Cannabis und Depressionen

Wo kann Cannabis als Medizin helfen, welche Erfahrungen wurde mit spezifischen Medikamenten gemacht?
illumination-kafkas
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Re: AD(H)S, Depressionen, usw. Patienten

Beitrag von illumination-kafkas »

Hinweise zur Wirksamkeit bei ADHS

Veröffentlichungen:
Strohbeck-Kuehner et al. (2008) Cannabis verbessert Symptome der ADHS (https://www.cannabis-med.org/data/pdf/de_2008_01_1.pdf)
Milz und Grotenhermen (2015) Successful authorised therapy of treatment resistant adult ADHD with Cannabis: experience from a medical practice with 30 patients (http://www.drmilz.de/wp-content/uploads ... C-2015.pdf und http://cannabisclinicians.org/wp-conten ... NNABIS.pdf)
Mitchell et al. (2016) “I Use Weed for My ADHD”: A Qualitative Analysis of Online Forum Discussions on Cannabis Use and ADHD (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4882033/)

Kleine placebokorntrollierte Studie (Daten veröffentlicht):
Cooper et al. (2016) Cannabinoids in attention-deficit/hyperactivity disorder: a randomised controlled trial (http://www.europeanneuropsychopharmacol ... 9/abstract)

Laufende Übersichtsarbeit (gepl. Veröff.: 31.10.2017):
Megan Weier (2017) Cannabis and cannabinoids for medical purposes: a systematic review and meta-analysis for the treatment of attention-deficit hyperactivity and tic disorders (http://www.crd.york.ac.uk/PROSPERO/disp ... 2017059372)
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Martin Mainz
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Re: AD(H)S, Depressionen, usw. Patienten

Beitrag von Martin Mainz »

Super Beitrag, illumination-kafkas!

Und willkommen an cheffe79 nachträglich :)
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quan
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Re: AD(H)S, Depressionen, usw. Patienten

Beitrag von quan »

Will mich möglichst kurz fassen. Habe mit den gleichen beiden Indikationen seit gestern Sativex von meinem Psychiater verschrieben bekommen. Ohne irgendeinen Antrag bei der KK, sondern einfach mit nem Btm-Rezept.
Bin ein recht komplizierter Fall. Gibt über 20 versuchte Meds die nicht, paradox oder nur in abartigen Dosierungen wirken.
Gekifft hab ich fast nie (sonst aber viele anderen Sachen durch), ich wurde bereits nach einem Zug fast immer nur noch gestresster. Dann vor paar Monaten entdeckt dass Weed mit nem Vapo hingegen positiv wirkt und einige meiner Symptome verbessert. Hab meinem Arzt davon erzählt, der sich als Chefarzt einer PIA und Leiter einer Drogenreha ziemlich gut auskennt. Hat ihn nicht gewundert dass Weed so bei mir wirkt, kennt zahlreiche Fälle in denen die ADS-Symptomatik dadurch verbessert wurde.

Jedenfalls bin ich angenehm überrascht. Schon zwei so klitzekleine Sprühstöße (muss mal die Konzentration errechnen) machen vieles ein klein bisschen besser. Weniger Stress, weniger Gedankenrasen, besserer Schlaf. Nicht viel, aber besser wie so ziemlich alles andere davor.
Ich hoffe es geht so weiter, wäre schön nach dieser Odyssee mal einen kleinen Sieg zu haben.
snt0
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Cannabis bei Depression

Beitrag von snt0 »

Hallo liebe Community,

ich wollte mal fragen, ob Cannabis wirklich bei einer Depression hilft?
(Auch bei einer richtig schweren?)

Hat da jemand Erfahrungen gesammelt? Hilft es akut? Oder auch über einen längeren Zeitraum?
Wird hier jemand momentan damit behandelt?
Darf man das in Zusammenhang mit Antidepressiva nehmen? (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer speziell)

Was für eine Menge muss man Konsumieren, um den gewünschten Effekt zu erhalten?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Neurologe irgendwie Ahnung haben könnte.

Ich würde mich über eure Antworten freuen.
Wäre auch super, wenn auch Leute mit Erfahrung antworten.
DanielZappel
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von DanielZappel »

Achtung, nur eigene Erfahrung:

Bedrocan wirkt bei mir antidepressiv.
Ich habe das durch Zufall ganz am Anfang bemerkt.
Wenn kein Spiegel da ist und ich im Verhältnis recht stark dosiere, wirkt es schlagartig gegen den Gedankenhänger.
Also so eine Art Notbremse. Mit Spiegel geht das auch. Allerdings dann eher konzentriert als bho. Ist klar. Oder höhere Einzeldosis.
Insgesamt gesehen, wirkt es auf lange Sicht. Also tatsächlich als Spiegelmedi. Man rutscht nicht so schnell in den Grübelkreis aus dem man nicht rauskommt. Aber das braucht auch Übung. Das Thema Achtsamkeit und so ^^ Cannabis ist nur ein Hilfsmittel bei Depression. Eine Art Katalysator für Prozesse, die Du aber selbst auslösen musst. Z.b. durch einen Spaziergang, Natur oder was Dir sonst bisher geholfen hat.
Cannabis gibt dir die Freiheit im Hirn, abzuschalten, in dich reinzuhören und rauszugehen. Das schlimmste ist, sich "einzunauern" und zu grübeln.
Wenn Du es also schaffst diese beiden Sachen zu stoppen, mit hohem THC, dann ist der erste schritt getan. Dann sorgst du direkt für positive Impulse. Und dann für einen Spiegel. Regelmäßig, niedrige Dosis. So klappt das bei mir jetzt seit Monaten.
DanielZappel
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von DanielZappel »

Aber: ich muss das direkt einschränken. Ich weiß nicht, ob es bei Depressiven einen Hang zu Psychosen gibt. Bei mir gibt es den nicht. Meine Depris sind eine sekundäre Störung. Ausgelöst durch ADHS und Methylphenidat. Bei anderen Ursachen oder (im Besonderen) Psychose ist das eher ein nogo. Oder dissoziative Geschichten. Lass es dann lieber, oder nutze CBD als beruhigendes mittel. Kein Mensch will ne Psychose. Und THC kann das auslösen. Andere Substanzen zwar noch schneller, aber ne hohe THC Dosis kann das bei entsprechender Vorgeschichte auch.

Also Vorsicht.
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Martin Mainz
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von Martin Mainz »

Vielleicht ist der Strang auch hilfreich: viewtopic.php?f=22&t=7318

PS: Ein bekannter hat Depressionen und THC tut ihm gar nicht gut, er musste komplett damit aufhören, um es nicht zu verschlimmern. Allerdings kann es auch an der Sorte gelegen haben, er hat das nicht medizinisch probiert..
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DanielZappel
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von DanielZappel »

SSRI ? Ich les es grad beim 2. mal.
Nein! Würde ich nicht machen. Kann zu einem Serotoninsyndrom führen.
Und das ist etwas sehr unlustiges. Glaub mir. Willst du nicht mal ansatzweise haben.
Es ist nicht unwahrscheinlich, daran zu sterben. Also einen Seroreleaser und ben ri gleichzeitig zu nehmen ist schon ziemlich böse Hirnwaschmaschine. Und Herz. Und alles. Kann böse enden. Lass es lieber. Entweder oder.
snt0
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von snt0 »

Danke für die vielen Antworten.
Da SSRI bei mir sowieso nicht wirken, würde ich diese nicht mehr nehmen.

Da ich keine richtige Antwort bzw richtige Erfahrungsberichte bekommen habe... werde ich trotzdem mal versuchen mich mit einem speziellen Arzt, welcher sich damit auskennt... zu arrangieren.

Ich lese nämlich sowohl negative, als auch positive Erfahrungen raus. Auch außerhalb von dem Forum scheiden sich die Geister.

Ich habe jetzt auf die schnelle bei Google kein Negativbericht finden können, dies kann aber auch durch falsche Suchbegriffe eventuell entstanden sein.

Wenn bestimmte Antidepressive nicht helfen, kann es ja auch sein das Cannabis nicht hilft.
Aber das wäre blöd, wenn ich es nicht versuchen würde, da ich schon sehr viele Antidepressiva probiert habe.
crappy
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von crappy »

Welche SSRIs in welcher Dosierung nimmst du denn? Die müssen ja auch erstmal ausgeschlichen werden. Und das ist teilweise gar nicht so lustig.
DanielZappel
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von DanielZappel »

Oh ja. Bei z.B. Venlafaxin wär ich da ganz langsam beim ausschleichen. Macht si ne Art blitze im Hirn.
crappy
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von crappy »

Ich kenne das von einer guten Bekannten die schon mehrfach versucht hat Citalopram abzusetzen und es leider bis dato nicht geschafft hat. Die ist quasi abhängig davon. Kriegt das aber munter weiterverschrieben. Zahlt die Kasse ja auch brav.
snt0
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von snt0 »

crappy hat geschrieben:Welche SSRIs in welcher Dosierung nimmst du denn? Die müssen ja auch erstmal ausgeschlichen werden. Und das ist teilweise gar nicht so lustig.
Sertralin 100mg täglich
crappy
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von crappy »

Oha, dann sprech am besten mal mit dem Arzt der dir das verschreibt. 100mg sind ja nicht ohne. Die Wirkungsweise von SSRIs sind teilweise irreversibel. Gefährliches Zeug.
DanielZappel
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von DanielZappel »

Wobei Sertralin noch geht mit dem ausschleichen. Da gehen größere Schritte. Nimm mal bei Venlafaxin bei ner 300ter Dosis nur noch 200. Da ist Party im Schädel. Nie wieder Psychopillen.
OK. Bis auf Pregabalin, wenn ich zu Ikea oder sonstigen vielen Menschen auf engem Raum muss. Ist besser für meine Umwelt^^
snt0
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von snt0 »

DanielZappel hat geschrieben:Wobei Sertralin noch geht mit dem ausschleichen. Da gehen größere Schritte. Nimm mal bei Venlafaxin bei ner 300ter Dosis nur noch 200. Da ist Party im Schädel. Nie wieder Psychopillen.
OK. Bis auf Pregabalin, wenn ich zu Ikea oder sonstigen vielen Menschen auf engem Raum muss. Ist besser für meine Umwelt^^
Ich habe mich auch schlau gemacht... und habe gelesen, dass der Entzug bei Sertralin nicht so extrem sein soll.
Wobei die Leute, die es abgesetzt haben... nur 50mg oder 25 genommen hatten.
Aber ich denke nicht, dass es bei 100mg so viel extremer sein wird, wie bei anderen Antidepressiva.
Leider dauert es, bis ich meinen nächsten Termin beim Neurologen habe.... Und habe auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, es ohne Arzt abzusetzen. Da war ich sogar so verrückt und bin noch arbeiten gegangen und 2x umgeklappt...
Damit das nicht mehr passiert, warte ich lieber bis zu dem Termin.

Ich finde es nur lächerlich, dass behauptet wird... eine Depression wäre leicht zu behandeln. Das ist doch einfach eine Lüge?!?! Wenn das so einfach wäre, wäre ich doch schon geheilt.
DanielZappel
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von DanielZappel »

Nun. Eine Depression gibt es nicht. Eine depressive Phase, die nicht immer wiederkommt, ist wohl recht schnell wegzubekommen.
Wenns aber immer wieder kommt, helfen Pillen alleine nicht. Und auch kein Cannabis (da muss ich dich enttäuschen). Ohne Therapie geht da nichts. Du musst lernen, Warnsignale zu "wittern". Achtsamkeit lernen. Strategien entwickeln, wie du mit Depressionssymptomen umgehst. Und man braucht den Willen, etwas ändern zu wollen und dafür auch Dinge zu probieren, die zunächst vielleicht komplett unlogisch sind. Depression ist etwas sehr individuelles.
Pillen, Cannabis und Therapien sind einzelne Bausteine. Und du musst für dich, mit deinem Doc, vielleicht auch mal in einer Reha oder Tagesklinik herausfinden, was gut oder schlecht für dich ist.
Das braucht viel Zeit.
snt0
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von snt0 »

DanielZappel hat geschrieben:Nun. Eine Depression gibt es nicht. Eine depressive Phase, die nicht immer wiederkommt, ist wohl recht schnell wegzubekommen.
Wenns aber immer wieder kommt, helfen Pillen alleine nicht. Und auch kein Cannabis (da muss ich dich enttäuschen). Ohne Therapie geht da nichts. Du musst lernen, Warnsignale zu "wittern". Achtsamkeit lernen. Strategien entwickeln, wie du mit Depressionssymptomen umgehst. Und man braucht den Willen, etwas ändern zu wollen und dafür auch Dinge zu probieren, die zunächst vielleicht komplett unlogisch sind. Depression ist etwas sehr individuelles.
Pillen, Cannabis und Therapien sind einzelne Bausteine. Und du musst für dich, mit deinem Doc, vielleicht auch mal in einer Reha oder Tagesklinik herausfinden, was gut oder schlecht für dich ist.
Das braucht viel Zeit.
Ok, wenn man es nicht Depression nennt... wie nennt man es dann? Bei mir kommt diese Phase immer wieder .. und man kann es auch Phase nennen, weil ich natürlich auch manchmal glücklich bin und die Symptome nicht da sind. Aber ich halte irgendwie nicht soviel von Psychotherapeuten, weil die einfach keine Ahnung haben.

Eventuell haben die ihr Diplom oder sonstige Titel... Aber wenn man noch nie selbst so eine Krankheit hatte... dann kann man das auch als Außenstehender nicht beurteilen. Die gehen nach einer Tabelle vor und wenn ein Symptom nicht vorhanden ist... heißt es... es sei nur eine Mittelschwere Depression... Der nächste erzählt mir... es sei eine schwere Depression und ich solle direkt in die Psychiatrie eingewiesen werden...

Natürlich bekommt man dann Angst und erzählt dem nächsten nichts von Suizidgedanken und Co.

Ich weiss echt nicht mehr was ich machen soll... Die Ärzte Arbeiten genauso unprofessionell wie der Gastarbeiter aus was weiss ich fürn Land ... nzr der Gastarbeiter gibt sich mehr Mühe... und ist ehrlicher.
DanielZappel
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von DanielZappel »

Nenee. Falsch verstanden.
Natürlich gibt es Depression. Nur nicht die Eine. Depressionen haben unterschiedliche Auslöser, Ursachen. So meinte ich das.
Sonst wärs ja einfach. Man muss genau hingucken.

Wenn die immer wiederkommt, musst du da was tun. Was Therapeuten angeht, gebe ich dir recht.
Aber wenn Du den richtigen gefunden hast, wirst du sehr viel strukturierter an der Situation arbeiten können.
Das dauert leider.
Rega hilft dir, weil du lernst.
Und du lernst viel, wenn der Therapeut gut ist.
Eine Therapeut kann dich nicht heilen. Er hilft dir, dich selbst zu heilen.
Hier kommen dann Pillen oder Cannabis ins Spiel.
Die helfen dir so weit stabil zu sein, dass du eine Therapie durchziehen kannst.
Und ganz zuletzt, helfen sie dir, die Erfolge zu fixieren. Also bei mir Cannabis in geringer dauerdosis.

Aber Nur Medis, nur Cannabis klappt nicht dauerhaft. Und nur Therapie wird ohne Medis oder Cannabis nicht klappen.

Ich habe erstmal die SSRI und snri ausgeschlichen. Und ja, in dieser Phase hat MIR Cannabis geholfen. Brainzapps vom venlafaxinentzug.
Zusätzlich habe ich Pregabalin bekommen. Verträgt sich ausgezeichnet mit Cannabis. Pregabalin ist kein "klassisches" Antidepressivum. Eher Angstlösend, beruhigend. Nebenher habe ich viel an mir gearbeitet. Prioritäten hinterfragt, geschaut wie die optimale Wirkung ist.
Da hilft eine erfahrene Therapeutin.
Inzwischen nehme ich das Pregabalin nur noch zielgerichtet als bedarfsmedikament.
Und halt mein Methylphenidat. 20mg verteilt. ADHS halt.

Was ich nur damit sagen will: weder Pille, noch weed, noch Therapie funktionieren alleine.
Du musst raus finden, was auf dich, ganz individuell, passt.
Bei mir wars z.B. nicht die klassische Verhaltenstherapie, sondern eine Soziotherapie.
Nicht ganz logisch. Aber funktioniert. Also Logik ? Who cares.
snt0
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von snt0 »

Ich habe jetzt einige Neurologen in meiner Umgebung angerufen.
Keiner kennt sich mit Cannabis als Medikament überhaupt aus.
Vor allem nicht bei einer Depression. Viele haben auch direkt negativ reagiert, als ich das Wort Cannabis in den Mund genommen habe.
DanielZappel
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von DanielZappel »

Ja. Das ist schon so. Vielleicht kennt hier jemand einen Arzt, der dir hilft. Bei Depression würde ich aber eher einen Psychiater suchen. Es sei denn, es ist bei Dir ein körperlicher Auslöser. WI bist du her ? Ungefähr ?
snt0
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von snt0 »

DanielZappel hat geschrieben:Ja. Das ist schon so. Vielleicht kennt hier jemand einen Arzt, der dir hilft. Bei Depression würde ich aber eher einen Psychiater suchen. Es sei denn, es ist bei Dir ein körperlicher Auslöser. WI bist du her ? Ungefähr ?
ja, aber ich halte nicht so viel von Psychologen bzw Psychotherapeuten.
Die haben zwar teilweise ihr Diplom.. aber wissen gar nicht wie sich so eine Depression anfühlt... Einer hat sogar aus ein Buch vorgelesen... (Er hat dann gefragt, ob ich die Symptome habe). 70% Traf natürlich zu... aber der war mir so unsympatisch... da habe ich direkt die "Praxis" verlassen.
Ich habe im Fernsehen in den Nachrichten gehört, dass Cannabis als Medizin legalisiert wurde.
Und da wurde dann auch der Punkt Depression genannt. Deshalb habe ich mich dann mal im Internet ein wenig umgehört und habe das Forum hier gefunden.
Fraagender

Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von Fraagender »

Also bei dahinschleichender chronischen Depressionen kann Cannabis schon gut helfen. Aber bei akuter richtig heftiger Depression könnte es kontraproduktiv sein.

Aber das ist nur meine Erfahrung und kann bei jedem unterschiedlich sein.
snt0
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Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von snt0 »

Fraagender hat geschrieben:Also bei dahinschleichender chronischen Depressionen kann Cannabis schon gut helfen. Aber bei akuter richtig heftiger Depression könnte es kontraproduktiv sein.

Aber das ist nur meine Erfahrung und kann bei jedem unterschiedlich sein.
Und du meinst man kann das genau so verallgemeinern?
Eine Depression kommt sowieso nicht Von heute auf morgen... wie kannst du das überhaupt in akut und chronisch unterteilen? Klingt für mich unlogisch. Keiner kriegt morgens aufeinmal eine heftige Depression. Die heftige Depression hat man jeden Tag.
Fraagender

Re: Cannabis bei Depression

Beitrag von Fraagender »

snt0 hat geschrieben:
Fraagender hat geschrieben:Also bei dahinschleichender chronischen Depressionen kann Cannabis schon gut helfen. Aber bei akuter richtig heftiger Depression könnte es kontraproduktiv sein.

Aber das ist nur meine Erfahrung und kann bei jedem unterschiedlich sein.
Und du meinst man kann das genau so verallgemeinern?
Eine Depression kommt sowieso nicht Von heute auf morgen... wie kannst du das überhaupt in akut und chronisch unterteilen? Klingt für mich unlogisch. Keiner kriegt morgens aufeinmal eine heftige Depression. Die heftige Depression hat man jeden Tag.
Naja ich sag ja das ist meine eigene Erfahrung aus lang entfernter Zeit. Und natürlich mag das jeder anders einordnen, aber ich hatte mal ziemlich plötzlich eine wirklich heftige depressive Phase die Welten schlimmer war als die ständige Depression die ständig/chronisch da war (absolut nichts ging mehr).

Kann natürlich sein das andere diese heftigen Depressionen ständig / chronisch haben. Aber das wünsche ich echt niemandem!
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