Märchenstunde: WDR Servicezeit

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Gerd50
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Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von Gerd50 »

http://www.wdr.de/tv/servicezeit/sendun ... nnabis.jsp

Einfach nur schlecht recherchiert oder gezielte Prohibitionspropaganda? Ich tippe auf beides.
Zuletzt geändert von Gerd50 am Fr 29. Jun 2012, 15:38, insgesamt 1-mal geändert.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
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bushdoctor
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Re: Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von bushdoctor »

Unfassbar!
...und jetzt ist der junge Mann halt medikamentenabhängig! Toll! :evil:

Was für ein Bullshit! Mir fehlen echt die Worte!

Wenn da Zeug nicht das Stigma "ILLEGAL" hätte, dann hätte diesem Burschen schon viel früher geholfen werden können.
Der Bub hat(te) massive psychische Probleme, die er mit Cannabis "selbstbehandelt" hat, seine Eltern haben sich wohl EINEN SCHEIß um ihn gekümmert... kein Wunder, dass er sich andauernd zugedröhnt hat!

Und was soll die Botschaft aus diesem Fernsehbeitrag sein?

? Cannabis muss verboten bleiben, weil das Verbot diesen Jungen auch nicht schützen konnte ?

Wirkstoffgehalt von 30% ??? Ich glaube es hackt!
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overturn
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Re: Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von overturn »

Und es gibt bestimmte Konsumformen, zum Beispiel das Eimerrauchen – dass sehr viel Qualm in einen Eimer geblasen wird und auf einmal inhaliert wird – und das ist fast wie eine Injektion. Da hat man eine sehr massive Wirkstoffanflutung.
Rauchen, mit oder ohne Eimer, ist ohnehin eine schnellere und wirksamere Methode, als die Injektion. Peinlich.

Grüße!
Zuletzt geändert von overturn am Do 28. Jun 2012, 23:07, insgesamt 1-mal geändert.
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
bench
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Re: Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von bench »

Echt traurig dieser Beitrag. Cannabis wird als Grund seiner Depression hingestellt, anstatt zu Erkennen, dass der Konsum nur eine Folge seines Lebenszustandes war. Auch erbärmlich, dass er ganze 5 Jahre keine Unterstützung erhalten hat.

Schreibt jemand einen Beschwerdebrief?
CosmicWizard
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Re: Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von CosmicWizard »

Dieser verf****e Bullshit ist ja gar nicht auszuhalten! Was geht denn eigentlich ab?! :shock: :shock: :shock:
Aber die verkackte Kippe, die er am Anfang raucht, ist keine Droge, oder?
Ich könnte so ausrasten!
Das ist mal wieder ein absoluter Tiefpunkt. Zu sowas ist ja nicht einmal Dyckmanns in der Lage.
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overturn
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Re: Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von overturn »

Mail ging raus, jedoch habe ich das dumpfe Gefühl, keine Antwort zu erhalten. Die Kopie, die mir an die Mailadresse geschickt werden sollte, erweist sich als Fehlermeldung.
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ariposteles
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Re: Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von ariposteles »

Es ist ein Jammer, dass viele Leute sich von einer Anekdote mehr beeinflussen lassen als von einer sauber geführten Statistik. Ich meine was soll das ganze? Jetzt wissen wir, dass Cannabis Gefahren birgt, da hamse aber die Katze aus dem Sack gelassen. Dieser Bericht war nur knapp überhalb von RTL2 Niveu. Was genau soll der Zuschauer damit anfangen? Soll er jetzt Angst kriegen? Soll er jetzt schimpfen wie schlimm und böse Drogen doch sind? Ich werd nicht schlau daraus. Genau solche medialen Ergüsse, die man sonst nur aus der Klatschpresse kennt, sorgen dafür, dass die Lager noch weiter gespalten werden, genau die sorgen dafür, dass die Mehrheit weiterhin an die plumpen Antidrogenparolen der Union glaubt und genau jene sind es, die mich je nach Tagesform nur noch wütend machen.
Liebe Leute vom ÖRR! Ihr habt so etwas wie eine Pflicht keinen Unsinn zu senden. In eurem Vertrag, der euch das Geld von der GEZ garantiert, habt ihr euch der Aufklärung verpflichtet. Anstatt einmal darüber zu berichten, wie gefährlich auch immer das Cannabis mit 30% ist, könntet ich einmal darüber berichten, wie groß die Kosten, die sozialen Verwerfungen und wie effektiv die Prohibition in Deutschland (oder jedes x-beliebige Land) funktioniert. Und wenn dann das Resüme immer noch ist, dass es das alles wert ist, dann erkläre ich euch für komplett irre und kann nur mutmaßen, was die Redakteure sich alles einschmeißen.
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Gerd50
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Re: Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von Gerd50 »

Mir ist es erst jetzt gelungen das Video anzusehen (lahme Verbindung, 47 kbs down). Zunächst stolperte ich nur über die Zahlen im
Artikel. 600 000 Hanf Konsumenten in Deutschland. Soll die darstellen, so gut wie alles im Griff durch Strafverfolgung und Präventionsarbeit?
Wir können doch wohl eher von 6 Millionen ausgehen. Einfach mal ne null gestrichen, um keinen Staub aufzuwirbeln :evil:

Dann Hanf mit 30 % THC Gehalt. Sowas gabs mal als Haschischöl. Deutsche Sativa Hecke mit nem Streifen Öl auf der Tüte war ne feine
Sache :mrgreen:

Und Eimerrauchen. War mir bisher unbekannt. Ich versuchs demnächst mal mit ner Badewanne :lol:

Genug gelästert. Dem jungen Mann im Report wird von Prof. Markus Blender Depression und schizoide Psychose aufgrund von Cannabis
Konsum diagnostiziert. Obwohl soziale Probleme, überforderte Eltern die sich nicht kümmerten, eher für die psychische Erkrankung
des Sohnes in Frage kommen dürften. Reichlich Taschengeld dürfte der Jüngling auch zur Verfügung gehabt haben, wenn er sich
dauerkiffen leisten konnte. Typisch für Karriereeltern, die keine Zeit haben sich um den Nachwuchs zu kümmern, es mit Cash
richten wollen und keine Ahnung davon haben, wofür die Knete ausgegeben wird. Abgeschoben ins Internat war der Knabe zu allem
Übel auch noch....

Die Eltern halte ich für die wahren Übeltäter dafür, das sich der Knabe komplett ausgeklinkt hat. Doch diese kommen in dem Report
ungeschoren davon, soll man womöglich noch als vom 'Drogenproblem' überfordert bedauern. Obwohl deren Lieblosigkeit ziemlich
sicher das Hauptproblem in diesem Fall ist.

Vermutlich ist das WDR Team auf den Prof reingefallen, der die Dyckmans Linie runterbetet. Der Gott in weiß sozusagen, dem jeder
Blödsinn abgekauft wird und der die Chance genutzt hat, sich als Propagandamaul zu profilieren.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
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nonick
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Re: Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von nonick »

Oft hilft es, sich sportlich in einem Verein zu organisieren, vielleicht mit einem guten Freund oder einer Freundin zusammen. So oder anders kann jeder seine Möglichkeiten entdecken, sich zu belohnen und einen lebenswerten Tag ohne Drogen zu leben.
Der Autor weiss zumindes wie man diesen asozialen süchtigen am besten hilft... vielleicht... oder so... Nein, das zu lesen grenzt an körperverletzung :(
Wir werden Sie auf dieser Website über die Ergebnisse transparent und offen informieren.
Typbürste
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Re: Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von Typbürste »

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MfG Typbürste
Revil O
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Re: Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von Revil O »

Ist wieder mal ein ärgerliches aber auch ein trauriges Beispiel was einen wie so oft den Kopf schütteln lässt.
Radderzeit
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Re: Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von Radderzeit »

Ist ja echt mal wieder der Hammer !
Habs mir auch nur zu Hälfte anschauen können. :( ..

Naja aber irgendiwie ist an dem ganzen was dran, wie bei jeder Droge die man missbraucht!
Aber mal zusagen das Cannabis auch so seine Vorteile bei einem Genusskonsum hat, traut sich keiner zu sagen...ääähhh... achso ...da gibts ja keinen Genusskonsum, weil beim einmaligen Konsum direkt eine Sucht entsteht und 3 Stunden später hängt der Konsument an der Nadel (oder am Eimer zwecks injektion)

naja WDR ...
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DrGonzo
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Re: Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von DrGonzo »

oh mein gott!!!
was kommt als nächstes? die erde ist doch eine scheibe?

kann da mal jemand der auch mit seinem namen für die sache kämpft noch mehr druck machen? :(
http://www.wdr.de/unternehmen/service/hotlines/
Für einen rationalen und verantwortungsvollen Umgang mit psychoaktiven Substanzen und Menschen die sie konsumieren.
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Fabius
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Re: Märchenstunde: WDR Servicezeit

Beitrag von Fabius »

Der geilste Ausschnitt:

Ausstieg aus dem eigenen Leben
Häufig folgt bei starkem Drogenkonsum ein soziales Problem. Das ganze Leben dreht sich nur noch um den Konsum von Cannabis, das Besorgen der nächsten Dosis, und mit wem oder bei wem man es sich damit gemütlich machen kann. Prof. Banger kennt dieses Phänomen aus der Therapiepraxis: „Ein ganz wichtiger Punkt ist, wenn man wirklich täglich konsumiert, dass man unter dieser Cannabisglocke sitzt, man kann nicht mehr normal am Leben teilnehmen. Dann steigt man aus seiner eigenen Lebensgeschichte aus. Das heißt, man kann seinen Beruf nicht mehr fortsetzen, man kann seine Ausbildung nicht fortsetzen, man wird schlecht Prüfungen machen können, weil man sich schlecht konzentrieren kann.“
So kann die Droge das ganze Leben bestimmen, was in der entscheidenden Phase der Entwicklung und Berufsfindung zu einem nicht mehr aufholbaren Loch in der Biografie führen kann.

Ja Ausstieg aus dem normalen Leben wegen der Verfolung von Behörden. Ja der Beruf ist dadurch auch gefährdet sogar die Ausbildung. Das alles ist einfach nur Lächerlich. Die haben sich mit Heroin vertan. Mit Heroin oder als Alkoholiker ist es so das man kaum am normalen Leben teilnehmen kann. Alles Vollpfosten....
„Je tiefer man in die lebendige Natur hineinsieht, desto wunderbarer erkennt man sie. Ich glaube, man fühlt sich dann auch geborgen.“
Zitat: Albert Hofmann
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