"Schwere Vorwürfe - Raucherstreit geht in die nächste Runde"

Seit dem CanG keine Probleme mehr? Von wegen! "Geruchsbelästigungen" durch Anbau und Konsum können zur Kündigung von Mietverträgen führen.
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Sabine
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Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

"Schwere Vorwürfe - Raucherstreit geht in die nächste Runde"

Beitrag von Sabine »

"In Grevel tobt weiter ein erbitterter Raucherstreit: Zwei Familien wollen erreichen, dass ihre Nachbarn auf der Terrasse nur noch zu bestimmten Stunden qualmen dürfen. Ein Gericht hatte diese Forderung bereits zurückgewiesen. Doch jetzt gehen die Nachbarn in Berufung - und erheben schwere Vorwürfe.
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Die Richterin am Amtsgericht hatte im vergangenen November nach einem von ihr selbst durchgeführten Schnuppertest entschieden, dass Andrea und Dirk Dowe weiterhin auf ihrer Terrasse und in ihrem Haus rauchen dürfen.

Sie konnte keine von den Nachbarn beklagte Geruchsbelästigung feststellen. Daraufhin haben die Nachbarn Berufung vor dem Landgericht eingelegt – und jetzt noch einmal nachgelegt. Das Ehepaar Dowe würde auch Cannabis rauchen. Schon bei der ersten Klageschrift haben die Nachbarn, die ein, beziehungsweise zwei Reihenhäuser weiter wohnen, Dowes des Cannabis-Konsums bezichtigt.
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Andrea Dowe ist empört: „Das empfinde ich als absolut peinlich, was das läuft.“ Peinlich für die Nachbarn, aber auch für sie. „Wir sind hier auf dem Dorf. Da wird doch geredet.“
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Im Internet habe sie sich schlau gemacht, wie man den Geruch von Zigarettenrauch neutralisieren könne und sei auf Räucherstäbchen mit Sandelholz gestoßen.

Laut Klageschrift mutmaßten die Nachbarn daraufhin, dass Dowes so den angeblichen Cannabisgeruch übertünchen wollten."


http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/d ... 76,3027958


Wenn wir eine andere Gesetzgebung hätten, könnten die Nachbarn nicht auf so eine Idee kommen. Denn bei dem Vorwurf geht es ja nicht nur um Geruchsbelästigung, sondern zur Zeit um einen kriminellen Strafbestand, das hat schon eine ganz andere Qualität. Von der evtl. sozialen Ächtung (Dorf!) ganz zu schweigen.
Die beiden können von Glück reden, das da die Polizei nicht drauf angesprungen ist, da hätten sie noch eine andere Seite unseres Rechtssaates kennen lernen müssen.
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