Cannabis und Depressionen
Re: Cannabis Patient mit Depressionen? Suche Hilfe!
Zuletzt geändert von Ruby am So 7. Feb 2016, 13:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Forenjunkie
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- Registriert: Mo 10. Aug 2015, 20:23
Re: Cannabis Patient mit Depressionen? Suche Hilfe!
Hallo,
was meinst du mit der Tür ins Haus fallen beim bremer Arzt?
Dass der Vorschlag bezüglich einer Therapie mit Cannabis von ihm aus kommen sollte?
Ich habe mich eben mal im ACM-Forum umgesehen und habe festgestellt dass die meisten Beiträge dort etwas älter (aus 2014) sind. Richtig viel scheint dort auch nicht los zu sein. Liegt vermutlich aber auch daran, dass sich viele einfach alleine selbst therapieren und keinen Vorteil in einer offiziellen Therapie sehen.
Falls jemand etwas über das Thema "Cannabis Patient und Fahrerlaubnis" weiß,
wäre ich ebenfalls über jede Information dankbar.
Viele Grüße,
Forenjunkie
was meinst du mit der Tür ins Haus fallen beim bremer Arzt?
Dass der Vorschlag bezüglich einer Therapie mit Cannabis von ihm aus kommen sollte?
Ich habe mich eben mal im ACM-Forum umgesehen und habe festgestellt dass die meisten Beiträge dort etwas älter (aus 2014) sind. Richtig viel scheint dort auch nicht los zu sein. Liegt vermutlich aber auch daran, dass sich viele einfach alleine selbst therapieren und keinen Vorteil in einer offiziellen Therapie sehen.
Falls jemand etwas über das Thema "Cannabis Patient und Fahrerlaubnis" weiß,
wäre ich ebenfalls über jede Information dankbar.
Viele Grüße,
Forenjunkie
Re: Cannabis Patient mit Depressionen? Suche Hilfe!
Hi Forenjunkie,
Ich bin im Besitz einer Ausnahmegenehmigung wegen der Diagnose Depressionen.
Du musst nicht austherapiert sein um diese zu bekommen.
Ich hatte damals 2 verschiedene Antidepressiva genommen. Also war selbst noch lange nicht "Austherapiert".
Meiner Erfahrung nacht liegt es nur an der richtigen Unterstüzung durch einen Arzt ob man eine Genehmigung bekommt.
Ich hatte es damals selbst versucht mit meinem Hausarzt. Er hatte mir alle nötigen Dokumente ausgefüllt, war aber selbst nicht wirklich von Cannabis überzeugt.
Das ganze hatte sich dann ca 1,5 Jahre hingezogen das Bfarm hatte immer irgendwelche anderen Gründe etwas neues zu vordern oder abzulehnen. Meiner Meinung nach nur Zermürbungstaktik.
Irgendwann bin ich dann doch mal zu Dr Grotenhermen gegenagen und mit ihm brauchte ich ein paar Monate und die Genehmigung war da. Ich brauchte in meinem Fall nochmal einen Brief einer Psychaterin, da hatte ich persöhnlich aber auch glück gleich eine gute gefunden zu haben.
Ich denke aber mittlerweile geht die Antragsgeschichte sogar etwas leichter.
Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen es mit Dr Grotenhermen zu machen. Er ist sehr kompetent und auch sehr "Erfolgreich" in Sachen Anträge für die Ausnahmegenehmigung.
Ich weiß nicht was genau deine persöhnlichen Ursachen sind für deine Depression.
Ich war selbst 4 Wochen in Berlin in der Charite. Das einzige was es mir damals gebracht hatte war, dass ich aus dem normalen Umfeld mal raus war und ohne Leistungsdruck mich mal ein Bisschen erholen konnte.
Mir hilft bis jetz eine Gesprächstherapie in Form von Gestalttherapie sehr gut, die ganzen sozialen Konflikte zu verstehen und aufzulösen.
Ich behaupte wer in der heutigen Zeit, bei dem was alles so los ist auf der Welt, nicht wenigstens ein bisschen depressiv ist, kann was nicht stimmen.
Zum Cannabis selbst.
Ich gehe seit ca 10 Jahren Urlaub machen in Amsterdam und war schon immer der Sativatyp. Das Uphigh liegt mir in der Regel mehr. Ausnahmen sind zb in schlechten Zeiten abends gegen das Gedankenkarussel und zum einschlafen die Indicas.
Die meisten Infos die ich bis jetz zu Cannabis und psychischen Störungen gelesen habe sagen auch aus das Sativas die richtige Wahl ist.
schau dich doch zb mal ein bischen bei leafly.com um. die haben verschiedene Kategorien und auch sehr viele Konsumentenbewertungen.
Aber ich muss auch sagen das bei meinen letzten Amsterdambesuchen war ich mal wieder zu Besuch im http://cannabiscollege.com und hab mich mit den Leuten dort über das Thema unterhalten.
Sie meinen das due neuesten wissenschaftlichen Erkenntnise sagen das CBD sehr gute medizinische Eigenschaften hat für psychische Störungen. Der Mitarbeiter hat mir sogar eine Haschsorte (bin mir grad nicht sicher welche) empfohlen, da diese bis zu 30 % CBD haben.
Du hast aber auch bei Bedrocan schon Sativa Sorten mit wenig THC.
Bedrobinol wird nicht so stark sein und Bediol ist sehr schwach vom High.
Ich werde mir selbst demnächst die neue Sorte von Bedrocan bestellen und mal schauen ob man diese im Alltag nutzen kann und was ich so beobachten werde.
Die Bedrolite
http://www.bedrocan.nl/english/products/varieties.html
So ich hab jetz mal versucht soviel wie möglich zum Thema zu schreiben.
Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen. Falls du noch Fragen hast, immer raus damit.
LG und ein schönes Restwochenende
Simon
Ich bin im Besitz einer Ausnahmegenehmigung wegen der Diagnose Depressionen.
Du musst nicht austherapiert sein um diese zu bekommen.
Ich hatte damals 2 verschiedene Antidepressiva genommen. Also war selbst noch lange nicht "Austherapiert".
Meiner Erfahrung nacht liegt es nur an der richtigen Unterstüzung durch einen Arzt ob man eine Genehmigung bekommt.
Ich hatte es damals selbst versucht mit meinem Hausarzt. Er hatte mir alle nötigen Dokumente ausgefüllt, war aber selbst nicht wirklich von Cannabis überzeugt.
Das ganze hatte sich dann ca 1,5 Jahre hingezogen das Bfarm hatte immer irgendwelche anderen Gründe etwas neues zu vordern oder abzulehnen. Meiner Meinung nach nur Zermürbungstaktik.
Irgendwann bin ich dann doch mal zu Dr Grotenhermen gegenagen und mit ihm brauchte ich ein paar Monate und die Genehmigung war da. Ich brauchte in meinem Fall nochmal einen Brief einer Psychaterin, da hatte ich persöhnlich aber auch glück gleich eine gute gefunden zu haben.
Ich denke aber mittlerweile geht die Antragsgeschichte sogar etwas leichter.
Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen es mit Dr Grotenhermen zu machen. Er ist sehr kompetent und auch sehr "Erfolgreich" in Sachen Anträge für die Ausnahmegenehmigung.
Ich weiß nicht was genau deine persöhnlichen Ursachen sind für deine Depression.
Ich war selbst 4 Wochen in Berlin in der Charite. Das einzige was es mir damals gebracht hatte war, dass ich aus dem normalen Umfeld mal raus war und ohne Leistungsdruck mich mal ein Bisschen erholen konnte.
Mir hilft bis jetz eine Gesprächstherapie in Form von Gestalttherapie sehr gut, die ganzen sozialen Konflikte zu verstehen und aufzulösen.
Ich behaupte wer in der heutigen Zeit, bei dem was alles so los ist auf der Welt, nicht wenigstens ein bisschen depressiv ist, kann was nicht stimmen.
Zum Cannabis selbst.
Ich gehe seit ca 10 Jahren Urlaub machen in Amsterdam und war schon immer der Sativatyp. Das Uphigh liegt mir in der Regel mehr. Ausnahmen sind zb in schlechten Zeiten abends gegen das Gedankenkarussel und zum einschlafen die Indicas.
Die meisten Infos die ich bis jetz zu Cannabis und psychischen Störungen gelesen habe sagen auch aus das Sativas die richtige Wahl ist.
schau dich doch zb mal ein bischen bei leafly.com um. die haben verschiedene Kategorien und auch sehr viele Konsumentenbewertungen.
Aber ich muss auch sagen das bei meinen letzten Amsterdambesuchen war ich mal wieder zu Besuch im http://cannabiscollege.com und hab mich mit den Leuten dort über das Thema unterhalten.
Sie meinen das due neuesten wissenschaftlichen Erkenntnise sagen das CBD sehr gute medizinische Eigenschaften hat für psychische Störungen. Der Mitarbeiter hat mir sogar eine Haschsorte (bin mir grad nicht sicher welche) empfohlen, da diese bis zu 30 % CBD haben.
Du hast aber auch bei Bedrocan schon Sativa Sorten mit wenig THC.
Bedrobinol wird nicht so stark sein und Bediol ist sehr schwach vom High.
Ich werde mir selbst demnächst die neue Sorte von Bedrocan bestellen und mal schauen ob man diese im Alltag nutzen kann und was ich so beobachten werde.
Die Bedrolite
http://www.bedrocan.nl/english/products/varieties.html
So ich hab jetz mal versucht soviel wie möglich zum Thema zu schreiben.
Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen. Falls du noch Fragen hast, immer raus damit.
LG und ein schönes Restwochenende
Simon
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Fraagender
Re: Cannabis Patient mit Depressionen? Suche Hilfe!
Sorry Forenjunkie, hatte das "Kein" überlesen. Dann bist du mit CBD natürlich nicht verkehrt.
Gruß
Gruß
-
Forenjunkie
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Re: Cannabis Patient mit Depressionen? Suche Hilfe!
@Simon:
Das hört sich ja nicht so schlecht an, was du da schreibst.
Ich habe das Informationsmaterial von Dr. Grotenhermen ja bereits angefordert.
Mal schauen was da noch so drin steht.
Muss ich meine Psychiaterin also auch noch mit ins Boot holen?
Kann nicht einschätzen wie offen sie gegenüber Cannabis ist.
Anderseits ist sie froh wenn mir überhaupt etwas helfen sollte und ich nicht irgendwann zu einen Termin nicht mehr erscheine...
Musst du deine Ausnahmegenehmigung immer wieder verlängern lassen, ist diese befristet und falls ja wer beantragt diese?
Wer stellt dir deine Rezepte aus? Der behandelnde Psychiater?
Wie schätzt du die Rechtslage bezüglich der Verkehrstauglichkeit ein?
Da habe ich bisher unterschiedliche Meinungen gelesen.
Du hast sicherlich vor deinem Antrag bereits Cannabis konsumiert, nehme ich mal an.
Was hat dich dazu bewogen diesen Schritt zu gehen?
Zum Cannabis:
Das mit dem Hasch mit dem hohen CBD Anteil könnte sehr gut sein. Mir bekamen bestimmte Hasch Sorten auch immer etwas besser als z.b. dieses hochgezüchtete Super Gras. Wobei Amnesia Haze empfand ich von der Wirkung her immer als angenehm, auch wenn es sehr potent ist. Das Problem ist aber halt auch immer dass man nie genau weiß welche Sorte man wirklich bekommt. Bekommt man in Amsterdamm eigentlich Angaben über den THC/CBD Gehalt der verschiedenen Sorten die dort angeboten werden? Da lobe ich mir ja die Cannabis Shops in den Staaten. Dort scheint dies wohl nicht unüblich zu sein.
Vielen Dank für deine Infos und Gruß,
Forenjunkie
Das hört sich ja nicht so schlecht an, was du da schreibst.
Ich habe das Informationsmaterial von Dr. Grotenhermen ja bereits angefordert.
Mal schauen was da noch so drin steht.
Muss ich meine Psychiaterin also auch noch mit ins Boot holen?
Kann nicht einschätzen wie offen sie gegenüber Cannabis ist.
Anderseits ist sie froh wenn mir überhaupt etwas helfen sollte und ich nicht irgendwann zu einen Termin nicht mehr erscheine...
Musst du deine Ausnahmegenehmigung immer wieder verlängern lassen, ist diese befristet und falls ja wer beantragt diese?
Wer stellt dir deine Rezepte aus? Der behandelnde Psychiater?
Wie schätzt du die Rechtslage bezüglich der Verkehrstauglichkeit ein?
Da habe ich bisher unterschiedliche Meinungen gelesen.
Du hast sicherlich vor deinem Antrag bereits Cannabis konsumiert, nehme ich mal an.
Was hat dich dazu bewogen diesen Schritt zu gehen?
Zum Cannabis:
Das mit dem Hasch mit dem hohen CBD Anteil könnte sehr gut sein. Mir bekamen bestimmte Hasch Sorten auch immer etwas besser als z.b. dieses hochgezüchtete Super Gras. Wobei Amnesia Haze empfand ich von der Wirkung her immer als angenehm, auch wenn es sehr potent ist. Das Problem ist aber halt auch immer dass man nie genau weiß welche Sorte man wirklich bekommt. Bekommt man in Amsterdamm eigentlich Angaben über den THC/CBD Gehalt der verschiedenen Sorten die dort angeboten werden? Da lobe ich mir ja die Cannabis Shops in den Staaten. Dort scheint dies wohl nicht unüblich zu sein.
Vielen Dank für deine Infos und Gruß,
Forenjunkie
Re: Cannabis Patient mit Depressionen? Suche Hilfe!
Zuletzt geändert von Ruby am So 7. Feb 2016, 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Forenjunkie
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Re: Cannabis Patient mit Depressionen? Suche Hilfe!
Hallo Ruby,
Ah ok. Gut zu wissen, dass meine behandelnde Psychiaterin nicht zwingend involviert werden muss.
Oha, so lange Wartezeiten erwarten mich bei Dr. Grotenhermen?
Bis der Antrag dann bearbeitet und im besten Falle genehmigt wird vergehen ja bestimmt auch noch mal Monate
Danke aber trotzdem für die Infos und dir natürlich auch viel Glück bei deinem Antrag!
Lieben Gruß zurück!
Ah ok. Gut zu wissen, dass meine behandelnde Psychiaterin nicht zwingend involviert werden muss.
Oha, so lange Wartezeiten erwarten mich bei Dr. Grotenhermen?
Bis der Antrag dann bearbeitet und im besten Falle genehmigt wird vergehen ja bestimmt auch noch mal Monate
Danke aber trotzdem für die Infos und dir natürlich auch viel Glück bei deinem Antrag!
Lieben Gruß zurück!
Cannabis bei Borderline/Depressionen und Arztsuche
Hallo liebes Forum,
Ich habe mich bereits an das Forum des IACM gewendet, jedoch scheint dort nicht mehr viel los zu sein.
Ich bin 24 Jahre alt, komme aus Bayern und leide seit meiner frühen Kindheit an einer emotional instabilen Persönlichkeitsakzentuierung (Borderlineanteile), mit daraus resultierenden, mittelgradigen bis schweren, depressiven Episoden.
Momentan bin ich auf der Suche nach einem Arzt (optional einen Facharzt für Psychiatrie), der unvoreingenommen zum Thema Cannabis als Medizin steht und im Südwesten von Bayern oder in der Nähe von München seinen Sitz hat.
Im Januar 2014 suchte ich erstmalig psychiatrische Hilfe auf. Nach eineinhalb Wochen Psychiatrieaufenthalt folgten ein halbes Jahr Behandlung in einer Tagesklinik und anschließend ein Jahr stationäre, medizinische Rehabilitation. Weiterführend nehme ich an der Psychotherapie teil.
Im März 2014 wurde ich erstmalig, aufgrund meiner psychischen Erkrankung, medikamentös eingestellt. Mir wurde Venlafaxin verschrieben, das bis zu einer Dosierung von zweimal 75 mg täglich erhöht wurde. Die sozialen Ängste und die Antriebslosigkeit wurden leicht verringert, wobei die Anspannungsprobleme und die Unruhezustände bis zu einem kritischen Maß verstärkt wurden. Im Herbst 2014 wurde das Medikament abgesetzt, was die Anspannungsprobleme und die Unruhezustände leicht verringerte. Im Februar 2015 wurde mir 25 mg Agomelatin verschrieben, woraufhin meiner Leber- und Nebennierenwerte um mehr als das Doppelte anstiegen. Das Medikament wurde abgesetzt und mir wurde vermittelt dass kein weiteres Medikament ohne höhere Risiken für mich geeignet ist. Im September 2015 habe ich es nocheinmal mit Venlafaxin versucht, welches nach 2 Wochen wieder abgesetzt wurde, weil die Nebenwirkungen einfach zu stark waren. Im Dezember 2015 wurde mir von einem weiteren Facharzt für Psychiatrie das Johanniskrautpräparat „Laif 900“ (eine Filmtablette täglich) verschrieben, das ich besser als die bereits versuchten Medikamente vertrage, jedoch, genau wie die im Vorhinein genommenen Antidepressiva, die Symptome in folgender Auflistung verstärkt.
Von der Medikation von Cannabis erhoffe ich mir eine Linderung der folgenden Symptome:
- Anspannungsprobleme mit daraus resultierenden,
täglichen Rückenschmerzen, welche das Schlafen negativ beeinflussen
- starke Nervosität und Unruhezustände die sich durch Beinwippen, das Kauen auf der Lippe, das Schnipsen und Wackeln mit den Zehen (verursacht ständig offene Stellen an den Füßen), Fingernägelkauen, Zähneknirschen (tags und nachts), Konzentrationsmangel, negative Beeinflussung des Gedächtnis und Reizbarkeit (die Sinneseindrücke überwältigen mich dann) zeigen
- Appetitlosigkeit und Übelkeit mit daraus resultierender Gewichtsabnahme (die letzten 3 Wochen schon wieder 7 kg)
- Lid- und Muskelzuckungen
- Starkes Schwitzen mit gleichzeitigen Frieren
- depressive Episoden
- Zittern (ganzer Körper)
- (Ein-) Schlafproblematik
- Unfähigkeit zu Entspannen (obwohl ich seit 2 Jahren regelmäßig die Progressive Muskelreflektion, die Aromatherapie, sowie verschiedene Meditationsverfahren praktiziere)
- stark reduziertes, sexuelles Verlangen
Bis vor zwei Jahren habe ich gegen die oben genannten Symptome gelegentlich Cannabis konsumiert, was sehr gut geholfen hat. Aus Angst vor Strafverfolgung und vor sozialer Abgrenzung habe ich diesen Konsum jedoch eingestellt und werde diesen auch nur im Falle einer Genehmigung wideraufnehmen.
Ich habe starke Bedenken, dass ein von mir gestellter Antrag für eine Ausnahmeerlaubnis von der Bundesopiumstelle beim BfArM genehmigt wird, da ich denke, dass ich nicht als austherapiert gesehen werde,
wobei anzumerken ist, dass es kein Medikament gibt, das zur Eindämmung meiner Erkrankung wirklich geeignet ist. Ich möchte ergänzen, dass ich nie psychotisch war.
Ich würde mich über eine Einschätzung von Forenmitgliedern sehr freuen.
Die Psychotherapie hat mir geholfen, mein Leben so zu gestalten, dass depressive Verhaltensmuster von mir selber erkannt und abgelegt werden, jedoch nimmt mir die ständige Anspannung einen großen Teil meiner Lebensqualität. Ich sehe eine Cannabistherapie nicht als Lösung meiner Probleme, da diese im Überlagern von negativen Erfahrungen und im Ablegen von schädlichen Verhaltensweisen liegt, jedoch erhoffe ich mir durch diese ab und an eine Verschnaufpause und somit eine Steigerung meiner Lebensqualität. Da ich sehr wenige Informationen über den Einsatz von Cannabis zur Linderung psychischer Erkrankungen gefunden habe, würde ich gerne an einer Studie zu diesem Thema teilnehmen (wenn es denn eine gibt).
Liebe Grüße,
Sibannac
Ich habe mich bereits an das Forum des IACM gewendet, jedoch scheint dort nicht mehr viel los zu sein.
Ich bin 24 Jahre alt, komme aus Bayern und leide seit meiner frühen Kindheit an einer emotional instabilen Persönlichkeitsakzentuierung (Borderlineanteile), mit daraus resultierenden, mittelgradigen bis schweren, depressiven Episoden.
Momentan bin ich auf der Suche nach einem Arzt (optional einen Facharzt für Psychiatrie), der unvoreingenommen zum Thema Cannabis als Medizin steht und im Südwesten von Bayern oder in der Nähe von München seinen Sitz hat.
Im Januar 2014 suchte ich erstmalig psychiatrische Hilfe auf. Nach eineinhalb Wochen Psychiatrieaufenthalt folgten ein halbes Jahr Behandlung in einer Tagesklinik und anschließend ein Jahr stationäre, medizinische Rehabilitation. Weiterführend nehme ich an der Psychotherapie teil.
Im März 2014 wurde ich erstmalig, aufgrund meiner psychischen Erkrankung, medikamentös eingestellt. Mir wurde Venlafaxin verschrieben, das bis zu einer Dosierung von zweimal 75 mg täglich erhöht wurde. Die sozialen Ängste und die Antriebslosigkeit wurden leicht verringert, wobei die Anspannungsprobleme und die Unruhezustände bis zu einem kritischen Maß verstärkt wurden. Im Herbst 2014 wurde das Medikament abgesetzt, was die Anspannungsprobleme und die Unruhezustände leicht verringerte. Im Februar 2015 wurde mir 25 mg Agomelatin verschrieben, woraufhin meiner Leber- und Nebennierenwerte um mehr als das Doppelte anstiegen. Das Medikament wurde abgesetzt und mir wurde vermittelt dass kein weiteres Medikament ohne höhere Risiken für mich geeignet ist. Im September 2015 habe ich es nocheinmal mit Venlafaxin versucht, welches nach 2 Wochen wieder abgesetzt wurde, weil die Nebenwirkungen einfach zu stark waren. Im Dezember 2015 wurde mir von einem weiteren Facharzt für Psychiatrie das Johanniskrautpräparat „Laif 900“ (eine Filmtablette täglich) verschrieben, das ich besser als die bereits versuchten Medikamente vertrage, jedoch, genau wie die im Vorhinein genommenen Antidepressiva, die Symptome in folgender Auflistung verstärkt.
Von der Medikation von Cannabis erhoffe ich mir eine Linderung der folgenden Symptome:
- Anspannungsprobleme mit daraus resultierenden,
täglichen Rückenschmerzen, welche das Schlafen negativ beeinflussen
- starke Nervosität und Unruhezustände die sich durch Beinwippen, das Kauen auf der Lippe, das Schnipsen und Wackeln mit den Zehen (verursacht ständig offene Stellen an den Füßen), Fingernägelkauen, Zähneknirschen (tags und nachts), Konzentrationsmangel, negative Beeinflussung des Gedächtnis und Reizbarkeit (die Sinneseindrücke überwältigen mich dann) zeigen
- Appetitlosigkeit und Übelkeit mit daraus resultierender Gewichtsabnahme (die letzten 3 Wochen schon wieder 7 kg)
- Lid- und Muskelzuckungen
- Starkes Schwitzen mit gleichzeitigen Frieren
- depressive Episoden
- Zittern (ganzer Körper)
- (Ein-) Schlafproblematik
- Unfähigkeit zu Entspannen (obwohl ich seit 2 Jahren regelmäßig die Progressive Muskelreflektion, die Aromatherapie, sowie verschiedene Meditationsverfahren praktiziere)
- stark reduziertes, sexuelles Verlangen
Bis vor zwei Jahren habe ich gegen die oben genannten Symptome gelegentlich Cannabis konsumiert, was sehr gut geholfen hat. Aus Angst vor Strafverfolgung und vor sozialer Abgrenzung habe ich diesen Konsum jedoch eingestellt und werde diesen auch nur im Falle einer Genehmigung wideraufnehmen.
Ich habe starke Bedenken, dass ein von mir gestellter Antrag für eine Ausnahmeerlaubnis von der Bundesopiumstelle beim BfArM genehmigt wird, da ich denke, dass ich nicht als austherapiert gesehen werde,
wobei anzumerken ist, dass es kein Medikament gibt, das zur Eindämmung meiner Erkrankung wirklich geeignet ist. Ich möchte ergänzen, dass ich nie psychotisch war.
Ich würde mich über eine Einschätzung von Forenmitgliedern sehr freuen.
Die Psychotherapie hat mir geholfen, mein Leben so zu gestalten, dass depressive Verhaltensmuster von mir selber erkannt und abgelegt werden, jedoch nimmt mir die ständige Anspannung einen großen Teil meiner Lebensqualität. Ich sehe eine Cannabistherapie nicht als Lösung meiner Probleme, da diese im Überlagern von negativen Erfahrungen und im Ablegen von schädlichen Verhaltensweisen liegt, jedoch erhoffe ich mir durch diese ab und an eine Verschnaufpause und somit eine Steigerung meiner Lebensqualität. Da ich sehr wenige Informationen über den Einsatz von Cannabis zur Linderung psychischer Erkrankungen gefunden habe, würde ich gerne an einer Studie zu diesem Thema teilnehmen (wenn es denn eine gibt).
Liebe Grüße,
Sibannac
Re: Cannabis bei Borderline/Depressionen und Arztsuche
Sibannac hat geschrieben:
Ich habe starke Bedenken, dass ein von mir gestellter Antrag für eine Ausnahmeerlaubnis von der Bundesopiumstelle beim BfArM genehmigt wird, da ich denke, dass ich nicht als austherapiert gesehen werde,...
Mir wurde Venlafaxin verschrieben, ...wobei die Anspannungsprobleme und die Unruhezustände bis zu einem kritischen Maß verstärkt wurden. Im Herbst 2014 wurde das Medikament abgesetzt, ...Im Februar 2015 wurde mir 25 mg Agomelatin verschrieben, woraufhin meiner Leber- und Nebennierenwerte um mehr als das Doppelte anstiegen. Das Medikament wurde abgesetzt und mir wurde vermittelt dass kein weiteres Medikament ohne höhere Risiken für mich geeignet ist.
Im September 2015 habe ich es nocheinmal mit Venlafaxin versucht, welches nach 2 Wochen wieder abgesetzt wurde, weil die Nebenwirkungen einfach zu stark waren.
Im Dezember 2015 wurde mir von einem weiteren Facharzt für Psychiatrie das Johanniskrautpräparat „Laif 900“ (eine Filmtablette täglich) verschrieben, das ich besser als die bereits versuchten Medikamente vertrage, jedoch, genau wie die im Vorhinein genommenen Antidepressiva, die Symptome in folgender Auflistung verstärkt....
Liebe Grüße, Sibannac
Hi Sibannac
Besorg dir ein Attest von dem behandelnden Arzt (vom Herbst 2014 und Februar 2015), die bescheinigen, daß durch die Medikamente (Venlafaxin, evtl. noch andere Medikamente) nicht tolerierbare Nebenwirkungen auftreten, bzw. das Krankheitsbild verschlechtert wird. Auch die physische Unverträglichkeit (Agomelatin --> Leber, Niere), muß dort erwähnt werden und daß kein weiteres Medikament ohne höhere Risiken geeignet ist. - Bedeutet austherapiert, zumindest erst mal aus Sicht dieses Arztes.
Hast du diesen Arzt schon mal auf Cannabis angesprochen?
Falls dieser Dr. unwillig ist.
Mit dem Attest ab zum Dezember 2015 Psychiatrie-Facharzt.
Nächstes Attest, das bescheinigt:
Nicht tolerierbare Nebenwirkungen durch Venlafaxin (evtl. noch andere Medikamente?)
Verschlechterung Krankheitsbild durch Venlafaxin (evtl. noch andere Medikamente?)
Unverträglichkeit (Leber, Niere) von Agomelatin
und
Nicht tolerierbare Nebenwirkungen durch Laif 900
Verschlechterung Krankheitsbild durch Laif 900
Nochmals bestätigen lassen, dass alle möglichen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind und mit diesem Arzt einen Antrag auf §3 Abs. 2 BtMG stellen.
Sollte dieser auch nicht gewillt sein, seinen Patienten ( D I C H ) zu unterstützen, fällt mir nur noch Dr. med. Grotenhermen ein. Ich glaube es gibt auch noch eine Ärztin, mit Fachbereich Psychiatrie, komme gerade nicht auf ihren Namen, die Erfahrung mit dem Einsatz von Cannabis in der Medizin hat.
Dr. med. Grotenhermen
http://dr-grotenhermen.de/
Alles Gute
M . Nice
Noch was, Atteste (meist nicht kostenlos) müssen dir die beiden ausstellen.
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
Re: Cannabis bei Borderline/Depressionen und Arztsuche
Hi M. Nice,
Danke für deine ausführliche Antwort.
Nun traue ich mich nicht meinen jetzigen behandelnden Psychiater darauf anzusprechen, da es in meiner Umgebung keinen weiteren gibt, der mich unter einer Wartezeit von mindestens 4 Monaten aufnehmen kann und ich auf die medikamentöse Unterstützung angewiesen bin.
Mein aktueller Psychiater ist der Meinung, man könne noch ein Paar Medikamente ausprobieren, woraufhin er mir letzte Woche zusätzlich 7,5 mg Mirtazapin verschrieben hat, bisher leider ohne spürbare Wirkung.
Mit Herrn Dr. Grotenhermen war ich bereits im E-Mail Kontakt, doch leider hat er keine Zeit meinen Fall aufzunehmen, was ich gut verstehen kann, da der Andrang von Patienten bei Ihm, als führender Arzt in der Thematik der Cannabismedikation, bestimmt gewaltig ist.
Mein Plan ist nun erst einmal einen Arzt zu finden, mit dem ich über eine eventuelle Cannabismedikation reden kann, ohne gleich rausgeschmissen zu werden und der nicht allzu weit von mir entfernt ist (Postleitzahlbereich 86… bi 89…) Kann mir da jemand bitte einen Tipp geben?
Nochmals vielen Dank für deine Hilfestellung M. Nice.
Liebe Grüße und einen erholsamen restlichen Sonntag,
Sibannac
Danke für deine ausführliche Antwort.
Ich habe letzte Woche den Abschlussbericht der Rehabilitationseinrichtung eingefordert in der ich in diesem Zeitraum war, in dem das alles niedergeschrieben ist. Ich hoffe dass der bald da ist.M. Nice hat geschrieben: Besorg dir ein Attest von dem behandelnden Arzt (vom Herbst 2014 und Februar 2015), die bescheinigen, daß durch die Medikamente (Venlafaxin, evtl. noch andere Medikamente) nicht tolerierbare Nebenwirkungen auftreten, bzw. das Krankheitsbild verschlechtert wird. Auch die physische Unverträglichkeit (Agomelatin --> Leber, Niere), muß dort erwähnt werden und daß kein weiteres Medikament ohne höhere Risiken geeignet ist. - Bedeutet austherapiert, zumindest erst mal aus Sicht dieses Arztes.
2014 habe ich das Thema der Cannabismedikation bei einem ambulanten Facharzt für Psychiatrie angesprochen, worauf er mich aufforderte seine Praxis umgehend zu verlassen und mich an eine Suchtstation zu wenden.M. Nice hat geschrieben: Hast du diesen Arzt schon mal auf Cannabis angesprochen?
Falls dieser Dr. unwillig ist.
Mit dem Attest ab zum Dezember 2015 Psychiatrie-Facharzt.
Nächstes Attest, das bescheinigt:
Nicht tolerierbare Nebenwirkungen durch Venlafaxin (evtl. noch andere Medikamente?)
Verschlechterung Krankheitsbild durch Venlafaxin (evtl. noch andere Medikamente?)
Unverträglichkeit (Leber, Niere) von Agomelatin
und
Nicht tolerierbare Nebenwirkungen durch Laif 900
Verschlechterung Krankheitsbild durch Laif 900
Nochmals bestätigen lassen, dass alle möglichen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind und mit diesem Arzt einen Antrag auf §3 Abs. 2 BtMG stellen.
Sollte dieser auch nicht gewillt sein, seinen Patienten ( D I C H ) zu unterstützen, fällt mir nur noch Dr. med. Grotenhermen ein. Ich glaube es gibt auch noch eine Ärztin, mit Fachbereich Psychiatrie, komme gerade nicht auf ihren Namen, die Erfahrung mit dem Einsatz von Cannabis in der Medizin hat.
Dr. med. Grotenhermen
http://dr-grotenhermen.de/
Alles Gute
M . Nice
Nun traue ich mich nicht meinen jetzigen behandelnden Psychiater darauf anzusprechen, da es in meiner Umgebung keinen weiteren gibt, der mich unter einer Wartezeit von mindestens 4 Monaten aufnehmen kann und ich auf die medikamentöse Unterstützung angewiesen bin.
Mein aktueller Psychiater ist der Meinung, man könne noch ein Paar Medikamente ausprobieren, woraufhin er mir letzte Woche zusätzlich 7,5 mg Mirtazapin verschrieben hat, bisher leider ohne spürbare Wirkung.
Mit Herrn Dr. Grotenhermen war ich bereits im E-Mail Kontakt, doch leider hat er keine Zeit meinen Fall aufzunehmen, was ich gut verstehen kann, da der Andrang von Patienten bei Ihm, als führender Arzt in der Thematik der Cannabismedikation, bestimmt gewaltig ist.
Mein Plan ist nun erst einmal einen Arzt zu finden, mit dem ich über eine eventuelle Cannabismedikation reden kann, ohne gleich rausgeschmissen zu werden und der nicht allzu weit von mir entfernt ist (Postleitzahlbereich 86… bi 89…) Kann mir da jemand bitte einen Tipp geben?
Nochmals vielen Dank für deine Hilfestellung M. Nice.
Liebe Grüße und einen erholsamen restlichen Sonntag,
Sibannac
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MarianaPinzon
- Beiträge: 237
- Registriert: Di 25. Aug 2015, 16:19
Re: Cannabis bei Borderline/Depressionen und Arztsuche
Hallo,
Dr. Eva Milz aus Berlin ist die andere Ärztin, die vor allem bei Psychischen Erkrankungen den Weg zur Ausnahmegenehmigung begleitet.
http://www.drmilz.de/kontakt/
LG
Mariana
Dr. Eva Milz aus Berlin ist die andere Ärztin, die vor allem bei Psychischen Erkrankungen den Weg zur Ausnahmegenehmigung begleitet.
http://www.drmilz.de/kontakt/
LG
Mariana
Re: Cannabis bei Borderline/Depressionen und Arztsuche
Vielen Dank,
Berlin ist zwar sehr weit weg, doch ich werde auf jeden Fall den Kontakt aufnehmen.
Du hast mir sehr weiter geholfen!
Liebe Grüße,
Sibannac
Berlin ist zwar sehr weit weg, doch ich werde auf jeden Fall den Kontakt aufnehmen.
Du hast mir sehr weiter geholfen!
Liebe Grüße,
Sibannac
Re: Cannabis und Depressionen
Hallo,
Depression ist nicht gleich Depression, deshalb muss man den Einzelfall prüfen damit man über den Nutzen von Cannabis als Medikament urteilen kann.
Ich leide an einer emotional instabilen Persönlichkeitsakzentuierung und Depressionen.
Ich habe nun schon alle für mich möglichen Substanzgruppen an üblichen Antidepressiva durch und habe bei allen das Problem, dass der erhöhte Blutspiegel von Nonadrenalin und Seretonin eine Stressreaktion auslöst und so meine Anspannungsproblematik, die von der emotinal instabilen Persönlichkeitsakzentuierung verursacht wird, verstärkt.
Ich bin gerade dabei eine Ausnahmegenemigung durchzuboxen, da leglich Cannabis eine Minderung meiner Depression, sowie auch meiner Anspannungsproblematik ermöglichte.
Natürlich kann man nicht jedem depressiven Patienten leichtsinnig empfehlen eine Cannabistherapie zu beginnen. Patienten mit psychotischen Anteilen ist von Cannabiskonsum strengstens abzuraten.
Leider ist der Fachbereich der Psychiatrie sehr voreingenommen zum Thema Cannabis als Medizin, was zu einer Entschleunigung der Studienlage führt.
Fakt ist aber, dass eine psychoaktive Substanz mit einer solch guten Verträglichkeit ,ein weites Einsatzspektrum in der Psychiatrie finden könnte.
Liebe Grüße,
Sibannac
Depression ist nicht gleich Depression, deshalb muss man den Einzelfall prüfen damit man über den Nutzen von Cannabis als Medikament urteilen kann.
Ich leide an einer emotional instabilen Persönlichkeitsakzentuierung und Depressionen.
Ich habe nun schon alle für mich möglichen Substanzgruppen an üblichen Antidepressiva durch und habe bei allen das Problem, dass der erhöhte Blutspiegel von Nonadrenalin und Seretonin eine Stressreaktion auslöst und so meine Anspannungsproblematik, die von der emotinal instabilen Persönlichkeitsakzentuierung verursacht wird, verstärkt.
Ich bin gerade dabei eine Ausnahmegenemigung durchzuboxen, da leglich Cannabis eine Minderung meiner Depression, sowie auch meiner Anspannungsproblematik ermöglichte.
Natürlich kann man nicht jedem depressiven Patienten leichtsinnig empfehlen eine Cannabistherapie zu beginnen. Patienten mit psychotischen Anteilen ist von Cannabiskonsum strengstens abzuraten.
Leider ist der Fachbereich der Psychiatrie sehr voreingenommen zum Thema Cannabis als Medizin, was zu einer Entschleunigung der Studienlage führt.
Fakt ist aber, dass eine psychoaktive Substanz mit einer solch guten Verträglichkeit ,ein weites Einsatzspektrum in der Psychiatrie finden könnte.
Liebe Grüße,
Sibannac
- bushdoctor
- Beiträge: 2359
- Registriert: Mo 27. Feb 2012, 15:51
- Wohnort: Region Ulm
Re: Cannabis und Depressionen
Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...naturepraxis hat geschrieben:Ich habe das Original Rick Simpson unter behördlicher Beobachtung hergestellt und arbeite an einer Studie in Zusammenarbeit mit der Universität in Köln.
...ausserdem "stört" mich der Werbecharakter dieses Beitrags, der noch dazu in fünf wortgleichen Beiträgen hier im Medizinbereich des Forums gleichzeitig gepostet wurde.
Ich rate jedem, der Kontakt mit "naturepraxis" aufnehmen möchte, zur Vorsicht.
-
Ernst Berlin
- Beiträge: 750
- Registriert: Fr 24. Feb 2012, 13:09
- Wohnort: Berlin
Re: Cannabis und Depressionen
Noch dazu findet man auf der Homepage der Kölner Uni zwar Berichte über Cannabis, aber kein einziger zu RSO oder in zusammenhang mit Krebs. Ich glaube dir naturepraxis kein Wort.
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Re: Cannabis und Depressionen
Eine alte Geschichte, das mit Canabis und Depression bzw. deren Bekämpfung. Bis jetzt noch nicht bewiesen. Es gibt immer neue Vorschläge dazu, wie man Depression bekämpfen soll, bis jetzt wagt es aber keine Studie zu behaupten, das Canabis bei Depri-Bekämpfung nützlich sei. Inzwischen verspricht man sich Wundewr von anderen Mitteln, das Netz ist voll damit.
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Re: Cannabis und Depressionen
Also ich kann schon behaupten, dass cannabis gegen Depressionen hilft. Ich hatte selbst starke depressionen, welche nach dem Konsumeindeutig weg gingen. Dadurch haben sich die Depressionen insgesamt reduziert. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass das bei jedem der Fall ist, aber bei mir 100% schon.
Re: Cannabis und Depressionen
Hier möchte ich gerne auch auf "Das erschöpfte Selbst" (2008) vom französischen Soziologen Alain Ehrenberg hinweisen, der dort die (bzw. eine) Geschichte der "Depression" und die Erfindung der Psychopharmaka skizziert (s. auch Moncrieff 2008: The Myth of the Chemical Cure).
Es ist unbestritten, dass Menschen mit sog. "psychischen Erkrankungen" vermehrt einen Substanzkonsum aufweisen - derart, dass man nicht mehr von einem bloßen Zufall sprechen möchte (die bekannte [statistische] Signifikanz). Hier lässt sich meines Erachtens aus der gegenwärtigen Forschungslage recht deutlich ableiten, dass gerade im Beispiel Cannabis und "Depressionen" größtenteils eine sog. "Selektions-", bzw. "Selbstmedikationshypothese" greift.
Es ist unbestritten, dass Menschen mit sog. "psychischen Erkrankungen" vermehrt einen Substanzkonsum aufweisen - derart, dass man nicht mehr von einem bloßen Zufall sprechen möchte (die bekannte [statistische] Signifikanz). Hier lässt sich meines Erachtens aus der gegenwärtigen Forschungslage recht deutlich ableiten, dass gerade im Beispiel Cannabis und "Depressionen" größtenteils eine sog. "Selektions-", bzw. "Selbstmedikationshypothese" greift.
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
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wiseguy77192
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Re: Cannabis und Depressionen
Ich weiß, ich weiß, es ist ein 2 Jahre alte Thema. Dennoch gebe ich als betroffenen mein Senf dazu. Mich plagt PTBS gekoppelt mit Depressionen und auch noch ein lang zurück liegenden (20 Jahre her) Kokainabhängigkeit. Ja Cannabis hilft, jedenfalls mehr als die Pharma-Mist der in meinem Fall alles schlimmer machte! Suizidgedanken kammen bei mir erst mit SSRIs und SNRIs. Darüberhinaus haben diesen Medikamente der Verlangen noch kokain und Amphetamine, trotz der Tatsache das ich sie seit mehr als 20 Jahre nicht angefasst habe, der Art verstärkt das es mir nahe zu in dem Wahnsinn trieb. Cannabis hat mein arsch buchstäblich vor dem Rückfall und dem selbstmord gerettet. Aber! Wichtig ist sowohl der Sorte als auch der Dosis. Die meisten Indicas sind kontraproduktiv aber nicht jede Sativa ist effektiv. Hört bitte auf Cannabis nur als THC Träger zu betrachten, es ist weit mehr als nur THC. Bei Cannabis macht der Mischung der Medizin. Suche noch Sorten mit ein Hohe limonene anteil aber wenig CBN. Schaut in die Amerikanische Datenbanken leafly und cannasos noch geeignete Sorten. Amnesia Haze, Jack herer, Lemon Haze sind alle drei bei PTBS und Depressionen Lebensretter. Für die Nacht kann ich K-Train empfehlen. Auch die Dosis beachten! 1-3 Zug von ein vaporiser reichen völlig. Fängt langsam an. Wenn ein Zug nach 20 Minuten nicht reicht nimm ein 2te. Dann nochmal 20 Minuten warten. Cannabis besteht aus viel mehr als nur THC und es wird Zeit das auch in Deutschland die anderen cannabinoiden und terpenen gewürdigt werden.
Re: Cannabis und Depressionen
Ich würde gerne das Thema hier noch mal aufgreifen. Die derzeitige Forschung mit Wirkstoffen aus Cannabis ist hauptsächlich auf die Linderung von Schmerzen, Entzündungen, Krebsleiden und Appetitlosigkeit sowie Schizophrenie (CBD) konzentriert.
CBD entkoppelt von anderen Wirkstoffen wie THC könnte eventuell auch bei Depressionen bzw. Ängsten und Panickattacken von Interesse sein. Die Forschung ist aber bisher wirklich stark auf das Tiermodel beschränkt. Dabei wirkt CBD wahrscheinlich über den 5-HT1A Serotoninrezeptor und induziert eine anxiolytische (angstlösende), antidepressive und anti-anhedonische Wirkung.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27023732
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26711860
Ich würde aber nicht unbedingt behaupten, dass Cannabis (nicht pures CBD) an sich wirklich das optimale Mittel der Wahl wäre um beispielsweise einer depressivbedingten Motivationslosigkeit, Müdigkeit und Unlust entgegenzuwirken. Ich habe gelesen, dass manche CBD sehr gerne mit 5-HTP verwenden als Alternativbehandlung, aber auch hier ist die Forschungslage nicht gerade pro 5-HTP bzw. die Beweislage bewegt sich auf recht dünnem Eis von einer einzigen Studie:
https://www.inutro.com/hydroxytryptophan-5-htp
Außerdem sollte man bedenken, dass die derzeitige Konzentration in der Forschung andere Signalwege als die Cannabinoid Rezeptoren aufgreift, vor allem den überaktiven NMDA-Rezeptor Weg, der wiederum vom Medikament (und Droge) Ketamin unterdrückt wird, welches im Gegensatz zu Cannabis bereits mehrere klinische Studien hinter sich hat und seine Wirksamkeit deutlicher bewiesen hat.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27489070
Selbst der Wirkstoff Psilocybin aus den Magic Mushrooms wird derzeit für diese Zwecke untersucht, da es angstlösend und antidepressiv über den 5HT2A Serotoninrezeptor wirkt. Kürzlich kam eine Studie raus mit Menschen, die lange an schweren Depressionen leiden und sozusagen als behandlungsresistent gelten, hier erzielte eine einzige Behandlung gepaart mit psychologischer Behandlung bereits eine positive Antwort:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27210031
Auch hier liegt wieder mehr klinische Forschung als mit Cannabis vor. Dank der gesetzlichen Beschränkungen und Regularien werden aber gerade diese Wirkstoffe mal wieder schwer haben Fuß zu fassen, es sei denn jemand macht es wieder patentierbar etc.
Was ich nur sagen will: Ich möchte nicht die persönlichen und positiven Erfahrungen jener niedermachen, die mit Cannabis bei Depressionen Erfolge erzielt haben, doch ich glaube dass wahrscheinlich andere Wirkstoffe interessanter sind, jedoch auch noch durch mehr Forschung belegt werden müssen.
CBD entkoppelt von anderen Wirkstoffen wie THC könnte eventuell auch bei Depressionen bzw. Ängsten und Panickattacken von Interesse sein. Die Forschung ist aber bisher wirklich stark auf das Tiermodel beschränkt. Dabei wirkt CBD wahrscheinlich über den 5-HT1A Serotoninrezeptor und induziert eine anxiolytische (angstlösende), antidepressive und anti-anhedonische Wirkung.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27023732
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26711860
Ich würde aber nicht unbedingt behaupten, dass Cannabis (nicht pures CBD) an sich wirklich das optimale Mittel der Wahl wäre um beispielsweise einer depressivbedingten Motivationslosigkeit, Müdigkeit und Unlust entgegenzuwirken. Ich habe gelesen, dass manche CBD sehr gerne mit 5-HTP verwenden als Alternativbehandlung, aber auch hier ist die Forschungslage nicht gerade pro 5-HTP bzw. die Beweislage bewegt sich auf recht dünnem Eis von einer einzigen Studie:
https://www.inutro.com/hydroxytryptophan-5-htp
Außerdem sollte man bedenken, dass die derzeitige Konzentration in der Forschung andere Signalwege als die Cannabinoid Rezeptoren aufgreift, vor allem den überaktiven NMDA-Rezeptor Weg, der wiederum vom Medikament (und Droge) Ketamin unterdrückt wird, welches im Gegensatz zu Cannabis bereits mehrere klinische Studien hinter sich hat und seine Wirksamkeit deutlicher bewiesen hat.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27489070
Selbst der Wirkstoff Psilocybin aus den Magic Mushrooms wird derzeit für diese Zwecke untersucht, da es angstlösend und antidepressiv über den 5HT2A Serotoninrezeptor wirkt. Kürzlich kam eine Studie raus mit Menschen, die lange an schweren Depressionen leiden und sozusagen als behandlungsresistent gelten, hier erzielte eine einzige Behandlung gepaart mit psychologischer Behandlung bereits eine positive Antwort:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27210031
Auch hier liegt wieder mehr klinische Forschung als mit Cannabis vor. Dank der gesetzlichen Beschränkungen und Regularien werden aber gerade diese Wirkstoffe mal wieder schwer haben Fuß zu fassen, es sei denn jemand macht es wieder patentierbar etc.
Re: Cannabis und Depressionen
CBD wirkt ziemlich gut bei Depressionen. Wie kommst du darauf das es nicht so ist? Zuviel von Tierversuchen gelesen?
Re: Cannabis und Depressionen
Ich sagte CBD allein und isoliert wäre eventuell für Depressionen interessant, nicht aber die volle Wirkstoffbreite von Cannabis. Und ja die bisherige CBD Forschung in Bezug auf Depressionen baut bisher nur auf Versuchen im Tiermodel auf. Angstlösende Wirkung dagegen wurde auch in kleineren Studien beim MEnschen gezeigt.
Re: Cannabis und Depressionen
Hey, Zelter!
Meinem Verständnis zufolge steht es außer Frage, ob Cannabis eine "anti-depressive" Wirkung entfalten kann (s. auch El-Alfy et al. 2010: Antidepressant-like effect of Δ 9-tetrahydrocannabinol and other cannabinoids isolated from Cannabis sativa L.). Inwieweit eine mögliche "Selbstmedikation" zielführend ausfällt, steht auf einem anderen Blatt. Hier stellen sich zahlreiche Probleme - so handelt es sich bspw. bei "Cannabis" und "Depressiven" keineswegs um homogene Konstrukte. Unbestritten besitzen aber zahlreiche "Psychedelika" ein überaus vielversprechendes Potential und scheinen womöglich marktübliche Optionen zu übertrumpfen. Von einer möglichen "Revolution" zu sprechen wäre aber definitiv verfrüht und wohl zu krass.
"Psychische Erkrankungen" auf die Hirnchemie zu reduzieren, das ist ist zwar recht populär - aber doch eher etwas naiv und zudem wissenschaftlich nicht haltbar (s. z.B. Fuchs 2012: Are Mental Illnesses Diseases of the Brain?). "Psychopharmaka" verfügen leider nicht über eine derartige Spezifität, obgleich gewisse Umschreibungen diesen Eindruck erwecken mögen - "anti-depressiv", "anti-psychotisch", etc..
Dies bedeutet aber ganz ausdrücklich nicht, dass verstärkte Bestrebungen nicht überaus wünschenswert wären (und auch die heutigen Medikationen nicht bereits Gutes bewirken).
Es ist Luft nach oben, allerdings sehe ich keinen Anlass, sich auf eine Biopsychiatrie zu versteifen.
Beste Grüße!
Meinem Verständnis zufolge steht es außer Frage, ob Cannabis eine "anti-depressive" Wirkung entfalten kann (s. auch El-Alfy et al. 2010: Antidepressant-like effect of Δ 9-tetrahydrocannabinol and other cannabinoids isolated from Cannabis sativa L.). Inwieweit eine mögliche "Selbstmedikation" zielführend ausfällt, steht auf einem anderen Blatt. Hier stellen sich zahlreiche Probleme - so handelt es sich bspw. bei "Cannabis" und "Depressiven" keineswegs um homogene Konstrukte. Unbestritten besitzen aber zahlreiche "Psychedelika" ein überaus vielversprechendes Potential und scheinen womöglich marktübliche Optionen zu übertrumpfen. Von einer möglichen "Revolution" zu sprechen wäre aber definitiv verfrüht und wohl zu krass.
"Psychische Erkrankungen" auf die Hirnchemie zu reduzieren, das ist ist zwar recht populär - aber doch eher etwas naiv und zudem wissenschaftlich nicht haltbar (s. z.B. Fuchs 2012: Are Mental Illnesses Diseases of the Brain?). "Psychopharmaka" verfügen leider nicht über eine derartige Spezifität, obgleich gewisse Umschreibungen diesen Eindruck erwecken mögen - "anti-depressiv", "anti-psychotisch", etc..
Dies bedeutet aber ganz ausdrücklich nicht, dass verstärkte Bestrebungen nicht überaus wünschenswert wären (und auch die heutigen Medikationen nicht bereits Gutes bewirken).
Es ist Luft nach oben, allerdings sehe ich keinen Anlass, sich auf eine Biopsychiatrie zu versteifen.
Beste Grüße!
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
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Fraagender
Re: Cannabis und Depressionen
Wieso sollte die volle WIrkstoffbreite von Cannabis nicht auch interessant für Depressionen sein? Es gibt genügend "Patienten" die von normalem Cannabis bei Depressionen profitieren!Zelter hat geschrieben:Ich sagte CBD allein und isoliert wäre eventuell für Depressionen interessant, nicht aber die volle Wirkstoffbreite von Cannabis.
CBD stellt halt eine weitere Möglichkeit dar.