Fachgeschäfte statt Apotheken oder staatlicher Abgabestellen.
Da bin ich 100% bei Dir!
Ein solches Fachgeschäft (Coffeshop 2.0) würde ich selbst eröffnen sobald die Rechtslage eindeutig und gesichert wäre.
Ein Traum!
Arbeitsplätze statt volle Knäste!
Der Rest ist in meinen Augen argumentativ doch eher gewagt bis unnötig.
Aber schön dass Du Dir Gedanken machst! Darum gehe ich auch auf Deine einzelnen Ideen ein:
Eine
Altersgrenze ist mit 18 anzusetzen. Wenn es irgendwann ums Verhandeln geht kann man dem politischen Gegner immer noch auf 21 entgegen kommen. Die Position müssen wir nicht von uns aus bereits im Vorfeld verschenken. Da möchte ich erstmal eine glaubhafte evidenzbasierte Studie (keine ergebnisorientierte Statistik) sehen die eine gesundheitliche Notwendigkeit dazu auch nur erwägen lässt.
Höchstabgabemengen im freien Fachgeschäft: wozu soll das gut sein? Wem soll das dienen?
Und sollen dann wieder Razzien durchgeführt werden um das zu kontrollieren? Das wäre kein einziger Schritt nach vorne.
Ein
Werbeverbot wäre aber verhandelbar, und wie ich meine auch sinnvoll. Genau wie für Tabak, und hoffentlich auch endlich bald für Alkohol! ("16 Jahre musst Du reifen, dann bist auch du ein Radeberger!" Was für eine Doppelmoral!!*KOTZ*)
Womit wir beim preislichen wären:
Ein echtes homegrown Jack Herer beispielsweise kostet im Amsterdamer Fachgeschäft nicht ohne Grund seine stolzen 17,50!
Bei einem
gedeckelten Verkaufspreis von, wie Du vorschlägst: 5€, wird der
Schwarzmarkt keinen einzigen Millimeter verdrängt.
Denn was Du für 5€ bekommst, das ist seelenlose Massenware voller Pestizide, und somit der Straßendreck den wir ohnehin schon seit Jahrzehnten bemängeln - schlimmer noch: es werden ja auch noch Steuern, Personalkosten und Mieten etc davon abzuziehen sein. Wir reden also von -,10 Cent Dreck.
Damit nimmst Du dem
reifen, qualitätsbewussten Kunden jede Möglichkeit
legal erstklassiges Leckerlie zu bekommen, und er wird sich zwangsläufig weiterhin an seine illegalen lokalen Quellen halten.
Diejenigen Kreise die sich über solchen Billigdreck freuen würden sind aber genau diejenigen denen ich seit Jahrzehnten versuche eben
bewusstes Konsumieren, Kultur und Klasse statt Komakiffen beizubringen:
junge Suchtgefährdete.
Dieser Schuss ginge also vollends nach hinten los. Aber sowas von...
Sowas wie das Deutsche Reinheitsgebot würde ich aber auf jeden Fall zur Verhandlung anbieten, mir unbedingt wünschen!
Und warum willst Du bitte eine
Obergrenze privat zu Hause?
Und auf welcher Basis veranschlagst Du ausgerechnet 50 Gramm?
Eine einzige gut gepflegte Pflanze übertrifft diese Erntemenge bereits um Längen.
Also wieder Razzien, Hausdurchsuchungen, Verhaftungen, Heimlichgärtnerei, Paranoia. Und kein einziger Schritt nach vorne.
Aber dieser Punkt ist ein wichtiger!
Derzeit wird nämlich davon ausgegangen dass jeglicher Anbau grundsätzlich dem Dealen gilt.
OHNE eine Obergrenze wären die ermittelnden Behörden aber endlich
gezwungen das vermeindliche Dealen
auch wirklich nachzuweisen!
Ist Dir klar wie viele friedliebende Heimgärtner und Selbstversorger als
mutmaßliche Dealer im Knast hocken, weil sie für sich selber mehr als die Geringe Menge ergärtnert haben, einfach schon weil es anders überhaupt gar nicht wirtschaftlich möglich ist?
Zum Schluss noch diesen Satz, der mich wirklich verärgert:
Cannabis Shops sollen selber entscheiden ab welchen alter sie verkaufen. [...] Ein 21 jähriger hat weniger 14-17 jährige als Freunde und den kann man Mehr Reife zugestehen.
Das ist - mit Verlaub - völliger Blödsinn.
Bitte nochmal überdenken.
Aber lass Dich nicht von mir entmutigen! Lies Dich weiter in die Thematik ein, reflektiere über Deine Gedanken, und bleib am Ball!
Schönes Wochenende!