Kassenarzt finden - Allgemeine Tipps

Administrator

Kassenarzt finden - Allgemeine Tipps

Beitrag von Administrator » Di 10. Okt 2017, 12:55

michamuenchen hat geschrieben:
Fr 21. Dez 2018, 19:34
Viele Betroffene haben zur Zeit ähnliche Schwierigkeiten. Daher gilt es nun für uns alle weitere Pionierarbeit zu leisten.

Zunächst empfehle ich die Tipps der ACM: https://www.cannabis-med.org/german/acm ... p?id=230#2

Außerdem könnte es sich vielleicht lohnen, mal 20 Euro z. B. in dieses Fachbuch von Dr. Grotenhermen zu investieren, um es Ärzten auszuleihen: http://www.wissenschaftliche-verlagsges ... 61118.html

Von ärztlicher Seite sind regulär leider keine offiziellen Weiterempfehlungen gewünscht. Zur Arztsuche könnte eventuell die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin - ACM e.V. oder Leute im Selbsthilfenetzwerk-Cannabis-Medizin weiter helfen. Interessierte Patienten für den persönlichen Austausch findest du über das http://selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/ und deren Forum: http://www.cannabis-med.org/german/forum/forum.php sowie an jedem ersten Freitag im Monat von 20:15-22:15 Uhr bei der Münchener Selbsthilfegruppe für Cannabis als Medizin im Selbsthilfezentrum München (Westendstrasse 151, Raum A1).

Außerdem könnte möglicherweise auch eine Anfrage bei der eigenen Krankenkasse, der KVB - Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (https://www.kvb.de/) sowie der Landesärztekammer (http://www.blaek.de/) weiter helfen.

Ich hoffe dir hiermit weiter geholfen zu haben.
Es ist nicht gerade leicht wenn man nicht in Berlin oder einer anderen großen Stadt lebt einen Kassenarzt zu finden, der bereit dazu ist Cannabis zu verschreiben. Bei Google taucht immer nur ein Name auf wenn man Cannabis & Arzt eingibt, selbst wenn dieser Arzt ein Kassenarzt wäre was er nicht ist, könnte er bestimmt nicht den Antsturm bewältigen. Bei meiner Google Suche taucht mitlerweile noch ein Arzt auf der Cannabis Pro ist, dieser ist aus dem Rhein Neckar Kreis, Namen will ich hier nicht nennen, kann ja jeder selbst versuchen.

Hier ein paar Tipps:

1. In der Apotheke nachfragen, ob man evtl. so nett ist und einen Arzt nennen kann der schon Kassenrezepte eingereicht hat. -> Wenn man zu der Apotheke eine gute Beziehung hat, die Apotheke mehrere Patienten beliefert, ist da bestimmt auch ein Kassenarzt dabei. Also einfach mal nachfragen.

2. Ärzte online suchen und anschreiben (Email od. Fax) -> Speziell nach Ärzten schauen die auch Naturheilverfahren anbieten! Wenn keine Email oder Fax vorhanden anrufen, fragen haben sie schon Patienten? Könnte der Arzt sich vorstellen mit Cannabis zu behandeln? Arzt ggf. nach Kollegen fragen.

3. In Foren nach Hilfe fragen -> schildert eure Situation, bitte um Hilfe evtl. sind ja andere Patienten in eurer Nähe die euch helfen können.

Garip2012 hat geschrieben:
Do 18. Apr 2019, 10:06
Hallo leute... ganz einfach.. jede krankenkasse bietet einen sog. Gesundheitsdienst rufnummer an. die sind unabhängig.. kosten 10 eur. werden bei der KK automatisch pbernommen... einfach LK anrufen, sich die nummer vom gesundheitsdienst geben lassen.

anrufen und lediglich sagen dass ihr im umkreis von so und soviel km einen arzt sucht, der sich mit dem thema cannabis auskennt fragen..
sich 2, 3 Bsp. per email schriftluch geben lassen..

zum arzt gehen mit dem ausgedruckten zettel. und dem arzt auf den tisch legen mit den worten... meone kK schickt mich.
Falls ihr auch noch Tipps habt, gerade in der Gesprächsführung mit Kassenärzten, bitte mitteilen!

Hanfkraut
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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von Hanfkraut » Di 10. Okt 2017, 17:17

Auf die Idee bin ich auch gekommen! Mit 0 erfolg!

Gestern habe ich durch Zufall erfahren das mein Hausarzt meine bekannte cannabis gegen chronische Rücken schmerzen angeboten hatt. Sonst hatt sie nix. So mir nix dir nix von ganz alleine!

Da meine bekannte ständig auf Rücken krank feiert und sehr oft beim Arzt ist. So geht dann mehr.

Obwohl ich auch chronische Rücken schmerzen habe und oben drauf noch Migräne, Schlafstörungen..... Habe und das schon seit Jahren.
Bekomme ich vom gleichen Arzt auf Anfrage nichts!

Auf deutsch gesagt fühle ich mich von meinen Hausarzt absolut verarscht.

Da ich auf meinen Job angewiesen bin und noch meine Hütte abbezahlen muss kann ich mir so luxiöse Krankenscheine überhaupt nicht leisten! So muss ich meine Zähne zusammen beissen und durch!

Wer also ehrlich Arbeiten geht wird wieder einmal bestraft.
Manchmal denke ich echt darüber nach alles übern jodamm zu schmeißen. Hätte meine Mutter nicht auch in die Immobilie investiert würde ich nie wieder in mein Leben arbeiten gehen.

Habe mittlerweile die Schnauze gestrichen voll. Mir reicht es

So macht Arbeiten mir keinen Spaß mehr!

Mit Harz 4 hätte ich auch schon mein Rezept und hätte zeit jeden arzt abzugrasen. Oder würde eben jede Woche mein Hausarzt nerven mit aua aua.

Am liebsten würde ich gegen den Arzt angehen!
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
https://hanfverband.de/files/normenkont ... 190910.pdf

Duck
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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von Duck » Di 10. Okt 2017, 17:43

Gut ich frag dann mal hier nach Hilfe.
Brauche ja einen Kassenarzt für die Zukunft so Gott will.

War eben bei einem Netten Arzt , leider ist der auch überlastet.
Naja kein wunder wenn man Hört woher die leute Anreisen.

Hab da einen Neuen Privattermin wo die Angelegenheit Besprochen wird.
Also ob er der Therapie zustimmt und mein weg durch die Klage.

Das die KK die Privatrezepte nach der Klage zahl glaube ich nicht mehr.

LG's vorschläge habe ich alle durch :(

Ach ja Raum Mainz Mannheim wäre toll.

PN würde mich freuen.

CBDManiaK
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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von CBDManiaK » Mi 11. Okt 2017, 00:23

man müsste jeden arzt der einem die hilfe verweigert verklagen. evtl bringt das ja was.

es kann doch echt nicht sein das es so schwer ist einen arzt zu finden, nichtmal auf privatrezept....

die tipps sind gut, bringen in der regel aber auch nichts.

leider wollen die patienten die bereits einen haben, den nicht nennen... ihre eigene medizin könnte ja knapp werden!
ja, aber wie sollen wir sonst auf das thema aufmerksam machen?

die krankenkassen und politik denken sich: sind ja garnicht so viele anträge... wie sollen den anträge zu stande kommen wenn man garnicht erst beantragen kann?

liebe patienten und ärzte: macht euch mal gedanken und kommt von eurem arroganztripp runter!

Duck
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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von Duck » Mi 11. Okt 2017, 06:55

Ich habe eigentlich keine so schlechten erfahrungen gemacht.
Klar kenn ich sinnlose frustrierende Arztbesuche, das lag aber nicht ausschliesslich am cannabis Thema.

Ich habe auch gesehen wie dermassen krass sich bemühte Ärzte verändern :(
Ober Stress, nur hürden, keine Zeit, Regress...

Klar schreckt das die anderen ab, wenn sich das verteilen würde wäre gut.

moepens
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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von moepens » Mi 11. Okt 2017, 07:26

Eine Klage hat natürlich keine Aussicht auf Erfolg, abgesehen davon wäre das Arzt-Patienten-Verhältnis dann ruiniert.

Ein Tipp wäre vielleicht sich offen für alle therapeutische Möglichkeiten zu zeigen und nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Das birgt natürlich das Risiko, dass man dabei auch nicht weiterkommt und es erst später merkt. Die Chancen sollten aber steigen, wenn ein Vertrauensverhältnis entsteht.

Hanfkraut
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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von Hanfkraut » Mi 11. Okt 2017, 09:37

Binn bei meinem Arzt schon über 25 jahre
Also mehr vertrauen aufbau?
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moepens
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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von moepens » Mi 11. Okt 2017, 11:01

@Hanfkraut, das war nur ein Tipp. Außerdem ging es um die Arztsuche.
Manchem mag es helfen, manchem nicht.
Es gibt keine Patentrezepte!

Man merkt schon, die Emotionen kochen hoch. Es wird nicht genau gelesen sondern eher "zwischen den Zeilen" und der kleinste Anlass genügt um sich stark aufzuregen. Dabei ist es besser, wenn man einen kühlen Kopf bewahrt und überlegt vorgeht, vor allem mit den eigenen Worten - auch wenn es noch so schwer fällt.

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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von Hanfkraut » Mi 11. Okt 2017, 11:31

Das weiß ich noch.....
Ich habe hier nur berichtet welche Erfahrungen ich gemacht habe.

Auch wenn ich einppar frustrierende Worte verfasst habe.
Will ich nur klar machen das ich trotz intensives bemühen kein Erfolg habe.

Das soll nicht heißen das andere es nicht versuchen sollten
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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von lukasyvonne » Mo 22. Okt 2018, 22:04

Hallo zusammen,

das Thema Kassenrezept habe ich für mich schon lange abgehakt.
Ich habe die Woche mal wieder einen Termin bei einem Schmerz-
therapeuten, der sich auf Naturheilverfahren spezialisiert hat.

Ziel: Privatrezept für 5-10g.

Die Resonanz war bis dato wirklich schlecht und es geht immer nur
um die Cannabis Thematik:"das ist alles schlimm"; "das wirkt nicht
besser als Opiate"; "das mache ich aus Prinzip nicht"; "ich dachte
mir schon dass es um so etwas geht"; "dazu gibt es keine Studien";
"das habe ich noch nie gemacht" - es nervt total.
Das sind tatsächlich alles Zitate von erwachsenen Menschen, die als
Ärzte zugelassen sind...

(BTW: es geht um chronisches HWS-Syndrom, Schlafstörungen,
Bruxismus - also typische Szenarien)

Gucken wir mal was der nächste Versuch bringt.
Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen. ;)

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Martin Mainz
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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von Martin Mainz » Mo 22. Okt 2018, 22:46

lukasyvonne hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 22:04
Die Resonanz war bis dato wirklich schlecht und es geht immer nur
um die Cannabis Thematik:"das ist alles schlimm"; "das wirkt nicht
besser als Opiate"; "das mache ich aus Prinzip nicht"; "ich dachte
mir schon dass es um so etwas geht"; "dazu gibt es keine Studien";
"das habe ich noch nie gemacht" - es nervt total.
Das sind tatsächlich alles Zitate von erwachsenen Menschen, die als
Ärzte zugelassen sind...
Mal so rein rethorisch wären das meine Antworten:

"das ist alles schlimm" - was auch immer das heißen soll, Sie haben wahrscheinlich recht :?:
"das wirkt nicht besser als Opiate" - stimmt, aber fast. Und dann sind da noch die Nebenwirkungen im Vergleich.
"das mache ich aus Prinzip nicht" - Was meinen Sie damit? Das beste Medikament für mich zu finden? - das ist zugegeben so ein Satz wo man wenig gegen sagen kann.
"ich dachte mir schon dass es um so etwas geht" - Super! Dann sind Sie ja bestens vorbereitet! :mrgreen:
"dazu gibt es keine Studien" - doch! Zu allem wurde bereits geforscht, man muss nur suchen.
"das habe ich noch nie gemacht" - dann wirds ja mal Zeit. Schließlich muss man sich in Ihrem Beruf ja ständig weiterbilden.

Das Ganze nicht rotzfrech serviert sondern durchaus ernst gemeint. Schließlich gehts hier die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und die ist mit der aktuellen Medikamentierung vielleicht nicht gegeben.

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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von mad » Mi 24. Okt 2018, 18:10

Man bekommt so einiges zu hören … Wenn aber schon mit solchen Argumenten kommt, dann hat es auch keinen Zweck ihn davon zu überzeugen. Daher mein Tipp: Arztsuche anschmeißen, viele Ärzte anrufen und direkt beim Erstkontakt nach Cannabis fragen. Man merkt direkt, ob es sinnvoll ist dorthin zu gehen, oder ob es vergebliche Mühe ist.

mad
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Wie finde ich einen Arzt in meiner Umgebung?

Beitrag von mad » Fr 9. Nov 2018, 22:05

Es werden in letzter Zeit verdammt viele neue Anfragen aufgemacht bzgl. Arztsuche. Es ist wirklich schwierig einen zu finden. Daher starte ich diesen Thread, um ein paar generelle Tipps zu geben.

Viele Ärzte haben keine Erfahrung und verschreiben kein Cannabis. Häufig möchten – aus verschiedenen Gründen – Patienten ihren „Cannabisarzt“ nicht weiterempfehlen. Daher solltet Ihr einfach selbst einen Arzt suchen. Hier möchte ich kurz beschreiben, wie man vorgeht.

Im Internet gibt es Arztsuchmaschinen, mit denen ihr nach Ärzten mit speziellen Fachrichtungen suchen könnt. Die Fachrichtungen
- Palliativmedizin
- Schmerztherapie
- Naturheilkunde
in Kombination sind extrem vielversprechend. Die Suche nach Schmerzärzten alleine findet bereits gute Kandidaten; eine weitere Einschränkung auf Naturheilkunde erhöht die Wahrscheinlichkeit enorm.

Wenn Ihr solche Ärzte in Eurer Nähe gesucht habt, müsst ihr diese Liste nur noch abtelefonieren. Beim Anruf könnt Ihr direkt schon sagen, dass Ihr eine bestimmte Krankheit habt und gerne eine Cannabistherapie versuchen möchtet. Bietet auch direkt an, dass Ihr erstmal ein Privatrezept haben möchtet, damit kein Regressrisiko für den Arzt besteht und keine großen Formalien erfüllt werden müssen. Das sind – neben Unwissenheit – die häufigsten Gründe, weshalb Ärzte eine Cannabistherapie ablehnen. Ihr merkt dann direkt, ob die Praxis aufgeschlossen oder ablehnend ist. Wenn ersteres der Fall ist, solltet Ihr direkt einen Termin vereinbaren.

Versucht möglichst viele Ärzte anzurufen und macht ruhig parallel mehrere Termine. Häufig hat man ja doch etwas Wartezeit und so spart man sich bei einer Absage das lange Warten auf den nächsten Termin.

Und wo suche ich jetzt? Ich habe mal für Köln + 100km Umkreis eine Suche gestartet:
https://weisse-liste.arzt.apotheken-ums ... &account=0#


In dieser Kombination hatte ich selbst übrigens eine 100%-Quote einen passenden Arzt zu finden ;-).

Wichtig für den Arztbesuch ist, dass Ihr möglichst einen aktuellen Befund eines anderen Arztes habt. Ihr solltet auch schon Medikamente ausprobiert haben, die ihr aber nicht mehr nehmen könnt – mit passenden Gründen. Ihr solltet sehr gut vorbereitet sein:
- Wie muss das Rezept aussehen
- Welche Sorten sind für Euch geeignet
- Ihr solltet dem Arzt direkt sagen, wie ihr dosieren wollt (starten mit 30mg Einzeldosis, dann minimal steigern)
- Sagt auch, dass Ihr verdampfen wollt, da dies gesünder ist. Ihr solltet aufgeklärt sein, dass es zwei verschiedene medizinische Verdampfer gibt.
- Nehmt verschiedene Unterlagen zu Eurer Krankheit und wie man Cannabis verschreiben darf ausgedruckt mit
- Lasst Euch vielleicht erst mal Sativex verschreiben; das machen Ärzte schneller. Und wenn es dann schon einigermaßen wirkt, könnt ihr auf Blüten wechseln -> dafür gibt es genügend Gründe.
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Sa 10. Nov 2018, 07:34, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Beitrag verschoben

Oliko
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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von Oliko » So 11. Nov 2018, 08:36

Hallo zusammen,

ich bin selber chronischer Schmerzpatient mit Morbus Bechterew und warte auf die Entscheidung ob die Krankenkasse die Kostenübernahme
bewilligt. Mir hatte der Schmerztherapeut die Cannabis Blüten empfohlen um meinen Opioidverbrauch zu senken da diese eine entzündungshemmende Wirkung haben. Er hätte mir wohl auch ein Privatrezept ausgestellt aber mir ist das Ganze zu teuer und ich weiss
auch nicht ob es überhaupt hilft und ob ich es vertrage.

Das liest sich hier alles wirklich übel dass selbst ein Jahr nach der Gesetzeinführung viele Ärzte gar nicht auf
Cannabis vorbereitet sind. Gerade Hausärzte sind da schlecht informiert. Meine Hausärztin ist Cannabis selber
aufgeschlossen, stellt aber Rezept nur aus wenn die Leute vorher beim Schmerztherapeuten waren und dementsprechend die
Cannabisauswahl und Dosierung schon gemacht sind. Sie sagte selber dass sie sich damit gar nicht auskennt eben weil es bei den Blüten
zig Sorten gibt.

Auch Rheumatologen braucht man nicht fragen ob die ein Rezept ausstellen, selbst Opioide sind bei denen verpönt weil Morphine angeblich keine grosse Wirkung haben. Klar können die das nicht haben da die entzündungshemmende Wirkung fehlt, das Schmerzempfinden bei 50% aller Rheumapatienten einschliesslich mir wird deutlich positiv beeinflusst.

Und wenn der Doc generell keine BTM-Rezepte ausstellt, ja auch das gibt es wegen angeblich hohem bürokratischem Aufwand kann man Cannabis erst recht vergessen wobei ich mich fragen warum der dann eine Zulassung bekommen hat, ohne BTM kann der wirklichen Notfällen gar nicht weiterhelfen.

Auf der anderen Seite reicht es nicht aus zu sagen Herr Dr. ich habe Schmerzen geben Sie mir Cannabis. In dem Gesetz steht auch drin das eine schwere Erkrankung vorhanden sein muss, wobei im Gegensatz zu den damaligen Ausnahmeregelungen es keine bestimmten Krankheiten gibt was die Sache für die Ärzte auch nicht einfacher macht.

Zu guter Letzt kommt auch beim Arzt Frust auf wenn der dritte Anfang 20jährige "Patient" reinkommt und mit der Frage nach Cannabis nervt. Würde mich als Arzt auch wundern woher der "solche Schmerzen" haben kann.

Viele Grüße
Oliko

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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von Stefano » Di 13. Nov 2018, 14:19

Habe Gott sei Dank beim 2 Anlauf einen Kassenarzt gefunden. Der 1 Arzt wollte mich einweisen... Kostenübernahme läuft. Leider alles ne unheimliche vertrauens Frage..
In besonderen Notfällen könnte ich vllt. mit meinem Arzt sprechen.

Raum Niedersachen/Göttingen

Mein Vorgehen gerne per PM
Anstatt lauter chemische Medikamente zu nehmen, habe ich mich entschlossen den natürlichen Weg zu gehen und Marihuana zu rauchen! :mrgreen:

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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von m0rb » So 18. Nov 2018, 14:50

Das empfehle ich vor allem Schmerzpatienten: direkt nach Cannabis fragen, wenn Arzt dann Opioide anbietet: Anzeige wg. Körperverletzung und evtl. unterlassener Hilfeleistung!

Ich glaube anders lernen die es nie.

Am besten finde ich die Pappnasen, die vorgeben, "keine BtM-Rezepte", zu haben, bzw. gar nicht ausstellen zu dürfen. Nur Kunden die das dann auch noch glauben, finde ich ähnlich schlimm - lasst euch keine Bären aufbinden!
JEDER, in Schlandland zugelassene Mediziner "darf" BtM verordnen!

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BUMMBUMM
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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von BUMMBUMM » So 18. Nov 2018, 17:46

jeder approbierte arzt darf btm verschreiben nachdem er es und die dazugehörigen rezepte beantragt hat.
siehe: https://www.bfarm.de/SharedDocs/Formula ... zepte.html

davor darf mans halt nicht. das man ne beglaubnigung brauch ist ne hürde und das man ne Approbation braucht, wahrscheinlich auch :mrgreen:

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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von Naturheilkunde.hh » So 9. Dez 2018, 21:00

Moin Moin,

Ich bin momentan auf der Suche nach einem Arzt für einen Freund der an einer Neuralgie leidet. Er berichtet über starke Nebenwirkungen der verordneten Schmerzmittel und würde gerne einen Arzt finden der bereit ist, mit Hilfe von Cannabinoid haltigen Medikamenten seine neuropathische Schmerzen zu behandeln. Über die positiven Wirkungen von THC in der Schmerztherapie wurde ja bereits mehrfach berichtet.
Bei telefonischen Anfragen wurde er direkt abgewiesen. Und hat bereits die meisten schmerztherapeuten in Hamburg aufgesucht. Jedoch wurde der Vorschlag immer abgewiesen und stattdessen eine Schwächere Dosierung der opioide und Antikonvulsiva vorgeschlagen um die nebenwirkungen zu reduzieren. Diesen Vorschlag musste er erneut wiederwillens annehmen und gab die Suche nach einem Arzt der die Einnahme von Cannabis als Medikamente befürwortet auf. Nun versuche ich hier für ihn Hilfe zu finden.

Kann jemand einen Arzt nahe Hamburg empfehlen?

LG Naturheilkunde.hh

Siwa83
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Re: Kassenarzt finden - Meine Tipps

Beitrag von Siwa83 » Do 13. Dez 2018, 15:39

Ich würde mich bei der Suche anschliessen, nur suchen wir im Raum Dresden oder Leipzig

cannaness
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Registriert: Mo 17. Dez 2018, 14:42

Re: Sammlung der Absagen von Ärzten über die Cannabismedikation

Beitrag von cannaness » Mi 19. Dez 2018, 08:08

Per Mail an meine Ärztin einige Sätze zu meinem Werdegang und meine positiven heilenden Erfahrungen mit Cannabis geschrieben. Gefragt ob ein Gespräch diesbezüglich möglich sei.

Reaktion: "Nein, das mache ich grundsätzlich nicht. Da gibt es heutzutage moderneres, dass ich für Sie geeigneter halte."

Antworten

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