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Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Mo 14. Jan 2013, 23:52
von Gerd50
Max wird nicht müde, immer wieder dazu aufzufordern, doch irgendwie läuft es nur
schleppend ist mein Eindruck. Es liegt m.M.n. daran, das sich die meisten von uns
verloren auf einsamen Posten fühlen, wenn es ans schreiben geht. Auf Kein Wietpas
http://keinwietpas.de/2013/01/08/artike ... /#comments
gab es vor ein paar Tagen eine spontane Aktion, die sich an die Westdeutsche Zeitung
aufgrund eines der typischen Artikel rund um Hanf richtete. Ich habe dazu einen
Kommentar auf Kein Wietpas verfasst, den ich hier zur Diskussion stellen möchte:
Elli schrub:
“Konzentrieren wir uns auf Deutschland. Ich fand die Aktion der Leserbriefe von letzter Woche bei der WZ gut

)…Generell sollten wir zusammenarbeiten."
Sehe ich auch so und in den Kommentaren las ich, man könne sich nur lächerlich
machen, was ebenfalls meine Zustimmung findet. Es gibt soviel zu tun im eigenen
Land, die WZ Aktion hat gezeigt, wir sind handlungsfähig, wenn wir uns absprechen.
Der DHV versucht seit Wochen zur Niedersachsenwahl eine Frageaktion an
Wahlkandidaten und Abgeordnete auf die Beine zu stellen.
http://hanfverband.de/index.php/compone ... -zum-thema
Im September sind Bundestagswahlen und jeder weiß, wie schnell die Zeit
verrinnt. Die Aktion Kandidaten/Abgeordnete anschreiben, läuft nur schleppend.
Ich glaube, das liegt an mangelnder Absprache. Eine Aktion, heute schreiben
wir Kandidat/Abgeordneten x an, morgen y, und übermorgen z, muss m.E.
angekurbelt werden. Ich werde das im Forum des DHV thematisieren.
Nach der WZ Aktion denke ich, auch hier könnten wir uns absprechen, wer
heute, morgen etc. Post erhält.
Falls mobo der Meinung ist, nee, hier bitte nur Coffeeshoppolitik, sehe ich
die Möglichkeit der Verlagerung auf Antonios Blog oder dem von hanf –
gleichstellen, die dafür wahrscheinlich besser geeignet sind.
http://antonioperi.wordpress.com/
http://hanfgleichstellen.wordpress.com/
Darüber hinaus hat die CDU/CSU ihre Wähler in ländlichen Regionen. Jedes
pieselige schwarze Provinzblatt liebt es, wenn es über ausgehobene
Hanfplantagen, Kiffer am Steuer usw. berichten kann.
http://news.feed-reader.net/11076-cannabis.html
Jeden Tag können wir uns ein oder zwei Blätter rauspicken, um freundliche
aber zielgerichtete Leserbriefe, wie bei der WZ Aktion, an die Redaktionen
zu verschicken. M.M.n. sieht es in Ballungszentren mit Aufklärung nicht
so schlecht aus. In der Provinz aber herrscht Hanf betreffend eindeutig
Informationsnotstand, gegen den wir etwas tun können und sollten.
Ich denke wir brauchen 20 bis 30 Leute, die bereit sind ausdauernd am Ball zu bleiben,
um nicht spontan sondern gezielt täglich Politiker und Presse zu bearbeiten. Auf der
feed-reader Cannabis Propaganda Seite, laut Impressum mit Sitz in Dubai, tauchen immer
wieder Polizeiberichte auf, die deutlich machen, wie propagandaverseucht die Provinzen sind.
Einzelkämpfer haben keine Chance, diesem SchwarzLiberalen Provinzsumpf die Stirn zu bieten.
Organisiert können wir das schaffen.
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Di 15. Jan 2013, 00:29
von His Master's Voice
Sehr gute Initiative!
Bin dabei.

Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Di 15. Jan 2013, 00:42
von Florian Rister
Ich bin überzeugt, dass im letzten Jahr deutlich mehr Leserbriefe, Kommentare und Telefonate zum Thema Cannabislegalisierung geführt wurden, als im Jahr davor. Ich selber habe auf jeden Fall mehr geschrieben, ich muss ja nicht jedesmal einen Bericht darüber hier schreiben.
Leserbriefe sind natürlich die Kür, man muss das ganze ausdrucken
Gleichzeitig befürchte ich schon manchmal, dass die teilweise zeitintensive interne Kommunikation, die wir hier führen, uns vom schreiben in der richtigen Öffentlichkeit abhalten könnte. Aber nach über einem Jahr habe ich doch eher das Gefühl, dass unter einem Artikel den ich hier verlinke mehr gute Kommentare sind, als unter einem den ich nicht hier verlinke.
(Wenn ich das bei Facebook mache stehen wahrscheinlich auch Comments in unserem Sinne drunter, aber eher etwas simpler und eventuell auch ein paar Beleidigungen)
Das fiel mir nur grad so ein, ich denke wir haben hier schon viel geschafft und viele Menschen (re)aktiviert. Bin gespannt, was hier draus wird.
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Di 15. Jan 2013, 01:21
von His Master's Voice
groooveman85 hat geschrieben:Ich bin überzeugt, dass im letzten Jahr deutlich mehr Leserbriefe, Kommentare und Telefonate zum Thema Cannabislegalisierung geführt wurden, als im Jahr davor. Ich selber habe auf jeden Fall mehr geschrieben, ich muss ja nicht jedesmal einen Bericht darüber hier schreiben.
Leserbriefe sind natürlich die Kür, man muss das ganze ausdrucken
Gleichzeitig befürchte ich schon manchmal, dass die teilweise zeitintensive interne Kommunikation, die wir hier führen, uns vom schreiben in der richtigen Öffentlichkeit abhalten könnte. Aber nach über einem Jahr habe ich doch eher das Gefühl, dass unter einem Artikel den ich hier verlinke mehr gute Kommentare sind, als unter einem den ich nicht hier verlinke..
Meine vollste Zustimmung, gleiche Erfahrungen hier, allerdings verpufft auch viel wertvoller Gehirnschmalz Vieler durch zu viele unkoordinierte Einzelaktionen.
Wenn ich mir vorstelle, wir hätten eine Koordinierungsstelle, die die "Meute" von Kommentatoren gezielt auf Sachen hinweist, hört sich das genau nach einer Art von Effizienzssteigerung in Sachen Aufklärungsarbeit an, wie wir sie uns wohl alle hier wünschen.
BTW:
@Gerd
Läuft das von Dir vorgeschlagene Projekt unabhängig vom deutschen
Media Awareness Project?
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Di 15. Jan 2013, 11:52
von Gerd50
Das Media Awareness Project war mir bisher unbekannt HMV. Der Gedanke schriftlich
organisiert vorzugehen kam mir bei dem Vorschlag auf kein Wietpas 'Lasst uns demonstrieren'
(gegen die Diskriminierung in den Niederlanden, Ausschluß vom Coffeeshopeinkauf)
wobei auch gleich die Fragen aufkamen, wer kann das organisieren, wie viele Leute
wären zu mobilisieren und wäre es nicht lächerlich, wenn Deutsche in z. bsp. Maastricht
für den Zugang zu Coffeeshops demonstrieren.
Es kam aber auch die Frage auf, warum Energie in etwas stecken was vermutlich eh nicht
funktionieren wird und stattdessen etwas naheliegendes zu machen, was schon mal
funktioniert hat (WZ Aktion) und das finde ich den naheliegendsten Gedanken.
Mir geht es aber auch darum, wie kann man Leute einbinden, die in der Provinz wohnen
und von daher aktionsmäßig erheblich eingeschränkt sind. Da bleibt oft nur, sich wenigstens
über das Netz einzubringen. Mir persönlich geht es des öfteren so, ich hocke an meinem
Rechner, denke SPD anschreiben ist dran, aber irgendwie krieg ich die Kurve nicht,
verschiebe auf morgen und morgen auf übermorgen...
Mit einer 'Arbeitsgruppe Politiker und Presse' im Hintergrund, die ein gezieltes Vorgehen organisiert,
wäre es einfacher sich zum schreiben zu motivieren denke ich.
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Mi 16. Jan 2013, 00:11
von Gerd50
Unglaublich, nur ein alter Forumhaudegen schreibt "Bin dabei" - Danke HMV
Wo sind sie, die Kein Wietpas Kommentatoren, die offensichtlich nur geil darauf sind,
wo sie im Nachbarland in Zukunft noch einkaufen können und immer noch nicht begriffen
haben, das man im eigenen Land jeden Tag etwas tun kann, um der Drogenhysterie ein
Ende zu bereiten???
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Mi 16. Jan 2013, 09:12
von Marcel
auf meine "Arbeitskraft" kannst Du auch zählen.....
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Mi 16. Jan 2013, 09:51
von bushdoctor
Gerd50 hat geschrieben:
Wo sind sie, die Kein Wietpas Kommentatoren, die offensichtlich nur geil darauf sind,
wo sie im Nachbarland in Zukunft noch einkaufen können und immer noch nicht begriffen
haben, das man im eigenen Land jeden Tag etwas tun kann, um der Drogenhysterie ein
Ende zu bereiten???
Tja, Gerd, DIE lesen hier nicht mit. DIE versorgen sich nicht mit den nötigen Informationen, DIE haben vermutlich WIRKLICH nichts anderes im Kopf, als "wo kann ich wieder was zum Rauchen kaufen?"
Es ist wirklich manchmal frustrierend, aber ich glaube, es braucht noch ein bißchen Zeit, bis sich das Bewußtsein verbreitet hat, dass "man im eigenen Land
jeden Tag etwas tun kann, um der Drogenhysterie ein Ende zu bereiten".
Ich wäre übrigens auch dabei und bin auch so schon dabei... Leserbriefe und Kommentare, Abgeordnetenwatch, Briefen an Abgeordnete... Es gibt nichts Gutes ausser man TUT es!

Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Mi 16. Jan 2013, 11:45
von Gerd50
Bushdoctor, diesen Thread habe ich sofort nach erstellen auf Kein Wietpas verlinkt. Als ich
mir gestern abend, also 24 Stunden später, die Klickzahlen hier angesehen habe, kam ich
auf unsere berühmten 30. Ein bischen mehr hatte ich nach der Demo Diskussion doch erwartet.
http://keinwietpas.de/2013/01/13/lasst- ... nstrieren/
Danke Marcel

Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Mi 16. Jan 2013, 18:50
von DrGonzo
groooveman85 hat geschrieben:Ich bin überzeugt, dass im letzten Jahr deutlich mehr Leserbriefe, Kommentare und Telefonate zum Thema Cannabislegalisierung geführt wurden, als im Jahr davor. Ich selber habe auf jeden Fall mehr geschrieben, ich muss ja nicht jedesmal einen Bericht darüber hier schreiben.
Leserbriefe sind natürlich die Kür, man muss das ganze ausdrucken
Gleichzeitig befürchte ich schon manchmal, dass die teilweise zeitintensive interne Kommunikation, die wir hier führen, uns vom schreiben in der richtigen Öffentlichkeit abhalten könnte.
+1
Wenn es darum geht online Kommentare abzugeben bin ich dabei.
Das tue ich eh, wenn mir Artikel zum Thema aufallen.
Grooooveman hat letztens einen Zeitungsartikel bei FB gepostet.
13 Kommentare auf der Seite von FB und 66 Likes (Stand 16.01. 18:45) und nur einer hat den Artikel selbst auf der Seite der Zeitung kommentiert (und der Kommentar ist auch noch schlecht geschrieben

) Vielleicht hilft es wenn bei FB dazu erwähnt wird, dass man die Artikel auch gerne dort kommentieren kann.
Ausprobieren, ich weiss nicht ob das hilft.
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Mi 16. Jan 2013, 19:10
von DrGonzo
off topic
bushdoctor hat geschrieben:Gerd50 hat geschrieben:
Wo sind sie, die Kein Wietpas Kommentatoren, die offensichtlich nur geil darauf sind,
wo sie im Nachbarland in Zukunft noch einkaufen können und immer noch nicht begriffen
haben, das man im eigenen Land jeden Tag etwas tun kann, um der Drogenhysterie ein
Ende zu bereiten???
Tja, Gerd, DIE lesen hier nicht mit. DIE versorgen sich nicht mit den nötigen Informationen, DIE haben vermutlich WIRKLICH nichts anderes im Kopf, als "wo kann ich wieder was zum Rauchen kaufen?"
Ich weiss das das nicht stimmt.
Vielleicht sind WIR - DIE.
Aber eine gewisse Passivität ist vielleicht einfach zu erklären.
Geschätze Cannabiskonsumenten 4.000.000. und geschätzt 100.000.000 Gramm befinden sich auf dem Schwarzmarkt. Das macht 25 Gramm pro Konsument/Jahr. Damit sind wohl viele illegal, aber zufrieden.
(
Quelle | Die Zahlen bewegen sich innerhalb eines möglichen Schätzwertes.)
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Mi 16. Jan 2013, 23:34
von Florian Rister
Bei den Kommentaren auf Zeitungsseiten, ist es oftmals ja auch abschreckend sich dort umständlich zu registrieren.
In diesem Zusammenhang hatten wir ja mal überlegt, identische Accounts bei allen möglichen Zeitungen usw. zu erstellen und die Zugangsdaten einer ausgewählten Personengruppe zu geben. (also die alten Forenhaudegen wie hier so schön geschrieben wurde

)
Die Idee scheiterte damals weil wir uns nicht auf einen Namen einigen konnten, und vor allem weil niemand bereit war sich die ganze Arbeit zu machen....
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Do 17. Jan 2013, 08:53
von bushdoctor
Es würde schon helfen, wenn man die großen Medien alle abdecken würde und so zu sagen die Aufgabengebiete verteilt.
Ich "kümmere" mich z.B. generell um unsere Regionalzeitung
Augsburger Allgemeine, weil das einfach nahe liegt.
Ausserdem bin ich bei SPIGEL-Online aktiv.
Einen weiteren Account würde ich mir auch noch "antuen"...
Bei den "großen Blättern" wäre es aus meiner Sicht auch sinnvoll, wenn man mit mehreren Leuten dort aktiv ist.
Vielleicht sollten wir einmal sammeln, wer wo schon einen Account hat.
Als "Ziel-Medien" würde ich zu mindest mal folgende vorschlagen:
- Spiegel
- Welt
- Süddeutsche
- BILD (?)
Wenn sich dann jeder noch sein lokales "Käseblättchen" vornimmt, dann sollte das mit der "medialen Abdeckung" eigentlich gut hinkommen...
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Do 17. Jan 2013, 12:24
von His Master's Voice
@bushdoctor
Ok, also ich habe Accounts bei
Zeit
FAZ
Süddeutsche
Spiegel
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Do 17. Jan 2013, 17:17
von Marcel
Ich habe keine Accounts..... würde aber welche eröffnen. Dann laßt uns doch mal drauf einigen wo wir die artikel bzw. links posten? Hier im Forum? FB? Ich denke in FB ist die Verbreitung und reaktion einfacher. Bei meiner täglichen Recherche zu keinwietpas.de kann ich auch noch Marihuana/Cannabis in Deutschland googeln. Nur WO verbreite ich die Links????? Ich könnt ne Gruppe bei FB aufmachen falls es noch keine gibt....
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Do 17. Jan 2013, 18:27
von Gerd50
Ich habe Accounts bei Spon, Zeit und Süddeutsche wie einige andere hier auch. Wenn bei den
Blättern was zu Drogenpolitik, anti Hanfpropaganda erscheint, sind die Kommentarseiten eigentlich
immer gut mit pro Hanf Kommentaren gefüllt. Ich finde, dafür brauchen wir keine konzertierte Aktion.
Einen Notstand sehe ich bei den Provinzblättern, wo selten Drogennachrichten kommentiert
werden. Da würde ich gerne ansetzen, um sozusagen die Botschaft aufs Land zu tragen. Wenn
bei solchen Blättern in ein zwei Tagen 20 - 30 Kommentare zu irgendwelchen dämlichen
Artikeln auflaufen, sehe ich die Chance, das Provinzblätter ihre Berichterstattung ändern.
Der zweite Punkt, Politiker anschreiben. Alleine macht das glaub ich wenig Sinn. Carola
Reimann SPD beispielsweise antwortet mir nicht. Einige andere SPDler, die ich angeschrieben
habe, ebenfalls nicht. Auch da würde es Sinn machen, konzertiert vorzugehen.
FB, einige von den Haudegen hier haben keinen Account, weigern sich bisher sich einen
zuzulegen. Ich gehöre dazu, bin froh das ich einen Account, den ich kurzfristig mal hatte,
wieder los bin.
Antonio hat sein Blog als Plattform angeboten. Das würde denen ohne FB Account entgegenkommen
und auch Leuten, die evtl. Berührungsängste mit dem DHV haben. Ich betrachte das was auf
Kein Wietpas kommentiert und hier gepostet wurde als Brainstorming. Morgen will ich mich
dranmachen, das bisher geschriebene in einem Gastbeitrag auf Antonios Blog zusammen zu
fassen.
http://antonioperi.wordpress.com/
Danach müssten wir dann sehen, ob der Plan Zukunft hat, oder ob wir etwas anderes
versuchen sollten.
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Fr 18. Jan 2013, 10:15
von Marcel
Na zum Anschreiben von Politikern eignet sich Abgeordnetenwatch doch hervorragend...
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Fr 18. Jan 2013, 10:45
von Gerd50
Abgeordnetenwatch hat den Nachteil, das nur Fragen erlaubt sind. Stellungnahmen und
Empfehlungen werden nicht veröffentlicht.
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Fr 18. Jan 2013, 12:03
von Marcel
Schliess doch einfach deine Stellungnahme mit einer Frage ab...
Sind SIE für eine legalisierung?
feddisch. Davor kannste Deinem geistigen Erguss freien Lauf lassen^^
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Sa 19. Jan 2013, 00:23
von Antonio Peri
So, bin nun auch endlich hier angemeldet und möchte zunächst einmal bestätigen was Gerd50 schreibt. Ich unterstütze die Aktion voll und ganz. Wir sollten uns absprechen und die entsprechenden Abgeordneten massiv anschreiben. Auch die Kommentaraktionen bei Lokalzeitungen halte ich für sinnvoll. An den Kommentaren der großen Medien (Ich schreiben viel bei SpOn und Zeit-Online) aber auch Süddeutsche und FR sind meist gut gefüllt mit Pro-Legalisierungs-Kommentaren.
Schlechte Erfahrungen habe ich mit dem Focus gemacht. Dort werden Kommentare oft einfach nicht veröffentlicht, wenn sie nicht zur Linie des Blattes passen - die üben definitiv Zensur aus.
Die WZ wollte (kein Wietpas Aktion) zunächst ja auch keine Kommentare veröffentlichen zu dem unsäglichen WZ-Artikel zu Venlo. Die Masse hat sie aber dann doch dazu bewogen, nach 2 Tagen die Kommentare freizuschalten - es geht also.
Meine Seite und was sonst benötigt wird, stelle ich immer gern zur Verfügung. Auch kann über mich etwas in FB transportiert werden von Leuten die keinen Account dort möchten.
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: So 20. Jan 2013, 18:24
von sebb
Was haltet ihr davon, die entsprechenden Render aus CDU, SPD und FDP bezüglich CSC via Abgeordnetenwatch anzuschreiben und zu Fragen, woher sie ihre Waghalsigen Informationen bekommen hätten (z.B. mehr Jugendlichen Cannabiskonsumenten in NL als in D) und sie auf aktuelle Studien hinzuweisen, welche ihre angeblichen Erkenntnisse widerlegen.
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: So 20. Jan 2013, 22:24
von Dopeworld
sebb hat geschrieben:Was haltet ihr davon, die entsprechenden Render aus CDU, SPD und FDP bezüglich CSC via Abgeordnetenwatch anzuschreiben und zu Fragen, woher sie ihre Waghalsigen Informationen bekommen hätten (z.B. mehr Jugendlichen Cannabiskonsumenten in NL als in D) und sie auf aktuelle Studien hinzuweisen, welche ihre angeblichen Erkenntnisse widerlegen.
haben bereits welche gemacht:
Guten Tag,
in ihrer Rede vom 17.01.2013 zum Thema Drogenpolitik behaupten sie "Studien zeigen, dass Cannabiskonsum zu erheblichen geistigen Störungen führt." und beziehen sich auf eine Studie der Duke University.
Die Autoren der Studie sagen allerdings zu den Ergebnissen:
"Quitting or cutting down on cannabis later in life did not fully reverse the impact on those who started taking the drug in their early teens. But the study found no evidence of similar problems affecting people who only took up cannabis as adults."
"Participants were frank about their substance abuse habits because they trust our confidentiality guarantee, and 96% of the original participants stuck with the study from 1972 to today. It’s such a special study that I’m fairly confident that cannabis is safe for over-18 brains, but risky for under-18 brains."
Die Autoren sagen also eindeutig, dass für erwachsene Konsumenten keine Gefahr besteht und sicherer Konsum möglich ist.
weiterhin heißt es:
"We have known for some time that heavy use of cannabis increases risk of schizophrenia-like psychoses but this remains a relatively rare outcome so it’s not so important from a public health point of view."
Auch ein signifikanter Zusammenhang zwischen Cannabis und Schizophrenie besteht nicht.
Meine Frage:
Sind sie so schlecht informiert, dass sie wissenschaftliche Ergebnisse falsch wiedergeben müssen? Oder belügen sie absichtlich die Menschen die ihnen als MdB vertrauen?
MfG
http://www.abgeordnetenwatch.de/christi ... 453-7.html
Sehr geehrte Frau Aschenberg-Dugnus,
ich habe nur eine kurze und konkrete Frage. Sie setzen sich in ihrem Video, welches SIe auf Ihrer FB Seite im November 2012 (
http://www.facebook.com/media/set/?set= ... 937&type=2) gestellt haben, für den Mündigen Bürger ein.
Wie kann es dann sein, das Sie sich am 17.01.2013 hinstellen und den 3-4 Millionen Kannabiskonsumenten ihre Mündigkeit verwehren?
[...]
http://www.abgeordnetenwatch.de/christi ... 453-7.html
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Mo 21. Jan 2013, 01:11
von Gerd50
Ich finde es gut, wenn Initiative ergriffen und geschrieben wird

Doch bitte lest den gesamten
Thread, bevor hier Vorschläge zu Inhalten von Schreiben gemacht werden. Ich möchte weg
von awatch, was eine gute Plattform für Fragen an Politiker ist. Doch m.M.n. zu starr, um
mehr als Reaktionen von Bürovorstehern oder Schreiberlingen von Reden zu erreichen.
Ich möchte auch weg von Einzelkämpferaktionen, worauf ich im Thread hingewiesen habe.
Und ich möchte weg von der Argumentationsschiene, Studie xyz besagt aber dieses oder
jenes. Da kann man sich ewig fetzen, da beide Seiten im Land des Studienwahns
ihre bevorzugten Studien präsentieren ohne zu Ergebnissen außer dem Status Quo zu
kommen.
Bitte entschuldigt, wenn ich mich in den nächsten Wochen nicht wie bisher im Forum beteilige.
Ich habe heute eine Nachricht erhalten, die meine volle Aufmerksamkeit im RL erfordert.
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Mi 23. Jan 2013, 00:00
von Gerd50
Am vergangenen Wochenende habe ich einen Gastbeitrag für Antonio Peri's Blog geschrieben:
http://antonioperi.wordpress.com/2013/0 ... /#comments
Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht, das ich mich vorerst nicht wie beabsichtigt intensiv mit
dem Thema 'abgesprochene Schreibaktionen' befassen kann. Meine Mutter starb am Sonntag.
Meine Mutter glaubte bis zum Schluss, sie sei Rauschgiftopfer. Mangelnde Kommunikation
zwischen uns betrachtete sie als Auswirkung des Rauschgift Haschisch. Was mir grad die
Hölle auf Erden bereitet. Anstatt Trauer empfinde ich Wut, da sie sich im Laufe von mehr als
40 Jahren jeglichem persönlichen Gespräch verweigerte.
Liebe Leute, wenn ihr euch und anderen eine solche Hölle ersparen wollt, werdet aktiv,
um der Rauschgifthysterie ein Ende zu bereiten.
Ich will weg von Argumentationen auf Studienbasis schrieb ich. Nach den Reden der Damen
von CDUFDPSPD am 17. 01. kann es eigentlich nur zwei Frage geben:
Haben Sie Belege dafür, das ein Cannabisverbot Jugendliche davon abhält, Cannabis zu
konsumieren?
Im Verlauf von mehr als 40 Jahren hat das Verbot nichts bewirkt. Glauben Sie tatsächlich, das
es in Zukunft etwas bewirken wird?
Re: Politiker anschreiben u. Leserbriefe an die Presse
Verfasst: Mi 23. Jan 2013, 00:57
von Antonio Peri
Mein Vater war auch so ein "harter Knochen" der keinerlei alternativen Möglichketen in Betracht zog. Meiner Ansicht nach hat bei ihm auch der Palliativ-Service mit Hyrdomorphon-Infusionen "nachgeholfen" - jedenfalls glaube ich der Totenschein-Diagnose "Multioganversagen" nicht so recht. Ich habe den Tod mitbekommen und meiner, erfahrenen, Ansicht nach war es eine Atemdepression infolge einer Überdosis Opioide. In seinen schwersten Stunden, fragte selbst er mich nach einer Erleichterung zum Einschlafen. Mein Vater war jemand, der den Prohibitions-Lobbyisten bis zum Schluß geglaubt hat. Eine solche Frage und die Akzeptanz meiner Vorschläge war also eine Sondersituation. Gekommen ist es dazu dann nicht mehr, da er einige Tage später verstorben ist.