. Warum?
weil ethanol ne "harte droge" ist :P
D O P E W O R L D
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overturn
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von overturn »

Hallo!

Ich bin davon überzeugt, dass man mit so einer Forderung nur an Glaubwürdigkeit verlieren kann. Die Doppelmoral der Politik, und bestimmten Teilen der Gesellschaft genügt vollkommen, da braucht man nicht noch derartige Standpunkte aus den eigenen Reihen. Das ist aber nur meine Meinung. Desweiteren bin ich davon überzeugt, dass, auch wenn ich keinen Alkohol aus Genusszwecken konsumiere, Ethanol eine essenzielle Rolle spielt - bei der Entstehung und Erhaltung des Lebens. Zumindest deuten gewisse Umstände darauf hin, so beispielsweise die Tatsache, dass jeder Mensch, immer einen gewissen, aber geringen Alkoholspiegel im Blut aufweist und einige wenige Tiere, unter vergleichsweise hohen Alkoholwerten, erst so richtig (und uneingeschränkt) funktionieren. (wenn man es der Einfachheit halber so formulieren will)

Ich glaube aber gewiss an keine Abstrakte, wie die Vorstellung von "guten" und "bösen", "weichen" oder "harten" "Drogen", oder gar eine Differenzierung zwischen "Betäubungsmitteln" und "Genussmitteln". Chomsky lässt grüßen. Oder was Watzlawick wohl sagen würde? ;P

Neben zahlreichen gesundheitsfördernden Eigenschaften von alkoholischen Getränken (so leben Menschen, die ab und an Alkohol trinken, statistisch gesehen, länger als Personen die komplett darauf verzichten, und es scheint, als würde eine Alkoholintoxikation, bei einem medizinischen Notfall, die Überlebenswahrscheinlichkeit positiv beeinflussen; wie auch die Wirkung von Resveratrol, im Zusammenhang mit Wein, oder einfach die Tatsache, dass so einige von uns heute nicht leben würden, wenn man in der damaligen Zeit nicht bereits den Alkohol gehabt hätte), gibt es hier natürlich auch die Kehrseite der Medaille, und wenn man mich fragt, handelt es sich bei Alkohol auch zeitgleich um die weitaus destruktivste "Droge", die unsere Gesellschaft heute kennt und konsumiert. Aber ganz gleich, von welcher Substanz man auch sprechen mag, meines Erachtens geht es nie um das was, sondern in erster Linie um das wie.

Der Alkoholkonsum stieg übrigens auf Rekordhöhe, während der Prohibition. "Moonshine" war überaus beliebt, aber man darf auch nicht vergessen, dass ebenso Ärzte zeitweise weiterhin Rezepte, für Likör, etc. ausstellten. Die "Händler" lauerten auch bevorzugt an Schulen, und versuchten hochprozentigen Alkohol an Kinder zu verkaufen. Und während die Prohibition für die meisten Amerikaner in den 30er Jahren endete, ging sie für die Ureinwohner noch bis in die 50er weiter.

Kurzum: Man kann sich schlecht für Freiheit einsetzen, indem man identische Verbote fordert. Zumindest in diesem bestimmten Fall. Für mich wäre das ein Verrat an den eigenen Prinzipien.

Grüße!
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
der spalter
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von der spalter »

lieber Pitbull klar, verteilen von flyer, infostände schön und auch gut und wichtig. Nur dann wenn die Gesellschaft bereit ist sich damit auseinanderzu setzten. Wann ist jemand bereit sich damit auseinander zu setzen?. Dann wenn er betroffen ist. Betroffen sind die Alkoholgenieser allerdings von der Prohibition nicht.
Wilhelm Tell
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von Wilhelm Tell »

Irgendwie muss ich leider -der Spalter- recht geben. Man kann sich den Mund fusselig reden. Zuhören tut doch keiner. Die Medienpropaganda sitzt einfach zu tief im Stammhirn.
Ich hatte erst kürzlich ein "nettes" Gespräch mit einem Vater dessen 17 Jähriger Sohn, hin und wieder raucht. Nix schlimmes so weit. Der Vater findet nen bissel Weed und ein paar leere Tütchen und schon ruft er die Polizei und verpätzt seinen eigenen Sohn als Dealer.

Ich konnt durch überlegtes Gerede wenigstens did schlimmste abwenden.Den Psychologen! Hammer hart was da abgeht. Grundaussage des Vaters. Cannabis! Ein absolutes NO go!

Und so was in heutiger Zeit. Ich persönlich resigniere.
Eigentlich macht unsere Arbeit keinen Sinn. Aber irgendwas muss man ja tuen. Aber bevor nicht die Medien oder unsere Volkszerteter einlenken, wird sich garnichts ändern. Der Gesellschaft ist es so lange egal, bis sie selbst betroffen sind.

Ich persönlich denke, das man einfach in ein Land auswandern sollte, wo man halbwegs vernünftig damit umgeht und die ganzen I... hier einfach in ihrer eigenen P... ersaufen lässt. Ich hab wirklich die Faxen dicke hier. So viel Intoleranz auf einen Haufen. Grundsätzlich kein Verständnis mehr für sowas.

Tut mir leid das ich mich so ausk... Aber hier hat man wenigstens Verständnis für meine Sorgen.
sebb
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von sebb »

bushdoctor hat geschrieben:
der spalter hat geschrieben: Wenn dieses Jahr nicht mindestens 100.000 in Berlin sind, dann bin ich raus und konzentriere meine Enegie auf was anderes... Es hat ja keinen Sinn, jemanden zu einer "Legalisierung" zu zwingen, wenn er eigentlich ja gar nicht WILL.

Alle die anders denken, bitte beim Wiet Erstand einschreiben!
wow, da hast du dir ja ganz schön was vorgenommen.

Die Legalisierungsbewegung ist in Deutschland doch gerade erst wieder am Aufkeimen, das werden dieses Jahr definitiv nicht mal 10 000 Leute auf der Hanfparade.

Ich denke diese magische Grenze wäre schon nötig um v.a. von der Presse ernst genommen zu werden.
Exabytez
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von Exabytez »

Kann mich einigen Gedankengängen hier nur anschließen. Wenn wir im Umkehrschluss ein gänzliches Verbot von Alkohol fordern, schießen wir uns nur selbst ins Bein. Die Leute sollen sich einfach zum Konsum bekennen, aber das ist hier nunmal nicht einfach. Wenn jemand bei der MPU sagt "ab und zu kiffe ich", ist der Lappen weg. Wenn du das deinem Arbeitgeber sagst (und er nicht offensichtlicher Befürworter ist), adieu Job. Das schreckt die Leute einfach ab und dann lieber "nichts tun und schweigen, irgendwer regelt das irgendwie irgendwann schon". Und genau das ist falsch!
Wenn man sich aber wirklich Gedanken über die Einschränkung von Alkohol machen will, so sollte man in die Richtung gehen, ihn nur an "speziellen Orten" zu verkaufen. Sprich, es gibt eben einen Alkoholladen mit Schnaps, Bier und co., wobei das dann so eine Sache ist (wenn einer Bier direkt neben Schnaps stehen hat, naja). Und eben die Werbung dieser einschränken. Wenn ich mir überlege, wie oft die Plakatwand auf meinem Schulweg damals mit einer Bierwerbung ausgestattet war (ich meine da laufen teilweise kleine Kinder vorbei).. Das wird aber natürlich verharmlost, die tausenden jährlichen Tode, die unzähligen Einlieferungen ins Krankenhaus, das alles ist irgendwie hinnehmbar und trotzdem trinken Mama und Papa Wein und Bier zum Mittagessen, während die kleinen Kinder ihnen gegenüber sitzen. Die Besucherzahlen beim Oktoberfest, das Vergöttern vom wohltuenden Bier zum abendlichen Fußballspiel.. DARAN sollte gearbeitet werden. Aber wenn man der breiten Masse nicht eins mit einem Poloschläger über den Kopf zieht und ihnen sagt, dass sich was an dieser Haltung bezüglich Alkohol ändern muss, dann wird sich NICHTS tun, genauso verhält es sich bei Cannabis. Die Leute sind einfach eingefahren in ihren Meinungen und machen gerne einfach dicht. Und dann sehen sie gerne mal über solche Zahlen wie Alkoholvergiftungen etc. weg.
Ach, ich könnte da ewig lange weiterschreiben und mich aufregen, aber das hat im Endeffekt nur wenig Sinn, im Gegenteil bin ich dadurch mehr gefrustet. Es muss sich was ändern bei der Handhabung von Alkohol und Cannabis. Und eigentlich auch Tabak, also Zigaretten (diese werden plakativ noch viel mehr angepriesen, man fühlt sich überschwemmt von Marlboro, LM und co, fast an jeder Bushaltestelle ist eine Werbung aufzufinden.
Dopeworld
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von Dopeworld »

Exabytez hat geschrieben:Es muss sich was ändern bei der Handhabung von Alkohol und Cannabis. Und eigentlich auch Tabak, also Zigaretten (diese werden plakativ noch viel mehr angepriesen, man fühlt sich überschwemmt von Marlboro, LM und co, fast an jeder Bushaltestelle ist eine Werbung aufzufinden.
wenn es nach mir ginge gäbe es sofort ein totales werbeverbot für alle drogen! (egal welches medium, und auch kein sponsoring, auch schmerzmittel sollten mit einbezogen werden)
internetseiten z.b. von herstellern wären aber natürlich erlaubt
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Dopeworld
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Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von Dopeworld »

ja ja, Drogenpolitik, medien, politiker ... kennst ja ;)

Jugendliche im Rausch - Erwachsene auch!

Wenn von Alkoholmissbrauch die Rede ist, so sind wir es seit einigen Jahren gewöhnt, fast ausnahmslos über Kinder und Jugendliche zu sprechen (und über sie zu urteilen!). So auch die Resonanz zur aktuell veröffentlichten Krankenhausstatistik: Jugendliche trinken bis zum Umfallen! Tatsächlich treten aber in allen Altersgruppen Probleme im Zusammenhang mit schwerem Alkoholmissbrauch auf. Nur wird zu selten darauf hingewiesen.
Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sprechen für sich: 2011 wurden
26.349 Jugendliche unter 20 Jahren aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung
im Krankenhaus behandelt, 1,4% mehr als 2010 (25.995), 62,3% mehr als
2004 (16.423). Zweifellos ist diese Entwicklung katastrophal. Doch im allgemeinen
Medienecho bleibt unerwähnt: Diese Entwicklung betrifft auch Erwachsene.
Über 90.000 der über 20-Jährigen haben sich ins Krankenhaus
getrunken. Mit allein 35.508 Behandlungen belegt die Altersgruppe der 40-
55-Jährigen die traurigen vordersten Plätze in Folge schweren Alkoholkonsums.
Bei den 60-65-Jährigen ist die Anzahl der Alkoholvergiftungen gegenüber
2010 sogar um 11,3% gestiegen, bei den 75-80-Jährigen um 9,6%.
Komatrinken also auch bei Erwachsenen und Hochbetagten. Noch nie davon
gehört? Eben!

Fakt ist:
- Der mit Abstand meiste Alkohol wird von Erwachsenen getrunken,
und auch missbräuchlich getrunken.
- Das durchschnittliche Alter der Alkoholabhängigen in therapeutischer
Behandlung liegt zwischen 40 und 50 Jahren.
- Erwachsene prägen das Konsumverhalten im Guten und im Schlechten.

http://www.dhs.de/start/startmeldung-si ... pie-1.html
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Gerd50
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Registriert: Di 6. Mär 2012, 01:01

Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von Gerd50 »

Nicht vergessen, Alkohol ist ein Lebensmittel. Er wird nicht gebraucht, um sich zu
berauschen. Das passiert nur aus versehen :lol: Kollateralschäden spielen keine
Rolle, wenn sich jemand aus versehen zu Tode säuft.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
Thomas
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Registriert: Di 14. Feb 2012, 23:09

Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von Thomas »

@ Dopeworld.... Danke...

mir war zwar bekannt, dass über die Problematik zwecks Medikamentenabhänigikeit auch im Bezug auf Alkohol im Alter mal irgendwo thematisiert wurde. Der Vergleich mit U20 Jährigen, mit diesen Zahlen schockiert mich regelrecht wie dort die Berichterstattung regelrecht verdreht wird. Die Berichterstattung bei U20 ist ziemlich ausgebaut und nicht selten zu hören, im Verhältnis zu der "Risikogruppe" 4ß-55 Jahre, hört ma eigentlich sehr selten. Ich zumindest.

Von der anderen Seite betrachtet, es wird ja nicht direkt über die Droge Alkohol berichtet mit allem was dazu gehört.
Nein, es ist eine Reportage meist über unsere armen aber auch versoffene und ach so schlechte Jugend, ja ja die Jugend von heute.... so ist das also. Verteufelt von denen die es einem im Prinzip vorgemacht haben.
Dopeworld
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Registriert: So 20. Jan 2013, 02:04

Re: Alkohol und Cannabis

Beitrag von Dopeworld »

Thomas hat geschrieben:Die Berichterstattung bei U20 ist ziemlich ausgebaut und nicht selten zu hören, im Verhältnis zu der "Risikogruppe" 4ß-55 Jahre, hört ma eigentlich sehr selten. Ich zumindest.
da bist du nicht der einzige. bei der berichterstattung könnte man meinen alkohol wäre nur ein problem bei jugendlichen. wahrscheinlich ist das auch absicht. die über 90.000 der über 20-Jährigen die sich ins Krankenhaus getrunken haben werden mal eben so ausgeblendet. drogenpolitik at his best. ;)
Gerd50 hat ja bereits drauf hingewiesen und auch das bverfg sagt: In allen Fällen dominiert eine Verwendung des Alkohols, die nicht zu Rauschzuständen führt; seine berauschende Wirkung ist allgemein bekannt und wird durch soziale Kontrolle überwiegend vermieden.

zur aufheiterung: http://www.youtube.com/watch?v=r178FhdBNCo Volker Pispers: Haschisch
;)
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