
Die TAZ beginnt das Jahr mit einem komplexen Artikel u.a. über eine neue schweizerische Studie zur Gefährlichkeit psychoaktiver Substanzen mit der Forderung der EKDF, "dass für alle heute illegale Substanzen Regulationsmodelle entwickelt werden, die diese zugänglich und staatlich kontrollierbar machen. Ergänzend soll die Politik weiterhin selbstverantwortliches Handeln fördern sowie vulnerable Gruppen schützen und suchtkranken Menschen die notwendige Hilfe zusichern."
Weiters über die UNGASS 2016 :
"Die internationale Drogenpolitik befindet sich im Umbruch. Dazu kommt, dass die UN-Generalversammlung 2016 dem Drogenthema eine Sondersession widmet. Die Sondersession der UNO von 2016 (United Nations General Assembly Special Session, UNGASS 2016) bietet die Gelegenheit, das komplexe Thema offen und konstruktiv zu diskutieren – eine Möglichkeit, die 2014 an der High Level Review der UN-Betäubungsmittelkommission verpasst wurde.
In der Position der EKDF hinsichtlich der Sondersitzung der UN-Generalversammlung zum Thema Drogen wird hervorgehoben, dass der Legalstatus einer Substanz nicht mit deren Schadenspotential übereinstimme und deshalb zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit eine kohärente, substanzübergreifende Suchtpolitik angestrebt werden müsse, welche nicht zwischen dem Legalstatus psychoaktiver Substanzen unterscheidet. Um dies zu erreichen bedarf es gemäß der EKDF einer möglichst offenen gesetzlichen Regulierung aller Substanzen, egal ob legal oder illegal, die sich an den konkreten Problemen orientiert."
http://blogs.taz.de/drogerie/2016/01/01 ... fuer-2016/
P.S.
"Anmerkung: Die EKDF wurde Ende 2015 aufgelöst. Ihre Arbeit wird in der thematisch breiter gefassten Eidgenössischen Kommission für Suchtfragen (EKSF) weitergeführt. Die EKDF zog sich jedoch nicht ohne weiteres zurück. Sie spielte mit ihrem Bericht »Sind Drogen gefährlich?« noch einmal einen drogenpolitischen Steilpass und warf die Frage nach Kriterien für eine ideale Regulierung von Drogen auf. Das sogenannte Ruhestand-Drogenpolitiker-Erleuchtungs-Syndrom [engl.: Post-Retirement Drug Policy Enlightenment Syndrome (PRDPES)] war hier wohl ein Vor-Ruhestand-Drogenexperten-Erleuchtungs-Syndrom."