Genau, der Staat muss im Endeffekt beweisen, dass durch Homosexualität/Religionsgemeinschaften der Gesellschaft signifikante Kosten entstehen. Genauso muss der Staat beweisen, dass durch eine liberale Cannabis-Regulierung (etwa legaler Anbau zum Eigenverbrauch) der Gesellschaft signifikante Kosten entstehen.Dopeworld hat geschrieben:na ja ... da müsstest du aber erst mal beweisen dass durch homosexualität oder religionsgemeinschaften der gesellschaft signifikante kosten entstehen.thatssoooweird hat geschrieben:Mein Problem mit dem Argument ist, dass man sich letzlich immer dahinter versteckt. Anstatt auf die Straße zu gehen und selbstbewusst zu sagen: Ich konsumiere und das mit Recht! argumentiert man immer mit irgendwelchen Steuern und Kosten, obwohl ich mal behaupte, dass das doch den Legalizern ansich eher egal ist. Man stelle sich mal vor, jemand würde etwa gegen die Verfolgung von Mitgliedern bestimmter Religionsgemeinschaften oder Homosexuellen irgendwelche derartigen Kostenargumente bringen, würden wir das nicht als extrem zynisch empfinden? (damit will ich diese Dinge nicht direkt vergleichen oder irgendwas relativieren, aber die Prinzipien sind ja durchaus vergleichbar)![]()
ich glaube kaum da kommst du auf 20 mrd. € jährlich wie bei alkohol.
Der Staat hat aber nie bewiesen, dass ein derartiger Eingriff ein die Freiheitsrechte wie es bei Cannabis-Konsumenten der Fall ist, verhältnismäßig ist. Die Beweislast liegt also beim Staat.
Es ist also umgekehrt. Es gibt einen Recht auf Rausch, es sei denn der Staat kann beweisen, dass durch diesen der Gesellschaft signifikante Kosten entstehen. Ein Konsumansteig alleine ist übrigens nicht gleichzusetzen mit "signifikanten Kosten" - man könnte diese Kosten z.B. an den Kosten des Gesundheitssystems messen.
Also muss der Staat hier beweisen: Trägt das aktuelle Gesetz dazu bei, die Kosten der Gesellschaft (z.B. Krankenkassen-Kosten) gering zu halten? Oder führt es zu mehr Kosten der Gesellschaft?
Dass letzteres der Fall ist (Streckmittel, Kriminalität da das Recht des Stärkeren auf einem Schwarzmarkt gilt, Kosten der Prohibition)
Also gilt nach wie vor: Freiheit, solange es keine Opfer gibt.
EDIT: und damit gilt natürlich auch nach wie vor, dass die Gefährlichkeit egal ist. Solange der Staat etwa bei Heroin nicht NACHWEISEN kann, dass das Verbot tatsächlich etwas positives bewirkt, muss das von den Freiheitsrechten abgedeckt sein. Wie bei allem.
