Marihuana das Rauschmittel, Cannabis die Medizin?
Falsch.
Marihuana das
Rauschgift, das auch Alzheimer verursacht!
Cannabis die Medizin und das nur in Fläschchen. ^^
Soweit ich weiß gild das nur für Fertigzubereitungen, es war aber explizit von Cannabis die Rede.
Es ist noch schlimmer!
1. Es gibt kein Fertigarzneimittel. Außer
Sativex , als
allerletzte 3. Option (!) bei MS mit Spastik, gibt es kein zugelassenes Cannabis-Medikament.
2. Es gibt nur die Reinsubstanz THC + ein Bastelset für Kapseln oder Tropfen. Es muss erst in der Apotheke hergestellt werden obwohl am Ende z.B. jeder Patient standartisiert die gleiche Flüssigkeit als Tropfen bekommt, außer bei der Ethanolvariante oder bei der Verwendung von CBD.
3. Es gibt keinen verschreibbaren Cannabisextrakt! Das Desaster mit dem Sesamöl ist hoffentlich vorbei.
4.
Sativex ist etwas bläh...
5. Cannabisteile der Pflanzen sind selbst für forschende Wissenschaftler weiterhin verboten. Ausnahme:
Sativex
Bedrocan, welches explizit gezeigt wurde, hat laut Website Thc-Gehalte von 6-19%. Selbst 6% merkt man noch, wenn man sonst nicht kifft.
Cannabispatienten kiffen glaube ich ohnehin
mehr als Hobby-Kiffer! - Die Wirkung bei Tourette-Patienten ist eben der
Rausch durch das Cannabis,
sich normal verhalten zu können. Und Dronabinol wäre mit reinem THC sogar theoretisch tödlich. An Marinol sind z.B. tatsächlich wenige Patienten gestorben (irgendwie...(
Bei Marinol beschwerten sich sogar manche über leicht störende
psychedelischen Wirkung, die es bei Cannabis weniger bis gar nicht gibt.
Reines THC ist eher ein Rauschmittel als Cannabis und IMO sogar die einzige psychoaktive theoretisch psychedelisch-verwendbare Substanz, die von Ärzten zur Verschreibung bekannt ist. Wie es bei THC+CBD-Mischungen aussieht, die es bei Dronabinol durchaus geben kann, weiß ich nicht.
leserpistole hat geschrieben:
Versteht mich nicht falsch, es ist immer gut wenn Cannabis in den Medien erwähnt wird. Aber dieser Bericht impliziert, das alles zugelassen ist und somit kein Bedarf zur Problemlösung( Zulassung von Cannabiskraut, Legalisierung, etc.) besteht.
Solche Larifariberichte bringen uns imho nicht weiter, sie schaden mehr.
Soll Dronabinol tatsächlich wegen den Heilwirkungen legalisiert sein? Versuche mal irgendwie als Patient ran zukommen, es ist fast unmöglich - zu mal es ja keine Zulassung für irgendetwas hat. (Man kann dem Arzt nur damit gerade mal argumentieren, dass es keine Zulassung hat, weil es quasi "für zu Vieles gleichzeitig" verwendet werden könnte und es evtl. einem selber hilft, statt xY .)
Für mich wurde es nur legalisiert (und das am Anfang erst von Anlage I bis II , als ob die Ärzte THC sofort den Dealern verschreiben würden...) damit man so etwas den Menschen vorgaukelt, dass Cannabis als Medizin legal und als Patient frei verfügbar sei und die betroffenen Patienten 'wenigstens etwas' hätten. Also Alibi.
Momentan hielt ich das ganze für Unsinn, dass man absichtlich Patienten bestimmte Medikamente so weit es geht vor enthält (natürlich nur psychisch aktive) - aber nachdem ich das nach und nach von vielen anderen Medis gehört habe, kommt mir das sogar sehr verdächtig vor, jedenfalls für die USA und Deutschland macht bekanntlich einige Jahrzehnte später "alles nach".
Das sieht man ja auch an der Zielgruppe: Alzheimer+Demenz
Vielleicht übertreibe ich, aber vielleicht wird man über Cannabis dadurch sagen:
Ich = alt, erfahren, kein Krimineller, schwerkrank, trinke nur Alkohol, berausche mich nicht = "Muss oder werde Cannabis als Medikamente nehmen"
Du = jung, unerfahren, übermutig, Deals mit Haschisch, faul, keine Arbeit, Ritalinabhängig = "Störst mich, weil du
Medikamente verpöhnst und schlecht machst!"
Bei manchen Patienten ist das bereits scheinbar so gewesen. Jeder beschwert(e) sich z.B. über das Naloxon im Tilidin, weil angeblich irgendwelche "jugendliche Deppen" es als Rauschmittel missbrauchen.
Trotzdem klärt dieser Bericht zumindest einen größere Zielgruppe auf, von daher ist es positiv.
Wäre schön, wenn ich nicht an das o.g. denken müsste, also
die richtigen Begriffe benutzt wurden und keine Trennungen da macht
wo keine sind.
Hoffentlich hat jeder einen Computer und Internetanschluss und googlet danach!
Die Begriffe sind für mich entscheidend wichtig da dort die Aufklärung über Drogen einfach hängt, weil unnötig Unterschiede gemacht oder ignoriert werden:
(Arznei)drogen/Medikamente ; Rauschmittel/Rauschgift ; Sucht/Abhängigkeit/Abhängigkeiterkrankung ; Medikamentenabhänigkeit/Drogenabhängigkeit/Substanzabhängigkeit ; Cannabis/Marijuana/Hanf ; Natur/Chemie ; Halluzinogen/Psychedelikum ; gefährlich/ungefährlich ; Psychose/Schizophrenie/Schizotypie/Vorstellungen/Wahn/Traum ; Rausch/Wirkung
Damit kann man natürlich medial punkten, und das wird meiner Meinung nach im Bericht getan.
Aber dennoch wieder interessant, beides in den Medien gehört:
Cannabis = Mittel
gegen das Vergessen (Alzheimer)
Cannabis = Mittel
für das Vergessen (PBTS, Trauma, Depressionen, ...)
was zur Hölle ist das für eine Droge....?
