Randgruppe unter den Hanffreunden

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HanfPizza4711
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Randgruppe unter den Hanffreunden

Beitrag von HanfPizza4711 » Mo 5. Mai 2014, 21:20

Hallo liebe User,

da dies ein recht persönlicher Thread wird und thematisch mehrere Rubriken streift poste ich einfach mal hier rein. Sollte das nicht passen, bitte einfach verschieben.

Ich sehe mich in einem recht exotischen Spektrum innerhalb der Gemeinschaft der Hanffreunde und erwäge nun Mitglied im DHV zu werden, bin mir aber noch unsicher ob ich hier gut aufgehoben bin und ob meine Ziele auf einigermassen weit oben auf der Agenda des Verbandes stehen.

Persönlich nutze ich Hanf in aller erster Linie zu kulinarischen Zwecken, bin aber fasziniert vom unendlichen Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten. Als Genuss/Rauschmittel spielt es für mich persönlich weniger eine Rolle.
Dies liegt aber wohl auch mit daran, dass ich mich keinem Schwarzmarkt aussetzen will unter dem ich Jahre bräuchte um das was mir wirklch taugt ausfindig zu machen.
Eine Freigabe wünsche ich mir aber alleine schon desswegen, weil ich gerne selber diverse Sorten anbauen und verkosten und verarbeiten möchte. In meinen Augen ist dies aber nur mit einem ganzheitlichen Konzept verbunden.

Legalisierungskampagnen und auch vielerorten die Hanf-Märsche greifen für mich zu kurz. Auf jedenfall schön ist zu sehen, dass die Teilnehmer doch immer bunter werden und nicht unbedingt die totalverstrahlten Klische-Kiffer denen alle anderen Aspekte der Hanf-Freigabe als eben die totale Verstrahlung egal sind auf dem Vormarsch sind.

Was mich am meisten stört oder irritiert und was ich absolut nicht nachvollziehen kann ist die vorherrschende Konsumform von Cannabis-Produkten in Deutschland, sei es als Genuss / Rausch oder zu medizinischen Zwecken.
Warum rauchen so viele Leute Gras oder Shit mit minderwertigem Taback versetzt (finanzielle oder Beschaffungs-Gründe, schiere Taback-Sucht, schlichte Unkenntnis der Alternativen)? Viele scheinen immer noch zu glauben Mainstream-Taback "ohne Zusätze" sei eine "gesunde" Sache und Bong-Rauchen ist "weniger schädlich".

Die naheliegendsten Konsumformen wie essen, räuchern oder VERDAMPFEN müssten doch mittlerweile hinlänglich durch einschlägige Medien ach im letzten Kiffer-Zimmer angekommen sein.

Warum steigen selbst von den chronischen täglich Mehrfach Konsumenten so wenige um? Taback-Rauchen ist wieder dermassen auf dem Vormarsch. Selbst zu Therapie-Zwecken rauchen viele, obwohl durch Verdampfen sicher ungleich bessere Ergebnisse erziehlt werden könnten. WARUM???

Warum mich das als Nicht-Kiffer überhaupt interessiert? Weil die Folgen der Taback-Sucht das Bild der Öffentlichkeit hinsichtlich Hanf verzerrt, einschränkt, vor allem junge Menschen trifft, die zu wenig gutes Material kaufen können, etc.

Ich möchte Niemanden bevormunden und mir ist auch ein klar, dass die beste Informationskampagnen ins Leere Laufen, wenn jemand einfach kein Interesse dran hat.

Ich wollte einfach nur mal hören, ob ich mit dieser Position hier wirklich der absolute Sonderling bin und ob eine Mitgliedschaft Sinn machen würde.

Vielen Dank, :-)

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bushdoctor
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Re: Randgruppe unter den Hanffreunden

Beitrag von bushdoctor » Mo 5. Mai 2014, 22:20

Wilkommen HanfPizza!

Ob Du vom DHV sinnvoll vertreten werden kannst, hast Du indirekt schon selber beantwortet:
Der Anbau von Hanf ist für jeden verboten, der keine Anbauerlaubnis hat. Eine solche Erlaubnis bekommen aber nur anerkannte Landwirte, was Dich als "Normalbürger" ausschließt.
Solange das BtmG in seiner jetzigen Form besteht, bzw. solange Hanf als ganze Pflanze im BtmG steht, wirst Du als "Privatmensch" nie daheim legal Hanf anpflanzen können.
Wie Du schon richtig erkannt hast, hängt beim Hanf alles miteinander zusammen. Weil Hanf eben in den Augen der (ver)öffen(t)lich(t)en Meinung eine "böse Droge" ist und man eben nicht einfach trennen kann zwischem "gutem" und "bösem" Hanf, wird der private Anbau von Nutzhanf solange verboten bleiben, wie es allgemein in unserer Gesellschaft diese "Drogenpolitik" gibt.
Also: Du könntest den DHV bei seiner Lobbyarbeit für den Hanf unterstützen ohne DEINE Ziele zu verraten.

Nun zum Tabak:
Mir persönlich hat Hanf pur noch nie richig geschmeckt. Ich war die meiste Zeit ein "Genussraucher", bei dem das Geschmackserlebnis im Vordergrund stand. Mit Tabak hatte ich immer das bessere Genusserlebnis, wobei ich eine Mischung mit 75% Tabak oder auch mehr bevorzugte.

Verdampfen ist mir zu "technisch", zu "kühl". Da geht für mich einfach das "Flair" verloren, wenn man an einer Plastiktüte saugt (Volcano) oder eine Verdampfer-Pfeife an 230V betreibt. Das hat für mich eher was mit "möglichst effektiv prall werden" zu tun. Da steht für mich einfach nicht der Genuss im Vordergrund.

Außerdem darf man den "Joint-Bau" nicht unterschätzen, der genauso zum gesamten Genusserlebnis dazugehört. Ich bin auch noch nie ein Freund von Grindern oder Wiegemessern o.ä. gewesen. Für mich war das zerteilen und fühlen der Hanfblüten mit den bloßen Fingern schon eine Art "meditativer Einstieg" in das Rau(s)cherlebnis.
Besonders gern mochte ich das "Flocken" von Haschisch mittlerer Qualität: Wenn das Volumen durch "gute Arbeit" auf das 4-5fache anstieg... oder auch das Kneten und Rollen von richtig gutem Hasch...

...man, man, ich gerate gerade wieder ins Schwärmen! Dabei sind meine "alten Tagen" doch schon länger vorbei... ;)

Kurzum: Es gibt halt auch Menschen, die liebend gerne ausschließlich mit Tabak in "Joint-Form" konsumieren... aus den verschiedendsten Gründen.

Ich halte nichts von der Verteufelung irgendwelcher Substanzen, erst recht nicht von Tabak! Von unseren qualitätsfreien Medien lasse ich mir da kein schlechtes Gewissen einreden.

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His Master's Voice
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Re: Randgruppe unter den Hanffreunden

Beitrag von His Master's Voice » Di 6. Mai 2014, 14:47

Hallo Hanfpizza,

was Du schreibst trieb auch mich um. Ich habe für mich eine gute Lösung gefunden, auf Tabak vollkommen zu verzichten und trotzdem nicht komplett das Rauchen aufzugeben.

lies dazu hier: Himbeerblätter als Tabakersatz

Zugegebenermaßen keine wirklich gesündere Alternative, da auch hier Giftstoffe inhaliert werden, aber eine Alternative, die mich vollkommen vom Zwang befreit hat, Tabak zu rauchen. Ich rauche inzwischen nur noch wenn ich möchte. Oft mit wochenlangen Pausen.

Springen aber auch viele überhaupt nicht drauf an. Einige ja und mit Begeisterung und andere gar nicht. Es scheint da psychologische Effekte zu geben, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind. Bin leider im Moment zu krank um das jetzt ernsthaft weiter auszuführen. Wollte nur mal auf die Himbeerblatt-Sache aufmerksam machen.

Grüße
Wir sind Millionen...

Florian Rister
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Re: Randgruppe unter den Hanffreunden

Beitrag von Florian Rister » Di 6. Mai 2014, 16:25

Ich glaube mit dieser Einstellung bist du beim DHV genau richtig. Wobei wir auch niemandem den Rauch oder Tabakgenuss vermiesen wollen.

Generell äußern wir uns eher wenig zu Konsum, Konsumformen etc. sondern mehr zu politischen Fragestellungen rund um die Legalisierung. Das sind einfach zwei paar Schuhe.
Legalisierungsbefürworter seit 2000
DHV-Mitglied seit 2010
DHV-Mitarbeiter seit 2014

DerBlaue85
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Re: Randgruppe unter den Hanffreunden

Beitrag von DerBlaue85 » Fr 27. Feb 2015, 14:21

Also ich Rauche auch nur mit Tabak.

Ich habe das miteinen Verdampfer noch nie ausprobiert aber weiss das es gesünder ist....

In der derzeitigen Situation besitze ich auch keine Verdampfer da ich erstmal wegen der Ausnahmegenehmigung schauen muss.

Was passiert eigentlich mit einen Verdampfer wenn die Polizei ihn findet und man keine Genehmigung zum Konsum hat.. wird dieser dann nicht beschlagnahmt?
wenn ja hat man doch schon seine antwort. den diese sind ja auch nicht gerade billig

ups noch was vergessen..... man kann TAbak doch auch selber Pflanzen . dann raucht man natur pur .

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