Laberecke
Re: Laberecke
Bin für ein paar Tage in Deutschland. Die Erwartungen im Bekanntenkreis zum Thema sind sehr gedämpft. Von ...wird eh' nichts mehr... bis ... naja vielleicht wenigstens...Von der anfänglichen Euphorie ist nichts mehr übrig geblieben. Fliege morgen wieder zurück in ein Land in dem Cannabis verboten ist und in der Praxis eine nach der Franco Diktatur sehr liberale Verfassung mehr Freiheiten zum persönlichen Gebrauch und Anbau von Cannabis bietet als Deutschland mit einer Entkriminalisierung erreichen wird.
Warum ist Cannabis verboten?
Weil es eine illegale Droge ist!!
Marlene Mortler, CSU
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Re: Laberecke
Schön für dichLaMaria hat geschrieben: Mo 18. Dez 2023, 12:05 Bin für ein paar Tage in Deutschland. Die Erwartungen im Bekanntenkreis zum Thema sind sehr gedämpft. Von ...wird eh' nichts mehr... bis ... naja vielleicht wenigstens...Von der anfänglichen Euphorie ist nichts mehr übrig geblieben. Fliege morgen wieder zurück in ein Land in dem Cannabis verboten ist und in der Praxis eine nach der Franco Diktatur sehr liberale Verfassung mehr Freiheiten zum persönlichen Gebrauch und Anbau von Cannabis bietet als Deutschland mit einer Entkriminalisierung erreichen wird.
In Deutschland habe ich den Eindruck das einige mit einer Lockerung bezüglich Cannabis etwas verlieren würden und das verteidigen, ihr Weltbild mit der praktischen Vorgabe was gut und was schlecht sein soll, nach Jahrzehnten zum Dogma erhärtet.
Re: Laberecke
Je nun - die Lage in Deutschland ist von extremen regionalen Unterschieden geprägt: in Bayern macht man - nach den Mitteilungen hier - regelrechte Treibjagd auf Kiffer - und hier in Leipzig ist das Kiffen praktisch ausser Verfolgung gesetzt. Vor ca 2 Wochen habe ich meinen "stick" - eine Zigarette, in die ein langer Papp-Filter eingedreht war - zusammen mit 2 Rauchern vonner Staatsmacht an einem Aschenbecher in der Fußgängerzone geraucht. Die beiden Uniformierten hat das überhaupt nicht interessiert. Als Patient steht man sich da natürlich leichter - aber hier wird überall in der Stadt und im Umland offen gekifft.
Das ist keine Frage der Verfassung im Sinne des Verfassungsgesetzes - des "GG" - sondern der Praxis der Strafverfolgungsbehörden und der Gerichte - des "Repressionsapparates".
Meine Vermutung habe ich schon öfters hier geäussert: es wird mit der Cannabis-Legalisierung genauso laufen, wie mit dem Schwangerschaftsabbruch und dem § 175: "die Politik" wird sich heillos darüber zerstreiten, nix zu Wege bringen - und "der Repressionsapparat" weigert sich in immer größerem Umfang, diese Verbote zu verfolgen, die "von vorneherein keinerlei Aussicht auf Befolgung haben", wie die Richterin Rupp-v.Brünneck in ihrem dissenting vote zum 1. Abtreibungsurteil des BVerfG so drastisch formulierte: solche Verbote können niemals die Würde geltenden Rechts erlangen.
Das ist keine Frage der Verfassung im Sinne des Verfassungsgesetzes - des "GG" - sondern der Praxis der Strafverfolgungsbehörden und der Gerichte - des "Repressionsapparates".
Meine Vermutung habe ich schon öfters hier geäussert: es wird mit der Cannabis-Legalisierung genauso laufen, wie mit dem Schwangerschaftsabbruch und dem § 175: "die Politik" wird sich heillos darüber zerstreiten, nix zu Wege bringen - und "der Repressionsapparat" weigert sich in immer größerem Umfang, diese Verbote zu verfolgen, die "von vorneherein keinerlei Aussicht auf Befolgung haben", wie die Richterin Rupp-v.Brünneck in ihrem dissenting vote zum 1. Abtreibungsurteil des BVerfG so drastisch formulierte: solche Verbote können niemals die Würde geltenden Rechts erlangen.
Re: Laberecke
In Leipzig wurde zu Zeiten der DDR ein Beruhigungsmittel hergestellt, ein Bestandteil war Cannabis.Freno hat geschrieben: Mo 18. Dez 2023, 23:20 Je nun - die Lage in Deutschland ist von extremen regionalen Unterschieden geprägt: in Bayern macht man - nach den Mitteilungen hier - regelrechte Treibjagd auf Kiffer - und hier in Leipzig ist das Kiffen praktisch ausser Verfolgung gesetzt.
https://www.hanfverband-forum.de/viewtopic.php?t=18998
Re: Laberecke
Ich lebe erst seit 2016 in Leipzig, das DDR-Leipzig habe ich zwar 2x im Rahmen von Exkursionen besucht - weiß also nur recht wenig über die Vor-Wende-Subkultur von Leipzig, aber Cannabis spielte darin wohl allenfalls eine marginale Rolle. Jenes Medikament würde ich nicht überbewerten.Parade hat geschrieben: Di 19. Dez 2023, 03:39 (...)
In Leipzig wurde zu Zeiten der DDR ein Beruhigungsmittel hergestellt, ein Bestandteil war Cannabis.
https://www.hanfverband-forum.de/viewtopic.php?t=18998
Die DDR war ein harter Polizeistaat, Straftaten wurden rigoros und mit enormen Aufwand verfolgt - infolge dieser sehr erfolgreichen "Null-Toleranz-Politik" mit drakonischen Strafen war die Kriminalitätsquote in der DDR sehr niedrig ... wenn man mal die "organisierte, staatliche Kriminalität" und gewisse, für sozialistische Wirtschaftssysteme unvermeidliche Wirtschaftskriminalität unter den Tisch fallen lässt (die Wirtschaft der DDR kann man auch als Netzwerk von Bilanzbetrügern bezeichnen).
Ich glaube, daß Leipzig erst nach 1990 zur Kiffer-Hochburg erwachsen ist. Die Stadt ist traditionell links, die links-alternative Szene ist hier nach der Wende aufgegangen, wie Sauerteig.
Zentraler Sammelplatz und Symbol war lange Zeit der Stadtteil Connewitz gewesen, so wie früher Kreuzberg in West- und Prenzlauer Berg in Ost-Berlin - und genauso wie diese wird jener Stadtteil gerade gentrifiziert und die Szene verteilt sich vornehmlich über den Westen ... Die Antifas, Rastafaris und sonstigen "Langhaarigen" tragen auch erheblich zum Lokalkolorit bei, die "Touris" (Leipzig ist ua ein regelrechter Ferienort geworden) brennen geradezu darauf, mal eine richtige Leipziger Demo mit brennenden Autos, fliegenden Pflastersteinen und Pyrotechnik live mitzuerleben und dabei einen Molotow-Cocktail zu schlürfen - und auch deswegen lässt man die Szene recht großzügig gewähren und hat irgendwann auch eingesehen, daß es völlig aussichtslos geworden war, dem Cannabis-Verbot in Leipzig Geltung verschaffen zu wollen, zumal wir hier ganz andere Probleme haben: Leipzig ist leider eine Hochburg der Rohkriminalität geworden und wächst gleichwohl als ewige "boomtown Ost" so rasant, daß die gesamte Infrastruktur auch im übertragenen Wortsinne (wie zB die medizinische Versorgung) total überlastet ist.
Das growing ist hier auch sehr verbreitet - der richtige Leipziger hat nämlich einen Schrebergarten. Wenn man an einem schönen Sommerabend an einem dieser großen Gartenanlagen entlangradelt, ist der Geruch von Grillanzündern und Cannabis manchmal regelrecht aufdringlich, geradezu ein Gestank.
Hier besteht, was Cannabis anbelangt, ein Zustand, der in der Rechtstheorie lateinisch "fraus legis" genannt wird: dem Gesetz wird nicht nur von den Normadressaten - dem sogen. "Bürger" - der Gehorsam aufgekündigt, sondern auch vom "Represssionsapparat": Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte weigern sich ebenfalls, dem Gesetz noch Geltung verschaffen zu wollen. Man guckt weg, stellt Verfahren ein oder verschleppt sie und veranstaltet dann und wann "Hexenprozesse", die dem Gesetzgeber die Illusion vermitteln sollen, man würde ihn ernstnehmen.
Meine historischen Lieblingsbeispiele der §§ 175, 218 StGB habe ich schon oben erwähnt, ich will mich nicht wiederholen. Die "fraus legis" findet aber auch noch in anderen Bereichen, die von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden. Ein weiteres Beispiel ist das Insolvenzrecht, was in meiner aktiven Zeit als Anwalt nolens volens zu meinem Spezialgebiet geworden war, weil meine gewerblichen Mandanten kurz hintereinander alle Pleite waren - hätte ich sie nicht durch die Pleite hindurch gebracht, wäre ich selbst Pleite gewesen.
Das Insolvenzrecht ist, wenn man Gesetze, Kommentare, Lehr- und Handbücher liest, gespickt mit Haftungsfallen für den insolvenzbegleitenden Anwalt - "man steht mit 1,5 Beinen im Knast", weswegen die allermeisten Anwälte "Insolvenzmandate" scheuen, wie der Teufel das Weihwasser. Wer aber darauf spezialisiert ist, weiß: man wird von der Justiz gedeckt, sofern man keinen "betrügerischen Bankrott" begleitet, dh ihn möglich machen will (was sehr gut bezahlt wird). Die Insolvenzrechtlichen Vorschriften sind gut gemeint, aber würden, wenn man sie befolgen würde, jede Unternehmensfortführung in der Insolvenz und Sanierung des Unternehmens unmöglich machen. Die Fachleute wissen das und handeln danach. Appelle an den Gesetzgeber gibt es gelegentlich, aber sie verhallen ungehört. In der Insolvenzbranche hat man sich daran gewöhnt, daß der demokratische Gesetzgeber nun mal ein Idiot ist (im ursprünglich griechischen Wortsinne: jemand, der in seiner eigenen Phantasiewelt lebt).
Die "fraus legis" ist irgendwo unvermeidlich, erst recht in einer Demokratie, wo Gesetze regelmässig von Wahnsinnigen gemacht werden. Je weiter sie sich jedoch verbreitet, um so dünner wird das Eis, auf dem der Gesetzgeber steht und womöglich alsbald einbricht.
Re: Laberecke
Es musste da Leute geben bei denen Cannabis noch auf der Liste des medizinisch nutzbaren und nützlichem stand, und das musste auch irgendwo angebaut werden(man musste noch Kenntnisse davon haben, und Auswahl und Bezug von Saatgut).Freno hat geschrieben: Mi 20. Dez 2023, 21:36Ich lebe erst seit 2016 in Leipzig, das DDR-Leipzig habe ich zwar 2x im Rahmen von Exkursionen besucht - weiß also nur recht wenig über die Vor-Wende-Subkultur von Leipzig, aber Cannabis spielte darin wohl allenfalls eine marginale Rolle. Jenes Medikament würde ich nicht überbewerten.Parade hat geschrieben: Di 19. Dez 2023, 03:39 (...)
In Leipzig wurde zu Zeiten der DDR ein Beruhigungsmittel hergestellt, ein Bestandteil war Cannabis.
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Re: Laberecke
Ich glaube viel eher, daß es einerseits eine regelrechte Gier nonkonformistischer Kreise nach "Drogen" gab, die in der DDR ja strengstens untersagt und heftigst verfolgt wurden und nach der Grenzöffnung im Westen nun auf einmal zu haben waren.
Und dann gibt es noch einen Aspekt: Leipzig ist die "Stadt der Zugereisten". Die indigenen Leipziger sind inzwischen in der Minderheit. Die traditionelle Messestadt hat auch eine Tradition der Xenophilie entwickelt - "die Fremden" sind eben die Leute, mit denen die Leipziger schon immer gute Geschäfte gemacht haben. Zudem gibt es eine auch zu DDR-Zeiten international hochangesehene, sehr große Universität, die nach Heidelberg die Zweitälteste deutsche Uni ist. Dazu kommen zahlreiche Spezialhochschulen. Es gibt hier rund 50.000 "Studies". Leipzig ist auch nach der Wende zur "Boomtown-Ost" geworden, was sie im wesentlichen einem einzigen Mann zu verdanken hat: Hinrich Lehmann-Grube, vormals Oberstadtdirektor von Hannover, der 2 Amtszeiten lang nach 1990 diese Entwicklung der Stadt ermöglicht hatte, in der sich namhafte Großunternehmen angesiedelt haben wie Porsche und BMW. Der heute Flughafen Leipzig/Halle, der Frankfurt als Frachtdrehkreuz schon überholt hat, war 1989 ein besserer Agrarflugplatz gewesen - all dies hat Scharen von "innerdeutschen Migranten" angezogen ... Hinrich Lehmann-Grube, der nach seinem "Leipziger Modell" mit allen Stadtratsfraktionen zusammengearbeitet hatte, und sich enormer allgemeiner Zustimmung und Anerkennung von "ganz links" bis "ganz rechts" erfreuen durfte, ist nach seiner Pensionierung sogleich zum Ehrenbürger ernannt worden, hier geblieben und verstorben - rund 40.000 Leute waren auf seiner Beerdigung.
Wer aus seiner Heimat in eine völlig neue "Fremde" kommt, ist zwar einerseits irgendwo orientierungslos und "mutterseelenallein" - aber trifft alsbald auf andere, denen es genauso geht. Der Verlust der Heimat ist aber auch oftmals ein Abstreifen restriktiver Sozialkontrolle, eine Befreiung. Dazu hat auch das "Leipziger Neuseenland" beigetragen. Um die Stadt herum sind alsbald dutzende von Baggerseen entstanden - die ersten noch zu DDR-Zeiten, die allesamt Zonen "verminderter Legalität" sind: Nacktsein ist überall im Neuseenland üblich, vielerorts wird ungeniert Sex getrieben ... ein Klima, in dem man sich über allerlei Normen, die sonstwo durchaus Geltung beanspruchen können, verhältnismässig leicht hinwegsetzt, wenn man hier hereinschneit. "Warum nicht ?!"
Das ist jedenfalls mein Eindruck von dem Cannabis-freundlichen Klima hier und meine Vermutung, wie es entstanden ist.
Und dann gibt es noch einen Aspekt: Leipzig ist die "Stadt der Zugereisten". Die indigenen Leipziger sind inzwischen in der Minderheit. Die traditionelle Messestadt hat auch eine Tradition der Xenophilie entwickelt - "die Fremden" sind eben die Leute, mit denen die Leipziger schon immer gute Geschäfte gemacht haben. Zudem gibt es eine auch zu DDR-Zeiten international hochangesehene, sehr große Universität, die nach Heidelberg die Zweitälteste deutsche Uni ist. Dazu kommen zahlreiche Spezialhochschulen. Es gibt hier rund 50.000 "Studies". Leipzig ist auch nach der Wende zur "Boomtown-Ost" geworden, was sie im wesentlichen einem einzigen Mann zu verdanken hat: Hinrich Lehmann-Grube, vormals Oberstadtdirektor von Hannover, der 2 Amtszeiten lang nach 1990 diese Entwicklung der Stadt ermöglicht hatte, in der sich namhafte Großunternehmen angesiedelt haben wie Porsche und BMW. Der heute Flughafen Leipzig/Halle, der Frankfurt als Frachtdrehkreuz schon überholt hat, war 1989 ein besserer Agrarflugplatz gewesen - all dies hat Scharen von "innerdeutschen Migranten" angezogen ... Hinrich Lehmann-Grube, der nach seinem "Leipziger Modell" mit allen Stadtratsfraktionen zusammengearbeitet hatte, und sich enormer allgemeiner Zustimmung und Anerkennung von "ganz links" bis "ganz rechts" erfreuen durfte, ist nach seiner Pensionierung sogleich zum Ehrenbürger ernannt worden, hier geblieben und verstorben - rund 40.000 Leute waren auf seiner Beerdigung.
Wer aus seiner Heimat in eine völlig neue "Fremde" kommt, ist zwar einerseits irgendwo orientierungslos und "mutterseelenallein" - aber trifft alsbald auf andere, denen es genauso geht. Der Verlust der Heimat ist aber auch oftmals ein Abstreifen restriktiver Sozialkontrolle, eine Befreiung. Dazu hat auch das "Leipziger Neuseenland" beigetragen. Um die Stadt herum sind alsbald dutzende von Baggerseen entstanden - die ersten noch zu DDR-Zeiten, die allesamt Zonen "verminderter Legalität" sind: Nacktsein ist überall im Neuseenland üblich, vielerorts wird ungeniert Sex getrieben ... ein Klima, in dem man sich über allerlei Normen, die sonstwo durchaus Geltung beanspruchen können, verhältnismässig leicht hinwegsetzt, wenn man hier hereinschneit. "Warum nicht ?!"
Das ist jedenfalls mein Eindruck von dem Cannabis-freundlichen Klima hier und meine Vermutung, wie es entstanden ist.
Re: Laberecke
Lieber Hans Söllner
Die besten Wünsche zu Deinem 68. Geburtstag
Auf dass Du zu Deinem nächsten Geburtstag mindestens 3 "Marihuanabaam" legal stehen hast!
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hans_S%C3%B6llner
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Re: Laberecke
....und euch allen
Felíz Navidad
✌
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Re: Laberecke
Schöne Weihnachten und so 
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Re: Laberecke
Von mir auch und Gesundheit 
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
Re: Laberecke
Ich fasse mich mal wieder kurz: in meiner Jugend habe ich noch einen alten Stahlbau-Monteur kennenlernen dürfen, der damals schon hoch in die 80 war. In den 1930er Jahren hat er in Brasilien einen Staudamm mit aufgebaut und bei der feierlichen Einweihung sollte er die Rede für die Bauarbeiter halten. Seine Rede war sehr kurz und erhielt - angeblich - tosenden Beifall:
"I wish you all the best - the bad comes from alone !"

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Re: Laberecke
01-01-2025bad guy hat geschrieben: Do 16. Mär 2023, 09:36 Hier in der Laberecke kann eigentlich alles bezüglich der Ampelregierung rein.
Außer labern nichts passiertHoffentlich ändert sich das aber sehr bald.
Was schätzt ihr wann Cannabis legal ist?
Wer am nächsten liegt gewinnt!
Ich sage am 01.01.24, 0Uhr.
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Re: Eigenanbau Wie viele Pflanzen legal?
Cannabis ist keine Droge sondern eine Pflanze! Für mich gehört so etwas überhaupt nicht reguliert, sondern ersatzlos aus dem BtmG gestrichen! Es hält einen auch keiner davon ab Fliegenpilze zu essen, Tollkirschen zu pflücken oder Lack zu saufen! Wer will kann auch drei Packungen Paracetamol fressen und sich damit eine irreversiblen und tödlichen Leberschaden zufügen! Die allgemeine Handlungsfreiheit (und Eigenverantwortung) sehe ich hier als maßgebliche Regelung!
Re: Laberecke
Wie ich schon öfters kundgetan habe, glaube ich nicht mehr an eine Legalisierung in einem überschaubaren Zeitraum, sondern prognostiziere ähnliche Entwicklungen wie diejenigen bei der Entkriminalisierung von Homosexualität und Schwangerschaftsabbruch - §§ 175, 218 StGB. Auch hier hat dem "demokratischen Gesetzgeber" jahrzehntelang die 'Gestaltungsmacht' gefehlt, die notwendig gewesen wäre, um sich gegenüber denjenigen hoch einflußreichen 'Kräften' durchzusetzen, die an diesen Straftatbeständen festhalten wollten. M.E. sind es dieselben 'Kräfte', die sich heute der Legalisierung von Cannabis entgegen stellen.HanfNDK hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 01:1701-01-2025bad guy hat geschrieben: Do 16. Mär 2023, 09:36 Hier in der Laberecke kann eigentlich alles bezüglich der Ampelregierung rein.
Außer labern nichts passiertHoffentlich ändert sich das aber sehr bald.
Was schätzt ihr wann Cannabis legal ist?
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Ich sage am 01.01.24, 0Uhr.
Bei den §§ 175 und 218 kam es sodann zu einem Boykott dieser Regelungen durch den "Repressionsapparat" - Strafverfolgungsbehörden und Justiz. Man befleissigte sich im "Weggucken" und wenn sich ein Tätigwerden nicht vermeiden lies, wurden die "Fälle" in ihrer ganz überwiegenden Mehrzahl gegen geringfügige Geldbußen etc. "wegen geringer Schuld" eingestellt (die §§ 153 StPO bieten entsprechende Möglichkeiten) oder sogar über die Verjährungsgrenze bewußt verschleppt. In beiden Fällen kam es immer wieder zu größeren und kleineren "Hexenprozessen" - auch in der Justiz gibt es Hardliner. Aber diese Hexenprozesse liesen dem demokratischen Gesetzgeber und seinen vielen Fans die Illusion, man würde jene obsolet gewordenen Gesetze auch weiterhin beflissentlich befolgen und befeuerten beständig die öffentliche Debatte darüber - "den gesellschaftlichen Diskurs".
Für die allermeisten Homosexuellen (oder homosexuell Aktiven) und abtreibenden Frauen bedeutete diese Entwicklung eine sich steigernde Erleichterung im Praktischen. Für die Angeklagten in den "Hexenprozessen" gab es dagegen desaströse Folgen. Den Ausdruck "Hexenprozeß" entnehme ich dem "Memminger Hexenprozess" gegen einen Gynäkologen, der über 1000 - nach damaliger Gesetzeslage - illegale Abtreibungen vorgenommen hatte und ursprünglich vom LG Memmingen mit äusserster Härte verfolgt wurde: https://de.wikipedia.org/wiki/Memminger_Prozess
Derartige "Hexenprozesse" werden wir wahrscheinlich auch hinsichtlich des Cannabis-Verbots erleben, während sich - wie ich annehme - die Boykottierung dieses Verbotes durch Strafverfolgungsbehörden und Justiz immer weiter verbreiten wird. Irgendwann wird dann einmal auch dieses Gesetz, das niemand mehr befolgt, bei einer passenden Gelegenheit aufgehoben werden. Bei den §§ 175, 218 war es die deutsche Wiedervereinigung gewesen - in der DDR waren diese Vorschriften schon lange vor 1989 aufgehoben bzw entschärft worden. "Es war ja nicht alles schlecht gewesen an der DDR !" Im Einigungsvertrag wurden die liberalen DDR-Regelungen befristet übernommen, dann kam der "Druck der Ossies", welche irgendeine der vielen Kohl-Regierungen dazu brachte, diese elendigen Verbote endlich aufzuheben.
Deswegen glaube ich auch, daß eine Cannabis-Legalisierung erst nach der Machtergreifung durch die AfD erfolgen wird - auch wenn die Partei aktuell zur Prohibitionisten-Front zu zählen ist. Rechte - in der Diktion der Linken: Faschisten - sind idR sehr pragmatisch, ganz im Gegensatz zu den Linken, die sich regelmässig mit ihrer "Programmatik" selbst im Weg stehen ... ein weites Feld ... ejal.
Re: Laberecke
Ich frage mich ja echt, was im Kopf los sein muss, damit man sich Faschisten an der Macht wünscht...
Re: Laberecke
Man gebraucht da auch bewusst und gezielt dieses Vokabular.
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Re: Laberecke
Manche Leute funktionieren wie 1 Pawlow'scher Hund: man drückt auf den bewußten Knopf und dann klingelt's.LaMaria hat geschrieben: Sa 30. Dez 2023, 11:29 Man gebraucht da auch bewusst und gezielt dieses Vokabular.
Re: Laberecke
Als Warnung vor Faschisten (und ihren Unterstützern) kann man gar nicht laut genug klingeln. — Es ist auch kein "Spaß" sich mit Nazi-Begriffen in Szene zu setzen, sondern menschenverachtend und unter aller Würde.Freno hat geschrieben: Sa 30. Dez 2023, 16:15 ... man drückt auf den bewußten Knopf und dann klingelt's.
Re: Laberecke
Euch allen einen guten Rustsch .... und ein erträgliches Jahr 2024 !
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Re: Laberecke
Und schönes Neues auch von mir 
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Re: Laberecke
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Re: Laberecke
Daß derartige Verdammungssprüche an mir abprallen, wie Regentropfen an Gore-Tex müsstest Du inzwischen registriert haben. Sie prallen auch an rund 1/3 des "Wahlvolks" hier in der Ostzone ab, genauso wie die "Einschätzungen" der Verfassungsschutz-Ämter.pepre hat geschrieben: Sa 30. Dez 2023, 19:24Als Warnung vor Faschisten (und ihren Unterstützern) kann man gar nicht laut genug klingeln. — Es ist auch kein "Spaß" sich mit Nazi-Begriffen in Szene zu setzen, sondern menschenverachtend und unter aller Würde.Freno hat geschrieben: Sa 30. Dez 2023, 16:15 ... man drückt auf den bewußten Knopf und dann klingelt's.
Ich habe viel weiter oben versucht, Dir und "dem Forum" zu erklären, warum ich die wähle, die Du und viele andere, die aktuell noch die "rhetorische Lufthoheit" haben, Faschisten nennen wollen.
Du verstehst es nicht, wie jemand AfD wählen kann, der ansonsten bei klarem Verstande zu sein scheint - das hast Du hier auch schon kundgetan. Das ist nicht mein Problem - es ist Dein Problem, das Problem Deiner Parteifreunde und "der real existierenden Demokratie" in diesen unseren Zeitläuften. Denn Dir, Deinen Parteifreunden und der "Nationalen Front 2.0" laufen die Wähler davon - in Richtung AfD. Noch niemals in der Geschichte der BRD hat eine neu gegründete Partei derart schnell einen solchen Zulauf bekommen, die Grünen erscheinen als Krüppelgewächse dagegen. Sie brauchten fast ein halbes Jahrhundert, um in BW endlich mal eine Regierung anführen zu können. während die AfD kaum 10 Jahre nach ihrem Auftritt nach den Regierungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu greifen im Begriff ist.
Die Anathema des linken mainstreams gehen ins Leere, wie das Anathema von Leo X. gegen Luther ins Leere gegangen ist. Und klammheimlich bemühen sich Union und SPD "Positionen" der AfD für sich zurück zu gewinnen, während sie "amtlich" an der Verdammung der AfD festhalten wollen ... noch festhalten wollen. Das "gendern" wird zurückgedrängt, in der Asylpolitik werden die Zügel angezogen und das "Bürgergeld" soll wieder zum ALG II werden und "Jobverweigerer" härter sanktioniert werden, als es jemals der Fall gewesen war - alles "Ampel-Politik", die immer unglaubwürdiger wird und damit die beste Wahlpropaganda für die AfD macht, die eigentlich kaum noch Propaganda macht, sondern einfach nur "da ist" und immer stärker wird, je mehr sie von der "rhetorischen Lufthoheit" der Linksgrünen "Nationalen Front 2.0" und "den Medien" angefeindet wird. Das ist typisch für eine "postfaktische" Gesellschaft, in der sich "die Medien" von der Realität völlig losgelöst haben und zur "virtuellen Realität" für sehr viele geworden sind - aber gottseidank nicht für alle !
Du und ich - wir reden noch miteinander. Das ist ein Ausnahmefall aufgrund eines gemeinsamen Interesses: der Cannabis-Legalisierung ... und nicht zuletzt auch eine Folge der behutsamen Moderation des Meenzers.
Die SED-PDS ist in den 1990er-Jahren genauso von verteufelt worden von den "demokratischen Parteien" und dem Verfassungsschutz - heute regiert sie in Thüringen. Morgen kann die AfD in Thüringen regieren oder zur Regierungsbildung gebraucht werden und dann verteufelt sie niemand mehr und der Verfassungsschutz stellt dann auch eine bedeutsame Veränderung der Lage fest. Schließlich ist der Verfassungsschutz eine weisungsabhängige Behörde und stellt fest, was man ihr von verantwortlicher Seite aufträgt.
Ich glaube kaum, daß ich Dich mit diesem Beitrag dazu bewegen könnte, Deine Haltung zu überdenken - es genügt mir, wenn ich Zweifel gesäht haben sollte, die erst nach dem Winter aufgehen können.
Re: Laberecke
Ja, nur ist es nicht so klar wer das heute sein soll. So ähnlich wie man Parteien kaum noch als "links" und "rechts" einordnen kann, wenn eine Partei die allgemein als links eingeordnet wird mit eigentlich "rechtem" daherkommt (evtl woke angestrichen) und eine rechte Partei mit eigentlich linken Einstellungen.
So ist Krieg für mich "rechts"