Der Dialog über Deutschland

Hier wollen wir über unseren und andere cannabisbezogene Vorschläge beim Zukunftsdialog von Frau Merkel sprechen und uns überlegen wie wir möglichste viele davon unter die TOP 10 bringen.
klartext
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Zwei Antworten an Gegner der Legalisierung im Dialog von heute:

@Doc, 11.04.2012 um 10:25 Uhr

ja, Sie wären wahrscheinlich der absolute Erfüllungsgehilfe, wie ihn sich ein totalitärer Staat nicht besser wünschen kann, aber kein Staatsbürger des Rechtsstaates in Uniform. Allerdings denke ich, so Sie wirklich Beamter dieses freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates sein sollten, sind Sie dort am falschen Platz und sollten umgehend suspendiert werden. Schließlich haben Sie auch auf unsere Verfassung einen Eid abgelegt und nach dieser dürfte die strafrechtliche Cannabisprohibition wohl verfassungswidrig sein, zumindest aber Ihre Ansicht von Schnellverfahren.

Ein Denken, wie Sie es hier an den Tag legen, zeigt mir, dass Sie diese Verfassung wohl nicht verstanden haben, Sie würden wahrscheinlich ebenso bei der Gestapo oder der Stasi Ihren Dienst verrichtet haben. Frei nach Ihrem Motto "Job ist Job und Gesetze sind dazu da befolgt zu werden", kommt es dann nur noch auf das Gesetz an, egal ob Rassenschande, Republikflucht, Homosexualität oder Hören von Westsendern, nicht auf dessen Urheber, Wirkung oder gar Willkür, nicht?

Also sollten Sie wirklich Beamter sein, dann ist Ihren Vorgesetzten und wohl auch den Verantwortlichen in Ihrem Bundesland ein schwerer Vorwurf zu machen, dass auf charakterliche Eignung offenbar so wenig Wert gelegt wird. Einer wie Sie erfüllt meines Erachtens nicht die Voraussetzungen, um die Ordnungsmacht in einem freiheitlichen Rechtsstaat zu repräsentieren!


@Jazz, 11.04.2012 um 10:08 Uhr

schon erstaunlich, wie es Ihnen immer wieder gelingt, ohne auf die wirklichen Fragen einzugehen, mit unqualifizierten Entwürfen von Scheinproblemen die Aufmerksamkeit an sich zu ziehen und die Diskussion hier auf Abwege zu führen.
Ursächlich dürfte dafür wohl der bei vielen Konsumenten durch die bisherige Rechtspraxis konditionierte Rechtfertigungsdruck und vermeintliche Erklärungspflicht sein.

LEUTE, DAS IST NICHT NÖTIG!
Die Erklärungspflicht liegt auf Seiten der Prohibitionsgegner und die Frage ist schon mehrfach formuliert worden. Was macht den Umgang erwachsener Bürger mit Cannabis zu einer Straftat? Das hat bisher noch keiner sachgerecht dargelegt!

Ihre Vorschläge, wonach die Bundesregierung ein Team aus Wissenschaftlern und Experten zusammen stellen und eine Langzeitstudie über mindestens 10 Jahre anordnen soll, ist billige Verzögerungstaktik, denn diese Studien gibt es bereits und sie sind Grundlage der berechtigten Legalisierungsforderung!
Aus meiner Sicht haben Sie mit Ihrer generellen Verbotsforderung für alle Genussmittel bewiesen, dass Sie weder zu realistischer Beurteilung des Sachverhaltes fähig sind, noch im Einklang mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu stehen scheinen. Solchen extremistischen Positionen sollte man umgehend eine Absage erteilen, auf sie einzugehen ist unnötige Zeitverschwendung. Was wollen Sie uns auch sagen?
Dass wir den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat abschaffen sollen?
klartext
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Weil es im Dialogforum immer so lange dauert und meine Antwort an Doc bisher immer noch zensiert wird, die Antwort an Klara Kopf hier aktuell:

@Klara Kopf,

kennen Sie den Zustand, wenn jemand Cannabis konsumiert (beduselt ist) hat?
Wohl kaum, nicht alle haben ein hebephrenes Lachen und Fressgelüste, es gibt Menschen, die danach konzentriert und effizient sind.

Aber was wollten Sie eigentlich sagen? Dass der Konsum von Cannabis auch in exzessiven Formen weit weniger schädlich ist als der entsprechende Konsum legaler Genussmittel, ist wohl mittlerweile wissenschaftliche Tatsache. Wer sagt übrigens, dass es in den Niederlanden weit mehr Psychatrien wie hierzulande gibt? Und was sagt das über Cannabiskonsum, der in den Niederlanden prozentual geringer ist als hierzulande aus?

Was spielt es übrigens für eine Rolle, unter welchem Nick ich mitdiskutiere?

Um nicht weiter abzuschweifen:
Erklären Sie bitte, ob Umgang mit Cannabis für Erwachsene weiterhin eine Straftat sein soll, die strafrechtlich verfolgt wird und wenn ja, warum. Was hat dieser Umgang mit dem Wesen von Straftaten gemein?

klartext
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Es liegt mir schwer im Magen, dass meine Antwort auf den Teilnehmer "Doc" von heute mittag immer noch zensiert bleibt und mir eine Begründung dafür trotz mehrfacher, auch telefonischer Nachfrage und Nachfrageversuche bisher nicht gegeben wurde.
Es ist mir unerklärlich und mutmaßend suche ich nach Erklärung. Ein objektiver Verstoß gegen die Regeln liegt nicht vor.
Was also ist der Grund? Reicht es etwa, wenn einer behauptet, er sei Polizist, obwohl schon seine Rechtschreibung klar erkennen lässt, dass dieser 'Schreiber' wohl eher wenig Übung im Schreiben haben dürfte, geschweige denn täglichen "Papierkram" zu erledigen hätte.
Was also ist der Grund für diese Zensur einer Antwort auf eine Aussage, für deren Veröffentlichung es Seitens der Redaktion offenbar keine Bedenken gab? Wer es weiß, sagt es mir bitte, ich verstehe es nach meiner Kenntnis von Verfassung und gültigem Recht in Deutschland nicht, wieso meine Antwort unterschlagen wird.

klartext

Der veröffentlichte Text von "Doc" und die weiterhin zensierte Antwort von "klartext"

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Ersteller des Kommentars: Doc (Gast)
Datum: 11.04.2012 um 10:25 Uhr

Kommentar:
@Realist Richtig, Aber dann war das Gesetz oder die Strafe nicht hart genug.
Es kann nicht sein das man für die Übertretung eine Gesetzes auch noch belohnt wird.Wenn hier von Seitens der Regierung nachgegeben würde, heißt das für die Zukunft"Man muß nur genug Gesetzesbrecher zusammen bringen und sich nicht an Gesetze halten.
Irgendwann gibt die Regeierung nach und wird das Gesetz das uns nicht paßt abschaffen.
Wenn die Regierung diesem hier gemachten Vorschlag nachgeben würde, wäre sie erpressbar.
Demnächst kommen dann die Kokain und LSD abhängigen, sind auch nicht grad wenig und wollen auch legalität. Au klar die Angels und die Mafia auch, die reichen dann ne Petition ein damit der Handel auch von harten Drogen frei wird. Ich persönlich finde es auch nicht grad prickelnd wenn ich wegen jedem Kiffer ein Protokoll schreiben muß aber Job ist Job und Gesetze sind dazu da befolgt zu werden.Das Leben kann auch ohne Rauschzustand schön sein. Ich brauche dazu weder Alkohol noch Drogen. Und bevor hier noch dumme Fragen kommen, Ja ich würde auch meine Kinder bestrafen. Als sie so ca 16 waren habe ich sie in einer Entzugsklinik rumgeführt und sie durften sich in den Ferien mal ein Boot Camp bei meinem Bruder in den Staaten anschauen. Heute mit 23 bzw 25 würden sie niemals ein Gesetz übertreten. Darauf haben sie genau wie ich einen Eid geschworen. Ich bin allerdings dafür das der ganze Papierkram in Verbindung mit Cannabis verschwindet. Festnehmen und Schnellverfahren.Doc




@Doc, 11.04.2012 um 10:25 Uhr

ja, Sie wären vermutlich der absolute Erfüllungsgehilfe, wie ihn sich ein totalitärer Staat nicht besser wünschen kann, aber für einen Staatsbürger des Rechtsstaates in Uniform halte ich Sie nicht! Allerdings denke ich, so Sie wirklich Beamter dieses freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates sein sollten, sind Sie dort am falschen Platz und sollten umgehend suspendiert werden. Schließlich hätten Sie dann auch auf unsere Verfassung einen Eid abgelegt und nach dieser dürfte die strafrechtliche Cannabisprohibition wohl verfassungswidrig sein, zumindest aber Ihre Ansicht von Schnellverfahren.

Ein Denken, wie Sie es hier an den Tag legen, zeigt mir, dass Sie diese Verfassung wohl nicht verstanden haben, Sie würden wahrscheinlich ebenso bei der Gestapo oder der Stasi Ihren Dienst verrichtet haben. Frei nach Ihrem Motto "Job ist Job und Gesetze sind dazu da befolgt zu werden", kommt es dann nur noch auf das Gesetz an, egal ob Rassenschande, Republikflucht, Homosexualität oder Hören von Westsendern, nicht auf dessen Urheber, Wirkung oder gar Willkür, nicht?

Also sollten Sie wirklich Beamter sein, dann ist Ihren Vorgesetzten und wohl auch den Verantwortlichen in Ihrem Bundesland ein schwerer Vorwurf zu machen, dass auf charakterliche Eignung offenbar so wenig Wert gelegt wird. Einer wie Sie erfüllt meines Erachtens nicht die Voraussetzungen, um die Ordnungsmacht in einem freiheitlichen Rechtsstaat zu repräsentieren!

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klartext
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Und gleich noch eine aktuelle Dialog-Antwort:

@Bestie,

schon erstaunlich, wie die Freischaltung von Beiträgen hier geregelt ist. Sowohl der Besitz, als auch der Erwerb und der Anbau durch erwachsene Bürger sind legitime Handlungsweisen aus objektiver Betrachtung des Rechtsstaates heraus.

Es lässt sich eigentlich nicht mehr verstehen, wie nach heutigem wissenschaftlichen Erkenntnisstand hieraus weiterhin ein Straftatbestand abgeleitet werden kann, da durch all diese Handlungen kein Anderer an Leben, Gesundheit, Besitz, Ansehen oder Freiheit geschädigt wird. Genau aus diesem Grund sind ja auch Tabak oder Alkohol legal von Erwachsenen zu erwerben.

Das Strafrecht wird hier offensichtlich aus ideologischem Bevormundungsdenken der Regierenden instrumentalisiert, was die Charakteristik von Unrechtsstaaten und totalitären Regimen hat, nicht aber die des freiheitlich-demokratisch verfassten Rechtsstaates!

Leider ist es immer so, dass Ihre Art von Legalisierungsgegnern immer extrem repressive Forderungen erhebt, aber nie einen sachlichen Grund nennen kann. Es zieht sich durch diesen Dialog wie ein roter Faden. ;-) Und wenn solch einer von 'Fakten' spricht, dann meist, indem er sich dadurch dem halbwegs thematisch Vertrauten durch sein lautes Behaupten von offensichtlich Unzutreffendem als unwissend zu erkennen gibt.

Bei allem Verständnis für repressives Wunschdenken und Hoffnungen auf rückwärtsgewandte Bevormundungssysteme in der Gesellschaft, es ist meines Erachtens nur ein weiterer Ausdruck von Realitätsferne.
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

ACHTUNG!!! Es besteht der Verdacht übelster Manipulation im Dialog über Deutschland!
Der Verantwortliche, Dr. Strempel, ist unter seiner Nummer 030 18272 2240 bisher nicht zu erreichen gewesen, die für den Dialog zuständige Frau Wichazek konnte ich unter ihrer Nummer 030 18272 3159 bisher auch nicht erreichen und unter der direkten Redaktionsnummer 030 18272 1991 geht nur die Pforte ran.

Der Beitrag:
Würde ich Ironie verstehen wäre mir der dieser faux pas auch erspart geblieben.

am 12.04.2012 um 08:15 Uhr von klartext (Gast) kommentiert

ist definitiv nicht von mir, wie er mit meinem Nick ins Forum kam, ist mir bisher unerklärlich. Meine Antwort an "Doc" allerdings wird aber weiterhin von der Zensur zurückgehalten.

Sollte diese Manipulation von der Redaktion vorgenommen worden sein, um mich in Frage zu stellen, dann wäre das ein Skandal!

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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Und eine Antwort an @Klara Kopf:

@Klara Kopf,

so leid es mir tut, aber Sie haben offensichtlich keine Ahnung! Sie argumentieren mit nichtssagenden Begriffen und anscheinend ohne jede Sachkenntnis. Was heißt "Viele"? Sie machen hier Ihr subjektives Erlebnis zum Ausgangspunkt ihrer Argumentation. Und da Sie das wissen, räumen Sie es im Nachschub auch ein. Aber auch dadurch wird aus einer subjektiven Behauptung noch kein seriöses Argument . Womöglich leben Sie an sich schon in einem zweifelhaften Umfeld!

Mehr als zweifelhaft sind zumindest Ihre Vergleiche. Was hat Cannabis mit Bild zu tun? Das ist so, als ob man Äpfel mit Kakteen vergleicht! ;-) Haben Sie den auch "irgendwo gelesen"? Ich habe irgendwo gelesen, dass die Gegner der Legalisierung größtenteils repressive Charaktere seien, die den freiheitlichen Rechtsstaat ablehnen und unsere Staatsordnung von einer Demokratie in einen autoritären Bevormundungsstaat führen wollen. Wo war das nur gleich ... ?

"Der Weg von THC auf andere Drogen wird - genauso wie durch Alkohol - verkürzt."---

Was Sie damit sagen wollen, ist mir unverständlich. Durch was wird dieser Weg verkürzt? Durch Alkohol? Auch wenn Ihnen Ihr klarer Kopf offensichtlich Probleme bereitet nach Fakten zu suchen, eines ist wohl eindeutig belegt: 95% der Cannabiskonsumenten steigen nicht auf harte Drogen um!
Im Übrigen haben Sie die Kernfrage noch nicht beantwortet. Was am Umgang mit Cannabis hat Wesenszüge einer Straftat?
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

@ ObiwanCannabinobi,

wenn unter einem Beitrag hier, der definitiv nicht von mir ist, steht:
"am 12.04.2012 um 08:15 Uhr von klartext (Gast) kommentiert", dann ist das nicht irgendein "Fehler", ein "Mißverständnis" oder ein "technisches Problem", dann ist das ein erheblicher Eingriff in meine Persönlichkeits- und Urheberrechte. Hier hat ein Anderer unter Verwendung meines Nicks gepostet!

So etwas darf bei einem seriösen Internet-Foren-Veranstalter einfach nicht vorkommen, er hat dagegen Vorkehrungen zu treffen. Schließlich habe ich mich mit meinem Namen und meiner persönlichen Emailadresse hier angemeldet und verwende diese eindeutige Emailadresse auch um unter meinem Nick 'klartext' zu posten.

Mit dem Schreibfehler haben Sie vollkommen Recht, aber auch ich finde, dass dies so offensichtlich ist, dass es jeder erkennen kann. Da kann ich auch mit dem Begriff 'Ironie' in diesem Zusammenhang keinen 'faux pas' erkennen.

klartext
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Und wieder einer an "Doc":

@Doc,

dieses Gesetz der strafrechtlichen Cannabisprohibition steht im Widerspruch zu unserem Grundgesetz. Eine rechtsstaatliche Begründung für die strafrechtliche Verfolgung konnte bisher von keinem genannt werden. Der Umgang erwachsener Bürger mit Cannabis hat nichts, was auch nur im Entferntesten wesensgleich mit einer Straftat sein könnte. Hierdurch wird weder Leben, Gesundheit, Eigentum, Ansehen oder Freiheit eines anderen geschädigt. Genau aus diesem Grund sind in unserem freiheitlichen Rechtsstaat auch Alkohol oder Tabak von Erwachsenen legal zu erwerben.

Die Cannabisregelung im Strafrecht ist somit eine willkürliche, die in einem freiheitlichen Rechtsstaat wie dem unseren aus heutiger wissenschaftlicher Sicht nicht legitimiert sein kann.
Es handelt sich um einen Mißbrauch des Strafrechtes zu ideologischer Bevormundung, wie er in Unrechtsstaaten praktiziert wird.

Die Anwendung des Strafrechtes bei Cannabis in einer Linie mit der strafrechtlichen Verfolgung von "Rassenschande", "Republikflucht", "Homosexualität", oder "Hören von Westsendern", wie wir sie aus den unseeligen Kapiteln unserer Vergangenheit her kennen.

Meines Erachtens ist Ihnen das Wesen des Rechtsstaates fremd und Sie sind nach meinem Dafürhalten nicht für den Polizeidienst tragbar. Darüber hinaus wissen Sie offensichtlich nicht einmal, was in der Bibel steht.
ObiwanCannabinobi
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von ObiwanCannabinobi »

@klartext
Hmmm, wenn Sie registrierter nutzer sind, dann sollte doch hinter ihrem Namen nicht mehr (Gast) stehen, oder hab ich da jetzt was falsch verstanden? Ich habe mich von vorn herein nicht registriert und dachte ich muss halt mit der Gefahr leben das mein Nick missbraucht wird. Logisch wäre natürlich, dass bei der Registrierung das (Gast) Suffix wegfällt aber auch niemand anderes den Namen verwenden kann. Vielleicht sehen nicht registrierte nutzer nicht wer sich registriert hat und hinter jedem namen steht (Gast). Mir ist auch noch kein Name ohne diese erweiterung aufgefallen, aber das macht doch kein sinn. Ehrlich gesagt habe ich mir da nicht weiter gedanken drüber gemacht. Ich hoffe auch, das sich das schnellstens aufklärt. Ist echt schon übel :(
ObiwanCannabinobi
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von ObiwanCannabinobi »

Hallo!
Also ich hab jetzt mal genau hingeschaut und einen registrierten Nutzer gesehen und auch die Auflösung ihres Ghostwriters... allerdings steht hinter ihrem Nick immer (Gast) was ich mir nicht erklären kann, wenn Sie doch registriert sind.
klartext
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Registriert bin ich natürlich nicht als 'klartext' sondern mit meinem richtigen Namen und mit meiner Emailadresse, die nur aus meinem Vornamen, einem @, dem Nachnamen und .de besteht. mit dieser mailadresse schreibt dann auch 'klartext'.

Aber diese technische Unvollkommenheit ist noch das Wenigste an diesem Dialog. Was mir zu schaffen macht, ist vor allem die Zensur! Habe gerade nochmals in einer Antwort an einen Teilnehmer das so zum Ausdruck gebracht:
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@Halali, am 12.04.2012 um 17:32 Uhr

weil die Redaktion meine adäquate und alles erklärende Antwort an diesen "Doc" seit gestern schon unter Zensur hält und auch die nach Anweisung des Verantwortlichen im BPA für diesen Dialog abgeänderte Version weiterhin grund- und kommentarlos zensiert wird. Wahrscheinlich fehlt sogar die Courage, diese Antwort hier freizuschalten.

Aber vielleicht ist "Doc" ja ein Protegé der Regierung?

klartext

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Aber was will man machen, das ganze scheint zur 'demokratischen Farce' zu werden.

Grüße
klartext
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Da die Zensur zunimmt, hoffe ich Gastosteron mit meiner Antwort wenigstens hier zu erreichen.

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@Gastosteron,

da mögen Sie wohl Recht haben. Wenn ich sehe, wie ein "Doc" sich hier ungehemmt mit seinen zum Teil staats- und menschenverachtenden Ansichten verbreiten kann, während meine entsprechenden Antworten darauf auch weiterhin zensiert werden, dann kann man wohl schon wissen, wohin diese Regierung steuert und was dieser Dialog hier wert ist.

So gesehen haben auch wir hier unsere Zeit einer demokratischen Farce geopfert.

Grüße
klartext
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Gerd50
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von Gerd50 »

Den Verdacht, das dieser Doc eingeschleust wurde, um klar zu machen, Gnade gibt es nicht, hege ich seit einigen Stunden. An einer
Stelle sprach er von kriminellen Süchtigen. Das ist eine Haltung, die ich der Polizei und auch Politikern zutraue. Obwohl das im
klinischen Sinn von Suchtdefinition völliger Blödsinn ist. Der betreibt eine unglaubliche Stimmungmache und es scheint alles was der
verbratet veröffentlicht zu werden, seltsam...
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
ObiwanCannabinobi
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von ObiwanCannabinobi »

"The prestige of government has undoubtedly been lowered considerably by the prohibition law. For nothing is more destructive of respect for the government and the law of the land than passing laws which cannot be enforced. It is an open secret that the dangerous increase of crime in this country is closely connected with this."
Albert Einstein, "My First Impression of the U.S.A.", 1921

"Das Ansehen der Regierung hat zweifellos erheblich gelitten durch das Prohibitionsgesetz. Denn nichts ist zerstörerischer für den Respekt der Regierung und dem Gesetz gegenüber, als das Verabschieden von Gesetzen, die nicht erzwungen werden können. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der gefährliche Anstieg von Verbrechen in diesem Land in direktem Zusammenhang damit steht."
Albert Einstein, "Mein erster Eindruck von den USA", 1921

Die Prohibition von dem Rauschgift Alkohol ging von 1919-1933. Die von Cannabis einer ungiftigen Heilpflanze von 1931-2012? Wann hat der Wahnsinn, denn endlich ein Ende?! Legalisierung von Cannabis sofort, selbst Albert Einstein wußte das die Prohibition für den Anstieg von Verbrechen verantwortlich war!
klartext
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Neue Antwort an Doc, 12.04.2012 um 18:54 Uhr :

@Doc,

man wird sehen, wie es die Schweiz handhabt. Eine Ordnungswidrigkeit kann aber muss nicht verfolgt werden, im Gegensatz zu einer Straftat. Im Übrigen sind bei der Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten die Möglichkeiten der Mittel erheblich eingeschränkt. Eine Verletzung des Art.13 GG in Form von Hausdurchsuchung oder die Leibesvisitation ist z.B. ausgeschlossen und wenn eine Region den richtigen Bürgermeister und die richtige Verwaltung hat, dann verzichtet sie ganz auf die Verfolgung bestimmter Ordungswidrigkeiten.

Somit bleibt abzuwarten, was die Schweizer damit tatsächlich erreichen wollen. Schliesslich hatten die schon in einer Volksabstimmung die Legalisierung erreichen wollen, was an einer nicht unbedingt davon überzeugten Mehrheit gescheitert ist. Diese kam allerdings wohl eher durch die Angst der Schweizer vor dem dann zunehmenden Hanftourismus aus den umliegenden Prohibitionsländern in ihr kleines Land sowie der Angst vor politischem Druck aus Deutschland zustande, die zuvor reichlich geschürt wurde. Man denke daran, wie in einer anderen Angelegenheit die Schweiz zur Schengen-Außengrenze erklärt wurde und damit der Güterverkehr zum Nachteil der Eidgenossen behindert werden konnte.

Aber selbst wenn in Einzelfällen diese Ordnungswidrigkeit geahndet werden sollte, so ist dafür derzeit eine Höhe von 100 bis 200 Franken in der Diskussion. Das ist wohl weit weniger, wie jede Strafanzeige an Problemen und Kosten bringen würde.
Ihr Modell wird es sicher nicht!
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Da im staatlich geführten und mit Steuergeldern finanzierten Bürgerdialog um diese Zeit dem Bürger sowieso "Feierabend für heut" bezüglich der demokratischen und freien Meinungsbildung verordnet wird, möchte ich dem interessierten Leser hier die Möglichkeit geben, zwei Beiträge von mir trotzdem vorab und zeitnah zur Kenntnis nehmen zu können:

@Law-and-Order,

warum sollte in Deutschland ein Witz sein, was in anderen europäischen Ländern erfolgreich praktiziert wird? Sobald es legalisiert ist, braucht die Ordnungsmacht sowenig hinzuschauen wie beim Zigaretten rauchen, oder?
Glauben Sie, dass die niederländische oder die tschechische Gesellschaft krank ist?
Es mag Ihnen vielleicht völlig unklar sein, wie in demokratischen Meinungsbildungsprozessen Interessensgruppen Anträge formulieren, aber es ist ein ganz normaler und auch legaler Vorgang in einer freiheitlichen Demokratie. Von daher darf man auch fragen, was dieser Antrag bei einem Staatsanwalt denn zu suchen hätte. Sollte der gegen Art.5 GG vorgehen oder was genau erwarten Sie von dem?

Also bei allem Verständnis für andere Meinungen, aber denken Sie denn überhaupt nach, bevor Sie schreiben?


---

Bei sachlicher Betrachtung wird es wohl nicht nur für die hier meist reaktionär und emotional argumentierenden Gegnerschwer sein, die strafrechtliche Cannabisprohibition zu begründen, sondern auch für die Bundesregierung.
Gäbe es eine hinreichende sachliche Begründung dafür, dann hätte hier sicher schon lange irgendjemand diese genannt, was bisher aber offensichtlich nicht geschehen ist.

Natürlich ist nicht zu erwarten, dass die Bundesregierung nach diesem Dialog hier diese unselige Cannabisprohibition abschafft, aber sie weiter zu vertreten ist auch nicht leichter geworden. Was die Befürworter der staatlichen Prohibition unter den Politikern am meisten scheuen, ist die öffentliche Diskussion über Cannabis. Die meisten wissen sehr genau, auf welch rechtsstaatlich dünnen Eis sie sich da bewegen. Nicht umsonst verschwinden Studien, die Regierungsstellen mit Steuergeldern finanziert haben in irgendwelchen Schubladen.

Es ist im derzeitigen System nichts mehr gefürchtet als die sich empört artikulierende öffentiche Meinung sowie der Verlust von Wählerstimmen. Damit aber wird und muss Politik gemacht werden. Man denke nur an den Atomausstieg der Regierung, nachdem sie den der Vorgängerregierung zuerst rückgängig gemacht hatte. Der Deutsche hat ein ausgeprägtes Rechtsempfinden und wenn er dieses verletzt fühlt, wird er dagegen angehen. Das allgemeine Unrecht, die Mißachtung der Verfassung, die die strafrechtliche Cannabisprohibition bedeutet, gilt es bewußt zu machen!
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Mal wieder einer an Doc:

@Doc,

um genau zu sein geht es um die Frage der strafrechtlichen Prohibition eines Umgangs erwachsener Bürger mit Cannabis, die nach heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis nicht mehr zu legitimieren ist.

Die Frage, was den Umgang mit Cannabis seinem ganzen Wesen nach zu einer Straftat erklären könnte, haben Sie bisher nicht beantwortet. Sie weichen dieser Frage aus, weil Sie wissen, dass es dafür keine seriöse und sachlich begründete Antwort geben kann.
Erwachsene Bürger wegen Umgang mit Cannabis mit dem Strafrecht zu verfolgen stellt einen staatlichen Mißbrauch des Strafrechtes zur ideologischen Bevormundung der Bürger dar und ist eigentlich das Wesen von Unrechtsstaaten. Somit untersteht Cannabis also zu Unrecht dem Betäubungsmittelgesetz.

Gegenteiliges konnten Sie bisher nicht begründen, sondern nur behaupten.
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Der Auswanderer
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von Der Auswanderer »

Hier auch an Doc.

Wird immer wieder zensiert oder nicht hochgeladen:

@ Doc

Sie haben einfach absolut keine Ahnung.

Cannabis ist/wird zu medizinischen Zwecken eingesetzt?
Achja? Gerade einmal rund 60 Patienten haben eine Erlaubnis um Cannabisblueten
aus medizinischen Zwecken zu nutzen. Die Pharmaindustrie hat einen grossen Lobbyverband der lieber weiter mit gefæhrlichen Schmerzstillern um sich werfen will als Cannabis zu akzeptieren.
Warum? Weil Cannabis einfach wæchst ohne pflege. Das ist denen zu billig und daher gefæhrlich fuer die Wirtschaft. Wussten Sie das Cannabis bzw Hanf stærkere Verbindungen aufweist als Stahl? Durch das Verbot, und zwar das Allgemeine, wird jegliche Forschung in die kleinsten Nieschen zurueck gedrængt.

In einem haben Sie jedoch recht. Ja es geht hier bei auch um die legalisierung zum Kiffen.
Warum denn nicht werter Doc? Ich bin 28. Habe Haus, Hunde, eine Frau, Auto und neben meinem Hauptberuf studiere ich noch Inovationsleadership in einer anderen Sprache. Ich Kiffe am Wochenende und zahle brav meine Steuern. Ich Kiffe lieber als das ich Alkohol trinke. Bin ich jetzt eine Gefahr fuer meine Mitmenschen? Ich finanziere doch alles mit. Auch die Arbeitslosen hilfe und die Kassenbeitræge anderer. Also unterlassen Sie bitte diesen Schmarn das Cannabis zurecht im Betæubungsmittelgesetz steht. Sonst gehøren da auch Kaffe, Nikotin, Alkohol, Computerspiele, Suesswaren, Sex, Liebe als auch jegliche Arznei ins Betæubungsmittelsgesetz. Ich bin es Leid unsoziale Menschen wie Ihnen jeden Tag begegnen zu muessen.
“We are Anonymous. We are Legion. We do not forgive. We do not forget. Expect us."

Annonymus is keine Gruppe, kein Einzelner, Annonymus ist ein Gedanke der Freiheit!
Jeder kann ein teil dieses Gedankes sein, denn wir sind viele!
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Meine folgende Antwort habe ich gestern abend gegen 20:00Uhr zum ersten mal hochgeladen und mittlerweile noch gut 10x gepostet. Sie erscheint einfach nicht! Obwohl ich sie hier schonmal gepostet habe, werde ich Sie und im Anschluss daran noch eine aktuelle hier gleich nochmals posten:
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seit gestern zensiert:

Bei sachlicher Betrachtung wird es wohl nicht nur für die hier meist reaktionär und emotional argumentierenden Gegner schwer sein, die strafrechtliche Cannabisprohibition zu begründen, sondern auch für die Bundesregierung.
Gäbe es eine hinreichende sachliche Begründung dafür, dann hätte hier sicher schon lange irgendjemand diese genannt, was bisher aber offensichtlich nicht geschehen ist.

Natürlich ist nicht zu erwarten, dass die Bundesregierung nach dem Dialog hier diese unselige Cannabisprohibition abschafft, aber sie weiter zu vertreten ist auch nicht leichter geworden. Was die Befürworter der staatlichen Prohibition unter den Politikern am meisten scheuen, ist die öffentliche Diskussion über Cannabis. Die meisten wissen sehr genau, auf welch rechtsstaatlich dünnen Eis sie sich da bewegen. Nicht umsonst verschwinden Studien, die Regierungsstellen mit Steuergeldern finanziert haben in irgendwelchen Schubladen.

Es ist im derzeitigen System nichts mehr gefürchtet als die sich empört artikulierende öffentliche Meinung sowie der Verlust von Wählerstimmen. Damit aber wird und muss Politik gemacht werden. Man denke nur an den Atomausstieg der Regierung, nachdem sie den der Vorgängerregierung zuerst rückgängig gemacht hatte. Der Deutsche hat ein ausgeprägtes Rechtsempfinden und wenn er dieses verletzt fühlt, wird er dagegen angehen. Das allgemeine Unrecht, die Mißachtung der Verfassung, die diese strafrechtliche Cannabisprohibition bedeutet, gilt es bewußt zu machen!

seit mehreren Stunden zensiert:



@Doc,

um genau zu sein geht es um die Frage der strafrechtlichen Prohibition eines Umgangs erwachsener Bürger mit Cannabis, die nach heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis nicht mehr zu legitimieren ist.

Die Frage, was den Umgang mit Cannabis seinem ganzen Wesen nach zu einer Straftat erklären könnte, haben Sie bisher nicht beantwortet. Sie weichen dieser Frage aus, weil Sie wissen, dass es dafür keine seriöse und sachlich begründete Antwort geben kann.
Erwachsene Bürger wegen Umgang mit Cannabis mit dem Strafrecht zu verfolgen stellt einen staatlichen Mißbrauch des Strafrechtes zur ideologischen Bevormundung der Bürger dar und ist eigentlich das Wesen von Unrechtsstaaten. Somit untersteht Cannabis also zu Unrecht dem Betäubungsmittelgesetz.

Gegenteiliges konnten Sie bisher nicht begründen, sondern nur behaupten.

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vor 20 Minuten gepostet:

Der Fehler vieler Cannabislegalisierungsbefürworter liegt darin, dass sie meinen, sie müssten sich rechtfertigen, erklären und die Vorteile von Hanf aufzählen. So ein Verhalten wird natürlich durch die willkürliche strafrechtliche Prohibition conditioniert und jetzt, gegen Ende des Forums greifen die Docs und Juliuse genau an diesen Schwachstellen an, um die eigentlich schon klaren Fakten wieder zu relativieren, zu zerreden und in damit in Frage zu stellen.

Wenn man den Sachverhalt, der die Forderung nicht nur legitimiert, sondern zwingend notwendig macht klar verinnerlicht hat, so ist es nicht nötig, über spirituelle, kommerzielle oder ökologische Vorteile zu argumentieren. Der Sachverhalt ist einfach und klar, die Rechtfertigungspflicht liegt auf der Seite der Befürworter!

Sie verlangen die Beibehaltung der strafrechtlichen Verfolgung, ohne dafür sachliche Gründe zu nennen. Es kommen unscharfe Begriffe wie "Süchtige" oder "Drogen" zum Einsatz, die am Thema eigentlich schon vorbeigehen. Der Suchtbegriff ist klar definiert, Cannabis fällt nicht darunter! Die gesundheitlichen Gefahren sind hinreichend erforscht, Cannabis ist erheblich weniger gefährdend für die Gesundheit als Tabak oder Alkohol.

Was das Wesen einer Straftat in einem freiheitlich-rechtsstaatlichen Kontext ist, ist auch definiert, der Umgang erwachsener Menschen mit Cannabis hat keine dieser Merkmale einer Straftat. Somit gibt es für den Staat keine Legitimation zur strafrechtlichen Prohibition!
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Weder Julius noch Doc sind auch nur ein einziges Mal auf den rechtsstaatlichen Aspekt der willkürlichen Anwendung des Strafrechtes eingegangen! Sie stellen Behauptungen in den Raum, führen verzerrende Einzelbeispiele an, die für den allgemeinen Cannabiskonsum nicht repräsentativ sind, argumentieren reaktionär und nennen allenfalls als Quellen "Apotheker beim Bundeskriminalamt" oder irgendwelche Professroren, die bisher in der wissenschaftlichen Forschung zu diesem Thema bedeutungslos waren, aber womöglich sonst besonders willig.

Der THC-Gehalt, der angeblich höher sein sollte wird da als Argument gegen die Legalisierung genannt, was nicht nur pseudowissenschaftlich ist, sondern schlichtweg dreiste, durchsichtige Falschargumentation. Warum?

1.) Das Molekül THC hat sich in keinster Weise dadurch verändert. Seine Wirkung ist immer noch die gleiche, eine erhöhte Konzentration lässt allenfalls die Konsummenge geringer ausfallen!

2.) Da das Molekül THC immer noch das gleiche ist, hat es auch immer noch das gleiche Suchtpotential, als keines gemäß den Kriterien, anhand derer Sucht definiert ist!

3.) Würde das Molekül in erhöhter Konzentration z.B. strukturelle Änderung erfahren (Quatsch, das ist natürlich nicht der Fall) dann wäre die gestiegene Konzentration ein weiterer zwingender Grund zur Legalisierung, damit der Staat die bisher üblichen Konzentrationen garantieren und überwachen kann.

Was also hat und Julius für ein Argument zur Beibehaltung der Situation geliefert?
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oldrich
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von oldrich »

@ klartext

Zunächst einmal vielen Dank für Ihre wohlformulierten Kommentare im Zukunftsdialog.
Ihre Argumentationsfähigkeit (und vor allem auch Gelassenheit bei den Antworten auf einige Kommentare) würde ich mir wünschen ;)
Zu Ihrem letzten Post wollte ich Ihnen mitteilen, dass der erste Kommentar veröffentlicht wurde, und zwar am 13.4. um 20:08 Uhr.


@all

Ich bedanke mich auch bei allen, die sich die Mühe machen und immer wieder die Fakten und Argumente pro Legalisierung vorbringen. Ich selbst hätte mich wohl schon lang frustrieren lassen ob der Ignoranz der Prohibitionsbefürworter.
Bitte macht weiter so.

Auch hat mich der Zukunftsdialog dazu bewegt, mich hier im DHV-Forum anzumelden. Ich hoffe auf viele fruchtbare Diskussionen in der Zukunft, auf dass wir unser Anliegen in Bälde durchsetzen werden können.

MfG

oldrich
klartext
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Gerade Julius lässt keine noch so zweifelhafte Argumentation aus, um mit nichtssagenden Behauptungen Eindruck machen zu wollen. Wenn er einen Link nennt, dann nennt er daraus nur selektiv das, was er meint, dass es seiner manipulativen Absicht dienlich wäre.
Die weiteren Aussagen unterschlägt er dabei geflissentlich, wahrscheinlich in dem Wissen, dass der Widerspruch aufmerksamer Teilnehmer hier sowieso zensiert wird.

Diese Aussagen finden sich dort allerdings aber auch:

"Einer aktuellen Emnid-Umfrage zufolge sind heute 54 Prozent der Bevölkerung für eine Erweiterung der Legalisierung des Cannabis-Konsums.

Das amerikanische Journal of the American Medical Association (JAMA) belegte mit seiner Studie Anfang Januar, dass das regelmäßige Rauchen von Joints im Gegensatz zu Zigaretten nicht schädlich für die Lunge sei."

---
Schon das dürfte wohl alles sagen über Intention und Qualität der Argumentation eines "Julius". Wer sich auch mit politischen Diskussionen im Internet befasst, weiß, dass bestimmte Interessensgruppen zur Durchsetzung ihrer Propaganda gezielt bezahlte Schreiberlinge einsetzen. Was glaubt ihr, machen Lobbyverbände wie die Pharmaindustrie wohl angesichts dieser Diskussion?

Nur an einem Punkt hat er Recht! Warum fordern hier viele Legalisierungsbefürworter das Verbot von Alkohol und Tabak und diffamieren pauschal Alkoholkonsumenten? Ich bin für die Freiheit des Einzelnen, auch hier selbst entscheiden zu dürfen, ich trinke auch gern ab und zu Bier!
klartext
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Hallo Oldrich,

vielen Dank für Ihren Hinweis. Das habe ich noch nicht bemerkt und es würde mich interessieren, wann Ihnen dieser Beitrag von mir aufgefallen ist. Das ist mir nämlich jetzt schon ein paar Mal aufgefallen und es ist natürlich ein pfiffiger Trick der Redaktion des Dialoges, mit dem sie sich letztlich allenfalls den Vorwurf überfordert oder dilettantisch zu sein gefallen lassen muss, den der vorsätzlichen und manipulativen Zensur aber von sich weisen kann.

Mein Kommentar wird Stunden später einfach chronologisch in der Reihe nach seinem geposteten Datum eingefügt. Er ist dann nicht aktuell oben zu sehen, sondern erscheint dann auf der zweiten oder dritten Seite, so dass er nur noch von ganz wenigen wahrgenommen wird. Sie arbeiten mit allen Tricks, um ihre tatsächliche Zensurpraxis im Nachhinein zu verschleiern, da sie sehr wohl wissen, dass alles dokumentiert wird und man auch in dieser Position nicht sicher sein kann, ob zu späteren Zeiten einmal eine Überprüfung des Verhaltens der Redakteure und Verantwortlichen, die allesamt namentlich bekannt sind, doch stattfinden könnte. Art.5 GG ist ein elementares Grundrecht, keiner, der in verantwortlicher Position dieses verletzt ist schuldlos oder kann sich in unserem Staat auf 'Befehlsnotstand' herausreden.

Grüße
klartext
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oldrich
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von oldrich »

@klartext

Sicher bin ich mir nicht, ich glaube aber Ihren Beitrag heute gegen Mittag gelesen zu haben, als ich (wie so oft in den letzten Tagen) den Zukunftsdialog nach neuen Kommentaren durchforstete.
Auch mir ist bereits aufgefallen, dass manchmal die Zahl der Kommentare zunimmt, ich aber keine neuen Beiträge finden kann. Das finde ich persönlich auch ziemlich schlecht gelöst, wobei ich eher denke dass die Redaktion einfach überfordert ist und deswegen die Beiträge manchmal nicht zeitnah freischaltet. Zumindest hoffe ich das. Falls da wirklich manche Moderatoren nach eigenem Gusto zensieren wäre das ein ziemliches Armutszeugnis für die Betreiber der Seite.

oldrich
klartext
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Re: Der Dialog über Deutschland

Beitrag von klartext »

Doc hat eine klare Absicht, von der er genau weiß, dass sie eigentlich nicht rechtsstaatlicher Gesinnung entspringt. Er hat es auch nie gewagt, trotz mehrerer von mir direkt an ihn gerichteten Kommentare, jemals eine Antwort darauf zu geben.

Man könnte das einfach für Feigheit halten, da er selbst wohl weiß, dass seine sprachlichen und argumentativen Fähigkeiten eigentlich begrenzt sind, aber das ist es wohl nicht. Selbst mit weniger Intellekt und Rhetorik lässt sich eine sachlich fundierte Position in der Diskussion behaupten, doch er weiß ebenso genau, dass seine Position bei sachlicher Betrachtung unhaltbar ist, da könnte er ein Cicero oder Cato sein. Im Gegenteil weisen ihn seine Aussagen und Argumente eher als reaktionären Gegner der freiheitlich-demokratischen Grundordnung aus, denn als einen besorgten Mahner, der eben in Unkenntnis des Sachverhaltes von Klischees geleitet hier sein Bestes zum Wohl der Gesellschaft versucht.

Allerdings versteht er die Provokation der Arroganz der Macht hervorragend auszuspielen und das Element subtiler und offener Diffamierung naiver Redlichkeit gezielt einzusetzen.

Ob er hiermit letztlich seine Frustration abreagiert, als Zeuge Jehovas oder Scientologe im Dienst seiner Sekte tätig ist oder schlichtweg damit sein Geld verdient, lässt sich hier natürlich nicht definitiv feststellen.
Gesperrt

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