Radulf hat geschrieben: Scheint aber nach heutiger allgemeiner Auffassung legal zu sein und eine begründete Ausnahme von der ärztlichen Schweigepflicht. Sauerei. Wenn der Doc mal an den Falschen gerät, kann er froh sein wenn er ne gute Zahn-Zusatz-Versicherung hat.
und am Ende heißt es man sei abhängig, da man nie so aggressiv reagiert hätte, wäre man "normal".
Aber wie ist das nun mit der ärztlichen Schweigepflicht? In einem Drogenforum wird/wurde darüber ausgiebig diskutiert und da kam man zu dem Ergebnis, dass es fast gar keine Ausnahmen bei der Schweigepflicht gibt.
Der Arzt darf z.B. der Polizei nur etwas melden, wenn ein Leben bedroht wird (z.B. das der Patient sagt, man wolle am Tag XY Herrn/Frau XY umbringen...). Drogenkonsum wäre in dem Punkt aber wiederum irrelevant.
Ebenso darf selbst ein (Amts-)Arzt zur überprüfung der Berufstauglichkeit NUR sagen ob der Jugendliche für einen ausübenen Beruf tauglich ist oder nicht. Weder Diagnosen noch persönliche Dinge dürfen genannt werden.
Wenn der Arzt ohne Erlaubnis die Schweigepflicht bricht, stehen für ihn hohe Strafen bis zum Berufsverbot. Normalerweise traut sich sich das kein Arzt. Wenn er es trotzdem macht, sollte man ihn auf der Stelle anklagen. Egal wie gut das Verhältnis zum Arzt immer war...
Warum lassen Kiffer sich fast ein halbes Jahrhundert lang diese Schikanen gefallen???
Tja wo sind die 4-8 Mio. Kiffer in Deutschland (oder wie hoch momentan die geschätze Zahl ist) , wenn man sie braucht?
Das ist die entscheidendste Frage:
1. Chillen sie mit Joints und Keksen zu Hause an den Hanfparadentagen und träumen sich vor, wie es wohl abginge wenn Cannabis endlich legal ist?
2. Sitzen diese im Gefängnis?
3. Haben Angst ins Gefängnis zu kommen und setzen sich deshalb nicht ein und gehen mal nach draußen? Sind also eingeschüchtert?
4. Oder ist für die Konsumenten Cannabis, Joints und Haschisch mittlerweile "so normal" geworden, dass sie sich nicht mehr dafür einsetzen wollen bzw. brauchen und sich nur darauf konzentrieren es nur diskret zu konsumieren?
5. Wollen wir überhaupt eine Legalisierung? Schließlich ist das Suchen nach Streckmitteln, Bezugsquellen, das Versteckspiel und Action mit der Polizei auch ein Hobby, was zum "Drogenkonsum" scheinbar dazu gehört.
Das sah man auch bei Steffen Geyers Cannabiskultour. Dort sind manche gar nicht persönlich aufgetaucht obwohl diese sich angekündigt haben.
Am Ende bleiben da quasi nur noch Patienten, die schon lange für ihre Medizin kämpfen mussten und es auch für Cannabis weiter tun, leider sind diese verständlich sehr geschwächt.
Wie trommelt man also alle zusammen?