Sammlung Schweiz

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Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

Ein neues Argument der Schweizer Behörden, warum die Razzia in den Gewächshäusern der Firma Medropharm korrekt war:

"...
Zudem stünden die Pflanzen in einer Indoor-Anlage. «Es wurden diverse Vorkehrungen getroffen, damit die Anlage nicht entdeckt wird.» Deshalb gehe man davon aus, «dass es sich um Hanf mit einem THC-Gehalt von mehr als einem Prozent handelt».

Um das zu beweisen, lässt die Polizei die Hanfpflanzen nun selber wachsen. Erst wenn auch sie Blüten tragen, was ohne Gewächshaus länger dauert, lassen sich Proben nehmen."


http://www.blick.ch/news/schweiz/ostsch ... lt_5582543
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

Noch mal was zur Berner Hanf-Apotheke :

"Die Wichtigkeit des Namens «Hanf-Apotheke» bestätigen auch die beiden Geschäftsführer. Damit werde eine zukunftsweisende Botschaft transportiert. Zudem verhelfe er den Hanf-Produkten aus der «Bob-Marley-Ecke», wie Kaymaz sagt. Die Verwendung des Begriffs Hanfapotheke sei gemäss eigenen rechtlichen Abklärungen noch nicht geschützt.

Eine Anfrage der bz beim Basler Gesundheitsdepartement ergibt jedoch ein anderes Bild. «Das Verwenden des Begriffes Apotheke braucht eine Bewilligung. Diese ist im vorliegenden Fall nicht vorhanden. Wir erwarten deshalb das Einreichen eines Gesuches», sagt Sprecherin Anne Tschudin."


http://www.bzbasel.ch/basel/basel-stadt ... -130619061
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"Ermittlung der Staatsanwaltschaft
Hanf auf Koch-Areal wird untersucht

Die Kritik der Zürcher SVP zeigt Wirkung: Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl hat ein Verfahren gegen die Besetzer des Koch-Areals eingeleitet.

Seit einiger Zeit blühen auf dem besetzten Koch-Areal in Zürich-Albisrieden Hanfpflanzen. Erst jetzt hat die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl aber reagiert und ein Vorverfahren wegen Verdachts auf Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Das teilt Muriel Tièche, Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft, auf Anfrage der NZZ mit. Über Einzelheiten gebe sie aus Rücksicht auf das laufende Verfahren keine Auskunft.

Am Wochenende hatte sich die Zürcher SVP in einer Pressemitteilung über die «grosse Hanf-Plantage» empört, welche die Besetzer im Innenbereich des Areals angelegt hätten."


http://www.nzz.ch/zuerich/aktuell/koch- ... -ld.121429
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"Hanf-Streit: Medropharm erwägt Klage

Die Inhaber der Industriehanf anbauenden Firma Medropharm vermuten, dass die Anzeige gegen sie einen politischen Hintergrund hat. Sämtliche Vorwürfe seien haltlos, auch gegen die Meldepflicht habe man nicht verstossen. Eine solche gebe es im Thurgau gar nicht.
...
Die Thurgauer Staatsanwaltschaft warf den Firmeninhabern auch öffentlich in den Medien vor, sie hätten den Hanf nicht beim kantonalen Landwirtschaftsamt angemeldet. "Ich wurde im Verhör gefragt, warum wir der Meldepflicht nicht nachgekommen seien. Ob wir was zu verstecken hätten", erzählt Widmer. Er wandte sich daraufhin an das kantonale Landwirtschaftsamt und fragte nach einem Meldeformular. Nach einem mehr als 30 Tage dauernden Mailverkehr ist für Widmer jetzt klar: Es gibt gar keine Meldepflicht im Thurgau. "Die früher gültige Meldepflicht im Kanton Thurgau ist mit der Revision des Betäubungsmittelgesetzes hinfällig geworden", heisst es im Mail von Ueli Bleiker, Leiter des Landwirtschaftsamts.
...
Aufgrund des Reputationsschadens beraten sich die Firmeninhaber im Moment mit einem Anwalt, ob eine Klage auf Schadenersatz eingereicht werden soll.
...
Patrick Widmer hat dem öffentlich-rechtlichen Medienhaus SRF kürzlich geholfen, eine "Puls"-Sendung zu Cannabis in der Medizin zu realisieren. Diese wurde vergangenen Montag ausgestrahlt. Eine der Aussagen darin: Die Pharmaindustrie will nicht, dass medizinischer Hanf weiter erforscht und genutzt wird. "Wir haben darüber nachgedacht, ob jemand uns blockieren und behindern oder unsere Reputation kaputt machen will", sagt Widmer. Er habe mittlerweile herausgefunden, dass die Anzeige gegen Medropharm aus Bundesbern kam. "Man sagt uns aber nicht, wer die Anzeige eingereicht hat." Das alles nährt in Patrick Widmer den Verdacht, dass das Vorgehen gegen Medropharm eher einen politischen, als einen rechtlichen Hintergrund hat."


http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ostsc ... 94,4795735
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"Beim Schweizer, dessen legale Hanfplantagen immer wieder von der Polizei geräumt wurden

In den letzten Wochen und Monaten haben die Thurgauer und St. Galler Polizeien mehrere Hanfplantagen identifiziert, geräumt und teilweise Werkmaterialien und Pflanzen konfisziert. Später stellte sich heraus, dass auf diesen Plantagen kein THC-haltiger "Drogenhanf", sondern CBD-haltiger Medizinalhanf angepflanzt wird. Die betroffenen Firma heisst Medropharm und hat nach eigener Aussage mehrfach den Kontakt zu den jeweiligen örtlichen Behörden gesucht, um eben genau eine solche Aktion zu verhindern.
...
Medropharm-Geschäftsführer Patrick Widmer hat sich Zeit genommen, mir seine beeindruckenden Anlagen im Kanton Thurgau zu zeigen und bei dieser Gelegenheit auch zu erklären, was dort genau vor sich geht.

VICE: Eure Anlagen wurden in letzter Zeit öfters geräumt, obwohl du dir keines Gesetzesverstosses bewusst bist. Was läuft deiner Meinung nach falsch?
Patrick Widmer: Das Paradoxe ist, dass ich im Vorfeld der Ernte mehrfach auf die Behörden zugegangen bin und unseren Anbau gemeldet habe. Ich habe auch mitgeteilt, dass es sich um eine Hanfsorte ohne THC handelt und das Ausmass angegeben, in dem wir die Pflanze hier anbauen. Es ist wichtig, eine administrative Form zwischen Leuten wie uns, dem Bund, der Staatsanwaltschaft und der Polizei zu finden, um Kontakt und gegenseitiges Vertrauen herzustellen.
Die Polizei glaubte allen Ernstes einen Hausdurchsuchungsbefehl zu brauchen, um Zutritt zu meiner Wohnung und den Geschäftsräumlichkeiten zu erhalten. Ich habe einen Schlüssel und kenne mich dort aus, ich zeige ihnen gerne alles. Sie könnten einfach vorbeikommen und mit mir sprechen. Stattdessen durchsuchten sie meine Wohnung, beschlagnahmten unser Produkt und zerstörten in der Anlage in St. Gallen Teile unserer Einrichtungen. Dabei hätten sie sich einfach zwei, drei Triebe abschneiden und sie im Labor untersuchen können. Bei mir entstand so das Gefühl vorverurteilt zu sein, nur weil ich mich mit Cannabis auseinandersetze. Diese Fläche hinter dir [er deutet auf ein Feld von der Grösse zweier Tennisplätze] ist momentan von der Thurgauer Kantonspolizei beschlagnahmt.
...
Was sind das für Fragen?
Für die Polizisten macht unser ganzes Unternehmen keinen Sinn. Einer hat sich letztens mit mir hingesetzt und wollte mir vorrechnen, dass es gar nicht sein kann, dass ich Hanf, der nicht für den Schwarzmarkt bestimmt ist, mit solchem Aufwand anbaue. In Treibhäusern zum Beispiel. Sie haben mich etwa gefragt, was meine Wohnung kostet, wieviel Zeit ich aufwende oder was der Platz in den Treibhäusern kostet. Aus dieser Rechnung, die sie mir auf ein Blatt geschrieben haben, ergibt sich für die Herren Staatsdiener dann die Logik, dass mein Hanf THC-haltig sein muss, weil sich der Aufwand sonst niemals rentieren würde. "


http://www.vice.com/alps/read/thurgauer ... ropharm-ch

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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"«Via Sicura» gefährdet Cannabis-Versuche

In den Städten wird Cannabis geraucht, was das Zeug hält, obwohl dies gemäss Gesetz noch immer nicht erlaubt ist. Zürich, Genf und andere Städte streben Versuche mit einer legalen Cannabis-Abgabe an – und straucheln über immer neue Gesetzesbestimmungen.

«Via Sicura» soll die Zahl der Verkehrsunfälle reduzieren und so zu mehr Sicherheit beitragen. Doch nun erweist sich das Programm als so rigide, dass es auch in sachfremde Bereiche ausstrahlt. Wissenschaftliche Versuche mit der legalen Abgabe von Cannabis auf breiter Basis werden wegen der strengen Vorschriften im Strassenverkehrsgesetz erschwert. Verschiedene Städte planen solche Versuche, unter ihnen auch Genf. Sandro Cattacin, der als Motor dieser Projekte gilt und Genf in der Initiative der Städte vertritt, befürchtet deshalb, dass Teilnehmern an den Versuchen de facto kaum etwas anderes übrig bleibt, als auf das Fahren ganz zu verzichten.

Seit Jahren befinden sich die Städte in einem Dilemma: Obwohl sich nach geltendem Gesetz strafbar macht, wer sich einen Joint anzündet, wird weiterhin hemmungslos gekifft. Realität und Gesetz klaffen meilenweit auseinander.
...
Doch das Projekt kommt vielerorts kaum vom Fleck. Mittlerweile sind mehr als sechs Jahre vergangen, seit die Idee in kantonalen und kommunalen Parlamenten lanciert worden ist. Nach mehreren Verzögerungen sollte das Gesuch für eine Bewilligung für die Versuche beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) nach den Sommerferien eingereicht werden. Doch daraus wurde wieder nichts. Nun geht Cattacin davon aus, dass die ersten Gesuche erst 2017 eingereicht werden können. "


http://www.nzz.ch/schweiz/drogenpolitik ... -ld.125580
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

" Kommt es in den USA zur Cannabis-Revolution?
Am Dienstag finden in den USA Präsidentschaftswahlen statt. Über was kaum berichtet wird: Gleichzeitig stimmen neun Staaten über eine Legalisierung von Cannabis ab.
...
Die Volksabstimmung wird eine grosse Strahlkraft haben. Stimmt das liberale Kalifornien für die Legalisierung von Cannabis, könnte dies Legalisierungsbefürwortern in Europa Aufwind geben. In der Schweiz hat der Verein Legalize it im Sommer dieses Jahres die Lancierung einer Initiative bekannt gegeben. Bei einer Annahme der Abstimmungen dürfte die Initiative profitieren. Eine Ablehnung könnte die Initiative jedoch auch zurückwerfen."


http://www.tagesanzeiger.ch/us-wahl/Kom ... y/11275199

https://www.hanflegal.ch/wiki/verein_li/verein

https://www.hanflegal.ch/wiki/projekt_initiative/start

https://www.facebook.com/vereinlegalizeit
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"Seeländer Hanfbauern freuen sich auf erste Ernte
Zwei Berner Cannabiszüchter können schon bald ihre gut 20000 Pflanzen einholen und verkaufen. Bis dahin fürchten sie sich noch vor Hanf-Dieben.

Im Berner Seeland steht ein grosses Cannabisfeld: Auf dreieinhalb Hektaren Land wachsen über 20'000 Hanfpflanzen heran. Schon bald soll das Rohmaterial mit einem Wert von mehreren Hunderttausend Franken geerntet und getrocknet werden. Bis dahin sind Mike Vuosio und Joël Zaugg, Inhaber der Opencrop GmbH, in Alarmbereitschaft: «Wenn jetzt jemand das Feld abräumt, sind zwei Jahre Schweiss, Blut und Tränen dahin», sagt Zaugg gegenüber dem «Bund»."


http://static01.20min.ch/schweiz/bern/s ... e-20135901

Die beiden sollten eher vor ihren eigenen Behörden und deren Erfüllungsgehilfen Angst haben, siehe Metropharm.
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

" Polo Hofer macht Cannabis-Kur
Der an Lungenkrebs erkrankte Mundartrocker Polo Hofer greift nun auf Cannabis als Medikament zurück. Dies sogar mit mit amtlichem Segen.

Der Konsum von Cannabis ist in der Schweiz gesetzlich verboten. Dies hinderte Mundartmusiker Polo Hofer aber nicht daran, wie landläufig bekannt, sich von Zeit zu Zeit einen Joint zu genehmigen, Doch zurzeit greift, der an Lungenkrebs erkrankte Hofer, legal auf die Substanz zurück, wie «Blick» berichtet.

Neben der Chemo-Infusionen alle drei Wochen setze der Sänger auch auf die alternative Heilkarte Cannabis. Die Hürden, bevor er vom Bundesamt für Gesundheit die Bewilligung für die Therapie erhielt, seien hoch gewesen und doch habe es nun geklappt. «Als einer der Ersten nehme ich jetzt amtlich bewilligtes Cannabis, hoch offiziell», wird er im Blick zitiert."


http://www.bernerzeitung.ch/region/ober ... y/21834195
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"Zürcher Stadtrat lobt Stimmverhalten in den USA

Trotz der Wahl von Donald Trump bezeichnet Sozialvorsteher Raphael Golta die USA als vorbildlich – wegen der Hanflegalisierung.
...
Golta schreibt: «Kiffen ist also in Los Angeles, Boston, Las Vegas, Denver, Portland, Seattle und sogar im fernen Alaska legal.» Und weiter: «Dieses Amerika sollten wir uns durchaus als Vorbild nehmen.»
...
Für Golta ist Kiffen eine «gesellschaftliche Normalität». Die Zeit sei «überreif», dass man damit aufhöre, sich etwas anderes einzureden. Er schliesst seine Kolumne mit den Worten: «Nein, ich hoffe, dass wir künftig nicht so wählen wie die Amerikanerinnen und Amerikaner. Aber in dieser Frage würde es nicht schaden, wie sie abzustimmen.»"


http://bazonline.ch/wetter/allgemeinela ... y/18434356

http://www.tagblattzuerich.ch/aktuell/s ... erika.html

Wo bleiben die deutschen Politikerstimmen, die sich für die Legalisierung einsetzen, zu diesen Thema?
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"«Nie ein Unfall und jetzt ist mein Billett weg»

Buggy Burgstaller hat genug. «Ich zahle meine Steuern, gehe jeden Morgen arbeiten und lasse mir nichts zuschulden kommen, doch jetzt muss ich Tausende von Franken für Urin- und Haarproben zahlen, weil ich zwischendurch mal eins gekifft habe», sagt der 48-jährige Schaffhauser zu 20 Minuten.

Auf Facebook hat er in einem Video seiner Empörung Luft gemacht. Dort erzählt Burgstaller, dass die Polizei seinen Dealer erwischt hat. «Sie haben sein Handy abgehört.» So seien sie auf ihn gekommen und er habe für den Kauf von Cannabis eine Strafe bekommen. Der Chauffeur gibt offen zu: «Ich habe bis dahin immer wieder mal eins gekifft.» Dass er dafür bestraft worden sei, sei für ihn auch kein Problem.

Doch das ganze Theater, das danach gekommen sei mit der Urin- und der Haarprobe, kann der Schaffhauser nicht verstehen. «Mein Wert lag nur wenig über dem Grenzwert von 1,5 Mikrogramm im Blut.» Aber das reichte für einen Führerausweisentzug.
...
Seinen Job sei er zum Glück nicht los, weil sein Chef Verständnis habe und ihn behalten wolle.
...
Burgstaller kann nur noch den Kopf schütteln. Aus seiner Sicht haben Leute die Gesetze gemacht, die keine Ahnung von der Realität haben, «es ist einfach eine Sauerei»."


http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/24590004
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Martin Mainz
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Martin Mainz »

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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

" Zürcher Polizei setzt sich über Kiffer-Gesetz hinweg
Die Stadtpolizei Zürich hat zu Unrecht einen Studenten wegen Cannabisbesitz gebüsst. Jetzt drohen die Grünen der Polizei mit einer Strafaktion.
...
Was ist passiert? Nachdem ein Student mit seinem Kollegen in der Stadt Zürich mit 8 Gramm Cannabis von der Stadtpolizei erwischt wurde, bezahlte er die Ordnungsbusse von 100 Franken nicht. Er wehrte sich zusammen mit einem Jus-Studenten dagegen. Die Argumentation: Seit dem 1. Oktober 2013 steht im Betäubungsmittelgesetz, dass geringfügige Mengen eines Betäubungsmittels für den eigenen Konsum nicht strafbar sind. Zusätzlich definiert das Gesetz die Menge Gras, die als geringfügig gilt: 10 Gramm. Also mehr, als die Menge, die der Student mit sich führte. Demnach wende die Stadtpolizei das Gesetz falsch an, so der Jus-Student. Der Einzelrichter folgte der Argumentation und sprach den Kiffer frei.
...
Nun liegt die Antwort der Stadtregierung vor: Darin bedauert sie, dass die Strafverfolgungsbehörden ihre Praxis bisher nicht angepasst haben, und plädiert für eine liberalere Praxis.

Das grosse Aber folgt aber prompt: Man habe sich zusammen mit der Oberjugendanwaltschaft, den Stadtrichterämtern Zürich und Winterthur, dem Vorsitzenden der Statthalterkonferenz sowie Polizeivertretern von Zürich, Winterthur und Kanton auf ein einheitliches Vorgehen geeinigt: Personen sollen bei Besitz von geringen Mengen Cannabis weiterhin verzeigt und gebüsst werden.
...
Der Entscheid eines Einzelrichters könne nicht eine langjährige Praxis umstossen.
...
Bis zu einem Urteil des Obergerichts beschäftigen die Kifferbussen die Politik weiter. Denn die Grünen beurteilen die Antwort der Regierung als «so ärgerlich wie enttäuschend»: «Es darf nicht sein, dass die Polizei ihr nicht genehme Gesetze nicht umsetzt. Der Besitz von Cannabis bis 10 Gramm ist legalisiert worden, findet euch damit ab!», schreiben sie auf ihrer Website."


http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/sta ... y/14889543
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"Legales Gras
...
Nun ist der Konsum aber verboten. Das heisst, ihr dürft das Zeugs auf euch tragen, aber nicht darauf rumkauen oder es rauchen. Wenn ihr das doch tut, dabei erwischt werdet oder es euch per Bluttest nachgewiesen wird, bekommt ihr eine Busse.
Was lustig ist, weil ihr die Busse meist ja sowieso bekommt, wenn man Gras bei euch gefunden hat. Es lohnt sich also gegen Bussen bei reinem Besitz vorzugehen, also schon den Polizisten auf die Straffreiheit von Besitz hinzuweisen und die Busse anzufechten.
...
Warum die Zürcher Polizisten weiterhin fröhlich Bussen für Besitz verteilen? Der Stadtrat hat bei der Polizei nachgefragt. «Joa, wir haben das immer schon so gemacht, das ist bei uns Usus», war die Antwort der Gesetzeshüter. Klar. Früher wurde man auch ausgepeitscht für bestimmte Übertretungen. An den Pranger gestellt, gehängt, gevierteilt oder ertränkt. War alles mal Usus. Und nach Interpretation der Polizei könnte man das ja immer noch machen, weil sie die aktuelle, geltende Gesetzeslage eher als eine Art «Empfehlung» empfindet, wenn sie ältere, nicht mehr geltende Gesetze für geiler hält.
...
So nicht, Stadtrat und liebe Stadtpolizisten. Das Gesetz ist in dieser Angelegenheit nicht unklar oder lässt Raum zur Interpretation. Besitz unter 10 Gramm ist straffrei. Punkt.
...
Ach ja: Da der Besitz von unter 10 Gramm straffrei ist, kann diese Menge auch nicht beschlagnahmt werden. Euer Gras ist in keiner Weise mit einer Straftat in Verbindung zu bringen und ihr dürft es auch straffrei verschenken. Nur rauchen dürft ihr es nicht."


http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/ ... ales-gras/


Hm, könnte man da nicht ein D-CH-GrenzEvent, welches auf die Unlogik solcher Gesetze hinweisst, draus basteln ?

Da bräuchte man keinen Affen von Andreas Müller, ein Schweizer mit 10g und einem Joint auf seiner Seite der Grenze würde reichen. Und der/die Deutsche zieht genau auf der Grenze am Joint. Kann keiner belangt werden! ;)
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"Regierungsrat findet Hanfrazzia «durchaus verhältnismässig»

Der Thurgauer Regierungsrat stützt das Vorgehen der Staatsanwaltschaft gegen die Firma Medropharm, deren Industriehanf im September bei einer Razzia beschlagnahmt wurde. Das hat er auf einen politischen Vorstoss im Grossen Rat geantwortet. Bei Unklarheiten, ob eine Hanfkultur zu Industriezwecken oder für die Gewinnung von Betäubungsmitteln diene, müsse die Staatsanwaltschaft ermitteln können.

Der Regierungsrat verteidigt die Aktion der Strafbehörde. Dies geht aus seiner Beantwortung der anfangs Oktober eingereichten Einfachen Anfrage von Kantonsrat Ueli Fisch (GLP) hervor. Die Staatanwaltschaft hatte im September bei einer Razzia sämtliche Hanfpflanzen der Medropharm GmbH mit Sitz in Kradolf beschlagnahmt und die Firmengebäude durchsuchen lassen, nachdem eine Anzeige von Dritten eingegangen war.
...
Das Handeln der Staatsanwaltschaft bezeichnet er als «durchaus verhältnismässig», denn es hätte abgeklärt werden müssen, ob ein Delikt gegen das Betäubungsmittel- oder ein Verstoss gegen die Lebensmittel- und die Heilmittelgesetzgebung vorgelegen sei.
...
Diese wiederum müsse auch zukünftig Kontrollen über sich ergehen lassen, denn die Strafbehörden müssten sicher sein, dass der Industriehanf gesetzeskonform produziert werde.

Grosse wirtschaftliche Chancen für den Anbau von Industriehanf im Thurgau sieht der Regierungsrat nicht. Zwar werde er auf rund 300 Aren angebaut. Verglichen mit den rund fünf Millionen Aren gesamter Nutzfläche aber «handelt es sich dabei um ein Nischenprodukt». Deshalb seien keine Anzeichen dafür vorhanden, dass sich dies in Zukunft ändern werde."


http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/thurg ... 41,4843010

Aha, ein Nischenprodukt. Und nur weil es das noch! ist, bestehen keine Anzeichen, das sich das ändern könnte?! Scheinbar verfolgen die Damen und Herren keine diesbezüglichen Nachrichten und verpennen Entwicklungen :roll:
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

Ein weiteres "Nischen"-Start-Up :

" Ein Start-up im Cannabisfieber
Seit drei Monaten verkaufen Hanfbauern aus ­Ossingen legal Cannabis zum Rauchen. Das Geschäft floriert schweizweit. Dabei enthält das Cannabis fast kein ­berauschendes THC, dafür umso mehr eines anderen Wirkstoffs, von dem sich Forscher aus der Medizin viel versprechen.
...
24 Läden in der ganzen Schweiz verkaufen C-Pure bislang, darunter auch der Hanfladen Tamar in Winterthur. Die Nachfrage ist dem Vernehmen nach gut. Die Packung der Sorte «Fedora 14» enthält zehn Gramm Hanfblüten und kostet 24 Franken. Zum Vergleich: Kleindealer verkaufen THC-haltiges Cannabis für vier- bis fünfmal so viel.
...
Tobler prahlt nicht mit der gelungenen Lancierung. Der gelernte Lebensmitteltechnologe sagt ganz in Managersprache: «Der Markt hat das neue Produkt gut aufgenommen.» Fügt aber an: «Ja, für uns ist das natürlich ein grosser Erfolg.»
...
Alles, was bei der Lancierung an Lager war, ist mittlerweile verkauft. Tobler will aus Konkurrenzgründen keine Zahlen in der Zeitung nennen. Darum nur so viel: Bio-Can hat mehrere Zehntausend Beutel à 10 Gramm ausgeliefert, mit einem Verkaufswert im siebenstelligen Bereich. In nur drei Monaten.
...
Ja, sagt der Cannabisforscher Sandro Cattacin, «CBD ist beinahe eine Art Wundermittel, dessen vielfältige Einsatzzwecke erst langsam entdeckt werden». Der Soziologe widmet sich an der Universität Genf den Themen Cannabis und Drogenpolitik. CBD wird beispielsweise zur Therapie der Verhaltensstörung ADHS oder bei Schlafstörungen verwendet. Demnächst wollen Cattacin und sein Team Experimente mit Alzheimerpatienten starten.
...
Die Hanfpflanzen, die für C-Pure eingesetzt werden, wachsen bisher alle in den acht Gewächshäusern, die den Ossinger Hof säumen. Dreimal jährlich können die Pflanzen auf den 5000 Quadratmetern geerntet werden. Bio-Can und die ausführende Gärtnerei Blühauf beschäftigen zehn Angestellte. In Erntezeiten kommen bis zu 35 Mitarbeiter hinzu.
...
Nach Angaben des BAG führt derzeit bereits eine zweite Firma ein ähnliches Produkt ein. Die Bio-Can AG will ihren Vorsprung auf die Konkurrenz derweil ausbauen: Drei Monate nach dem Start vergrössert sie Angebot und Anbau gleichermassen.
...
Hinzu kommen weitere Gewächshäuser. Seit kurzem verpflanzen die Hanfbauern in der Nähe Stecklinge auf einer weiteren Fläche, die nochmals eine halbe Hektare gross ist. So wollen die Hanfbauern mittelfristig vier bis sechs Hektaren bewirtschaften, was bis zu acht Fussballfeldern entsprechen würde."


http://www.landbote.ch/region/andelfing ... y/13492168
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Martin Mainz
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Martin Mainz »

ca. 22 € für 10 Gramm, 2,20€ das Gramm, so billig kann Cannabis werden (inkl. Gewinnmarche und allem drum und dran). Sehr interessant, aber nach dem Artikel vorher würde ich mir schon Sorgen um mein Geschäft machen, wenn jederzeit die Staatsmacht anrücken und "vorsichtshalber" alles beschlagnahmen kann.
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"Legaler Hanf erobert St.Gallen

Ein Laden in St.Gallen verkauft seit kurzem Cannabis - ganz legal. Das THC-arme Hanfkraut berauscht nicht und trifft doch auf rege Nachfrage. Die Suchtberatung sieht darin eine Chance für langjährige Kiffer.
...
Doch das Cannabis ist kein gewöhnliches: Es enthält kaum psychoaktives Tetrahydrocannabinol (THC) und hat deshalb keine berauschende Wirkung. Stattdessen weist der Stoff einen hohen Anteil an Cannabidiol (CBD) auf. Diesem Stoff werden zahlreiche Heilkräfte nachgesagt. Er soll entzündungshemmend und antibakteriell wirken, gegen Epilepsie und Psychosen helfen und sogar Krebszellen zerstören.
...
Für Neueinsteiger oder Jugendliche sei der Konsum von CBD-Gras dagegen nicht ratsam. «Man darf den Wirkstoff nicht verharmlosen. Jedes Cannabisprodukt ist für Körper und Psyche riskant.»"


http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ostsc ... 94,4844243
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"Büssen von Kiffern wird Fall für den Bezirksrat
In einem offenen Brief an Stadtrat Wolff (AL) beschweren sich die Grünen der Stadt Zürich über die Bussenpraxis bei Kiffern. Nun reichten sie gar eine Beschwerde beim Bezirksrat Zürich ein.
...
Nun gingen die Grünen einen Schritt weiter: Sie forderten Sicherheitsvorsteher Richard Wolff (AL) in einem offenen Brief auf, der Bussen-Praxis bei Besitzern von Kleinstmengen von Cannabis «unverzüglich ein Ende zu setzen». Er solle alles in seiner Macht Stehende unternehmen, um die Polizei «auf einen realitätsnäheren Kurs zu bringen».

Weiter heisst es in der Mitteilung, dass «Gemeinderat Matthias Probst eine Beschwerde beim Bezirksrat Zürich eingereicht habe, um die Sachlage zu klären.» Denn die Grünen würden sich darüber empören, dass die Stadtpolizei einen «eigenmächtigen» und «widerrechtlichen» Kurs fahre — besonders in einem gesellschaftspolitischen Bereich, in dem die Tendenz klar in Richtung Liberalisierung gehen würde."


http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/sto ... t-16923982
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"Schweizer kiffen klar mehr als Deutsche und Ösis – Gefahr für die Psyche unterschätzt?

Eine Studie von «Sucht Schweiz» im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit zeigt, dass der Cannabiskonsum hierzulande eher dem in lateinischen als in deutschsprachigen Länder ähnelt.

Frankreich meldet europaweit den derzeit höchsten Konsum, die Schweiz und Italien verzeichnen hohe, Deutschland mittlere und Österreich niedrige Vergleichswerte. In der Schweiz sowie in den vier Nachbarländern wird dabei entweder eine Stabilisierung oder gar eine Steigerung des Verbrauchs beobachtet.
...
In allen untersuchten Ländern ist eine steigende Anzahl von entsprechenden Gesetzesverstössen zu beobachten. In der Schweiz ist die Zahl der gemeldeten Verstösse im Vergleich zu Deutschland und Frankreich hoch.

Hierzulande und in den Nachbarländern gebe es einerseits Strafverfolgungen mit schärferen Sanktionen, aber andererseits auch vereinfachte Verfahren mit geringerem Strafmass, ohne dass immer zu erkennen wäre, wann und weshalb welche Sanktion zur Anwendung kommt, heisst es in der Erhebung. "


http://www.watson.ch/Schweiz/Drogen/779 ... %C3%A4tzt-
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"Verschanzter Täter telefonierte noch mit Vater
...
Was war geschehen in Rehetobel? Am morgen kurz nach 9 Uhr rückten mehrere Kantonspolizisten zu einer Hausdurchsuchung bei Rehetobel aus. Der Grund: Verdacht auf Betrieb einer Indoor-Hanfplantage. Der betreffende Besitzer der Liegenschaft war zuvor auf der Polizeiwache befragt und nach Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen untersucht worden. «Der Einsatz verlief zuerst problemlos und der spätere Täter zeigte sich kooperativ», sagt Polizeikommandant Cavelti. Nach der Hausdurchsuchung kam es beim Schopf zwischen Heiden und Rehetobel zu einem Schusswechsel. Der Mann eröffnete das Feuer auf die Polizei und verletzte zwei Beamte im Alter von 29 und 37 Jahren schwer. Die Beamten trugen keine Schutzwesten. Sie mussten mit der Rega und der Ambulanz ins Kantonsspital St. Gallen gebracht werden, wo sie notoperiert wurden. Der 37-jährige Polizist wurde am Bein getroffen, der 29-jährige erlitt einen Herzsteckschuss. Er musste in eine Spezialklinik geflogen werden. Er schwebt noch in Lebensgefahr.
Nach den Schüssen flüchtete der Täter zu Fuss.
...
Kurz bevor die Beamten den Mann ergreifen konnten, richtete er sich selber.
...
Beim gestrigen Einsatz fand die Polizei keine Hanfplantage, aber Gegenstände, um eine solche zu betreiben. Zudem sei der Täter geständig gewesen."


http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/Live- ... 94,4868731
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"Vernichteter St.Galler Hanf stellt sich als harmlos heraus

Am 1. September 2016 beschlagnahmte die Polizei in Niederhelfenschwil zig Hanfpflanzen, obwohl es sich laut Betreiber um Industriehanf gehandelt haben soll. Nun liegt die Auswertung des Hanfes vor. Bei den vernichteten Pflanzen handelte es sich um Industriehanf. Nun werden Entschädigungen geprüft."


http://www.toponline.ch/stgallen/detail ... 9fde3de32e

Angeblich hätte man dies nicht anders lösen können als mit der Totalernte. Ich unterstelle, man wollte es nicht anders lösen, einfach um dem Hanfboom wieder mal auszubremsen, der doch vielen Branchen und Prohis ein Dorn im Auge ist.
Doc_A
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Doc_A »

Die Prohibitionisten pochen doch ganz gerne darauf, daß Hanf auch deswegen bekämpft werden muß, weil er illegal ist. Für sich selbst legt man die Buchstaben des Gesetzes dann allerdings etwas großzügiger aus.
:shock:
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

"Hansjakobs Crux mit dem Hanf

Niederhelfenschwil war nur ein Zufallsfund. Doch der Kampf der St.Galler Staatsanwaltschaft gegen Cannabis dauert schon über ein Jahrzehnt. Erstaunlich, weil Thomas Hansjakob die Legalisierung eigentlich befürwortet.

Der Fall des unglücklichen Industriehanfbauern von Niederhelfenschwil, der nun recht bekommen hat und eine Entschädigung erwarten darf, ist in vielerlei Hinsicht aussergewöhnlich; vor allem, weil der Fund der Indoor-Hanfplantage ein Zufallstreffer war. Und doch ist der Fall typisch für den langjährigen Kampf der St.Galler Strafverfolgungsbehörden gegen den illegalen Anbau und Handel von Cannabis – ein Kampf, der mitunter als «Kleinkrieg gegen Kiffer und Hanfbauern» bezeichnet wird und in der Öffentlichkeit auf wenig Verständnis stösst. Entsprechend fielen gestern manche Kommentare aus: Das Vorgehen sei «absurd» und «völlig unverhältnismässig», so der Tenor, und überhaupt solle die Polizei die Hanffreunde «endlich mal in Ruhe lassen».
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Der Fall Niederhelfenschwil ähnelt frappant an eine St.Galler Polizeiaktion von 2012, die ebenfalls viel Kritik auslöste. In jenem Januar beschlagnahmten 20 Polizisten unter Leitung der Staatsanwaltschaft das Hanflager der Firma Ai Fame in Wald-Schönengrund; zwei Tage später rodeten sie auch die Pflanzung. Dabei baute der Inhaber die Pflanzen vor allem für Likör an und plante den Einstieg in den Medizinmarkt. Das Vorgehen der Behörden irritierte doppelt: Zum einen hatte das St.Galler Kantonsgericht 2010 festgestellt, dass die Tätigkeit der Firma nicht verboten sei. Und der Inhaber konnte einen Inspektionsbericht der Heilmittelkontrolle Ostschweiz sowie die Bewilligung der Arzneimittelbehörde Swissmedic für die Produktion vorlegen.
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Thomas Hansjakob leitete damals die St.Galler Staatsanwaltschaft schon seit fünf Jahren; das Thema Hanf scheint ihn schon fast sein ganzes Berufsleben zu verfolgen. Bevor er Erster Staatsanwalt wurde, war er fast zwanzig Jahre lang Untersuchungsrichter mit Spezialgebiet Betäubungsmittel. 2004 hatte er den Kampf gegen die Hanfshops aufgenommen. Damals gab es davon noch über 20 im Kanton, zwei Jahre später nur noch etwa fünf. Das Cannabis wurde wieder in den Schwarzmarkt gedrängt, womit Hansjakob sein Ziel erreicht hatte.
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Hansjakobs Vorgehen handelte ihm in jener Zeit den Übernamen «Hanfjakob» ein. Seit jeher gilt er als «harter Hund», nicht nur bei seinen sozialdemokratischen Parteigenossen. Den Vorwurf des unverhältnismässigen Vorgehens gegen Hanfproduzenten und -besitzer wies er stets zurück. «Wir erzielen mit einem relativ geringen Fahndungsaufwand gute Erfolge», sagte er einmal.
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Als Staatsanwalt verteidigt Hansjakob das Gesetz, doch persönlich würde er den Cannabis-Konsum erlauben. 2008 gehörte er als Experte der Eidgenössischen Kommission für Drogenfragen zu den prominentesten Befürwortern der Hanflegalisierungs-Initiative. An seiner Haltung hat sich bis heute nichts geändert, wie er sagt: «Ich bin für einen kontrollierten Markt für Cannabis, ähnlich wie es einen kontrollierten Markt für Medikamente, Tabak oder Alkohol gibt. Solange der Gesetzgeber aber etwas anderes will, habe ich mich daran zu halten.»"


http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/Hansj ... 94,4871223
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Schweiz"

Beitrag von Sabine »

" Eine Stunde in Watte gebettet

Seit kurzem kann man in Läden in der Schweiz legal Cannabis kaufen. Der Hype ist riesig. Doch was taugt das Gras, und wer baut es an?
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«Was du damit machst, ist dir überlassen», sagt Agi Petrova und gibt mir ein kleines Döschen Hanfblüten. Sie verkauft das legale Cannabis als Rohstoff. «Purple Haze» heisst ihr bestes Produkt. Fünf Gramm kosten siebzig Franken. Petrova ist Geschäftsführerin von Green Passion, einem Hanfladen am Zürcher Lochergut.

Zu Hause angekommen, mische ich das Gras mit etwas Tabak und drehe mir einen Joint. Als Nichtraucher spüre ich zuerst vor allem das Nikotin. Doch schon während des Rauchens stellt sich ein wohliges, entspanntes Gefühl ein. Ich werde ein bisschen müde, der Kopf bleibt jedoch völlig klar. Nach dem Rauchen fühle ich mich etwa eine Stunde lang, als wäre ich in Watte gebettet. Danach klingt das Gefühl langsam ab. Sofern man von einem «Flash» sprechen kann, war er leicht und angenehm.
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Platzt die CBD-Blase?

«Die Nachfrage nach CBD-Hanf wird nie so gross sein wie die nach illegalem Hanf», sagt Markus Walther. Wie sich der Markt entwickeln werde, sei momentan noch schwierig zu sagen. «Am Anfang sind alle neugierig und wollen einmal probieren.»

Momentan ist die Nachfrage hoch und das Angebot knapp. «Jeder möchte jetzt ins Geschäft einsteigen, doch bald wird der Preis fallen», sagt Tobias Brunner. Am Schluss würden nur die grossen Produzenten, die qualitativ hochwertige Produkte anbieten, überleben, meint er."


https://www.woz.ch/-7651
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