KRITIK: Global Marijuana March 2013 Frankfurt
-
Girlscoutcookies
- Beiträge: 1
- Registriert: Sa 4. Mai 2013, 18:03
KRITIK: Global Marijuana March 2013 Frankfurt
Hallo liebe Hanf-Freunde,
Gestern war ich auf der Demonstration "Global Marijuana March 2013" in Frankfurt; Es war meine
erste "grüne" Demo überhaupt, die mich leider sehr enttäuschte!
Immer wieder konnte ich Leute beobachten, die an der Veranstaltung vorbei liefen, kurz rüber schauten,
lachten und von dannen zogen. Ich beschloss diese Leute einmal anzusprechen und sie zu fragen, wie
sie die Demo warnehmen würden, was ihnen nicht gefalle, weshalb sie lachen und weiterziehen? Die Antworten
waren sehr deutlich!
Um es kurz zu machen: Wir kamen rüber wie die letzten Klischee-Kiffer. Sehr unprofessionell!
1. Laute klischeehafte Kiffer-Musik
-> Viele Passanten ließen sich allein davon schon abschrecken und wollten sich gar nicht
weiter der Veranstaltung nähern. Ich persönlich habe nichts gegen diese Musik, höre sie selbst sehr gerne.
2. Zurückgezogenheit der Veranstaltung
-> Von einigen hörte ich, dass die Demo wie eine Geheim-Demo wirke. Man musste mehr Mut
aufbringen um weiteres Interesse zu zeigen, als der normale Passant (der nichts mit
Cannabis am Hut hat) das wohl im Alltag tun möchte,
da die 2 Stände und der Wagen sehr zurückgezogen in einer Ecke des Opernplatzes standen.
3. Dämliche Sprüche/Parolen
-> Dieser Punkt kommt vor allen auch von mir! Was bitte sollen Sprüche wie...
- Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns das Ganja klaut.
- Gebt das Hanf frei und zwar sofort
- Wir haben Spaß, weil wir rauchen/haben Gras
... usw.
Sollten wir nicht eine vernünftige, informative und vor allem professionelle Veranstaltung sein?
Wen möchten wir denn erreichen mit diesen Parolen? Ist es nicht sowieso klar was wir wollen?
Es wäre weitaus besser gewesen, während dem "march" immer wieder Fakten laut auszurufen WARUM wir
Cannabis legalisiert haben wollen.
4. Marijuana March vs. Fußballspiel der Eintracht Frankfurt
-> Ich brauche wohl nicht zu erwähnen wer gewinnt. Das war wohl einfach Pech!
5. Süßer Cannabisduft in der Luft
-> Auch wenn ich es sehr genossen habe unter freiem Himmel diesen fantastischen Geruch in der Nase zu haben,
ist er für solch eine Veranstaltung überhaupt nicht förderlich.
So wie viele Menschen nicht gerne in der Nähe von Tabak-Rauchern stehen, gilt das Gleiche für Cannabis-Raucher.
6. Redner
-> Ich möchte keinesfalls den Leuten auf die Füße treten, die sich an das Mikrofon trauen, um vor allen zu sprechen.
Allerdings ist es leider unbedingt notwendig, dass wir richtige Redner am Start haben. Es braucht leider mehr als
nur Inhalt, um die unaufgeklärten Massen zu bewegen.
Das geht besser! Diese Veranstaltung war für Leute gemacht, die sowieso schon für die Legalisierung sind.
Wie wäre es mit etwas, dass mehr einer Messe gleicht? Mit Info-Ständen für...
... Cannabis als Genussmittel
... Cannabis als Medizin
... Cannabis als Ressource
Dazu ein, zwei Stände mit Essen und beschallt wird alles mit ruhiger, neutraler Musik. Zwischen den Ständen
müsste genügend Platz sein, sodass man als Passant auch einfach mal durchlaufen kann. OFFENHEIT ist das Stichwort!
Zusätzlich könnten Freiwillige Flyer verteilen und mit großen Schildern in der Umgebung herumlaufen und werben.
Die Werbung sollte ein Blickfang sein, der Inhalt zum sofortigen Nachdenken anregen.
Nicht wir Hanf-Freunde legalisieren Cannabis, sondern die Mehrheit der Bevölkerung muss es tun. Also sollten wir solche
Veranstaltungen auch für sie gestalten.
Ich freue mich über eure Antworten, Hinweise, Verbesserungsvorschläge oder Kritiken an meiner Kritik!
Gestern war ich auf der Demonstration "Global Marijuana March 2013" in Frankfurt; Es war meine
erste "grüne" Demo überhaupt, die mich leider sehr enttäuschte!
Immer wieder konnte ich Leute beobachten, die an der Veranstaltung vorbei liefen, kurz rüber schauten,
lachten und von dannen zogen. Ich beschloss diese Leute einmal anzusprechen und sie zu fragen, wie
sie die Demo warnehmen würden, was ihnen nicht gefalle, weshalb sie lachen und weiterziehen? Die Antworten
waren sehr deutlich!
Um es kurz zu machen: Wir kamen rüber wie die letzten Klischee-Kiffer. Sehr unprofessionell!
1. Laute klischeehafte Kiffer-Musik
-> Viele Passanten ließen sich allein davon schon abschrecken und wollten sich gar nicht
weiter der Veranstaltung nähern. Ich persönlich habe nichts gegen diese Musik, höre sie selbst sehr gerne.
2. Zurückgezogenheit der Veranstaltung
-> Von einigen hörte ich, dass die Demo wie eine Geheim-Demo wirke. Man musste mehr Mut
aufbringen um weiteres Interesse zu zeigen, als der normale Passant (der nichts mit
Cannabis am Hut hat) das wohl im Alltag tun möchte,
da die 2 Stände und der Wagen sehr zurückgezogen in einer Ecke des Opernplatzes standen.
3. Dämliche Sprüche/Parolen
-> Dieser Punkt kommt vor allen auch von mir! Was bitte sollen Sprüche wie...
- Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns das Ganja klaut.
- Gebt das Hanf frei und zwar sofort
- Wir haben Spaß, weil wir rauchen/haben Gras
... usw.
Sollten wir nicht eine vernünftige, informative und vor allem professionelle Veranstaltung sein?
Wen möchten wir denn erreichen mit diesen Parolen? Ist es nicht sowieso klar was wir wollen?
Es wäre weitaus besser gewesen, während dem "march" immer wieder Fakten laut auszurufen WARUM wir
Cannabis legalisiert haben wollen.
4. Marijuana March vs. Fußballspiel der Eintracht Frankfurt
-> Ich brauche wohl nicht zu erwähnen wer gewinnt. Das war wohl einfach Pech!
5. Süßer Cannabisduft in der Luft
-> Auch wenn ich es sehr genossen habe unter freiem Himmel diesen fantastischen Geruch in der Nase zu haben,
ist er für solch eine Veranstaltung überhaupt nicht förderlich.
So wie viele Menschen nicht gerne in der Nähe von Tabak-Rauchern stehen, gilt das Gleiche für Cannabis-Raucher.
6. Redner
-> Ich möchte keinesfalls den Leuten auf die Füße treten, die sich an das Mikrofon trauen, um vor allen zu sprechen.
Allerdings ist es leider unbedingt notwendig, dass wir richtige Redner am Start haben. Es braucht leider mehr als
nur Inhalt, um die unaufgeklärten Massen zu bewegen.
Das geht besser! Diese Veranstaltung war für Leute gemacht, die sowieso schon für die Legalisierung sind.
Wie wäre es mit etwas, dass mehr einer Messe gleicht? Mit Info-Ständen für...
... Cannabis als Genussmittel
... Cannabis als Medizin
... Cannabis als Ressource
Dazu ein, zwei Stände mit Essen und beschallt wird alles mit ruhiger, neutraler Musik. Zwischen den Ständen
müsste genügend Platz sein, sodass man als Passant auch einfach mal durchlaufen kann. OFFENHEIT ist das Stichwort!
Zusätzlich könnten Freiwillige Flyer verteilen und mit großen Schildern in der Umgebung herumlaufen und werben.
Die Werbung sollte ein Blickfang sein, der Inhalt zum sofortigen Nachdenken anregen.
Nicht wir Hanf-Freunde legalisieren Cannabis, sondern die Mehrheit der Bevölkerung muss es tun. Also sollten wir solche
Veranstaltungen auch für sie gestalten.
Ich freue mich über eure Antworten, Hinweise, Verbesserungsvorschläge oder Kritiken an meiner Kritik!
-
Florian Rister
- Board-Administration
- Beiträge: 3370
- Registriert: Mo 13. Feb 2012, 15:43
- Wohnort: Berlin
Re: KRITIK: Global Marijuana March 2013 Frankfurt
Niemand hat etwas dagegen, wenn du sowas organisieren willst. Wir hatten 4 offene Orga-Treffen die über alle verfügbaren Kanäle beworben wurden, es wäre also jedem möglich gewesen die Veranstaltung selber mitzugestalten.
Deine Kritik kann ich teilweise sogar nachvollziehen, daran kann man aber nichts ändern wenn es nunmal diese Menschen sind die etwas machen. Ich kann keine Intelektuellen Drogenpolitiker oder rethorisch ausgebildete Redner im Anzug auf die Bühne zaubern, wenn sich niemand meldet der das machen möchte.
Wir haben gestern Abend eigentlich beschlossen, nächstes Jahr kleiner und weniger zu planen, da sich ja auch mit dem diesjährigen, für unsere Verhältnisse enormen, Aufwand (15.000 Flyer, hunderte Plakate erfolgreich verteilt, 2 Infostände zur Vorab-Mobilisierung, Großer LKW mit ordentlicher Anlage, ordentlicher DJ) keine relevante Änderung der Teilnehmerzahl ergeben hat. Sicherlich war der Regen irgendwie schuld daran, aber das war er auch letztes Jahr. Insofern wird es auch nächstes Jahr garantiert keine Essensstände geben und keinen weiteren Ausbau des GMM. Wir sehen auch so einen großen Wert in diesem bundesweiten Aktionstag.
Dass solche Demonstrationen für Hanffreunde gemacht sind, und nicht für jederman ist völlig klar und liegt in der Natur einer Demonstration (=Menschen treten für ihre Interessen ein)
Dass Feedback von Passanten war imho aber sehr gut, die meisten haben uns sehr freundlich aufgenommen und immerhin hat jeder sofort gemerkt worum es geht. Das ist auch schonmal viel wert.
Was das Kiffen angeht: Wir hatten mindestens 6, eher mehr Menschen auf der Demo die eine Ausnahmegenehmigung besitzen oder sich auf dem Weg dahin befinden. Sollen wir als Veranstalter denen erzählen dass sie lieber aus der Demo weggehen sollen? Sollen wir rumlaufen und kontrollieren wer alles grade kifft und dann die Genehmigungen durchlesen ob die Leute das wirklich dürfen? Nein! Dafür sind die Cops zuständig, und die haben bei uns in Frankfurt erfahrungsgemäß gar keine Lust auf sowas.
Kleine Anekdote am Rande: Die Polizisten haben anfangs unserem Fahrer eine unverhohlene Drohung ausgesprochen. "Marijuana und Autofahren passt aber nicht zusammen. Sie wissen ja dass das bei Tests sehr lange nachweisbar ist."
Im Nachhinein war es nur ein dämliches Spiel, die hatten die Hoffnung dass unser Fahrer es mit der Angst zu tun kriegt und abhaut. (wobei nach X Jahren Abstinenz sollte auch der schlechteste Drogentest negativ ausschlagen
)
Getestet wurde natürlich niemand, so wie meines Wissens nach noch nie auf einer Hanf-Demo ein Fahrer auf Drogen getestet wurde. Die wissen genau das wir uns vorbereiten und im Zweifelsfall eh alle Tests verweigern und auf Richterliche Genehmigung warten...
Deine Kritik kann ich teilweise sogar nachvollziehen, daran kann man aber nichts ändern wenn es nunmal diese Menschen sind die etwas machen. Ich kann keine Intelektuellen Drogenpolitiker oder rethorisch ausgebildete Redner im Anzug auf die Bühne zaubern, wenn sich niemand meldet der das machen möchte.
Wir haben gestern Abend eigentlich beschlossen, nächstes Jahr kleiner und weniger zu planen, da sich ja auch mit dem diesjährigen, für unsere Verhältnisse enormen, Aufwand (15.000 Flyer, hunderte Plakate erfolgreich verteilt, 2 Infostände zur Vorab-Mobilisierung, Großer LKW mit ordentlicher Anlage, ordentlicher DJ) keine relevante Änderung der Teilnehmerzahl ergeben hat. Sicherlich war der Regen irgendwie schuld daran, aber das war er auch letztes Jahr. Insofern wird es auch nächstes Jahr garantiert keine Essensstände geben und keinen weiteren Ausbau des GMM. Wir sehen auch so einen großen Wert in diesem bundesweiten Aktionstag.
Dass solche Demonstrationen für Hanffreunde gemacht sind, und nicht für jederman ist völlig klar und liegt in der Natur einer Demonstration (=Menschen treten für ihre Interessen ein)
Dass Feedback von Passanten war imho aber sehr gut, die meisten haben uns sehr freundlich aufgenommen und immerhin hat jeder sofort gemerkt worum es geht. Das ist auch schonmal viel wert.
Was das Kiffen angeht: Wir hatten mindestens 6, eher mehr Menschen auf der Demo die eine Ausnahmegenehmigung besitzen oder sich auf dem Weg dahin befinden. Sollen wir als Veranstalter denen erzählen dass sie lieber aus der Demo weggehen sollen? Sollen wir rumlaufen und kontrollieren wer alles grade kifft und dann die Genehmigungen durchlesen ob die Leute das wirklich dürfen? Nein! Dafür sind die Cops zuständig, und die haben bei uns in Frankfurt erfahrungsgemäß gar keine Lust auf sowas.
Kleine Anekdote am Rande: Die Polizisten haben anfangs unserem Fahrer eine unverhohlene Drohung ausgesprochen. "Marijuana und Autofahren passt aber nicht zusammen. Sie wissen ja dass das bei Tests sehr lange nachweisbar ist."
Im Nachhinein war es nur ein dämliches Spiel, die hatten die Hoffnung dass unser Fahrer es mit der Angst zu tun kriegt und abhaut. (wobei nach X Jahren Abstinenz sollte auch der schlechteste Drogentest negativ ausschlagen
Getestet wurde natürlich niemand, so wie meines Wissens nach noch nie auf einer Hanf-Demo ein Fahrer auf Drogen getestet wurde. Die wissen genau das wir uns vorbereiten und im Zweifelsfall eh alle Tests verweigern und auf Richterliche Genehmigung warten...
Legalisierungsbefürworter seit 2000
DHV-Mitglied seit 2010
DHV-Mitarbeiter seit 2014
DHV-Mitglied seit 2010
DHV-Mitarbeiter seit 2014
Re: KRITIK: Global Marijuana March 2013 Frankfurt
Girlscoutcookies hat geschrieben:Hallo liebe Hanf-Freunde,
5. Süßer Cannabisduft in der Luft
-> Auch wenn ich es sehr genossen habe unter freiem Himmel diesen fantastischen Geruch in der Nase zu haben,
ist er für solch eine Veranstaltung überhaupt nicht förderlich.
So wie viele Menschen nicht gerne in der Nähe von Tabak-Rauchern stehen, gilt das Gleiche für Cannabis-Raucher.
Ich freue mich über eure Antworten, Hinweise, Verbesserungsvorschläge oder Kritiken an meiner Kritik!
High,
die Leute müssen sich endlich daran gewöhnen, dass Hanf zu unserer Gesellschaft gehört!
Auch in Müchen war Hanfdampf in der Luft.
"Tetrahydrocannabinol - wer das raucht der fühlt sich wohl !"
aber die Musik war schon sehr laut und es hätten mehr Hänflinge sein können.
Gruss
M. Nice
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
- Baumbart79
- Beiträge: 651
- Registriert: Mi 24. Apr 2013, 10:57
- Wohnort: 666 BA-WÜ 666
Re: KRITIK: Global Marijuana March 2013 Frankfurt
wow, schon beim ersten mal gleich einen auf profi machen und solches, klingt sehr nach klischeehaftem spießbürgerleben. am besten noch mit essensstand und bierzelt und herumlügend-geschulten politikern? (kanns mir grad nicht verkneifen!)
dafür, dass da wirklich leute hingegangen sind und die masse uns immernch belächelt, dagegen ist nichts zu sagen. außer, dass es klasse ist, dass überhaupt wer aus seinem hause gekrochen ist und - trotz lauter un-chartiger massen-musik, fehlenden bierzelten wie auf jedem dorf-sauf-fress-fest, "blöden" parolen und schlechter redner. naja....sorgen muss man haben...
abgesehen von diesen "einwänden" - verdammt geil gemacht leute! -, kann ich nur müde lächeln. als obs in canada mit ihrer kitsch-kifferkultur oder bei der lsd-welle in den 60er in san francisco mit den hippies nicht zu kitschig war?
fürs erste mal ist alles ok, solange die leute net zuahuse bleiben und sich netmal ausm haus trauen wie im sch....... ba-wü, wo immernoch die bier-induzierte inquisition herrscht und das volk angst hat frei zum kiffen zu stehen weil gleich lappen, job, undsoweiter, aufm spiel steht!
so fängt die sache an, so beginnt alles. ein hoch auf die leute, die wirklich die eier hatte dorthin zu gehen und paar kitschige parolen mitzugröhlen und sich noch einen anzustecken und endlich mal flagge zu zeigen. denn sogar die hinterladerfraktion(geichgeschlechtlich orientierten) mit dem frankfurter chr. street day hat mehr rechte und ist angesehener als ein friedlicher kiffer, der nicht vom schnaps verrecken will. dazu gleich mal einen von mir, der hat mir den tag beim lesen auf fb wirklich erhellt: bier macht dick, schnaps macht krank. ich bin kiffer - gott sei dank!
was für ein geiler spruch!!! <3
und wenn sich otto-normal-blödi und der total verdummte sonntagsfahrer-tv-spaten an dem "hippie"-getue stört, heisst es nur, dass da was "anstößiges" gewirkt hat. ob sie es verstehen oder nicht, ist doch sch...... egal. die wirkung hats aber definitiv erlangt, indem leute raus sind, medien berichtet haben und zumindest mal in mehreren städten - national, wie auch international - leute für ihre rechte eingestanden sind. was will man mehr bei einer initiationsveranstaltung?! wenn man vergleicht, wie die reaktion der breiten masse auf das thema ist, umso eher stellt sich heraus, wie schwer dieser schritt ist und gleichzeiti, wie verdummt das volk zugleich ist. man kann nciht von jedem erwarten alles gleich zu verstehen - einige brauchen die bild-"zeitung" oder den tv-aparat dazu um zu glauben oder etwas einzusehen(so traurig das auch ist).
solange nächstes jahr aus 100leute vllt ca.500 oder mehr werden, solange sollte alles andere erstmal beiseite gelassen werden. einen auf komerziell zu machen und die sache zu vermakrten wie die love parade, wäre absolut falsch. der weg ist lang und steinig, aber sich zu verkaufen wäre das falsche. da kannste gleich aufhören und zur flasche greifen - so wie die ca.75.000, die jährlich ihr leben lassen für c2h5oh(alkohol).
dafür, dass da wirklich leute hingegangen sind und die masse uns immernch belächelt, dagegen ist nichts zu sagen. außer, dass es klasse ist, dass überhaupt wer aus seinem hause gekrochen ist und - trotz lauter un-chartiger massen-musik, fehlenden bierzelten wie auf jedem dorf-sauf-fress-fest, "blöden" parolen und schlechter redner. naja....sorgen muss man haben...
abgesehen von diesen "einwänden" - verdammt geil gemacht leute! -, kann ich nur müde lächeln. als obs in canada mit ihrer kitsch-kifferkultur oder bei der lsd-welle in den 60er in san francisco mit den hippies nicht zu kitschig war?
so fängt die sache an, so beginnt alles. ein hoch auf die leute, die wirklich die eier hatte dorthin zu gehen und paar kitschige parolen mitzugröhlen und sich noch einen anzustecken und endlich mal flagge zu zeigen. denn sogar die hinterladerfraktion(geichgeschlechtlich orientierten) mit dem frankfurter chr. street day hat mehr rechte und ist angesehener als ein friedlicher kiffer, der nicht vom schnaps verrecken will. dazu gleich mal einen von mir, der hat mir den tag beim lesen auf fb wirklich erhellt: bier macht dick, schnaps macht krank. ich bin kiffer - gott sei dank!
und wenn sich otto-normal-blödi und der total verdummte sonntagsfahrer-tv-spaten an dem "hippie"-getue stört, heisst es nur, dass da was "anstößiges" gewirkt hat. ob sie es verstehen oder nicht, ist doch sch...... egal. die wirkung hats aber definitiv erlangt, indem leute raus sind, medien berichtet haben und zumindest mal in mehreren städten - national, wie auch international - leute für ihre rechte eingestanden sind. was will man mehr bei einer initiationsveranstaltung?! wenn man vergleicht, wie die reaktion der breiten masse auf das thema ist, umso eher stellt sich heraus, wie schwer dieser schritt ist und gleichzeiti, wie verdummt das volk zugleich ist. man kann nciht von jedem erwarten alles gleich zu verstehen - einige brauchen die bild-"zeitung" oder den tv-aparat dazu um zu glauben oder etwas einzusehen(so traurig das auch ist).
solange nächstes jahr aus 100leute vllt ca.500 oder mehr werden, solange sollte alles andere erstmal beiseite gelassen werden. einen auf komerziell zu machen und die sache zu vermakrten wie die love parade, wäre absolut falsch. der weg ist lang und steinig, aber sich zu verkaufen wäre das falsche. da kannste gleich aufhören und zur flasche greifen - so wie die ca.75.000, die jährlich ihr leben lassen für c2h5oh(alkohol).
it's not a war on drugs, it's a war on personal freedom. - Bill Hicks
-
thatssoooweird
- Beiträge: 238
- Registriert: Mo 16. Apr 2012, 15:48
Re: KRITIK: Global Marijuana March 2013 Frankfurt
Das mit der Musik auf den Demos/Infoständen kann ich aber nachvollziehen...ich fands zwar bisher spaßig, aber ein bisschen Abwechselung wäre mal nicht schlecht, aber es gibt ja auch noch mehr Musikgenres, die sich mit dem Thema Hanf beschäftigen, als Reggae und Dub.
Da gäbe es z.B. den Stoner Rock - der ja immerhin danach benannt ist! - und artverwandte Sachen, für die Durchschnittsleute vielleicht etwas ungewohnt, aber immerhin mal was anderes. Außerdem gibt es auch da vielleicht für die Masse leichter konsumierbare Sachen wie die Queens of the Stone Age (Feel Good Hit of the Summer
)
Auch im HipHop ist Cannabis ein wichtiges Thema, man muss ja nicht unbedingt Sido und andere Mainstream-Rapper hernehmen, ich denke da eher an Marsimoto oder Blumentopf (und sicher noch mehr, HipHop ist jett nicht mein Spezialgebiet..)
Desweiteren würden sich natürlich Psychedelic Rock, Krautrock und Space Rock anbieten - Musik, die eigentlich niemandem wehtut, sehr gut zum Thema passt und die auch nicht ganz so junge Menschen anspricht. Warum nicht mal zu Center of the Universe von Hawkwind tanzen? Entrückter kann Musik kaum mehr sein.
Leider scheint es mittlerweile schon eine regelrechte Konvention zu sein, dass man Reggae(artiges) spielt bei solchen Veranstaltungen, auch wenn das nicht allen Organisatoren gefällt, noch weniger allen Teilnehmern und schon gar nicht allen Passanten.
Edit: Das ist natürlich nicht alles. Man könnte auch noch die wunderbar verspielten früheren Caribou nennen, die psychedelische Musik mit Elektro kombinieren, oder den Klassiker Sweet Leaf von Black Sabbath, es gäbe reichlich.
Da gäbe es z.B. den Stoner Rock - der ja immerhin danach benannt ist! - und artverwandte Sachen, für die Durchschnittsleute vielleicht etwas ungewohnt, aber immerhin mal was anderes. Außerdem gibt es auch da vielleicht für die Masse leichter konsumierbare Sachen wie die Queens of the Stone Age (Feel Good Hit of the Summer
Auch im HipHop ist Cannabis ein wichtiges Thema, man muss ja nicht unbedingt Sido und andere Mainstream-Rapper hernehmen, ich denke da eher an Marsimoto oder Blumentopf (und sicher noch mehr, HipHop ist jett nicht mein Spezialgebiet..)
Desweiteren würden sich natürlich Psychedelic Rock, Krautrock und Space Rock anbieten - Musik, die eigentlich niemandem wehtut, sehr gut zum Thema passt und die auch nicht ganz so junge Menschen anspricht. Warum nicht mal zu Center of the Universe von Hawkwind tanzen? Entrückter kann Musik kaum mehr sein.
Leider scheint es mittlerweile schon eine regelrechte Konvention zu sein, dass man Reggae(artiges) spielt bei solchen Veranstaltungen, auch wenn das nicht allen Organisatoren gefällt, noch weniger allen Teilnehmern und schon gar nicht allen Passanten.
Edit: Das ist natürlich nicht alles. Man könnte auch noch die wunderbar verspielten früheren Caribou nennen, die psychedelische Musik mit Elektro kombinieren, oder den Klassiker Sweet Leaf von Black Sabbath, es gäbe reichlich.
-
Florian Rister
- Board-Administration
- Beiträge: 3370
- Registriert: Mo 13. Feb 2012, 15:43
- Wohnort: Berlin
Re: KRITIK: Global Marijuana March 2013 Frankfurt
Ja das mit der Musik ist so ein Thema,
letztes Jahr hatten wir in Frankfurt MP3 vom Laptop da war auch viel HipHop und Elektro dabei. Dieses Jahr war halt ein DJ da der sich auf eine Hanfdemo vorbereitet hatte, und eben genau diesen unausgesprochenen Standard im Kopf hatte (Hanfdemo = Reggae)
letztes Jahr hatten wir in Frankfurt MP3 vom Laptop da war auch viel HipHop und Elektro dabei. Dieses Jahr war halt ein DJ da der sich auf eine Hanfdemo vorbereitet hatte, und eben genau diesen unausgesprochenen Standard im Kopf hatte (Hanfdemo = Reggae)
Legalisierungsbefürworter seit 2000
DHV-Mitglied seit 2010
DHV-Mitarbeiter seit 2014
DHV-Mitglied seit 2010
DHV-Mitarbeiter seit 2014
-
thatssoooweird
- Beiträge: 238
- Registriert: Mo 16. Apr 2012, 15:48
Re: KRITIK: Global Marijuana March 2013 Frankfurt
Das war nur eine allgemeine Anmerkung, weiß ja nun nicht, wie es bei euch war 
Aber das mit den DJs ist so eine Sache, klar, die wollen natürlich Sachen auflegen, mit denen sie selbst Spaß haben, das ist auch verständlich.
Aber das mit den DJs ist so eine Sache, klar, die wollen natürlich Sachen auflegen, mit denen sie selbst Spaß haben, das ist auch verständlich.
Re: KRITIK: Global Marijuana March 2013 Frankfurt
Ich kann dich hier nicht verstehen, was genau hast du gegen ihre Kritik? Wir sollten SEHR ernstnehmen, was Girlscoutcookies sagt - das hat nichts mit mit Klugscheissen oder Spießbürgerleben zu tun.Baumbart79 hat geschrieben:wow, schon beim ersten mal gleich einen auf profi machen und solches, klingt sehr nach klischeehaftem spießbürgerleben. am besten noch mit essensstand und bierzelt und herumlügend-geschulten politikern? (kanns mir grad nicht verkneifen!)
Kann's mir grad auch nicht verkneifen, aber ich finde man sollte, vor allem als Cannabis-Legalisierungsbewegung, immer kritikfähig sein. Mit einer Demo will man ja schließlich auch etwas verändern, dazu muss man nicht-informierte Menschen dort abholen wo sie sind. Das hat nichts mit Spießbürgertum zu tun, das ist Vernunft - wir haben ja ein großes Glaubwürdigkeitsproblem in der Gesellschaft, das man nicht bestärken muss..
Ich find's total klasse dass beim GMM so viele Leute zusammengekommen sind, und es war sicher eine gute Sache für unsere Bewegung - nicht falsch verstehen. Aber man muss diese Kritik sehr ernst nehmen, die Legalisierungsbewegung spricht derzeit "Nicht-Klischeekiffer" wie den kiffenden Anwalt oder Chef (etc.) nicht gezielt genug an (IMHO). Das sollte man zumindest erwähnen dürfen. (Klar gibt es gute Gründe dafür, wie grooveman schon geschrieben hat)
- Baumbart79
- Beiträge: 651
- Registriert: Mi 24. Apr 2013, 10:57
- Wohnort: 666 BA-WÜ 666
Re: KRITIK: Global Marijuana March 2013 Frankfurt
das "demonstrieren" muss nicht jedem gefallen - ich glaube daran lag auch nie der sinn einer auflehnung welcher, die sich lautstark über etwas beschweren wollen und dafür eintreten.
it's not a war on drugs, it's a war on personal freedom. - Bill Hicks
-
matthias_pfahl
- Beiträge: 26
- Registriert: Fr 15. Feb 2013, 16:18
Re: KRITIK: Global Marijuana March 2013 Frankfurt
Hallo Girlscoutcookies,
zunächst herzlichen Dank, daß Du zum GMM in Frankfurt gekommen bist! Vielen Dank auch für Deine kritischen Anmerkungen. Ich denke, Kritik - konstruktiv wahrgenommen, bring die Sache in jedem Fall weiter:
Auch ich hatte durchaus etwas Bauchschmerzen ob der Botschaften, die wir teilweise zum Besten gegeben haben. Nach ein paar Tagen des Überlegens und nach einigen Gesprächen bin ich zu folgender Ansicht gekommen:
Demos und Informationsveranstaltungen sind zwei verschiedene paar Stiefel. Während eine Demo IMHO dazu dient, Aufmerksamkeit zu erregen, dienen Informationsveranstaltungen der Aufklärung.
Demo
Wenn ich mich an die Demos der Schwulenbewegung zurückerinnere und mir den Erfolg ansehe, den sie damit hatten, dann kann ich an dem Demoteil des Frankfurter GMMs nichts Falsches finden. Auch habe ich persönlich viel Zustimmung von Außenstehenden erhalten: viele "Daumen hoch" und Zurufe der Art "Super Sache", "Gute Veranstaltung" usw..
Verbesserungswürdig waren in jedem Fall die Reden, wobei Groooveman dazu richtigerweise sagt:
Daß dies zunächst solche Menschen sein werden, die unserer Sache grundsätzlich positiv gegenüberstehen und daher lediglich noch die innere Hemmschwelle überwinden müssen, in die Öffentlichkeit zu treten, ist keine Frage. Sich zum jetzigen Zeitpunkt diejenigen Leute als Zielgruppe auszusuchen, die erst noch von der Sache an sich überzeugt werden müssen, wäre - denke ich - verfrüht.
Informationsveranstaltung
Was den Aufbau und speziell die Positionierung der Bühne angeht, gebe ich Dir recht - wobei ich z.B. nicht weiß, inwiefern wir uns überhaupt weiter auf den Platz hätten raußstellen dürfen. Auch den Infotisch fand ich nicht gerade erbaulich. Hier sind wir allerdings wieder an dem Punkt der Ressourcen:
Nicht zu vernachlässigen ist wahrscheinlich auch der finanzielle Aspekt. Dies alles schön und ordentlich, gut ausgestattet usw. zu gestalten kostet Geld. Dieses Geld muß zunächst mal aufgetrieben werden. Wer macht's?
Essensstände
Ich denke, daß ist Zukunfstmusik (Ressourcen, Geld). Das von Dir beschriebene Set-up mit der entsprechenden Atmosphäre bekommen wir wahrscheinlich so bald nicht alleine hin. Dafür gibt es Feste, die nicht unbedingt hanfspezifisch sind, auf denen sich aber jeder, der möchte, einen Stand mieten kann. So plant z.B. die Koblenzer Gruppe einen Stand auf dem Koblenzer Altstadtfest ...
Hier ein Link zu einem Stadtfest Verzeichnis [1]. Jeder kann sich ein Fest raußsuchen, Leute zusammentrommeln, einen Stand anmelden und Aufklärung nach seinem Gusto betreiben (-:
Musik
Auch hier die Unterscheidung Demo/Infoveranstaltung.
Ich halte es nicht für verkehrt, wenn man einer Demo sofort anhört, worum es geht. Klischee hin oder her - auf dem GMM ging es um die Legalisierung von Hanf, aus meiner Sicht vornehmlich als Genußmittel. Die Demo am 20. Juni in Bonn wird sicherlich ein anderes Erscheinungsbild haben [2]. Was ich damit sagen möchte ist, daß je nach Gelegenheit u.U. auch ein anderes Erscheinungsbild zuträglich ist (-:
Auf einer Infoveranstaltung hingegen denke auch ich, daß die Musik nicht zu laut und aufdringlich sein sollte. In Frankfurt war vermutlich das Ziel, aus unserer Ecke heraus auch am anderen Ende des Platzes noch wahrgenommen zu werden - damit sind wir wieder beim Aufbau ...
Ich hoffe, ich konnte Dich davon überzeugen, daß der GMM Frankfurt trotz Deiner Enttäuschung eine gute Sache war und Dir Mut machen, noch weitere Legalisierungsveranstaltungen zu besuchen - oder vielleicht sogar bei einer mitzuhelfen oder gar selbst eine zu initiieren (-;
Die Palette der Möglichkeiten ist breit, Initiative ist gefragt, und Teilnahme an Veranstaltungen dient immer der Sache, auch wenn die ein oder andere Aktion vielleicht nicht den eigenen Präferenzen entspricht (-:
In diesem Sinne auf einen erfolgreichen Demosommer 2013!
Viele Grüße, Matthias
[1] http://www.stadtfeste-in-deutschland.de/
[2] http://www.cannabis-med.org/german/acm- ... php?id=123
zunächst herzlichen Dank, daß Du zum GMM in Frankfurt gekommen bist! Vielen Dank auch für Deine kritischen Anmerkungen. Ich denke, Kritik - konstruktiv wahrgenommen, bring die Sache in jedem Fall weiter:
Top, genau so!johannes hat geschrieben:man sollte, vor allem als Cannabis-Legalisierungsbewegung, immer kritikfähig sein. Mit einer Demo will man ja schließlich auch etwas verändern, dazu muss man nicht-informierte Menschen dort abholen wo sie sind.
Auch ich hatte durchaus etwas Bauchschmerzen ob der Botschaften, die wir teilweise zum Besten gegeben haben. Nach ein paar Tagen des Überlegens und nach einigen Gesprächen bin ich zu folgender Ansicht gekommen:
Demos und Informationsveranstaltungen sind zwei verschiedene paar Stiefel. Während eine Demo IMHO dazu dient, Aufmerksamkeit zu erregen, dienen Informationsveranstaltungen der Aufklärung.
Demo
Wenn ich mich an die Demos der Schwulenbewegung zurückerinnere und mir den Erfolg ansehe, den sie damit hatten, dann kann ich an dem Demoteil des Frankfurter GMMs nichts Falsches finden. Auch habe ich persönlich viel Zustimmung von Außenstehenden erhalten: viele "Daumen hoch" und Zurufe der Art "Super Sache", "Gute Veranstaltung" usw..
Verbesserungswürdig waren in jedem Fall die Reden, wobei Groooveman dazu richtigerweise sagt:
Die deutsche Legalisierungsbewegung steht eben noch ziemlich am Anfang und die Gruppe derer, die sich auf die Straße, geschweige denn ans Mikrophon trauen, ist noch sehr klein (ich beispielsweise war/bin noch nicht so weit, öffentlich Reden zu schwingen). Ich bin jedoch überzeugt, daß wir durch solche Aktionen durchaus Leute aktivieren können, um zu wachsen.grooveman85 hat geschrieben:Ich kann keine Intelektuellen Drogenpolitiker oder rethorisch ausgebildete Redner im Anzug auf die Bühne zaubern, wenn sich niemand meldet der das machen möchte.
Daß dies zunächst solche Menschen sein werden, die unserer Sache grundsätzlich positiv gegenüberstehen und daher lediglich noch die innere Hemmschwelle überwinden müssen, in die Öffentlichkeit zu treten, ist keine Frage. Sich zum jetzigen Zeitpunkt diejenigen Leute als Zielgruppe auszusuchen, die erst noch von der Sache an sich überzeugt werden müssen, wäre - denke ich - verfrüht.
Informationsveranstaltung
Was den Aufbau und speziell die Positionierung der Bühne angeht, gebe ich Dir recht - wobei ich z.B. nicht weiß, inwiefern wir uns überhaupt weiter auf den Platz hätten raußstellen dürfen. Auch den Infotisch fand ich nicht gerade erbaulich. Hier sind wir allerdings wieder an dem Punkt der Ressourcen:
Selbst, wenn man unterstellt, das dies alles hätte besser und effektiver geplant und durchgeführt werden können: ich persönlich bin froh, daß sich überhaupt jemand gekümmert hat und ich nur noch zu erscheinen brauchte. Auch für mich war es meine erste Hanfdemo und ich habe im Vorfeld keinen einzigen Handschlag dafür gerührt, die Veranstaltung zu gestalten. Vielleicht sieht das nächstes Jahr anders aus, bei Dir vielleicht auch?grooveman85 hat geschrieben:Wir haben gestern Abend eigentlich beschlossen, nächstes Jahr kleiner und weniger zu planen, da sich ja auch mit dem diesjährigen, für unsere Verhältnisse enormen, Aufwand (15.000 Flyer, hunderte Plakate erfolgreich verteilt, 2 Infostände zur Vorab-Mobilisierung [...]
Nicht zu vernachlässigen ist wahrscheinlich auch der finanzielle Aspekt. Dies alles schön und ordentlich, gut ausgestattet usw. zu gestalten kostet Geld. Dieses Geld muß zunächst mal aufgetrieben werden. Wer macht's?
Essensstände
Ich denke, daß ist Zukunfstmusik (Ressourcen, Geld). Das von Dir beschriebene Set-up mit der entsprechenden Atmosphäre bekommen wir wahrscheinlich so bald nicht alleine hin. Dafür gibt es Feste, die nicht unbedingt hanfspezifisch sind, auf denen sich aber jeder, der möchte, einen Stand mieten kann. So plant z.B. die Koblenzer Gruppe einen Stand auf dem Koblenzer Altstadtfest ...
Hier ein Link zu einem Stadtfest Verzeichnis [1]. Jeder kann sich ein Fest raußsuchen, Leute zusammentrommeln, einen Stand anmelden und Aufklärung nach seinem Gusto betreiben (-:
Musik
Auch hier die Unterscheidung Demo/Infoveranstaltung.
Ich halte es nicht für verkehrt, wenn man einer Demo sofort anhört, worum es geht. Klischee hin oder her - auf dem GMM ging es um die Legalisierung von Hanf, aus meiner Sicht vornehmlich als Genußmittel. Die Demo am 20. Juni in Bonn wird sicherlich ein anderes Erscheinungsbild haben [2]. Was ich damit sagen möchte ist, daß je nach Gelegenheit u.U. auch ein anderes Erscheinungsbild zuträglich ist (-:
Auf einer Infoveranstaltung hingegen denke auch ich, daß die Musik nicht zu laut und aufdringlich sein sollte. In Frankfurt war vermutlich das Ziel, aus unserer Ecke heraus auch am anderen Ende des Platzes noch wahrgenommen zu werden - damit sind wir wieder beim Aufbau ...
Ich hoffe, ich konnte Dich davon überzeugen, daß der GMM Frankfurt trotz Deiner Enttäuschung eine gute Sache war und Dir Mut machen, noch weitere Legalisierungsveranstaltungen zu besuchen - oder vielleicht sogar bei einer mitzuhelfen oder gar selbst eine zu initiieren (-;
Die Palette der Möglichkeiten ist breit, Initiative ist gefragt, und Teilnahme an Veranstaltungen dient immer der Sache, auch wenn die ein oder andere Aktion vielleicht nicht den eigenen Präferenzen entspricht (-:
In diesem Sinne auf einen erfolgreichen Demosommer 2013!
Viele Grüße, Matthias
[1] http://www.stadtfeste-in-deutschland.de/
[2] http://www.cannabis-med.org/german/acm- ... php?id=123