frihet hat geschrieben:chiliheadz hat geschrieben:frihet hat geschrieben:Hallo Chiliheadz,
du meinst es zwar gut, aber nicht die Studie oder die beteiligten Wissenschaftler sind es, die hier kritisiert werden müssen. Die Studie besagt nämlich nur, dass regelmäßiger Cannabiskonsum für in der Entwicklung befindliche Gehirne nachteilige Auswirkungen haben kann. Darüber muss man nicht diskutieren, es ist allgemein anerkannt, dass Jugendliche besser keine Rausch- und Genussmittel im Übermaß konsumieren sollten, wenn sie ihre Gehirnreifung nicht beeinträchtigen wollen. Außerdem wird in der Studie ebenfalls klar gesagt, dass diese negativen Auswirkungen für ausgewachsene Gehirne nicht nachgewiesen werden konnten.
Das Problem hier ist vielmehr, dass die Medien diese Meldung reißerisch aufmachen und nicht sachlich über die Ergebnisse informieren. Es wäre also unserer Sache dienlicher, wenn du den Umgang der Medien mit dieser Studie bzw. Agenturmeldung kritisieren würdest, anstatt den Wissenschaftlern ihre Qualifikationen abzusprechen.
Deine Argumentation hat Hand und Fuß, zugegeben. Ich habe jedoch etwas gelesen, das dem auch widersprechen kann. Eine amerikanische Mutter wurde von einer Nachbarin angezeigt, weil sie ihrem (damals 8-jährigen) Sohn aus Marihuana selbst gepresste Tabletten gab. Das Kind war bis zu diesem Zeitraum übermäßig aggressiv, weder durch die Lehrer, noch durch ärztliche Medikationen zu bändigen. Auch die Helfer des Jugendamtes waren machtlos. Nach der Eigenmedikation mit Marihuana erlebte die Familie erstmals Entspannung. Nach 8 Jahren nahm das Kind erstmals seine Mutter in den Arm und sagte dass er sie liebe. Das Gericht entschied nach den Aussagen von Lehrern, Jugendamt und Ärzten ERSTMALS IN DEN USA: die Mutter wurde VERPFLICHTET für ihr Kind "Marihuana" anzubauen, "Tabletten" daraus herzustellen und den Sohn damit zu versorgen. Sie blieb STRAFFREI!!!
Das an ADHS leidende Kind konnte so erfolgreich seinen Notendurchschnitt von ungenügend auf befriedigend bis gut steigern.......
Alles im Übermaß ist schädlich. In geringem Maß bzw. als Medikament genutzt kann Cannabis jedoch selbst für Jugendliche förderlich sein! THC ist schließlich der pflanzliche "Bruder" der Andanamide, des "körpereigenen THC".
Ich werde versuchen den Artikel wieder zu finden, ich glaube aber, dass du ihn bestimmt auch im "Hanfblatt" als alten Beitrag nachlesen kannst.
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Ich bezweifle nicht, dass diese Geschichte sich so oder ähnlich zugetragen haben kann; allerdings sollte man mit solchen Anekdoten immer extrem vorsichtig umgehen, gerade wenn man sie als Argument einsetzen möchte... Das ist ja einer der klassischen Schwachpunkte in der Argumentation vieler Prohibitionisten: Die kennen jemanden, der mal gelesen hat, etc. pp. und versuchen dann aus einem Einzelfall irgendeine relevante Schlussfolgerung zu ziehen. Dass das zumindest extrem fragwürdig ist, sollte ja auf der Hand liegen. Ich denke daher also, dass man auch mit "positiven" Anekdoten sehr zurückhaltend sein sollte, denn im Zweifel schadet man seiner Glaubwürdigkeit eher als dass man jemanden zum Nachdenken bringt. Lassen wir die Anekdoten den Prohibitionisten und nutzen lieber das mittlerweile ja massenhaft vorhandene Beweismaterial für unsere Sache.

Hier etwas, das mein Argument untermauert: Cannabis » Aktuell » 8 Jähriger bekommt Cannabis als Medizin gegen Hyperaktivität. Ein Auszug aus diesem Blog:
Doom dissecting spiralarchitect Gerade kam auf RTL2 ein kurzer Bericht über eine amerikanische Mutter, die ihrem stark hyperaktiven Sohn Cannabis in Form von Kapseln gibt. Da dies die bisher einzige wirkende Hilfe ist (und sie hat scheinbar schon viele andere medizinische Methoden probiert), hat sie das sogar gerichtlich legitimiert bekommen. Groß hervorgehoben wurde, daß durch diese Medikationen der Junge zum ersten Mal "ich liebe dich" zu der Mutter habe sagen können. Was meint ihr dazu? # 1
» [post:605766]
» [user:471]
? 05.07.2004 00:35:37
Kantakukuruz Wer von uns würde nicht "ich liebe dich" zu seiner Mutter sagen, wenn sie ihn mit Cannabis versorgt..? Na, im Ernst. Wenn sowas unter ärztlicher Kontrolle passiert, spricht sicher nichts dagegen. # 2
» [post:605770]
» [user:173]
? 05.07.2004 00:39:09
Pils Ist doch schön für die Familie, und ich denke auch nicht das der kleine Sohnemann da Probleme mit bekommen wird, da er den Wirkstoff ja in Kapselform bekommt (was schon mal ne andere Wirkung auf den Körper hat) und das ganze ja als Medizin ansieht die ihm helft mit sich selbst klar zu kommen und nich als Drogen-Gebrauch. # 3
» [post:605773]
» [user:1100]
? 05.07.2004 00:41:04
Der Doc will Jedi werden Ist meines Achtens auch die beste Medizin für sowas... # 4
» [post:605991]
» [user:10498]
? 05.07.2004 19:24:09
Attila Auf jeden Fall besser als das früher bei Hyperaktivität verschriebene Ritalin. Hat RTL 2 auch gesagt, dass der Junge bald an der Nadel hängen wird, da er die schlimmste Einstiegsdroge überhaupt bekommen hat? # 5
» [post:606000]
» [user:1065]
? 05.07.2004 19:36:39
Der Doc will Jedi werden Auf jeden Fall besser als das früher bei Hyperaktivität verschriebene Ritalin.
Riralin wird immer noch bei Hyperaktivität verschrieben.... # 6
» [post:606006]
» [user:10498]
? 05.07.2004 19:42:18
Kantakukuruz ...was auch kein Problem ist, wenn es mit Bedacht angewendet wird. Ich denke, es ist Quatsch, zu sagen Cannabis hui und Ritalin pfui. Die intensive Beschäftigung mit dem Kind ersetzt weder das eine noch das andere. # 7
» [post:606010]
» [user:173]
? 05.07.2004 19:45:43
Mac Fly Wobei die Kapseln kein Cannabis enthalten, sondern sythetisch hergestelltes THC... Ich wusste sogar mal den Namen und den Preis, weiss nur noch, das die Kapseln hundeteuer sind

# 8
» [post:606023]
» [user:831]
? 05.07.2004 20:08:27
Doom dissecting spiralarchitect word@Kanta # 9
» [post:606024]
» [user:471]
? 05.07.2004 20:10:01
Der Doc will Jedi werden Ich selber kenne mich aber besser mit der Wirkung/Nebenwirkung von Cannabis aus, als mit der Wirkung/Nebenwirkung von Ritalin. Ausserdem hat "Mama Nature" bei mir einfach einen höheren Stellenwert als Pharmakonzerne. Hinzu kommt, daß Cannabis -oder nennen wir es in diesem Zusammenhang besser mal Hanf- früher in größeren Mengen hierzulande angebaut wurde. Ich meine natürlich vor der Prohibition. Damals wurden auch allerlei nützliche Dinge aus Hanf hergestellt, wie Seile, Kleidung etc. Ich denke die Anwendungsgebiete sind bekannt. Und natürlich haben die "Hanfbauern" die Blüten der Pflanzen, die sie noch übrig hatten, da sie keine andere Verwendung fanden, mal geraucht, sind auf die beruhigende Wirkung aufmerksam geworden und haben diese fortan ausgenutzt. Auch denke ich, daß im Bereich des schamanistischem Glaubens der vor und teils noch während des Mittelalters hierzulande herrschte, Cannabis eine Rolle Spielte. Fazit: Cannabis als "Medikament" hat meinesachtens in unserem Land schon eine Jahrhundertelange Tradition, die erst durch die Prohibition (Ich find dett Wort in diesem Zusammenhang einfach zu genial...) der BRD gebrochen wurde und heutzutage einfach brachliegt. In diesem Zusammenhang: Wie lange gibt es Ritalin schon...? Wie gut kennt man sich mit den Nebenwirkungen aus...? Und noch ein anderer Denkansatz: Sowohl Ritalin als auch Hanf wären in diesem Zusammenhang Medikamente, welche die Symptome einer Krankheit unterdrücken, jedoch nicht die Ursache beseitigen. Leider gibt es bisher bei Hyperaktivität keine bekannte Methode, "das Übel an der Wurzel zu packen" Abschließen nochmal ein dickes WÖRD an Kantakukuruz hierfür: Die intensive Beschäftigung mit dem Kind ersetzt weder das eine noch das andere.
Passs bloß auf, Du wirst mir immer symphatischer... Edit: @ Mac Fly Meinst Du Dronabinol...? # 10
» [post:606027]
» [user:10498]
? 05.07.2004 20:12:19
Wer also Lust darauf hat meine Aussage zu überprüfen, der sehe dort einmal nach! Es war ein "Auszug" aus dem Juli 2004, es wurde über einen Bericht von RTL II gesprochen....