Vorstellungs- und Willkommensthread

Hier könnt ihr euch vorstellen, Ideen, Vorschläge, Kritik oder Lob zum DHV und zu diesem Forum anbringen und in der "Laberecke" kann frei über den Hanfgott und die Welt diskutiert werden.
Babsi20
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Babsi20 »

Hello Hello :D

...dann werde ich mich auch gleich mal vorstellen :) Ich bin 28 Jahre alt, ursprünglich aus dem schönen Stuttgart und, als ich ca 20 Jahre alt war, begann ich, alle berauschenden Theorien über Pflanzen zu studieren, also gewann ich schnell meine erste tolle praktische Erfahrung: Cannabis-Kräutermedizin und das soll auch so beibehalten werden :)
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Martin Mainz
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Martin Mainz »

Hallo Babsi und herzlich willkommen im Forum!
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darkfloppy
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Probleme Ärzte und Cannabis... Mein bisher laaanger weg

Beitrag von darkfloppy »

Hallo alle zusammen.

Nach nun mehr über drei Jahren der Opiode vor allem Tilidin bin ich leider nun an einen Punkt angekommen, an dem ich leider nicht mehr weiter mit der "normalen" Medikamentierung machen kann. Ich leide unter chronischen Schmerzen und einer komplexen PTBS zuder auch somatoforme Störungen gehören. Dieses Erkrankungsbild begleitet mich nun seid ungefähr 8 Jahren meines bisher 34 Jahre dauernden Lebens. Mit der aktuellen Medikation ist es jedoch so, dass ich zwar kaum Schmerzen habe, aber der Rest so ziemlich aus dem Ruder gelaufen ist. Habe innerhalb der letzten 3 Monate knapp 8kg abgenommen und über Dinge wie Schlafstörungen (max 1-2 Std. die Nacht), Appetitmangel und den massiven Wesensveränderungen muss ich ja nichts mehr sagen. War immer doch ein sehr ausgeglichener Mensch, aber ein Runterkommen ist unter Tilidin für mich nicht mehr machbar. Aus lauter Verzweiflung und Angst um meine Gesundheit habe ich die Medis in Absprache mit meinem Arzt zwischendurch immer mal wieder abgesetzt, sodass ich immer mal wieder ein kleines Aufbauprogramm starten konnte. Leider wieder unter massiven Schmerzen. Dazu muss ich sagen, dass bei mir bis auf Paracetamol und Tilidin alle Schmerzmedikamente aufgrund von Unverträglichkeiten und Antidepressiva wegen massiven Nebenwirkungen (Mir fehlen 2 Wochen meines Lebens. An der Nuss knacke ich noch bis heute.) ausgeschlossen werden müssen. So manches mal wurde das bei einer Behandlung außer Acht gelassen. Das war nun wirklich kein Spaß mehr.
Vor ein paar war ich in einer wirklich mieserablen Situation. Die Schmerzen und das "Druff" sein auf Tilidin habe ich nicht mehr ausgehalten. Durch die tollen Informationen in eurem Forum habe ich mich dann doch mal getraut und habe das erste mal in meinem Leben unsere alternative Medizin eingenommen. Ich muss sagen es ist anders. Es lindert meine Schmerzen nicht so effektiv, aber mein Kopf ist wesentlich freier. Ich habe viel mehr Ruhe und konnte so die Endlosschleife aus Schmerz und Stress wunderbar außer kraft setzen. Auch eine "Sedierung" wie unter Opioden hatte ich nicht. Für mich als Leidgeplagter war das ein wahres Wunder. Meine Partnerin war so glücklich, dass sie sich die Tränen wegwischen musste. Leider hat meine Erkrankung auch schon sehr negative Einflüsse auf unsere Beziehung. Meine Schmerzen schränken mich doch massiv in meinem Leben ein. Was ich schon allein für einen unbeschwerten Nachmittag geben würde. Aber wem sage ich das.

Das Ausprobieren war auch unter ärtzlicher Überwachung, aber leider mit Schwarzmarktmaterial. Doch wenigstens hat er sich positiv dem gegenüber gezeigt und mich nicht vorverurteilt. Doch nun bin ich wieder an einem Scheideweg. Ich schaffe es einfach nicht mehr weiter die Medikation zu nehmen. Die Nebenwirkungen sind zu massiv. Doch von Seiten der Ärzteschaft bekomme ich nur Unverständnis. Gerne würde ich auch auf einem Privatrezept die Behandlung mit Cannabis ausprobieren. Alleine um nicht dem Schwarzmarkt und der Strafverfolgung ausgeliefert zu sein.

Doch in meinem Raum (Kreis Recklinghausen und Umgebung) werde ich leider nur von A nach Z geschickt. Niemand fühlt sich zuständig. Niemand weiß, wie man mit Cannabis umgeht. Von Seiten der behandelnden Ärzte wird man oft ich sage mal belogen. Es kommen Aussagen wie: "Das dürfen nur Menschen kurz vor dem Tode bekommen." "Die Therapie muss vom Arzt direkt getragen werden" "Ein Privatrezept ist verboten" usw. Ich denke viele von euch haben auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht.

Nun einfach mal in die Runde gefragt:
Kennt jemand eine Anlaufstelle?
Wo kann ich mich hin wenden?
Gibt es Beratungsangebote?
Hat jemand von euch auch schon mal die Erfahrung gemacht allein durch die Diagnosen von Ärzten abgewiesen zu werden?
Kennt ihr einen Weg sich zu wehren und dabei nicht einfach nur noch blind von Arzt zu Arzt zu rennen?

Eine Übernahme über die Krankenkasse wäre erst einmal zweitrangig. Zunächst würde ich sowieso erst versuchen Kraft zu tanken, um diesen Weg noch bestehen zu können.


Schon einmal vielen Dank euch allen für eure Mühen.
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Martin Mainz
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Re: Probleme Ärzte und Cannabis... Mein bisher laaanger weg

Beitrag von Martin Mainz »

Hallo darkfloppy und willkommen im Forum!

Dein Leidensweg wird hier sicherlich oft geteilt. Zum Einlesen vielleicht erst mal hier: viewtopic.php?f=22&t=7892

Und dann irgendwann in Richtung Antrag hier: viewtopic.php?f=22&t=7701

Als Anlaufstelle kannst du ja auch mal schauen ob sich in der Nähe vielleicht ein Ortsverband vom DHV findet. Dazu gibt es dann auch noch das mediznische Forum für Patienten: https://www.cannabis-medic.de/


Ich würde deinen Beitrag in den Vorstellungsthread verschieben.

Grüße, der Admin
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darkfloppy
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Re: Probleme Ärzte und Cannabis... Mein bisher laaanger weg

Beitrag von darkfloppy »

Hallo Martin. Vielen Dank für deine aufmunternden Worte. Gerne darfst du meinen Beitrag in die Vorstellung verschieben. Tut mir leid bin heute neben der Spur... Sonst nicht so meine Art.
Holymoly70
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Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Holymoly70 »

Hallo :D ,
ich bin dieses Jahr 50 geworden, konsumiere schon seit meinem 14 Lebensjahr.
Seit August dieses Jahr bekomme ich es endlich auf Rezept
Bei der Krankenkasse muss es noch beantragt werden und auch sonst bin ich bisher mit der ganzen Sache nicht so zufrieden.
Aber ich werde weiterhin dafür kämpfen, dass alles gut wird!
Jedenfalls wird es Zeit das sich hier in Deutschland etwas ändert!!

In diesem Sinne liebe Grüße
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Martin Mainz
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Martin Mainz »

Hallo Holymoly und herzlich willkommen im Forum!
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darkfloppy
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von darkfloppy »

Hallo alle zusammen. Ob man es glaubt oder nicht. Bin seid heute im Besitz eines Privatrezeptes. War noch nie so glücklich in letzter Zeit. Endlich darf ich mich so behandeln, wie ich es möchte und muss mich nicht der Strafverfolgung aussetzen, sondern kann mich auch wehren. 8-)
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Martin Mainz
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Martin Mainz »

Hi, du bist ja hier schon länger aktiv, trotzdem ein herzliches Willkommen im Forum!

Und Glückwunsch!
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Sofawoelfchen
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Sofawoelfchen »

Huhu ihr Lieben,
bin seit heute Mitglied im DHV und möchte mich kurz Vorstellen :)

Mit meiner Familie (darunter natürlich auch die vielen tierische Mitglieder) lebe ich in Hessen und komme aus dem Main Kinzig Kreis.
Auf den Verband bin ich eigentlich durch Greeen gekommen, der ohnehin ohne es zu Wissen sehr viel für meinen Sohn und mich gemacht hat.
Hanf und Kräuter aller art, sind meine Leidenschaft seit ich ein kleines Mädchen war und aus gesundheitlichen Gründen immer wieder bei einer Kräuterfrau/Wehfrau war.

Auf gutes und baldiges, Gelingen...Gemeinsam! :)

Liebe Grüße vom Sofawoelfchen
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Martin Mainz
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Martin Mainz »

Hallo Sofawoelfchen und herzlich willkommen im Forum!

Greeen hatten wir hier auch ab und an als Thema, vor allem im Musik-Strang: viewtopic.php?f=5&t=8024
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Hans Dampf
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Hans Dampf »

Hi Sofawoelfchen,

Willkommen im Forum!
Greeen macht viel für die Legalisierung und gleichzeitig schöne Musik. Mir hat seine Musik in einer schweren Krise sehr geholfen und dass, obwohl ich sicherlich nicht zur Alterszielgruppe gehöre :mrgreen:

Grüße und ein schönes Wochenende,
HD
smokey87
Beiträge: 8
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von smokey87 »

Hey ich bin Maileen und bin neu im Forum :) Interessiere mich für das Thema rund um Hanf schon seit einigen Jahren und habe mich aufgrund einiger Strafen für Bekannte dazu entschlossen, etwas beim Hanfverband dabei zu sein und bin deshalb auch in dieses Forum eingetreten :)

Freue mich auf den Austausch!
LG
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Martin Mainz
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Martin Mainz »

HGi Smokey und herzlich willkommen im Forum!
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Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
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Der Irre Jug
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Der Irre Jug »

Hallo Miteinander,

Hiermit möchte ich mich offiziell vorstellen:

Ich war, bin Der Irre Jug
Nachdem mich ein Freund auf Euch aufmerksam gemacht hat, dachte ich erst, keine gute Idee...
Gründe:

1. Sobald Kosten für Ladenmiete, Personal und, nicht zu vergessen, erst einmal Steuern dazu kommen, werden die Preise steigen..
2. Wenn es legalisiert ist, befürchte ich das das bisherige urkapitalistische und weitgehend anarchistische System der Selbstversorger, von z.B.: der Pharmaindustrie übernommen wird. Ich spreche hier von einer Industrie, die Vitamin C zum meistverkauften "Medikament" gepuscht haben und das in Ländern, wo der nächste Supermarkt mit täglich frischen Obst und Gemüse in der Regel ca 15 mins entfernt ist! Mal abgesehen von anderen , meiner Meinung nach kriminellen Geschäftsbereichen wie Ritalin- und Opium-handel.

Allerdings bin ich zu der Überzeugung gekommen, das die Vorteile überwiegen:

Weitere Forschung und Anwendung von Hanf als Medizin und/oder Therapie.
Entkriminalisierung und dadurch auch weniger Überwachung von Millionen rechtschaffender Bürgern.
Wirksamer Jugendschutz durch Abgabe ab 18 Jahren (hoffentlich besser als der Jugendschutz für Alkohol/Zigaretten bei unter 16-jährigen). Aus meiner persönlichen Sicht war ein wesentlicher Grund für meinen Einstieg mit 14 Jahren, genau weil es verboten war.
Eine Möglichkeit für Kleinunternehmer auf dezentraler kommunaler Basis ein Einkommen zu erwirtschaften und, JA, auch Steuern und Sozialabgaben zu bezahlen.

So, genug über meine Motivation, hier etwas zu meiner Person:

Ich gehöre zu der bösen Gruppe Alter Weißer Zorniger Männer also ü 50. Geboren wurde ich damals in Berlin, bin dann aber sehr schnell nach Süddeutschland ausgewandert. Hauptsächlich Pfalz und im Badischen ( S` gibt Badische und unsybadische..).
Sogar ein paar Mal im Hessischen ( nette Leute, aber ich HASSE Äbbelwoi..).
Bin jetzt aber schon seit Längerem in Chemnitz.

Irre nennt man mich wegen Aktionen wie diese:

Als ich schon vor laaaanger Zeit in ein berühmtes Cafe in Heidelberg gehen wollte und uns eine ältere Dame ganz aufgeregt mit den Worten empfing:
Da drinne sitzt der Bundeskanzler!!
Daraufhin haben sich 2 von uns einen Tisch gesetzt, während eine Freundin und ich die Fussgängerzone abgegrast haben, um einen "Atomkraft: Nein Danke" Button zu finden.
(kleine Geschichtserinnerung: zu dieser Zeit waren wurde gerade die Verklappung von leicht radioaktiven Mülls verboten, so das sich AKW-Betreiber schon überlegt hatten, ihre AKWs abzuschalten!)
Nachdem wir die ganze Fussgängerzone abgegraßt hatten, incl. jedem Rockers mit Buttens an seiner Kutte, haben wir immerhin einen "Schwerter zu Pflugscharen"-butten gefunden den wir Herrn "Birne" übergeben wollten.
Also marschierte ich mit meinen 16 Jahren direkt an den Tisch unseres Kanzlers, schenkte ihm den Pazifistenbutten und fragte:
"Warum stellen sie die Atomkraftwerke nicht ab, wenn sogar die Betreiber das wollen??"
(Damals waren schnelle Brüter im Kommen, weil damit waffenfähiges Plutonium hergestellt werden konnte und Deutschland zwar keine eigenen A-Bomben besitzen, aber alle Teile für den Bau herstellen und verkaufen durfte.)

OK, war ne schlechte Idee, weil 100 pfälzer Kilo auf 1,95 verteilt, können eine böse Tracht Prügel provozieren.

Wie Ihr also jetzt wisst, ist es mir zu verdanken, dass Deutschland aus der Atomkraft ausgestiegen ist. :-) . Gerne geschehen.
Ich hoffe dies gelingt uns auch mit der Legalisierung, nur schneller.
Danach habe ich mich in diversen Jobs versucht und bin momentan arbeitsuchend, nur nicht mehr dieses Jahr!
Ach ja, momentan habe ich weder ein akutes medizinisches oder rechtliches Problem, sorry.

Gruss und ein schönes und gesundes neues Jahr wünscht:

Der Irre Jug
JEDE Prohibition fördert AKTIV organisierte Kriminalität!!

Also gehört JEDE Person, die aktive Prohibition unterstützt automatisch ins Gefängniss

Harry J. Anslinger
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Cookie
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Cookie »

Hallo "Der Irre Jug" und herzlich willkommen im Forum!

Das ist ja wirklich ne "irre" Geschichte. Nicht schlecht.

Ü50? Damit bist Du leider nicht allein - schnüff ;).

Guten Rutsch (an alle)!
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Martin Mainz
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Martin Mainz »

Auch von mir ein herzliches Willkommen! Dann klappts ja jetzt endlich mit der Legalisierung :mrgreen:
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Filly
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Filly »

Moin!

Da ich mich heute dazu entschlossen habe, Fördermitglied des DHV zu werden, möchte ich mich auch gerne bei Euch im Forum vorstellen und über meine Gründe sprechen, warum ich mich mit dem Thema Hanf als Medizin und Genußmittel beschäftige.

Ich bin Ende 30 und lebe und arbeite im Großraum Hamburg.
Von der Ausbildung her bin ich prom. Physiker, arbeite aber seit einigen Jahren in der Wirtschaft in einem leicht "fachfremden" Bereich ("Big Data" etc.).

Mit dem Thema Hanf bin ich tatsächlich erst vor relativ kurzer Zeit wirklich in Berührung gekommen, nämlich vor bummelig eineinhalb Jahren.
Warum so spät? Früher hat mich das Thema nicht interessiert und ich bin sicher, dass es vor ca. 15 Jahren oder so auch nichts für mich gewesen wäre.

Bevor ich die Gelegenheit hatte, mich mit dem Hanf anzufreunden, hatte ich mich intensiv mit dem Thema Hanf und andere Substanzen "theoretisch" auseinandergesetzt. Grund dafür war neben meinem Interesse an alten Kulturen auch z.B. die ewige Frage, was Bewusstsein ist und ausmacht (das Qualia-Problem und so). Und ganz einfach die positive Feststellung, dass das Universum (und damit auch wir) viel mehr ist, als das man es in ein paar banale Formeln pressen könnte.
In die Praxis umgesetzt bedeutete dies sehr schöne, entspannte Stunden bei guter Musik (60er Garage Rock!), guten Filmen (bin z.B. Columbo-Fan) und für mich sehr wertvolle, sinnstiftende innere Monologe die mich in meiner Persönlichkeit wirklich weiter gebracht haben ("assoziative Lockerung" ist was feines ;) ).
Andere Substanzen interessieren mich zwar, habe aber nicht vor, mit ihnen zu experimentieren.

Ganz klar beobachte ich an mir eine positive Wirkung des Hanfs auf meine körperliche und psychische Gesundheit.
Seit meiner Jugend leide ich an Depressionen. Über die Jahrzehnte mal mehr oder weniger schlimm, es gab auch Phasen wo ich wirklich sehr depressiv war. Auch wenn sich das Gesamtbild in den letzten Jahren deutlich gebessert hat, eine depressive Grundpersönlichkeit werde ich wohl mein Leben lang haben. Entsprechend nehme ich Fluoxetin und Mirtazepin.
Vermutlich damit im Zusammenhang steht die Diagnose "Visual Snow" (mein Neurologe hat sich gefreut mal einen Fall in der Praxis zu haben, leider konnten wir bislang keine konventionelle Therapie finden). Hinzu kommt eine HLA-B27-assozierte gelegentliche Entzündung verschiedener Gelenke, dazu häufige Kopfschmerzen. Nicht zuletzt stand auch mal die Diagnose (bzw. eher der Verdacht) ADHS im Raum. Das ist aber bei meinen hiesigen Ärzten nicht vermerkt, da die Diagnose gestellt wurde, als ich längere Zeit im Ausland gelebt und gearbeitet hatte und ich hatte auf das Thema später dann kein Bock mehr - Ritalin hatte keinen Effekt, ausser das ich mich müde, aber gleichzeitig wie nach 10 Tassen Kaffee gefühlt habe.

Was passiert nun mit Hanf? Aufgrund meiner Depression hatte ich leichte Bedenken, ob eventuell Gedanken hochgespült werden, die ich vielleicht nicht im Bewusstsein wissen möchte. Allerdings war das Gegenteil der Fall. Tatsächlich fließen viele Gedanken und Gefühle durch den Kopf, auch solche, die mir bei klarem Bewusstsein unangenehm wären. Der Hanf hat mir aber gezeigt, dass ich vor mir und meiner Biographie keine Angst haben muss. Vielmehr habe ich für mich mitgenommen "Alter, was willst du denn? Du bist okay, gibt keinen Grund sich für irgendwas zu schämen, sich vor dir selbst zu verstecken oder Angst vor der Vergangenheit zu haben"). Entsprechend kann ich auch reflektierter und gelassener mit meinen Depressionen und persönlichen Defiziten umgehen.
Zum Thema Visual Snow beobachte ich zwar keine langfristige Besserung, aber wenn ich "drauf" bin beobachte ich durchaus Linderung und sogar die Möglichkeit, den Visual Snow durch Konzentration aktiv zu beinflussen und quasi in den Wahrnehmungshintergrund zu schieben. Hängt von der Sorte ab.
Auch bin ich, was meine Entzündungen betrifft, praktisch seit langem ohne Beschwerden. Auch Kopfschmerzen sind noch viele Tage nach dem Konsum kein Thema.
Geringe Dosen sorgen bei mir dafür, dass mir langweilige, repetitive Aufgaben, bei denen mir sonst wortwörtlich schlecht wird, viel besser und vor allem konzentrierter von der Hand gehen.

Wie Ihr seht hat Hanf mein Leben bisher sehr positiv beeinflusst. Aufgrund dieser Erfahrungen ist für mich selbstverständlich, dass Hanf als Medizin und Genußmittel legalisiert werden muss. Für erwachsene, reflektierte Menschen die Verantwortung für sich und ihre Umwelt übernehmen, versuchen sich selbst zu erkennen und bei allem im Leben Maß halten gibt es natürlich ganz und gar keinen nachvollziehbaren Grund, nicht Gras zu konsumieren wenn der Wunsch besteht. Menschen, die damit Probleme haben und vielleicht den Überblick verlieren benötigen - sofern sie es wollen - vernünftige und vor allem eine würdevolle Unterstützung statt was auf die Fresse in Form von Strafverfolgung. Letzters ist auch wirklich das, wovor ich Angst habe. Nicht nur, dass mich das psychisch wirklich fertig machen würde, ich habe auch Angst davor, mir langfristig (Job und so) negative Folgen einzuhandeln.
Daher würde ich auch sehr gerne den Versuch unternehmen, mit einem Arzt über eine eventuelle Verschreibung zu sprechen.

So, meine Vorstellung ist dann doch länger geworden als geplant. Egal - ich danke Euch fürs lesen und hoffe zukünftig in diesem Forum an interessanten Diskussionen teilhaben zu können.

Natürlich auch vielen, vielen Dank an den DHV für seine Arbeit!

Gruß,

Phil
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Martin Mainz
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Martin Mainz »

Hallo Phil und herzlich willkommmen im Forum.

Gestern war ich dann doch zu müde, das alles zu lesen, aber ich fand es heute morgen mit frischem Kopf sehr interessant! Visual Snow hatte ich bis jetzt noch nicht gehört, wie schlimm ist das? Sieht man überhaupt noch was oder ist das wie Tinitus, den man auch mal vergessen kann?

Qualia musste ich auch erst mal nachschlagen, die Philosophen mit ihren tausend Begriffen immer :roll:

Jedenfalls bist du uns hier herzlich willkommen und hoffentlich findest du hier im Forum einige Beiträge, die dich interessieren und wo du dich beteiligen kannst.

Hanfige Grüße, Martin
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Cookie
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Cookie »

Filly hat geschrieben: Di 19. Jan 2021, 00:47 Tatsächlich fließen viele Gedanken und Gefühle durch den Kopf, auch solche, die mir bei klarem Bewusstsein unangenehm wären.
Wie schön, dass es einer mal genau so beschreibt, wie es ist :mrgreen:.
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Filly
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Filly »

Moin Martin,

vielen Dank für die Begrüßung.

Visual Snow gibt es in vielen Intensitäten und Ausprägungen, aber normalerweise kann man immernoch alltagstauglich sehen. In meinem Fall komme ich nach nunmehr 20 Jahren eigentlich gut zurecht, aber z.B. nachts Auto fahren wäre nicht drin, da das Verhältnis zwischen optischem Signal und dem Rauschen viel zu schlecht ist, um verlässlich und rechtzeitig was zu erkennen. Visual Snow geht auch üblicherweise mit intensiven und langen Nachbildern einher, z.B. wenn man punktförmige Lichtquellen sieht.
Anstrengend ist halt die Tatsache das man das Rauschen 24/7 sieht, also auch in völliger Dunkelheit bei geschlossenen Augen sieht man ein weisses (manchmal auch farbiges) Rauschen wie bei einem schlecht eingestelltem Fernseher mit Antennen-Empfang. Das ist es auch, was Betroffene am meisten stört, ist halt eine permantene Belastung der man nicht entgehen kann.

Ursache ist nicht wirklich bekannt, aber die Forschung hat in den letzten Jahren durchaus Fortschritte gemacht. Anfangs glaubte man an eine seltsame Variante einer persistenten Migräneaura, da ist man aber inzwischen von ab. Jedenfalls weiß man, das Visual Snow nichts mit den Augen oder der Zuleitung zum Gehirn zu tun hat, sondern ziemlich am Ende des Sehrvorganges im Gehirn passiert. Vergleichbare Effekte werden übrigens auch von Menschen die an HPPD (hallucinogen persisting perception disorder) leiden beschrieben, wie sie wohl nach Genuß von Psychedelika auftreten können. Interessanterweise gibt es aber Anekdoten das manche nach Einnahme geringer Dosen LSD ihren Visual Snow überwinden konnten (wovon ich persönlich aber im Selbstversuch Abstand nehme würde). Eine HPPD kann ich für mich aber definitv ausschliessen, aber wer weiß welche Rolle z.B. Umweltgifte spielen oder sogar unser Lebensstil mit den Computerbildschirmen oder LEDs. Offiziell dokumentiert ist Visual Snow nämlich interessanterweise erst seit den später 90ern oder so.

Mich würde es auch nicht wundern, wenn Visual Snow eine klassische chronische Synästhesie ist, d.h. man "sieht" praktisch seine Depression oder chronischen Stress.

Viele Grüße,

Phil
Martin Mainz hat geschrieben: Di 19. Jan 2021, 09:25 Hallo Phil und herzlich willkommmen im Forum.

Gestern war ich dann doch zu müde, das alles zu lesen, aber ich fand es heute morgen mit frischem Kopf sehr interessant! Visual Snow hatte ich bis jetzt noch nicht gehört, wie schlimm ist das? Sieht man überhaupt noch was oder ist das wie Tinitus, den man auch mal vergessen kann?

Qualia musste ich auch erst mal nachschlagen, die Philosophen mit ihren tausend Begriffen immer :roll:

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Hanfige Grüße, Martin
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Vaporisator
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Vaporisator »

Schön dass du da bist!
Das kriminelle an Hanf ist das Verbot.
Moppel
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Registriert: Fr 22. Jan 2021, 08:44

Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Moppel »

Hallo zusammen
Mein Name ist Stephan bin 59 Jahre alt und komme aus dem Raum Wuppertal.
Bis zu meinem 18 Lebensjahr hatte ich nichts mit Drogen zu tun , nicht mal rauchen.
kurz vor meinem 18 Geburtstag bin ich wegen Fieber und starken schmerzen ins Krankenhaus eingeliefert worden .
nach mehreren Monaten und jede Menge weniger schöne Untersuchungen hat man fest gestellt das ich Morbus Chron habe und eine OP unausweichlich war.
Es wurde eine lange schwere OP , um die Schmerzen halb Wegs zu ertragen gab man mir jede 1 1/2 Std eine Spritze mit Morphium alle 6 Std waren normal . Es war das tollste Gefühl was ich bis dato hatte , keine schmerzen keine sorgen alles war weg und mir war alles Scheiß egal. Nach zwei Wochen war ich abhängig und der Arzt ordnete kalten Entzug an .
ab sofort bekam ich keine Schmerzmittel mehr . Der Entzug war sehr hart ,ich bittete und flehte die Schwestern an mir doch bitte was zu geben . Meine Freunde besuchten mich nicht mehr weil ich vor Schmerzen schrie .
Nach einiger Zeit hatte ich es dann überstanden aber es wurde eine zweite OP nötig weil eine Niere nicht mehr wollte .
Wieder bekam ich Morphium und Valium und musste wieder einen Entzug machen .
Insgesamt war ich sechs Monate am stück in der Klinik und mit 35kg wurde ich dann ohne psychische Beihilfe entlassen .
Nach der Entlassung war mir klar ich brauche Drogen . da ich keine Ahnung hatte wo her ich sie bekommen sollte viel mir mein , in der Familie verachteter Cousin ein der Drogen ( kiffen) nahm .
Zum Kiffen kam dann noch Kokain und Amphetamine dazu .
Es kamen noch einige Krankheiten dazu so wie Restless-Legs-Syndrom und Psoriasis.
Meine beiden Söhne wurden geboren und ich hörte sofort mit den harten Drogen auf ,das kiffen machte ich weiter
So kam ich dann zum Kiffen ,zum glück denn es half mir bei meiner Appetitlosigkeit und dem Restless-Legs-Syndrom, Schmerzen in den Beinen konnte ich damit lindern .
Alle meine behandelnden Ärzte begrüßen das ich kiffe aber keiner will mit mir kämpfen das ich mein Dope legal beziehen kann. ich kann es gut verstehen weil die Ärzte besseres zu tun haben als sich mit so was rum zu schlagen und da man alle Medis die es für die jeweilige Krankheit gibt nehmen muss um überhaupt eine Chance habe es legal zu bekommen ,aber ich sie nicht nehmen darf weil sonst meine Rest verbleibende Niere auch noch das zeitliche segnet .
Also bin ich weiterhin illegal unterwegs und das kotzt mich so richtig an , also muss weiter auf der Straße kaufen wo ich nicht weiß was ich da konsumiere .
Nein ich werde es nicht mehr mit machen ich werde wenigstens versuchen für die Legalisierung zu kämpfen weil ich weiß das es ganz vielen so geht wie mir .
I
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Martin Mainz
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Beiträge: 4667
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Martin Mainz »

Hallo Moppel und herzlich willkommen im Forum!

Ist ja ne üble Geschichte. Dein Arzt sollte wissen, daß nicht alles ausprobiert sein muss. Es ist eigentlich so, daß wenn der Arzt überzeugt ist, man das auch bei der Krankenkasse irgendwie durchkriegen kann. Zur Not per Gericht. Aber dazu muss der Arzt überzeugt sein und auch ein bisschen Ahnung von der Materie haben.

Weiterbildung ist immer ne gute Sache und wenn du den Arzt mit den richtigen Infos versorgst, dann kann man vielleicht sein Interesse wecken. Lies dich zum Antrag mal hier ein: viewtopic.php?f=22&t=7701

Ansonsten hoffe ich sehr darauf, daß siech nach der Wahl was tut.
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Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
Bitte seid nett zueinander - die Welt da draußen ist schlimm genug
Mar_co
Beiträge: 15
Registriert: Fr 22. Jan 2021, 12:15

Hier bin ich

Beitrag von Mar_co »

Hallo liebe Hanffreundinnen und Hanffreunde (Gendern werde ich ab hier weglassen - und ja, ich spreche damit immer alle Geschlechter, Nationalitäten und Religionen an ;) )
Ich möchte diese Stelle nutzen, um mich einmal bei euch allen vorstellen zu dürfen.

Edit: Das wichtigste vergessen und deshalb jetzt zu erst.
Ich bin 35 Jahre alt, Biologe und Informatiker, Morbus Crohn, ADHS und Schmerzpatient - momentan sesshaft im ländlichen Oberfranken :-D

Hanf begleitet mich in meinem Leben schon sehr lange. Tatsächlich habe ich mit 14 oder 15 das erste Mal konsumiert. Dies hat wie bei vielen anderen zunächst überhaupt keine Wirkung gezeigt. Dennoch war ich irgendwie fasziniert von dem grünen Kraut und so kam es, dass ich mit fortschreitendem Alter öfter zur grünen Knolle griff und mich auch mit dem Thema Hanf immer mehr beschäftigte.
Während meines Studiums wurde Hanf in Form von Cannabis zu meinem täglichen Begleiter. Teilweise konnte ich nur lernen, wenn ich jede halbe Stunde einen Kopf geraucht habe. Natürlich habe ich mir über diesen Gebrauch von Cannabis ernsthaft Sorgen gemacht - rückblickend kann ich jedoch sagen, dass ich ohne Cannabis mein Studium garnicht geschafft hätte... aber dazu später mehr.

Ich hab ein relativ turbulente, aber auch tolle Zeit während des Studiums gehabt, nur hatte ich schon immer ziemliche Verdauungsstörungen (welche sich manchmal sogar in schleimigen, blutigen Durchfällen) zeigten, begleitet von Bauchschmerzen und Übelkeit. ich probierte vieles mit Ernährungsumstellungen aus, Sport habe ich zu der Zeit sowieso sehr viel gemacht und mich eigentlich auch gesund ernährt. Da meine Probleme aber wirklich nicht zu oft waren, hab ich dann einfach immer einen mehr geraucht und alles war wieder gut ;-)

Bis zu dem einen Tag, als nicht mehr alles gut war. Ich hörte zu kiffen auf, weil es für mich einfach an der Zeit schien, außerdem erwarteten meine Frau und ich ein Kind. Dann nahm es innerhalb von ein paar Wochen seinen Lauf. Von ab und zu ein paar Probleme hat mein Körper relativ schnell umgeschaltet auf 30-40 blutige Durchfälle am Tag und richtig üblen Schmerzen. Also nichts wie ab zum Arzt. Die Magen- und Darmspiegelung ergab Morbus Crohn des oberen und unteren GI-Trakts. Von den Mundschleimhäuten bis hin zum After war alles von Entzündungen übersäht. Mehrere blutige Magengeschwüre und Darmpolypen, Stenosen und vernarbte Stellen im Darm.

Um hier an der Stelle abzukürzen:

Ich stehe hier jetzt nach knapp 10 Jahren meiner Morbus Crohn Diagnose. Bei mir wurde zusätzlich ein starkes ADHS (erst vor 2 Jahren) diagnostiziert, welches aber schon seit der Kindheit existierte - es hat sich nur niemand dafür interessiert. Bandscheibenvorfälle (LWS und HWS), Arthrose in Schulter, ISG und LWS, Beckenfehlstellung,...

Ich habe Medikamente für Morbus Crohn durch: Mesalazin, Prednisolon, Budesonid, Azathioprin, Homöopathie

Schmerzmittel: Diclo, Ibu, Novalgin, Paracetamol, Etoricoxib, Celecoxib, Tramadol, Tilidin, Gabapentin, Pregabalin
Antideppressiva: Escitalopram, Mirtazapin, Bupropion
ADHS-Medis: Atomoxetin, Methylphenidat

Ich habe sicherlich das eine oder andere Medikament vergessen, weil es im Laufe der zeit, so viele waren, dass mich nicht mal mehr Mücken gestochen haben.
Auf was ich hinaus will: Von fast allen Medis hatte ich entweder starke, nicht vertretbare Nebenwirkungen oder sie haben einfach nicht geholfen.

Was mir hilft, habe ich vielen Ärzten kommuniziert, aber niemand wollte mich hierbei bisher unterstützen. Dann kam ich auf psychosomatische und orthopädische Reha. Der neurologische Chefarzt war der erste Arzt, der mich in meinem Vorhaben bekräftigt hat, eine Cannabis-Kostenübernahme zu beantragen.

Letztes Jahr habe ich dann zum Glück wenigstens Dronabinol genehmigt bekommen, nachdem ich wieder mindestens 10 Ärzte abgeklappert habe. Ohne gleichzeitige Inhalation von CBD-Blüten hat mir das ganze nur leider wenig bis gar nichts gebracht.
Jetzt endlich vor einer Woche habe ich einen Antrag für Blüten an die KK schicken können, weil sich ein Arzt erbarmt hat, mir zu Glauben, dass ich Cannabis nicht zum Spaß will, sondern weil ich ohne in meinem Leben leider nicht klar komme. Es nimmt mir die Schmerzen, hält Entzündungen in Schach, hilft mir beim Arbeiten, Lernen, Lesen, Umgang mit meiner Familie und anderen Menschen und beim Schlafen.


Ich merke gerade es wurde sehr lang und auch stolprig zu lesen (jaja, immer diese ADHSler) - wenn jemand Fragen hat, gerne raus damit, natürlich auch gerne privat.

Ansonsten, solls das fürs erste sein. Natürlich möchte ich aber allen an dieser Stelle danken, die seit Jahren so tolle und wertvolle Arbeit leisten.
Ich helfe euch ab jetzt als volles Fördermitglied für ein besseres Leben mit Hanf. :-)
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