Anlässlich des Oktoberfests verteilten wir an gleich drei Tagen kostenlose Hopfendolden in kleinen durchsichtigen Tütchen. Wir waren auf dem direkten Weg zum Haupteingang sehr gut positioniert.
Auf den ersten Blick hielten viele Besucher unseren „Echten Hopfen“ aus der Hallertau, der wie die Cannabispflanze auch aus der Familie der „Cannabaceae“, der Hanfgewächse, stammt, für Marihuana. Dies sorgte für zahlreiche amüsierte und erfreute Reaktionen.
Einige Besucher zeigten sich allerdings enttäuscht, keine Medizin oder Rauschmittel bei uns am Infostand erwerben zu können, zumal für manche Touristen der Erwerb in öffentlichen Fachgeschäften bereits wieder Normalität geworden ist.
Für Aufsehen im Internet sorgte das Foto der Polizeikontrolle eines Infostandbesuchers, der fünf Minuten zuvor meinte, dass er – offenbar allein aufgrund seines Aussehens (Dreadlocks) – täglich von der Polizei kontrolliert werde. Es wurde in kurzer Zeit bereits über 42.000-mal angesehen, vielfach geteilt und kommentiert. Ansonsten gab es in unserem Umfeld keine Probleme mit der Polizei. Nur an den ersten beiden Standtagen wurde kurz unsere Anmeldung überprüft.
Mit einem hierzu entworfenen Flyer wiesen wir darauf hin, wie unterschiedlich die beiden Hanfgewächse rechtlich gehandhabt werden. Die Onlineresonanz auf die „Hopfendoldenflyer“ war bereits sehr positiv, wir erhielten sogar einige Anfragen um Zusendung. Vor Ort weckten wir damit auch das Interesse daran, was man mit dem Hopfenproben machen kann und wie Hopfen wirkt.
Natürlich hatten wir gelegentlich auch angetrunkene Besucher am Stand. Das war für uns wohl meist eher unterhaltsam als störend. Unseren Aufsteller hätten wir jedoch gerne behalten
Viele Besucher und auch ein freier Fotograf interessierten sich für unsere Aktion, doch das allgemeine Medieninteresse ist noch ausbaufähig. Während über die DHV-Rikscha im letzten Jahr, als das Volksbegehren für die Cannabislegalisierung in Bayern aktuell war, viel berichtet wurde, wurde über unsere Infostände bisher lediglich auf
www.heilpraxisnet.de berichtet.
Der Initiator des Volksbegehrens, Vaclav Wenzel Cerveny, besuchte uns am Stand und berichtete von seinen Planungen für das Cannabis Therapie Center Bayern.
Anfangs störte der Dauerregen ein wenig, zuletzt hatten wir jedoch Spitzenwetter. Mit durchgehend 4-8 Leuten waren wir an allen Tagen gut vor Ort vertreten.
Wir konnten mit der Aktion zahlreiche Passanten informieren und einige neue Mitglieder, potentielle Aktivisten und Spenden gewinnen. Wir werten das als guten Erfolg und möchten beim nächsten Oktoberfest wieder mit Infoständen präsent sein.
Dieser Bericht ist mit ein paar Fotos auch auf unserer FB-Seite zu finden:
https://www.facebook.com/dhvmuenchen/po ... 7741596187