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Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Sa 9. Nov 2013, 12:00
von M. Nice
High,

da ich eine Ausnahmegenehmigung, zur medizinischen Verwendung von Cannabisblüten gestellt habe (bin mir zu 99% sicher, dass ich diese auch bekomme), kommen sehr hohe Kosten auf mich zu, denn die Krankenkasse zahlt nichts. :(



Es stellt sich mir die Frage, ob es möglich ist, die enormen Kosten für die Hanfblüten (15€ / g), von der Steuer abzusetzen? :mrgreen:
Hat das schon jemand gemacht?




Gruss M. Nice

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Sa 9. Nov 2013, 13:34
von Mario Hana
Das ist ein interessanter Aspekt. Ich werde auch den Antrag stellen und die hohen Kosten schrecken doch etwas ab.

Aber dann müsste das bei anderen Medikamenten auch so sein. Musst du evtl. mal mit deinem Apotheker besprechen.

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Sa 9. Nov 2013, 15:16
von M. Nice
LegalizOr hat geschrieben:Aber dann müsste das bei anderen Medikamenten auch so sein. Musst du evtl. mal mit deinem Apotheker besprechen.

Also, bei den "normalen" Medikamenten ist es so, dass, wenn diese eine gewisse Höhe / jährlich überschreiten, man diese als außergewöhnliche Belastungen angeben kann - http://www.focus.de/finanzen/steuern/st ... 16094.html

Ob das dann auch auf medizinischen Hanf anwendbar ist?


Der Apotheker ist nicht der richtige Ansprechpartner, da müsste man wohl eher einen Steuerberater befragen.

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Mi 19. Feb 2014, 14:37
von Heinrich
Hallo zusammen,
Ich hab jetzt auch seit knapp über nehm Jahr ne Ausnahmegenehmigung.
Hatte den gedanken mit der Steuer auch schon und werds bei der nächsten auch mal versuchen ob des in irgend einer weise möglich ist.
Fals jemand erfolg damit hat bzw schon hatte wärs cool wenn der oder die jenige darüber berichten würd
lg Heinrich

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Mi 19. Feb 2014, 17:03
von bushdoctor
M. Nice hat geschrieben:
Also, bei den "normalen" Medikamenten ist es so, dass, wenn diese eine gewisse Höhe / jährlich überschreiten, man diese als außergewöhnliche Belastungen angeben kann - http://www.focus.de/finanzen/steuern/st ... 16094.html

Ob das dann auch auf medizinischen Hanf anwendbar ist?
Sofern es ärztlich verordnet ist, sollte aus steuerrechtlicher Sicht m.E. nichts dagegen sprechen. Einfach bei der nächsten Steuererklärung die Quittungen für medizinschen Hanf dazugeben und den Betrag (abzüglich Selbstbehalt) geltend machen...

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Mi 19. Feb 2014, 20:18
von Heinrich
bushdoctor hat geschrieben:

Sofern es ärztlich verordnet ist, sollte aus steuerrechtlicher Sicht m.E. nichts dagegen sprechen.
Hallo bushdoctor, schön dich auch mal in der virtuellen welt zu treffen ;)

Es ist zwar ärtzlich verordnet,allerdings gilt es ja als "(begleitende" Selbst therapie" ,was ansich ja schon ein wieder spruch insich ist.
Ob sich des Finanzamt dies zunutze machen wird...wir werden sehn
Greez
Heinrich

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Mi 19. Feb 2014, 20:33
von bushdoctor
Heinrich hat geschrieben: Hallo bushdoctor, schön dich auch mal in der virtuellen welt zu treffen ;)
Lass mich raten: Du bist der Patient, den ich bei der Radiosendung kennenlernen durfte...
Heinrich hat geschrieben: Es ist zwar ärtzlich verordnet,allerdings gilt es ja als "(begleitende" Selbst therapie" ,was ansich ja schon ein wieder spruch insich ist.
Ob sich des Finanzamt dies zunutze machen wird...wir werden sehn
Zum Thema "Selbsttherapie" sollte man sich diesen Brief an das BfArM mal durchlesen.
Als "außergewöhnliche Belastung" geht diese Selbsttherapie m.E. aber durch. Ich bin aber kein Steuerfachmann...

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Do 20. Feb 2014, 00:13
von Heinrich
bushdoctor hat geschrieben: Lass mich raten: Du bist der Patient, den ich bei der Radiosendung kennenlernen durfte....
Jap dieser und kein anderer :D

bushdoctor hat geschrieben:Zum Thema "Selbsttherapie" sollte man sich diesen Brief an das BfArM mal durchlesen.
Als "außergewöhnliche Belastung" geht diese Selbsttherapie m.E. aber durch. Ich bin aber kein Steuerfachmann...
hatte ich demletzt schonmal gelesen...lesenswert!

Bin wirklcih gespannt was bei dieser frage letztlich rauskommt...

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Do 20. Feb 2014, 18:16
von M. Nice
Heinrich hat geschrieben:Hallo zusammen,
Ich hab jetzt auch seit knapp über nehm Jahr ne Ausnahmegenehmigung.
Hatte den gedanken mit der Steuer auch schon und werds bei der nächsten auch mal versuchen ob des in irgend einer weise möglich ist.
Fals jemand erfolg damit hat bzw schon hatte wärs cool wenn der oder die jenige darüber berichten würd
lg Heinrich

High Heinrich,
was heißt bei der nächsten Steuer machen?
Hast Du sie für 2013 schon abgegeben? Falls nicht, dann gib das Cannabis als außergewöhnliche Belastung an und berichte, ob das Finanzamt das anerkennt.

Ich habe meinen §3, Absatz 2, zwar schon seit November, aber die Medizin konnte erst kurz vor Weihnachten, von meiner Apotheke geliefert werden, deshalb ist mein Finanzieller Aufwand 2013, für das Hanf zu gering, um berücksichtigt zu werden.


Gruss
M.Nice

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Fr 21. Feb 2014, 00:02
von Heinrich
M. Nice hat geschrieben: was heißt bei der nächsten Steuer machen?
Hast Du sie für 2013 schon abgegeben? Falls nicht, dann gib das Cannabis als außergewöhnliche Belastung an und berichte, ob das Finanzamt das anerkennt.
nein eingereicht für 2013 isse noch nicht. Ja werd ich machen ;-)

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Mi 25. Jun 2014, 00:25
von Heinrich
hi leute
hab grad dashier entdeckt:

http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirt ... etzen.html

ist also schienbar wirklich möglich. allerdings ist der freibetrag für ausergewöhnliche belastungen so gering das ich vermutlich grad mal ein oder zwei monate absetzten werde können...aber immerhin ein anfang

eine hightere nacht euch noch allen

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Fr 13. Dez 2019, 21:00
von mitch25
Alle Kosten für eine Ausnahmeerlaubnis zum Erwerb von Cannabis zur Anwendung im Rahmen einer medizinisch betreuten und begleiteten Selbsttherapie – ebenso wie die Kosten für das Cannabis selbst – können bei der Einkommenssteuer als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Übersteigen diese Krankheitskosten eine gewisse zumutbare Eigenbelastung, dann mindert dies das zu versteuernde Einkommen.

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Mi 21. Okt 2020, 10:23
von phenex
Hallo und guten Morgen,

ich finde diesen Thread wirklich gut und wichtig, daher hole ich ihn mal aus der Versenkung mit meinem ersten Post.

Habe meine Privatrezepte auch schön gesammelt und selbstverständlich werde ich die Kosten versuchen abzusetzen, so lange meine Übernahme noch nicht durch ist.

take care
phenex

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Mi 21. Okt 2020, 14:14
von Martin Mainz
Hallo phenex und herzlich willkommen im Forum!

Dann berichte später bitte mal obs geklappt hat, das würde mich auch interessieren.

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Mi 21. Okt 2020, 17:10
von M. Nice
Das funktioniert :mrgreen:

MfG
M. Nice

Medikamente Steuerlich Absetzen

Verfasst: Fr 15. Jan 2021, 15:15
von morfeus
Hallo,

ich erhalte Cannapis leider nur auf Privatrezept. Wie wohl bekannt können die Kosten bei den Apothekenpreisen für eine Person aussergewöhnlich hoch sein. Nun zu meiner Frage.

Aufwendungen für Arzneimittel können normalerweise als Außergewöhnliche Belastung in der Steuerklärung angegeben werden. Hat jemand von Euch hierzu schon Erfahrungen mit dem Finanzamt gemacht oder kann generel etwas dazu sagen ?

Grüße
M

Re: Medikamente Steuerlich Absetzen

Verfasst: Fr 15. Jan 2021, 20:09
von Lui
Hi,
meine damaligen Privatrezepte (2017) hatte ich damals bei meiner Steuerberaterin eingereicht, die dann als "Außergewöhnliche Belastung"
geltend gemacht werden konnten.

Finanzamt hatte es akzeptiert.

Grüße

Re: Medikamente Steuerlich Absetzen

Verfasst: Sa 16. Jan 2021, 11:08
von M. Nice
High morfeus.


Das funktioniert :mrgreen: , schau mal hier:

https://www.hanfverband-forum.de/viewto ... uer#p84576

MfG
M. Nice

Re: Medikamente Steuerlich Absetzen

Verfasst: Mo 18. Jan 2021, 12:27
von superlemonnata
Lui hat geschrieben: Fr 15. Jan 2021, 20:09 Hi,
meine damaligen Privatrezepte (2017) hatte ich damals bei meiner Steuerberaterin eingereicht, die dann als "Außergewöhnliche Belastung"
geltend gemacht werden konnten.

Finanzamt hatte es akzeptiert.

Grüße
Ähnlich lief es auch bei einem Freund von mir, frag am besten direkt mal bei einer Steuerkanzlei nach und erkundige dich. Dann kannst du dir gewiss sein.-

Grüße Nata

Re: Medikamente Steuerlich Absetzen

Verfasst: Mo 18. Jan 2021, 18:03
von morfeus
Hallo in die Runde,

erstmal vielen Dank für die Rückmeldungen. Freut mich zu hören das wohl einige Finanzämter damit kein Problem haben. Die Steuererklärung hat noch einwenig Zeit und ich melde mich zurück sollte es Probleme mit dem FA in BW geben.

Grüße
morfeus

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Mi 12. Jan 2022, 20:38
von Hakan Müller
Auf mein Rezept steht „privat“
Ich werde definitiv nächstes mal einreichen,hoffentlich wird was erstattet..

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Mi 12. Jan 2022, 23:01
von Martin Mainz
Halt uns auf dem Laufenden, Hakan

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Mo 9. Jan 2023, 13:44
von Dirtymey
Hallo habe ein dringliche Frage . Ich bin bei zwei Ärzten weil mir 100g nicht langt . Bekomme also 145g . Kann ich nun beide Kosten beim Finanzamt einreichen oder darf ich nur einen Arzt Einreichen ? Ist das strafbar ? Danke für die Antwort im Voraus

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Mo 9. Jan 2023, 16:07
von M. Nice
Wie viele Rechnungen hast Du?
Rechnung A
und
Rechnung B

Natürlich kannst beide in der Steuer angeben, hast diese ja auch bezahlt. ;)

Warum Du zwei verschreibende Ärzte hast, frage ich mal nicht.
Wenn mehr wie 100g benötigt werden, kann der Arzt ein "A" aufs Rezept machen und kann dadurch mehr verschreiben.
https://www.gelbe-liste.de/betaeubungsm ... schreibung

MfG
M. Nice

Re: Medizinisches Cannabis von der (Lohn)Steuer absetzen?

Verfasst: Mo 9. Jan 2023, 16:14
von Dirtymey
Danke mr. Nice . Ja das mit dem A wusste ich nicht. Und habe vom ersten Arzt nur 45 g bekommen und weil das viel zu wenig war habe ich mir einen zweiten Arzt gesucht .
Also zu meiner Frage : das Finanzamt interessiert es nicht ob da ein A drauf steht oder ob ich mehr wie 100 g im Monat bekomme ? Achten sie darauf ? Habe ich nun etwas falsch gemacht an der ganzen Sache ?