"Die Entkriminalisierten" - Repressionsmelder

Legalisierung durch Klicks
Vorarim
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Registriert: Mo 13. Feb 2012, 13:09

"Die Entkriminalisierten" - Repressionsmelder

Beitrag von Vorarim »

Ahoi,

im Aktionsforum habe ich eine Abstimmung gestartet, ob und wie man den Repressionsberichten und den Berichten in diesem Forum evtl noch etwas abgewinnen könnte.

Ich wäre euch dankbar, wenn ihr euch daran beteiligen könntet:

Zur Abstimmung

Edit (legalizOr): Frekase hat festgestellt, dass 3 Threads zu ein und demselben Thema existieren. Ich habe sie nun zusammengefasst. Beim Durchlesen der ersten beiden Seiten wird es durch die inhaltliche Verschiebung etwas merkwürdig zu lesen sein. Anhand der Post-Überschriften erkennt man aber die ehemalige Zugehörigkeit.
Hanfige Gruesse

Vorarim

Bot-Schrecken und Forenputze ;)

P.S. Habe ich einen Fehler gemacht? Dann schreibt mir einfache eine PN :)
_Jan_
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Repressionsmelder

Beitrag von _Jan_ »

Hallo,

wir hatten eben eine Skype-Konferenz mit Georg, Max und den Facebook-Admins, sehr angenehme Runde!
Im Gespräch haben wir ein wenig über einen möglichen Repressionsmelder, ähnlich dem Streckmittelmelder "fantasiert".
Ich möchte euch mal ein paar Dinge dazu schreiben, vielleicht habt ihr ja noch zusätzliche Anregungen?

Die Idee:
Es soll eine Webseite geschaffen werden, auf der jeder, der mit der Polizei Schwierigkeiten bekommt, seinen persönlichen Repressionsfall melden kann. Dazu werden einige Dinge abgefragt, hauptsächlich der Ort der Repression (ggf. grobe Adresse, oder Beschreibung wie "Hauptbahnhof München" und ein paar Angaben, zum Ort (Privatwohnung, öffentlicher Ort, im Rahmen einer Veranstaltung,...) und die Umstände (Datum, Menge, Vollzugsorgan (Zoll, Polizei,...), Art des Vorfalls (Hausdurchsuchung, Verkehrskontrolle,...) sowie idealerweise auch das Ergebnis, sprich die Strafe oder Einstellung des Verfahrens.

Mit Hilfe des Ergebnisses liesse sich dann zum Beispiel eine "Repressionslandkarte" (google maps?) erstellen, mit der Orte, an denen Häufige Kontrollen stattfinden identifiziert werden können, oder auch das Süd-Nord-Gefälle bei der Repression verdeutlicht werden.

Was haltet ihr davon? Habt ihr zusätzliche Ideen?
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OllimanSissdem
Beiträge: 2
Registriert: Do 24. Mai 2012, 15:07

Re: Repressionsmelder

Beitrag von OllimanSissdem »

kein schlechter gedanke....mein sohn is in nem gefährlichen alter und ich schaue natürlich das er von jeglicher verfolgung verschont bleibt (bayern). der gedanke einer karte des wahnsinns kann ich daher nur unterstützen......ein treuer unterstützer des dhv (44 Jahre)
awesome
Beiträge: 17
Registriert: So 18. Nov 2012, 22:16

Re: Repressionsmelder

Beitrag von awesome »

Find ich eine gute Idee. Vllt noch eine Frage einfügen wie sich die Polizisten verhalten haben, also eher locker, überreagierend o.ä., nur halt vielleicht in einem Satz?
Sonny D.
Beiträge: 2
Registriert: Di 15. Jan 2013, 23:58

Re: Repressionsmelder

Beitrag von Sonny D. »

Hört sich doch mal nach etwas an.

Eventuell könnte man hier als Zusatz nen anonymes Warnsystem einführen, welches sich ebenfalls mit möglichen Razzien bzw. Großaufgeboten befassen oder von Repressionsfällen, die man passiv mitbekam. Es gibt darüber hinaus sogar Autorouten, welche regelmäßig Überwacht werden und wo man prinzipiell erstmal unter dem Verdacht steht, alles der Menschheit bekannte konsumiert zu haben.

Zählen zu Repressionsfällen auch Fälle, in denen aufgrund von Äußerlichkeiten durchsuchungen gefordert/durchgeführt wurden? Sowas, finde ich, sollte in einer möglichen interaktiven Karte durchaus getrennt betrachtet werden, ganz außen vor lassen würde ich aber auch diese Generalverdächtigungen in Karten nicht. Das wäre dann sowas wie ein "Freundlichkeitsmesser" bzw. "Toleranzmesser" für einzelne Gebiete in Deutschland.

Eventuell würde ich auch Kartendaten/Falldaten auf die so genannte "geringe Menge" beziehen. Das alles sollte auch im umfassenden Rahmen auf die Bundesländer übertragen werden.


Eine solche Karte kann ein mächtiges Instrument der Information für Konsumenten sein, auch um Problemen aus dem Weg zu gehen!!!
and
Beiträge: 1
Registriert: Mi 16. Jan 2013, 00:04

Re: Repressionsmelder

Beitrag von and »

Auch ich finde die Idee spitze! Hatte selbst schon mehrfach den Gedanken dass sowas echt hilfreich sein würde.

Ich denke auch dass das großen Anklang finden wird, da viele Leute nach einem Repressionsfall frustriert und wütend sind und das Gefühl haben sich wehren zu müssen.

Was ich für noch Überlegenswert halte ist gezielt danach zu fragen mit welchen Mitteln die Polizisten vorgegangen sind um Aussagen zu entlocken bzw ob man das Gefühl hat dass der an dem Vorgang irgendetwas unrechtmäßig war und wenn ja was.
Ich habe nämlich den Eindruck dass bei den meisten Fällen die ich bisher gelesen/ gehört habe entweder Aussagen völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurden oder Beweise auf eine Art beschaffen wurden die äußerst bedenklich ist.
grüße
_Jan_
Beiträge: 50
Registriert: Do 16. Feb 2012, 09:29

Re: Repressionsmelder

Beitrag von _Jan_ »

Hier mal ein paar konkrete Elemente des Fragebogens, erweitert diese Liste gerne!

Vorab Hinweise, dass keine persönlichen Daten abgefragt werden, und man keine Bedenken haben muss, diese Daten zu veröffentlichen. Dazu der Hinweis, dass das Ergebnis besser wird, wenn der Ort genauer angegeben wird, jeder aber für sich entscheiden soll, wie genau er es angibt (wer in nem Dorf mit weniger als 100 Einwohnern lebt, wird das wohl nicht so genau machen wollen)

Repressionsart: Hausdurchsuchung, Durchsuchung von Körper und Gepäck, Durchsuchung eines Fahrzeugs, Drogenschnelltest (Urin- oder Wischtest), Bluttest oder anderer ärztlicher Test

Ort: (hier bitte den Ort des Aufgreifens / ersten Kontakts mit der Polizei angeben, also zB Hauptbahnhof München, eine ungefähre Adresse wie "Friedrichstr. Berlin" oder ähnliches
Rahmen: Veranstaltung (Konzert, Demo,...), Privatwohnung, Öffentliches Verkersmittel, Öffentlicher Ort, anderes (dazu Freitextfeld)
Datum des Vorfalls

Ergebnis: Beschlagnahme (was wurde Beschlagnahmt?), Anzeige wegen: Besitz von Btm, Handel mit Btm, Fahren unter Einfluss von Btm, anderes (Freitext)

Ergebnis des Verfahrens, wenn schon bekannt: eingestellt ohne Strafe, Geldstrafe, Bewährungsstrafe, Haftstrafe, Führerscheinentzug, MPU. (dazu Freitext für Höhe/Dauer)

Kurze Beschreibung des Vorfalls

Verhalten der Polizisten (freundlich, unhöflich, wurde versucht dich zum reden zu bewegen, obwohl du nicht aussagen wolltest,... danke "awesome" und "and" für die Ideen!)
Vermutlicher Anlass für den Vorfall: Äußerlichkeiten, Anonyme Hinweise, Zufällig (Danke Sonny für die Anregung!)

Zum Abschluss Dank für das Eintragen und Text:
- keine Rechtsberatung
- Empfehlung sich an GH oder Anwalt zu wenden
- Hinweise zu einschlägigen Quellen (Udo Vetters Vortrag über HD etc)
- Empfehlung DHV-Mitglied zu werden (Repression beenden, kostenlose anwaltliche Erstberatung,...)
Florian Rister
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Re: Repressionsmelder

Beitrag von Florian Rister »

Grundsätzlich würde ich empfehlen, ausschließlich Multiple-Choice Fragen, oder Angabe von konkreten Werten (Grammzahl, Höhe der Geldstrafe) zu nehmen. Dadurch wird das ganze Ding quasi wartungsfrei, im Gegensatz zum Streckmittelmelder, bei dem jede Meldung aufwendig gegengelesen werden muss. Außerdem lässt es sich sehr simpel statistisch auswerten.
Das ist sehr wichtig, um hier kein weiteres enorm arbeitsintensives Projekt für die Zukunft zu schaffen, sondern eine fast arbeitsfreie, automatisierte Plattform.

Ich würde empfehlen, in diesem Fall nur leute die mit Cannabis erwischt wurden zu nehmen, keine reinen verkehrs-ordnungswidrigkeiten. Dafür sollte man abfragen, ob Leute nur wegen diesen Besitzvergehen eine MPU bekommen haben.

Man könnte dann simultan nochmal einen MPU-Melder oder so ähnlich machen, aber das ist nochmal viel komplexer und fehleranfälliger als das Thema Repression an sich. Max hat es ja schon gesagt, bei diesem Thema hat man oft mit Leuten zu tun, die gar nicht so genau wissen was ihnen eigentlich grade passiert und die vielleicht auch gerne mal übertreiben, weil sie Zusammenhänge nicht erkennen.

Es gibt sehr viele Dinge die man abfragen muss, um im Nachhinein eine ordentliche Auswertung sicherzustellen, und "Wackelkandidaten" bei denen die Story nicht ganz stimmig ist, rausfiltern zu können. Aber nochmal: mir wäre wichtig nichts davon als Fließtext abzufragen, sondern alles multiple choice bzw. Zahlen in ein Formular eintragen

paar Gedanken von mir

-vorher schon Polizeibekannt ja/nein
-Vorbestraft ja/nein
-laufende Bewährung ja/nein
-Durchsuchung unterwegs ja/nein
-Grammzahl unterwegs beschlagnahmt:
-anschließende Hausdurchsuchung ja/nein
-Grammzahl zuhause beschlagnahmt
-Pflanzenanzahl:
-Telefonüberwachung ja/nein
-Vorwurf des Handels ja/nein
-medizinische Verwendung (eigene Aussage) ja/nein
-Geldstrafe: €
-Freiheitsstrafe: Jahre


edit: Jan, das was du ans Ende gesetzt hast, würde ich größtenteils an den Anfang setzen: also Link zur GH, Empfehlung DHV Sponsor werden wg. juristischer Erstberatung, und dann noch eine Anweisung, den Repressionsmelder möglichst erst nach Vollendung des juristischen Verfahrens zu betätigen. Oder wir lassen laufende Verfahren auch zu, und lassen den Benutzer selber entscheiden, welche Felder er schon ausfüllen kann. das müsste man nochmal genau besprechen.
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_Jan_
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Re: Repressionsmelder

Beitrag von _Jan_ »

Hey Grooveman!

Vielen Dank für die zahlreichen Anregungen!
Die "Wartungsfreiheit" ist mit Sicherheit ein wichtiger Faktor. Ganz um Freitext wird man aber wohl nicht herumkommen. Im Moment habe ich so ein wenig die Überlegung, die Fragenzahl zu verkleinern, da wesentliche Information ja der Ort ist.

Zum Thema Zeitpunkt der Eingabe: Ich vermute, dass viele Leute erst mal in Panik googlen wenn sie gebustet wurden, auf den R-Melder treffen und ihn dann hoffentlich sofort ausfüllen.

Wenn dann nach 6 Wochen n Schreiben mit 31a kommt, werden wohl die wenigsten noch mal nach dem R-Melder suchen (meine Vermutung), sondern das Thema mental zu den Akten legen.

Andererseits finde ich deine Fragen auch sehr gut, grade die Struktur "Hausdurchsuchung danach" usw. ist gut. Vielleicht kann man das ja als freiwillige zusätzliche Angaben abfragen.
_Jan_
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Registriert: Do 16. Feb 2012, 09:29

Re: Repressionsmelder

Beitrag von _Jan_ »

This might come in handy:
http://code.google.com/p/locationpicker/

habe auch per Kommentar den Hinweis bekommen, dass man google nicht die eigene Repressionsgeschichte anvertrauen möchte. Klingt auch für mich als google-Fanboy nachvollziehbar :-)
frekase
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Datenbank von Strafbefehlen und Urteilen?

Beitrag von frekase »

Moin Leute,

gibt es schon eine Datenbank mit Strafbefehlen und Urteilen zu Hanf-BTMG Fällen?

Ich mein hier war mal was gestartet worden, ist aber im Sande verlaufen, oder?

M.F.
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DrGonzo
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Re: Datenbank von Strafbefehlen und Urteilen?

Beitrag von DrGonzo »

Schau mal hier
Für einen rationalen und verantwortungsvollen Umgang mit psychoaktiven Substanzen und Menschen die sie konsumieren.
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bushdoctor
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Re: Datenbank von Strafbefehlen und Urteilen?

Beitrag von bushdoctor »

Soweit ich weiß, sammelt der DHV jetzt schon Gerichtsurteile z.B. aus Zeitungsberichten.

Die "Rohdaten" dafür stellen die Artikelsammlungen dar, die der DHV als Newsletter für Sponsoren monatlich rausgibt.
Alles was mit "Gericht" und "Urteil" getaggt ist.

Ob es schon eine Datenbank gibt, weiß ich allerdings nicht. Ich glaube aber, der Max hat das zumindest mal vor.
Georg Wurth
Beiträge: 386
Registriert: Mi 8. Feb 2012, 15:57

Re: Datenbank von Strafbefehlen und Urteilen?

Beitrag von Georg Wurth »

Wir haben sowas vor etlichen Jahren mal angefangen.
Es gibt eine excel-Tabelle mit diversen Angaben, gefüttert mit Informationen aus Presseberichten über ca. 150 Urteile aus 2007-2008.
Das wäre ein super Projekt für das Forum, das mal weiterzuführen und aufzubereiten. Evtl. könnte man das auch mit dem Repressionsmelder verbinden. So oder so wäre das eine sehr spannende Sache und ein echter Mehrwert für die DHV-Seite. Es interessiert sicher viele, für welche Vergehen in welchen Regionen welche Strafen verhängt wurden.
Als Quelle für frische Artikel ist map.de - Urteile perfekt, s.
http://www.mapinc.org/mapde/informiertsein.htm#listen

Ist halt die Frage, wie wir das technisch realisieren. Die Eingabe der Daten sollte jemand machen, der wenigstens ein wenig Fingerspitzengefühl für juristische Fragen hat. Es müssen alle im Artikel verfügbaren relevanten Daten ausgelesen werden, damit die Info wert hat, also z.B. ob eine Waffe im Spiel war, welche Drogen in welchen Mengen, ob es ein Widerholungstäter war, welche gerichtliche Instanz das Urteil gefällt hat und ob es rechtskräftig ist etc. Die Datei hat da viele Abfragen drin. Evlt. könnte jemand sogar eine Eingabemaske dafür entwerfen.
Als xls kann ich sie nicht anhängen, ich habe sie mal hochgeladen:
http://hanfverband.de/download/georg/Dr ... ktuell.xls

Daran gemeinsam zu arbeiten und die Qualität der Einträge zu sichern, dürfte technisch etwas anspruchsvoll sein, aber dazu fällt vielleicht jemandem etwas ein..?
sieben
Beiträge: 43
Registriert: Fr 18. Jan 2013, 20:54

Re: Datenbank von Strafbefehlen und Urteilen?

Beitrag von sieben »

Wie wäre es mit einem Webinterface + Login in dem die jenigen aus dem Forum die sich dazu berufen fühlen die Daten eingeben können, und eine ausgewählte Gruppe von Admins, von denen jeweils 2 oder 3 einen Eintrag gegenlesen müssen bevor er veröffentlicht wird? Eine Art wiki gewissermaßen
Florian Rister
Beiträge: 3042
Registriert: Mo 13. Feb 2012, 15:43
Wohnort: Berlin

Re: Datenbank von Strafbefehlen und Urteilen?

Beitrag von Florian Rister »

Also die Idee des Repressionsmelders geht ja genau in diese Richtung, ein Webinterface zur Eingabe der wichtigsten Daten.
Aber ich würde es gerne so halten, dass da möglichst gar nichts mehr gegengelesen werden muss. Sonst schaffen wir uns damit nur einen großen Arbeitsfaktor für die Zukunft, den wir dann irgendwie bewältigen müssen (so wie es momentan mit dem Streckmittelmelder ist)
Legalisierungsbefürworter seit 2000
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Mario Hana
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Registriert: Mo 13. Feb 2012, 16:24

Re: Datenbank von Strafbefehlen und Urteilen?

Beitrag von Mario Hana »

Echt klasse! Wahnsinn! So sieht das doch schon richtig gut aus. Wie werden die Daten eigentlich ausgegeben?
Sind sie Excel-fähig? (Sorry wenn ich frage, kenne mich mit html nicht aus)


Nur noch ein paar kleine Anmerkungen:

1. Bei den Fragen zur Person wäre noch das Bundesland interessant, ich weiß nicht inwieweit Code zur Sortierung der Postleitzahlen zu Bundesländern verfügbar ist. (Wegen der unterschiedlichen Gesetzgebung der Bundesländer)

2. Auch bei Berufsgruppe noch Freiberufler und ein ein Feld sonstiges hinzufügen.
Ich würde da zusätzlich noch ein Feld für die genaue Berufsbezeichnung anschließen, weil das ist auch sehr interessant in der Statistik. Ich meine damit, dass z.B. ein Ingenieur und ein Bauarbeiter beides Angestellte (oder Selbstständige,...) sein könnten, aber der Beruf sich nicht vergleichen lässt.


3. Grundsätzlich bei dem Punkt "Fragen zu deinem Repressionswerdegang" noch den Anbau von Cannabis mit dazu nehmen. (Kann man aber auch noch diskutieren, weil es ja später auch behandelt wird")
Bei "Ist es zu einer Anklage gekommen? Wenn ja, welche?" würde ich den Anbau aber auf jeden fall dazu nehmen.

4. Bei "Wo bzw. wie hat man dich mit Hanf erwischt?l" noch "privat" und "sonstiges" mit dazu nehmen.

5. Wenn du die Fragen selbst noch einrahmen könntest, die Themengebiete fett umrandet, sieht es optisch noch etwas strukturierter aus.


Aber das ist doch schonmal sehr gut soweit!
"Die herrschende Meinung ist immer die Meinung der Herrschenden." (Karl Marx)


DHV-Supporter ;-)
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His Master's Voice
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Registriert: Do 1. Mär 2012, 16:09

Re: Datenbank von Strafbefehlen und Urteilen?

Beitrag von His Master's Voice »

Hi, eingangs erstmal großes Lob an frekase für den erstellten Fragebogen. Sehr gute Arbeit.
*thumb-up* ;)


Zur Anregung und Diskussion hier ein paar Teile aus dem von mir erstellten "Universalfragebogen". (Komplettversion in diesem Strang) Vielleicht können wir das eine oder andere noch in den Repressionsmelder mit aufnehmen.

A.5. Wie ist Deine berufliche Situation?
(Mehrfachauswahl möglich)

☐ ich bin Schüler/Schülerin (Klasse 5-10)
☐ ich bin Schüler/Schülerin (Klasse 11-13)
☐ in Ausbildung (Lehre)
☐ in Ausbildung (Studium)
☐ Bauer/Bäuerin
☐ Arbeiter/Arbeiterin
☐ Angestellter/Angestellte
☐ Akademiker/Akademikerin
☐ Selbständiger Unternehmer/Selbständige Unternehmerin
☐ Rentner/Rentnerin
☐ arbeitslos


A.6. Einkommensgruppe
(Monatlich zur Verfügung stehender Nettobetrag in EURO)

☐ unter 500 ☐ 500-1000 ☐ 1000-2000 ☐ 2000-5000 ☐ über 5000


A.7. Wo lebst Du?

Ich lebe in

☐ einem Dorf (bis 10.000) ☐ einer Kleinstadt (10.000 - 50.000) ☐ einer Mittelstadt (50.000 - 250.000)

☐ in einer Großstadt (250.000-1.000.000) ☐ Metropole (> 1.000.000)


Im Bundesland:

☐ Schleswig-Holstein ☐ Mecklenburg-Vorpommern ☐ Hamburg ☐ Bremen ☐ Niedersachsen

☐ Sachsen-Anhalt ☐ Berlin ☐ Brandenburg ☐ Nordrhein-Westfalen ☐ Hessen ☐ Thüringen

☐ Sachsen ☐ Rheinland-Pfalz ☐ Saarland ☐ Baden-Württemberg ☐ Bayern


☐ Ich lebe nicht in Deutschland

Generell bin ich dafür, möglichst wenige Fragen offen zu formulieren, und so oft es geht, vorgegebene Häckenantworten zu verwenden. Z.B. glaube ich auch, wie LegalizOr es schon ansprach, dass es einfacher wäre, wir würden die Bundesländer einfach direkt abfragen (A.7.), statt ein unter Umständen kompliziertes PLZ-System aufzubauen. Hier müssten sich mal die mit Datenbank-Kenntnissen äußern, inwiefern sich sowas heutzutage trotz der höheren Datenbreite leicht den Bundesländern etc. zuzuordnen lässt. Das gleiche gilt für die Größe des Wohnorts.

Auch bei der Einkommensfrage (A.6.). Hier denke ich antworten die Leute einfach eher, wenn sie sich einer Gruppe zuordnen können, als wenn man sie nach ihrem konkreten Einkommen befragt. Da halte ich die Voraufteilung in Gruppen psychologisch für geschickter.


Dann schlage ich für die Aufnahme in den Repressionsmelder ergänzend noch diese Fragen vor (ich weiss, Teile davon stehen schon drin, aber ich meine die restlichen Sachen):
C.6. Welche Konsequenzen hatte das?

☐ ich möchte dazu keine Angaben machen
☐ Führerscheinentzug
☐ Hausdurchsuchung
☐ Gerichtsverfahren (eingestellt)
☐ Verurteilung (Bewährungsstrafe)
☐ Verurteilung (Haftstrafe)
☐ Jobverlust
☐ Beziehungsende
☐ zwangsweise psychologische Untersuchung


C.7. Erfolgten die juristischen Konsequenzen über oder unter der Eigenbedarfsgrenze des zuständigen Bundeslandes?

☐ darunter ☐ darüber


C.8. Für den Fall, dass bei Dir im Rahmen einer Verkehrskontrolle ein erhöhter Blut-THC-Spiegel festgestellt wurde, wie hoch war dieser THC-Spiegel?

☐ 1-4 ng/ml ☐ 5-8 ng/ml ☐ 9-15 ng/ml ☐ über 16 ng/ml

Zu C.6.: Hier geht es mir vor allem um die "weichen" sozialen Konsequenzen wie Beziehungsende, Jobverlust.
Möglich wären auch Fragen nach so Sachen wie Leibesvisitation im Intimbereich u.ä., die psychologische Verletzungen abbilden können.

Zu C.7.: Damit könnten wir die Betroffenen diesen Punkt klären lassen und wir hätten eine wichtige Grenze an der ja auch immer wieder politisch rumdiskutiert wird erfasst.

Zu C.8.: Auch hier fehlen meiner Meinung nach Umfragewerte, die ich gerne in so einem Zusammenhang abgefragt sehen würde.
Wir sind Millionen...
frekase
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Re: Datenbank von Strafbefehlen und Urteilen?

Beitrag von frekase »

Zuletzt geändert von frekase am Fr 29. Mär 2013, 11:50, insgesamt 2-mal geändert.
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His Master's Voice
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Re: Datenbank von Strafbefehlen und Urteilen?

Beitrag von His Master's Voice »

frekase hat geschrieben: Es sollte kein Problem darstellen, die PLZ zu Bundesländern zuzuordnen. Muss halt einmal programmiert werden und alle PLZ einmal eingelesen werden. Also technisch machbar.

Mit den Bundesländern ist das so eine Sache. Ich wurde in Hannover mit 35g erwischt -> 600 € Strafe. Laut meinem BTMG-Fachanwalt hab ich großes Glück, dass ich in Hannover und nicht Hildesheim oder Celle erwischt worden bin. In den Nachbarstädten wäre die Strafe wesentlich höher ausgefallen. Seine Begründung: Die Staatswanwälte auf dem Land sind halt krasser drauf..naja..

Wie ist da eure Erfahrung? Ist die Strafrahmenpraxis nicht nur in Niedersachsen Landkreisabhängig? Wenn dem so wäre, dass selbst innerhalb eines Bundeslandes nicht einheitlich "bestraft" wird, so sollten doch PLZ mit reinkommen...oder wenigstens der Landkreis..

Was meint ihr?
Wenn das technisch kein Problem ist, überzeugt mich Deine Überlegung, dass eine regionale Auflösung nach Bundesländern zu grobmaschig ist. Dann bin ICH für die möglichst präzise Erfassung der PLZ.

frekase hat geschrieben:
Ja, hab ich auch erst auch gedacht. Das blöde ist aber, wenn man eine möglichst genaue Einschätzung einer bevorstehenden Bestrafung vornehmen will, das genaue Einkommen eine Rolle spielt. Gerade bei der Bemessung der Tagessatzhöhe bei Geldstrafen.
So gesehen hast Du Recht. Von daher wäre eine möglichst präzise Einkommensangabe tatsächlich wünschenswert. Vielleicht kann man ja ein "Mittelding" draus machen. Mit deutlich feiner gerasterten Stufen. (z.B. in 100er-Schritten?)
Wir sind Millionen...
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