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Anbauvereinigungen ?
Verfasst: Mi 16. Aug 2023, 13:25
von Cosmo01
Ahoi,
Hab mal ne Frage zum Gesetzesentwurf von Herrn Lauterbach,
und zwar hab ich es ja so verstanden das man Mitglied in einer Anbauvereinigungen sein muß um Cannabis kaufen zu können für Privaten Konsum.
Doch die sind ja nur auf 500 Beschränkt und ich gehe stark davon aus das es einfach zu wenig ist.
Wird es eine Liste geben mit „Anbauvereinigungen „? oder jemand hier im Forum erstellt eine?
Wie schaut das mit dem Anbau in den Anbauvereinigungen aus ? auch bei 500 Mitgliedern muß der Growroom ja schon etwas größer sein.
Geht man mal davon auf das jedes Mitglied 1g im Monat kaufen tut wären das ja schon 500g … wenn davon die hälfte 1 g pro tag konsumiert , dann wären das schon 7.750g/7,8kg im Monat.
Wer bezahlt den Anbau das Equipment ?
Re: Anbauvereinigungen ?
Verfasst: Mi 16. Aug 2023, 13:31
von LaMaria
Die Mitglieder mit Mitgliedsbeiträgen
Ist tatsächlich schwierig zu realisieren.
Re: Anbauvereinigungen ?
Verfasst: Mi 16. Aug 2023, 15:02
von pepre
Kuckst du:
Kleine CSCs bis 30 Mitglieder mit mäßigem Konsum.
Das Einsstiegskapital muss halt irgendwie aufgebracht werden. Kann aber locker und zügig aus den Einnahmen zurückgezahlt werden. Das sollte sogar über Crowdfunding¹ möglich sein, falls sich kein privater Mäzen finden lässt. Über Mitgliedsbeiträge die Anschubfinanzierung einzunehmen macht keinen Sinn, denn die müsste man hoch ansetzen:
- Ärmere Menschen könnten sich einen CSC nicht leisten
- Es bräuchte eine Vorlaufzeit, bis genug Beiträge aufsummiert sind
- Die Mitgliedsbeiträge wären dennoch lächerliche Peanuts ggü dem Umsatz
Hohe Mitgliedsbeiträge erreichen nur eines: arme Menschen draußen halten; also geeignet für Zehlendorf, Blankenese, Bogenhausen...
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¹ Kreditsumme 5000€ mit 10% Verzinsung bei zwei Jahren Laufzeit: da schlecken sich die Investoren die Finger. 
Re: Anbauvereinigungen ?
Verfasst: Mi 16. Aug 2023, 15:27
von LaMaria
Das einfachste wäre, liquide Mitglieder geben dem Verein einen Kredit, den der Verein dann mit einer Verzinsung zurück bezahlen muss. Die Bank wird wohl ohne Sicherheiten nicht mit machen wollen.
Am Ende müssen es doch die Mitglieder mit ihren Beiträgen bezahlen.
Re: Anbauvereinigungen ?
Verfasst: Mi 16. Aug 2023, 17:13
von pepre
Ok, es findet sich keine Erwähnung von "Unkosten" im gesamten Gesetz. Statt dessen:
§ 24 Mitgliedsbeiträge
Mitgliedsbeiträge der Anbauvereinigung können als Grundbeträge mit zusätzlichen
Pauschalen gestaffelt im Verhältnis zu den an die Mitglieder weitergegebenen Mengen
Cannabis und Vermehrungsmaterial festgelegt werden.
§ 25 Selbstkostendeckung
(1) Anbauvereinigungen dürfen für die Weitergabe von Cannabis und Vermehrungs-
material an ihre Mitglieder neben den satzungsgemäßen Mitgliedsbeiträgen nach § 24
keine weiteren Entgelte verlangen.
Das bedeutet wirklich: ALLES MUSS über Mitgliedsbeiträge finanziert werden.
Somit werden diese exorbitant hoch sein müssen, - zumindest in der Gründungsphase.
Bleibt noch die Frage, ob man mit Tages- oder Monats-Mitgliedschaften die Gelegenheitskiffer abholen kann...
Die nächste Frage, die sich stellt: wie will man zwischen hochpotentem Hasch und Standard-Gras unterscheiden, wenn die Ware keinen Preis haben darf?!
Re: Anbauvereinigungen ?
Verfasst: Mi 16. Aug 2023, 18:46
von LaMaria
pepre hat geschrieben: Mi 16. Aug 2023, 17:13
...bleibt noch die Frage, ob man mit Tages- oder Monats-Mitgliedschaften die Gelegenheitskiffer abholen kann...
Auch das ist geblieben:
Mindestmitgliedschaft 3 Monate
Re: Anbauvereinigungen ?
Verfasst: Mi 23. Aug 2023, 08:37
von Sinang
Hallo da ich es gerade gelesen habe, einen Verein zum Anbauen gründen ist nicht schwer
Und das Kapital kommt von den Mitgliedern, wir werden zum Beispiel eine kleine Aufnahmegebühr verlangen, die sollte den Start realisieren und zumindest dafür sorgen das man bis die erste Ernte nach 3-4 Monaten durch ist, Umsatz da ist

Ja klar muss man ziemlich rechnen was baut man wie an und in welchen mengen, schlimm wird es erst ab 100 Mitglieder

da reichen dann 20 Pflanzen im Monat nicht, wenn man von 1g/ Woche pro Mitglied ausgeht
Re: Anbauvereinigungen ?
Verfasst: Fr 8. Sep 2023, 20:30
von Cosmo01
ja was kostet so ein Raum für 500 Mitglieder zum Grown ? 50000€ ?
Wichtig nach jetzigem stand dürfen keine Gewinne* erzielt werden !
Re: Anbauvereinigungen ?
Verfasst: Fr 8. Sep 2023, 23:43
von Martin Mainz
Komm drauf an wo, die Mieten für normale Lagerräume liegen zwischen 3 und 10 €. Aber es werden sicherlich noch Auflagen zu erfüllen sein, weshalb vielleicht nicht jede x-belibige Halle in Betracht kommt.
Und keine Ahnung, wieviel Platz man für den Grow für 500 Mitglieder braucht. 50 g max / Mitglied / Monat = 1/2 Pflanze / Monat? = 250 Pflanzen / Monat ernten = (alle 3/4 Monate?) = ca. 1000 Pflanzen? Kommt mir viel vor, kenne mich da nicht wirklich aus.
4 Pflanzen pro qm(?) wären dann so 250 - 300 qm, dürften also schon so 900 - 3000€ / Monat an Kaltmiete sein, je nach Lage.