Wie geht Aufklärung?
Re: Wie geht Aufklärung?
By the way: ich habe mich durch diesen thread mal wieder an einen Fall aus meiner provinziellen Anwaltspraxis erinnert, nämlich einen gerade 17 Jahre alten Schulhof-dealer, der nach eigener Angabe über fast 1 Jahr hindurch so 1500 - 2000 € im Monat verdient haben will - aber trotzdem entrüstet war, daß ich als Anwalt auch was verdienen wollte. Einen armen Schüler hätte man gefälligst umsonst verteidigen müssen ... pffft. Die Schwarzmarkt-Kenner können ja hochrechnen, wieviel dieser armer Schüler so auf dem Schulhof unter die Leute gebracht haben wird: "So funktioniert Aufklärung!" - wohl auch heute noch.
Und woran ich mich auch noch erinnere: Hans Falladas wunderbarer Zeitroman "Wolf unter Wölfen" spielt im 2. Teil der Handlung auf einem ostelbischen Gutshof zur Zeit der Hyperinflation 1922/23, wo 2 alte Tanten in mühevoller Kleinarbeit in einer 24-bändigen Gesamtausgabe von Goethe alle nach täntlicher Ansicht schweinzischen Stellen überkleben, damit Violet v. Prackwitz, die Jüngste derer v. Prackwitz, durch den Goethe nicht verdorben werden würde, wenn sie diese Gesamtausgabe zu ihrem 18. Geburtstag geschenkt bekommen soll. Daß die zZ der Überklebungs-Aktion 15-jährige Violet v. Prackwitz schon seit langem mit einem verwegenen Leutnant von der Schwarzen Reichswehr (und ehrenamtlichem Feme-Mörder) bumst, wußten diese alten Tanten natürlich nicht. "So funktioniert Aufklärung!"
Und woran ich mich auch noch erinnere: Hans Falladas wunderbarer Zeitroman "Wolf unter Wölfen" spielt im 2. Teil der Handlung auf einem ostelbischen Gutshof zur Zeit der Hyperinflation 1922/23, wo 2 alte Tanten in mühevoller Kleinarbeit in einer 24-bändigen Gesamtausgabe von Goethe alle nach täntlicher Ansicht schweinzischen Stellen überkleben, damit Violet v. Prackwitz, die Jüngste derer v. Prackwitz, durch den Goethe nicht verdorben werden würde, wenn sie diese Gesamtausgabe zu ihrem 18. Geburtstag geschenkt bekommen soll. Daß die zZ der Überklebungs-Aktion 15-jährige Violet v. Prackwitz schon seit langem mit einem verwegenen Leutnant von der Schwarzen Reichswehr (und ehrenamtlichem Feme-Mörder) bumst, wußten diese alten Tanten natürlich nicht. "So funktioniert Aufklärung!"
Re: Wie geht Aufklärung?
Mal ernsthaft: Aufklärung über psychotrope Substanzen (die sogenannten Drogen) "geht nicht" - genauso wenig wie Aufklärung über Sexualität, weil beide Themen in unserer aufgeklärten, wissenschaftlichen Gesellschaft Tabuthemen sind. Eine "Aufklärung" würde die Tabus und Paradigmen - "Dogmen" - der Kultur verletzen bzw in Frage stellen. Über Drogen wie Sexualität wird eine Art von normativer Romantik verbreitet: kontrafaktische Phantasien (man kann durchaus auch von Wahnvorstellungen sprechen), die gleichwohl Allgemeingut und allgemein verbindlich geworden sind, Grundlagen der Erziehung, Lehrstoff in den Schulen, wissenschaftliche Erkenntnis und auch Grundlage der diesbezüglichen politischen Einstellungen.
Mein Guru Sigmund Freud hat alldies sehr ausführlich und in sprachlich brillianter Art und Weise in "Das Unbehagen in der Kultur" von 1930 auf psychoanalytischer Grundlage dargestellt - das kleine Buch von ca. 150 Seiten ist auch ein Lesegenuß und wohlfeil erhältlich - von daher leichten Herzens zu empfehlen. Er hat nicht umsonst im gleichen Jahr den Goethepreis der Stadt Frankfurt a.M. erhalten, es gibt heute einen Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. Freud hat auch bewußt populärwissenschaftlich geschrieben, um die Psychoanalyse zu propagieren und um Geld zu verdienen (was ihm auch gelungen ist, er war in der 2. Lebenshälfte Einkommensmillionär, aber auch ein enorm großzügiger Mensch gegenüber seiner zahlreichen "Mischpoke" (zeitweise lebten über 30 Menschen in seinem Haushalt und auf seine Kosten), Freunden und Schülern). Von daher kann das Büchlein von jedem gelesen und verstanden werden, der über ein solides Abiturwissen verfügt - gleichgültig, ob er die Abiturprüfung abgelegt hat, oder nicht. Wer der psychoanalytischen Gedankenwelt fernsteht, muß ab und an gewisse Begriffe nachschlagen, was aber mit der Wiki-App für's phone ja kein Problem mehr ist.
Ich kann hier nur eine ganz grobe Skizze versuchen: Der "Kulturmensch" (Freud) wird durch unsere aktuelle Kultur an der Befriedigung seiner natürlichen psychischen Bedürfnisse weitgehend gehindert, wodurch ein Stau psychischer Anspannung, psychischer Energie erzeugt wird, die von "der Gesellschaft" ähnlich einer Steuer enteignet wird und gesellschaftlichen Zwecken ("Große Opfer und gewaltige Anstrengungen für Führer, Volk und Klimaschutz!") zugeführt wird. An den gesellschaftlichen Leistungen und Erfolgen nimmt der Kulturmensch im Wege von Projektion und Introjektion teil ("Deutschland ist Fußballweltmeister!" oder "Wir sind Papst!" oder "Mein Leben für den Verein!") und wird im übrigen durch die Leistungen der Kultur entschädigt, den sogen. "Fortschritt". Aber dieser Mechanismus funktioniert nur sehr unvollkommen, der innerpsychische Stau wird nur unzureichend abgebaut, "produziert Symptome" (Freud), wogegen die "Intoxination" (Freud) der "brutalste und effektivste Weg" ist - Intoxination, das sind "die Drogen", wobei es vollkommen gleichgültig ist, ob sie aus der Brauerei kommen, der Pharmazie oder vom dealer.
Von daher - ich gehe jetzt über den Inhalt von "Unbehagen" (wie das o.g. Werk meist kurz zitiert wird) hinaus - ist eine "Welt ohne Drogen" wenigstens heutzutage völlig undenkbar, der "war on drugs" von vorneherein ein Kampf gegen Windmühlen. Alles, was erreicht werden kann, ist ein Abdrängen in die Illegalität, was aber enorme "Nebenwirkungen" zeitigt, wie das Beispiel der US-amerikanischen Prohibition drastisch erkennen läßt: es entstehen "mafiöse" Strukturen von enormem ökonomischen und politischen Potential, die zT heute noch präsent sind - und einen Großteil des gesellschaftlichen Bedarfs an Drogen sehr effektiv befriedigen - allen rigiden Widerständen der "offiziellen" Gesellschaft zum Trotz.
[edit: der folgende Absatz wurde aufgrund eines dankenswerten wie diskreten Hinweises neu gefasst:]
Eine "Aufklärung" über die positiven Wirkungen von Drogen würde ein Anerkenntnis der Tatsache beinhalten, daß die Paradigmen, Dogmen und Tabus unserer Kultur eben jenes Bedürfnis nach "Intoxination" (Freud) einer innerpsychischen Spannung erzeugen und damit der Kultur, so wie sie sich heute in den von monotheistischen Religionen geprägten - psychoanalytisch gesprochen: ödipal geprägten - Teilen der Welt darstellt, ihre Legitimation entziehen, die beste aller möglichen Welten zu sein, was hieße: ihren eigenen Bankrott zu erklären und zu ihrer Beseitigung aufzufordern.
Mein Guru Sigmund Freud hat alldies sehr ausführlich und in sprachlich brillianter Art und Weise in "Das Unbehagen in der Kultur" von 1930 auf psychoanalytischer Grundlage dargestellt - das kleine Buch von ca. 150 Seiten ist auch ein Lesegenuß und wohlfeil erhältlich - von daher leichten Herzens zu empfehlen. Er hat nicht umsonst im gleichen Jahr den Goethepreis der Stadt Frankfurt a.M. erhalten, es gibt heute einen Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. Freud hat auch bewußt populärwissenschaftlich geschrieben, um die Psychoanalyse zu propagieren und um Geld zu verdienen (was ihm auch gelungen ist, er war in der 2. Lebenshälfte Einkommensmillionär, aber auch ein enorm großzügiger Mensch gegenüber seiner zahlreichen "Mischpoke" (zeitweise lebten über 30 Menschen in seinem Haushalt und auf seine Kosten), Freunden und Schülern). Von daher kann das Büchlein von jedem gelesen und verstanden werden, der über ein solides Abiturwissen verfügt - gleichgültig, ob er die Abiturprüfung abgelegt hat, oder nicht. Wer der psychoanalytischen Gedankenwelt fernsteht, muß ab und an gewisse Begriffe nachschlagen, was aber mit der Wiki-App für's phone ja kein Problem mehr ist.
Ich kann hier nur eine ganz grobe Skizze versuchen: Der "Kulturmensch" (Freud) wird durch unsere aktuelle Kultur an der Befriedigung seiner natürlichen psychischen Bedürfnisse weitgehend gehindert, wodurch ein Stau psychischer Anspannung, psychischer Energie erzeugt wird, die von "der Gesellschaft" ähnlich einer Steuer enteignet wird und gesellschaftlichen Zwecken ("Große Opfer und gewaltige Anstrengungen für Führer, Volk und Klimaschutz!") zugeführt wird. An den gesellschaftlichen Leistungen und Erfolgen nimmt der Kulturmensch im Wege von Projektion und Introjektion teil ("Deutschland ist Fußballweltmeister!" oder "Wir sind Papst!" oder "Mein Leben für den Verein!") und wird im übrigen durch die Leistungen der Kultur entschädigt, den sogen. "Fortschritt". Aber dieser Mechanismus funktioniert nur sehr unvollkommen, der innerpsychische Stau wird nur unzureichend abgebaut, "produziert Symptome" (Freud), wogegen die "Intoxination" (Freud) der "brutalste und effektivste Weg" ist - Intoxination, das sind "die Drogen", wobei es vollkommen gleichgültig ist, ob sie aus der Brauerei kommen, der Pharmazie oder vom dealer.
Von daher - ich gehe jetzt über den Inhalt von "Unbehagen" (wie das o.g. Werk meist kurz zitiert wird) hinaus - ist eine "Welt ohne Drogen" wenigstens heutzutage völlig undenkbar, der "war on drugs" von vorneherein ein Kampf gegen Windmühlen. Alles, was erreicht werden kann, ist ein Abdrängen in die Illegalität, was aber enorme "Nebenwirkungen" zeitigt, wie das Beispiel der US-amerikanischen Prohibition drastisch erkennen läßt: es entstehen "mafiöse" Strukturen von enormem ökonomischen und politischen Potential, die zT heute noch präsent sind - und einen Großteil des gesellschaftlichen Bedarfs an Drogen sehr effektiv befriedigen - allen rigiden Widerständen der "offiziellen" Gesellschaft zum Trotz.
[edit: der folgende Absatz wurde aufgrund eines dankenswerten wie diskreten Hinweises neu gefasst:]
Eine "Aufklärung" über die positiven Wirkungen von Drogen würde ein Anerkenntnis der Tatsache beinhalten, daß die Paradigmen, Dogmen und Tabus unserer Kultur eben jenes Bedürfnis nach "Intoxination" (Freud) einer innerpsychischen Spannung erzeugen und damit der Kultur, so wie sie sich heute in den von monotheistischen Religionen geprägten - psychoanalytisch gesprochen: ödipal geprägten - Teilen der Welt darstellt, ihre Legitimation entziehen, die beste aller möglichen Welten zu sein, was hieße: ihren eigenen Bankrott zu erklären und zu ihrer Beseitigung aufzufordern.
Re: Wie geht Aufklärung?
Oder fürs Fußvolk gesagt: Veränderung tut nunmal weh.
Danke für Deine Ausführung Herr Freno :)
Herrn Freud in allen Ehren. Aber der war auch nur ein Jünger seiner Zeit.
Ich sehe keine "ideale" Welt, weder mit noch ohne Drogen. Das ist nämlich gar nicht die Frage. Psychoaktive Substanzen sind nunmal da, genauso wie die Atemluft oder das Schnabeltier: zu beidem kann man seine Meinung haben, ändert aber nichts.
Wenn ich oben das Bild vom DHV Forum anschaue, dann braucht die Jugend glaub ich gar keine aufklärende staatliche institution: die kennen alle YouTube, die haben alle nen Smartfon. Die sind allesamt aufgeklärter als jeder verspießte 70er Jahre Direx der immer noch mit der Bedienungsanleitung von seinem FAX hadert. Oder der Bulle im Klassenzimmer der mit seinen Handschellen klimpert.
Da gibt keiner was auf "Drogen sind böse, mkay? Ihr wollt doch nicht böse sein mkay? Weil wer böse Drogen nimmt ist böse, mkay?"
Aber genau diesem Direx müssen wir wohl sagen wie die Welt heute funktioniert. Bzw ihn in Rente schicken endlich.
Vielleicht ist ja auch DAS Aufkärung: einfach kein Buhei mehr darum zu machen.
Es brauchte ja auch noch nie irgendwelche staatlichen Kampagnen und Repressionen um die Jugend davor zu schützen ihre Finger in den Fingerhut zu stecken oder ungefragt fremde Hunde zu tätscheln. In den meisten Ländern braucht es auch keine Gefängnisstrafen für das Lecken an Steckdosen, oder die Todesstrafe für Selbstmord. Geht auch wunderbar ohne.
Ohnehin finde ich es wichtiger über Extremismus aufzuklären und Medienkompetenz zu vermitteln.
Reefer Madness hat dabei durchaus noch eine geschichtliche Aufklärungsfunktion so wie zB Die Brücke.
Hat ersterer doch nur noch reinen Comedy-Unterhaltungswert, so träfen doch beide klassischen Lehrfilme den selben hoch aktuellen Kern: Kinder lasst euch nicht verarschen!
Schade dass es keine volksliberale Partei gibt, aber das ist ein anderes Thema.
Danke für Deine Ausführung Herr Freno :)
Herrn Freud in allen Ehren. Aber der war auch nur ein Jünger seiner Zeit.
Ich sehe keine "ideale" Welt, weder mit noch ohne Drogen. Das ist nämlich gar nicht die Frage. Psychoaktive Substanzen sind nunmal da, genauso wie die Atemluft oder das Schnabeltier: zu beidem kann man seine Meinung haben, ändert aber nichts.
Wenn ich oben das Bild vom DHV Forum anschaue, dann braucht die Jugend glaub ich gar keine aufklärende staatliche institution: die kennen alle YouTube, die haben alle nen Smartfon. Die sind allesamt aufgeklärter als jeder verspießte 70er Jahre Direx der immer noch mit der Bedienungsanleitung von seinem FAX hadert. Oder der Bulle im Klassenzimmer der mit seinen Handschellen klimpert.
Da gibt keiner was auf "Drogen sind böse, mkay? Ihr wollt doch nicht böse sein mkay? Weil wer böse Drogen nimmt ist böse, mkay?"
Aber genau diesem Direx müssen wir wohl sagen wie die Welt heute funktioniert. Bzw ihn in Rente schicken endlich.
Vielleicht ist ja auch DAS Aufkärung: einfach kein Buhei mehr darum zu machen.
Es brauchte ja auch noch nie irgendwelche staatlichen Kampagnen und Repressionen um die Jugend davor zu schützen ihre Finger in den Fingerhut zu stecken oder ungefragt fremde Hunde zu tätscheln. In den meisten Ländern braucht es auch keine Gefängnisstrafen für das Lecken an Steckdosen, oder die Todesstrafe für Selbstmord. Geht auch wunderbar ohne.
Ohnehin finde ich es wichtiger über Extremismus aufzuklären und Medienkompetenz zu vermitteln.
Reefer Madness hat dabei durchaus noch eine geschichtliche Aufklärungsfunktion so wie zB Die Brücke.
Hat ersterer doch nur noch reinen Comedy-Unterhaltungswert, so träfen doch beide klassischen Lehrfilme den selben hoch aktuellen Kern: Kinder lasst euch nicht verarschen!
Schade dass es keine volksliberale Partei gibt, aber das ist ein anderes Thema.
Zuletzt geändert von Steckling am Sa 15. Jan 2022, 08:23, insgesamt 1-mal geändert.
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BAD LAWS
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Re: Wie geht Aufklärung?
Das Problem ist leider, dass der Direx sich zu hundertprozent sicher ist, dass er recht hat und weiß wie die Welt funktioniert. Das was Du beschreibst ist nichts weiter als der typische "Konservative". Den kann man nicht überzeugen, der braucht selber gar keine Argumente, der weiß es einfach besser (Punkt).Steckling hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 03:35 Wenn ich oben das Bild vom DHV Forum anschaue, dann braucht die Jugend glaub ich gar keine aufklärende staatliche institution: die kennen alle YouTube, die haben alle nen Smartfon. Die sind allesamt aufgeklärter als jeder verspießte 70er Jahre Direx der immer noch mit der Bedienungsanleitung von seinem FAX hadert. Oder der Bulle im Klassenzimmer der mit seinen Handschellen klimpert.
Da gibt keiner was auf "Drogen sind böse, mkay? Ihr wollt doch nicht böse sein mkay? Weil wer böse Drogen nimmt ist böse, mkay?"
Aber genau diesem Direx müssen wir wohl sagen wie die Welt heute funktioniert. Bzw ihn in Rente schicken endlich.
Und davon gibt es leider viel zu viele.
"Der Hauptgrund für das Verbot von Cannabis ist der Effekt auf degenerierte Rassen. Cannabis lässt nicht-Weiße glauben, sie seien gleichwertig wie Weiße"
Harry Anslinger
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Re: Wie geht Aufklärung?
Korrekt. Eine Enthysterisierung ist nötig. Bei Hanf sowieso, und in ganz vielen anderen Bereichen auch.Steckling hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 03:35 Vielleicht ist ja auch DAS Aufkärung: einfach kein Buhei mehr darum zu machen.
Infos haben wir genug; auch seriöse. Die Kunst ist, sie im Wust des Internets zu finden. Diese Kunst nennt sich Medienkompetenz. Hier ist die große Stellschraube, die in eine bessere Zukunft weist. Es ist mal wieder - wen wundert's - die Bildung und Aufklärung, die uns weiter bringen könnte.
Was nun schnell kommen muss: die Entzauberung der Populisten. Diese nutzen das Internet als Echokammer. Mehr noch: sie erschaffen Parallelwelten, die ihre "Follower" vom realen Geschehen in der Welt abschotten. S. zB - als krassestes und gefährlichstes Beispiel - Trump. Nur mittels ignoranter Echokammern kann sich ein psychotischer Narzisst als Heiland generieren. Sobald man ihn an Tatsachen mißt fällt sein Nimbus zusammen.
Die Frage ist also: wie erstellt man eine Informations-Instanz, die von allen als neutral und glaubwürdig akzeptiert wird? Und wie bringt man die Leute dazu, diese Instanz zu nutzen, statt in isolierten Echokammern zu leben?
Mir ist klar, dass wir dabei große Gegenspieler haben: quasi die gesamte Boulevard-Presse, mit ihren Tentakeln bis in renommierte Medienhäuser. Es geht ihnen um Besitzstandswahrung und Einflußnahme. Ich denke schon, dass es so schlicht ist. Einen großen Weltverschwörungsplan "dahinter" sehe ich nicht. Dazu ist es einfach zu durchschaubar und zu primitiv.
Re: Wie geht Aufklärung?
Ich werde mal wieder polemisch: Aufklärung könnte nur so funzen, daß der Studienrat zu seinen Schülern sagt: "Alles, was ich ich Euch erzähle, ist totale sch***e, die nur dazu dient, Euch zu nützlichen Idioten zu machen, also vergesst es gleich wieder !"
Zu den Arkana des Lebens gehört es nun mal, daß man es - hoffentlich rechtzeitig - kapiert, daß die offiziellen Religionen, Ideologien, "Werte" und "wissenschaftliche Erkenntnisse" einer jeden Gesellschaft einfach nur dazu dienen, nützliche Idioten zu fabrizieren, die sich selbst mit ihrer Normkonformität ins Unglück leben und ein menschenwürdiges Dasein nur gegen diese Normen und im Verborgenen möglich ist.
Zu den Arkana des Lebens gehört es nun mal, daß man es - hoffentlich rechtzeitig - kapiert, daß die offiziellen Religionen, Ideologien, "Werte" und "wissenschaftliche Erkenntnisse" einer jeden Gesellschaft einfach nur dazu dienen, nützliche Idioten zu fabrizieren, die sich selbst mit ihrer Normkonformität ins Unglück leben und ein menschenwürdiges Dasein nur gegen diese Normen und im Verborgenen möglich ist.
Re: Wie geht Aufklärung?
Echokammern, Meinungsblasen, die gab es schon seit dem ersten Sorgerechtstreit. Nur rückt es jetzt ins allgemeine Bewusstsein, und das ist prima :) Jetzt nur noch daran gewöhnen, also enthysterisieren (danke für das Wort!), dann sehen wir bereits Fortschritt und Aufklärung live!
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Re: Wie geht Aufklärung?
Könnt Ihr Euch noch an "Wir kiffen!" von Stefan Raab erinnern ? :
Ratt-dadd-dadatt-daaaaaah ...
"Helmut Markwort der vom Focus
der raucht heimlich auf dem Lokus
(...)
Friedrich Merz von der Union
klaut das Zeug bei seinem Sohn"
undsoweiter undsoweiter
Es bräuchte einen Klaus Wowereit 2.0, der da als Großmufti der Reichshauptstadt oder wenigstens eine Umweltministerin der Republik Meck-Pomm, die da in die laufenden Kameras hauchte : "Ich kiffe - und das ist auch gut so !" Am besten wäre natürlich so 1 Jens Weidmann von der Bundesbank ... aber genug der Blütenträume !
Letzten September, als es noch sommerlich warm war, hatte ich am frühen Abend ein shooting in der "Spinnerei" in Leipzig. Das ist ne riesige alte Baumwollspinnerei wo jetzt lauter so Ateliers und Theater und Druckerei und kreativ und so ... äh ... ist. Und weil ich viel zu früh drann war (mit dem Fahrrad weiß man ja nie) und da kurz davor auf so einer Innenstadt-Brache mal wieder so ne öffentliche Party war mit trance-Disco-Mucke, bin ich da mal hin. Jede Menge junge Leute, viele Kinder und Hunde, Rumgetanze, Bier und Bratwürste ... und jede Menge stinknormaler Leute, nicht nur die "Langhaarigen" und Alternativen ... neben mir hockten 3 junge Leute im Gras, sahen aus, wie der Führungsnachwuchs von der Volx- und Raiffeisenbank ... und kaum saßen sie, packte einer die Mühle aus und wuselte einen 3-Blättchen-joint ... hab ich natürlich mitgewuselt.
Da fragt man sich: Brauchen wir denn eigentlich noch "Aufklärung" über Cannabis ? Bei uns in Leipzig eigentlich gohrnüscht.
Ratt-dadd-dadatt-daaaaaah ...
"Helmut Markwort der vom Focus
der raucht heimlich auf dem Lokus
(...)
Friedrich Merz von der Union
klaut das Zeug bei seinem Sohn"
undsoweiter undsoweiter
Es bräuchte einen Klaus Wowereit 2.0, der da als Großmufti der Reichshauptstadt oder wenigstens eine Umweltministerin der Republik Meck-Pomm, die da in die laufenden Kameras hauchte : "Ich kiffe - und das ist auch gut so !" Am besten wäre natürlich so 1 Jens Weidmann von der Bundesbank ... aber genug der Blütenträume !
Letzten September, als es noch sommerlich warm war, hatte ich am frühen Abend ein shooting in der "Spinnerei" in Leipzig. Das ist ne riesige alte Baumwollspinnerei wo jetzt lauter so Ateliers und Theater und Druckerei und kreativ und so ... äh ... ist. Und weil ich viel zu früh drann war (mit dem Fahrrad weiß man ja nie) und da kurz davor auf so einer Innenstadt-Brache mal wieder so ne öffentliche Party war mit trance-Disco-Mucke, bin ich da mal hin. Jede Menge junge Leute, viele Kinder und Hunde, Rumgetanze, Bier und Bratwürste ... und jede Menge stinknormaler Leute, nicht nur die "Langhaarigen" und Alternativen ... neben mir hockten 3 junge Leute im Gras, sahen aus, wie der Führungsnachwuchs von der Volx- und Raiffeisenbank ... und kaum saßen sie, packte einer die Mühle aus und wuselte einen 3-Blättchen-joint ... hab ich natürlich mitgewuselt.
Da fragt man sich: Brauchen wir denn eigentlich noch "Aufklärung" über Cannabis ? Bei uns in Leipzig eigentlich gohrnüscht.
Re: Wie geht Aufklärung?
Ich war mal bei der Bundespolizei in Koblenz wegen eines IT Projektes (nicht jeder war also Polizist), und als wir mittags essen waren und dann wieder zurück kamen, kamen wir an ein paar Heroin-Junkies vorbei, die sich gerade statt Heroin zu spritzen einen Joint drehten... der eine Kollege sagte daraufhin zum nächsten, dass sie das "gleich den Kollegen sagen müssen, damit sie hier mal aufräumen" - und das, obwohl ich mit jedem Einzelnen bis dahin gern zu Mittag essen war. Doch dann nicht mehr, ich behielt es aber für mich. Worauf ich hinaus will: So lange die Denke so ist, vor allem bei der Bullerei, so lange wird jede vernünftige Aufklärung wirklich Sinn machen!
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Re: Wie geht Aufklärung?
Auch dort ist eine Echokammer, die den "polizeilichen Blick" teilt. Dazu kommt: "Wer Macht hat wird sie mißbrauchen", ob es Sinn macht oder nicht. Leider auch eine Konstante des Homo Sapiens. Es ist das altbekannte Problem des "Sed quis custodiet ipsos custodes?"Cookie hat geschrieben: So 16. Jan 2022, 10:40 ... So lange die Denke so ist, vor allem bei der Bullerei ...
Die Soziologie lehrt uns, das sich in solchen Grupppen immer eine ungute Eigendynamik einstellt, wenn sie "unter sich" bleiben. Das betrifft mittlerweile leider viele Gruppen. Früher konnte man Kritik nicht einfach wegklicken, und das hielt diese Leute noch etwas in der existierenden gesellschaftlichen Breite. Das schwindet aber immer mehr.
Probates Gegenmittel: die Durchsetzung der Gruppen mit "Außenstehenden". Quasi "Praktikanten" aus der Mitte der Gesellschaft, die - ohne negative Konsequenzen für ihren weiteren Berufs- und Lebensweg befürchten zu müssen - Kritik öffentlich machen können, wenn eine Eigendynamik aus dem Ruder läuft. Das ist eine sehr wirkungsvolle Taktik, die Absurditäten frühzeitig abfängt.
Vorsorglich: niemand hat gesagt, dass es einfach wird!
Re: Wie geht Aufklärung?
Feindbilder werden liebevoll gepflegt, zB das Feindbild der Kiffer von den "Bullen". Ich werde nicht müde zu wiederholen: der Bundesverband Deutscher Kriminalbeamter fordert schon seit über 10 Jahren die Legalisierung von Cannabis - weil dort schon längst angekommen ist, daß Kiffer in ihrer ganz überwiegenden Mehrzahl ganz normale "sozial integrierte" Leute sind und das umgekehrte Feindbild von "assozialen Elementen", der "Einstiegsdroge" usw usw auch nicht stimmt, daß von vielen Autoritäten und Institutionen bis zu den C-Parteien bis heute immer noch gepflegt wird.
Die Strafverfolgungsbehörden sind an das Legalitätsprinzip gebunden - Handlungen, die vom Gesetzgeber als Straftaten definiert worden sind, müssen von den Strafverfolgungsbehörden verfolgt werden, so oder so, auch dann, wenn man bei den Strafverfolgungsbehörden die Überzeugung gewonnen hat, daß gewisse Straftaten - in der Regel Verbote - völlig unsinnig, gar kontraproduktiv sind. Die Strafverfolgungsbehörden stehen bis zum Hals in der Praxis und sind in der Regel für ihren Job - vom "Streifenhörnchen" bis zum Gerichtspräsidenten - sehr gut ausgebildet.
Die Leute, die "Poltik machen", diese Verbote erlassen oder aufheben, sind dagegen in der Regel komplette Ignoranten. Luzide war einmal die erfrischende Antwort des (verstorbenen) FDP-Politikers Möllemann, der unter Kohl in den 1990er Jahren gerade zum Wirtschaftsminister ernannt worden war, auf die Frage, was er denn als gelernter Volksschullehrer von Wirtschaft verstünde - die Antwort des frisch gekürten Wirtschaftsministers: "Ich verstehe überhaupt nichts von Wirtschaft - aber ich habe mir ein Buch gekauft !"
"Aufklärung" ist auch in der anderen Richtung von Nöten ! "Der Feind" ist nicht "der Bulle", sondern der Vollidiot in "der Politik", dessen einzige Kompetenzen Demagogie und Intrige sind.
Die Strafverfolgungsbehörden sind an das Legalitätsprinzip gebunden - Handlungen, die vom Gesetzgeber als Straftaten definiert worden sind, müssen von den Strafverfolgungsbehörden verfolgt werden, so oder so, auch dann, wenn man bei den Strafverfolgungsbehörden die Überzeugung gewonnen hat, daß gewisse Straftaten - in der Regel Verbote - völlig unsinnig, gar kontraproduktiv sind. Die Strafverfolgungsbehörden stehen bis zum Hals in der Praxis und sind in der Regel für ihren Job - vom "Streifenhörnchen" bis zum Gerichtspräsidenten - sehr gut ausgebildet.
Die Leute, die "Poltik machen", diese Verbote erlassen oder aufheben, sind dagegen in der Regel komplette Ignoranten. Luzide war einmal die erfrischende Antwort des (verstorbenen) FDP-Politikers Möllemann, der unter Kohl in den 1990er Jahren gerade zum Wirtschaftsminister ernannt worden war, auf die Frage, was er denn als gelernter Volksschullehrer von Wirtschaft verstünde - die Antwort des frisch gekürten Wirtschaftsministers: "Ich verstehe überhaupt nichts von Wirtschaft - aber ich habe mir ein Buch gekauft !"
"Aufklärung" ist auch in der anderen Richtung von Nöten ! "Der Feind" ist nicht "der Bulle", sondern der Vollidiot in "der Politik", dessen einzige Kompetenzen Demagogie und Intrige sind.
Re: Wie geht Aufklärung?
Von welchem Feindbild sprichst Du denn? Es waren nicht mal "Bullen" dabei, sondern Zivilangestellte, trotzdem arbeiteten sie für die Polizei und haben sich deren "Gewohnheiten" zu eigen gemacht. Außerdem habe ich es live und in Farbe mitbekommen, es war also keine "Einbildung eines Kiffers"! Legalitätsprinzip? Gilt hier nicht. Haben sie darüber nachgedacht, dass das, was sie vorhaben, wesentlich gesünder ist als das, was die "Delinquenten" normalerweise machen? Leider nein.
Zuletzt geändert von Cookie am Di 18. Jan 2022, 08:55, insgesamt 3-mal geändert.
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Re: Wie geht Aufklärung?
Für eine Legalisierung sind idR Leute mit höherer Bildung. Das ist in der Polizei nicht anders als in der Gesellschaft.Freno hat geschrieben: Mo 17. Jan 2022, 20:21 ... der Bundesverband Deutscher Kriminalbeamter fordert schon seit über 10 Jahren die Legalisierung von Cannabis
Es gibt aber auch Problemviertel mit dem dort vorherrschenden Dreiklang aus Gewalt, Drogen und Bildungsferne. Wenn du dort als "Streifenhörnchen" eingesetzt wirst, dann lernst du: Dope findet sich fast immer. Das prägt dein Weltbild. Es findet keine intellektuelle Analyse statt, ob das Polytoxer sind. Es ist ein Problemviertel und die Delinquenten kiffen. Punkt. - Ich kenne ein paar Kriminaler, die mir genau diese Eigendynamik des "polizeilichen Blicks" bestätigt haben. Und Polizeireviere, die in Problemvierteln angesiedelt sind, haben eine starke Tendenz selbst zu Problem-Revieren zu werden. - Ganz normale rekursive, soziologische Mechanismen sind das. Leider.
Da sind wir uns einig. "Divide et impera" funktioniert halt einfach sehr gut, und die populistischen Politiker nutzen das. Und davon gibt es leider immer mehr."Der Feind" ist nicht "der Bulle", sondern der Vollidiot in "der Politik", dessen einzige Kompetenzen Demagogie und Intrige sind.
Re: Wie geht Aufklärung?
@ prepe
Die bundesdeutschen slums - meist als "soziale Brennpunkte" oder "Beobachtungsgebiete" euphemisiert - habe ich in der ostzonalen Variante in Leipzig kennengelernt: Leipzig-Grünau ist eines der größten geschlossenen Plattenbaughettos des real existierenden Sozialismusses und wird hier im Volxmund zutreffend "Blockistan" genannt. Von der Stadtverwaltung und "den Intellektuellen" wird das heruntergespielt, teils des Renommées, teils der Gutmenschlichkeit wegen ... Dort herrscht ein unerklärter Krieg und in diesem Rahmen, quasi als Kriegslist, wird Cannabis instrumentalisiert nach der Melodie von "Der Richter und sein Henker" von Dürrenmatt: wenn man denen, die man wegen brutaler Straftaten auf dem Kieker hat, aber ihnen nix nachweisen kann, das Handwerk legen will, nutzt man jede Möglichkeit und die Gerichte, die auch nicht dümmer sind, als die Bullerei, gehen das in der Regel mit. Al Capone hat auch nicht wegen Mord, Erpressung oder krimineller Vereinigung gesessen - sondern wegen Steuerhinterziehung.
Meine Sicht auf die Bullerei ist eben eine andere, eher positive - im Gegensatz zum "comon sense" hier in diesem Forum. Ich vermute, daß beruht auf unterschiedlichen Lebenserfahrungen. Okay - Arschlöcher gibt es überall, also auch bei der Bullerei, aber sie sind verhältnismässig selten und werden regelmässig unter "sozialer Kontrolle" gehalten, weil sie nämlich nix als Ärger veranstalten: Ermittlungsverfahren und Strafprozesse, bei denen nix herauskommt, sondern oftmals sogar Schadensersatzansprüche gegen die Staatskasse.
Polizisten auch in den niederen Rängen werden regelmässig hochqualifiziert fortgebildet und sammeln eine ganz aussergewöhnliche "Lebenserfahrung" an. Sie erleben tagtäglich Menschen in Stress- und Ausnahmesituationen - das bildet ungemein. Ein "Streifenhörnchen" mit 10 Jahren Berufserfahrung weiß weitaus mehr über die soziale Realität in diesem unserem Lande, als jeder promovierte Diplom-Soziologe.
Wissen wird nicht durch akademische "Wissenschaft" geschaffen - sondern durch konkret-praktische Auseinandersetzung mit dem "realen Leben", der Arbeit an der "matérie inerte" iSv Sartre.
Die bundesdeutschen slums - meist als "soziale Brennpunkte" oder "Beobachtungsgebiete" euphemisiert - habe ich in der ostzonalen Variante in Leipzig kennengelernt: Leipzig-Grünau ist eines der größten geschlossenen Plattenbaughettos des real existierenden Sozialismusses und wird hier im Volxmund zutreffend "Blockistan" genannt. Von der Stadtverwaltung und "den Intellektuellen" wird das heruntergespielt, teils des Renommées, teils der Gutmenschlichkeit wegen ... Dort herrscht ein unerklärter Krieg und in diesem Rahmen, quasi als Kriegslist, wird Cannabis instrumentalisiert nach der Melodie von "Der Richter und sein Henker" von Dürrenmatt: wenn man denen, die man wegen brutaler Straftaten auf dem Kieker hat, aber ihnen nix nachweisen kann, das Handwerk legen will, nutzt man jede Möglichkeit und die Gerichte, die auch nicht dümmer sind, als die Bullerei, gehen das in der Regel mit. Al Capone hat auch nicht wegen Mord, Erpressung oder krimineller Vereinigung gesessen - sondern wegen Steuerhinterziehung.
Meine Sicht auf die Bullerei ist eben eine andere, eher positive - im Gegensatz zum "comon sense" hier in diesem Forum. Ich vermute, daß beruht auf unterschiedlichen Lebenserfahrungen. Okay - Arschlöcher gibt es überall, also auch bei der Bullerei, aber sie sind verhältnismässig selten und werden regelmässig unter "sozialer Kontrolle" gehalten, weil sie nämlich nix als Ärger veranstalten: Ermittlungsverfahren und Strafprozesse, bei denen nix herauskommt, sondern oftmals sogar Schadensersatzansprüche gegen die Staatskasse.
Polizisten auch in den niederen Rängen werden regelmässig hochqualifiziert fortgebildet und sammeln eine ganz aussergewöhnliche "Lebenserfahrung" an. Sie erleben tagtäglich Menschen in Stress- und Ausnahmesituationen - das bildet ungemein. Ein "Streifenhörnchen" mit 10 Jahren Berufserfahrung weiß weitaus mehr über die soziale Realität in diesem unserem Lande, als jeder promovierte Diplom-Soziologe.
Wissen wird nicht durch akademische "Wissenschaft" geschaffen - sondern durch konkret-praktische Auseinandersetzung mit dem "realen Leben", der Arbeit an der "matérie inerte" iSv Sartre.
Re: Wie geht Aufklärung?
Schon richtig, "Arschlöcher gibt es überall, also auch bei der Bullerei", aber ich glaube dass Du etwas grundsätzlich missverstehst, wenn Du meinst es sei "common sense hier in diesem Forum", dass alle so denken bzgl. der Polizei - auch hier in diesem Forum ist das nicht der Fall, im Gegenteil. Es gibt nur einige Bereiche, in denen würden wir uns mehr Anstand wünschen und keine Machtspielchen. Allerdings glaube ich leider auch, dass die Vernünftigen bei der Polizei eher die Minderheit darstellen, zumindest sagt mir das meine Erfahrung, aber auch die kann das Ergebnis meines falschen Eindrucks sein. Wer weiß.
Was aber auffällt, sind die bisweilen dämlichen Stimmen aus jener Richtung, die geradezu nach Aufklärung schreien... wenn die nicht wären, würden wir allgemein anders denken. Jede Wette
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Was aber auffällt, sind die bisweilen dämlichen Stimmen aus jener Richtung, die geradezu nach Aufklärung schreien... wenn die nicht wären, würden wir allgemein anders denken. Jede Wette
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Re: Wie geht Aufklärung?
Einen "common sense" sehe ich hier nicht, wir sind doch alle ziemlich verschieden meine ich.
Haben aber alle ein gemeinsames Interesse. Und innerhalb dieser Schnittmenge verständigen wir uns Bildungs- und Kulturübergreifend. Super :)
Ich habe doch überhaupt nichts gegen die Pozilei, sie sollte aber zuweilen sinnvoller ausgerichtet werden.
Ich unterscheide da auch bewusst zwischen der Polizei als Institution, und dem Mensch Polizist vor mir.
Ich bin ohnehin dafür dass die allererste "Aufklärung" zum Thema Cannabis darin bestehen sollte, einfach zu enthysterisieren. "Cannabis normal" eben... was anbei auch für manch anderes Thema gilt.
Und warum ich überhaupt darüber lamentiere? Es wird doch gefordert: wenn Legalisierung, dann nur mit Aufklärung etc. Gut dann soll die Aufklärung aber eben auch in alle Richtungen erfolgen. Und dazu gehört es dann eben auch dass der ganze Einstiegsdrogen Quatsch samt Rattenschwanz aus den Lehrbüchern entfernt wird.
Wir sollten nur einige gute Ideen vorbringen können, sonst nehmen wieder nur die alten Vorstellungen diese Positionen für sich ein.
Ich mein ja nur dass es sicher nicht schadet sich zeitig Vorschläge zu überlegen.
Haben aber alle ein gemeinsames Interesse. Und innerhalb dieser Schnittmenge verständigen wir uns Bildungs- und Kulturübergreifend. Super :)
Ich habe doch überhaupt nichts gegen die Pozilei, sie sollte aber zuweilen sinnvoller ausgerichtet werden.
Ich unterscheide da auch bewusst zwischen der Polizei als Institution, und dem Mensch Polizist vor mir.
Ich bin ohnehin dafür dass die allererste "Aufklärung" zum Thema Cannabis darin bestehen sollte, einfach zu enthysterisieren. "Cannabis normal" eben... was anbei auch für manch anderes Thema gilt.
Und warum ich überhaupt darüber lamentiere? Es wird doch gefordert: wenn Legalisierung, dann nur mit Aufklärung etc. Gut dann soll die Aufklärung aber eben auch in alle Richtungen erfolgen. Und dazu gehört es dann eben auch dass der ganze Einstiegsdrogen Quatsch samt Rattenschwanz aus den Lehrbüchern entfernt wird.
Wir sollten nur einige gute Ideen vorbringen können, sonst nehmen wieder nur die alten Vorstellungen diese Positionen für sich ein.
Ich mein ja nur dass es sicher nicht schadet sich zeitig Vorschläge zu überlegen.
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Re: Wie geht Aufklärung?
Hier gibt es schon einen comon sense: "Wer kifft, hat immer Recht, weil kiffen ist 1 Menschenrecht" usw und wer Kiffer verfolgt oder nicht dagegen ist, das Kiffer verfolgt werden ist ein neoliberales faschistisches Arschloch, daß wo Haß und Hetze verbreitetet usw.
"Aufklärung" erfolgt von ganz alleine durch die "Gosse 2.0", in der früher auch die Sexualaufklärung stattgefunden hatte. Auch die erfolgt heute im Internet - dem "sexnet" - auch wenn die Schullehrer immer noch was von Bienchen und Blümchen und Liebe und Vielfalt ( = Übernahme der heteronormativen Einfalt) undsoweiter erzählen und das von den immer noch sehr vielen "Klemmies" unter den Schüler auch noch gerne geglaubt wird.
Vor 3 Jahren hatte ich mal miterlebt, wie eine Gruppe von so 14-16 jährigen Junx sich am Cospudener See mitten in das "Betriebsgelände" der schwul-promiskuitiven Szene geflatscht hatten - aber diese Junx wollten nur in Ruhe einen kiffen und als das - im wesentlichen durch die "Geruchsglocke" - klar geworden ist, hat der schwule Betrieb seinen Fortgang genommen (und die juvenilen Kiffer werden da - hoffentlich ! - auch die eine oder andere Anregung mitbekommen haben).
"Aufklärung" durch Institutionen der "offiziellen Gesellschaft" funzt nie, weil diese Aufklärung immer heißt: verzichten - Opfer bringen - gewaltige Anstrengungen auf sich nehmen - sich ausnehmen lassen und - wenn's hart kommt - sich für das Gemeinwohl bzw den Klimaschutz totschießen lassen, oder andere totschießen, köpfen oder vergasen. "Aufklärung" ist immer nur: Indoktrination.
"Aufklärung" erfolgt von ganz alleine durch die "Gosse 2.0", in der früher auch die Sexualaufklärung stattgefunden hatte. Auch die erfolgt heute im Internet - dem "sexnet" - auch wenn die Schullehrer immer noch was von Bienchen und Blümchen und Liebe und Vielfalt ( = Übernahme der heteronormativen Einfalt) undsoweiter erzählen und das von den immer noch sehr vielen "Klemmies" unter den Schüler auch noch gerne geglaubt wird.
Vor 3 Jahren hatte ich mal miterlebt, wie eine Gruppe von so 14-16 jährigen Junx sich am Cospudener See mitten in das "Betriebsgelände" der schwul-promiskuitiven Szene geflatscht hatten - aber diese Junx wollten nur in Ruhe einen kiffen und als das - im wesentlichen durch die "Geruchsglocke" - klar geworden ist, hat der schwule Betrieb seinen Fortgang genommen (und die juvenilen Kiffer werden da - hoffentlich ! - auch die eine oder andere Anregung mitbekommen haben).
"Aufklärung" durch Institutionen der "offiziellen Gesellschaft" funzt nie, weil diese Aufklärung immer heißt: verzichten - Opfer bringen - gewaltige Anstrengungen auf sich nehmen - sich ausnehmen lassen und - wenn's hart kommt - sich für das Gemeinwohl bzw den Klimaschutz totschießen lassen, oder andere totschießen, köpfen oder vergasen. "Aufklärung" ist immer nur: Indoktrination.
Re: Wie geht Aufklärung?
Ähh, lies mal Aufklärung. Es geht also um rationales Denken und dessen Vermittlung, und nicht um "die Aufklärung" der 70er und 80er, wie sie in "Eis am Stiel" dargeboten wird
Re: Wie geht Aufklärung?
Ich habe eine eigene Definition von "Aufklärung": so nenne ich den Prozess der Rekrutierung von Kanonenfutter durch eine kommende Elite für den Barrikadenkampf gegen eine weichende Elite. Kann sich jedoch die bekämpfte Elite behaupten, so handelt es sich bei dieser Rekrutierung nicht um "Aufklärung" sondern um Demagogie, Volksverhetzung o.ä.
-
whiteamnesiahaze
- Beiträge: 6
- Registriert: Di 10. Mai 2022, 09:52
Aufklärung/Werbung
Die Legalisierung rückt näher, aber da stellt sich die Frage, wie denn Aufklärung und bewusster Konsum vor allem jüngeren Menschen dargebracht werden soll.
Da kommende Generationen mit Cannabis noch vertrauter gemacht werden und es immer mehr wie Alkohol zum Gesellschaftsding wird, muss man ja auch über bewussten Konsum aufklären.
Wie denkt ihr soll das ablaufen?
Soll da irgendwas bezüglich in der Schule behandelt werden , Abschreckungen wie bei Zigaretten gemacht werden oder dass man auch über die Vorteile spricht?
Da kommende Generationen mit Cannabis noch vertrauter gemacht werden und es immer mehr wie Alkohol zum Gesellschaftsding wird, muss man ja auch über bewussten Konsum aufklären.
Wie denkt ihr soll das ablaufen?
Soll da irgendwas bezüglich in der Schule behandelt werden , Abschreckungen wie bei Zigaretten gemacht werden oder dass man auch über die Vorteile spricht?
Re: Aufklärung/Werbung
Hallo liebes whiteamnesiahaze
noch dabei?^^
Deine Sorge ist absolut begründet, und danke dass du so unaufgeregt und besonnen fragst.
Ich hoffe an der richtigen Adresse^^ Nun, ich geb mir Mühe deine Angst in eine konstruktive Bahn zu animieren.
Zum ersten ist es so dass Cani vollständig etablierte gesellschaftliche Realität ist.
Da wird kein neues Faß aufgemacht. Mit der Legalisierung wird keine dritte Volksdroge eingeführt, denn sie ist fester Bestandteil unserer Kultur und Konsumgewohnheit.
Wir wollen jedoch einen vernünftigen ideologiefreien Umgang mit dieser Realität, und erachten Strafverfolgung für kein passendes Mittel.
Polizisten die im Klassenzimmer Horrorgeschichten absondern gehören nicht zur Aufklärung, sondern in die Köpfe derer die noch mit dem "Struwelpeter" als Inbegriff für die Ära der Schwarzen Pädagogik stehen. Meine Kinder nehmen keine Drogen, aber nicht aus irgendwelchen Regularien oder Strafandrohungen heraus, sondern weil wir immer einen offenen zwischenmenschlichen Umgang geführt haben aus dem gefestigte Junge Menschen mit Selbstkontrolle und Eigenverantwortung resultierten. Darum gehts: die Jugend in ihrer Persönlichkeit zu stärken.
Das betrifft alle Lebens- und Bildungsbereiche, nicht nur Drogen.
Am praktischen Beispiel eine kleine Anekdote aus meinem Leben, wenn du magst:
Mein Neffe (damals 15) klingelte am späten Abend unverhofft an meiner Tür. Er war zum ersten mal bekifft, und der unvertraute Rausch hat ihn ziemlich übermannt. Er traute sich nicht nach Hause aus Angst vor der drohenden Bestrafung. Er hat vor Angst gezittert - nicht weil der Rausch so schlimm gewesen wäre, sondern wegen all den Horrormärchen und der Strafandrohung.
Glücklicherweise wusste er dass ich immer für ihn dasein würde, und dass ich Ahnung habe, und dass ich ihn ernstnehmen und nicht verurteilen oder gar die Bullen rufen würde. Vertrauen ist das Schlüsselwort.
Ich hab dann alles geregelt. Hab seine Eltern informiert dass alles gut ist und er bei mir ist. Dann hat er nen riesigen Kakao und ne Stulle bekommen, dann noch eine, und dann noch eine^^ und er durfte sich -sichtlich glücklich- sein ganzes Herz ausschütten, und mir jeden blöden Kifferquatsch erzählen, und es war wundervoll. (ugs.: runterquatschen) Sein Horror war vorbei. Hab ihn später nach Hause begleitet, und nachdem ich seine Eltern beruhigt habe (sie vertrauen mir und meinem Urteilsvermögen vollkommen) war auch kein weiteres Drama nötig.
Heute (26, mit abgeschlossener Ausbildung im Wunschberuf) kommt er manchmal vorbei, voller Stolz dass er mit Drogen und so kein Problem hat. Am Wochenende mal einen rauchen, aber auch nur wenn schönes Wetter ist^^ wie er es nennt.
Er hat also Konsumkontrolle, Selbstvertrauen und Kompetenz, was einen gefestigten Menschen ausmacht. Und was will man seiner Familie mehr wünschen?
Dein Kind wird irgendwann früher oder später mit den Herausforderungen des menschlichen Daseins konfrontiert werden. Dazu gehören auch Drogen, Pornos, Medien, Schulden, Krankheit, Verschwörungen, Populismus und Religionen und was weis ich noch alles an Zuständen die einem Angst machen.
Mache Dein Kind stark und selbstbewusst - dann werden auch Drogen nicht zu einem Problem.
Einfach aufhören Panik zu schieben, und bedingslos vertrauen, denn die Kids sind bereits viel aufgeklärter als man glauben möchte. Und wenn dann doch mal was schief läuft, dann will man doch dass die Kinder trotzdem zu einem kommen, und nicht aus Angst Hilfe beim Dealer suchen.
Hoffe Dir einen Anstoß gegeben zu haben. Frag gern weiter nach, denn das ist ein absolut grundlegendes Thema.
noch dabei?^^
Deine Sorge ist absolut begründet, und danke dass du so unaufgeregt und besonnen fragst.
Ich hoffe an der richtigen Adresse^^ Nun, ich geb mir Mühe deine Angst in eine konstruktive Bahn zu animieren.
Zum ersten ist es so dass Cani vollständig etablierte gesellschaftliche Realität ist.
Da wird kein neues Faß aufgemacht. Mit der Legalisierung wird keine dritte Volksdroge eingeführt, denn sie ist fester Bestandteil unserer Kultur und Konsumgewohnheit.
Wir wollen jedoch einen vernünftigen ideologiefreien Umgang mit dieser Realität, und erachten Strafverfolgung für kein passendes Mittel.
Polizisten die im Klassenzimmer Horrorgeschichten absondern gehören nicht zur Aufklärung, sondern in die Köpfe derer die noch mit dem "Struwelpeter" als Inbegriff für die Ära der Schwarzen Pädagogik stehen. Meine Kinder nehmen keine Drogen, aber nicht aus irgendwelchen Regularien oder Strafandrohungen heraus, sondern weil wir immer einen offenen zwischenmenschlichen Umgang geführt haben aus dem gefestigte Junge Menschen mit Selbstkontrolle und Eigenverantwortung resultierten. Darum gehts: die Jugend in ihrer Persönlichkeit zu stärken.
Das betrifft alle Lebens- und Bildungsbereiche, nicht nur Drogen.
Am praktischen Beispiel eine kleine Anekdote aus meinem Leben, wenn du magst:
Mein Neffe (damals 15) klingelte am späten Abend unverhofft an meiner Tür. Er war zum ersten mal bekifft, und der unvertraute Rausch hat ihn ziemlich übermannt. Er traute sich nicht nach Hause aus Angst vor der drohenden Bestrafung. Er hat vor Angst gezittert - nicht weil der Rausch so schlimm gewesen wäre, sondern wegen all den Horrormärchen und der Strafandrohung.
Glücklicherweise wusste er dass ich immer für ihn dasein würde, und dass ich Ahnung habe, und dass ich ihn ernstnehmen und nicht verurteilen oder gar die Bullen rufen würde. Vertrauen ist das Schlüsselwort.
Ich hab dann alles geregelt. Hab seine Eltern informiert dass alles gut ist und er bei mir ist. Dann hat er nen riesigen Kakao und ne Stulle bekommen, dann noch eine, und dann noch eine^^ und er durfte sich -sichtlich glücklich- sein ganzes Herz ausschütten, und mir jeden blöden Kifferquatsch erzählen, und es war wundervoll. (ugs.: runterquatschen) Sein Horror war vorbei. Hab ihn später nach Hause begleitet, und nachdem ich seine Eltern beruhigt habe (sie vertrauen mir und meinem Urteilsvermögen vollkommen) war auch kein weiteres Drama nötig.
Heute (26, mit abgeschlossener Ausbildung im Wunschberuf) kommt er manchmal vorbei, voller Stolz dass er mit Drogen und so kein Problem hat. Am Wochenende mal einen rauchen, aber auch nur wenn schönes Wetter ist^^ wie er es nennt.
Er hat also Konsumkontrolle, Selbstvertrauen und Kompetenz, was einen gefestigten Menschen ausmacht. Und was will man seiner Familie mehr wünschen?
Dein Kind wird irgendwann früher oder später mit den Herausforderungen des menschlichen Daseins konfrontiert werden. Dazu gehören auch Drogen, Pornos, Medien, Schulden, Krankheit, Verschwörungen, Populismus und Religionen und was weis ich noch alles an Zuständen die einem Angst machen.
Mache Dein Kind stark und selbstbewusst - dann werden auch Drogen nicht zu einem Problem.
Einfach aufhören Panik zu schieben, und bedingslos vertrauen, denn die Kids sind bereits viel aufgeklärter als man glauben möchte. Und wenn dann doch mal was schief läuft, dann will man doch dass die Kinder trotzdem zu einem kommen, und nicht aus Angst Hilfe beim Dealer suchen.
Hoffe Dir einen Anstoß gegeben zu haben. Frag gern weiter nach, denn das ist ein absolut grundlegendes Thema.
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Re: Aufklärung/Werbung
Ich bin immer noch für eine Ideologiefreie, filmische Aufklärung. Die Kinder holen sich die Infos selbst, die sie brauchen.whiteamnesiahaze hat geschrieben: Mi 8. Jun 2022, 23:26 Die Legalisierung rückt näher, aber da stellt sich die Frage, wie denn Aufklärung und bewusster Konsum vor allem jüngeren Menschen dargebracht werden soll.
Da kommende Generationen mit Cannabis noch vertrauter gemacht werden und es immer mehr wie Alkohol zum Gesellschaftsding wird, muss man ja auch über bewussten Konsum aufklären.
Kekse die Schmerzen lindern.
https://youtu.be/mGIQ3r8a3P0
Mein Bruder war süchtig nach Cannabis - Warnsignale, Entzugserscheinungen, Tipps zum aufhören
https://www.youtube.com/watch?v=eMmnK5zABow
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
Re: Wie geht Aufklärung?
Aufklärung fängt in den Schulen an. Sinnig wäre: "Wir haben hier ein paar Filme zum Thema Drogen, die sehen wir uns nun an". Und dann ist es wichtig, dass jugendgerechte, unabhängige und vor allem glaubhafte Filme dargeboten werden.
Zum Beispiel Rezo und MaiLab wären passende Quellen. Wenn Rezo dann noch - seine Spezialität - eine Linkliste mit weiterführenden Links präsentiert, dann holt man interessierte Jugendliche dort ab, wo sie sowieso sind: im Netz.
Auf das bisher in den Schulen dargebotene Horrormaterial mit erhobenem Zeigefinger kann man jedenfalls getrost verzichten. Das ist ja eher Ansporn denn Aufklärung. Zumindest ging es mir so.
Diese o.g. Quellen wären natürlich auch allgemein nutzbar. Für Senioren könnte man ja auf Lesch verweisen.
Es ist - glaube ich - wichtig, dass man glaubhafte Prominenz einbindet, um schnell eine Aufklärungs-Wirkung zu erzielen. Und schnelles Handeln ist nötig, wenn die Regierung tatsächlich relativ zügig in die Pötte kommt.
Was ich befürchte: die Kultusminister ziehen nicht mit, um das schnell in die Lehrpläne zu bekommen. Da sitzen idR Betonköpfe, die sich keinen Millimeter bewegen werden.
Zum Beispiel Rezo und MaiLab wären passende Quellen. Wenn Rezo dann noch - seine Spezialität - eine Linkliste mit weiterführenden Links präsentiert, dann holt man interessierte Jugendliche dort ab, wo sie sowieso sind: im Netz.
Auf das bisher in den Schulen dargebotene Horrormaterial mit erhobenem Zeigefinger kann man jedenfalls getrost verzichten. Das ist ja eher Ansporn denn Aufklärung. Zumindest ging es mir so.
Diese o.g. Quellen wären natürlich auch allgemein nutzbar. Für Senioren könnte man ja auf Lesch verweisen.
Es ist - glaube ich - wichtig, dass man glaubhafte Prominenz einbindet, um schnell eine Aufklärungs-Wirkung zu erzielen. Und schnelles Handeln ist nötig, wenn die Regierung tatsächlich relativ zügig in die Pötte kommt.
Was ich befürchte: die Kultusminister ziehen nicht mit, um das schnell in die Lehrpläne zu bekommen. Da sitzen idR Betonköpfe, die sich keinen Millimeter bewegen werden.
- FraFraFrankenstein
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Re: Wie geht Aufklärung?
Der erste Satz war schon mal Goldrichtig. Es geht aber erst mal nicht um die Kinder. Es müssten zuerst mal die Lehrer, der Direktor und seine Gattin, der Hausmeister und dann das ganze Rathaus, die Feuerwehr und Polizisten geschult werden.pepre hat geschrieben: Do 9. Jun 2022, 11:45 Aufklärung fängt in den Schulen an. Sinnig wäre: "Wir haben hier ein paar Filme zum Thema Drogen, die sehen wir uns nun an". Und dann ist es wichtig, dass jugendgerechte, unabhängige und vor allem glaubhafte Filme dargeboten werden.
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Was ich befürchte: die Kultusminister ziehen nicht mit, um das schnell in die Lehrpläne zu bekommen. Da sitzen idR Betonköpfe, die sich keinen Millimeter bewegen werden.![]()
1.07.2022 CRAC
Offener Brief an alle Eltern, Lehrer, Direktoren, Bürgermeister, Mitarbeiter der Stadtwerke, Feuerwehrleute, Polizisten,...Eure Kinder werden irgendwann einmal an Drogen kommen und müssen dann Wissen darüber besitzen, sonst kann es schlimm enden. Ihr seid dafür verantwortlich, dass eure Kinder im richtigen Alter "Drogenkompetent" werden, sonst nehmen sie zu viel davon oder mischen die Drogen und sterben daran. Etwa 10 % der Weltbevölkerung nimmt Drogen, trotz teils drakonischer Strafen. Verbote helfen hier nichts, nur die Aufklärung verhindert schlimme Unfälle mit Substanzen.
- Cannabis macht extrem chillig.
- Rauch gehört nicht in die Lungen.
- Alkohol ist was für den Tank oder zur äusseren Anwendung.
- Cannabis ist keine Einstiegsdroge und war es auch niemals.
Heroin und Codein ist fast dasselbe. (Nein, ihr sollt es nicht spritzen.)
Kokain ist ein weisses Pulver, aber das ist Zucker und Koffein auch.
Früher war Kokain mal im Wein, dann war es in der Cola und jetzt ist es überall auf der Welt, wegen der Prohibition.
Ich lüge Sie nicht an. Sie können alles im Internet oder in Fachbüchern nachlesen. Das kann ich nur empfehlen.
Vergessen sie alles, was ihnen ihre Eltern oder der Pfarrer über Drogen beigebracht haben, denn das ist Wissen aus dem Märchenbuch.
Jedesmal wenn ich Konservativen etwas nützliches über Drogen beibringen will, stoße ich auf eine Mauer der Dummheit. "Mit Drogen (und Bildung) habe ich nichts zu tun." heißt es dann häufig und das Gespräch ist schon wieder beendet.
Bildung tut nicht weh! Schadet zumindest nichts. www.dhs.de/infomaterial
Ein informiertes "Nein, ich nehme diese Substanz nicht ein, weil sie mir schadet!"vom Jugendlichen, ist mehr Wert, als ein nebliges, allgemeines Drogenverbot (welches eh nicht mehr gilt, sobald sie aus dem Haus sind).
Allein in der EU werden jährlich mehrere Milliarden Euro in illegalen Drogen umgesetzt, die kriminellen Organisationen steuerfrei zufließen. Hauptsächlich Cannabis und Kokain aber auch Crystal Meth.
So große Gefängnisse gibt es nicht, um alle wegzusperren. Auch stören die Kriminellen gelegentliche Funde von ein paar Tonnen durch Ermittler kein bisschen. Ein Legalisierungsansatz wäre hier effizienter. Der Krieg gegen Drogen ist verloren und war schon immer zum Scheitern verurteilt.
In Indonesien zum Beispiel, ist der Drogenkonsum mit dem Tode bedroht. Kann ja sein, dass Ihnen das Schicksal von Drogenkonsumenten vollkommen egal ist, ich hoffe nur, dass Ihnen Ihre Kinder nicht egal sind, auch wenn sie mal Drogen nehmen.
Sie selbst werden durch das bloße Wissen über Drogen nicht selbst automatisch zum Drogensüchtigen. Nur zu einem aufgeklärten Menschen, der die Wirkung von Substanzen einschätzen kann.
Zumindest sollte man die Anwendungsweise,Wirkung und Suchtpotenzial von den häufigsten Drogen kennen. Da wären zu nennen: Alkohol, Tabak, Cannabis, Kokain,MDMA, Crystal Meth,Heroin,LSD.
Mischkonsum ist gefährlich und kann tödlich enden!
Das Hauptproblem mit der Aufklärung ist, dass Leute, die es nicht betrifft, absolut kein Interesse haben, sich da Wissen anzueignen. Ihnen sind Leute die Drogen nehmen vollkommen egal, ausser dass sie natürlich keine Drogen nehmen dürfen, weil es ja verboten ist.
Wenn man ihnen klar machen könnte, dass einmal ihr Leben von dem Drogenwissen abhängen kann, sähe die Sache schon wieder anders aus. Wenn also der Notarzt mal ehrlich wäre und den Patienten sagen würde: "Ach hätten Sie doch blos nicht Kokain, Alkohol, Speed und Benzos miteinander gemischt, auch wenn Sie es sich finanziell leisten können.
Ihr Körper ist jetzt jedenfalls absolut gegen Drogen und stellt gleich den Betrieb ein, weil diese Menge ein Nashorn töten könnte. Warum soll ich meine Zeit mit Ihnen verschwenden, wenn Sie keine Ahnung von einer gesunden Lebensweise haben. Ich habe noch andere Patienten, denen ich noch helfen kann, wenn ich nicht ihre Hand halten muss. Ausserdem bin ich total übermüdet und bräuchte mal ein paar Tage frei. Leben Sie wohl."
FraFra Frankenstein
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C