Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU
Re: Cannabis Patient, Bonn, PKW Kontrolle
Glückwunsch - Schritt 1 ist endlich getan
! Der ist ja extrem nervig und sogar gefährlich. Es wird Zeit, dass dem jemand einen Riegel vorschiebt. Ich wünsch dir Glück für die Verhandlung!
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Re: Cannabis für Chemotherapie auf Rezept, Führerschein Wiedererteilung nötig für Krebstherapie, MPU
Hallöchen !
Ich habe selbst 1996-2016 in den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen und Hildburghausen gelebt - die Gegend um Schweinfurt rum, der "Landkreis Schweinfurt", ist mir durchaus 1 Begriff. Er besteht aus Schweinfurt und "Pampa", wo man den ÖPNV vergessen kann, wenn an nicht zufällig an einem "Haltepunkt" der ziemlich seltenen Bahnstrecken lebt.
Ich bin selbst auch gesundheitlich sehr stark beeinträchtigt - 100% SchwB, Merkzeichen G, Betreuung - wenn auch aus anderen Gründen, eher ne psychopathologische Geschichte.
Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, daß es sinnvoll ist, zur Behandlung zu ziehen, wenn man auf regelmässige qualifizierte Behandlung angewiesen ist. Ich bin deswegen nach Leipzig gezogen - "zum Therapeuten". Leipzig ist eine sehr angenehme Stadt, in der es sich auch "in Armut" recht gut leben lässt, die Lebensqualität ist sehr hoch. Und alles, was man - auch als Schwerkranker - braucht und wo man hin muß, ist auch mit dem ÖPNV erreichbar, der Tagsüber (von 05-24 Uhr) wenigstens im 10-min-Takt fährt.
Das Leben auf dem Lande - in der Pampa - kann sehr, sehr schön sein, wenn man über das nötige Kleingeld verfügt, oder aber mindestens seit dem 30-jährigen Krieg in seinem Dörfchen ansässig ist, auf die dörfliche Solidarität und Toleranz rechnen kann. (Dann braucht man auch nicht unbedingt einen Führerschein und oder Auto.) Ansonsten ist es unterträglich. Als "Zugereister" findet man nur "funktionale Akzeptanz", wenn man durch seinen Beruf und sein Einkommen bzw. Ausgabeverhalten so einige dörfliche Bedürfnisse befriedigt. Als Kranker, Frührentner, "Sozialfall" wird man dagegen sofort zum Paria. Das ist zumindest meine Erfahrung.
Deswegen möchte ich anheim stellen, "zur Therapie zu ziehen", also in eine größere Stadt, in der die medizinisch gebotene Versorgung "problemarm" erreichbar ist. Dort ist auch die Haltung zu Cannabis idR eine ganz andere, als "auf dem Land", wo so manche selbst heute noch Haschisch und Heroin nicht richtig auseinander halten können aber gleichwohl Sachbearbeiter beim Landratsamt sind. In der Großstadt spielt dann auch das Thema "Führerschein und Kfz" eine geringe Rolle, zumal die Kfz-Haltung mit Sicherheit in der absehbaren Zukunft enorm erschwert werden wird von wg Klimaschutz.
Dies nur mal so als Denkanregungen.
Ich habe selbst 1996-2016 in den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen und Hildburghausen gelebt - die Gegend um Schweinfurt rum, der "Landkreis Schweinfurt", ist mir durchaus 1 Begriff. Er besteht aus Schweinfurt und "Pampa", wo man den ÖPNV vergessen kann, wenn an nicht zufällig an einem "Haltepunkt" der ziemlich seltenen Bahnstrecken lebt.
Ich bin selbst auch gesundheitlich sehr stark beeinträchtigt - 100% SchwB, Merkzeichen G, Betreuung - wenn auch aus anderen Gründen, eher ne psychopathologische Geschichte.
Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, daß es sinnvoll ist, zur Behandlung zu ziehen, wenn man auf regelmässige qualifizierte Behandlung angewiesen ist. Ich bin deswegen nach Leipzig gezogen - "zum Therapeuten". Leipzig ist eine sehr angenehme Stadt, in der es sich auch "in Armut" recht gut leben lässt, die Lebensqualität ist sehr hoch. Und alles, was man - auch als Schwerkranker - braucht und wo man hin muß, ist auch mit dem ÖPNV erreichbar, der Tagsüber (von 05-24 Uhr) wenigstens im 10-min-Takt fährt.
Das Leben auf dem Lande - in der Pampa - kann sehr, sehr schön sein, wenn man über das nötige Kleingeld verfügt, oder aber mindestens seit dem 30-jährigen Krieg in seinem Dörfchen ansässig ist, auf die dörfliche Solidarität und Toleranz rechnen kann. (Dann braucht man auch nicht unbedingt einen Führerschein und oder Auto.) Ansonsten ist es unterträglich. Als "Zugereister" findet man nur "funktionale Akzeptanz", wenn man durch seinen Beruf und sein Einkommen bzw. Ausgabeverhalten so einige dörfliche Bedürfnisse befriedigt. Als Kranker, Frührentner, "Sozialfall" wird man dagegen sofort zum Paria. Das ist zumindest meine Erfahrung.
Deswegen möchte ich anheim stellen, "zur Therapie zu ziehen", also in eine größere Stadt, in der die medizinisch gebotene Versorgung "problemarm" erreichbar ist. Dort ist auch die Haltung zu Cannabis idR eine ganz andere, als "auf dem Land", wo so manche selbst heute noch Haschisch und Heroin nicht richtig auseinander halten können aber gleichwohl Sachbearbeiter beim Landratsamt sind. In der Großstadt spielt dann auch das Thema "Führerschein und Kfz" eine geringe Rolle, zumal die Kfz-Haltung mit Sicherheit in der absehbaren Zukunft enorm erschwert werden wird von wg Klimaschutz.
Dies nur mal so als Denkanregungen.
Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU
Hallo zusammen,
auch ich bin leider nun nach einem Jahr Patienten-Status zur Prüfung meiner Kraftfahreignung aufgefordert worden.
Insbesondere soll geklärt werden ob die Cannabisblüten zuverlässig nach ärztlichen Verordnungen eingenommen werden, weitere Auflagen erforderlich sind und zusätzliche medizinischen Eignungsuntersuchungen erforderlich sind.
Ich wollte Fragen, ob jemand hier eventuell Erfahrungen mit Prüfstellen hat, insbesondere im Gebiet Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart und in der Nähe?
Vielen Dank und viele Gruesse,
auch ich bin leider nun nach einem Jahr Patienten-Status zur Prüfung meiner Kraftfahreignung aufgefordert worden.
Insbesondere soll geklärt werden ob die Cannabisblüten zuverlässig nach ärztlichen Verordnungen eingenommen werden, weitere Auflagen erforderlich sind und zusätzliche medizinischen Eignungsuntersuchungen erforderlich sind.
Ich wollte Fragen, ob jemand hier eventuell Erfahrungen mit Prüfstellen hat, insbesondere im Gebiet Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart und in der Nähe?
Vielen Dank und viele Gruesse,
Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU
Auch bei regelmäßigem Alkoholkonsum tritt eine Toleranz ein. Wer das erste mal in seinem Leben Alkohol trinkt, der ist von geringen Mengen schon total weggeschossen. Auch hier gibt es eine subjektive Komponente. Aktuell werden von regelmäßigen "Freizeit-Trinkern" (um bei deiner Analogie zu bleiben) ja auch keinerlei MPU/Fahrtauglichkeitstests verlangt, obwohl der Promillewert je nach Trinkfestigkeit zu sehr unterschiedlichen Auswirkungen führt. Halte daher deinen vorgeschlagenen Ansatz als einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz.Freno hat geschrieben: Do 13. Jan 2022, 20:50 ...
Das Verfahren der "MPU" könnte ein erster Ansatz sein, zumindest was den Bereich "Kfz im Straßenverkehr" anbelangt. Man könnte sagen: wer regelmässig Cannabis konsumieren will oder muß, aber ein Kfz im Straßenverkehr nutzen will oder muß, könnte eine MPU absolvieren - vielleicht auch in regelmässigen Abständen - bei der auch der THC-Gehalt festgestellt wird.
...
You lazy sod ...
https://cannabisfakten.de/
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU
Diesen Verstoß sehe ich nicht. Über die Auswirkungen von Cannabis auf die Kfz-Führung im Straßenverkehr gibt es nur sehr wenig Kenntnisse bei Ämtern und Gerichten - weil Cannabis ja immer noch verboten ist. Dem steht ein Gebirge an Erfahrungen über Alkohol im Straßenverkehr entgegen, daß sich in etwa ab 1945 (vorher hat man sich kaum darum gekümmert, soweit ich weiß) aufgebaut hat, weil Alkohol nämlich nicht verboten ist und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung auch zumindest gelegentlich "konsumiert" wird.beggo hat geschrieben: Mo 14. Feb 2022, 10:44 ... Halte daher deinen vorgeschlagenen Ansatz als einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz.
Die Ungleichheit liegt eben darin begründet: über Cannabis im Straßenverkehr gibt es kaum, über Alkohol sehr viel Erfahrungswerte und die können nicht durch "Studien" ersetzt werden, weil bei "Studien" einerseits aufgrund der "Eigendynamik" des "Wissenschaftsbetriebs" von vorneherein feststeht, was herauskommen und publiziert werden soll und andererseits "Laborbedingungen" niemals auf das reale Leben übertragbar sind.
Man kann natürlich "einfach hingehen" und ziemlich willkürlich irgendwelche Grenzwerte von Blutproben festlegen - die berühmten "Promille" bezüglich Alkohol beruhen indessen auf jahrzehntelangen Erfahrungen der Gerichte. Es wird entsprechende Zeit brauchen, solche Erfahrungswerte zu Cannabis zu sammeln und bis dahin halte ich die Idee regelmässiger "MPUs" für Leute, die unter Cannabis-Einfluß Kfz im Straßenverkehr nutzen wollen oder müssen, weiter für diskutierbar.
Vollständig zufriedenstellende Lösungen in diesem Sektor wird es niemals geben können. Beispiel Alkohol: "pegeltrinkende" Alkoholiker sind mit "0,0 Promille" oftmals völlig unzurechnungsfähig, "funktionieren" erst dann wieder, wenn sie ihren Pegel wieder aufgefüllt haben und dann aber oftmals erstaunlich gut. Solche Alkoholiker sind mit 0,0 Promille fahruntüchtig - ein Problem, auf das ich als Rechtsreferendar durch einen Vortrag von Gerichtsmedizinern aufmerksam gemacht worden war. Es ist bis heute - soweit ich weiß - ungelöst.
Ein solcher "Pegeltrinker" war mal mein Vorgesetzter gewesen: ein hoch angesehener Universitätsprofessor, ehemaliger Uni-Präsident und langjähriger Vizepräsident, ein "leidenschaftlicher Lehrer", dessen Lehrstuhl das 3,5 - fache des "Deputats" an Lehrveranstaltungen angeboten hatte und dessen Assistenten (ich war mal 1 Solcher) dem ondit nach weniger nach fachlicher Eignung, denn nach Alkoholaufnahmefähigkeit ausgesucht worden waren. (Die Meinige war in meiner Jugend jedenfalls ausreichend für diesen Job.) Er bewegte sich allerdings nur mit dem Taxi durch die Gegend (er hatte mit einem Taxiunternehmer so ne Art "flat" vereinbart) - oder in den PKWs seiner Assistenten, seiner "Lehrstuhlfamilie", die auch bei ihm privat ein und aus ging, regelmässig auch übernachtete. Er ist erst vor einigen Jahren mit hoch in den 80er Lebensjahren verstorben, war auch als Emeritus noch bis kurz vor seinem Tod sehr aktiv gewesen.
Aber das sind - meiner Beobachtung nach - leider Ausnahmefälle. Ich habe nur ein zweites Mal einen weiteren solchen "produktiven Alkoholiker" kennengelernt - einen Anwaltskollegen von dem provinziellen Landgericht, bei dem ich früher mal zugelassen war. In der Kleinstadt war er 1 stadtbekannter Säufer - als Anwalt war er top und auch einer der wenigen Kollegen mit "Handschlagsqualität" und auch einer der wenigen Kollegen, gegen die ich ab und zu mal den Kürzeren gezogen hatte vor Gericht ...
Die überwiegende Mehrzahl der Alkoholiker jedoch driften einfach nur ab - auch das ist gut beobachtbar, weil "saufen" eben sozial üblich ist, während "kiffen" im Verborgenen stattfindet.
Med. Cannabis und MPU
Hallo zusammen,
ich hätte mal eine Frage, aber dazu muss ich etwas ausholen.
Ich heiße Chris, bin 45, Querschnittsgelähmt und bekomme seit 2018 med. Cannabis (Blüten).
2019 hat mich jemand beim örtlichen Landratsamt angeschwärzt und es dauerte auch
nicht lange und ich bekam einen Brief von der Führerscheinstelle, das meine Fahrtauglichkeit
aufgrund einer Dauermedikation mit med. Cannabis angezweifelt wird und ich einen
MPU machen muss, da mir sonst der Führerschein entzogen wird.
Ich habe mich dann entschieden, dieses Gutachten bei P I M A zu machen. Schon die Termin-
vergabe war ein absolutes Chaos, wurde 6mal !!! nicht zurückgerufen, dann endlich einen
Termin bekommen. Ich habe noch darauf hingewiesen das ich Rollstuhlfahrer bin und gefragt
ob es barrierefrei ist. Das wurde mir bejaht und hätte ich keinen Bekannten dabei gehabt,
wäre dies das erste Problem gewesen... 20cm hohe Stufe und ein Aufzug, in dem ich grad noch
so gepasst habe.
Auf die Untersuchung möchte ich jetzt nicht weiter eingehen, arrogantes, provokatives Verhalten
gepaart mit völliger Inkompetenz (Urinprobe ohne Handschuhe, unbeschriftetes Gefäß usw.)
Ich war froh, wie es vorbei war...
Danach habe ich 2 Monate auf das Gutachten gewartet, die Führerscheinstelle hat die Frist 4 mal
verlängert. Gutachten war positiv für mich, Fahrtauglichkeit wurde bestätigt, aber eine erneute
Untersuchung in 2 Jahren als Auflage eingetragen.
Das war dann im September 2021 wieder der Fall, Brief vom LRA, die Fahrtüchtigkeit wird angezweifelt,
MPU Gutachten usw.
Habe mich für den gleichen Anbieter entschieden, aber einen anderen Standort. Terminvergabe war
super, hat alles geklappt. Die Untersuchung selbst, 5 Minuten ohne auf mich einzugehen. Urinprobe
ohne Aufsicht usw.
War nach einer Stunde komplett fertig... Aber, diesmal waren alle nett
Dann musste ich 4 Monate !!! auf das Gutachten warten, das LRA hat wieder die Fristen verlängert.
Dann kam endlich das für mich erneut positive Gutachten. Natürlich wieder mit der Auflage, in 2 Jahren
erneute MPU.
Ich habe lange überlegt was ich machen soll... Jede Untersuchung kostet mich 1.000 Euro, jedes mal
ca. 4 Monate bangen und hoffen, das es gut läuft. (bin Berufspendler und auf Auto angewiesen)
Bin am überlegen ob ich jetzt 1,5 Jahre warte, dann das Med. Cannabis absetzte. Denn, wenn ich
das Medikament nicht mehr nehme, gibt es keine Grundlage für die MPU.
Eigentlich wird man so in die Illigalität gedrängt...
ich hätte mal eine Frage, aber dazu muss ich etwas ausholen.
Ich heiße Chris, bin 45, Querschnittsgelähmt und bekomme seit 2018 med. Cannabis (Blüten).
2019 hat mich jemand beim örtlichen Landratsamt angeschwärzt und es dauerte auch
nicht lange und ich bekam einen Brief von der Führerscheinstelle, das meine Fahrtauglichkeit
aufgrund einer Dauermedikation mit med. Cannabis angezweifelt wird und ich einen
MPU machen muss, da mir sonst der Führerschein entzogen wird.
Ich habe mich dann entschieden, dieses Gutachten bei P I M A zu machen. Schon die Termin-
vergabe war ein absolutes Chaos, wurde 6mal !!! nicht zurückgerufen, dann endlich einen
Termin bekommen. Ich habe noch darauf hingewiesen das ich Rollstuhlfahrer bin und gefragt
ob es barrierefrei ist. Das wurde mir bejaht und hätte ich keinen Bekannten dabei gehabt,
wäre dies das erste Problem gewesen... 20cm hohe Stufe und ein Aufzug, in dem ich grad noch
so gepasst habe.
Auf die Untersuchung möchte ich jetzt nicht weiter eingehen, arrogantes, provokatives Verhalten
gepaart mit völliger Inkompetenz (Urinprobe ohne Handschuhe, unbeschriftetes Gefäß usw.)
Ich war froh, wie es vorbei war...
Danach habe ich 2 Monate auf das Gutachten gewartet, die Führerscheinstelle hat die Frist 4 mal
verlängert. Gutachten war positiv für mich, Fahrtauglichkeit wurde bestätigt, aber eine erneute
Untersuchung in 2 Jahren als Auflage eingetragen.
Das war dann im September 2021 wieder der Fall, Brief vom LRA, die Fahrtüchtigkeit wird angezweifelt,
MPU Gutachten usw.
Habe mich für den gleichen Anbieter entschieden, aber einen anderen Standort. Terminvergabe war
super, hat alles geklappt. Die Untersuchung selbst, 5 Minuten ohne auf mich einzugehen. Urinprobe
ohne Aufsicht usw.
War nach einer Stunde komplett fertig... Aber, diesmal waren alle nett
Dann musste ich 4 Monate !!! auf das Gutachten warten, das LRA hat wieder die Fristen verlängert.
Dann kam endlich das für mich erneut positive Gutachten. Natürlich wieder mit der Auflage, in 2 Jahren
erneute MPU.
Ich habe lange überlegt was ich machen soll... Jede Untersuchung kostet mich 1.000 Euro, jedes mal
ca. 4 Monate bangen und hoffen, das es gut läuft. (bin Berufspendler und auf Auto angewiesen)
Bin am überlegen ob ich jetzt 1,5 Jahre warte, dann das Med. Cannabis absetzte. Denn, wenn ich
das Medikament nicht mehr nehme, gibt es keine Grundlage für die MPU.
Eigentlich wird man so in die Illigalität gedrängt...
Re: Med. Cannabis und MPU
Hallo Sirch,
versuche mal mit deiner Führerscheinstelle zu reden, vielleicht führt ja das schon zum Erfolg.
Falls nicht, kann ich dir nur raten, einen Fachanwalt für Verkehrsrecht/(Verwaltungsrecht), aufzusuchen.
Für P I M A ist das genial, die brauchen nicht mal mehr deine Daten eingeben
So einfach möchte ich auch Geld verdienen.
Ich würde mich wehren, denn ohne Cannabis, dafür Opioide, wäre keine Option für mich.
MfG
M.Nice
versuche mal mit deiner Führerscheinstelle zu reden, vielleicht führt ja das schon zum Erfolg.
Falls nicht, kann ich dir nur raten, einen Fachanwalt für Verkehrsrecht/(Verwaltungsrecht), aufzusuchen.
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Ich würde mich wehren, denn ohne Cannabis, dafür Opioide, wäre keine Option für mich.
MfG
M.Nice
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
- Martin Mainz
- Board-Administration
- Beiträge: 4667
- Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39
Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU
Ich versteh das nicht so ganz, oder vielleicht hab ich was nicht mitbekommen. Ist das inzwischen für alle Patienten mit C Pflicht alle 2 Jahre zur MPU??? Das kann doch nicht wahr sein!
-
HabAuchNeMeinung
- Beiträge: 617
- Registriert: So 1. Jun 2014, 02:17
Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU
Pflicht vermutlich nicht aber wenn die FeB und das Begutachtungsinstitut sich einig sind, kann man es ja machen. Sorgt ja für "einfache und wiederkehrende" Beschäftigung und Einnahmen.
Ich würde mich in dem Fall mal an alle in meinem Wahlkreis zuständigen MdBs wenden, ob sie das wirklich gut finden und mit den von ihnen verabschiedeten Gesetze so bezweckt haben.
Die Willkür im Fahrerlaubnisrecht ist schon für nicht Patienten echt nervig aber was hier abgezogen wird ist eine Frechheit....
my2cents
HabAuchNeMeinung
Ich würde mich in dem Fall mal an alle in meinem Wahlkreis zuständigen MdBs wenden, ob sie das wirklich gut finden und mit den von ihnen verabschiedeten Gesetze so bezweckt haben.
Die Willkür im Fahrerlaubnisrecht ist schon für nicht Patienten echt nervig aber was hier abgezogen wird ist eine Frechheit....
my2cents
HabAuchNeMeinung
Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU
Das ist eine sehr gute IdeeHabAuchNeMeinung hat geschrieben: Di 15. Feb 2022, 14:50 Ich würde mich in dem Fall mal an alle in meinem Wahlkreis zuständigen MdBs wenden, ob sie das wirklich gut finden und mit den von ihnen verabschiedeten Gesetze so bezweckt haben.
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU
Es gibt - soweit ich aus meiner frühverrenteten Perspektive des "Anwalts a.D." sehe - keinerlei gesetzliche Regelungen auf Bundes- oder Landesebene, die den Bereich "Medizinisches Cannabis und StVG" verlässlich klären. Man hat es schlicht vergessen oder "unter den Tisch fallen lassen". Typisch Politik !Martin Mainz hat geschrieben: Di 15. Feb 2022, 14:43 Ich versteh das nicht so ganz, oder vielleicht hab ich was nicht mitbekommen. Ist das inzwischen für alle Patienten mit C Pflicht alle 2 Jahre zur MPU??? Das kann doch nicht wahr sein!
Die Folge ist, daß jede Verwaltungsbehörde - konkret: jede "Führerscheinstelle" beim LRA oder in kreisfreien Städten (die mit "Oberbürgermeister") insofern einen enorm weiten Spielraum hat . Sie kann tun, was sie will bzw was ihr Dezernent, Landrat oder Oberbürgermeister will. "Wenn der Bürger damit nicht einverstanden ist, kanner ja klagen!"
Ob es also für alle Cannabis-Patienten, die auf ihren Führerschein angewiesen sind, "inzwischen Pflicht ist" alle xy Jahre zur MPU zu müssen, hängt ausschließlich von dem Gutdünken der oben genannten Kommunalpolitiker ab.
Natürlich kann man gegen diese Willkür klagen - vor den Verwaltungsgerichten, die traditionell hoffnungslos überlastet sind, weil die Politik der Arschlöcher überhaupt kein Interesse an einem effektiven Rechtsschutz ihrer politischen Willkür hat. Nur leider ist es in der Demokratie der Deppen völlig unmöglich, eine "Bewegung" zustande zu bringen, die eine radikale Aufstockung der Richterstellen bei den Verwaltungsgerichten (nötig wäre mindestens eine Aufstockung um 500%) zum Thema hätte. Dafür engagiert sich keiner, demonstriert keiner und macht auch sonst keine Bambule. Das Lamento findet nur in der juristischen Fachpresse statt, die ausserhalb der Justiz niemanden erreicht. In der Demokratie der Deppen engagiert man sich nur für "Großes", für "Werte" und "die Menschheit" und so - aber das, was wirklich wichtig wäre, fällt unter den Tisch, alleine weil es für die Deppen zu kompliziert ist. "Werte" sind dagegen voll Deppentauglich: "Vielfalt (oder soziale Gerechtigkeit, oder Klimaschutz oder was weiß ich für "Werte") ist immer gut!" kann jeder Idiot krähen und sich darob des Beifalls der Mehrheit seiner Mit-Deppen sicher sein.
Demzufolge dauern solche Prozesse ewig und eine Rechtssicherheit gibt es ohnehin erst dann, wenn das Bundesverwaltungsgericht eine diesbezüglich "gefestigte Rechtssprechung" entwickelt haben wird. Damit ist, nach der o.g. Lage der Dinge, frühestens nach 2030 zu rechnen.
"Iss halt so ! Kammer mache nix - mussmer gugge zu !"
Re: Med. Cannabis und MPU
Das habe ich versucht, aber der zuständige ist Mitte 20, aalglatt und auf ein Gespräch lässt er sich überhaupt nicht ein. Der hat es geschafft, sich innnerhalb von 3 Jahren einen nicht sehr schmeichelhaften Ruf zu erarbeiten.M. Nice hat geschrieben: Di 15. Feb 2022, 14:30 Hallo Sirch,
versuche mal mit deiner Führerscheinstelle zu reden, vielleicht führt ja das schon zum Erfolg.
Falls nicht, kann ich dir nur raten, einen Fachanwalt für Verkehrsrecht/(Verwaltungsrecht), aufzusuchen.
Für P I M A ist das genial, die brauchen nicht mal mehr deine Daten eingebenSo einfach möchte ich auch Geld verdienen.
Ich würde mich wehren, denn ohne Cannabis, dafür Opioide, wäre keine Option für mich.
MfG
M.Nice
Klar ist das für P I M A optimal, nur das die für ganz D grad mal 2 Ärzte haben, die auf med. Cannabis speziealisiert sind. Deshalb auch insgesamt fast halbes Jahr gewartet.
Eigentlich wird man so in die Illigalität getrieben. Denn wenn ich das Medikament absetze und mich privat versorge, habe ich keinerlei Probleme.
Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU
Und genau deshalb fange ich mir das gar nicht an... der ganze Hick Hack und dann ne MPU? Geht's noch (da denkt man doch fast, man wär noch bei "Hanf Beimer"
). Aber was ist mit dem Fachanwalt, zu dem dir M. Nice geraten hat? Oder "die MdBs in deinem Wahlkreis" (HabAuchNeMeinung)? Ich würde mir auch überlegen, mit der (regionalen) Presse mal zu reden!
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Re: Med. Cannabis und MPU
Das glaube ich nicht - denn es ist bereits "aktenkundig", daß Du Cannabis "konsumierst" und wahrscheinlich kennen sie auch den Mengen und es wurde vielleicht auch vorgetragen, daß Du "darauf angewiesen" bist. Wenn Du nun einfach mitteilst, Du würdest kein (medizinisches) Cannabis mehr nehmen, drängt sich der Verdacht geradezu auf, daß Du in die Illegalität ausgewichen bist, um Dich den MPUs zu entziehen. Der Mitarbeiter der Führerscheinstelle könnte dementsprechend Strafanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das BtMG stellen und dann stehen auf einmal die Strafverfolgungsbehörden vor der Tür und erheischen eine Blutprobe und dann ist die Kacke so richtig am dampfen: Führerscheinentzug + Strafverfahren + undundund.Sirch hat geschrieben: Fr 18. Feb 2022, 09:02 (...)
Eigentlich wird man so in die Illigalität getrieben. Denn wenn ich das Medikament absetze und mich privat versorge, habe ich keinerlei Probleme.
Der solideste Weg scheint mir der Verwaltungsrechtsweg zu sein: die Anordnung einer solchen MPU kann schon ein Verwaltungsakt iSd § 35 VerwVfG sein, der mit Widerspruch und Anfechtungsklage angegriffen werden kann. Es gilt dann grundsätzlich die "aufschiebende Wirkung" - die Wirksamkeit der Anordnung ist aufgehoben bis zur rechtskräftigen Entscheidung über Widerspruch und Klage. Etwas anderes gilt, wenn die "sofortige Vollziehbarkeit" einer solchen Anordnung sich entweder schon aus dem Gesetz ergibt oder von der Behörde angeordnet wurde. Wie die Dinge konkret bei dieser Anordnung der MPU liegen, weiß ich nicht - ich bin kein Führerschein-Experte. Aber die "aufschiebende Wirkung" kann ebenfalls auf dem Verwaltungsrechtsweg mit "einstweiliger Anordnung" wiederhergestellt werden.
Etwas anders gilt auch, wenn diese Anordnung "an sich" nicht als Verwaltungsakt angesehen wird, sondern erst der Entzug der Fahrerlaubnis, wenn man der Anordnung keine Folge geleistet hat.
Meine Empfehlung wäre, diese Sache mal mit einem auf Führerscheinrecht spezialisierten Anwalt zu diskutieren und eine entsprechende Strategie zu entwerfen. Aber auch Anwälte kosten eben Geld ...
-
StevenHill
- Beiträge: 5
- Registriert: Di 4. Jan 2022, 15:02
Re: Cannabis für Chemotherapie auf Rezept, Führerschein Wiedererteilung nötig für Krebstherapie, MPU
Hallo,
vielen Dank für eure Antworten
Meiner Meinung nach ist das leider keine Hürde, sondern ein Geldverbrennautomat. Die Ärzte kassieren dich bei jedem Besuch ab, für die Unterlagen zahlste extra, danach dann den überteuerten Stoff aus der Apotheke kaufen müssen der x3 mal so teuer ist wie aufm Schwarzmarkt. Am Ende hast du dann vielleicht Unterlagen "für einen Spezialfall" der dann wieder "speziell geprüft" werden muss von der FSST, dann sagen die sehr wahrscheinlich "Nope, du hast MPU Auflage offen" und dann stehste wieder da.
Ehrlich ich würde mich freuen wenn da doch ein Weg bestehen würde, aber alleine bei der "unbewussten Selbstmedikation" fall ich schon hin. Erstens hatte ich da keinen Krebs - und zweitens schau dir mal die Werte an. Etwas zu hoch für sowas - meine Meinung. Trotzdem Danke für deine Meinung und Antwort.
Der Nahverkehr hier ist einfach nicht wirklich mehr vorhanden. Auch so kleinere Dörfer haben mittlerweile nur noch Mitnahmebänke statt einen festen Busplan. Aber das liegt an der Politik, da können die Ländler oder SW-Stadtler nix dazu.
Pfiat euch
vielen Dank für eure Antworten
Das bekommst du nie durch bei der FSST. Ich lebe in Bayern. Die stellen sich bei allem Queer was denen nicht auf die Weide passt. Und wie du schon gesagt hast "Krebs" zählt eh nicht zu den Krankheiten die mit Cannabis therapiert werden. Dass es sinnvoll wäre, und vielen helfen könnte interessiert da ja erstmal nicht.Es kommt auf das Gesamtbild an, welches v.a. durch ärztl. Schreiben und Dokumentation belegbar ist. Einen Konsumhintergrund vor einer Verschreibung sieht man bei vielen Patienten, das kann man z.B. einer (un)bewussten Selbstmedikation zuschreiben. Allein mit Krebs kann man das bei dir speziell natürlich kaum begründen. Wichtig ist eben dass es jetzt als Medikament vorschriftsmäßig gebraucht wird und man damit voll funktionsfähig ist bzw. u.U. sogar besser fährt. Es ist keine geringe Hürde das stichhaltig zu argumentieren, aber möglich ist es.
Meiner Meinung nach ist das leider keine Hürde, sondern ein Geldverbrennautomat. Die Ärzte kassieren dich bei jedem Besuch ab, für die Unterlagen zahlste extra, danach dann den überteuerten Stoff aus der Apotheke kaufen müssen der x3 mal so teuer ist wie aufm Schwarzmarkt. Am Ende hast du dann vielleicht Unterlagen "für einen Spezialfall" der dann wieder "speziell geprüft" werden muss von der FSST, dann sagen die sehr wahrscheinlich "Nope, du hast MPU Auflage offen" und dann stehste wieder da.
Ehrlich ich würde mich freuen wenn da doch ein Weg bestehen würde, aber alleine bei der "unbewussten Selbstmedikation" fall ich schon hin. Erstens hatte ich da keinen Krebs - und zweitens schau dir mal die Werte an. Etwas zu hoch für sowas - meine Meinung. Trotzdem Danke für deine Meinung und Antwort.
Voll und ganz. Wenn ich diesen Weg gehen sollte, würde ich es auch gar nicht erst wieder versuchen mit dem Cannabisrezept. Das ganze ist so ein extremer Aufwand um abgezockt zu werden, da bleib ich lieber auf dem Schwarzmarkt. Vielleicht wirds ja wirklich legalisiert. Ansonsten würd ich es machen wie meine schlauen Freunde - fahren und Cleanurin dabei haben.Dieser Weg stützt allerdings die Sichtweise, dass CaM nicht unbedingt notwendig erscheint und für die Fahreignung eher nachteilig anzusehen ist.
Sorry, kein Plan was du mir damit sagen willst. Während Chemo haste keine weißen Blutkörperchen und ich habe selbst meine Eltern gemieden. Egal welche Studie du mir schickst, wenn man Chemo macht und vom Türe anklopfen sich Blaßen an deinen Fingern bilden, meidet man alles und jeden. Chemo sollte eig. aus einem guten Grund in solchen geschützten Räumen stattfinden. Aber gerade zu Corona, da juckt des alles kein Krankenhaus mehr. Hauptsache die Zahlen passen - ob zu Corona oder zum Geldwohle des Unternehmens.Siehe https://www.besserweiter.de/wissenschaf ... -bahn.html
Bei vielen Menschen in der Umgebung und eingeschränkter Immunabwehr steigt das Risiko natürlich trotzdem.
Du sprichst mir aus der Seele. Und dann sind die Busse meisten auch noch leer - aber du musst mal versuchen dein Fahrrad da mit reinzunehmenEr besteht aus Schweinfurt und "Pampa", wo man den ÖPNV vergessen kann, wenn an nicht zufällig an einem "Haltepunkt" der ziemlich seltenen Bahnstrecken lebt
Das hatte ich eh schon gemacht, aber zufällig. Wäre ich noch auf dem Dorf wären Notfälle wie z.B. eine Wassereinlagerung im Hoden nach der OP ja die absolute Hölle gewesen. Vielen Dank für deine weiteren Tipps, man merkt sofort du verstehst mein Problem zu 100%. "Funktionale Akzeptanz" - Alleine wie du dich ausdrückst, da merk ich doch sofort du hast das gleiche hinter dir. Es ist aber auch wirklich so. "Was der Bauer ned kennt, des frisst er nicht!"Deswegen möchte ich anheim stellen, "zur Therapie zu ziehen"
Pfiat euch
Re: Cannabis für Chemotherapie auf Rezept, Führerschein Wiedererteilung nötig für Krebstherapie, MPU
Hallo nochmal !
Ein funktionsfähiger ÖPNV in der Pampa ist einfach nicht zu finanzieren, beim besten Willen nicht. Da kann die Politik - ausnahmsweise - nix für. So ein ÖPNV-Bus verbraucht nun mal so seine 20 l Diesel auf 100 km - und in der Pampa sitzen grad mal 3-4 Leutchen drinn, wenn man von den "Schulbussen" absieht. In Südthüringen habe ich es oft erlebt, daß ich als einziger Fahrgast von Hildburghausen nach Suhl chauffiert worden bin - in einem Bus, der schon leer bestimmt 3 to wiegt und eben 20 l wegschlürft.
Hier in Leipzig beginnt man gerade, mit etwas größeren Hybrid-PKW zu experimentieren, die auf Bestellung via online vor der Haustür halten. Es scheint gut anzukommen.
Aber in der Großstadt ist alles anders, als in der Pampa. Hier gibt es schon ein engmaschiges, sternförmiges Straßenbahn-Netz, daß einen Großteil des Verkehrsbedarfs aufnimmt, auch die Busse sind gut besetzt. Die Busse verkehren in radialen Linien und verbinden die auseinanderstrebenden "Strahlen" der Straßenbahnen. Dazu kommt noch die S-Bahn.
Thema Cannabis:
Mein Cannabis wird mir von meinem Psychiater verschrieben. Er war mir als Gutachter meiner Rentenversicherung aufgedrückt worden, aber wir haben uns gut verstanden und er hat - auf Kosten meiner RV - eine aussergewöhnlich ausführliche Anamnese durchführen können. Ich benötige nur 3 g THC-haltiges Cannabis im Quartal, die kann ich selbst zahlen. Es dient zur Angstlösung und Stimmungsaufhellung aufgrund meiner psychopathologischen Wehwechen.
Ich weiß nicht wirklich, wie es bei Krebs ist - aber ich vermute, daß auch dort die Angstlösung und Stimmungsaufhellung ein wesentlicher Faktor ist. Insofern ist man auf der besseren Seite, wenn man als "Cannabis-Patient" auf der legalen Seite steht. Bei der Versorgung über den Schwarzmarkt steht der Angstlösung durch Cannabis die Angst vor der Verfolgung entgegen, die therapeutische Wirkung wird dadurch erheblich reduziert. Das ist zumindest meine Erfahrung. Zudem ist bei medizinischem Cannabis "die Versorgungslage stabil" (DDR-Deutsch) - beim Schwarzmarkt muß man nehmen, was man bekommen kann und wenn es mal nix gibt, guckt man in die Röhre.
Auch das nur als Denkanregungen - wie Deine Verhältnisse "wirklich" sind, kann ich ja nicht wissen !
Greets
Freno
Ein funktionsfähiger ÖPNV in der Pampa ist einfach nicht zu finanzieren, beim besten Willen nicht. Da kann die Politik - ausnahmsweise - nix für. So ein ÖPNV-Bus verbraucht nun mal so seine 20 l Diesel auf 100 km - und in der Pampa sitzen grad mal 3-4 Leutchen drinn, wenn man von den "Schulbussen" absieht. In Südthüringen habe ich es oft erlebt, daß ich als einziger Fahrgast von Hildburghausen nach Suhl chauffiert worden bin - in einem Bus, der schon leer bestimmt 3 to wiegt und eben 20 l wegschlürft.
Hier in Leipzig beginnt man gerade, mit etwas größeren Hybrid-PKW zu experimentieren, die auf Bestellung via online vor der Haustür halten. Es scheint gut anzukommen.
Aber in der Großstadt ist alles anders, als in der Pampa. Hier gibt es schon ein engmaschiges, sternförmiges Straßenbahn-Netz, daß einen Großteil des Verkehrsbedarfs aufnimmt, auch die Busse sind gut besetzt. Die Busse verkehren in radialen Linien und verbinden die auseinanderstrebenden "Strahlen" der Straßenbahnen. Dazu kommt noch die S-Bahn.
Thema Cannabis:
Mein Cannabis wird mir von meinem Psychiater verschrieben. Er war mir als Gutachter meiner Rentenversicherung aufgedrückt worden, aber wir haben uns gut verstanden und er hat - auf Kosten meiner RV - eine aussergewöhnlich ausführliche Anamnese durchführen können. Ich benötige nur 3 g THC-haltiges Cannabis im Quartal, die kann ich selbst zahlen. Es dient zur Angstlösung und Stimmungsaufhellung aufgrund meiner psychopathologischen Wehwechen.
Ich weiß nicht wirklich, wie es bei Krebs ist - aber ich vermute, daß auch dort die Angstlösung und Stimmungsaufhellung ein wesentlicher Faktor ist. Insofern ist man auf der besseren Seite, wenn man als "Cannabis-Patient" auf der legalen Seite steht. Bei der Versorgung über den Schwarzmarkt steht der Angstlösung durch Cannabis die Angst vor der Verfolgung entgegen, die therapeutische Wirkung wird dadurch erheblich reduziert. Das ist zumindest meine Erfahrung. Zudem ist bei medizinischem Cannabis "die Versorgungslage stabil" (DDR-Deutsch) - beim Schwarzmarkt muß man nehmen, was man bekommen kann und wenn es mal nix gibt, guckt man in die Röhre.
Auch das nur als Denkanregungen - wie Deine Verhältnisse "wirklich" sind, kann ich ja nicht wissen !
Greets
Freno
Re: Cannabis für Chemotherapie auf Rezept, Führerschein Wiedererteilung nötig für Krebstherapie, MPU
Hi,
also die Kosten für Transporte zur Chemo-/Strahlentherapie werden von der Kasse übernommen. Zwar steht die Sicherheit im Kontakt mit anderen Menschen an erster Stelle, jedoch steht das Risiko natürlich im direkten Zusammenhang zur räumlichen Abgrenzung gegenüber anderen Personen. So kann ein voller Supermarkt ein höheres Risiko darstellen als ein fast leerer Bus. Im Alltag entstehen schon aus der Notwendigkeit der Selbstversorgung zahlreiche Kompromisse.
Die Versorgung Krebskranker ist mir nicht fremd, deine Problematik in Bezug auf den Führerschein ist aber nochmal spezieller. Bei solchen sehr schwierigen Umständen ist es manchmal hilfreicher, binär ergebnisorientiertes Denken in Frage zu stellen, weil die Realität eben nicht binär ist sondern sich auch durchaus neue Möglichkeiten aus dem eigenen Denken und Handeln ergeben können.
Vielleicht macht dir das die Hintergründe etwas deutlicher. Ich wünsche dir jedenfalls vor allem Gesundheit und auch Erfolg bei deiner Problematik, vielleicht findest du ja doch noch einen Weg der dich zufrieden stellt!
also die Kosten für Transporte zur Chemo-/Strahlentherapie werden von der Kasse übernommen. Zwar steht die Sicherheit im Kontakt mit anderen Menschen an erster Stelle, jedoch steht das Risiko natürlich im direkten Zusammenhang zur räumlichen Abgrenzung gegenüber anderen Personen. So kann ein voller Supermarkt ein höheres Risiko darstellen als ein fast leerer Bus. Im Alltag entstehen schon aus der Notwendigkeit der Selbstversorgung zahlreiche Kompromisse.
Die Versorgung Krebskranker ist mir nicht fremd, deine Problematik in Bezug auf den Führerschein ist aber nochmal spezieller. Bei solchen sehr schwierigen Umständen ist es manchmal hilfreicher, binär ergebnisorientiertes Denken in Frage zu stellen, weil die Realität eben nicht binär ist sondern sich auch durchaus neue Möglichkeiten aus dem eigenen Denken und Handeln ergeben können.
Vielleicht macht dir das die Hintergründe etwas deutlicher. Ich wünsche dir jedenfalls vor allem Gesundheit und auch Erfolg bei deiner Problematik, vielleicht findest du ja doch noch einen Weg der dich zufrieden stellt!
Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU
Guten Tag,
da ich starker Migräne Patient bin ( chronische ) rauche ich ab und zu mal wenn es gar nicht geht einen. Hab mich immer beim Straßenapotheker bedienen lassen weil es für mich als Azubi nicht bezahlbar war, zur Apotheke zu gehen . Wurde vor paar Wochen von der Polizei angehalten und musste ein Drogentest machen (Blutentnahme). Nun bin ich Cannabispatient aber es kamen noch keine Briefe von der Bußgeldstelle oder Führerscheinstelle. Nun meine Frage, muss ich auf irgendwas gefasst sein ? MPU, ÄG oder ähnliches ?
da ich starker Migräne Patient bin ( chronische ) rauche ich ab und zu mal wenn es gar nicht geht einen. Hab mich immer beim Straßenapotheker bedienen lassen weil es für mich als Azubi nicht bezahlbar war, zur Apotheke zu gehen . Wurde vor paar Wochen von der Polizei angehalten und musste ein Drogentest machen (Blutentnahme). Nun bin ich Cannabispatient aber es kamen noch keine Briefe von der Bußgeldstelle oder Führerscheinstelle. Nun meine Frage, muss ich auf irgendwas gefasst sein ? MPU, ÄG oder ähnliches ?
Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU
Wenn die Führerscheinbehörde davon erfährt, kann das gut sein dass deine Fahrtüchtigkeit angezweifelt wird. Mit einem verkehrsmedizinischen Gutachten könnte man sich absichern (dazu gibts schon Beiträge im Forum), jedoch ist das bei Bedarfsmedikation wohl nicht möglich. Da setzt also der Hebel potentiell an... bereite dich ruhig darauf vor und überlege evtl. zu einer Dauermedikation zu wechseln.
Grenzwert 1 Nanogramm
Hallo Leute,
ich habe mal eine Frage zum Thema Grenzwert von 1 Nanogramm.
Wie handhabt ihr das konkret?
Nur weil man Cannabis medizinisch verschrieben bekommen, heißt es ja nicht, dass man sozusagen “bekifft” Autofahren darf.
Nun gibt es aber Situationen, in denen ich mir sicher bin, dass ich fahren kann, aber mir nicht sicher bin, ob ich fahren darf.
Einfaches Beispiel:
Ich habe abends etwas konsumiert und möchte relativ früh morgens raus und Autofahren.
Oder ich habe mal mittags was konsumiert und fahr spät abends noch mal mit dem Auto los.
Ich weiß dann nicht, ob ich unter diesem Grenzwert von 1 Nanogramm liege.
Was macht man denn dann da?
Gibt's da irgend ein Testgerät was man sich kaufen kann um sich selbst zu testen?
Oder was habt ihr für einen Ratschlag in der Sache?
Lieben Gruß,
Johannes
ich habe mal eine Frage zum Thema Grenzwert von 1 Nanogramm.
Wie handhabt ihr das konkret?
Nur weil man Cannabis medizinisch verschrieben bekommen, heißt es ja nicht, dass man sozusagen “bekifft” Autofahren darf.
Nun gibt es aber Situationen, in denen ich mir sicher bin, dass ich fahren kann, aber mir nicht sicher bin, ob ich fahren darf.
Einfaches Beispiel:
Ich habe abends etwas konsumiert und möchte relativ früh morgens raus und Autofahren.
Oder ich habe mal mittags was konsumiert und fahr spät abends noch mal mit dem Auto los.
Ich weiß dann nicht, ob ich unter diesem Grenzwert von 1 Nanogramm liege.
Was macht man denn dann da?
Gibt's da irgend ein Testgerät was man sich kaufen kann um sich selbst zu testen?
Oder was habt ihr für einen Ratschlag in der Sache?
Lieben Gruß,
Johannes
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HabAuchNeMeinung
- Beiträge: 617
- Registriert: So 1. Jun 2014, 02:17
Re: Grenzwert 1 Nanogramm
Hallo und Herzlich willkommen hier im Forum,
um es kurz zu machen:
Wenn Du täglich konsumierst hast Du keine Chance am nächsten Tag unter der Nachweisgrenze (aka Grenzwert) zu landen. Das musst Du aber auch als Patient nicht. Es schützt Dich aber halt nicht vor einer BE und der Anordnung einer MPU.
Diese hat aber bei Patienten eine andere Fragestellung als bei nicht Patienten.
Es gibt hier im Forum einen eigenen Thread zu dem Thema:
https://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=12&t=6949
Weitergehende Infos als Patient findest Du hier:
https://cannabispatienteninfo.de/cannab ... -wirklich/
Vorschlag: Lese Dich da erstmal ein
um es kurz zu machen:
Wenn Du täglich konsumierst hast Du keine Chance am nächsten Tag unter der Nachweisgrenze (aka Grenzwert) zu landen. Das musst Du aber auch als Patient nicht. Es schützt Dich aber halt nicht vor einer BE und der Anordnung einer MPU.
Diese hat aber bei Patienten eine andere Fragestellung als bei nicht Patienten.
Es gibt hier im Forum einen eigenen Thread zu dem Thema:
https://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=12&t=6949
Weitergehende Infos als Patient findest Du hier:
https://cannabispatienteninfo.de/cannab ... -wirklich/
Vorschlag: Lese Dich da erstmal ein
Re: Grenzwert 1 Nanogramm
Hallo,HabAuchNeMeinung hat geschrieben: Fr 6. Mai 2022, 13:35 um es kurz zu machen:
Wenn Du täglich konsumierst hast Du keine Chance am nächsten Tag unter der Nachweisgrenze (aka Grenzwert) zu landen. Das musst Du aber auch als Patient nicht. Es schützt Dich aber halt nicht vor einer BE und der Anordnung einer MPU.
Diese hat aber bei Patienten eine andere Fragestellung als bei nicht Patienten.
gibt es denn nicht ein bezahlbares Messgerät auf dem Markt, mit dem man sich einfach vor Antritt der Fahrt testen kann?
Gibt´s sowas im Handel?
Das fände ich jetzt am einfachsten.
-
HabAuchNeMeinung
- Beiträge: 617
- Registriert: So 1. Jun 2014, 02:17
Re: Grenzwert 1 Nanogramm
Nein, gibt es nicht. Der aktive THC Wert lässt sich soweit ich weiss z.Zt. nur über eine Blutanalyse bestimmen.Sameroney hat geschrieben: Mo 9. Mai 2022, 11:52 Hallo,
gibt es denn nicht ein bezahlbares Messgerät auf dem Markt, mit dem man sich einfach vor Antritt der Fahrt testen kann?
Gibt´s sowas im Handel?
Das fände ich jetzt am einfachsten.
Re: Grenzwert 1 Nanogramm
https://www.trendsderzukunft.de/cannabi ... stgeraete/Sameroney hat geschrieben: Mo 9. Mai 2022, 11:52 Hallo,
gibt es denn nicht ein bezahlbares Messgerät auf dem Markt, mit dem man sich einfach vor Antritt der Fahrt testen kann?
Gibt´s sowas im Handel?
Das fände ich jetzt am einfachsten.
Hab leider nicht mehr dazu gefunden. Der Artikel ist auch schon älter, was mich ehrlich gesagt ein wenig wundert.
Ich bin ab und an mal auf der Suche nach interessanten Aktien die irgendwas mit Cannabis zu tun haben und bin daher bei meiner Suche (muss so Ende 2020 gewesen sein) auf eine kanadische Firma gestoßen die hochgenaue Atemtests herstellen will / herstellt. Inwieweit das allerdings in Kanada oder USA schon auf dem Markt ist oder benutzt wird weiß ich nicht.
Hier noch der Link zur Herstellerseite (allerdings ein anderer als bei meiner Aktiensuche):
https://houndlabs.com/product-overview/
"Der Hauptgrund für das Verbot von Cannabis ist der Effekt auf degenerierte Rassen. Cannabis lässt nicht-Weiße glauben, sie seien gleichwertig wie Weiße"
Harry Anslinger
Harry Anslinger
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Tim wiesel
- Beiträge: 6
- Registriert: Di 7. Jun 2022, 04:28
Patienten Gültigkeit
Liebe Gemeinde,
Eine Frage: muss ich monatlich ein cannabis Rezept vom Arzt holen um den patienten status nicht zu verlieren oder gelte ich auch als Patient wenn das Rezept mehr als 30 Tage zurück liegt. Und wie sieht das vor dem Gesetz aus zb. In einer Kontrolle?
Liebe Grüße
Eine Frage: muss ich monatlich ein cannabis Rezept vom Arzt holen um den patienten status nicht zu verlieren oder gelte ich auch als Patient wenn das Rezept mehr als 30 Tage zurück liegt. Und wie sieht das vor dem Gesetz aus zb. In einer Kontrolle?
Liebe Grüße