[CDU RP/DPA] ... In einem Antrag, der am Donnerstag (14. November) im Landtag diskutiert werden soll, wird von der Ampel-Landesregierung eine Initiative im Bundesrat verlangt. Die Bundesregierung müsse aufgefordert werden, das Cannabis-Gesetz sofort außer Kraft zu setzen. Gensch sagte, die Cannabis-Freigabe habe zu mehr Konsum und zu einer höheren Nachfrage nach Marihuana und Haschisch geführt. Der Bedarf könne mit legalem Eigen-Anbau und von Cannabis-Clubs nicht mal ansatzweise gedeckt werden, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete. Mit einer legalen Produktion sei frühestens in ein paar Monaten zu rechnen. Angesichts dessen pumpten kriminelle Banden in großem Stil Drogen in den Markt. «Wir stehen vor einer rasant zunehmenden, immer brutaler werdenden Drogenkriminalität.» ...
Faktenfreies Wahlkampfgetöse. Bzw: wahrscheinlich glaubt er sein Gegeifere selbst.
Das einzige, was stimmt: für eine Bedarfsdeckung braucht es mindestens Säule Zwei: #CemAmZug.
Landtagsabgeordneter Torsten Welling (CDU, RP): „Die Realität zeigt genau das Gegenteil: Der Schwarzmarkt floriert, die Nachfrage steigt, und Kriminelle profitieren massiv. Wir dürfen diese Entwicklung nicht hinnehmen.“ ...
Mal wieder unverfrorene Fakenews und Law&Order-Hymnen.
„Die CDU steht für eine Politik, die die Gesundheit der Menschen und die Sicherheit der Gesellschaft in den Vordergrund stellt“, so Welling abschließend.
Klar, Millionen von Menschen zu Straftätern zu machen ist gut für deren Gesundheit.
"Geschenk für Kriminalität": CSU will Kiffen wieder verbieten
...
"Das Cannabis-für-alle-Gesetz ist ein Geschenk für die organisierte Kriminalität geworden", sagte der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, der Deutschen Presse-Agentur. Er werde daher in möglichen Koalitionsverhandlungen die Frage stellen: "Was ist durch dieses Gesetz eigentlich besser geworden? Ich erkenne da nichts. ...
Ich schon: mindestens 4 Millionen Menschen droht keine strafrechtliche Existenzvernichtung mehr.
... "Deswegen muss es in der Tat rückabgewickelt werden." ...
Das "in der Tat" soll wohl - wie bei Dr. Alpecin - Seriosität signalisieren.
... "Erschreckend, wie Gesetz durchgedrückt worden ist" ...
Das gilt wohl eher für die gesamte Prohibition.
Summa summarum das übliche CSU-Gewäsch aus Fake-News und Populismus.
PS: was ist dieses "Law & Order" eigentlich? Im Wortsinne und de facto eine Schwächung der Trennung zwischen Legislative, Judikative und Exekutive. Somit ist das verfassungswidrig.
Mit dem Begriff „Bubatz“ konnte Kanzlerkandidat Merz zunächst nichts anfangen. Auf dem Live-Streaming-Portal Twitch sagte er nach dem TV-Duell bei ARD und ZDF auf die Frage, ob „Bubatz“ legal bleibe: „Bleibt was legal?“ Daraufhin die Moderatorin: „Bubatz“. Merz antwortete: „Was ist Bubatz?“ Die Moderatorin: „Gras.“
Merz sagte dann: „Also wenn Sie meinen, Cannabis, dann sage ich: Nein, wir wollen das wieder korrigieren.“ Die Union halte die Legalisierung von Cannabis für falsch. „Es gibt eine explodierende Beschaffungskriminalität zu diesem Thema und ich möchte meine Kinder und Enkelkinder davor schützen, dass sie legal solche Drogen nehmen, die die Einstiegsdrogen sind für harte Drogen.“
Der Merz kann echt nix außer Populismus. Oder er ist tatsächlich so intelligent wie trockene Getreidehalme.
Merz sagte dann: „... ich möchte meine Kinder und Enkelkinder davor schützen, dass sie legal solche Drogen nehmen, die die Einstiegsdrogen sind für harte Drogen.“
Dabei ist es gerade der illegale Markt, der es -wenn überhaupt- zu einer Einsiegsdroge macht. Dann werden seine Kinder und Enkelkinder illegal "solche Drogen" nehmen und dann weitere. (Ist übrigens nur eine Droge, aber natürlich kommt die in die Schublade mit allen anderen illegalen Substanzen) Also genau das was er verhindern will wird eher passieren mit seinem Vorhaben.
Wenn ich so was schon lese, von wegen "Kinder schützen"... Bin selber Vater von 2 Kindern und fände unkontrolliertes Trinken viel schlimmer als wenn hier und da mal ein Joint geraucht würde. Das ist auch überhaupt kein "whataboutism", sondern eine Frage von Abwägung, Entscheidung und vor allem sinnvoller Alternativen. Und überhaupt, wenn jmd. zur Sucht neigt, dann ist eine Cannabisabhängigkeit wohl am Ende noch das kleinere Übel - also wenn ich in meinem Leben so viel gesoffen hätte, wie ich gekifft habe dann hätte ich aber jetzt ein großes Problem.
Verstehe auch überhaupt nicht, warum an der Stelle immer noch diskutiert wird. Der soll lieber die Ursachen von Sucht und Abhängigkeit, bspw. soziale Ängste etc., angehen anstatt hier nur rumzumeckern.
Genau so ein uninformierter Quatsch hat doch über Jahre dazu geführt, dass das am Ende keiner mehr Ernst nimmt und richtige Aufklärung über Drogen sogar noch verhindert wird. Die eigentliche Aufklärungsarbeit machen doch die viel gescholtenen Süchtigen, die sich in Foren registrieren und neuen Usern Infos aus erster Hand geben (z.B. Safer-Use oder zu "Abhängigkeit, wie kam es dazu?").
Herr Merz hat einfach keine Ahnung und sammelt lieber Stimmen bei den Ultrarechten ein, als sich sinnvoll mit der Cannabisthematik auseinander zu setzen. Man sollte sich von der CDU aber nicht all zu sehr ins Bockshorn jagen lassen: Wer ist eigentlich mehr, die 30 % CDU-Wähler oder die Millionen von Cannabiskonsumenten (m.E. müssten das nämlich ähnliche Werte sein)?
Bin felsenfest überzeugt: Damit kommt Merz nie im Leben durch...
Will man so ein einseitiges Zeug eigentlich immer und immer wieder lesen? Ist doch für den Blutdruck eh viel besser, dass dieses Geschreibsel hinter ner Bezahlschranke versteckt ist und dann auch noch die FAZ - die haben da so einen unsympathischen Schreiberling, der wohl auch Winzer oder Weinkönigin oder so ist (irgendwas mit Wein halt...) und dauernd gegen Cannabis anschreibt.
Finde es immer wieder bemerkenswert, wie in regelmäßigen Abständen solche Artikel aus der Versenkung geholt werden. Selbst bei ZON (Zeit) kommt dauernd dieselbe Laier von "dem bösen Cannabiskraut". Tatsächlich ist jedoch überhaupt nichts erwähnenswertes passiert, also nichts was über nen 2-Zeiler vom Katzentisch aus hinaus gehen würde und 2 Zeilen wären da schon echt viel. Aber trotzdem: Alle paar Wochen wird immer ein bestimmter Artikel rausgekramt um schön der CDU das Wort zu reden. Eigentlich sollte man dieses Käseblatt dafür meiden, aber dann bliebe für mich ja nur noch die taz...
Ich muss echt lachen, wenn nur einer was von "Lügenpresse" sagt, ja dann sind sie alle beleidigt und empört - die Union ja neuerdings auch, weil sich der Protest gegen Rechts nun auch gegen sie selber richtet. Aber Hauptsache vom Wahlplakat aus was von Politikwechsel faseln und das ausgerechnet mit der CDU - Politikwechsel, wie lächerlich... Wohin denn? In die Autokratie oder gleich in die Diktatur??? Halten die mich eigentlich alle für blöd, oder wie ist das? Ein "Politikwechsel" mit der CDU??? Häh...?????
Ich hätte übrigens auch noch was zur Sammlung beizutragen (Quelle: Abgeordnetenwatch.de):
Hier die Einlassungen eines Herrn Bernd Baumann (AfD) vom 05.07.2024 auf die Frage nach der Cannabisverbotspolitik:
"Cannabis ist heute ausweisliche vieler Experten eine Einstiegsdroge. Deshalb lehnen wir Liberalisierungen an dieser Stelle ab.
Cannabis war zugleich die Modedroge der 68er Bewegung. Die gesamte Drogenproblematik kam erst mit den politisch-kulturellen Umbrüchen von 1968 so richtig in Fahrt. Drogenkonsum wurde „Lifestyle“ der politisch linken „Gegenbewegung“ gegen die bürgerliche Gesellschaft – mit Hippies, Aussteigern, Kommunarden usw. Von da aus wurde Drogenkonsum über die Jahrzehnte mehr und mehr Teil immer größerer Teile der Gesellschaft.
Für einen linksgrünen Mainstream sind die Cannabisbefreiungen ein später politischer Sieg. Wir lehnen das ab."
Cannabis ist doof, weil Hippies doof sind und eine ...tadaaaaaaaaaaaaaa: Einstiegsdroge
Ach ja, der Herr Frei von der CDU hat auch prompt auf meine Anfrage geantwortet:
"Sehr geehrter Herr B.,
ehrlicherweise kann ich Ihre Aufregung nicht nachvollziehen. Zudem sehe ich auch keine schrille Debatte. Wir als CDU sehen die Cannabislegalisierung der Ampel kritisch und lehnen diese ab. Dies tun wir mit sachlichem Ton und Argumenten und bieten den Menschen eine parlamentarische Stimme, die eine ähnliche Sicht auf das Thema haben wie wir. Die Einschränkung des medizinischen Gebrauchs von Cannabis steht auch mit uns im Übrigen nicht zur Debatte. Eine Zusammenarbeit mit der AfD wie bei allen anderen Themen kommt für uns auch an dieser Stelle im Übrigen nicht in Frage.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei"
Ich soll mich nicht so aufregen... wenn mir 8 Polizisten wegen eines anonymen Anrufes mal eben die Bude zerlegen. Eine Cannabisverordnung auf BTM-Rezept war ja auch nie ein großes Ding, Gras war ja quasi die ganze Zeit schon wie ein OTC...
Hier aber der eigentliche Skandal:
Richter Hold von den Freien Wählern am 04.09.2023:
"Ich habe kein Problem damit, wenn sich gereifte Erwachsene gelegentlich mal einen Joint drehen. Die Wissenschaft ist sich aber einig, dass Cannabis die Hirnentwicklung bei Menschen bis 25 Jahren massiv beeinträchtigt, Ärzte berichten mir zunehmend von Jugendlichen, die sich regelrecht "dumm gekifft" hätten und einer deutlichen Zunahme von Cannabis-bedingten Psychosen.
Zudem sind die Erfahrungen in Ländern mit Legalisierung sehr ernüchternd. Der Schwarzmarkt spielt dort weiterhin eine wichtige Rolle, Dealer bringen dort aber zunehmend härtere Drogen an den Mann bzw. Frau, Jugendliche und auch Kinder. All die gesundheitlichen Gefahren sind dem Bundesgesundheitsminister bekannt, sonst würde er ja nicht in einem Atemzug die Notwendigkeit verstärkter Prävention und Aufklärung anmahnen. Dass dies nur leeres Gerede ist, ergibt sich andererseits daraus, dass die Bundesregierung zeitglich die Mittel für Drogenprävention massiv kürzt!
Geradezu grotesk finde ich, dass die Bundesregierung Cannabis legalisiert, das sie als gefährlich erkannt hat und zugleich die Werbung für Süßigkeiten und fette Lebensmittel weitgehend verbietet. Das passt nicht zusammen!"
Die Urteilsbegründet lautet: Leck mich am ArXXX ... ich meine, die Grünen sind doof und deshalp ist Kiffen doof.
Im Erst, das geht doch gar nicht - gerade weil es auch noch von einem Richter kommt. Wenn das einer zufällig liest und irgendwann mal vor Gericht landet: Den Schuldspruch nicht akzeptieren und darauf verweisen, dass es überhaupt nicht mehr um die Sache geht, sondern einzig und allein um politisches Gezänk und das auf Kosten unliebsam gewordener Bürger. Ich würde in jedem Fall versuchen, dem Richter eine politische Befangenheit zu unterstellen und einen entsprechenden Antrag stellen - ob es am Ende klappt, sei mal dahingestellt...
Ich habe noch was, wobei hier eigentlich nicht so ganz passend weil ein wenig aus der Zeit gefallen: Zu Beginn der Coronapandemie hat der Zoll doch ganz gezielt tausende von Samenbestellungen aus den NL abgefangen. So weit so schlecht, aber die Begründung seinerzeit die macht mich heute noch fassungslos. Finde leider den passenden O-Ton nicht mehr, aber sinngemäß hieß es: "Weil die Leute ja wegen Kontaktsperren und Ausgehverbote kein Gras mehr beim Dealer kaufen können, wird nun halt vermehrt zu Hause angebaut".
Nein, keine Bewertung der Coronapolitik und ja, auch noch vor dem 01.04.2024, zeigt mir dieser Vorfall doch sehr bildhaft wie bösartig der CDU-Staat gegen seine unliebsamen Bewohner vorgeht - quasi aus Langeweile gezielt Leute wegen eines "kleinen Verbrechens" kriminalisiert und das obwohl der übergeordnete Zusammenhang dieser Aktion doch sehr viel schwerwiegender und zudem sogar noch lebensbedrohlich war. Im Bayernland war es ja vor diesem Hintergrund sogar bei Strafe verboten alleine auf einer Parkbank zu sitzen und ausgerechnet ein Herr Söder will heute alle offenen Coronaverfahren einstellen lassen, weil er ja endlich seinen "Frieden haben will". Jemand hetzt im Bierzelt gegen Klimaaktivisten, die Grünen, Flüchtlinge, Kiffer und sogar Arbeitslose und faselt gleichzeitig was von "Frieden wollen" und Grundlage für die Rücknahme des CanG ist dann eine BILD-Schlagzeile, oder wie hat man sich das letztendlich eigentlich vorzustellen?
Da meine Samenlieferung mit sage und schreibe 5 Samen damals mit dabei war, weiß ich auch aus erster Hand dass es hierbei auch definitiv NICHT gegen die Organisierte Kriminalität ging. Nur wenn man damals doch derart akribisch gegen kleine Eigenanbauer vorgegangen ist, warum beschwert man sich dann heute so vehement wegen der Amnestieregelung über die angebliche Arbeitsüberlastung der Behörden?
Die Coronamaßnahmen haben ja für sich genommen schon viel kaputt gemacht und die Gesellschaft sogar bis in die Familien hinein gespalten, aber viel schlimmer noch, haben sie damit gleichzeitig die AfD auf ihr heutiges Umfrageniveau gehievt (m.E.) und damit das politische Klima vollends - bis zum heutigen Tage - vergiftet und trotzdem: Die Union verbucht den ca. 20 %-igen Stimmenanteil der AfD einfach mal für sich und sieht sich damit in ihren total verbrämten Ansichten quasi noch bestätigt.
Ironischerweise verspricht uns dieselbe CDU jetzt in AfD-Manier vom Wahlplakat aus sogar einen kompletten "Politikwechsel" (Umsturzphantasien ?!?) und macht überflüssigerweise sogar noch Wahlkampf mit dieser vollkommen kleinkarierten Rücknahme des CanG, so als hätte auch nur ein CDU-Wähler in irgendeiner Form einen Vorteil davon. Kann man Freiheitsrechte von anderen überhaupt so mir nichts dir nichts wieder "zurücknehmen", oder sammeln wie hier schon fleißig für eine etwaige Klage beim BVG?
Der vorliegende Post wird jetzt zwar nicht jedem gefallen, aber ich finde es aus irgendeinem Grund doch noch mal erwähnenswert...
Dass Cannabis-Konsum Psychosen auslösen kann, ist bekannt. Doch kann auch der Schock eines plötzlichen Cannabis-Entzugs Auslöser für Schizophrenie oder Manie sein? Forscher haben mehr als 1600 Studien und 400.000 Patientenakten nach solchen Fällen durchsucht.
Ja, auf die Welt® ist halt Verlass.
Diese intentiöse Studie gehört in diese Kategorie:
...möglich infolge eines etwaigen Schlafentzuges über mehrere Tage, ja. Aber als Absetzerscheinung von Cannabis gleich eine Woche komplett nicht schlafen und das wird dann vom Betroffenen auch so hingenommen ohne mal wenigstens auf die Idee zu kommen, dass man ja u.U. auch ein Schlafmittel hätte einnehmen können? Ich weiß zwar dass so was bspw. im Opiumentzug vorkommt und dann auch wirklich GAR NICHTS hilft zum Einschlafen, aber bei Gras? Nein... hierfür ich bin zu viel in Drogenforen unterwegs und "kiffe" selber seit 30 Jahren, davon hätte ich zumindest mal gehört. Das erscheint mir doch wieder alles merkwürdig konstruiert zu sein.
Im Ernst: Ja, es kann einem schon zusetzen wenn man aufhört zu kiffen und zusätzlich zur schlechten Laune nicht mehr richtig einschlafen kann. Man sollte so was auch nicht klein reden und vor allem beim Spaßkonsum zusehen, dass es nicht doch zu einer Art von Gewohnheit wird (allein schon weil dann auch das "besondere Erlebnis" flöten geht...).
Nur wenn hier so dermaßen auf die Kacke gehauen wird, quasi wie in "1001 Nacht", wird das am Ende keiner mehr Ernst nehmen - im Grunde wird die eigentliche Aufklärungsarbeit damit nur noch weiter hintertrieben als ohnehin schon.
Aber wenn jemand eh zur Sucht neigt, dann doch lieber "kiffen" als Alkoholiker. Ein Alkoholentzug allein in der Wohnung kann tödlich enden und muss in jedem Fall stationär erfolgen, aber da könnte man mal sehen was ein echter Entzug ist. Würde gerne mal mit solchen Schreiberlingen in eine Entzugsklinik gehen und ihm die wirkliche Verelendung zeigen. Auch wenn "rechtsdumm" noch so oft was von "whataboutism" faselt, es ist ganz sicher nicht das böse Cannabis vor dem meine 17-jährige Tochter beschützt werden muss.
Dass Cannabis-Konsum Psychosen auslösen kann, ist bekannt. Doch kann auch der Schock eines plötzlichen Cannabis-Entzugs Auslöser für Schizophrenie oder Manie sein? Forscher haben mehr als 1600 Studien und 400.000 Patientenakten nach solchen Fällen durchsucht.
Ja, auf die Welt® ist halt Verlass.
Die Richtung der Studie (https://www.cambridge.org/core/journals ... BA2FADB4E1) ist allerdings sehr interessant, da es viele Wissenslücken bzgl. der Interaktionen und Reaktion auf Veränderungen im Endocannabinoidsystem bei Schizophrenie gibt. Auch wenn hier nur auf etwas hingewiesen werden kann, Ergebnisse recht vage sind und Medien sich drauf stürzen.
Gibt es hier eigentlich Vergleichsstudien mit med. Cannabis? Auf mich wirkt das Gras aus der Apotheke irgendwie viel "sauberer", ohne dass es da mental zu nennenswerten "Spitzen" kommt - auch nicht bei einem THC-Gehalt von 31 % (!). Ich könnte mir eher vorstellen, dass es dieses "böse" Cannabis so gar nicht gibt, sondern dass die negativen Begleiterscheinungen eher in der Illegalität (u.U. Beimengungen oder kein merkbarer CBD-Anteil?!) begründet sind...
"Nun bekommt dieser gesellschaftliche Dauerkonflikt neues Futter: Denn die Ärztekammer Schleswig-Holstein fordert eine Rücknahme der Cannabis-Legalisierung. Auch die Unionsparteien CDU/CSU wollen das aktuelle Gesetz ändern - eher direkt wieder abschaffen."
Ich muss aber gleich dazusagen, ich habe den Mist nicht gelesen. Finde es aber immer bedenklich, wenn irgendein Geschreibsel einfach kritiklos von der dpa übernommen wird und der Inhalt dann den ZON Abonnenten noch nicht mal zur Diskussion gestellt wird - deshalb lese ich sowas auch erst gar nicht... Am meisten wurmt mich aber, dass dieser Shice mal wieder vollkommen anlasslos und ungefragt verbreitet wird - m. W. sieht das CanG nämlich erst für Oktober ein Zwischenfazit vor, also wieder mal reine Stimmungsmache und ZON ist auch wieder mit dabei. Wenn ich einen Verlag hätte, würde es auf jeden Fall kein feiges Abschreiben von irgendwelchen Agenturen geben um sich anschließend dahinter zu verstecken. Sind sich die Verantwortlichen eigentlich der rechtlichen Konsequenzen (nach alter Gesetzeslage) für die Konsumenten bewusst und wenn ja, wäre das dann nicht vollkommen empörend wenn hier ohne konkreten Anlass immer und immer wieder die Stimmung angeheizt wird?
Einerseits wird sich beschwert, dass der Schwarzmarkt noch nicht ganz weg ist und wenn sich Leute ihr Zeug jetzt legal aus der Apotheke holen, dann ist es auch wieder verkehrt und es werden sogar noch böse Absichten unterstellt und am besten gleich mit dem Strafrecht gedroht (als wäre man ein Mörder oder Kinderschänder). LoL, dann sagt es doch gerade heraus: Ihr sog. "Ministerin" wollt einfach kein Kiffen und ob sich die Leute gestrecktes Zeug reinpfeifen ist euch doch letzten Endes vollkommen scheiXXegal. Drugchecking ist ja auch doof - man will ja schließlich keine Konsumanreize setzen, gelle. Dann doch lieber Tote als Berauschte!
Ich nenne das menschenverachtend, erinnert mehr an ein Umerziehungslager als eine funktionale Demokratie...
...und noch einer, den ich aufgrund der dort enthaltenen "Prioritätenliste" dann wohl doch eher den Prohibitionisten zuordnen wollen würde - ich fasse gerne zusammen:
"Deswegen müssten drei Dinge unternommen werden, um das Cannabis-Gesetz weiterzuentwickeln, forderte Behrens. Zum einen müssten die legalen Möglichkeiten, Cannabis zu erwerben, verbessert werden - etwa in lizenzierten Geschäften wie bei Alkohol und Tabak. Zweitens brauche die Polizei mehr Instrumente, um illegalen Drogenhandel zurückzudrängen. Und drittens müsse ein vernünftiger Kinder- und Jugendschutz erreicht werden."
Kommt ja eh öfters vor, dass die Überschrift extrem reißerisch gehalten ist und der Artikel das ganze dann wieder etwas entschärft. Aber allein die Überschrift riecht schon so nach dem "Sprech" der Prohibitionisten, da hat man dann eh keine Lust mehr weiterzulesen (davon ab, keine eigene Recherche der Zeit sondern nur von der dpa abgeschrieben).
Der Artikel ist mir heute aber auch schon mehrfach im Netz begegnet und ich habe wirklich nur per Zufall gesehen, dass es hierbei um eine SPD-Ministerin ging (dachte halt an CDU und dem "Irrweg" der Legalisierung - wozu dann weiterlesen?).
Warum aber nicht mal als Überschrift "Ministerin stellt Verbesserung des CanG in Aussicht - Konsumenten soll der Zugang erleichtert, Kinder und Jugendliche besser geschützt werden"? Dieses ganze Gequatsche von Rücknahme und dergleichen ist doch eh vollkommen inakzeptabel und darüber hinaus ja noch nicht mal realisierbar - wünschenswert wäre es doch dass hier endlich mal Ruhe einzieht. Warum muss das Thema denn ständig mit diesem derart negativem Framing hochgejazzt werden?
Es gab mal ganz kurz nach der Legalisierung eine "Reportage" im Ersten (ARD), wo doch tatsächlich von Experten (Pharmalobby?) die "zusätzliche Belastung des Gesundheitssystems durch Cannabiskonsumenten" ins Feld geführt wurde und quasi ziemlich faktenfrei, dafür aber ca. 45 Minuten lang recht bildhaft der Untergang des christlichen Abendlandes als unverrückbarer Fakt dargestellt wurde. Das ganze kam m.M.n. erstens komplett ungefragt und zudem nach gerade mal einen Monat Legalisierung (wenn überhaupt), also einem Zeitraum in dem es überhaupt noch gar keine Erfahrungswerte mit legalem Gras geben konnte - was ich übrigens auch für vollkommen unseriös halte, wenn man nach einem Monat schon so tut als hätte man einen Erkenntnisgewinn und das nach Jahrzehnten des Verbotes mit allen seinen negativen Begleiterscheinungen. Das hat mich damals so sehr geärgert, dass ich heute auch keinen ÖRR mehr sehe.
Eigentlich sind es die Medien, die mich gerade extrem "abfucken" - mehr wollte ich auch eigentlich gar nicht sagen...