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Zusammenbruch nach Cannabiskonsum

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 11:00
von Kawastor
Hi Leute,
erst einmal etwas zu meiner Person, wenn das irgendwie relevant sein sollte, ich bin 18 Jahre alt, 179cm groß, männlich und wiege ungefähr 70kg, keine chronischen Erkrankungen und lebe gesund (Sport, Ernährung, usw.)

Ich konsumiere seit ca. 2 Jahren unregelmäßig Cannabis, entweder pur gedreht oder (aber dies sehr selten) per Bong. Mein Kosum hängt immer davon ab, wie viel Gras ich im Moment da hab. Es kann also vorkommen, dass ich eine Woche jeden Tag rauche, dann 3-4 Wochen Pause mache, drauf am Wochenende mal 'ne Tüte und dann wieder Pause.... ihr seht also, ein sehr unregelmäßiger Konsum. Ich habe auch nie wirklich schlechte Erfahrungen mit dem Konsum von Cannabis gemacht, lediglich ein/zwei Mal nahm ich einen Bongzug zu viel und schlief beim Zocken einfach ein xD,.... aber nichts Schwerwiegendes.

Letztes war ich mit einem Kumpel von mir auf einer Feier. Wir setzen uns auch direkt zu einer Gruppe aus Leuten (waren mit völlig fremd aber echt korrekt drauf), welche schon fleißig am Bauen waren. Sie mischten das Gras mit Nikotin, weshalb ich erst einmal etwas abgeneigt davon war mit zu rauchen. Ich persönlich halte nicht viel von Nikotin besonders nicht im Joint (aber jeder wie er will), mir gibt die Wirkung nichts und ich finde den Geschmack sowie den Geruch einfach nur abartig. Nach einigen Überredungsversuchen willigte ich am Ende doch ein mit zu rauchen, wir gingen nach draußen und nahmen unsere ersten Züge. Als ich also das erste Mal dran zog, wurde mir sofort übel. Was komisch war, denn für gewöhnlich, tritt dieses Überlkeitsgefühl immer nach mehrer Zügen auf und symolisert mir immer einen baldigen Eintritt der Graswirkung. Ich dachte mir also nichts dabei und schob die wenige Toleraz meines Körpers gegenüber Cannabis auf die "längere" Kosumpause von 3 Wochen. Bei meinem zweiten Zug war dann Sense, so wie ich stand, klappte ich zusammen und lag am Boden. Ich hatte ein Rauschen im Ohr und konnte weder sprechen noch mich allein aufrichten geschweige denn laufen. Ähnlich wie ich's von einem Kreislaufzusammenbruch kenne. Ich dachte mir nur so, wie peinlich ist das denn, sonst rauchst du doch auch immer eine ordentliche Menge und hier brichst du nach 2 Zügen zusammen oder was. Aber die Leute um mich drumherum halfen mir sofort und redeten beruhigend auf mich ein. Nach 3 min ungefähr war dann alles wieder normal, ich konnte mich allein wieder aufrichten. Vom Rauschzustand war nichts mehr da, und ich fühlte mich wieder so nüchternd wie zuvor. Weiter geraucht oder getrunken hab ich an diesem Abend nicht mehr. Mich wundert es, warum ich dies Mal so negativ auf Cannabis reagiert hab, egal wie lang meine Konsumpause war, so weggehauen hat's mich noch nie. Ich hab auch genug gegessen und getrunken und von Mischkosum, wie Alk+Gras halte ich mich ebenso fern. Vielleicht hab ich etwas wenig geschlafen, aber alles noch im Normbereich. Wie die Gras Sorte genau hieß, kann ich leider nicht sagen, war mir aber definitiv nicht neu und ich kannte die Wirkung eigendlich. :/

Lag's am Gras? Am Nikotion? Oder doch an meinem Körper?

Ich hoffe jemand kann mir erklären, warum ich so zusammenbrach oder jemand hat schon ähnliche Erfahrungen gemacht.

MfG :)

Re: Zusammenbruch nach Cannabiskonsum

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 11:43
von Hans Dampf
Hi Kawastor,
erstmal willkommen im Forum!

Das von dir beschriebene Ereignis kann viele Ursachen haben, wir sind hier alle keine Ärzte usw.
THC kann pulssteigernd wirken, von daher kann es sich auch auf den Kreislauf auswirken.

Ich selbst rauche eigentlich nur pur bzw. nehme Cannabis oral zu mir, und selten als Tabakjoint, habe aber - bis auf Joints - nie im Leben geraucht.

Beim Rauchen mit Tabak wird mir (gerade nach längerer Pause) gleich nach den ersten Zügen zum Teil sehr schwindelig, das hängt mMn mit dem Nikotin zusammen und zwingt mich manchmal zum hinsetzen, vermutlich bin ich da auch sehr empfindlich dafür. Der Effekt tritt dann bei weiteren - zeitnahen - Tabakjoints immer weniger auf.

Bei reinem Cannabiskonsum kenne ich das nur in abgeschwächter Form und dann auch erst ein paar Minuten (sicher über 10) nach Einnahme. Das Auftreten dieser Ereignisse ist selten, und hing bei mir von folgenden Faktoren ab:
  • In der Einstellungsphase meiner Behandlung mit Cannabis hatte ich wohl meine persönliche Dosis überschritten.
  • b) Eigentlich nur (Spät-)Abends nach einem anstrengenden Tag wenn ich dann nach der Einnahme noch weiter (belastend) aktiv war, zum Beispiel auch sehr heiß duschen.
  • c) An Tagen an denen ich meine Diät ernster genommen habe, da war der Körper wohl eh schon belastet.
In einem legalisierten Umfeld würdest du jetzt versuchen können das verwendete Gras nochmals zu bekommen und checken zu lassen. Oder du könntest versuchen es nochmals zu bekommen und pur zu rauchen und mögliche Ursachen einschränken zu können.
Da Cannabis aber nicht legal ist, fallen beide Möglichkeiten hier in Deutschland flach.

Meine Meinung zu deinem Vorfall: Finger weg vom Tabak! :mrgreen:

Re: Zusammenbruch nach Cannabiskonsum

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 12:49
von BUMMBUMM
Moin Kawastor

1. Nikotin (Tabak)
hatte ähnliches Konsummuster wie du damals, nur halt 4 Jahre später angefangen. Während der gesamten Zeit war ich auch Tabakraucher. Aber trotzdem waren die paar Male die ich es tatsächlich geschafft hab, mich untern Tisch zu flashen, dem Tabak zuzurechnen. Nikotin is halt ein Nervengift und wirkt schneller als THC.
Zusätzlich, falls der Joint mit normalem Tabak (also nicht frei von Zusätzen) gebaut wurde, können auch diese zusätzlichen Chemikalen selbst gestandene Zusatzstofffreien-Tabak-Raucher aus den Latschen kippen lassen, vor allem wenns ohne richtigen Filter war.

2. Gras
Wenn du der Einzige warst, der beunruhigende Nebenwirkung beim Rauchen diesem Joints hattest, ist die Wahrscheinlichkeit, dass mit dem Cannabis ewas merkwürdiges war eher gering. Größte Ausnahme sind hier Allergien, solltest du in einem stark Pollen oder Schimmel belasteten Umfeld leben oder bereits entsprechende Allergien haben, kann der Konsum von derart belastetem Cannabis einen anaphylaktischen Schock auslösen.

3. Dein Körper
Nun Cannabiskonsum von Jugendlichen ist grundsätzlich ne echt schlechte Idee... und das is nicht nur Legalisierungs-befürworter blabla sondern ich kenne selber n paar unschöne Fälle von denen man im Nachhinein nur sagen kann: Hätten die mal erst n paar Jahre später angefangen mit dem Schiet.
Was mich allerdings auch sehr beunruhigt ist deine Beschreibung der einsetzenden Rausch-Wirkung mit Übelkeit.
Das ist keine erwünschte Wirkung bei Cannabis und ich kenne das nur von Leuten die das einmal probiert haben und dann nie wieder. Wenn dies nur eine sehr kurzzeitige Übelkeit ist, die immer vor der Rauschwirkung auftritt, wäre das ein möglicher Hinweis auf eine bei dir vorliegende grundsätzliche Kreislaufschwäche. Interessant wäre in dem Zusammenhang die Frage nach: Ausgewogene Ernährung, Ausdauersport/Körperliche Betätigung, Blutdruck und Blutbild. Diese Zusammenbrüche würden dann in Zukunft immer wieder vorkommen mit tendenziell steigender Frequenz.

Falls die Übelkeit aber länger anhält... uiuiui nicht gut. Vor allem wegen der Fragestellung warum du dann bislang den Konsum noch nicht eingestellt hast, zumal es sich bei dir ja eindeutig um einen Freizeit- und nicht um einen medizinisch induzierten Konsum handelt.


Meine Empfehlung bei deinem Fall ist mal eine Konsumpause einzulegen die den Namen auch verdient, nämlich 6 Monate 100% Abstinenz. Dann solltest du wissen wo du in Sachen allgemeiner Gesundheitszustand, Physischer und Psychischer Abhängigkeit stehst, zumindest wenn du in der Zeit nicht anfängst zu Saufen wie ein Loch (Stichwort Ersatzdroge).

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