Legalisierung von Marihuana auf der ganzen Welt

Antworten
Wurlitzer1920
Beiträge: 716
Registriert: Mi 7. Feb 2018, 09:23

Legalisierung von Marihuana auf der ganzen Welt

Beitrag von Wurlitzer1920 »

............Wie geht es mit der Legalisierung von Marihuana weiter?

Es ist wahrscheinlich, dass in den kommenden Jahren weitere Länder und Staaten medizinisches Marihuana legalisieren werden. Angesichts der Forschungsergebnisse ist es schwer zu argumentieren, dass Marihuana keinen medizinischen Nutzen hat.

Da die öffentliche Unterstützung immer weiter zunimmt, wäre es nicht überraschend, wenn mehr Länder und US-Bundesstaaten Freizeit-Marihuana legalisieren würden. Die Steuereinnahmen, die aus legalisiertem Freizeit-Marihuana erzielt werden, könnten sich für viele Regierungen als verlockend erweisen.

https://de.finance.yahoo.com/nachrichte ... 34296.html
Benutzeravatar
Vaporisator
Beiträge: 184
Registriert: Do 27. Feb 2020, 23:00

Re: Legalisierung von Marihuana auf der ganzen Welt

Beitrag von Vaporisator »

Schade dass es erst auf Finanziellen Druck hin geschieht und nicht wegen der Grundrechte...
Das kriminelle an Hanf ist das Verbot.
Wurlitzer1920
Beiträge: 716
Registriert: Mi 7. Feb 2018, 09:23

Re: Legalisierung von Marihuana auf der ganzen Welt

Beitrag von Wurlitzer1920 »

Germany to regulate cannabis: a seismic shift for global reform

https://transformdrugs.org/blog/germany ... bal-reform
...Auch wenn zwangsläufig viele Details zu klären sind, stehen die Zeichen hier positiv; die Betonung von Lizenzierung, Qualitätskontrolle, wissenschaftlicher Bewertung, Jugendschutz und Kontrollen des Marketings weisen alle auf ein durchdachteres Regulierungsmodell hin, das in Übereinstimmung mit vielen der seit langem von Transform vertretenen Befürworter steht. Sehr zu begrüßen ist auch die Befürwortung von Drug Checking – neben einer Neuformulierung des langjährigen Engagements Deutschlands zur Schadensminimierung.

Politisch ist die Bedeutung dieser Entwicklung für die europäische und sogar die globale Drogenrechtsreform kaum zu überschätzen. Die EU-Cannabisreform schwelt seit einigen Jahren vor sich hin – mit erheblichen Verschiebungen in der öffentlichen und medialen Debatte, aber relativ wenig tatsächlichen Gesetzesreformen. Jüngste Reformen in den USA, Mexiko und Kanada scheinen jedoch die europäische Reformdebatte anzukurbeln – sie geben den politischen Akteuren den Anstoß, vom bloßen Reden über Reformen zur tatsächlichen Entwicklung und Umsetzung überzugehen. In der Vergangenheit haben die Niederlande beispielsweise für ihr Cannabis-Coffeeshop-Modell beträchtliche diplomatische Hitze von den USA erhalten; etwas, das angesichts der zunehmenden Legalisierung auf US-Staatsebene jetzt unmöglich ist. Der Wandel von den USA als prohibitionistischem Tyrann auf der internationalen Bühne zu einem Schmelztiegel globaler Cannabisreformen (jetzt mit rivalisierenden Demokraten und Republikanern, die auf Bundesebene um die Legalisierung von Cannabis wetteifern) hat zweifellos die internationale Cannabisreformlandschaft verändert...

In der EU hat sich die Cannabisreform von einer politischen Belastung zu einem politischen Vorteil entwickelt. In relativ kurzer Zeit haben wir in mehreren Staaten echte Reformen erlebt – darunter die Einführung gesetzlich geregelter Märkte in Luxemburg und der Schweiz, die legale Produktion für die Coffeeshops in den Niederlanden und die Legalisierung des Eigenanbaus in Malta. Spanien, Italien und Dänemark sind nicht weit dahinter, und die Reformdebatte schreitet sogar im historisch konservativeren Frankreich (und, man kann es flüstern, ja, Großbritannien) voran.

Lange schien es wahrscheinlich, dass die Reform in einer der großen EU-Mächte, jetzt in Verbindung mit der bevorstehenden Legalisierung des US-Bundes, einen Dominoeffekt erzeugen würde. Die Ankündigung dieser Woche, den größten heimischen Cannabismarkt der Welt zu etablieren, markiert sicherlich diesen Moment. Wir könnten in den nächsten 5 bis 10 Jahren durchaus 10 EU-Staaten mit legalen Cannabismärkten sehen.

Dies würde unweigerlich Veränderungen sowohl auf EU- als auch auf UN-Ebene erzwingen. Der weltweite Konsens, das Cannabisverbot im Rahmen der UN-Drogenverträge aufrechtzuerhalten, sieht nicht nur ausgefranst aus, sondern ist jetzt Staub im Wind. Angesichts der bevorstehenden US-Bundesreform werden drei G7-Staaten Cannabis legalisiert haben, und wenn wir Mexiko, Südafrika, Uruguay und darüber hinaus einschließen; mehr als eine halbe Milliarde Menschen werden in legalen Cannabis-Gerichtsbarkeiten leben.

Deutschland steht jedoch in den kommenden Monaten vor großen politischen Herausforderungen. Es reicht nicht aus, einfach zu legalisieren; die Regelung muss zweckmäßig sein, wenn sie den Ansprüchen des Koalitionsvertragstextes gerecht werden soll. Die Geschichte zeigt, dass der Teufel sehr im Detail steckt. Es ist wichtig, dass Deutschland Fehler in der Alkohol- und Tabakpolitik nicht wiederholt und aus den Erfolgen und Misserfolgen anderer legalisierter Orte lernt.

Dass Ziele der öffentlichen Gesundheit und des Wohlergehens Vorrang vor Unternehmens- oder staatlichen Steuerzielen haben, mit besonderem Augenmerk auf die Minderung der Risiken von Unternehmensübernahme, Marktmonopolisierung und Überkommerzialisierung (die Hedgefonds-Geier kreisen bereits)

Dass die Ziele der sozialen Gerechtigkeit von Anfang an fest in der Politikgestaltung verankert sind – mit sinnvollen Gerechtigkeitsprogrammen, die Gemeinden unterstützen, die in der Vergangenheit am stärksten vom Cannabisverbot betroffen waren und die auch als Hauptakteure am Politikgestaltungsprozess teilnehmen müssen

Dass das giftige Erbe der Kriminalisierung durch ein umfassendes Programm zur automatischen und vollständigen Löschung von Strafregistern für Cannabisdelikte angegangen wird...(google-übersetzer)
In Mexiko soll das Thema im Dezember wieder auf die "Tagesordnung".
Wurlitzer1920
Beiträge: 716
Registriert: Mi 7. Feb 2018, 09:23

Re: Legalisierung von Marihuana auf der ganzen Welt

Beitrag von Wurlitzer1920 »

Nachtrag
Dass die internationale Entwicklungsdimension der Cannabismärkte nicht übersehen wird – mit Rücksicht auf traditionelle Produzenten und Lieferanten im Globalen Süden.

Dass die entstehenden Märkte klimaneutral sind und einen neuen Standard für ökologische Nachhaltigkeit setzen.


Dies könnte den Moment markieren, in dem das Blatt endlich das globale System des Cannabisverbots wendet. Wenn Deutschland dies schaffen kann und dies auf eine Weise tut, die wirklich die öffentliche Gesundheit und soziale Gerechtigkeit fördert, dann könnte es ein Leuchtturm für Europa und den Rest der Welt sein. Großbritannien darf nicht zurückgelassen werden.
Parade
Beiträge: 93
Registriert: Di 21. Aug 2018, 10:23

Re: Legalisierung von Marihuana auf der ganzen Welt

Beitrag von Parade »

Wurlitzer1920 hat geschrieben: Mi 24. Jun 2020, 14:48 ............Wie geht es mit der Legalisierung von Marihuana weiter?
Zuerstmal würde ich nicht von "Marihuana" sprechen sondern von der Pflanze Hanf.

Marihuana dürfte sich für viele suspekt anhören, aus dem Grund könnte man früher in den USA diesen Begriff abwertend statt Hemp verwendet haben, wenn sich etwas fremd und suspekt anhört kann das die Bereitschaft zur Ablehnung steigern.
Wieviele mögen damals gegen Marihuana gewesen sein ohne zu wissen das es um Hemp geht(damals gab es noch kein Internet wo man mal schnell nachschauen konnte)?
Wurlitzer1920
Beiträge: 716
Registriert: Mi 7. Feb 2018, 09:23

Re: Legalisierung von Marihuana auf der ganzen Welt

Beitrag von Wurlitzer1920 »

Habe gerade gesehen, das der Link bei dem ersten Beitrag nicht mehr
funzt, so ist leider nicht mehr ersichtlich, das es sich bei diesem Satz
um die Überschrift des nicht mehr verfügbaren Artikels handelt, ist also
gewissermaßen ein Zitat, aus einem US - Artikel. Dort ist die Bezeichnung
Marihuana nicht unüblich, auch in positiven Artikeln.

Ansonsten stimme ich Dir zu.
Antworten

Zurück zu „Deutsche Artikel“