Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2019

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Martin Mainz
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Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2019

Beitrag von Martin Mainz » Di 8. Sep 2020, 14:42

Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2019

Hier der Bericht der Regierung:
https://www.drogenbeauftragte.de/filead ... j_barr.pdf

Dazu die BPK vom 08.09.20320: https://www.youtube.com/watch?v=ZTOTcPPTV9Q
Bestes Zitat von Ludwig: 23:00 "Beim Kokain ne Schippe drauf legen!"
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Re: Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2019

Beitrag von Cookie » Mi 9. Sep 2020, 12:57

Cannabis-Hammer: Ausgerechnet der BKA-Chef macht Kiffern jetzt Hoffnung

Kommt jetzt die Wende für alle Cannabis-Konsumenten in Deutschland?

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), und der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA) Holger Münch gaben einen Ausblick, wie es mit Cannabis-Besitz in kleinen Mengen weitergehen könnte.

Cannabis: Kommt es bald zur Entkriminalisierung in Deutschland?

Ludwig und Münch stellten am Dienstag in Berlin den Lagebericht zur Rauschgiftkriminalität in Deutschland vor. Die Zahl der Straftaten durch Drogenhandel und -konsum stieg das neunte Jahr in Folge an, vor allem Kokain wird zunehmend zum Problem. Insgesamt verzeichnete die Polizei im Jahr 2019 fast 360.000 Drogendelikte, ein Anstieg um 2,6 Prozent.

Für Cannabis-Konsumenten könnte es jedoch bald eine Entkriminalisierung geben! Auf der Pressekonferenz fragte der Journalist Tilo Jung (bekannt durch seinen Kanal YouTube-Kanal Jung&Naiv) den BKA-Chef, ob es mit der Drogenbeauftragten einen Austausch über die Entkriminalisierung geben würde. Daniela Ludwig hatte zuvor Sympathien für das portugiesische Modell der Cannabis-Gesetzeslage geäußert.


https://www.derwesten.de/politik/cannab ... 68700.html
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M. Nice
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Re: Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2019

Beitrag von M. Nice » Mi 9. Sep 2020, 18:39

Faktisch ist es so, dass wir in DE schon eine weitgehende Entkriminalisierung haben, das muß man einfach so feststellen.

32:49 --> https://youtu.be/ZTOTcPPTV9Q?t=1969


Also weint nicht rum :twisted:


Der Führerschein-Entzug hat ja nichts mit dem Strafrecht zu tun, ist Verwaltungsrecht.
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Martin Mainz
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Re: Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2019

Beitrag von Martin Mainz » Mi 9. Sep 2020, 22:02

Das hat sich für mich nicht nach Änderung angehört, eher im Gegenteil.

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Hans Dampf
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Re: Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2019

Beitrag von Hans Dampf » Mi 9. Sep 2020, 23:17

M. Nice hat geschrieben:
Mi 9. Sep 2020, 18:39
Faktisch ist es so, dass wir in DE schon eine weitgehende Entkriminalisierung haben, das muß man einfach so feststellen.

32:49 --> https://youtu.be/ZTOTcPPTV9Q?t=1969


Also weint nicht rum :twisted:


Der Führerschein-Entzug hat ja nichts mit dem Strafrecht zu tun, ist Verwaltungsrecht.
In welcher Parallelwelt lebst du?
Führerscheinentzug auf dem Lande ist eine Strafe. Da könnten sie dir gleich eine Kugel ans Bein schmieden...
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Martin Mainz
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Re: Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2019

Beitrag von Martin Mainz » Do 10. Sep 2020, 07:14

Hans Dampf hat geschrieben:
Mi 9. Sep 2020, 23:17
In welcher Parallelwelt lebst du?
Ich glaub, die nennt sich "Ironie", andere meinen es wäre "Sarkasmus"
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Hans Dampf
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Re: Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2019

Beitrag von Hans Dampf » Do 10. Sep 2020, 07:49

Martin Mainz hat geschrieben:
Do 10. Sep 2020, 07:14
Hans Dampf hat geschrieben:
Mi 9. Sep 2020, 23:17
In welcher Parallelwelt lebst du?
Ich glaub, die nennt sich "Ironie", andere meinen es wäre "Sarkasmus"
Merci. Ich habe mir ja vorgenommen nichts mehr von der Mortler2.0 anzuschauen.
Den verlinkten youtube-Ausschnitt habe ich mir jetzt dann doch angeschaut.

Deutschland hat in der Drogenpolitik noch einen weiten Weg vor sich ...
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Re: Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2019

Beitrag von Cookie » Do 10. Sep 2020, 08:34

“Wir haben zwei Volksdrogen. Ich brauche keine Dritte.”

Ein drogenpolitischer Einwurf zu Stellungnahmen aus der Bundespressekonferenz

Gestern stellte Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamts, auf der Bundespressekonferenz den Lagebericht Drogenkriminalität vor. Gleich eingangs sagte er: “Rauschgiftkriminalität ist weiterhin ein Problem in unserer Gesellschaft.” Die erfassten Delikte seien im Jahr 2019 zum neunten Mal in Folge angestiegen; Verfügbarkeit und Nachfrage von Rauschgift seien unverändert hoch.

In der Diskussion zeigte er sich jedoch offen für den Gedanken der weiteren Entkriminalisierung von Cannabis, der vor den Amphetaminen in Deutschland am häufigsten verwendeten illegalen Substanz. Als Positivbeispiel wurde der liberale Umgang mit dem Mittel in Portugal genannt. Münch kann sich vorstellen, dass der Besitz zukünftig als Ordnungswidrigkeit und nicht mehr als Straftat gilt. Das sei jedoch Entscheidung des Gesetzgebers. Ohnehin würden heute bereits viele Verfahren wegen Besitzes von Cannabis von der Justiz eingestellt.

Noch auf der früheren Bundespressekonferenz vom 1. Juli erläuterte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Daniela Ludwig (CSU) allerdings vehement, sie brauche neben den beiden Volksdrogen Alkohol und Tabak keine Dritte. Auf Nachfragen des Journalisten Tilo Jung zum Vergleich der Gefährlichkeit von Alkohol und Cannabis reagierte sie sichtlich genervt: “Nur weil Alkohol gefährlich ist, unbestritten, ist Cannabis kein Brokkoli.”

In der gestrigen Pressekonferenz, in der sie neben dem BKA-Chef saß, zeigte sie sich dann aber doch aufgeschlossener für das portugiesische Modell. Im Juli hatte sie immerhin eingeräumt, dass die Ungleichbehandlung alkoholisierter und bekiffter Autofahrer ein rechtsstaatliches Problem sei. Inzwischen deuten mehr Zeichen auf eine Entkriminalisierung – jedenfalls von Cannabis. Steht in Deutschland ein großer drogenpolitischer Liberalisierungsschritt bevor?


https://scilogs.spektrum.de/menschen-bi ... ne-dritte/
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Re: Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2019

Beitrag von M. Nice » So 13. Sep 2020, 10:56

Weitgehende Entkriminalisierung in DE, das muß man einfach so feststellen.
Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamts

32:49 --> https://youtu.be/ZTOTcPPTV9Q?t=1969



In Niederbayern ---> BESCHLEUNIGTES VERFAHREN
Wegen 13 Gramm Marijuana, zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt :!:

https://www.wochenblatt.de/polizei/stra ... verurteilt
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Re: Debatte um Cannabis-Legalisierung

Beitrag von Cookie » Mi 30. Sep 2020, 11:03

Cannabis: Steht die Legalisierung jenseits der Medizin bevor?

Vor mehr als drei Jahren wurde in Deutschland medizinisches Cannabis freigegeben, doch jenseits davon ist die Nutzung weiterhin illegal - oder mindestens sehr vage und je nach Bundesland geregelt. Das ist der aktuelle Stand in der Cannabis-Debatte.

In Deutschland bewegt sich in Sachen Cannabis derzeit relativ viel. Inzwischen äußert sogar der Chef des Bundeskriminalamts (BKA) öffentlich seine Sympathien für eine Legalisierung. Holger Münch (59), seit 2014 Präsident des BKA, stellte vor zwei Wochen gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig (45, CSU), den Lagebericht zur Rauschgiftkriminalität in Deutschland vor. Beide äußerten dabei ihre Sympathien für das "portugiesische Modell", das eine Entkriminalisierung der Konsumenten vorsieht.

[..]

Kommt die Legalisierung?

Ob Cannabis in Deutschland auch abseits der medizinischen Anwendung formal von der Straftat zur Ordnungswidrigkeit herabgestuft wird, bleibt allerdings vorläufig offen. Wie BKA-Chef Münch betonte, sei der Konsum und Besitz kleiner Mengen in Deutschland bereits heute weitgehend entkriminalisiert: "Das muss man einfach so feststellen, dass Besitz- und Konsumdelikte zwar Straftaten sind und festgestellt werden, aber nur in sehr geringem Ausmaß auch wirklich zu einer Verurteilung führen." In den meisten Bundesländern, mit Ausnahme Bayerns, das eine Nulltoleranz-Politik verfolgt, gelten regional unterschiedliche Geringfügigkeitsgrenzen, unter denen die Staatsanwaltschaft eine Anklage in der Regel wegen Mangel öffentlichen Interesses nicht weiterverfolgt.


https://www.abendzeitung-muenchen.de/me ... art-672905

WTF? In Bayern wird jedes bisschen Gras "verfolgt"? Das entspricht den Tatsachen, auch wenn es eine Geringfügigkeitsgrenze von 6g gibt.
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Drei
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Re: Debatte um Cannabis-Legalisierung

Beitrag von Drei » Mi 30. Sep 2020, 16:18

Experten plädieren für Freigabe

Die Zahl der Straftaten durch Drogenhandel und -konsum nimmt das neunte Jahr in Folge zu, auch die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2020 erneut gestiegen. Einige Experten fordern deshalb ein Umdenken in der Drogenpolitik.

https://www.op-online.de/region/frankfu ... 57196.html

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