Seite 2 von 2
Re: Protestmailer an die SPD
Verfasst: Fr 28. Jun 2013, 10:07
von His Master's Voice
Wow. So einen Brief von Seiten einer "VOLKS"-Partei muss man erst mal verdauen.
@BD und Gerd
Eure Antworten sind sehr gut und kann ich komplett 1:1 unterschreiben. Insbesondere Gerds Ausführungen zur aktiven Verhinderung eines regulierten Marktes durch die SPD sind exakt in meinem Sinne formuliert. Danke.
Mit dem Hinweis auf die angebliche SOLL-Bestimmung haben sich die Verantwortlichen als vollkommen unqualifiziert geoutet.
Entweder sie haben einfach keine Ahnung von den Gesetzen auf die sie sich berufen oder sie verdrehen bewusst die Tatsachen. In beiden Fällen haben sie sich für mich als wählbare Partei endgültig disqualifiziert.
Ich höre jetzt auf hier zu schreiben. Bin echt in Rage angesichts dieser Hybris und sinne auf gepfefferte Reaktionen.
wtf
EDIT: Bin zwar selbst nicht bei FB, aber vielleicht auch eine Möglichkeit der Antwort:
https://www.facebook.com/SPD
kam mir gerade in den Sinn...
Verfasst: Fr 28. Jun 2013, 10:19
von Fischkopf
Na lasst das lieber mit dem schreiben wenn ihr sauer seid,damit untergrabt ihr nur euer Wort. Nutzt die Energie für andere Sachen, speichert die Mail ab und sendet das ganze morgen. Ich finde wir sollten anfangen mal die Mail zu zerpflücken und eine gemeinsame Protest-Antwort entwerfen.
Mir ist wichtig folgendes anzumerken : ich habe nie eine wirkliche Prävention spüren können. In der schule ging mal nen Tag lang sone Frau rum,hat mit uns über drogen und Gewalt gesprochen. Das wars. Die nächste Unterstützung bekommt man,wenn man schon lange abgerutscht ist. Die Schüler kiffen ja sogar schon fast regelmäßig in den pausen,das nenne ich absoluten kontrollverlust. Von wegen gesundheits-blabla, vorbeugende Maßnahmen werden schon lange von regionalen suchtberatern gefordert, nix passiert. Man wartet, bis die Statistiken den richtigen wert erreichen und klopft sich auf die Schultern. Wir brauchen hierbei also einige suchtberater um sie die richtigen aussagen machen zu lassen, kennt jemand welche? Natürlich legen wir denen nicht die Worte auf die Zunge, aber wenn sie vernünftig sind haben sie hierzu sicher eine logische Haltung.Doktoren wären gut, oder ne Uni oder so, was namenhaftes.
Die Aussage der Konsum wird steigen bei höherem Angebot halte ich für angreifbar. Man kann die jetzige nachfrage und das Angebot nicht repräsentativ messen.wenn man so argumentieren will, dann heisst es : die Illegalität lässt den preis steigen und die nachfrage somit sinken. Wenn man Gras versteuert, so wie mit Tabak, dann kann man auch die Nachfrage regulieren und somit die Sucht eindämmen,weil der Preis erhöht ist. Man bräuchte dazu eine Aussage eines guten volkswirts, so einer wie bofinger oder so. Auf den würden die SPD Leute hören.haha, ich ruf ihn mal eben an
Der hanfverband ist eine Lobby und ist auf Profit aus : dann würden wir ja jetzt alle die Schnauze halten, wir bitten ja gerade darum steuern zu zahlen. Verkaufen kann man jetzt auch, jedenfalls ist ein bedarf da. Eine reine Profitgier würde stillschweigen bedeuten, wir sind ja eben KEINE Dealer.
Mehr hab ich mir nicht gemerkt. Ich lese mir die Mail nachher nochmal durch.
Re: Protestmailer an die SPD
Verfasst: Fr 28. Jun 2013, 12:59
von Gerd50
Fischkopf schrieb:
Ich finde wir sollten anfangen mal die Mail zu zerpflücken und eine gemeinsame Protest-Antwort
entwerfen.
Ich denke in diesem Fall ist es wichtig, das der Parteivorstand der SPD möglichst viele individuelle
Antworten erhält. Damit die H***w****** sehen, das Freunde und Unterstützer des DHV auch
selbständig denken können. Eine passende Antwort des DHV wird Georg sicher formulieren.
Re: Protestmailer an die SPD
Verfasst: Fr 28. Jun 2013, 18:34
von chris_HD
@4Auge:
Ich sehe an beiden Stellen immer noch nicht die Zahlen 525.000 bis 750.000 und 220.000 und schon gar nicht
die Zuordnung "problematischer" Konsument und "abhängiger" Konsument, respektive.
Sagt die SPD z.B. implizit:
12- bis 17-jährige Jugendliche mit 12-Monatsprävalenz = problematischer Konsum?
Abhängiger Konsument = 3-Monatsprävalenz???
Ein unerhörtes SPD-Geschwafel!
Re: Protestmailer an die SPD
Verfasst: Sa 29. Jun 2013, 07:33
von 4Auge
chris_HD hat geschrieben:@4Auge:
Ich sehe an beiden Stellen immer noch nicht die Zahlen 525.000 bis 750.000 und 220.000 und schon gar nicht
die Zuordnung "problematischer" Konsument und "abhängiger" Konsument, respektive.
Da hatte ich falsch geschaut - ist schon unter Punkt 4.1
Mein Fehler. Aber es steht da.
chris_HD hat geschrieben:
Ein unerhörtes SPD-Geschwafel!
Wenn ich mir da den Drogenbericht anschaue, muss ich schon diese "Quelle" in Frage stellen!
Dieser sagt klar (bei geschätzten 4 Mio Kriminellen, eehhhm
Konsumenten)
1/4 der Nutzer haben ein problematisches bzw. abhängiges Konsummuster. Punkt.
Wie definiert sich denn bitte dieses?
Die Zahlen werden aufgeführt - somit lässt sich der SPD zumindest nicht vorwerfen, sie hätten sich die Zahlen aus der Nase gezogen.
Re: Protestmailer an die SPD
Verfasst: Sa 29. Jun 2013, 07:45
von frekase
Sehr geehrter Herr ...,
vielen Dank für Ihre E-Mail zur Legalisierung von Cannabis, die vom Deutschen Hanfverband als Massenmail verfasst wurde. Der Deutsche Hanfverband ist eine Firma

, die zugunsten ihrer teils gewerblichen Sponsoren

aus Deutschland und dem Ausland als Lobby für die Legalisierung von Cannabisprodukten wirbt. Wir möchten darauf hinweisen, dass es dabei auch um wirtschaftliche

Interessen geht.
Das ist leider ein Totaschlag-Kriterium, was "andere" immer bringen können. Vielleicht mal ne DHV e.V Ausgründung starten....
Re: Protestmailer an die SPD
Verfasst: Sa 29. Jun 2013, 08:59
von DrGonzo
frekase hat geschrieben:
Das ist leider ein Totaschlag-Kriterium, was "andere" immer bringen können. Vielleicht mal ne DHV e.V Ausgründung starten....
das ist immer mal wieder ein thema. ein e. v. ist der dhv aus organisatorischen gründen nicht.
siehe dazu auch meinen beitrag:
https://hanfverband-forum.de/viewtopic.p ... ein#p10861
Re: Protestmailer an die SPD
Verfasst: Sa 29. Jun 2013, 09:53
von frekase
Ich weiß, die Firmenstruktur soll effizienter sein...Sei dahingestellt ob ja oder nein.
Fakt ist aber, dass jeder immer das Argument bringen kann, dass ja eine Privatfirma "dahintersteckt".
Da nützt es auch nichts, wenn Georg das hier oder da mal erklärt...die sehen nur: Privatfirma.
Von daher, warum keine e.V.
ausgründen...nebendem DHV als Firma halt noch ein DHV. e.V. der vom DHV unterstützt wird.
Der e.V. darf halt nicht gewinnorientiert handeln, nur für die Sache. Spenden kann der Verein ja von der Mutti DHV bekommen. Macht die "Politik" ja auch so...
Re: Protestmailer an die SPD
Verfasst: Sa 29. Jun 2013, 11:53
von TheBeginning
ein DHV e.V. wäre wirklich eine super Sache.
Ich denke alleine schon dadurch würden sich auch wesentlich mehr Mitstreiter gewinnen lassen.
Die SPD sieht den DHV derzeit als Privatfirma, welche im Interesse der Cannabisprodukt Lobby handelt.
Somit möchte Sie diese Lobby auch garnicht erst so richtig in Fahrt bringen lassen.
Der DHV als Privatfirma schreckt immernoch zuviele potentielle Mitstreiter und Spender ab...
Re: Protestmailer an die SPD
Verfasst: Sa 29. Jun 2013, 12:22
von DrGonzo
ich sehe das anders!
ich glaube nicht, dass es einen großen unterschied macht ob der protestmailer von bspw. cannabis colonia e.v. versendet wird oder von dhv. der dhv hat aber wahrscheinlich die größere reichweite. bei cannabis colonia e.v. sähe die antwort der spd, bis auf den ersten absatz, ähnlich aus.
jetzt noch einen dhv e.v. zusätzlich zu gründen würde imho nur ressourcen fressen.
(der dhv besteht aus 3 festen mitarbeitern und einem prakti.)
wenn die struktur des einzelunternehmens abschreckend wirkt, dann können/sollten diese menschen doch den cannabis colonia e.v. untersützen. die freuen sich sicherlich
zurück zum protestmailer - wenn sich hier jemand bereit erklärt die koordination und durchführung eines protestmailers (der hoffentlich bald an die cdu geht) zwischen dhv und cannabis colonia e.v. (oder ähnlicher npo) zu übernehmen fände ich dieses vorhaben durchaus überlegenswert!
generell sollten sich die einzelnen aktivistenverbände gut vernetzen, anstatt sich (weiter) zu zerschlagen.